| Chantilly | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Hauts-de-France | |
| Département (Nr.) | Oise (60) | |
| Arrondissement | Senlis | |
| Kanton | Chantilly (Chef-lieu) | |
| Gemeindeverband | Aire Cantilienne | |
| Koordinaten | 49° 11âČ N, 2° 28âČ O | |
| Höhe | 35â112 m | |
| FlĂ€che | 16,19 kmÂČ | |
| Einwohner | 10.591 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 654 Einw./kmÂČ | |
| Postleitzahl | 60500 | |
| INSEE-Code | 60141 | |
| Website | http://www.ville-chantilly.fr/ | |
Einfahrt in die Stadt durch die Porte de Saint-Denis | ||
Chantilly ist eine französische Stadt im Département Oise in der Region Hauts-de-France. Sie liegt inmitten des Waldes von Chantilly, im Tal der Nonette, 38 Kilometer nördlich von Paris. Die Gemeinde hat 10.591 Einwohner (Stand 1. Januar 2023), in der Agglomeration (Unité urbaine) leben etwa 37.000 Menschen.
Chantilly ist weltbekannt fĂŒr sein Schloss, in dem sich das MusĂ©e CondĂ© mit einer bedeutenden Kunstsammlung befindet, und als französisches Zentrum fĂŒr Pferderennen. Auf der Rennbahn von Chantilly finden regelmĂ€Ăig groĂe Rennen statt.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt liegt im Pariser Becken im SĂŒden der Region Picardie, im Regionalen Naturpark Oise-Pays de France und am Nordrand des Ballungsgebiets von Paris. Sie gehört zur historischen Region Valois und liegt sieben Kilometer sĂŒdlich von Creil, 39 Kilometer sĂŒdöstlich von Beauvais und 38 Kilometer nördlich von Paris.
Die Nachbargemeinden sind Saint-Maximin im Norden, Vineuil-Saint-Firmin im Nordosten, Avilly-Saint-LĂ©onard im Osten, PontarmĂ© und Orry-la-Ville im SĂŒdosten, Coye-la-ForĂȘt im SĂŒden, Lamorlaye im SĂŒdwesten sowie Gouvieux im Westen.
Chantilly ist das Zentrum einer UnitĂ© urbaine (stĂ€dtisches Gebiet im Sinne des französischen Statistikamts), zu welcher die Gemeinden Avilly-Saint-LĂ©onard, Boran-sur-Oise, Coye-la-ForĂȘt, Gouvieux, Lamorlaye und Vineuil-Saint-Firmin gehören.[1] Sie hat fast 37.000 Einwohner, somit ist es der viertgröĂte Ballungsraum im DĂ©partement Oise.[2]
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Klima von Chantilly ist gemĂ€Ăigt ozeanisch, wie es typisch fĂŒr den Norden der Ăle-de-France ist. Der kĂ€lteste Monat des Jahres ist der Januar und der wĂ€rmste der Juli. In Chantilly gibt es keine eigene Messstation; folgende Temperaturen und NiederschlĂ€ge wurden im Jahr 2008 im nahegelegenen Creil gemessen:
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Durchschnittliche Temperaturen und NiederschlĂ€ge fĂŒr Creil, 2008
Quelle: Météo-France[3]
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Stadtgliederung
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Das Stadtgebiet von Chantilly ist relativ jung: Erst vor 250 Jahren begann die stĂ€dtische Bebauung. Der Ă€lteste Teil befindet sich beiderseits der in Ost-West-Richtung verlaufenden Rue du ConnĂ©table. Das Gebiet wurde im Jahre 1727 parzelliert und die Maisons des officiers (heute Rue du ConnĂ©table Nr. 25 bis 67) wurden errichtet. Noch vor der Französischen Revolution wurden die anderen GrundstĂŒcke an der HauptstraĂe, an deren Ende das Hospice CondĂ© steht, verkauft. Nach 1799 dehnte sich das Stadtgebiet in Richtung Norden aus und verdrĂ€ngte Teile des Parks. Die StraĂennamen blieben erhalten und deuten darauf hin, welche Teile des Parks sie ursprĂŒnglich verbanden: Rue des Potagers (GartenstraĂe), Rue de la Faisanderie (FasaneriestraĂe), Rue des Cascades (KaskadenstraĂe). Die Nummern dieser StraĂen beginnen am Schloss und nicht an der Place Omer Vallon, wie die der anderen StraĂen. Das Stadtgebiet bestand damals aus BĂŒrgerhĂ€usern und Villen inmitten von GĂ€rten. Man findet dort noch die Spuren von StĂ€llen, die am Anfang des 19. Jahrhunderts, zu Beginn der Pferderennen, errichtet wurden.
Die Rue du ConnĂ©table bildet das Stadtzentrum. Am Ostende befindet sich das Schloss. Ăstlich und nördlich der StraĂe breiten sich die SchlossgĂ€rten aus. SĂŒdlich der Rue du ConnĂ©table liegen die GroĂen Wiesen La Pelouse mit der Rennbahn. Am Westende der Rue du ConnĂ©table liegen die Place Omer Vallon, das Hospice de CondĂ© und die Avenue du marĂ©chal Joffre.
Das Viertel um die Avenue du maréchal Joffre ist mit dem Bau der Rue de Paris und der Eisenbahnlinie verbunden; der Bahnhof befindet sich am Westrand dieses Viertels. Dort dominieren WohnhÀuser aus dem 19. und 20. Jahrhundert; dieses Gebiet wurde spÀter durch mehrstöckige Wohnkomplexe verdichtet.
Um den alten Stadtkern von Chantilly entstanden spÀter drei weitere Viertel:
- Bois Saint-Denis im SĂŒden der Stadt, zwischen der Rue de Paris und der Eisenbahn entstand durch den Bau von RennstĂ€llen, die wegen Platzmangel in gröĂerer Entfernung vom Stadtzentrum errichtet wurden. Die GrundstĂŒcke, die vorher Waldgebiet waren, verkaufte Duc dâAumale ab 1890. Sie gehörten ursprĂŒnglich zum Gebiet der Nachbargemeinde Gouvieux, wurden aber 1928 Chantilly angegliedert. Der Bois Saint-Denis bestand ursprĂŒnglich ĂŒberwiegend aus Stallungen und WohnhĂ€usern fĂŒr Trainer, Jockeys und Stallburschen und diente fast ausschlieĂlich dem Pferdesektor. In den 1960er Jahren begann man, einen groĂen Teil der ehemaligen RennstĂ€lle abzureiĂen und an ihrer Stelle WohnhĂ€user zu bauen. Heute schĂŒtzt die Bauordnung das Erbe der RennstĂ€lle.
- Das Viertel Quartier de Verdun befindet sich zwischen der Eisenbahn und dem Wald an der Stelle, wo sich frĂŒher ein Bahnhof fĂŒr die Besucher der Rennbahn befand. Der Bahnhof wurde um 1950 geschlossen und das Gebiet fĂŒr den Wohnungsbau verwendet. UrsprĂŒnglich waren die Wohnungen den Eisenbahnern vorbehalten und auch heute gehören sie zum Teil dem SozialwohnungstrĂ€ger der SNCF. In unmittelbarer NĂ€he des Quartier de Verdun befinden sich die beiden öffentlichen Gymnasien der Stadt.
- Die nördlichen Stadtviertel liegen auf beiden Seiten der StraĂe nach Creil entlang des Flusses Nonette. Dort befinden sich vor allem Sozialwohnbauten (z. B. im Quartier LefĂ©bure) und Ein- und MehrfamilienhĂ€user, die in den 1960er und 1970er Jahren gebaut wurden. Diese Viertel sind mit öffentlichen Einrichtungen ausgestattet und beherbergen Schulen, Kirchen, CollĂšge, SportplĂ€tze, Stadion und Sporthallen.
Zwischen den nördlichen Vierteln und dem Stadtzentrum befinden sich eine GrĂŒnflĂ€che, der Grand Canal, der Canal Saint-Jean und dazwischen die CanardiĂšre mit zahlreichen SchrebergĂ€rten. Die wenigen GebĂ€ude in diesem Gebiet stammen aus der FrĂŒhzeit der Industrialisierung. Dazu gehören das Werk von François Richard-Lenoir und die alten Guilleminot-Werke mit ihren Anbauten.
Das Gemeindegebiet besteht zu 69 % aus Wald und der Rennbahn. Nur 20â25 % des Gemeindegebietes können baulich genutzt werden; dort gelten bauliche BeschrĂ€nkungen durch die NĂ€he von BaudenkmĂ€lern.
GewÀsser und Wasserversorgung
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Der SĂŒden des Gemeindegebiets wird vom Fluss ThĂšve berĂŒhrt, der eine LĂ€nge von 33 km hat und ein Nebenfluss der Oise ist. In ihrem Tal befinden sich die Ătangs de Commelles: diese kĂŒnstlichen Seen wurden im 13. Jahrhundert von den Mönchen des Klosters Chaalis ausgehoben, um Fischteiche anzulegen.
Die Stadt Chantilly wird durch die Nonette durchflossen, die in die Oise mĂŒndet. Sie ist 41 km lang. und verlĂ€uft auf dem Gemeindegebiet in einem Kanal. Das Flussbett wurde 1663 von AndrĂ© Le NĂŽtre um einige hundert Meter in Richtung Norden verlegt, um den Grand Canal zu bauen, der vor dem Schloss verlĂ€uft und eine LĂ€nge von 2,5 km hat. Im ursprĂŒnglichen Flussbett wurde der Canal Saint-Jean angelegt, der 800 m lang ist und den Namen einer alten Kapelle trĂ€gt, die im 16. Jahrhundert gebaut wurde und beim Bau der SchlossgĂ€rten abgerissen wurde. Die CanardiĂšre, das Gebiet unter dem heutigen Viadukt, wurde zur gleichen Zeit trockengelegt und der Fluss kanalisiert. Der Canal de la Machine geht rechtwinklig von den beiden anderen KanĂ€len ab und hat eine LĂ€nge von etwa 300 m. Er fĂŒhrt das Wasser zum Pavillon de Manse, der einst die Becken und Kaskaden des heute nicht mehr existierenden Westteiles des Parkes mit Wasser versorgte und der das Wasser in ein Reservoir leitete, das in den GroĂen Wiesen gelegen war. Ein Teil dieses Reservoirs existiert heute noch, es liegt in der NĂ€he der Rennbahn, wird aber nicht mehr mit Wasser gefĂŒllt. Diese Anlagen belieferten spĂ€ter auch einen Teil der Fabriken entlang des Flusses mit Wasser. Der Teil der GĂ€rten, der heute noch existiert, wurde durch ein anderes System bewĂ€ssert, das von einem AquĂ€dukt gespeist wurde, welches das Wasser aus der Umgebung von Senlis herbeifĂŒhrte.[4]
Im 18. Jahrhundert wurde eine Mineralquelle in der Talmitte entdeckt und man baute zwischen 1725 und 1778 einen Pavillon, der einen Aufenthalt gestattete, um das Wasser zu trinken. Weiterhin gab es eine Quelle eisenhaltigen Wassers, das Eau de Chantilly genannt wurde und von 1882 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts mit KohlensĂ€ure versetzt und in Flaschen abgefĂŒllt vermarktet wurde. Ebenfalls im 18. Jahrhundert wurde das erste System zur Trinkwasserversorgung der Bevölkerung eingerichtet. Im Jahr 1823 lieĂ der letzte Prinz von CondĂ© 18 Brunnen fĂŒr die Bevölkerung errichten. 1895 wurden die Brunnen stillgelegt, die Versorgung durch ein in der Nachbargemeinde Lamorlaye befindliches Wasserwerk löste sie ab. Dieses Wasserwerk wird aus drei Quellen, die sich in Chantilly, Lamorlaye und Boran-sur-Oise befinden, gespeist. Das Wasser wird nach seiner Behandlung mit Hilfe von zwei WassertĂŒrmen, die sich auf dem Mont de PĂŽ in Gouvieux befinden, verteilt. Dieses Netz wird seit 1928 von der privaten Firma Lyonnaise des eaux im Namen des Gemeindeverbundes Syndicat intercommunal pour lâamĂ©lioration des rĂ©seaux dâeau potable (Siparep) betrieben. Der Wasserpreis betrug im Jahre 2009 im Durchschnitt 3,25 ⏠pro Kubikmeter.
Ein erstes Abwassersystem wurde 1878 gebaut, war jedoch zunĂ€chst auf das Viertel um die Rue dâAumale, das Hospice CondĂ© und die heutige Avenue du MarĂ©chal Joffre begrenzt. Es wurde im Jahre 1910 ausgebaut, was der französische Staat aus den Steuern auf Pferdewetten finanzierte.[5] Ein KlĂ€rwerk wurde 1969 in der CanardiĂšre gebaut, es ĂŒbersiedelte 2006 nach Gouvieux. Das Abwassersystem von Chantilly hat eine LĂ€nge von 22 km und wird vom Syndicat intercommunal pour le traitement des eaux de la vallĂ©e de la Nonette (SICTEUV) betrieben, zu dem die Gemeinden Apremont, Avilly-Saint-LĂ©onard, Chantilly, Gouvieux und Vineuil-Saint-Firmin gehören.[6]
Verkehrsanbindung
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Chantilly wird von der ehemaligen NationalstraĂe 16, einer alten ReichsstraĂe, welche von Pierrefitte-sur-Seine nach Dunkerque ĂŒber Amiens fĂŒhrte, von SĂŒden nach Norden durchschnitten. Sie trĂ€gt jetzt die Nummer DĂ©partementale 1016. In der NĂ€he von Chantilly verlaufen die Autobahnen A1 und A16. Schwerverkehr ist auf der NationalstraĂe 16 zwar nicht verboten, Schilder an den OrtseingĂ€ngen weisen die LKWs jedoch auf die Autobahnen.[7] Die StraĂe D924A fĂŒhrt zur NationalstraĂe 17 und nach La Chapelle-en-Serval, wĂ€hrend die StraĂe D924 Chantilly mit Senlis verbindet. Die letzteren beiden StraĂen sind fĂŒr den Schwerverkehr gesperrt, sie stellen jedoch auch eine Verbindung zur Autobahn A1 dar. Die Geschwindigkeit ist auf der D924A durchgĂ€ngig auf 70 km/h begrenzt, weil sie gröĂtenteils durch Waldgebiete mit hĂ€ufigem Wildwechsel fĂŒhrt.
Der Bahnhof Chantilly-Gouvieux, der 1859 in Betrieb genommen wurde, ist Teil des TER-Picardie-Netzes der SNCF. Er wird von den Linien 12 (Paris-NordâCompiĂšgneâSaint-QuentinâBusigny), 22 (Paris-NordâCreilâAmiens) und 23 (Paris-NordâCreil) bedient. Die Reisezeit zum Pariser Nordbahnhof betrĂ€gt 22 min und nach Creil 7 min.[8] Der Bahnhof wird ebenso von der Linie RER D des Pariser Vororteverkehrs bedient. Im Jahr 2006 gab es zwischen Chantilly und dem Pariser Nordbahnhof 920.000 FahrgĂ€ste.
Linienbusse des RĂ©seau des cars interurbains de lâOise verbinden Chantilly mit Creil (LR04), Saint-Leu-dâEsserent (LR 05), Boran-sur-Oise (LR 09), Orry-la-Ville (LR 14) und Senlis (LR 15).[9] Unter dem Namen Desserte urbaine cantilienne betreibt die Gemeinde eine Stadtbuslinie, die vom Viertel LefĂ©bure zum Viertel Bois-Saint-Denis fĂŒhrt und dabei den Bahnhof passiert. Ihre Benutzung ist gratis.[10]
In der nĂ€chsten Umgebung Chantillys wurde 1910 ein Flugfeld mit dem Namen AĂ©rodrome de la VidamĂ©e-Chantilly eröffnet, welches im Ersten Weltkrieg als LuftwaffenstĂŒtzpunkt diente. Er wurde spĂ€ter stillgelegt.[11] Chantilly befindet sich 30 km vom Flughafen Paris-Charles de Gaulle und 54 km vom Flughafen Paris-Beauvais entfernt. Es gibt jedoch keine öffentliche direkte Verbindung zu diesen zwei FlughĂ€fen.
Das Gemeindegebiet von Chantilly wird von zwei Fernwanderwegen durchquert. Der GR 11 (GroĂer Paris-Rundwanderweg) fĂŒhrt, aus Senlis kommend, durch den Schlosspark, unter der Porte Saint-Denis, in Richtung des Canal Saint-Jean, entlang desselben bis durch das Viertel Quartier du Coq chantant und weiter in Richtung Saint-Maximin. Der GR 12 AmsterdamâParis kommt ebenfalls aus Senlis, durchquert den SĂŒden der Gemeinde, den Wald von Chantilly, in Richtung der Ătangs de Commelles und weiter in die Nachbargemeinde Coye-la-ForĂȘt. Der GR 1 (kleiner Paris-Rundwanderweg) berĂŒhrt das Gemeindegebiet an den Ătangs de Commelles. Im Wald von Chantilly gibt es eine Reihe von Wegen, welche zwischen 6 und 13 Uhr fĂŒr das Training von Reitpferden reserviert und fĂŒr FuĂgĂ€nger gesperrt sind. Im Juni 2008 wurde in Chantilly und seinen Nachbargemeinden ein Radwegenetz eingeweiht: auf dem Gemeindegebiet von Chantilly gibt es vier Radwege, die es erlauben, Gouvieux, Vineuil-Saint-Firmin und Avilly-Saint-LĂ©onard mit dem Fahrrad zu erreichen.[12]
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Bevölkerung von Chantilly verzeichnete wĂ€hrend der Französischen Revolution einen RĂŒckgang, kurz danach, um 1800, fĂŒhrte jedoch die Ansiedelung von Manufakturen zu einem starken Ansteigen. Um 1820 wurden mehrere der Manufakturen jedoch geschlossen, was ein leichtes Sinken der Bevölkerungszahl zur Folge hatte. In der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts verdoppelte sich jedoch die Einwohnerzahl. Dies lag im Bau der Eisenbahn, der Entwicklung des Tourismus, des Pferdesports und der wachsenden Bedeutung Chantillys als Sommerfrische begrĂŒndet.[13] Nach einer Stagnation in der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts wurden nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche Wohnbauten errichtet, eine neue, in Paris arbeitende Bevölkerung zog zu und lieĂ die Einwohnerzahl auf ĂŒber 10 000 ansteigen. Ab den spĂ€ten 1970er Jahren wurden Wohnraum und Baugrund rar, was auch zu einer starken Verlangsamung des Bevölkerungswachstums fĂŒhrte.[14]
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2011 | 2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 8197 | 10.246 | 10.552 | 10.065 | 11.341 | 10.902 | 10.959 | 10.652 | |
| Quellen: Cassini und INSEE[15][16] | |||||||||
AuslÀndische Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 1999 lebten 721 auslĂ€ndische StaatsbĂŒrger in Chantilly.[17] Sie machen damit 6,6 % der Gesamtbevölkerung aus, was ĂŒber dem Durchschnitt der Picardie (4,4 %), jedoch unter dem französischen Durchschnitt (7,4 %) liegt. 44 % der AuslĂ€nder stammen aus der EuropĂ€ischen Union, 22 % aus dem Maghreb und 10 % aus Asien. Die Portugiesen stellen den höchsten Anteil, gefolgt von den Marokkanern und den Briten.
Die Briten sind im Vereinsleben von Chantilly besonders aktiv und verfĂŒgen ĂŒber eine Reihe von besonderen Einrichtungen. Im Stadtzentrum gibt es ein spezielles Teehaus, in welchem man auch typisch englische Produkte erwerben kann, es gibt eine private zweisprachige Schule, speziellen Unterricht in den Gymnasien der Stadt, zahlreiche englischsprachige Werke in der stĂ€dtischen Mediathek, eine anglikanische Kirche, einen englischsprachigen Pfadfinderverein, einen Cricket-Club sowie eine Vereinigung von englischen Expatriates in der Region.[18]
Wohnsituation
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2006 gab es in Chantilly 5.638 Wohneinheiten, 229 mehr als 1999. 92,4 % der Wohneinheiten werden als Hauptwohnsitze genutzt; 82,8 % sind Wohnungen. DemgegenĂŒber sind nur 31 % aller Wohneinheiten im Departement Oise Wohnungen. Die Wohnungen in Chantilly haben im Durchschnitt 3,5 RĂ€ume, sie sind kleiner als im Rest des Departements (4,2 RĂ€ume). Die Haushalte von Chantilly sind zu 53,7 % Mieter (gegenĂŒber 64 % in der Oise) und zu 39,9 % EigentĂŒmer (33 % in der Oise).[19][20]
Es gibt in Chantilly 1.269 Sozialwohnungen, das sind 23 % der Hauptwohnsitze. Chantilly erfĂŒllt somit die durch das Gesetz Loi relative Ă la solidaritĂ© et au renouvellement urbains geforderten Normen.[21] Der Mieterwechsel ist hier sehr niedrig: 7,4 % pro Jahr. Die TrĂ€ger der Sozialwohnungen sind Opac de lâOise (eine dem Generalrat der Oise unterstellte Organisation), SAHLM du Beauvaisis, Picardie Habitat (Teil der Groupe Cilova, die Betreiberorganisation von 1 % logement) und ICF (Tochtergesellschaft der SNCF, die in Chantilly 385 Wohnungen im Viertel Quartier de Verdun vermietet).[22]
Bildungs-, Lebens- und Einkommensstandards
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2006 hatten 31,1 % der nicht mehr in Ausbildung befindlichen Bevölkerung von Chantilly ĂŒber 15 Jahren einen höheren Bildungsabschluss, 19,1 % waren akademisch gebildet. Weniger als 14 % hatten ĂŒberhaupt keinen Abschluss. Diese Werte sind besser als im Durchschnitt des DĂ©partements Oise, wo 18,6 % Akademiker sind und 23 % keinen Bildungsabschluss haben.[19][20]
Im gleichen Zeitraum hatten 14 % der Cantiliens ĂŒber 15 Jahre einen Beruf in gehobener intellektueller Funktion (7,2 % im DĂ©partement Oise), 18,8 % waren in mittleren Berufen tĂ€tig und 18 % waren Angestellte. Nur 9,2 % waren Arbeiter (gegenĂŒber 17,7 % im DĂ©partement Oise). 2,8 % waren selbststĂ€ndige Unternehmer. GegenĂŒber 1999 ist ein Anstieg des Bevölkerungsanteils im gehobenen Berufen festzustellen. Gleichzeitig stieg der Anteil der Pensionisten von 20 % im Jahre 1999 auf 24 % im Jahr 2006. 17 Personen waren als Landwirte tĂ€tig, weil Berufe im Pferdesektor sozial- und steuertechnisch zur Landwirtschaft gezĂ€hlt werden.[23]
Von den 6903 Haushalten in Chantilly waren 4622 steuerpflichtig, was 67 % entspricht und 49 % im französischen Durchschnitt gegenĂŒbersteht. Das steuerpflichtige Netto-Haushaltseinkommen betrug 27.536 âŹ, gegenĂŒber knapp 16.000 ⏠im nationalen Durchschnitt. Das steuertechnische Median-Haushaltseinkommen lag 2006 bei 21.681 âŹ, womit Chantilly auf dem 1582. Rang unter den 30.687 Gemeinden mit mehr als 50 Haushalten des französischen Festlandes liegt.[24]
Geschichte
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Die Geschichte der Stadt ist mit den Geschlechtern Montmorency und CondĂ© eng verbunden, um deren Schloss und seine Dependancen sich die Stadt und mehrere Dörfer entwickelten. 1692 wurde aus den Dörfern rund um das Schloss eine Pfarrei. Ein Stadtkern bildete sich erst im 18. Jahrhundert heraus. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Stadt ein Zentrum der Porzellan- und Spitzenproduktion, danach eine beliebte Sommerfrische fĂŒr die Aristokratie und fĂŒr KĂŒnstler sowie eine groĂe englische Gemeinde, die sich den Pferderennen widmete. Heute gehört Chantilly zum GroĂraum Paris. Es gibt keine nennenswerte Industrie in Chantilly, 40 % seiner Einwohner arbeiten in der Hauptstadt. Die Besucher, die wegen des Schlosses und des Parks, dem Pferdemuseum im GroĂen Marstall, der Pferderennen und des Waldes nach Chantilly kommen, machen die Stadt zu einem der wichtigsten Tourismuszentren nördlich von Paris.
FrĂŒhgeschichte und Mittelalter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Gemeindegebiet von Chantilly wurden keine Spuren menschlicher Besiedlung aus der Urgeschichte oder der Eisenzeit gefunden. Ăberreste von GrabstĂ€tten aus römischer Zeit wurden in der NĂ€he des Flusses Nonette ausgegraben, ebenso existieren Spuren von RömerstraĂen. GrĂ€ber aus der Merowinger-Zeit, die auf das 7. Jahrhundert datiert wurden, wurden unweit des Potager des Princes im 17. und 19. Jahrhundert entdeckt.[25]
Die erste urkundliche ErwĂ€hnung einer Terra cantiliaci findet sich in einem Abkommen zwischen Guy IV. de Senlis und dem Prior von Saint-Leu-dâEsserent aus dem Jahre 1223. Guy IV. von Senlis, GroĂmundschenk von Frankreich, ist der GrĂŒnder der Herrscherfamilie von Chantilly. Chantilly war damals ein HĂŒgel in einem sumpfigen Gebiet, das an die Diözesen Beauvais und Senlis grenzte. FĂŒr 1227 ist die Existenz eines festen Hauses belegt. Im Jahr 1282 wird zum ersten Mal der Wald von Chantilly genannt: ein Dekret des Parlement spricht von in tota foresta chantiliaco (im gesamten Wald von Chantilly).[26] Die erste urkundliche ErwĂ€hnung des in engem Zusammenhang mit der Geschichte der Gemeinde Chantilly stehenden Schlosses Chantilly stammt aus dem Jahre 1358 und steht im Zusammenhang mit dessen Zerstörung wĂ€hrend des Bauernaufstandes Jacquerie und dem im Jahre 1394 beendeten Wiederaufbau durch Pierre dâOrgemont.
EigenstÀndige Pfarrei
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahre 1673 wurde auf Veranlassung des Grand CondĂ© eine neue StraĂe gebaut, die heutige Rue du ConnĂ©table. Auf den LĂ€ndereien an beiden StraĂenseiten entstand der VorlĂ€ufer eines Stadtzentrums, wo sich Herbergen, WerkstĂ€tten der Handwerker und WohnstĂ€tten ansiedelten. Diese Siedlung war damals jedoch noch zwischen den Pfarreien von Gouvieux (Diözese Beauvais) und Saint-LĂ©onard (Diözese Senlis) aufgeteilt.[27]
Der Grand CondĂ© bestimmte in seinem Testament, dass unweit seines Schlosses eine Pfarrkirche gebaut werden sollte. 1692 lieĂ Henri III. Jules de Bourbon die Kirche Notre-Dame erbauen und unterstellte die Pfarrei dem Bischof von Senlis.[28] Dessen Enkel Louis IV. Henri de Bourbon lieĂ den ersten Plan fĂŒr eine Stadt entwerfen. Die StraĂe von Gouvieux wurde neu Grande Rue genannt. Hier sollte sich das Stadtzentrum entwickeln. Im Jahre 1721 wurde mit dem Bau des GroĂen Marstalls begonnen. Louis IV. Henri de Bourbon sah 1727 ein Areal neben dem GroĂen Marstall, als Bauplatz fĂŒr seine Offiziere vor. Er verkaufte Landparzellen an seine Beamten unter der Auflage, sich an die Architekturvorgaben von Jean Aubert, dem Architekten des GroĂen Marstalls, zu halten. So entstanden die Maisons des officiers. Am Ende der Grande Rue wurde 1723 das Hospice de la CharitĂ© eingerichtet.[29]
In der zweiten HĂ€lfte des 18. Jahrhunderts entstanden auf Initiative der Prinzen zahlreiche Wirtschaftsbetriebe. So wurde die bereits Ende des 17. Jahrhunderts begonnene Produktion von Spitze ausgebaut. 1726 entstand eine Porzellanmanufaktur, welche 1730 in die heutige Rue de la Machine zog. Am Ende des Grand Canal entstanden in den 1780er Jahren GebĂ€ude fĂŒr gewerbliche Zwecke, die die Energie des dortigen Wasserfalls nutzen konnten.[30]
Die AnfÀnge der Gemeinde
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Nach der Französischen Revolution wurde aus Chantilly eine Kommune, welche die Grenzen der Pfarrei ĂŒbernahm. Erster BĂŒrgermeister wurde der Verwalter der herzöglichen BesitztĂŒmer, AndrĂ©-Joseph Antheaume de Surval, der Rest des Gemeinderates wurde ebenfalls aus den Beamten des Schlosses besetzt. Die CondĂ© waren unter den ersten, die nach dem Sturm der Bastille am 17. Juli 1789 ins Ausland flohen. Ihr Besitz wurde am 13. Juni 1792 unter Zwangsverwaltung gestellt und, in Anwendung des Gesetzes ĂŒber die Emigranten, parzelliert und verkauft.[31] Der erste Teil wurde 1793â1795 verĂ€uĂert, dazu gehörten der alte Garten, der Kaskadengarten, die letzten StĂŒcke Land, die entlang der heutigen Rue du ConnĂ©table und um die heutige GroĂen Wiesen verfĂŒgbar waren, ebenso wie die StadthĂ€user in Besitz der CondĂ©. Ein groĂer Teil dieser ersten VerkĂ€ufe wurden spĂ€ter nie wieder Teil des Schlosses. Der Rest des Besitzes wurde im Jahr 1798 parzelliert und schrittweise verkauft.[32]
WĂ€hrend der Terrorherrschaft zu Beginn der Französischen Revolution wurde der BĂŒrgermeister am 15. August 1793 verjagt und durch einen Jakobiner ersetzt. Zwischen 1793 und 1794 wurde das Schloss in ein GefĂ€ngnis umgewandelt, in welchem VerdĂ€chtige aus der Oise gefangen gehalten wurden. Nach seinem Verkauf als Nationalgut 1799 wurde es durch zwei Unternehmer in einen Steinbruch verwandelt, nur das Kleine Schloss wurde verschont. Der GroĂe Marstall wurde von der Armee in Beschlag genommen und darin berittene Regimenter untergebracht.[33]
Mehrere Unternehmer profitierten von dem Verkauf der GĂŒter der CondĂ©, indem sie ihre TĂ€tigkeiten ausweiteten. 1792 begann die Porzellanmanufaktur von Chantilly Fayence zu produzieren, angeregt von ihrem neuen englischen EigentĂŒmer Christophe Potter. Ein Kupferwalzwerk entstand in den IndustriegebĂ€uden am Kanal im Jahre 1801. 1807 grĂŒndete François Richard-Lenoir dort seine Spinnerei. Sie beschĂ€ftigte bis zu 600 Menschen und brachte der Kommune einen relativen Wohlstand. Richard-Lenoir begann spĂ€ter auch mit der Produktion von Tuch und Indiennes, wobei englische Technik angewandt wurde, und betrieb eine WĂ€scherei. Der Niedergang der Spinnerei begann jedoch bereits 1814; nachdem sie ihr Monopol verloren hatte, ging sie 1822 bankrott.[34]
Im Jahre 1850 kam Louis V. Joseph in das, was von seinem Schloss ĂŒbrig war, zurĂŒck. Er konnte einen Teil des frĂŒheren Besitzes zurĂŒckgewinnen und kaufte den Rest. Sein Sohn, Louis VI. Henri Joseph, lieĂ in der Stadt die Hydranten (1823) und auch einen groĂen Teil der StraĂenlampen (1827) installieren.[35]
Sommerfrische im 19. Jahrhundert
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Im Jahre 1834 fand auf den GroĂen Wiesen von Chantilly das erste Pferderennen statt. Ab den 1840er Jahren zogen die Rennen Zuschauer aus allen Gesellschaftsschichten vor allem aus Paris an. Besonders der Bau der Eisenbahn 1859 verhalf den Rennen zu einem groĂen Publikumserfolg. SpĂ€ter wurde ein Bahnhof eröffnet, der speziell fĂŒr die Zuschauer der Pferderennen gedacht war und der es erlaubte, dass an Tagen mit Pferderennen bis zu 20.000 Wettbegeisterte und Zuschauer kamen. Nach und nach wurden eine eigene Bahn und TribĂŒnen errichtet, aus denen die heutige Rennbahn wurde. Vor dem Ersten Weltkrieg wurde eine Rekordzahl von 40.000 Menschen erreicht, die im Jahr 1912 den Prix du Jockey Club besuchten.[36]
Um die Rennbahn wurden zahlreiche RennstĂ€lle fĂŒr Rennpferde errichtet. Dieser neue Wirtschaftszweig förderte die Stadtentwicklung, neue Viertel wie Bois Saint-Denis entstanden. Lag die Zahl der Pferdetrainer in der Gemeinde 1846 bei 2 und jene der Stallburschen bei 17, so waren 1896 30 Trainer und 309 Stallburschen tĂ€tig.[37] Viele EnglĂ€nder waren in diesem Zweig beschĂ€ftigt: Jockeys, Stallburschen und Trainer stammten zu drei Vierteln aus England; sie bildeten eine Gemeinde, fĂŒr die um 1870 eine eigene anglikanische Kapelle erbaut wurde.[38]
Im Deutsch-Französischen Krieg wurde die Stadt von der preuĂischen Armee fĂŒr fast ein Jahr besetzt. Der GroĂherzog von Mecklenburg und sein Generalstab quartierten sich im Kleinen Schloss ein. Seine Truppen beschlagnahmten den GroĂen Marstall; die Pferde musste in andere GebĂ€ude ausweichen.[39]
Gleichzeitig entwickelte sich die Sommerfrische: Aristokraten, GroĂbĂŒrger und KĂŒnstler siedelten sich in der Stadt an und bauten sich Villen und Schlösser in den umliegenden Gemeinden, etwa die Familie Rothschild in Gouvieux. Ebenso entstanden Luxushotels, wie das HĂŽtel du Grand CondĂ© im Jahre 1908.[40] Der Duc dâAumale, letzter Herr der Stadt, förderte den Pferdesektor, die Ansiedlung der EnglĂ€nder und die Entwicklung der Stadt. Zwischen 1876 und 1882 lieĂ er das Schloss wieder aufbauen und brachte hier seine Kunstsammlung, eine der bedeutendsten seiner Zeit, unter. Die Anwesenheit des Hochadels Europas in seinem Schloss (darunter Elisabeth von Ăsterreich-Ungarn und der russische GroĂfĂŒrst Wladimir Alexandrowitsch Romanow) verlieh Chantilly noch mehr Glanz.[41] 1898 wurde der Besitz dem Institut de France ĂŒbergeben und der Ăffentlichkeit geöffnet. Dies trug zur AttraktivitĂ€t von Chantilly fĂŒr AusflĂŒgler bei: Das Schloss wurde in den ersten sechs Monaten nach seiner Ăffnung von 100.000 Menschen besucht.[42]
Der Reichtum zog auch die Gier von Verbrechern auf sich: so wurde am 25. MĂ€rz 1912 die Filiale der SociĂ©tĂ© GĂ©nĂ©rale in Chantilly durch die Bonnot-Bande ĂŒberfallen, wobei zwei Angestellte getötet wurden.
Erster Weltkrieg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 3. September 1914 marschierte die deutsche Armee in die Stadt ein, verlieĂ sie aber bereits am Folgetag. Obwohl das Schloss besetzt wurde, wurde dort kein auĂergewöhnlicher Schaden angerichtet, wohingegen die NachbarstĂ€dte Creil und Senlis BrĂ€nde und Zerstörungen erleiden mussten. Französische Soldaten kamen am 9. September in die Stadt zurĂŒck. Nach der Schlacht an der Marne schlug General Joffre seinen Stab in Chantilly auf, weil er hier die Eisenbahnverbindung nach Paris nutzen konnte. Das französische Hauptquartier Grand quartier gĂ©nĂ©ral (GQG) wurde im HĂŽtel du Grand CondĂ© am 29. November 1914 mit 450 Offizieren sowie 800 weiteren HilfskrĂ€ften eingerichtet. Joffre wohnte einige hundert Meter entfernt in der Villa Poiret.[43] Auf der Konferenz von Chantilly vom 6. bis 8. Dezember 1915 versammelten sich die FĂŒhrer der alliierten StreitkrĂ€fte, um PlĂ€ne zu definieren und die Offensiven der Alliierten fĂŒr das Jahr 1916 zu koordinieren.[44] Im Dezember 1916 wurde das GQG nach Beauvais verlegt. Zwei Lazarette wurden im HĂŽtel Lovenjoul und im Pavillon Egler eingerichtet. Eine der drei WerkstĂ€tten fĂŒr Tarnmaterial des 1. Pionierregiments wurde 1917 in speziellen Baracken neben der Rennbahn aufgebaut. Bis zu 1200 Frauen, aber auch 200 deutsche Kriegsgefangene und 200 annamitische Arbeiter wurden dazu eingesetzt, Leinwand zu bemalen, die zum Schutz von Artillerieeinheiten und Truppentransporten eingesetzt wurden.[45]
In der Zwischenkriegszeit vergröĂerte sich die Gemeinde im Jahre 1928 mit der Angliederung des von der Gemeinde Gouvieux abgetrennten Viertels Bois Saint-Denis. Ein Denkmal zu Ehren von General Joffre wurde 1930 in seiner Anwesenheit in der StraĂe, die bis heute seinen Namen trĂ€gt, eingeweiht.
Zweiter Weltkrieg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die deutsche Wehrmacht nahm Chantilly am 13. September 1940 in Beschlag und errichtete einen StĂŒtzpunkt am Ortsrand, wo bereits seit 1919 ein Flugfeld namens Chantilly-Gouvieux â Les Aigles der französischen StreitkrĂ€fte existiert hatte, das diese in den ersten neun Kriegsmonaten als StĂŒtzpunkt verschiedener Jagdgruppen, Groupe de chasse (GC) nutzten. Neben Verbindungsflugzeugen der Luftwaffe waren hier zeitweise auch deutsche Bomber stationiert, so im Juni/Juli 1941 die He 111H der I. Gruppe des Kampfgeschwaders 4 (I./KG 4)[46]. Airfield Y.65, so seine alliierte Codebezeichnung, wurde nach der Befreiung von Ende Dezember 1944 bis Anfang August 1945 durch die United States Army Air Forces ebenfalls noch fĂŒr VerbindungsflĂŒge benutzt.
Der GroĂe Marstall wurde in einen VeterinĂ€r-StĂŒtzpunkt fĂŒr die Pferde, die aus Deutschland gebracht wurden, umfunktioniert. Es wird geschĂ€tzt, dass wĂ€hrend des Krieges hier etwa 4000 Pferde untergebracht wurden. Das MilitĂ€rkommando wurde im HĂŽtel du Grand CondĂ© eingerichtet. Nach dem Mord an einem Kollaborateur wurde der Priester der Pfarrei, AbbĂ© Charpentier, der bereits 1943 anti-nazistische Predigten gehalten hatte, festgenommen und in das KZ Mauthausen deportiert. Er starb dort am 7. August 1944.[47] Am 30. Mai 1944 bombardierten die alliierten StreitkrĂ€fte den Viaduc de la CanardiĂšre. Am 31. August 1944 befreiten amerikanische Truppen die Stadt und schlugen das Kommando der 8. US-Luftflotte im HĂŽtel du Grand CondĂ© auf.[48]
Nach 1945
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden am Nordrand der Stadt einige neue Wohnviertel. Zudem wurden einige der GebĂ€ude und Villen im Stadtzentrum in Wohnviertel umgebaut, PferdestĂ€lle wurden abgerissen, um Platz fĂŒr den Wohnungsbau zu schaffen. Neue Einwohner, die im GroĂraum Paris arbeiteten, siedelten sich in Chantilly an und nutzten den entstandenen Wohnraum.[14] Gleichzeitig dazu verlor die Stadt fast alle ihre Betriebe des produzierenden Gewerbes; die Guilleminot-Werke wurden im Jahr 1992 stillgelegt. Neue Einrichtungen wurden gebaut, wie etwa ein LycĂ©e 1961 und ein CollĂšge 1979.
Politik und Verwaltung
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Chantilly gehört zum 1994 gegrĂŒndeten Gemeindeverband Aire Cantilienne. Der Sitz dieses Verbandes befindet sich in Chantilly und der BĂŒrgermeister der Stadt ist auch ihr PrĂ€sident. Auf der Ebene des Verbandes werden die Abfallbehandlung, der Bau von Radwegen, der Bau und Betrieb des Schwimmbades und der Aufbau eines Besucherzentrums organisiert. Chantilly ist auch Mitglied des Pays du Sud de lâOise, in dem sich die Gemeinden des Valois und der Regionen von Senlis und Chantilly zusammengeschlossen haben.[49]
Ferner ist Chantilly Mitglied in Stromverbund des Départements Oise, im Verbund des öffentlichen Verkehrs der Oise, im lokalen Wasserverbund der Nonette, Aunette und Launette sowie im Gemeindeverbund Umweltbildung der Oise.[50]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das politische Leben von Chantilly ist traditionell konservativ geprĂ€gt. Bei den Parlamentswahlen von 2007 wurde der Kandidat der konservativen UMP mit 66 % bereits im ersten Wahlgang bestimmt.[51] Der gleiche Kandidat war 2002 bereits mit 60 % im ersten und 72 % im zweiten Wahlgang gewĂ€hlt worden.[52] Bei den PrĂ€sidentschaftswahlen 2007 vereinigte Nicolas Sarkozy 67 % der Stimmen im zweiten Wahlgang auf sich, wĂ€hrend er im ersten Wahlgang 43 % der Stimmen (gegenĂŒber 20 % fĂŒr François Bayrou) erreicht hatte. 2002 hatte Jacques Chirac 27 %, Jean-Marie Le Pen 19,5 % und Lionel Jospin 12,6 % erreicht.[53]
Bei den Kommunalwahlen 2008 erreichte die Liste des BĂŒrgermeisters Ăric Woerth 65,4 % der Stimmen, gegenĂŒber 32 % der Stimmen fĂŒr eine linksgerichtete Liste. 2001 waren vier Listen angetreten, die konservative Liste hatte 62 % der Stimmen erhalten.[54] In den Kantonalwahlen von 2004 erhielt der Kandidat der UMP etwa 47 % der Stimmen, womit der Generalrat von der Linken besetzt wurde. Die Regionalwahlen 2004 entschieden in der Picardie die linksgerichteten KrĂ€fte fĂŒr sich, wenngleich die Konservativen in Chantilly 53,5 % der Stimmen fĂŒr sich verbuchen konnten.[55]
Die Einwohner von Chantilly stimmten beim Referendum ĂŒber die europĂ€ische Verfassung im Jahr 2005 mit 57 % mit Ja. 53 % hatten 1992 den Maastricht-Vertrag befĂŒrwortet.[56] Bei der Europawahl 2009 erreichte die Liste UMP-Nouveau Centre 40,5 % der Stimmen, gegenĂŒber 14 % fĂŒr Europe Ăcologie und 10 % fĂŒr die PS.
Budget und Steuern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindebudget 2008 betrug 20,5 Millionen âŹ. Davon waren 13,7 Millionen fĂŒr laufende Ausgaben bestimmt und 6,7 Millionen fĂŒr Investitionen. 56 % der laufenden Ausgaben wurden fĂŒr das Personal aufgewendet. 554.000 ⏠gingen als Subventionen an lokale Vereine. Die gröĂte Investition 2008 (2,1 Millionen âŹ) war der Umbau des alten Schwimmbads in ein Freizeitzentrum mit Musikschule. Die Gemeinde trieb 5,3 Millionen ⏠in Form von Steuern ein und erhielt 4 Millionen ⏠vom Staat.[57]
Die Gemeinde erhebt eine Wohnungssteuer von 10,65 % (gegenĂŒber einem französischen Durchschnitt von 14,5 %), eine Grundsteuer fĂŒr bebautes Land von 14,37 % (französischer Durchschnitt 18,71 %), eine Grundsteuer fĂŒr nicht bebautes Land von 30,83 % (französischer Durchschnitt 44,75 %) und eine Gewerbesteuer von 14,66 % (französischer Durchschnitt 15,53 %).[58][59]
StÀdtepartnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Watermael-Boitsfort in der Region BrĂŒssel-Hauptstadt am Rande des Zonienwaldes. Ein Park in Chantilly trĂ€gt den Namen dieser Partnerstadt.[60]
- Ăberlingen am Bodensee in Baden-WĂŒrttemberg. Diese Partnerschaft besteht seit 1984.[61]
- Epsom and Ewell in der Grafschaft Surrey ist ebenfalls ein bedeutendes Zentrum fĂŒr Pferderennen. Seit 1995 ist sie Partnerstadt von Chantilly.[62]
Das Schloss Chantilly hat einen Freundschaftsvertrag mit der Burg Himeji in Japan abgeschlossen.[63]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von den 5888 Personen im erwerbsfĂ€higen Alter arbeiteten 2006 rund 41 % auĂerhalb des DĂ©partements Oise,[19] die meisten in Paris oder im Gebiet um den Flughafen Charles-de-Gaulle, mit leicht steigender Tendenz. Ebenfalls in Paris arbeiten 7000 Bewohner des Kantons Chantilly.[14] Nur 31 % arbeiten in der Gemeinde selbst. Das Gymnasium LycĂ©e Jean Rostand und das EDI informatique haben knapp 250 BeschĂ€ftigte.[14] Am 1. Januar 2007 gab es 801 Unternehmen in Chantilly.[19] Die Arbeitslosigkeit liegt in Chantilly mit 8,4 % leicht unter jener der Oise (10,7 %). Die Wirtschaft von Chantilly beruht maĂgeblich auf Pferderennen und Tourismus.
RennstÀlle
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Chantilly und seine Umgebung sind ein wichtiges Zentrum fĂŒr den französischen Pferderennsport. In den RennstĂ€llen von Chantilly standen 2023 ĂŒber 3.000 englische Vollblutpferde.[64] Zusammen mit den anderen groĂen französischen Rennsport-Zentren[65] in Maisons-Laffitte, Deauville, Pau, La Teste, Callas und Moulins ergibt sich eine Gesamtzahl von rund 9.800 Rennpferden in Frankreich.[66] Der Pferdesektor beschĂ€ftigt in Frankreich insgesamt rund 77.000 Menschen, davon etwa 2.000 in und um Chantilly (2008).[67][66]
In Chantilly und den Nachbargemeinden Lamorlaye, Gouvieux, Coye-la-ForĂȘt und Avilly-Saint-LĂ©onard befinden sich rund 80 RennstĂ€lle mit 150 Jockeys.[68][69] Zu den bekannten Trainern gehören Freddy Head, Pascal Bary, AndrĂ© Fabre, Marcel Rolland, Francis-Henri Graffard, Alain de Royer-DuprĂ©, sowie der Ex-FuĂballer Markus MĂŒnch. Karim Aga Khan IV. besitzt einen bekannten Rennstall. Bekannte Jockeys sind Mikael Barzalona, Christophe Soumillon, Olivier Peslier, Maxime Guyon und Pierre-Charles Boudot.
France Galop betreibt mehrere StĂ€lle auf einer GesamtflĂ€che von 1.900 Hektar. Dazu gehört das Centre dâentraĂźnement des Aigles in Gouvieux mit 220 Hektar und 40 Trainern. Die StĂ€lle in Lamorlaye und Coye-la-ForĂȘt umfassen 60 Hektar und beschĂ€ftigen 30 Trainer, in Avilly-Saint-LĂ©onard stehen 15 Hektar zur VerfĂŒgung.
FĂŒr das Training der Rennpferde betreibt France Galop ein groĂes, nicht eingezĂ€untes Reitwegenetz, das wĂ€hrend der Trainingszeiten nicht betreten werden darf. Der Wald von Chantilly verfĂŒgt ĂŒber 47 Kilometer Rasenwege. AuĂerdem gibt es eine zwölf Kilometer lange Hindernisstrecke, 120 Kilometer Sandwege und eine Trainingsstrecke mit einem Belag aus gebundenem Sand. Die Sandwege werden ganzjĂ€hrig fĂŒr das Training genutzt.[70][71]
Zur Infrastruktur fĂŒr die Pferderennen gehören Futtermittel-Handlungen, Pferdetransport-Unternehmen,[72] Tierkliniken, Hufschmiede,[73] Sattler[74] und PferdehĂ€ndler.[75] Die AusbildungsstĂ€tte Le Moulin Ă vent (AFASEC) hat ihren Sitz in Chantilly und bildet 185 Reiter und Reiterinnen aus.[76] Auch soll eine Biogasanlage fĂŒr den Pferdemist gebaut werden.[77][78]
Hippodrome de Chantilly
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Rennbahn von Chantilly (fr. Hippodrome de Chantilly) ist eine Grasbahn fĂŒr Flachrennen. Sie fĂŒhrt jĂ€hrlich 25 Veranstaltungen mit 197 Rennen durch, darunter die prestigetrĂ€chtigen Prix du Jockey Club und Prix de Diane.
Chantilly ist eine der sechs Rennbahnen um Paris, die von France Galop betrieben werden. EigentĂŒmer der Rennbahn ist das Institut de France. Die Rennbahn war aufgrund ihres schlechten Zustands zeitweise von der SchlieĂung bedroht, bis sich die Stadtverwaltung von Chantilly, die CommunautĂ© de communes de lâAire Cantilienne, der Conseil gĂ©nĂ©ral de lâOise, der Conseil rĂ©gional de Picardie, France Galop, das Institut de France und Prinz Karim Aga Khan IV. auf eine Investition von 24 Millionen Euro einigten, um die Bahn zu renovieren. Die Arbeiten wurden 2007 abgeschlossen und umfassten die Modernisierung der TribĂŒnen, eine neue PrĂ€sentationsflĂ€che, ein neues WaagengebĂ€ude, in dem die Jockeys gewogen werden, und neue ParkplĂ€tze. Die Rennbahn wird nun von 40.000 Personen pro Jahr besucht. Man plant den Bau einer Bahn aus gebundenem Sand, was es erlauben wĂŒrde, Rennen zu jeder Jahreszeit abzuhalten; so könnte man bis zu 39 Veranstaltungen pro Jahr durchfĂŒhren.[79]
In Chantilly werden folgende wichtige Rennen ausgetragen:
| Monat | Rennen | Distanz | Alter/Geschlecht | Gruppe |
|---|---|---|---|---|
| Juni | Prix du Jockey Club | 2 100 m | 3-jÀhrige | I |
| Juni | Prix de Diane | 2 100 m | 3-jÀhrige Stuten | I |
| Mai/Juni | Prix du Gros-ChĂȘne | 1 000 m | 3-jĂ€hrige und Ă€ltere | II |
| Mai/Juni | Prix de Sandringham | 1 600 m | 3-jÀhrige Stuten | II |
| Mai/Juni | Grand Prix de Chantilly | 2 400 m | 4-jÀhrige und Àltere | II |
| Juli | Prix Robert-Papin | 1 200 m | 2-jÀhrige | II |
| Oktober | Critérium de Maisons-Laffitte | 1 200 m | 2-jÀhrige | II |
Aufgrund von Umbauarbeiten auf Frankreichs gröĂter Rennbahn in Longchamp fand 2016 und 2017 mit dem Prix de lâArc de Triomphe eines der weltweit wichtigsten Rennen in Chantilly statt. Der Prix de Chantilly, der ehemals Anfang September in Chantilly ausgetragen wurde, heiĂt heute Prix Niel, ist ein Gruppe-II-Rennen und wird in Longchamp ausgetragen.
Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Chantilly ist ein bedeutender Touristenmagnet im Norden von Paris, was die Stadt vor allem den historischen GebĂ€uden und Anlagen verdankt. Das Schloss Chantilly wurde im Jahr 2007 von 258.850 Besuchern frequentiert, das Pferdemuseum hatte im selben Jahr 148.807 Besucher.[80] In Spitzenzeiten befinden sich in den BesitztĂŒmern von Chantilly gleichzeitig 20.000 Besucher.[81] Ebenfalls beliebt ist der Wald von Chantilly. Je nach Quelle wird er jedes Jahr von 1,7 Millionen bis 4,3 Millionen Menschen besucht, womit er zu den am stĂ€rksten frequentierten WĂ€ldern in der Region von Paris zĂ€hlt.[82] Die meisten Besucher von Chantilly sind Tagestouristen. Weniger als 15 % davon kommen, im Unterschied zu anderen Zielen wie Versailles oder Fontainebleau, aus dem Ausland.[83]
Im Jahr 2005 wurde, angesichts von Managementproblemen aufseiten des Institut de France, die Einrichtung einer Stiftung fĂŒr den Erhalt der wichtigsten Teile des Besitztums, des Schlosses, des Parks und des Marstalls, beschlossen. Die Fondation pour la sauvegarde et le dĂ©veloppement du domaine de Chantilly wurde auf Initiative und mit finanzieller UnterstĂŒtzung von Karim Aga Khan IV. gegrĂŒndet. Ihre Aufgabe ist es, den Besitz wirtschaftlich weiterzuentwickeln, den Tourismus zu fördern und gleichzeitig seinen Erhalt sicherzustellen.[84][85]
Ein weiterer Tourismuszweig in Chantilly ist der GeschĂ€ftstourismus. Die NĂ€he zu Paris, dem Flughafen und seine Ausstattung mit Hotels machen die Stadt zu einem attraktiven Ziel fĂŒr Unternehmensseminare (mehr als 2000 pro Jahr). Chantilly und seine nĂ€here Umgebung verfĂŒgt ĂŒber drei Vier-Sterne-Hotels (das Dolce in Vineuil-Saint-Firmin, das Montvillargenne in Gouvieux und das Mont-Royal etwas weiter in La Chapelle-en-Serval) und vier Drei-Sterne-Hotels. In der Nachbargemeinde Gouvieux befindet sich ein Seminarzentrum, eine Zweigstelle der Beratungsfirma Capgemini.[86] Die verschiedenen Seminarangebote in der Region werden unter der Marke Destination Chantilly vermarktet. Ein weiteres Vier-Sterne-Hotel wird im Moment im Stadtzentrum, in der Rue du ConnĂ©table, genau neben der Jeu-de-Paume-Halle, unter FĂŒhrung von Aga Khan, erbaut.[87] Eine weitere Luxusherberge in der Gemeinde Avilly-Saint-LĂ©onard ist in Planung.[88]
Chantilly ist eines der wichtigsten Tourismuszentren im SĂŒden der Oise und des Naturparkes Parc naturel rĂ©gional Oise-Pays de France. Rund um die Stadt befinden sich historische DenkmĂ€ler wie die mittelalterliche Stadt Senlis und seine Kathedrale, das Kloster Chaalis, das Kloster Saint-Jean-Baptiste du Moncel und Kloster Royaumont in elf Kilometer Entfernung oder die Kirche Saint-Nicolas de Saint-Leu von Saint-Leu-dâEsserent. Naturschutzgebiete wie der Wald von Halatte und der Wald von Ermenonville, der Park von Ermenonville oder VergnĂŒgungsparks wie La Mer de sable und Parc AstĂ©rix befinden sich ebenfalls unweit Chantilly.
SehenswĂŒrdigkeiten und BaudenkmĂ€ler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Chantilly bekam am 13. Februar 2007 den Titel Stadt der Kunst und der Geschichte verliehen. Es wurde mit dem Kulturministerium eine Vereinbarung unterzeichnet, laut welcher Chantilly MaĂnahmen zur Belebung und Werterhöhung ergreifen muss. So wurde etwa eigens eine FremdenfĂŒhrerin angestellt.[89]
Schloss Chantilly und GroĂer Marstall
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Schloss Chantilly wurde von den Montmorency gebaut und diente spÀter als Residenz der Condé und des Herzoges von Aumale, der es dem Institut de France vermachte. Das Schloss besteht aus zwei Teilen: das Kleine Schloss (Petit Chùteau) und das Neue Schloss (Chùteau Neuf).
Das kleine Schloss wurde im Jahr 1560 von Architekt Jean Bullant fĂŒr den ConnĂ©table Anne de Montmorency errichtet. Die Inneneinrichtung der groĂen WohnrĂ€ume geht auf das 18. Jahrhundert zurĂŒck und stammt von KĂŒnstlern wie Jean Aubert, Christophe Huet oder Jean-Baptiste Oudry. Die kleinen WohnrĂ€ume wurden im 19. Jahrhundert neu ausgestattet und liegen im Erdgeschoss.
Das neue Schloss wurde von dem Architekten Honoré Daumet zwischen 1876 und 1882 gebaut und nimmt den Platz jener Schlossteile ein, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts zerstört worden sind. Es beherbergt die Bildergalerie, die Bibliotheken und die Kapelle. Eine Galerie, von dem Architekten Félix Duban in den 1840er Jahren erbaut, verbindet die beiden GebÀude.
Die Schlossanlage ist von einem Park umgeben, der 155 Hektar umfasst, davon 25 Hektar Wasser. Man unterscheidet die GroĂen GĂ€rten (Grands Parterres), die von AndrĂ© Le NĂŽtre geplant wurden, der englisch-chinesische Garten, der zwischen 1772 und 1774 angelegt wurde und in dessen Zentrum sich der Hameau de Chantilly befindet, der englische Garten, der im Jahr 1817 um den Venustempel im Westen eingerichtet wurde und, an der Grenze zum Wald, der Parc de la CabotiĂšre und der Parc de Sylvie.
Schloss Chantilly beherbergt das MusĂ©e CondĂ© mit Frankreichs nach dem Louvre zweitgröĂter Sammlung alter Malerei. Das Museum besitzt zudem eine Sammlung von 1300 Handschriften, darunter die TrĂšs Riches Heures. Die Handschriftensammlung vermachte Herzog von Aumale dem Institut de France, dabei verfĂŒgte er, dass die Sammlung weder verĂ€ndert noch verliehen werden darf, damit sie fĂŒr immer in Chantilly bleibt. Im GroĂen Marstall befindet sich ein Pferdemuseum, das MusĂ©e du Cheval. Der GroĂe Marstall wurde zwischen 1790 und 1840 von Jean Aubert erbaut und ist 186 m lang. Seine Kuppel von 38 m hoch. Das GebĂ€ude bot Platz fĂŒr 240 Pferde und 500 Hunde, die fĂŒr die Parforcejagd verwendet wurden. Auf dem Reitplatz finden tĂ€glich Dressur-Vorstellungen statt. Reitveranstaltungen werden regelmĂ€Ăig unter der groĂen Kuppel organisiert.
UrsprĂŒnglich war die Porte Saint-Denis als Teil eines Pavillons geplant, der gegenĂŒber der ĂŒberdachten Reithalle errichtet werden sollte. Er hĂ€tte der aufstrebenden Stadt einen monumentalen Eingang verschafft. Nach dem Tod von Louis IV. Henri im Jahr 1740 wurden die Arbeiten jedoch eingestellt und der Pavillon blieb unvollendet. Ihren Namen verdankt die Porte Saint-Denis der nahegelegenen Abtei von Saint-Denis, die frĂŒher der EigentĂŒmerin des GrundstĂŒcks war.

Rennbahn und Umgebung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Rennbahn von Chantilly wurde am 15. Mai 1834 eröffnet. Die heutige BahnfĂŒhrung stammt aus dem Jahre 1879. Die groĂen TribĂŒnen erbaute 1881 HonorĂ© Daumet. Sie gehören zu den Ă€ltesten RennbahntribĂŒnen Frankreichs und stehen unter Denkmalschutz. Charles Girault erbaute 1891 das alte WaagengebĂ€ude, der Architekt Saint-Ange 1911 die TribĂŒne des Komitees und die alte TribĂŒne des Prinzen.
Die Rennbahn trennt das WaldstĂŒck Bois Bourillon vom Wald von Chantilly. Es ist nach einem Burillon, dem EigentĂŒmer im 16. Jahrhundert, benannt. Seit 1841 befindet sich in seiner Mitte ein Friedhof, der nach einer Schenkung von Königin Maria Amalia eingerichtet wurde. Dort befinden sich zahlreiche GrĂ€ber von berĂŒhmten Personen; ein Abschnitt ist fĂŒr die seit dem 19. Jahrhundert in der Gemeinde lebenden EnglĂ€nder reserviert und ein weiterer fĂŒr polnische Offiziere. Paul CĂ©zanne hat den Bois Bourillon bei seinem Besuch in der Stadt 1888 in einem Bild verewigt.
Die unmittelbar neben der Rennbahn gelegene Chapelle Sainte-Croix, auch La mĂšre Mary genannt, ist eine der sieben Kapellen (Saint-Pierre, Sainte-Croix-en-JĂ©rusalem, Saint-Jean, Saint-Paul, Saint-Laurent, Saint-SĂ©bastien, Notre-Dame), die Anne de Montmorency zwischen 1534 und 1538 erbauen lieĂ. Im 19. Jahrhundert lebte und arbeitete MĂšre Mary mit ihrer Familie in der Kapelle; MĂšre Mary war in Chantilly zuweilen als Amme tĂ€tig. Die Kapelle behielt fortan den Namen MĂšre Mary. Bei Pferderennen dient sie den Jockeys als Orientierungspunkt: wer beim Passieren der Kapelle das Feld anfĂŒhrt, hat die gröĂten Chancen, das Rennen zu gewinnen.[90] In der NĂ€he der Kapelle befindet sich eine SĂ€ule, die zum Gedenken an die GefĂ€ngnisinsassen errichtet wurde, die wĂ€hrend der Terrorherrschaft im Schloss umkamen und neben der Kapelle begraben wurden.

Nördlich der Pferderennbahn schlieĂen sich die GroĂen Wiesen ('La Pelouse') an. FrĂŒher bedeckte das Grasland das gesamte Areal der Pferderennbahn. An der Nordseite der GroĂen Wiesen liegt das ehemalige HĂŽtel du Grand CondĂ©, das der Architekt Charles Holl im Jahr 1908 erbaute.[91] Es gehörte zur Hotelkette Ruhl und verfĂŒgte auf sechs Stockwerken ĂŒber 100 Zimmer mit Bad und Telefon, eine Bar, ein Restaurant mit Terrasse und Sicht ĂŒber die GroĂen Wiesen. König Georg V. wohnte dort mehrmals. Von 1914 bis 1916 diente es als Generalhauptquartier, wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges wurde es zunĂ€chst von der deutschen und spĂ€ter von der amerikanischen Armee beschlagnahmt. Im Jahr 1948 wurde es zu Wohnzwecken verkauft.[90]
Rue du Connétable
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Der Stadtkern von Chantilly entwickelte sich um die Rue du ConnĂ©table. Hier befinden sich zahlreiche historisch interessante Bauwerke. Das HĂŽtel de Beauvais ist das Ă€lteste Haus der Stadt. Es wurde 1531 von Anne de Montmorency errichtet, um seinen JagdfĂŒhrer und spĂ€ter den Verwalter seiner Besitzungen zu beherbergen. Nach der GrĂŒndung der Pfarrei diente ein Teil des GebĂ€udes als Wohnung fĂŒr den Priester bis in das Jahr 1724, als neben der Pfarrkirche ein eigenes Pfarramt gebaut wurde. Im Jahre 1777 wurde es unter den Prinzen von CondĂ© das Gericht, diente als GefĂ€ngnisbĂŒro und als Sitz des Notars der Stadt. 1790 wurde es das erste BĂŒrgermeisteramt der Gemeinde.[92] Heute ist es in privatem Besitz.
Das HĂŽtel Quinquempoix, unweit des HĂŽtel de Beauvais gelegen, wurde im Jahr 1553 gebaut und befindet sich heute in der Rue du ConnĂ©table. Es diente zunĂ€chst als Unterkunft fĂŒr den Schildknappen des ConnĂ©table und spĂ€ter als Wohnort der Handwerker des Besitzes. Kurz vor der Revolution wurde hier eine Kunstschule eingerichtet. SpĂ€ter wurde es stark umgebaut. Das HĂŽtel dâAndignĂ© de la Chasse wurde ab 1790 in der Mitte eines Gartens fĂŒr den Bischof von Chalon-sur-SaĂŽne gebaut. Im Jahre 1850 kaufte es die Gemeinde mit finanzieller Hilfe des Duc dâAumale zurĂŒck, um hier das Rathaus einzurichten. Das Rathaus zog 1937 in sein heutiges GebĂ€ude um. Das HĂŽtel dâAndignĂ© de la Chasse beherbergt heute VeranstaltungssĂ€le.
Das HĂŽtel Lovenjoul wurde 1730 von Jean Aubert errichtet. Es befindet sich in der NĂ€he der Maisons des Officiers, in der Rue du ConnĂ©table. Nachdem es 1906 in den Besitz des Institut de France ĂŒbergegangen war, beherbergte es zunĂ€chst die Bibliothek des Grafen Spoelberch de Lovenjoul, die aus 1400 Manuskripten von Schriftstellern des 19. Jahrhunderts und von Drucken, die ebenfalls dem Institut vermacht worden waren, bestand. Der bibliophile Georges Vicaire wurde ihr erster Konservator. 1987 wurde die Sammlung in das Institut de France in Paris ĂŒberfĂŒhrt und das GebĂ€ude verkauft. Seit 1989 steht es unter Denkmalschutz.[93]

Die heute unter Denkmalschutz stehende Kirche Ăglise Notre-Dame de lâAssomption wurde zwischen 1687 und 1681 nach PlĂ€nen von Jules Hardouin-Mansart und unter FĂŒhrung von Pierre Gittard erbaut. Sie steht am Ostende der Rue du ConnĂ©table. Sie wurde am 13. MĂ€rz 1692 geweiht. 1724 wurden Seitenschiffe angebaut, und ein Joch im LĂ€ngsschiff hinzugefĂŒgt. Im Jahre 1854 wurde im rechten Seitenschiff ein Denkmal eingerichtet, wo die Herzen der Prinzen von CondĂ© untergebracht wurden, die in der alten Kapelle des Schlosses nach der Revolution nicht bleiben konnten. Im Jahr 1883 wurden sie in die neue Kapelle des Schlosses ĂŒberfĂŒhrt.[94]
Der etwas nördlich der Rue du ConnĂ©table befindliche Potager des Princes entspricht dem alten Garten und der alten Fasanerie des Schlosses und wurde 1682 erbaut. Im Jahr 1773 lieĂ Ludwig V. Joseph die Fasanerie in einen römischen Pavillon, auch Salon der Erfrischung genannt, umbauen. Nach der französischen Revolution wurde der Potager des Princes von den restlichen BesitztĂŒmern abgetrennt und verkauft. Er diente in der Folge als BĂŒro einer Pferdeklinik. Das Ensemble steht seit 1975 unter Denkmalschutz, wurde von Yves BienaimĂ© renoviert und ist der Ăffentlichkeit seit 2002 zugĂ€nglich.
Der Pavillon Egler ist ein altes GebÀude, das am Ende des 19. Jahrhunderts im Stil Ludwigs XIII. erbaut wurde und wo ab 1912 die stÀdtische MÀdchenschule untergebracht war. Im Ersten Weltkrieg diente es als MilitÀrkrankenhaus. Heute sind hier ein Kulturzentrum und das Heimatmuseum Musée du patrimoine et de la dentelle untergebracht.[90]
IndustriedenkmÀler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Pavillon de Manse wurde im Jahr 1678 am Ufer der Nonette, im Herzen von Chantilly, erbaut, um eine Wasserkunst zu beherbergen. Aufgabe dieser Maschine war es, Wasser senkrecht aus einer Quelle zu schöpfen, es in ein offenes Reservoir zu leiten und von dort auf die Becken, Springbrunnen, Kaskaden und Wasserspiele zu verteilen, die den Westen der GÀrten des Grand Condé, die von André Le NÎtre geplant wurden, zu verteilen. Der Mechanismus wurde spÀter erneuert. Angeschlossen an den Pavillon de Manse befindet sich ein weiteres GebÀude, welches im 19. Jahrhundert erbaut wurde und ebenfalls der Wasserversorgung des Schlosses und der Stadt diente und spÀter eine WÀscherei beherbergte, die man heute noch besichtigen kann.
Die alten Guilleminot-Werke, 1892 in der NĂ€he des Viaduktes in einer alten Wollspinnerei eröffnet, nutzten den Fluss und sein Wasser, um Fotoplatten, spĂ€ter Filme und Fotopapier zu produzieren. Das Unternehmen spezialisierte sich spĂ€ter auf Papier fĂŒr Kunstfotografie. Es war eines der letzten Werke seiner Art in Frankreich und wurde im Jahr 1992 geschlossen. Das GebĂ€ude wurde in ein BĂŒrogebĂ€ude umgebaut. Es erhĂ€lt mit seinen ZiegelwĂ€nden und seiner ursprĂŒnglichen Stahlstruktur ein industrielles Ambiente.[95]
Die Porte Richard-Lenoir ist das letzte Zeugnis der alten Spinnerei von François Richard-Lenoir, die hier zu Beginn des 19. Jahrhunderts produzierte. Die GebĂ€ude wurden spĂ€ter auf Anweisung des Duc dâAumale fast vollstĂ€ndig abgerissen, nur das Tor blieb stehen und bildet den Eingang zum Watermael-Boitsfort-Park.[90]
Kultur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kultureinrichtungen
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Chantilly verfĂŒgt ĂŒber folgende Kultureinrichtungen:
- eine Mediathek mit 100.000 Medien (BĂŒcher, CDs, DVDs) auf 1000 mÂČ, mit 3500 eingeschriebenen Lesern
- eine Musikschule, die Kurse fĂŒr mehr als 20 Instrumente anbietet. Sie hat 600 eingeschriebene SchĂŒler und befindet sich im alten Schwimmbad[96]
- das Kulturzentrum Marguerite Dembreville (sozio-kulturelle AktivitÀten)[97]
- MusĂ©e du Patrimoine et de la dentelle: Kleines Museum mit einer Sammlung von Chantilly-Spitze und Porzellan, untergebracht im Erdgeschoss des Pavillons Egler in der NĂ€he der Mediathek. Es besitzt die gröĂte Sammlung Frankreichs von Chantilly-Spitze und ist mittwochs und samstags geöffnet.
- ein unabhĂ€ngiges Kino (CinĂ©ma ĂlysĂ©e) mit 606 PlĂ€tzen in vier SĂ€len, gegrĂŒndet 1936. Es gehört zu den Art-et-Essai-Kinos[98] und ist das letzte noch existierende von einst dreien.
Konzerte und TheaterauffĂŒhrungen werden regelmĂ€Ăig im Jeu-de-Paume-Saal des Schlosses, im GroĂen Marstall oder im Théùtre de la Faisanderie des Potager des Princes veranstaltet.
Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Chantilly finden im Laufe des Jahres mehrere Kulturveranstaltungen statt:
- im MĂ€rz: Das Festival des BanniĂšres in der Avenue du marĂ©chal Joffre: Hier wird die gesamte StraĂe mit Fahnen geschmĂŒckt.
- Im Mai/Juni: der FrĂŒhling der Bildhauerei (Printemps de la Sculpture) in den GĂ€rten des Gemeindeamtes und im Hof der Mediathek
- Im Juni der geraden Jahre wurden vom Tourismusamt des Departements Oise die Nuits de Feux (NÀchte der Feuer) veranstaltet, ein Feuerwerk-Festival im Park des Schlosses Chantilly. Wegen Restaurierungsarbeiten im Park sollte die nÀchste Veranstaltung im Juni 2011 stattfinden.[99]
- Letzter Samstag im Juni: der Palio von Chantilly ist ein Pferderennen zwischen Vertretern der sechs Stadtbezirke Chantillys, das auf der Rennbahn ausgetragen wird.
- Erstes Wochenende im Juli: das Festival Ăclats de rue mit StraĂentheater, Tanz und Zirkus[100]
- 14. Juli: die FĂȘte des Canaux (Kneipen und Unterhaltung entlang des Canal Saint-Jean)
- 31. Dezember: die Grande Parade ist ein Umzug von Blasorchestern mit Tanzmariechen in den StraĂen Chantillys.[101]
Chantilly in der Malerei
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Am Bau des Schlosses waren auch zahlreiche Maler beteiligt. FĂŒr die Geschichte Chantillys selbst war Jean-Baptiste Camille Corot von Bedeutung, der in der Nachbargemeinde Gouvieux lebte. Paul CĂ©zanne hielt sich 1885 fĂŒnf Monate im HĂŽtel Delacourt (heutige Avenue du MarĂ©chal Joffre) auf und schuf einige Malereien und Zeichnungen, die die Stadt und den Wald darstellen.[102] 1927 lieĂ sich der deutsche Kunstkritiker und Galerist Wilhelm Uhde mit seinem LebensgefĂ€hrten Helmut Kolle in der Stadt nieder und entdeckte dort die Vertreterin der naiven Malerei SĂ©raphine Louis.[103]
Chantilly in der Literatur
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Das Schloss Chantilly und die CondĂ© boten zahlreichen Schriftstellern zeitweilig oder langfristig ein Obdach. ThĂ©ophile de Viau verbrachte 1626 die letzten Monate seines Lebens im Pavillon de Sylvie des Schlosses, protegiert von Maria Felicia Orsini. Literaten wie Jean Racine, Nicolas Boileau, Jean de La BruyĂšre, Jean de La Fontaine, Bossuet oder MoliĂšre verbrachten jeweils eine kĂŒrzere Zeit im Schloss. Antoine-François PrĂ©vost blieb seine letzten beiden Lebensjahre im Schloss (1762â1763) und wohnte in einem Haus in Schlosspark, das in der heutigen Gemeinde Vineuil-Saint-Firmin liegt. Hier schrieb er Lettre de Mentor Ă un jeune seigneur.[104]
Im 19. Jahrhundert lebte Chateaubriand im HĂŽtel des Postes neben dem Jeu de Paume und verfasste hier das sechzehnte Buch seines Werkes Von Jenseits des Grabes, welches den Tod des Duc dâEnghien thematisiert.[105] Der aus dem Valois stammende GĂ©rard de Nerval besuchte Chantilly mehrere Male und erwĂ€hnt die Stadt in seinem Die Töchter der Flamme und auch in AurĂ©lia ou le rĂȘve et la vie. Auch Marcel Proust verbrachte einen kurzen Aufenthalt in Chantilly und erwĂ€hnte den Duc dâAumale und die Stadt in Sodom und Gomorrha.[106] WĂ€hrend des Ersten Weltkriegs wurde der italienische Dichter Gabriele DâAnnunzio vom einheimischen Schriftsteller Marcel Boulenger beherbergt. DâAnnunzio wurde hier zu seinem Werk Licenza (1916) inspiriert, wĂ€hrend Boulenger Le cĆur au loin schrieb. Jean Cocteau kam im Februar 1923 und im Sommer 1927 nach Chantilly und wohnte im HĂŽtel du Grand CondĂ©.[107] In jĂŒngerer Zeit erwĂ€hnte der amerikanische Schriftsteller John Hawkes die Stadt in seinem Roman Innocence in extremis (1987).[104]
Chantilly im Film
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mehrere Filme wurden im Schloss Chantilly, im GroĂen Marstall oder im Wald von Chantilly gedreht, der bekannteste hiervon ist der James-Bond-Spielfilm Im Angesicht des Todes. Zu den Filmen, die die Stadt selbst und ihre nĂ€here Umgebung als Hintergrund haben, gehören:[108][109]
- Pariserinnen von Marc Allégret, produziert 1962, in den Rollen: Claude Barma, Michel Boisrond und Jacques Poitrenaud
- Horoskop mit Hindernissen, Komödie von Jean Girault, produziert 1978, in den Rollen Alice Sapritch und Michel Galabru
- Der französische Coup von Laurent Heynemann produziert 1979, in den Rollen Jacques Dutronc und Michel Piccoli
- Höllenzug, Krimi von und mit Roger Hanin, in den Rollen: GĂ©rard Klein und Robin Renucci, produziert 1984 und gedreht auf dem Bahnhof Chantilly â Gouvieux
- Die Treue der Frauen von Andrzej Ć»uĆawski aus dem Jahr 2000 mit Sophie Marceau und Pascal Greggory
- Michel Vaillant â Jeder Sieg hat seinen Preis, Actionfilm von Louis-Pascal Couvelaire mit Sagamore StĂ©venin (2003), gedreht in der unmittelbaren Umgebung der Stadt.
In der Kulinarik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In einigen Sprachen, so etwa im Französischen, Englischen und Neugriechischen, ist Schlagsahne als CrĂšme Chantilly bekannt, wobei es jedoch eine Diskussion darĂŒber gibt, ob jede geschlagene Sahne so bezeichnet werden sollte oder nur solche, die zusĂ€tzlich noch gesĂŒĂt oder mit Aromen (z. B. Vanillezucker) versehen ist. Die Benennung nach dem Ort Chantilly ist seit mindestens 1820 belegt[110]; ĂŒber den Grund besteht keine Gewissheit, er könnte aber auf die Assoziation des Schlosses mit gehobener KĂŒche zurĂŒckgehen[111].
Bildung
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Bildungstechnisch gehört Chantilly zur AcadĂ©mie von Amiens, beziehungsweise zum Bezirk Senlis fĂŒr die Grundschulbildung.
In Chantilly gibt es fĂŒnf öffentliche KindergĂ€rten und drei öffentliche Grundschulen. Im Jahr 2008/2009 betreuten diese Einrichtungen 667 SchĂŒler.[112]
Drei Mittelschulen existieren auf dem Gemeindegebiet, davon befinden sich zwei Lycées im gleichen GebÀudekomplex.
- das CollĂšge des Bourgognes hatte 587 SchĂŒler und 37 Lehrer[113]
- das LycĂ©e gĂ©nĂ©ral et technologique Jean-Rostand hatte 1069 SchĂŒler und 112 Lehrer und verfĂŒgt ĂŒber einen europĂ€ischen Zweig (deutsch und englisch) und einen internationalen Zweig (englisch). Es bietet allgemeine und technische BaccalaurĂ©at-AbschlĂŒsse ebenso an wie BTS in Buchhaltung und Verwaltung. 2008 bestanden 83 % der SchĂŒler die AbschlussprĂŒfungen.[114]
- Das LycĂ©e professionnel de la ForĂȘt hatte 601 SchĂŒler und 51 Lehrer. Es bietet CAP und BaccalaurĂ©at professionnel in Dienstleistungen, Buchhaltung und Sekretariat.[115]
Weiterhin gibt es in Chantilly eine private Grundschule (163 SchĂŒler im Jahr 2008 SchrĂ€ge 2009), eine private zweisprachige Schule (die Bilingual Montessori School de lâOise)[116] und ein privates Gymnasium, das LycĂ©e professionnel Croiset mit 123 SchĂŒlern und 13 Lehrern, es bietet BaccalaurĂ©at professionnel in Buchhaltung und Sekretariat.[117]
Sport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Chantilly und seine Umgebung verfĂŒgen ĂŒber zahlreiche Anlagen zur sportlichen BetĂ€tigung:
- Das Stade des Bourgognes hat sechs FuĂballfelder, eine Leichtathletik-Bahn, ein Rugby-Feld und eine Skating-Bahn.
- zwei Turnhallen: de Halle des Bourgognes, wo man fechten, tanzen, Judo betreiben und klettern kann, und die Salle Decrombecque, wo man Handball und Basketball spielen kann
- vier SportplÀtze, genannt city-stades, die mehrere Mannschaftssportarten erlauben[118]
- In der Umgebung von Chantilly gibt es mehrere GolfplÀtze. Der Àlteste davon ist der Golf de Chantilly, der sich auf dem Gemeindegebiet von Vineuil-Saint-Firmin befindet, zwei 18-Loch-PlÀtze bietet und nur Mitgliedern und deren GÀsten offensteht.[119] Das HÎtel Dolce, ebenfalls in Vineuil-Saint-Firmin, und der Golf du Lys mit 18 Löchern befinden sich zwischen Gouvieux und Lamorlaye
- Der Polo Club de Chantilly befindet sich in Apremont und ist der Àlteste Polo-Club Westeuropas.[120]
- Ein Schwimmbad befindet sich in Gouvieux.
- Die Rennbahn dient regelmĂ€Ăig als Ăbungsplatz fĂŒr das Drachensteigen.[121]
Von den 33 Sportvereinen der Stadt sind die Union Sportive de Chantilly (FuĂball, Leichtathletik) und der Groupement athlĂ©tique et sportif de Chantilly (Basketball, Gymnastik, Tischtennis) die bedeutendsten. In Chantilly ist eine BogenschĂŒtzenkompanie erhalten geblieben, die im Jahre 1730 gegrĂŒndet wurde und, nach Tradition des Valois, PremiĂšre Compagnie dâarc de Chantilly genannt wird. Ihr ĂbungsgelĂ€nde befindet sich im Bois Bourillon, nachdem im 19. Jahrhundert ihr alter SchieĂplatz der Erweiterung der Rennbahn weichen musste. Neben dem Cercle hippique de Chantilly, der ursprĂŒnglich im GroĂen Marstall, heute im Bois Saint-Denis beheimatet ist, gibt es in der nĂ€heren Umgebung Chantillys dreizehn weitere Reitclubs, die Mitglieder der FĂ©dĂ©ration Française dâĂquitation sind.[122]
Die wichtigsten Sportereignisse der Stadt sind Flachrennen, die von April bis Oktober von France Galop organisiert werden. Die Rennbahn von Chantilly ist aber auch Austragungsort von Wettbewerben im Springreiten: das Grand national im April und das CSI**** im September.[123]
Jeden Mai findet der Coupe Murat, ein internationales Amateur-Golfturnier, auf dem Golf de Chantilly statt.[124] Seit 2001 wird jÀhrlich der Open de France Polo Cup im Polo Club de Chantilly veranstaltet und 2004 war Chantilly Austragungsort der 7. Auflage der Poloweltmeisterschaft.[125]
Chantilly ist, dank der zahlreichen Hotels, hĂ€ufig Vorbereitungsort von FuĂballteams. Dies hat Tradition, seit die französische Auswahl fĂŒr die FuĂballweltmeisterschaft 1938 sich in Chantilly auf die WettkĂ€mpfe einstimmte. In neuester Zeit fand etwa die Vorbereitung von Olympique Marseille fĂŒr das Finalspiel des französischen FuĂballcups 2006/2007 in Chantilly statt.[126] Ăffentliche Trainingseinheiten finden dabei gelegentlich im Stade des Bourgognes statt.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Personen, die in Chantilly geboren sind
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- Anne de Montmorency, GroĂmeister von Frankreich, spĂ€ter Konstabler
- Henri I. de Montmorency (1534â1614), Marschall und ConnĂ©table von Frankreich
- Henri II. de Montmorency (1595â1632), HeerfĂŒhrer, GroĂadmiral, Marschall, Vizekönig von Neu-Frankreich und Gouverneur des Languedoc
- Louise-AdĂ©laĂŻde de Bourbon-CondĂ© (1757â1824), Prinzessin, KlostergrĂŒnderin
- Louis Antoine de Bourbon-CondĂ©, Duc dâEnghien (1772â1804)
- Antoine Guillemet (1841â1918), Landschaftsmaler des Impressionismus
- TimothĂ©e Jordan (1865â?), britischer Cricketspieler
- Arthur MacEvoy (1868â1904), britischer Cricketspieler
- Jean de Laborde (1878â1977), Admiral und Beteiligter an der Selbstversenkung der Vichy-Flotte
- Alfred Aston (1912â2003), FuĂballspieler
- Jacques Cooper (1931), Designer, Urheber des Designs des TGV-Prototypen
- Daunik Lazro (1945), Jazz-Saxophonist
Personen, die in Chantilly lebten oder leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pierre dâOrgemont, Kanzler von Frankreich und Erbauer des ersten bekannten Schlosses
- François Vatel (1631â1671), KĂŒchenmeister auf Schloss Chantilly und wahrscheinlicher Erfinder der CrĂšme Chantilly
- Henri Jules de Bourbon-CondĂ© (1643â1709), FĂŒrst von CondĂ© und GrĂŒnder der Pfarrei Chantilly
- Louis IV Henri de Bourbon-CondĂ© (1692â1740), GroĂmeister von Frankreich und Erbauer des GroĂen Marstalls
- Joseph Candeille (1744â1827), Komponist, SĂ€nger, gestorben in Chantilly
- Bertrand BessiĂšres (1773â1854), General unter Napoleon, gestorben in Chantilly[127]
- Henriette MĂ©ric-Lalande (1798â1867) et Laure Cinti-Damoreau (1801â1863), SĂ€ngerinnen, im Ruhestand und gestorben in Chantilly
- Henri dâOrlĂ©ans, Duc dâAumale (1822â1897), General, Historiker und Kunstsammler
- LĂ©opold Delisle (1826â1910), Bibliothekar, Historiker, Bibliothekar des MusĂ©e CondĂ©, gestorben in Chantilly
- FĂ©lix Bollaert (1855â1936), Direktor der Bergwerke von Lens, lebte und starb in Chantilly[127]
- Abel Hermant (1862â1950), Schriftsteller, Mitglied der AcadĂ©mie française, verurteilt wegen Kollaboration, zog sich zurĂŒck nach Chantilly und starb hier[127]
- Alfred Heurteaux (1893â1985), Jagdflieger im Ersten Weltkrieg, WiderstandskĂ€mpfer im Zweiten Weltkrieg
- Prinzessin Nadeschda Petrowna von Russland (1898â1988), verstorben in Chantilly
- Helmut Kolle (1899â1931), deutscher Maler, verstorben in Chantilly
- Ămilien Amaury (1909â1977), GrĂŒnder der Zeitung Le Parisien, verstorben in Chantilly bei einem Reitunfall, begraben auf dem Friedhof Saint-Pierre[127]
- Jean Neuberth (1915â1996), französischer Maler der Abstraktion, verstorben in Chantilly
- Jean Bruce (1921â1963), Krimi-Schriftsteller (OSS 117), begraben auf dem Friedhof Saint-Pierre[127]
- Ăric Woerth (1956), BĂŒrgermeister von Chantilly, Haushaltsminister, SekretĂ€r fĂŒr die Staatsreform der französischen Regierung
- Guy Carlier Chronist im Radio Europe 1.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gustave Macon: Histoire de Chantilly, Amiens 1908â1912 (Neudruck 1989 als Faksimile der Originalversion, ISBN 2-87760-170-6). Geschichte der Stadt von den AnfĂ€ngen bis ins 19. Jahrhundert. Nach wie vor das Standardwerk fĂŒr die frĂŒhe Geschichte Chantillys
- Raoul de Broglie: Chantilly. Histoire du Chateau et de ses collections, Paris 1982 (NDR der Ausgabe von 1964)
- Jean-Pierre Babelon und Georges Fressy: Chantilly, Scala 1999, ISBN 2-86656-203-8. Befasst sich weitgehend mit dem Schloss.
- Jean-Pierre Blay: Les Princes et les jockeys, zwei BĂ€nde, Biarritz 2006, ISBN 2-84394-903-3. Doktorarbeit ĂŒber die Geschichte der Stadt im 19. und frĂŒhen 20. Jahrhundert und ihrer Beziehung zur Pferderennen.
- Isabelle Dumont-Fillon: Chantilly, Joué-lÚs-Tours 1999, ISBN 2-84253-301-1
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â INSEE: DonnĂ©es statistiques sur l'unitĂ© urbaine de Chantilly. Abgerufen am 19. Juli 2009.
- â Eco.picardie.net: DonnĂ©es dĂ©taillĂ©es sur les agglomĂ©rations picardes ( vom 17. Februar 2010 im Internet Archive). Abgerufen am 19. Juli 2009.
- â MĂ©tĂ©o-France online, besucht am 20. November 2009.
- â Siehe die Tafeln, die entlang des Circuit le long des canaux aufgestellt sind, und Nicole Garnier-Pelle: AndrĂ© Le NĂŽtre (1613â1700) et les jardins de Chantilly, Somogy Ă©ditions dâArt 2000, ISBN 2-85056-397-8.
- â Jean-Pierre Blay: Les Princes et les jockeys, Des problĂšmes urbains persistants, S. 170â183.
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