Die Sprachwissenschaft oder Linguistik (zu lateinisch lingua âZungeâ, âSpracheâ) untersucht in verschiedenen Herangehensweisen die menschliche Sprache. Inhalt sprachwissenschaftlicher Forschung sind die Sprache als System, ihre einzelnen Bestandteile und Einheiten sowie deren Bedeutungen. Des Weiteren beschĂ€ftigt sich die Sprachwissenschaft mit Entstehung, Herkunft und geschichtlicher Entwicklung von Sprache, mit ihrem vielseitigen Gebrauch in der schriftlichen und mĂŒndlichen Kommunikation, mit dem Wahrnehmen, Erlernen und Artikulieren von Sprache sowie mit den möglicherweise damit einhergehenden Störungen.
Ein groĂes Teilgebiet ist die Allgemeine Sprachwissenschaft: Sie stellt die Methoden bereit, um das Sprachsystem in seine verschiedenen Aspekte zu gliedern, und die Methoden, mit denen beliebige Einzelsprachen beschrieben und auch miteinander verglichen werden können. Wesentliche Aspekte der Allgemeinen Sprachwissenschaft sind Grammatiktheorie (im weiten Sinn einschlieĂlich Phonologie und Semantik), Pragmatik, ferner Vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Sprachtypologie und Historische Sprachwissenschaft. Sprachsystem, Sprachgeschichte und Sprachverwendung kann auch auf bestimmte Einzelsprachen oder Sprachgruppen beschrĂ€nkt untersucht werden, so in der Germanistischen Linguistik das Deutsche oder im Rahmen der Romanistik die Romanischen Sprachen.
Ein weiteres Teilgebiet der Sprachwissenschaft ist die Angewandte Linguistik. Diese kann ebenfalls Fragen behandeln, die sprachĂŒbergreifend formuliert sind, zum Beispiel wissenschaftliche Grundlagen des Sprachunterrichts im Bereich der Fremdsprachenlehr- und -lernforschung oder Sprachtherapie in der Klinischen Linguistik. Die Psycholinguistik untersucht unter anderem den Spracherwerb des Kleinkinds und die kognitiven Prozesse, die ablaufen, wenn Menschen Sprache verarbeiten. Die Computerlinguistik, die Korpuslinguistik und die Quantitative Linguistik sind Gebiete, die in den letzten Jahrzehnten durch die Erweiterung der technischen Möglichkeiten im Bereich der maschinellen Sprachverarbeitung stark an Bedeutung gewonnen haben. Die Soziolinguistik, Medienlinguistik und Politolinguistik behandeln den zwischenmenschlichen und öffentlichen Sprachgebrauch und den Ăbergangsbereich zu den Sozialwissenschaften.
Sprachwissenschaft umfasst also zahlreiche gröĂere und kleinere Teilgebiete, die insgesamt sowohl inhaltlich als auch methodisch uneinheitlich sind und mit einer Vielzahl anderer Wissenschaften in Kontakt stehen.
Wissenschaftstypus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Da unterschiedliche Lesarten des Begriffs Sprache existieren und sehr unterschiedliche Aspekte von Sprache untersucht werden, ist die Zuordnung der Sprachwissenschaft zu nur einem Wissenschaftstypus nicht möglich. So wird die Linguistik beispielsweise als Lehre vom sprachlichen System von vielen als ein Teilgebiet der Semiotik, der Lehre von den Zeichen, angesehen und lÀsst sich damit der Gruppe der Strukturwissenschaften und den Formalwissenschaften zuordnen. Wird aber etwa der individuelle Erwerb von Sprache und der Gebrauch von Sprache aus psychologischer oder klinischer Warte gesehen, so sind diese Teilbereiche der Sprachwissenschaft zu den Naturwissenschaften zu zÀhlen. Bei Betrachtung von Sprache als gesellschaftlichem und kulturellem PhÀnomen hingegen ist die Sprachwissenschaft als Kultur- bzw. Geisteswissenschaft zu werten. Auch gibt es Teilbereiche der Sprachwissenschaft (z. B. Ethno-, Polito- oder Soziolinguistik), die als solche zu den Sozialwissenschaften zu rechnen sind.
Terminologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Termini Sprachwissenschaft und Linguistik
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GrundsÀtzlich gibt es in der Sprachwissenschaft keine strenge Regelung zur Benennung dieser Disziplin selbst. Zum einen lassen die sehr unterschiedlichen Forschungsgebiete der Linguistik, aber auch ihre NÀhe zu und Spezifizierung in den verschiedenen einzelsprachlichen Philologien (wie Germanistik, Anglistik, Romanistik usw.) die Sprachwissenschaft als solche insgesamt wenig geschlossen erscheinen. Infolgedessen wird öfters selbst innerhalb wissenschaftlicher Institutionen zur Bezeichnung neben Sprachwissenschaft völlig bedeutungsgleich auch die Pluralform Sprachwissenschaften herangezogen.
Zum anderen werden mehrheitlich die AusdrĂŒcke Sprachwissenschaft und Linguistik gleichgesetzt und auch bei Benennungen von Teildisziplinen grundsĂ€tzlich als Synonyme verstanden, wie es etwa in den Bezeichnungen Historische Sprachwissenschaft und Historische Linguistik der Fall ist. Es sind jedoch gewisse regionale Bevorzugungen zu verzeichnen. So wird zum Beispiel der Begriff Allgemeine Linguistik in Ăsterreich weniger gebraucht und hier eher von einer Allgemeinen Sprachwissenschaft gesprochen. Auch mögen in den einzelnen örtlichen âSchulenâ bestimmte Benennungen bevorzugt werden.
Oft wird aber zwischen den beiden Bezeichnungen insofern unterschieden, als mit Sprachwissenschaft die Sprache und der Sprachgebrauch als gesellschaftliches und kulturelles PhĂ€nomen gesehen werden. Mit diesem VerstĂ€ndnis steht die Sprachwissenschaft der Literaturwissenschaft sowie besonders der Philologie nahe. DemgegenĂŒber wird dann unter Linguistik die reine Systemlinguistik verstanden, also die Betrachtung der Struktur einzelner Sprachen sowie deren unterschiedlicher Funktionen wie etwa im Zuge des Erwerbs von Sprache, ihre ReprĂ€sentation im Gehirn, ihr Gebrauch abhĂ€ngig von sozialen oder demografischen Faktoren usw.
Die BeschĂ€ftigung mit Sprache in der Art einer exakten Wissenschaft, wie sie vor allem mit dem neueren Begriff âLinguistikâ verbunden ist, hat sich auch in der Sache erst allmĂ€hlich, vor allem im 20. Jahrhundert, herausgebildet. Im traditionellen Rahmen und in Ă€lterer Literatur wurde âdie Lehre von der Sprache und ihren Gesetzenâ dann auch eher als Sprachkunde bezeichnet,[1] was aber heute nicht mehr als Synonym zu âSprachwissenschaftâ erscheint.[2]
Benennung von Teildisziplinen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]UnabhĂ€ngig davon, ob eine Benennungsdichotomie von Sprachwissenschaft und Linguistik vorliegt oder nicht, wird bei der Bezeichnung der sprachwissenschaftlichen Teildisziplinen, die andere Wissenschaftsbereiche berĂŒhren, ausschlieĂlich der Ausdruck Linguistik verwendet. So existiert beispielsweise nur eine Soziolinguistik und keine Sozio- oder Sozialsprachwissenschaft. Auch ist terminologisch in der Regel nur eine Psycholinguistik, Computerlinguistik, Politolinguistik usw. anzutreffen.
Mitunter, jedoch in Ăsterreich kaum, wird der Teilbereich der Allgemeinen Sprachwissenschaft auch als Theoretische Sprachwissenschaft oder Theoretische Linguistik bezeichnet.
Des Weiteren existiert die nicht restlos geklĂ€rte Frage, was man unter âangewandterâ Sprachwissenschaft zu verstehen habe. Einerseits können darunter diejenigen Teilgebiete verstanden werden, die die real angewendete Sprache untersuchen (im Gegensatz zu den theoretischen Konstrukten von sprachlichen Systemen, Grammatikmodellen usw.); andererseits kann âangewandteâ Sprachwissenschaft auch heiĂen, dass es sich dabei um die Anwendung der Forschungsergebnisse in der (auĂerhalb der Linguistik befindlichen) Praxis handelt (Sprachtherapie, Spracherkennung am Computer usw.). Dieses Problem der GrenzfĂ€lle zwischen Allgemeiner oder Theoretischer, und Angewandter Sprachwissenschaft wird innerhalb der Disziplin, ausgehend von einer Diskussion im englischsprachigen Wissenschaftsraum, auch unter der Benennungsopposition applied linguistics (fĂŒr den ersteren Fall) versus linguistics applied (fĂŒr den letzteren Fall) diskutiert.
Fachvokabular
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Sprachwissenschaft wird eine eigene Fachterminologie verwendet.[3] Eine ganze Reihe von FachausdrĂŒcken erscheint auch im alltĂ€glichen Sprachgebrauch. Grundlegende Termini sind ĂŒber die schulische Ausbildung auch der Allgemeinheit verstĂ€ndlich. Dazu zĂ€hlen insbesondere die Bezeichnungen fĂŒr Wortarten (Verb, Substantiv usw.), fĂŒr funktionale Satzelemente (Subjekt, Objekt usw.) und andere AusdrĂŒcke aus der traditionellen Schulgrammatik. AuĂerdem existiert eine Reihe von AusdrĂŒcken, welche Nicht-Sprachwissenschaftler intuitiv in der Grundbedeutung erfassen mögen (Textsorte, Sprecher, Sprachkorpus, Analogie, Anomalie usw.), was mitunter zu IrrtĂŒmern fĂŒhren kann, denn viele FachausdrĂŒcke haben innerhalb der wissenschaftlichen Disziplin eine andere oder zusĂ€tzliche Bedeutung als im sprachlichen Alltag. Zudem werden von Laien AusdrĂŒcke dieser Art aufgrund ihrer Erfahrungen im schulischen Unterricht bevorzugt unter normativem Aspekt, also dahingehend gesehen, was ârichtigâ und was âfalschâ ist, wĂ€hrend sie als Fachvokabel innerhalb der wissenschaftlichen Disziplin in der Regel eine rein deskriptive Funktion haben. Solche unscharfen Grenzen zwischen Umgangssprache und Fachsprache sind aber kein Spezifikum der Sprachwissenschaft, sondern liegen auch bei anderen Wissenschaften vor.
Neben AusdrĂŒcken, die dem allgemeinen Sprachgebrauch nahe sind und oft auch aus dem Deutschen stammen, existiert eine ganze Reihe von Termini, die aus lateinischen oder altgriechischen Wortelementen bestehen. Neuere FachausdrĂŒcke werden oft aus dem Englischen ĂŒbernommen oder eingedeutscht. Nur ein Ă€uĂerst geringer Teil des (wissenschaftsgeschichtlich frĂŒh entstandenen) Fachvokabulars stammt aus dem Französischen. In den linguistischen Randbezirken zu anderen Disziplinen spielt auch deren Fachterminologie eine wesentliche Rolle.
Teilbereiche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]ZusĂ€tzlich zu der inhomogenen Benennungsweise der wissenschaftlichen Disziplin selbst ist auch die Trennung der Sprachwissenschaft in klar voneinander abgegrenzte Teildisziplinen uneinheitlich. Oft ist sogar ĂŒberhaupt eine solche Trennung selbst umstritten, was nicht zuletzt auf den insgesamt starken interdisziplinĂ€ren Charakter des wissenschaftlichen Gesamtbereiches zurĂŒckzufĂŒhren ist. Viele Forscher empfinden bereits die Abgrenzung der drei groĂen linguistischen DomĂ€nen
- Vergleichende Sprachwissenschaft bzw. Historische Sprachwissenschaft
- Allgemeine Sprachwissenschaft und
- Angewandte Sprachwissenschaft
als kĂŒnstlich oder unzweckmĂ€Ăig. Dem entspricht auch die teils unterschiedliche Zuordnung einzelner Forschungsfelder entweder zu dem einen oder dem anderen Bereich. So besteht z. B. keine allgemeine Ăbereinkunft darĂŒber, ob die VarietĂ€tenlinguistik als ein abzugrenzendes Teilgebiet der Angewandten Sprachwissenschaft oder als Teil der Soziolinguistik gelten soll.
Nicht als Teilbereich der Linguistik wird aber in der Regel die Philologie gewertet, welche einzelne Sprachen sowohl aus sprach- als auch literatur- und kulturwissenschaftlicher Sicht untersucht. Vielmehr gilt sie wissenschaftsgeschichtlich als eigene Disziplin, was sich in Deutschland vielfach in einer entsprechend getrennten UniversitĂ€ts- und Unterrichtsstruktur niederschlĂ€gt, auch wenn enge Verbindungen zwischen Philologien und Linguistik bestehen. In Ăsterreich hingegen haben im Allgemeinen die entsprechenden universitĂ€ren Institute (vornehmlich Germanistik, Anglistik, Romanistik und Slawistik) sowohl eine philologisch-literaturwissenschaftliche als auch eine sprachwissenschaftliche Abteilung.
Hinsichtlich der folgenden Taxonomie der linguistischen Teildisziplinen besteht weitgehend Konsens.
Die folgende Tabelle veranschaulicht Bereiche der Linguistik und deren GegenstÀnde.
| Bereich | Gegenstand |
|---|---|
| Phonetik/Phonologie | lautliche Struktur |
| Morphologie | Wortstruktur |
| Syntax | Satzstruktur |
| Semantik | Bedeutung |
| Pragmatik | Gebrauch |
| Psycho- und Neurolinguistik | Prozesse im Hirn |
| Soziolinguistik | soziale Variation der Sprache |
| Dialektologie | lokale Variation der Sprache |
Vergleichende Sprachwissenschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Vergleichende Sprachwissenschaft kann dahingehend in einzelne Teilgebiete gegliedert werden, ob eine diachrone oder synchrone Untersuchungsweise vorliegt. Die allgemein-vergleichenden FÀcher können aber auch der Allgemeinen Sprachwissenschaft und die historisch-vergleichenden FÀcher einer eigenstÀndigen Historischen Sprachwissenschaft zugerechnet werden.
- Allgemein-vergleichende Sprachwissenschaft
- Arealtypologie, die synchron-vergleichende Untersuchung von Sprachen eines geographischen Raumes mit dem Ziel, SprachbĂŒnde zu ermitteln
- Kontrastive Linguistik, die synchron-vergleichende Untersuchung von meist nur zwei Sprachen mit dem Ziel, die spezifischen Unterschiede zwischen diesen zu erkennen
- Sprachtypologie, die synchron-vergleichende Untersuchung von Sprachen mit dem Ziel, Sprachtypen festzustellen
- Universalienforschung versucht, die allen Sprachen gemeinsamen Eigenschaften (Sprachuniversalien) aufzudecken
- VarietĂ€tenlinguistik, die synchron-vergleichende Untersuchung von Einzelsprachen mit dem Ziel, Unterschiede innerhalb dieser bestimmten Sprache, also sprachliche VarietĂ€ten herauszuarbeiten, z. B. verschiedene Dialekte, Soziolekte, Fachsprachen usw. (Da diese Unterschiede groĂteils auf soziale Faktoren zurĂŒckzufĂŒhren sind, wird die VarietĂ€tenlinguistik auch als Teilgebiet der Soziolinguistik, einer Disziplin der Angewandten Sprachwissenschaft, behandelt.)

- Historisch-vergleichende Sprachwissenschaft (auch Diachronie)
- Historische Linguistik (im engeren Sinne), die diachron-vergleichende Untersuchung von Sprachen mit dem Ziel, Sprachfamilien herauszuarbeiten und Entwicklungslinien einer oder mehrerer Einzelsprachen im Vergleich, also VerÀnderungen in der Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Stilistik im Laufe der Zeit nachzuzeichnen. Sie befasst sich also mit Sprachwandel in jeglicher Hinsicht.
- Weit verbreitet ist auch die Tradition, welche dieses Fach gemeinsam mit den nachfolgend gelisteten Teilgebieten zu einem einzigen Hauptfach Historische Linguistik oder Historische Sprachwissenschaft zusammenfasst. Unter dieser Annahme liegt dann also das VerstÀndnis einer Historischen Linguistik im weiteren Sinne vor.
- Etymologie, Lehre ĂŒber die Entstehung und Herkunft von Wörtern und ihren Bedeutungen
- Indogermanistik versucht eine Rekonstruktion der indo-europÀischen (indogermanischen) Ursprache sowie durch Vergleich der Entwicklungen den Verlauf zu den heutigen indogermanischen Einzelsprachen nachzuvollziehen
- Onomastik erforscht die Entstehung, Bedeutung und Verbreitung von Eigennamen (oft im Verbund mit der Etymologie behandelt)
Damit wird also zugleich eine Klassifizierung vorgenommen, welche neben der Allgemeinen Sprachwissenschaft und der Angewandten Sprachwissenschaft als drittes groĂes Teilgebiet statt der Vergleichenden Sprachwissenschaft die Historische Sprachwissenschaft zĂ€hlt, wobei dann die allgemein-vergleichenden FĂ€cher der Allgemeinen Sprachwissenschaft zugerechnet werden.
Angewandte Sprachwissenschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Angewandte Sprachwissenschaft ist keineswegs als homogener Teilbereich der Linguistik zu verstehen, vielmehr subsumiert sie die Teildisziplinen, die sich in erster Linie nicht mit Sprache als abstraktem System befassen, sondern die Sprache im Zusammenhang mit ihrer ârealenâ Umwelt sehen, sich also der tatsĂ€chlich angewendeten Sprache widmen. Diesem VerstĂ€ndnis von âangewandtâ, also applied linguistics, steht die Idee der linguistics applied gegenĂŒber, worunter die praktische Umsetzung linguistischer Forschungsergebnisse zu verstehen ist, wie sie vorliegt z. B. im Falle der Computerlinguistik (wo Erkenntnisse der Allgemeinen Linguistik in der Informatik Anwendung finden), der Klinischen Linguistik (wo Forschung im Dienste der Erarbeitung von Therapieformen steht), der Sprachlehrforschung (fĂŒr die Entwicklung von Lehrmaterial) oder der Schreibforschung und Schreibdidaktik (fĂŒr pĂ€dagogische Zwecke).
Des Weiteren werden hĂ€ufig die Psycholinguistik, die Soziolinguistik und andere FĂ€cher der Allgemeinen Sprachwissenschaft zugerechnet, weil sie sich der Beschreibung von Sprache als Teil des Individuums widmet und allgemeine Prinzipien und VorgĂ€nge erkunden will â im Gegensatz zu jenen Disziplinen, die einen Bezug zum praktischen Leben herstellen und sich somit mit der âAnwendungâ von Sprache befassen.
Da die Soziolinguistik sowohl Sprache und Gesellschaft als auch die Mehrsprachigkeit der Gesellschaft selbst untersucht, kann sie auch als Ăberbegriff fĂŒr jene Teildisziplinen verwendet werden, die normalerweise als gleichwertig etablierte Bereiche der Angewandten Sprachwissenschaft gelten, z. B. fĂŒr die Sprachlehrforschung oder die Diskursanalyse.
Vor allem aber entscheiden die Strukturen von UniversitĂ€ten und Instituten darĂŒber, wie die Disziplinen wahrgenommen werden, denn mehrheitlich behandeln die angewandten FĂ€cher auch solche Aspekte mit, die gemÀà Definition zur Allgemeinen Sprachwissenschaft gezĂ€hlt werden.
Der Angewandten Sprachwissenschaft werden in der Regel folgende Teilgebiete zugerechnet:
- Computerlinguistik unter den Aspekten
- KĂŒnstliche Intelligenz
- Spracherkennung und Prosodieerkennung mittels Computer
- Softwareentwicklung (Sprachkorrekturprogramme, Lernsoftware und webbasierte Lernplattformen)
- Texttechnologie und Gestaltung von Hypertext
- Forensische Linguistik, Untersuchung und Diagnostik von Sprache zu kriminalistischen und gerichtlichen Zwecken
- Internetlinguistik, Analyse sprachlicher PhÀnomene, die im und durch das Internet entstehen
- Klinische Linguistik, die Erforschung des Sprachgebrauchs und der Sprachwahrnehmung bei SchÀdigungen des Gehirns und Erarbeitung von therapeutischen Verfahren inkl. Sprachentwicklungsdiagnostik; mit ihr stehen einige andere FÀcher eng in Zusammenhang, die entweder zur Angewandten Sprachwissenschaft als applied linguistics oder auch zur Allgemeinen Sprachwissenschaft gerechnet werden. Dabei handelt es sich neben der Psycholinguistik im Besonderen auch um
- Neurolinguistik, die Untersuchung der Verarbeitung von Sprache im Gehirn
- Patholinguistik (auch Sprachpathologie), die Untersuchung von Problemen bei Sprachperzeption, -verarbeitung und -produktion
- Lexikografie, Erstellen von WörterbĂŒchern (in erster Linie fĂŒr den allgemeinen Gebrauch)
- Sprach- und Schreibberatung, Beratung und Coaching fĂŒr Institutionen, öffentliche Einrichtungen, Journalismus und Public Relations sowie fĂŒr private Zwecke und Bereiche
- Sprachlehr- und Sprachlernforschung und Sprachdidaktik, Untersuchung von, und GestaltungsmaĂnahmen fĂŒr Sprachunterricht, Sprecherziehung, Alphabetisierung; inklusive anderer Teilgebiete wie Schreibdidaktik und Untersuchen von Lernverhalten
- Sprachplanung, Untersuchung und Schaffung von politischen Rahmenbedingungen und sprachpolitischen MaĂnahmen fĂŒr Sprachstandardisierung oder Mehrsprachigkeit
- Standardologie befasst sich mit der Standardisierung von Sprachen oder Teilsprachen (wie etwa mit dem Zusammenfassen mehreren SprachvarietĂ€ten zu einer (nationalen) Standardsprache im Rahmen der Sprachpolitik oder mit der Vereinheitlichung von technischer und anderer Terminologie u. Ă.).
Folgende Teilgebiete verstehen sich als angewandte FÀcher im Sinne einer applied linguistics und können auch zur Allgemeinen Sprachwissenschaft in einem weiteren Sinne gerechnet werden:
- Computerlinguistik unter den Teilaspekten
- Ethnolinguistik, Untersuchung von Sprache und Sprachkultur unter völkerkundlichen Aspekten
- Psycholinguistik, die Erforschung der Sprache in AbhÀngigkeit von psychischen Funktionen, dabei besonders auch
- die Forschung zum Spracherwerb (Erst- und Zweitspracherwerb)
- Kognitive Linguistik, die Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Sprache und Denken
- Soziolinguistik beschĂ€ftigt sich âin engerem Sinneâ mit der Sprache in AbhĂ€ngigkeit von gesellschaftlichen Variablen wie soziale Schicht oder Alter. âIn weiterem Sinneâ werden das VerhĂ€ltnis von Sprache und Gesellschaft unter verschiedenen Aspekten sowie die Mehrsprachigkeit von Gesellschaft behandelt. Dazu zĂ€hlen insbesondere folgende Teilgebiete:
- Feministische Linguistik, Untersuchung der Sprache und des Sprachgebrauchs in AbhĂ€ngigkeit vom Geschlecht, geschlechtsneutraler Sprachgebrauch (Wird Geschlecht nicht als natĂŒrliches Geschlecht (sexus), sondern als soziales Geschlecht (gender) definiert, wird die Forschung nicht aus feministischer Perspektive allein betrieben und das Teilgebiet als Genderlinguistik gehandelt).
- Forschung zu Sondersprachen (z. B. Jugendsprache, Untersuchungen jugendlicher Sprache und jugendlichen Sprachverhaltens und ihre historische Entwicklung)
- linguistische Diskursanalyse untersucht SprachĂ€uĂerungen auf ĂŒbertextlicher Ebene
- Spracheinstellungsforschung, Untersuchung von Einstellungen (Meinungen, Haltungen) zu einzelnen Sprachen und/oder Dialekten
- Interkulturelle Kommunikation, Untersuchung von sprachlichem und auĂersprachlichem Verhalten bei Kommunikation von Sprechern verschiedener Kulturen
- Interlinguistik, die Untersuchung der internationalen Kommunikation vornehmlich unter Verwendung von Plansprachen
- Medienlinguistik, Forschungen in erster Linie zur Untersuchung von sprachlichen PhÀnomenen in Medientexten, Mehrsprachigkeit in den Medien und zur Erfassung medialer Diskurse
- Politolinguistik, Erforschung der Sprache und des Sprachverhaltens im politischen Sektor
InterdisziplinÀre Teilgebiete der Linguistik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]ZusĂ€tzlich zu den bereits gelisteten FĂ€chern, deren Zuordnung definitionsabhĂ€ngig ist, gibt es eine Reihe weiterer Fachgebiete, deren Bezeichnungen je nach UniversitĂ€t, Teildisziplin oder paradigmatischer Ausrichtung unterschiedliches VerstĂ€ndnis hervorrufen und die nur bedingt einem bestimmten linguistischen Teilgebiet zugeordnet werden können. Auch berĂŒhren sie zum Teil andere Wissenschaftsgebiete. Das sind:
- Dialektologie
- deskriptive Untersuchungen von Dialekten in der Allgemeinen wie auch in der Vergleichenden Sprachwissenschaft
- Verwendung von Dialekten, also aus soziolinguistischer Perspektive
- VerhÀltnis von Sprache und Dialekt, also in der VarietÀtenlinguistik
- Forschung zu Fachsprachen
- als systematische Beschreibung von Fach- und berufsspezifischen Sprachen Teil der Allgemeinen Sprachwissenschaft (VarietÀtenlinguistik)
- als Beschreibung des Gebrauchs von Fachsprachen in der Kommunikation in staatlichen Institutionen und anderen Einrichtungen (Amtssprache, medizinischer Fachbereich usw.) Teilgebiet der Angewandten Sprachwissenschaft (Soziolinguistik)
- Kontaktlinguistik, Untersuchung von SprachkontaktphÀnomenen als Schnittstelle zwischen Allgemeiner, Angewandter und Vergleichender Sprachwissenschaft
- Koloniallinguistik, Untersuchung der vielfÀltigen sprachlichen Aspekte, die sich in Kolonialsituationen ergeben/ergeben haben

- Korpuslinguistik, Untersuchung von Sprachsystem realer schriftlicher Texte und mĂŒndlicher SprachĂ€uĂerungen anhand von reprĂ€sentativen Textkorpora entweder als neues eigenstĂ€ndiges Teilgebiet der Allgemeinen Sprachwissenschaft gesehen oder als Methode der Erkenntnisgewinnung in einzelnen allgemeinen und angewandten Teildisziplinen herangezogen
- PalĂ€olinguistik untersucht die Entstehung menschlicher Sprache. Sie ist nur schwer einem der Hauptgebiete der Sprachwissenschaft zuzuordnen und es bestehen Ăberschneidungen mit der Psychologie und der Anthropologie.
- Ăkolinguistik, mĂ€Ăig etablierter Zweig soziolinguistischer Grundlage, der sich im Wesentlichen mit der Ăkologie von Sprache und der Sprache von Ăkologie widmet
- Schreibforschung und Schreibdidaktik, an der Schnittstelle zwischen Textlinguistik, soziolinguistischer Institutionenforschung und Sprachlehrforschung
- Schriftlinguistik ist ein Begriff, der die verschiedenen Strömungen der Linguistik zusammenfasst, die sich der Erforschung von Schrift und Schriftsystemen sowie ihrem Erwerb und gezielten Einsatz fĂŒr bestimmte kommunikative Zwecke widmen
- Sprachstatistik
- als Statistik der Sprachen Teil der Sozio-, VarietÀten- oder Interlinguistik
- als Erhebung statistischer Daten zu beliebigen sprachlichen Aspekten, meist im Bereich der Allgemeinen Sprachwissenschaft, aber auch der Historischen Linguistik, Psycholinguistik, der Spracherwerbsforschung, Sprachtypologie und weiterer Disziplinen
- Sprachwahrnehmung, Erforschung der akustischen Wahrnehmung von Sprache (auditive Phonetik) im Schnittpunkt zwischen Phonetik, Psycho- und Neurolinguistik
- Translatologie
InterdisziplinaritÀt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit der Auflistung der linguistischen Teilgebiete wird der interdisziplinÀre Charakter der Sprachwissenschaft deutlich. Etliche Teildisziplinen grenzen explizit an andere Wissenschaften und teilen mit diesen bestimmte Interessengebiete. Dies betrifft hauptsÀchlich die Wissenschaftsbereiche:
- Gender Studies (Feministische Linguistik)
- Informatik (Computerlinguistik)
- Kommunikationswissenschaft (Medienlinguistik, Interkulturelle Kommunikation)
- medizinischer Teilbereich Neurologie (Neurolinguistik)
- PĂ€dagogik (Sprachlehrforschung)
- Politikwissenschaft (Politolinguistik)
- Psychologie (Psycholinguistik)
- Soziologie (Soziolinguistik)
Mehrfach haben linguistische Teildisziplinen ihre fachliche Entsprechung in Teilgebieten der angrenzenden Wissenschaften, sodass beide â eigentlich fĂ€lschlicherweise, da inhaltlich und methodisch vielfach unterschiedlich â auch im akademischen Bereich fallweise miteinander gleichgesetzt werden. Dies liegt besonders in folgenden FĂ€llen vor:
- Politolinguistik â Politische Kommunikation
- Psycholinguistik â Sprachpsychologie
- Soziolinguistik â Sprachsoziologie
Die Sprachwissenschaft fungiert weiters als ausgewiesene Teil- und Hilfswissenschaft anderer Wissenschaftsgebiete:
- Die Allgemeine Sprachwissenschaft ist mit ihrer Erforschung von sprachlichen Strukturen und mit dem Erstellen von Grammatikmodellen neben Psychologie und Neurologie integrativer Bestandteil der Kognitionswissenschaft.
- Die Historische Linguistik ist besonders mit ihren Methoden des sprachlichen Vergleichs und der sprachlichen Rekonstruktion Hilfswissenschaft fĂŒr die ArchĂ€ologie und fĂŒr die Alte Geschichte.
In Hinblick auf gewisse linguistische Forschungsfragen gelten noch weitere wissenschaftliche (Teil-)Disziplinen als der Sprachwissenschaft benachbart, so hauptsÀchlich:
- Anthropologie
- Ethnologie
- Klassische Philologie und Epigraphik
- Medienwissenschaft
- LogopÀdie und Phoniatrie
- Ăkologie
- Rechtswissenschaft
- Rhetorik und Sprechwissenschaft
- Semiotik und Sprachphilosophie
- Ăbersetzungswissenschaft
Geschichte der Sprachwissenschaft
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Die Geschichte der Sprachwissenschaft erstreckt sich von antiken AnfĂ€ngen in Indien und Griechenland, in denen die BeschĂ€ftigung mit Sprache noch anderen Zwecken â in Indien der Interpretation ritueller Texte, in Griechenland als Vorbereitung fĂŒr die Philologie â untergeordnet war, bis hin zu der modernen, autonomen Wissenschaft mit vielen Subdisziplinen, die sie heute ist. Wichtige Stationen auf diesem Weg waren in der letzten Zeit insbesondere die BegrĂŒndung der Indogermanistik im 19. Jahrhundert durch Heinrich Julius Klaproth, die Etablierung der strukturalistischen Sprachbeschreibung durch Ferdinand de Saussure zu Beginn des 20. Jahrhunderts und die Entwicklung der Generativen Grammatik durch Noam Chomsky seit Mitte des 20. Jahrhunderts.
Forschung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Forschungsparadigmen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der linguistischen Forschung sind drei grundsÀtzliche paradigmatische Unterschiede in der Herangehensweise zu verzeichnen. In der Konzeption von Forschungsfragen können diese klarerweise auch miteinander gekreuzt werden.
- PrĂ€skriptive Schriften ĂŒber Sprachgebrauch werden heutzutage von Wissenschaftlern weitestgehend als unwissenschaftlich abgelehnt. Normativ orientierte Arbeiten, die als wissenschaftliche angesehen werden, sind im Sinne von applied linguistics zu verstehen, aber solche Arbeiten nehmen im akademischen Bereich nur wenig Raum ein. Gerade in Bezug auf normative Schlussfolgerungen herrschen hier zum Teil sehr kontroverse Ansichten. Beispielsweise wird immer wieder heftig debattiert, inwieweit Sprachkritik ĂŒberhaupt ein Gegenstand linguistischer Forschung sein und von Linguisten betrieben werden kann und soll, weil sie ja entweder leicht eine werthaltige Norm des Gebrauchs von Sprache einflieĂen lĂ€sst oder oft zugleich Gesellschaftskritik darstellt. PrĂ€skriptive Arbeiten werden â mit wenigen Ausnahmen wie etwa Sprachentwicklungstests, die den Sprachstand eines Kindes gemessen an einer ermittelten Entwicklungsnorm festlegen â weitestgehend nicht in der akademischen Forschung und Lehre behandelt, sondern meist von wirtschaftlicher oder privater Seite erstellt.
- Beispiele einer GegenĂŒberstellung von prĂ€skriptiven und deskriptiven Arbeiten aus denselben Bereichen sind etwa folgende:
prÀskriptiv deskriptiv Lexikografie:
Rechtschreibungswörterbuch
rĂŒcklĂ€ufiges WörterbuchPsycholinguistik / Klinische Linguistik:
medizinische Sprachtests
SprachentwicklungsforschungSoziolinguistik:
Anweisungen fĂŒr geschlechtsneutralen Sprachgebrauch
Beschreibung geschlechtsspezifischen Sprachgebrauchs
- diachron â synchron
- Diese Sichtweisen bestimmen, ob ein sprachliches PhĂ€nomen in seiner Entwicklung ĂŒber die Zeit (diachron) oder im Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt (synchron) beschrieben wird, wobei dieser Zeitpunkt keinesfalls nur der gerade augenblickliche sein muss. Obwohl sehr viele sprachliche PhĂ€nomene auch in einer historischen Dimension wahrgenommen werden können, haben sich in der akademischen Linguistik (zumindest bislang) nur bestimmte Sachbereiche als Gegenstand diachroner Untersuchung etabliert. So werden beispielsweise soziolinguistische Themen oder syntaktische PhĂ€nomene nur wenig aus historischer Sicht behandelt, wĂ€hrend Laut- und BedeutungsverĂ€nderungen von Wörtern oder VerĂ€nderungen im Wortschatz einer Sprache schon seit sehr langem ein zentrales Gebiet historischer Untersuchungen darstellen. Der Umfang und die Auswahl diachron ausgerichteter Forschungsfragen hĂ€ngt aber erklĂ€rlicherweise sehr von der Existenz der vorhandenen Quellen ab.
- Beispiele einer GegenĂŒberstellung von diachronen und synchronen Arbeiten aus denselben Bereichen sind etwa folgende:
diachron synchron Dialektologie:
Verschiebung deutscher Dialektgrenzen vom 16. bis zum 20. Jh.
Grenzen der deutschen Dialekte im 18. Jh.Soziolinguistik:
Sprache verschiedener sozialer Unterschichten im zeitlichen Vergleich
Sprache der Arbeiterschaft um 1900Semantik:
Bedeutungsentwicklung des Wortes Kunst in der Neuzeit
derzeitiges Bedeutungsspektrum des Wortes Kunst
AnsÀtze
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Humanistische
Das Grundprinzip der humanistischen Linguistik ist, dass Sprache eine von Menschen geschaffene Erfindung ist. Eine semiotische Tradition der Sprachforschung betrachtet Sprache als Zeichensystem, das aus dem Zusammenspiel von Bedeutung und Form entsteht.[4] Die Organisation sprachlicher Ebenen gilt als rechnerisch.[5] Die Linguistik wird im Wesentlichen als sozial- und kulturwissenschaftlich orientiert gesehen, weil unterschiedliche Sprachen in der sozialen Interaktion durch die Sprachgemeinschaft geprÀgt werden.[6] Frameworks, die die humanistische Sicht der Sprache reprÀsentieren, umfassen unter anderem die Strukturlinguistik.[7]
Strukturanalyse bedeutet, jede sprachliche Ebene zu zerlegen: phonetisch, morphologisch, syntaktisch und diskursiv bis in die kleinsten Einheiten. Diese werden in Inventaren (z. B. Phonem, Morphem, lexikalische Klassen, Phrasentypen) gesammelt, um ihre Vernetzung innerhalb einer Hierarchie von Strukturen und Schichten zu untersuchen.[8] Die Funktionsanalyse fĂŒgt der Strukturanalyse die Zuweisung semantischer und anderer funktionaler Rollen hinzu, die jede Einheit haben kann. Zum Beispiel kann eine Nominalphrase als Subjekt oder Objekt des Satzes fungieren; oder der Agent oder Patient.[9]
Funktionale Linguistik oder funktionale Grammatik ist ein Zweig der strukturellen Linguistik. In der humanistischen Referenz beziehen sich die Begriffe Strukturalismus und Funktionalismus auf ihre Bedeutung in anderen Humanwissenschaften. Der Unterschied zwischen formalem und funktionalem Strukturalismus liegt in der Beantwortung der Frage, warum Sprachen die Eigenschaften haben, die sie haben. Funktionale ErklĂ€rung beinhaltet die Idee, dass Sprache ein Werkzeug fĂŒr Kommunikation ist, oder dass Kommunikation die primĂ€re Funktion von Sprache ist. Sprachliche Formen werden folglich durch einen Appell an ihren funktionalen Wert oder ihre NĂŒtzlichkeit erklĂ€rt. Andere strukturalistische AnsĂ€tze nehmen die Perspektive ein, die sich aus den inneren Mechanismen des bilateralen und vielschichtigen Sprachsystems ergibt.[10]
- Biologische
AnsÀtze wie die kognitive Linguistik und die generative Grammatik untersuchen die sprachliche Kognition mit dem Ziel, die biologischen Grundlagen der Sprache aufzudecken. In der Generativen Grammatik werden diese Grundlagen so verstanden, dass sie angeborenes domÀnenspezifisches grammatikalisches Wissen beinhalten. Daher ist eines der zentralen Anliegen des Ansatzes herauszufinden, welche Aspekte des sprachlichen Wissens angeboren sind und welche nicht.[11][12]
Im Gegensatz dazu lehnt die kognitive Linguistik den Begriff der angeborenen Grammatik ab und untersucht, wie der menschliche Geist aus Ereignisschemata sprachliche Konstruktionen schafft.[13] und die Auswirkungen kognitiver EinschrĂ€nkungen und Verzerrungen auf die menschliche Sprache.[14] Ăhnlich wie beim neurolinguistischen Programmieren wird Sprache ĂŒber die Sinne angegangen.[15][16][17] Kognitive Linguisten untersuchen die Verkörperung von Wissen, indem sie nach AusdrĂŒcken suchen, die sich auf modale Schemata beziehen.[18]
Ein eng verwandter Ansatz ist die evolutionÀre Linguistik,[19] die das Studium sprachlicher Einheiten als kulturelle Replikatoren umfasst.[20][21] Es ist möglich zu untersuchen, wie sich Sprache repliziert und sich an den Verstand des Einzelnen oder der Sprachgemeinschaft anpasst.[22][23] Konstruktionsgrammatik ist ein Framework, das das Meme-Konzept auf das Studium der Syntax anwendet.[24][25][26][27]
Der generative Ansatz und der evolutionÀre Ansatz werden manchmal als Formalismus versus Funktionalismus bezeichnet.[28] Diese Bezugnahme unterscheidet sich jedoch von der Verwendung der Begriffe in den Humanwissenschaften.[29]
Bedeutende Sprachwissenschaftler (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Leonard Bloomfield, wichtigster Vertreter des amerikanischen Strukturalismus in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen
- Franz Bopp, BegrĂŒnder der vergleichenden Sprachwissenschaft und MitbegrĂŒnder der Indogermanistik
- Karl Brugmann, MitbegrĂŒnder der Indogermanistik, einer der fĂŒhrenden Vertreter der Junggrammatiker
- Karl BĂŒhler entwickelte das zur Grundlage gewordene Organon-Modell der Sprachfunktionen
- Noam Chomsky begrĂŒndete die Generative Grammatik
- Joseph Greenberg fĂŒhrte umfangreiche Untersuchungen zu Sprachtypologie und Universalien von Sprache aus, begrĂŒndete die heutige Grobklassifikation der afrikanischen Sprachen und postulierte die Makro-Sprachfamilien Amerind und Eurasiatisch
- Jacob Grimm und Wilhelm Grimm gelten als BegrĂŒnder der Deutschen Philologie
- William Haas, MitbegrĂŒnder der englischen Linguistics Association und sozial indizierter Sprachanalyse
- Zellig S. Harris, Hauptautor des amerikanischen Deskriptivismus
- Louis Hjelmslev, Hauptvertreter der Kopenhagener Schule, Glossematik
- Wilhelm von Humboldt begrĂŒndete die Vergleichende Sprachwissenschaft
- Roman Jakobson, Mitglied der Prager Schule, bahnbrechende Untersuchung zum Spracherwerb
- William Labov war einer der wichtigsten Forscherpersönlichkeiten in der Soziolinguistik
- George Lakoff ist ein Vertreter der Kognitiven Linguistik
- Eric Heinz Lenneberg, biologische Grundlagen der Sprache
- Antoine Meillet beschĂ€ftigte sich mit den indogermanischen Sprachen, behandelte Ăkonomie als Triebkraft des Sprachwandels
- Hermann Osthoff, MitbegrĂŒnder der Indogermanistik, einer der fĂŒhrenden Vertreter der Junggrammatiker
- Panini verfasste die erste Grammatik des Sanskrit und damit die Ă€lteste erhaltene Grammatik ĂŒberhaupt
- Hermann Paul war ein Sprachtheoretiker, einer der fĂŒhrenden Vertreter der Junggrammatiker
- Harm Pinkster war der weltweit fĂŒhrende lateinische Linguist
- Edward Sapir, Namensgeber der Sapir-Whorf-Hypothese und Forscher besonders fĂŒr die Sprachtypologie
- Ferdinand de Saussure, Hauptvertreter der Genfer Schule, gilt als BegrĂŒnder der modernen synchronen Linguistik und prĂ€gte den zweiseitigen Zeichenbegriff
- August Schleicher gilt als BegrĂŒnder der Stammbaumtheorie in der Vergleichenden Sprachforschung
- Johannes Schmidt gilt als BegrĂŒnder der Wellentheorie
- Nikolai Sergejewitsch Trubetzkoy, fĂŒhrender Vertreter der Prager Schule, BegrĂŒnder der Phonologie
- George Kingsley Zipf ist mit den Zipfschen Gesetzen bahnbrechender Forscher fĂŒr die Quantitative Linguistik
- Ghilâad Zuckermann ist ein Vertreter der Sprachwiederbelebung.
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Wilhelm von Humboldt
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Roman Jakobson
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George Lakoff
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N. S. Trubetzkoy
PopulÀrwissenschaftliche Linguistik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Formen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Publikationen populĂ€rwissenschaftlichen Charakters zeichnen sich u. a. dadurch aus, dass sie die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit in allgemein verstĂ€ndlicher Sprache und in einer Form darbieten, die auch Nichtfachleute interessiert. Damit findet nicht nur eine Verbreitung von Fachwissen in der Ăffentlichkeit statt, sondern auch eine AnnĂ€herung des Fachgebietes selbst an die nicht-akademische Bevölkerung.
Die Sprachwissenschaft gilt â gemessen etwa an etablierten naturwissenschaftlichen Disziplinen â gemeinhin als eine âkleineâ Wissenschaft und ist schon allein deshalb interessiert, sich durch Berichte in Printmedien, BeitrĂ€gen in Rundfunk und Fernsehen sowie mittels Buchpublikationen einem breiteren Publikum zu prĂ€sentieren. Einige andere wissenschaftliche Disziplinen haben diesbezĂŒglich den Vorteil, dass sie publikumswirksam mit konkreten GegenstĂ€nden (wie etwa die ArchĂ€ologie mit Grabungsfunden oder die Astrophysik mit Himmelskörpern) und mit anschaulichen Dingen (wie beispielsweise die Geschichte mit historischen Ereignissen) aufwarten können. DemgegenĂŒber erscheinen fĂŒr den Laien etliche der linguistischen Forschungsgebiete oft als zu wenig greifbar. Dennoch ist ein gewisses Interesse der Menschen an sprachlichen Angelegenheiten zu verzeichnen, was sich an den Inhalten der populĂ€rwissenschaftlichen Publikationen bestimmen lĂ€sst. Wie aus den biografischen Angaben der Autoren solcher Veröffentlichungen zu entnehmen, sind diese â zumindest im deutschsprachigen Raum â oft selbst keine akademisch ausgebildeten Sprachwissenschaftler, sondern stammen ursprĂŒnglich aus anderen Fachgebieten oder gehören anderen Berufen an. Verbreitet ist dieses PhĂ€nomen besonders auch im prĂ€skriptiven Bereich (Sprachratgeber, Stilfibeln usw.). Dazu sind etwa die Veröffentlichungen von Rupert Lay oder Wolf Schneider und vielen anderen zu zĂ€hlen. Fachwissenschaftler, die sich mit einigen ihrer Schriften auch an die allgemeine Ăffentlichkeit wenden, sind z. B. Steven Pinker oder Guy Deutscher.
Inhalte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]HauptsĂ€chlich finden in erster Linie solche sprachwissenschaftlichen Angelegenheiten in der breiten Ăffentlichkeit Anklang, die das eigene Sprachverhalten der Menschen betreffen oder mit denen sie im Alltag immer wieder konfrontiert werden. Dazu gehören im Besonderen folgende Themengebiete:
Ăffentlicher Sprachgebrauch, Sprachwandel und Sprachkritik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dieser umfassende Themenbereich verdeutlicht auch, dass populĂ€rwissenschaftliche Linguistik nicht in einem Eins-zu-eins-VerhĂ€ltnis mit den akademischen Fachdisziplinen gesetzt werden kann, denn in diesem Bereich ĂŒberschneiden sich historische, allgemeine und angewandte FĂ€cher. Durch die Betrachtung der im öffentlichen Raum anzutreffenden Sprache (Massenmedien aller Art, politischer Bereich, Werbung, öffentliche AnkĂŒndigungen usw.) werden Tendenzen im aktuellen Sprachgebrauch ersichtlich. Der Vergleich von diesem mit Gewohntem und Altbekanntem lĂ€sst den stets vor sich gehenden Wandel der Sprache offenkundig werden. Die Auseinandersetzung mit diesem Vorgang und die Beurteilung aktueller Sprachverwendung auch aus der Warte anderer als sprachwissenschaftlicher Positionen hat eine lange Tradition. Hinsichtlich des Anspruchsniveaus reicht dieses Befassen mit sprachlichen Neuerungen, ihren Auswirkungen und deren EinschĂ€tzung beispielsweise von den sprachkritischen Essays Karl Kraus[30] bis hin zu rein wirtschaftlich motivierten, also verkaufstrĂ€chtig eingeschĂ€tzten, scherzhaften Dokumentationen sprachlichen Fehlgebrauchs ohne jegliche wissenschaftliche Ambition.[31]
Viele der Arbeiten, die den öffentlichen Sprachgebrauch beobachten und als Quellen zumeist die Tagespresse, aber auch Rundfunk, Fernsehen, Internet und öffentliche politische Reden und Schriften heranziehen, formulieren wiederholt werthaltige Kritik und stellen spracherhaltende Forderungen. Sie spĂŒren zwar Neuerungen im Sprachgebrauch und im Wortschatz auf, die auch Linguisten interessieren, stellen diese PhĂ€nomene allerdings zumeist nicht in den Zusammenhang sprachwissenschaftlicher Erkenntnisse. Solche Publikationen, deren Werthaltigkeit oft schon in den Titeln zum Ausdruck kommt, sind somit nur bedingt zur eigentlichen sprachwissenschaftlichen PopulĂ€rwissenschaft zu zĂ€hlen.[32] Ein Thema dieses Fragenbereichs, nĂ€mlich der derzeitige Einfluss des Englischen auf die deutsche Sprache, ist wohl als eines der augenblicklich meistdiskutierten zu sehen.
Ein betrĂ€chtlicher Teil solcher Arbeiten zur VerĂ€nderung der Sprache und zum aktuellen Sprachgebrauch basiert aber auf linguistischer Methodik oder ist als rein deskriptiv zu werten und wird somit in dieser Hinsicht den AnsprĂŒchen akademischer Linguistik gerecht. Als Ausdruck dessen werden wiederholt Ansichten solcher populĂ€rwissenschaftlicher Autoren in die linguistische Fachdiskussion eingebracht. Dazu gehören beispielsweise die Arbeiten von Dieter E. Zimmer und die dem Thema entsprechenden Veröffentlichungen von Eike Christian Hirsch. Immer wieder werden aber auch welche dieser Art von namhaften Sprachwissenschaftlern als zu normativ orientiert abgelehnt.[33]
Oft werden Beobachtungen spezifisch im politisch-gesellschaftlichen Bereich bewusst als WörterbĂŒcher konzipiert, wobei die fĂŒr die Allgemeinheit bestimmten Veröffentlichungen von einfachen und knapp gehaltenen Abrissen[34] ĂŒber Beschreibungen mit professionellem politischen Background[35] bis hin zu umfangreichen interdisziplinĂ€ren Arbeiten[36] reichen. Eine Klassifizierung solcher oft sehr profunden Arbeiten als populĂ€rlinguistisch kann aus unterschiedlichen GrĂŒnden erfolgen (Aufmachung, anvisiertes Zielpublikum âŠ) und gegebenenfalls reine Ermessenssache sein.
Was den Themenbereich zu aktuellem Sprachstand und Sprachwandel angeht, werden nicht nur neue sprachliche Erscheinungen thematisiert, sondern auch ein Blick auf das aussterbende Vokabular gelenkt und dieses dokumentiert.[37]
Mit Themen aus der allgemeinen Sprachwissenschaft, aber auch hinsichtlich aktuellen Gebrauchs befassen sich weiters regelmĂ€Ăige Kolumnen in Printmedien und deren Onlineausgaben. Als bekannteste sind in Deutschland der Zwiebelfisch von Bastian Sick und in Ăsterreich die in der Wiener Zeitung erscheinende Kolumne Sedlaczek am Mittwoch des Sprachwissenschaftlers Robert Sedlaczek zu nennen. Nicht zuletzt ist auch die sprachkritische Aktion Wort des Jahres, welche â einer Hitparade gleich â die gesellschaftlich-politisch wichtigsten Begriffe eines Jahres kĂŒrt, als eine erfolgreiche populĂ€rwissenschaftliche MaĂnahme der Sprachwissenschaft einzustufen.
Etymologie und Onomastik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zu den Klassikern populĂ€rwissenschaftlicher Linguistik zĂ€hlt der historische Teilbereich Namenkunde. An erster Stelle stehen dabei die schon seit Langem in unzĂ€hligen Veröffentlichungen und mit unterschiedlicher QualitĂ€t vorliegenden Lexika und Verzeichnisse von Vornamen und deren Bedeutungen. Die Möglichkeiten des Internets erlauben nicht nur solche online anzubieten,[38] sondern auch die Einbindung der Bevölkerung in die Forschung durch die Möglichkeit einer Abgabe von Beurteilungen einzelner Namen.[39] AnknĂŒpfend an den Wunsch der Menschen, die Bedeutung des eigenen Namens und die eigene familiĂ€re Herkunft und die Bedeutung der Namen in der eigenen geografischen Umgebung zu kennen, werden vermehrt etymologische Angaben zu Familiennamen (auch im Zusammenhang mit der Ahnenforschung) und Ortsbezeichnungen angeboten.[40]
Daran anschlieĂend werden auch ĂŒber andere sprachliche Elemente wortgeschichtliche ErlĂ€uterungen geboten. Beliebt sind Entstehungs- und Herkunftsbeschreibungen von auffĂ€lligen AusdrĂŒcken oder von Redewendungen und Sprichwörtern samt deren ErklĂ€rung.[41] Als Vorbild kann dabei fallweise sowohl in der Benennung des Titels als auch inhaltlich das diesbezĂŒgliche noch immer aufgelegte Standardwerk aus dem 19. Jahrhundert GeflĂŒgelte Worte von Georg BĂŒchmann dienen.[42] Aber auch einzelne Wörter des Alltagsvokabulars werden auf diese Weise prĂ€sentiert.[43]
Sprachbeschreibungen, Einzelsprachen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gerade im Bereich der allgemeinen Sprachbeschreibungen oder der Sprachtypologie sind schon seit geraumer Zeit die Grenzen zwischen Fachliteratur und PopulĂ€rwissenschaft oft unscharf. Allgemein verstĂ€ndliche FachbĂŒcher[44] stehen so neben fundierter PopulĂ€rwissenschaft.[45] Des Weiteren wird auf das Publikationsmotiv âKlĂ€rung von populĂ€ren IrrtĂŒmernâ gesetzt, das auch in anderen Fachgebieten als der Linguistik anzutreffen ist. International bekannt dafĂŒr ist z. B. der Sprachwissenschaftler Geoffrey Pullum fĂŒr ein Buch ĂŒber weitverbreitete Falschinformationen ĂŒber Sprache im Allgemeinen und bestimmte Sprachen im Einzelnen.[46] Aber auch der Bereich der Volksetymologie ist dazu zu zĂ€hlen.[43]
Psycholinguistik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auch praxisorientierte und populĂ€rwissenschaftliche Veröffentlichungen aus dem sprachpsychologischen und psycholinguistischen Bereich nehmen einen groĂen Raum ein. Dabei ist besonders das Gebiet der kindlichen Sprachentwicklung â gerade auch in Hinblick auf mögliche Entwicklungsstörungen â von breitem Interesse. Das Angebot reicht von deskriptiven Darstellungen des Spracherwerbs[47] bis hin zu praktischen Ratgebern fĂŒr Eltern. Die Publikationen bedienen auch fachliche BedĂŒrfnisse von PĂ€dagogen im Ausbildungssektor (Kindergarten, Grundschule) und sind praxisbezogen.
Fachgesellschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In zahlreichen Staaten gibt es linguistische Fachgesellschaften, die der Förderung sprachwissenschaftlicher Forschung und der Vernetzung und Kontaktpflege zwischen Linguisten dienen. Sie veröffentlichen Publikationen und veranstalten Fachtagungen und Kongresse.
Deutschland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- GegrĂŒndet: 1947; Sitz: Wiesbaden.
- GegrĂŒndet: 1968; Sitz: Bayreuth.
- GegrĂŒndet: 1978; Sitz: DĂŒsseldorf.
Internationale DachverbÀnde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- GegrĂŒndet: 1964; Sitz: Winterthur.
Streng von wissenschaftlichen Fachgesellschaften zu unterscheiden sind Laienorganisationen, die nicht dem wissenschaftlichen Austausch dienen, sondern sich z. B. der Sprachpflege verschrieben haben.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fachliteratur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lexika und EnzyklopÀdien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Druckausgaben:
- Johannes Bergerhausen, Siri Poarangan: DecodeUnicode: Die Schriftzeichen der Welt. Schmidt, Mainz 2011, ISBN 978-3-87439-813-8.[48]
- Hadumod BuĂmann (Hrsg.): Lexikon der Sprachwissenschaft. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0.
- Rudi Conrad (Hrsg.): Kleines Wörterbuch sprachwissenschaftlicher FachausdrĂŒcke. Dausien, Hanau 1984, ISBN 3-7684-6431-8.
- David Crystal: Die Cambridge EnzyklopÀdie der Sprache., Campus, Frankfurt am Main / New York, NY 1993, ISBN 3-593-34824-1.
- Helmut GlĂŒck, Michael Rödel (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. 6., aktualisierte und ĂŒberarbeitete Auflage. J.B. Metzler, Berlin 2024, ISBN 978-3-476-05984-0.
- Dietrich Homberger: Sachwörterbuch zur Sprachwissenschaft. Philipp Reclam jun., Stuttgart 2003, ISBN 3-15-018241-7.
- Theodor Lewandowski: Linguistisches Wörterbuch. IâIII. 3. Auflage. (= Uni-TaschenbĂŒcher.) Heidelberg 1979/1980, S. 200â201 und 300.
- Onlineausgaben:
- Norbert Fries: Online Lexikon Linguistik. hrsg. v. Christiane Fries und Norbert Fries. Onlineausgabe der BeitrÀge von Norbert Fries im Metzler Lexikon Sprache.
- Johan Kerstens u. a. (Hrsg.): Lexicon of Linguistics. Online-Lexikon auf der Website der UniversitÀt Utrecht.
- Justo Fernåndez López: Energeia ( vom 3. Mai 2007 im Internet Archive), in: Lexikon der Linguistik und der Nachbardisziplinen ( vom 12. Oktober 2007 im Internet Archive). Online-Lexikon auf der Website der UniversitÀt Innsbruck.
- Glottopedia Linguistik-Wiki.
Allgemeine EinfĂŒhrungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lehr- und StudienbĂŒcher sind u. a.:
- Noah Bubenhofer, Julia Krasselt, Michael Prinz, Hiloko Kato: Studienbuch Linguistik. Band 1: Gegenwartssprache. De Gruyter, Berlin 2025, ISBN 978-3-11-151446-8.
- Victoria Fromkin, Robert Rodman, Nina Hyams: An Introduction to Language. 8. Auflage. Thomson Wadsworth, Boston 2008, ISBN 978-1-4130-1773-1.
- Manfred Geier: Orientierung Linguistik. Was sie kann, was sie will. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1998, ISBN 3-499-55602-2.
- Ludger Hoffmann: Sprachwissenschaft: Ein Reader. 3., verbesserte Auflage. De Gruyter, Berlin 2010, ISBN 978-3-11-022630-0 (ausgewÀhlte Originaltexte).
- Angelika Linke, Markus Nussbaumer, Paul R. Portmann: Studienbuch Linguistik. Niemeyer, TĂŒbingen 1991; 5. Auflage ebenda 2004, ISBN 3-484-31121-5.
- John Lyons: Die Sprache. 4., durchgesehene Auflage. Beck, MĂŒnchen 1992, ISBN 3-406-36676-7.
- Horst M. MĂŒller (Hrsg.): Arbeitsbuch Linguistik. Eine EinfĂŒhrung in die Sprachwissenschaft. 2. ĂŒberarb. u. aktualis. Auflage. Schöningh, Paderborn 2009, ISBN 978-3-506-97007-7.
- William OâGrady u. a.: Contemporary Linguistics. An Introduction. 3. Auflage (Nachdruck). Addison-Wesley Longman, London 2007, ISBN 978-0-582-24691-1.
- Heidrun Pelz: Linguistik: eine EinfĂŒhrung. Hoffmann und Campe, Hamburg 1996, ISBN 3-455-10331-6.
- Johannes Volmert (Hrsg.): Grundkurs Sprachwissenschaft. 4. Auflage. Fink, MĂŒnchen 2000, ISBN 3-7705-3064-0.
- George Yule: The study of language. Cambridge University Press, 1996, ISBN 0-521-56851-X.
Daneben existieren zahlreiche weitere EinfĂŒhrungswerke
- in die sprachwissenschaftlichen Ausrichtungen der einzelnen Philologien Anglistik, Romanistik, Slawistik etc.
FĂŒr die Germanistik liegen u. a. vor:- Albert Busch, Oliver Stenschke: Germanistische Linguistik. Eine EinfĂŒhrung. 2., durchges. u. korr. Auflage. Narr, TĂŒbingen 2008, ISBN 978-3-8233-6414-6.
- Gabriele Graefen, Martina Liedke: Germanistische Sprachwissenschaft. Deutsch als Erst-, Zweit- oder Fremdsprache. 2., ĂŒberarb. u. erweiterte Auflage. mit CD-ROM, (UTB 8381), A. Francke, TĂŒbingen 2012, ISBN 978-3-8252-8491-6, Online-Ressource mit Inhaltsverzeichnis.
- Wilfried KĂŒrschner: Taschenbuch Linguistik. Ein Studienbegleiter fĂŒr Germanisten. 3., durchges. Auflage. Schmidt, Berlin 2007, ISBN 978-3-503-09814-9.
- Jörg Meibauer: EinfĂŒhrung in die germanistische Linguistik. 2. Auflage. Metzler, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-476-02141-0.
- Jakob Ossner, Heike Zinsmeister (Hrsg.): Sprachwissenschaft fĂŒr das Lehramt. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2014, ISBN 978-3-8252-4083-7.
- Heinz Vater: EinfĂŒhrung in die Sprachwissenschaft. Wilhelm Fink Verlag, MĂŒnchen 2002, ISBN 3-8252-1799-X.
- FĂŒr die Romanistik liegen u. a. vor:
- Theresa Antes: Analyse linguistique de la langue française. Yale University Press, 2006, ISBN 0-300-10944-X.
- Wolf Dietrich, Horst Geckeler: EinfĂŒhrung in die spanische Sprachwissenschaft: Ein Lehr- und Arbeitsbuch. 5., durchges. Auflage. Erich Schmidt, Berlin 2007, ISBN 978-3-503-07995-7.
- Petrea Lindenbauer, Michael Metzeltin, Margit Thir: Die romanischen Sprachen. Eine einfĂŒhrende Ăbersicht. Egert, Wilhelmsfeld 1995, ISBN 3-926972-47-5.
- Andreas Wesch: Grundkurs Sprachwissenschaft Spanisch. 5. Auflage. Klett, Stuttgart 2006, ISBN 3-12-939622-5.
- in die einzelnen Teilgebiete der Sprachwissenschaft sowie
- in die Methodenlehre.
Anderes
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Karl-Heinz Best: LinK. Linguistik in KĂŒrze mit einem Ausblick auf die Quantitative Linguistik. 5., durchgesehene Auflage. RAM-Verlag, LĂŒdenscheid 2008 (Kurz gefasster Ăberblick, Repetitorium).
- Clemens-Peter Herbermann u. a.: Sprache und Sprachen 2. Thesaurus zur Allgemeinen Sprachwissenschaft und Sprachenthesaurus. Harrassowitz, Wiesbaden 2002, ISBN 3-447-04567-1 (Fachsystematik der Allgemeinen Linguistik und Systematik der Einzelsprachen, inkl. Autorenverzeichnis).
- Wilfried KĂŒrschner (Hrsg.): Linguisten-Handbuch. 2 BĂ€nde. Narr Verlag, TĂŒbingen 1994 (Verzeichnis von Sprachwissenschaftlern).
- Jutta Limbach (Hrsg.): Ausgewanderte Wörter. Hueber Verlag, Ismaning 2006, ISBN 3-19-107891-6.
- Morris Halle, Joan Bresnan, George A. Miller (Hrsg.): Linguistic Theory and Psychological Reality. The MIT Press, Cambridge, Mass., 1978.
- Jan W. F. Mulder, Paul Rastall: Ontological Questions in Linguistics (= Lincom Studies in Theoretical Linguistics. Nr. 35). Lincom Europa, 2005, ISBN 3-89586-461-7.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und ĂŒber Sprachwissenschaft im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- bibliographies.brillonline.com (engl.: Linguistic Bibliography)
- christianlehmann.eu: Grundbegriffe der Linguistik
- deutschlandfunk.de: Aus Kultur- und Sozialwissenschaften. 4. Januar 2018, Wiebke Bergemann: 3.000 Sprachen weltweit vom Aussterben bedroht
- linguistlist.org: Wohl wichtigste internationale Kommunikationsplattform fĂŒr Sprachwissenschaftler aller Disziplinen
- Francis Jeffry Pelletier; Geoffrey K. Pullum: Philosophy of Linguistics. In: Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy.
- SIL International: sil.org (u. a. mit einem Online-Wörterbuch zur Sprachwissenschaft und Informationen ĂŒber die Sprachen der Welt)
- swiss-linguistics.com: Informationsportal momentaner sprachwissenschaftlicher Forschung in der Schweiz
- Henry M. Hoenigswald: Linguistics im Dictionary of the History of Ideas
- Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher 1933â1945. (BegrĂŒndet von Utz Maas). ZfL Berlin.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1905), Bd. X,I (1905), Sp. 2764, Z. 51.
- â DWDS s. v. âSprachkundeâ. Siehe insbesondere die Wortverlaufskurve (rechts).
- â Linguistische Fachbegriffe und WörterbĂŒcher. Online.
- â Winfried Nöth: Handbook of Semiotics. Indiana University Press, Bloomington / Indianapolis 1990, ISBN 0-253-20959-5 (englisch, wordpress.com [PDF]).
- â Louis Hjelmslev: Prolegomena to a Theory of Language. University of Wisconsin Press, 1969, ISBN 0-299-02470-9 (Originalausgabe 1943).
- â Ferdinand de Saussure: Course in general linguistics. Philosophy Library, New York 1959, ISBN 0-231-15727-4 (Online â archivierte Kopie [ vom 8. August 2019 im Internet Archive] [PDF; 13,6 MB] Originalausgabe 1916).
- â Patrik Austin: Theory of language: a taxonomy. In: SN Social Sciences. Band 1, Nr. 3, 2021, doi:10.1007/s43545-021-00085-x (englisch, springer.com).
- â Roland SchĂ€fer: EinfĂŒhrung in die grammatische Beschreibung des Deutschen. 2. Auflage. Language Science Press, Berlin 2016, ISBN 978-1-5375-0495-7, doi:10.17169/langsci.b101.186 (Online).
- â M. A. K. Halliday, Christian M. I. M. Matthiessen: An Introduction to Functional Grammar. 3. Auflage. Hodder, London 2004, ISBN 0-340-76167-9 (uel.br [PDF]).
- â FrantiĆĄek DaneĆĄ: Functionalism in Linguistics. Hrsg.: Dirven & Fried. John Benjamins, 1987, ISBN 90-272-1524-3, On Prague school functionalism in linguistics, S. 3â38 (englisch).
- â Martin Everaert, Marinus A. C. Huybregts, Noam Chomsky, Robert C. Berwick, Johan J. Bolhuis: Structures, not strings: linguistics as part of the cognitive sciences. In: Trends in Cognitive Sciences. Band 19, Nr. 12, 2015, S. 729â743, doi:10.1016/j.tics.2015.09.008, PMID 26564247 (englisch, researchgate.net).
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- â Iraide Ibarretxe-Antuñano: MIND-AS-BODY as a Cross-linguistic Conceptual Metaphor. In: MiscelĂĄnea. Band 25, Nr. 1, 2002, S. 93â119 (englisch, researchgate.net).
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- â Kaius SinnemĂ€ki, Francesca Di Garbo: Language Structures May Adapt to the Sociolinguistic Environment, but It Matters What and How You Count: A Typological Study of Verbal and Nominal Complexity. In: Frontiers in Psychology. Band 9, 2018, S. 187â205, doi:10.3389/fpsyg.2018.01141, PMID 30154738, PMC 6102949 (freier Volltext) â (englisch).
- â Ăsten Dahl: Grammaticalization and the life cycles of constructions. In: RASK â Internationalt Tidsskrift for Sprog og Kommunikation. Band 14, 2001, S. 91â134 (englisch).
- â Simon Kirby: The Language Phenomenon. In: Smith (Hrsg.): The Frontiers Collection. Springer, 2013, ISBN 978-3-642-36085-5, Transitions: the evolution of linguistic replicators, S. 121â138, doi:10.1007/978-3-642-36086-2_6 (englisch, labex-whoami.fr [PDF]).
- â Eva Zehentner: Competition in Language Change: the Rise of the English Dative Alternation. De Gruyter Mouton, 2019, ISBN 978-3-11-063385-6 (englisch).
- â Brian MacWhinney: Handbook of Language Emergence. Hrsg.: OâGrady. Wiley, 2015, ISBN 978-1-118-34613-6, Introduction â language emergence, S. 1â31 (englisch).
- â Daniel Nettle: Functionalism and Formalism in linguistics, 1. Hrsg.: Darnell (= Studies in Language Companion Series. Nr. 41). John Benjamins, 1999, ISBN 1-55619-927-9, Functionalism and its difficulties in biology and linguistics, S. 445â468, doi:10.1075/slcs.41.21net (englisch).
- â William Croft: International Encyclopedia of the Social and Behavioral Sciences. Hrsg.: Wright. 2. Auflage. Band 9. Elsevier, 2015, ISBN 978-0-08-097087-5, Functional Approaches to Grammar, S. 6323â6330, doi:10.1016/B978-0-08-097086-8.53009-8 (englisch).
- â Karl Kraus: Die Sprache. erstmals 1937 posthum, in der Folge mehrfach, zuletzt 2003 (Frankfurt am Main, Suhrkamp) erschienen.
- â So z. B.
- Ăbelsetzungen â Sprachpannen aus aller Welt. Langenscheidt, Berlin/MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-468-29851-6.
- Bastian Sick: Happy Aua â Ein Bilderbuch aus dem Irrgarten der deutschen Sprache. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03903-0 (und Folgetitel).
- â Ăltere Arbeiten dieser Art sind beispielsweise:
- Gustav Wustmann: Allerhand Sprachdummheiten. Kleine deutsche Grammatik des Zweifelhaften, des Falschen und des HĂ€Ălichen. 9., verbesserte Auflage. De Gruyter, Berlin/Leipzig 1923.
- Walter Kirkam: Das liebe Deutsch. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Darmstadt 1961.
- Hans Weigel: Die Leiden der jungen Wörter. Ein Antiwörterbuch. 5. Auflage. dtv, MĂŒnchen 1979.
- â Bekanntestes Beispiel hierfĂŒr sind die erfolgreichen Veröffentlichungen von Bastian Sick, die unter dem Reihentitel Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod erschienen sind.
- â Gesellschaft fĂŒr deutsche Sprache: Wörter, die Geschichte machten. SchlĂŒsselbegriffe des 20. Jahrhunderts. Bertelsmann, GĂŒtersloh/MĂŒnchen 2001, ISBN 3-577-10459-7.
- â Erhard Eppler: Der Politik aufs Maul geschaut. Kleines Wörterbuch zum öffentlichen Sprachgebrauch. Dietz, Bonn 2009, ISBN 978-3-8012-0397-9.
- â Oswald Panagl & Peter Gerlich (Hrsg.): Wörterbuch der politischen Sprache in Ăsterreich. Ăsterreichischer Bundesverlag, Wien 2007, ISBN 978-3-209-05952-9.
- â Bekannte Veröffentlichungen dieser Art sind etwa:
- Bodo Mrozek: Lexikon der bedrohten Wörter. Rowohlt, Reinbek 2005, ISBN 3-499-62077-4 (und Folgetitel).
- Nabil Osman: Kleines Lexikon untergegangener Wörter. 16. Auflage. Beck, MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-406-56004-0.
- â Beispielsweise auf Kirchenweb.at.
- â Onomastik.com.
- â Ein umfangreiches Werk ist von Duden: Familiennamen. Herkunft und Bedeutung von 20.000 Familiennamen. 2., völlig neu bearbeitete Auflage. Dudenverlag, Mannheim 2005, ISBN 3-411-70852-2. Ein leicht verstĂ€ndlicher Ăberblick ĂŒber die geografischen Bezeichnungen Ăsterreichs sowie ĂŒber die Familiennamentypologie findet sich in Heinz-Dieter Pohl, Birgit Schwander: Das Buch der österreichischen Namen. Ursprung, Eigenart, Bedeutung. Pichler Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-85431-442-4.
- â Als Beispiele seien genannt:
- Christoph Gutknecht: Lauter böhmische Dörfer oder wie die Wörter zu ihrer Bedeutung kamen. 8. Auflage. Beck, MĂŒnchen 2004, ISBN 3-406-51121-X.
- Klaus MĂŒller (Hrsg.): Lexikon der Redensarten. Bassermann, MĂŒnchen 2005, ISBN 3-8094-1865-X.
- â So etwa Christoph Gutknecht: Lauter spitze Zungen. GeflĂŒgelte Worte und ihre Geschichte. 2., verbesserte Auflage. Beck, MĂŒnchen 1997, ISBN 3-406-39286-5.
- â a b Heike Olschanksy: Kleines Lexikon der Volksetymologien. Reclam, Stuttgart 1999, ISBN 3-15-018023-6.
- â Beispielsweise
- Frederick Bodmer: Die Sprachen der Welt. Geschichte, Grammatik, Wortschatz in vergleichender Darstellung. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1955 (Lizenzausgabe 1989, ISBN 3-88199-542-0).
- Robert SchlÀpfer (Hrsg.): Die viersprachige Schweiz. Benziger, Köln 1982, ISBN 3-545-36312-0 (und spÀtere Ausgabe).
- â So etwa
- Charles Berlitz: Die wunderbare Welt der Sprachen. Fakten, Kuriosa, Geheimnisse. Zsolnay, Wien 1982, ISBN 3-552-03418-8.
- Hans Joachim Störig: Abenteuer Sprache. Ein Streifzug durch die Sprachen der Erde. Langenscheidt, Berlin/MĂŒnchen 1987.
- â Geoffrey K. Pullum: The Great Eskimo Vocabulary Hoax and other irreverent Essays on the Study of Language. Chicago University Press, Chicago 1991.
- â Norbert KĂŒhne: Wie Kinder Sprache lernen. Grundlagen â Strategien â Bildungschancen. Primus, Darmstadt 2003, ISBN 3-89678-467-6.
- â Rezension by Typografie.info, online-Ausgabe.
