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Operation Torch 👆 Click Here!
aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Operation Torch
Teil von: Zweiter Weltkrieg

Operationsplan
Datum D-Day: 8. November 1942
Ort Marokko, Algerien, Tunesien
Ausgang Alliierter Sieg
Konfliktparteien

Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Vereinigte Staaten 48 Vereinigte Staaten
Freies Frankreich Freies Frankreich

Frankreich Vichy Vichy-Frankreich
Deutsches Reich NS Deutsches Reich
Italien 1861 Königreich Italien

Befehlshaber

Gesamtoperation:
Vereinigte Staaten 48 Dwight D. Eisenhower, USA;
Marineoperationen:
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andrew Cunningham, RN

Frankreich Vichy François Darlan

TruppenstÀrke

106.000 Soldaten,[1]
Western Task Force (gegen Casablanca): 2 Schlachtschiffe, 5 FlugzeugtrĂ€ger, 7 Kreuzer, 38 Zerstörer;[1]
Centre Task Force (gegen Oran): 1 Schlachtschiff, 2 FlugzeugtrĂ€ger, 3 Kreuzer, 13 Zerstörer;[1]
Eastern Task Force (gegen Algier): 1 Schlachtschiff, 2 FlugzeugtrĂ€ger, 3 Kreuzer, 5 Zerstörer[1]

60.000 Soldaten

Verluste

1100 Tote,
756 Verwundete

Marine: 462 Tote,
Heer: 326 Tote,
Luftwaffe: 15 Tote,
insgesamt 1000 Verwundete[1]

Bedeutende MilitĂ€roperationen wĂ€hrend des Afrikafeldzuges (1940–1943)

1940: Italienische Invasion Ägyptens â€“ Operation Compass

1941: Unternehmen Sonnenblume â€“ Belagerung von Tobruk â€“ Operation Battleaxe â€“ Operation Crusader

1942: Unternehmen Theseus â€“ Erste Schlacht von El Alamein â€“ Schlacht von Alam Halfa â€“ Zweite Schlacht von El Alamein â€“ Operation Torch

1943: Tunesienfeldzug

MilitÀroperationen im Rahmen der Operation Torch

Franz. Marokko: Operation Blackstone â€“ Operation Brushwood â€“ Operation Goalpost

Algerien: Operation Reservist â€“ Operation Terminal

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Operation Torch (ursprĂŒnglich Operation Gymnast) war der Deckname fĂŒr die alliierte Landung in Französisch-Nordafrika wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges. Die Operation begann am 8. November 1942 und war die erste große amphibische Invasion der Alliierten im Krieg. Ziel von Operation Torch war es, eine zweite Front gegen die AchsenmĂ€chte zu eröffnen und den Druck auf das Deutsche Reich und seine VerbĂŒndeten zu erhöhen. Die Operation wurde von den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich gemeinsam geplant und durchgefĂŒhrt.

Hintergrund

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Stalin hatte den US-PrĂ€sidenten Franklin D. Roosevelt und den britischen Premier Winston Churchill im Rahmen der Anti-Hitler-Koalition mehrfach bedrĂ€ngt, in Europa eine zweite Front gegen Hitler-Deutschland im Westen zu eröffnen, um die Sowjetunion in ihrem Kampf zu entlasten. WĂ€hrend der US-Generalstab, angefĂŒhrt von General Marshall, ultimativ einen direkten Angriff mit einem schnellen Vorstoß in Nordfrankreich forderte, von wo er direkt ostwĂ€rts nach Deutschland vorrĂŒcken wollte, bevorzugten die Briten, insbesondere Winston Churchill, einen Ansatz ĂŒber die europĂ€ische Peripherie, bei dem sie die westalliierte Überlegenheit zur See stĂ€rker zu Geltung bringen konnten.

Churchill hatte die bitteren Erfahrungen des Ersten Weltkrieges (Schlacht von Gallipoli) sowie von DĂŒnkirchen und Dieppe nicht vergessen. Roosevelt befĂŒrchtete, dass eine militĂ€rische Operation in Afrika eine Invasion Europas 1943 verzögern könnte, unterstĂŒtzte Churchill aber dennoch. Marokko, Algerien und Tunesien gehörten zu Französisch-Nordafrika, das nominell dem Vichy-Regime unterstand, in dem aber das Deutsche Reich einen großen Einfluss besaß. Die Vichy-Franzosen hatten ca. 60.000 Soldaten sowie KĂŒstenartillerie, eine Handvoll Panzer und Flugzeuge in Marokko, etwa zehn Kriegsschiffe und elf U-Boote in Casablanca stationiert. Da Marschall Henri Philippe PĂ©tain Hitlers Forderung nach einem französischen Kriegseintritt auf deutscher Seite nicht nachgekommen war, glaubten die Alliierten, dass die französischen Kolonialtruppen nicht kĂ€mpfen wĂŒrden.

Allerdings bestanden BefĂŒrchtungen hinsichtlich der französischen Marine, die wegen der britischen Operation Catapult (3. Juli 1940) RachegefĂŒhle hegen konnte. Die Amerikaner und die Briten kooptierten einen französischen General, Henri Giraud, als potentiellen Oberkommandierenden der französischen Truppen nach einer erfolgreichen Invasion. Sie beabsichtigten, schnell ostwĂ€rts nach Tunesien vorzustoßen und dort den Truppen des deutschen Afrikakorps von Feldmarschall Erwin Rommel in den RĂŒcken zu fallen. Der US-General Eisenhower erhielt das Kommando ĂŒber die Operation und schlug sein Hauptquartier in Gibraltar auf.

Planung

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Aufmarschplan des aus britischen HĂ€fen stammenden Flottenanteils

Die Alliierten planten, drei SchlĂŒsselhĂ€fen gleichzeitig einzunehmen: Casablanca (Marokko), Oran und Algier (beide Algerien):

  • Die westliche Streitmacht (Western (Naval) Task Force) mit Ziel Casablanca fasste alle US-Einheiten zusammen mit dem Kommandierenden Generalmajor George S. Patton und Konteradmiral H. Kent Hewitt, der die amphibische Operation leitete. Sie bestand aus der 2nd Armored Division und der 3rd Infantry Division und 9th Infantry Division, zusammen 35.000 Soldaten. Sie wurden von den Vereinigten Staaten direkt dorthin transportiert.
  • Die zentrale Streitmacht mit Ziel Oran umfasste die 1st Infantry Division und Teile der 1st Armored Division mit zusammen 18.500 Mann. Sie wurde von Großbritannien auf Schiffen herangefĂŒhrt und von Generalmajor Lloyd Fredendall kommandiert, wĂ€hrend die MarineverbĂ€nde durch Kommodore Thomas H. Troubridge kommandiert wurden.
  • Die östliche Streitmacht mit Ziel Algier wurde von Generalleutnant Kenneth Anderson befehligt und bestand aus der britischen 78th Infantry Division, zwei britischen Commando Brigaden, sowie der amerikanischen 34th Infantry Division, insgesamt 20.000 Mann. Die MarineverbĂ€nde unterstanden dem Befehl von Vizeadmiral Sir Harold Burrough.

„Putsch du 8 Novembre“, exilpolnischer Geheimdienst

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Um Vichytruppen und -standorte vor der Landung zu neutralisieren, hatten 400 französisch-algerische WiderstandskĂ€mpfer im „Putsch du 8 Novembre“ SchlĂŒsselstellungen in Algier und Oran besetzt und damit entscheidend zum raschen Gelingen der Invasion beigetragen. Zwei Drittel von ihnen waren Juden, darunter die Organisatoren und AnfĂŒhrer JosĂ© Boulker, Roger Carcassonne, Paul Ruff und Jean Dreyfus, allesamt aus dem „milieu juif cultivĂ© d'Algier“.[2][3]

Das DĂ©cret CrĂ©mieux von 1870, das den nordafrikanischen Juden, zumeist Nachkommen von 1492 nach dem Alhambra-Edikt[4] aus Spanien ausgewiesenen Juden,[5] die französische StaatsbĂŒrgerschaft und rechtliche Gleichstellung gebracht hatte, war von der Vichyregierung am 7. Oktober 1940 fĂŒr ungĂŒltig erklĂ€rt worden.[6] So mutierten 120.000 jĂŒdische Franzosen in Algerien und 220.000 in Marokko ĂŒber Nacht zu „Juifs indigĂšne“. Daraufhin hatte sich in Algier die nahezu vollstĂ€ndig jĂŒdische Widerstandsgruppe Geo Gras gebildet, benannt nach einem algerisch-jĂŒdischen Boxidol. Einen weiteren wesentlichen Anteil am raschen Gelingen der Landungen hatte der exilpolnische Geheimdienst.

Von Juli 1941 bis Dezember 1942 versorgte der von Oberst MieczysƂaw Zygfryd SƂowikowski („Rygor“) in Marokko, Algerien und Tunesien aufgebaute und geleitete Geheimdienstapparat „Agency Africa“[7] die Westalliierten mit wertvollen Informationen ĂŒber Schiffsbewegungen, Hafenbelegungen, VorgĂ€nge auf FlugplĂ€tzen und Truppenbewegungen. „Rygor“ ĂŒbermittelte in vier Monaten 1.244 Radionachrichten nach London.[8] "WĂ€hrend dieser Periode (vor und bis zu Torch) "war die Agency Africa das einzige alliierte Geheimdienstnetzwerk in Vichy-Nordafrika, eine Tatsache, welche "Rygor" nicht beliebter bei den Franzosen (de Gaulles) machte.

Die Briten (nĂ€mlich) waren wegen ihres Angriffs auf die (vichy-)französische Flotte bei Mers el Kebir, wegen der Dakar Expedition und der Syrischen Kampagne (im vichy-französischen Nordafrika) persona non grata. Die Polen als vormalige Alliierte der Franzosen befanden sich hier in einer ambivalenten Situation.[9] So fĂŒgte sich, dass vom Nationalsozialistischen Deutschen Reich verfolgte Juden und als Untermenschen angesehene Polen den Weg zum ersten großen Erfolg der Alliierten geebnet hatten.

Aufbau der Task Force 34

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Der wichtigste Flottenverband der US-Marine bei Operation Torch war die Task Force 34 (auch: Western Naval Task Force) unter Konteradmiral Henry Kent Hewitt,[10.1] die aus fĂŒnf FlugzeugtrĂ€gern, drei Schlachtschiffen, sieben Kreuzern und einer großen Gruppe kleinerer Eskortschiffe bestand. FĂŒr viele der amerikanischen Besatzungen, von denen eine große Anzahl aus nach Dezember 1941 mobilisierten Reservisten bestand, waren die Landungsoperationen bei Nordafrika die erste echte MilitĂ€roperation. Die Piloten der amerikanischen Marinefliegertruppe waren hingegen zumeist gut ausgebildete Berufssoldaten, die neben den etwas veralteten TrĂ€gerjagdflugzeugen vom Typ Grumman F4F Wildcat auch die moderneren Bomber Douglas SBD und Grumman TBF ins Gefecht fĂŒhrten.[10.2]

Die Task Force 34 bestand aus mehreren untergeordneten Task Groups. Die Task Group 34.8 (auch: Northern Attack Group) unter Konteradmiral Monroe Kelly war um das Schlachtschiff USS Texas und den leichten Kreuzer USS Savannah herum aufgebaut und verfĂŒgte ĂŒber zwei GeleitflugzeugtrĂ€ger (USS Sangamon, USS Chenango). Die Task Group 34.1 (auch: Covering Group) unter Konteradmiral Robert C. Giffen verfĂŒgte als Flaggschiff ĂŒber das Schlachtschiff USS Massachusetts sowie ĂŒber die zwei schweren Kreuzer USS Tuscaloosa und USS Wichita. Die Task Group 34.2 (auch: Air Group) unter Konteradmiral Ernest McWhorter sollte mit dem FlugzeugtrĂ€ger USS Ranger und dem GeleitflugzeugtrĂ€ger USS Suwanee fĂŒr LuftunterstĂŒtzung sorgen. Die Task Group 34.9 (auch: Center Attack Group) unter KapitĂ€n Robert Emmet verfĂŒgte ĂŒber den schweren Kreuzer USS Augusta und den leichten Kreuzer USS Brooklyn. Die Task Group 34.10 (auch: Southern Attack Group) unter Konteradmiral Lyal A. Davidson war um das Schlachtschiff USS New York und den leichten Kreuzer USS Philadelphia aufgebaut und wurde vom GeleitflugzeugtrĂ€ger USS Santee unterstĂŒtzt.[10.3]

Anmarschwege

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Western Attack Group, Landungen in Französisch-Marokko

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Die Landung in Marokko war eine rein amerikanische Angelegenheit. Die Truppen der Western Task Force (Maj. Gen. George S. Patton, USA) wurden direkt von MilitĂ€rbasen an der OstkĂŒste der USA aus verschifft (Western Naval Task Force, Rear-Admiral H. Kent Hewitt, USN). Sie landeten am 8. November 1942 an drei Punkten: Safi (Operation Blackstone), Fedala (Operation Brushwood) und Mehdia-Port Lyautey (Operation Goalpost). Vor dem Hauptziel Casablanca entwickelte sich eine Seeschlacht.

Operation Blackstone – Landung bei Safi

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Die Angriffspositionen vor Safi am 8. November 1942

Unter dem Kommando von Konteradmiral Lyal A. Davidson[11] war die Sub-Task-Force 34.10 mit der Landung in und bei Safi beauftragt. Die Operation mit dem Codenamen Blackstone sollte die SĂŒdflanke von Torch sichern und die Landung mittlerer Panzer zur VerstĂ€rkung der 3. Infanteriedivision in Casablanca ermöglichen.[12]

Safi. Blick nach SĂŒden auf die LandestrĂ€nde „Red“, „Blue“ und „Green“, rechts die Hafenmole

Der Hafen von Safi war von zwei KĂŒstenbatterien gesichert. Die nördliche Batterie La Railleuse der Marine bestand aus vier 130-mm-Kanonen. Der Name und die Kanonen stammen von einem 1940 im Hafen von Casablanca durch Torpedounfall zerstörten Torpedoboot.[13] Von ihnen waren nur zwei armiert eingebaut.[14] Zur Batterie gehörten zwei 75-mm-Kanonen, welche die Hafeneinfahrt deckten. Eine dreieinhalb Kilometer sĂŒdlich von Stadt und Hafen aufgestellte Armeebatterie mit drei 155-mm-Feldkanonen des Modells 1917 (Typ „Grande Puissance Filloux“) ermöglichte ein Kreuzfeuer.

Das Weltkrieg-I-Schlachtschiff New York (BB-34), der Leichte Kreuzer Philadelphia (CL-41)[15] (Brooklyn-Klasse) sowie die erst kĂŒrzlich in Dienst gestellten Zerstörer Beatty (DD-640),[16] Mervine (DD-489)[17] und Knight (DD-633)[18] unterstĂŒtzten mit ihrem GeschĂŒtzfeuer die Landung.[19] Die Transportschiffe Calvert (AP-65),[20] Dorothea L. Dix (AP-67),[21] Harris (AP-8),[22] Lakehurst (APM-9) (Artillerietransporter),[23] Lyon (AP-71)[24] und Titania (AK-55) (Panzertransporter)[25] ankerten etwa vier Seemeilen vor der KĂŒste. Die wenige Monate alten Zerstörer USS Cowie (DD-632),[26] USS Doran (DD-634)[27] und USS Quick (DD 490)[28] waren zur U-Bootabwehr beordert. Die Weltkrieg-I-Zerstörer Howard (DMS-7)[29] und Hamilton (DD-141)[30] unterstĂŒtzten die Hilfsminenleger Monadnock (ACM 10) und Cherokee (AT- 66) bei der Minensuche.

Den Ă€lteren Zerstörern USS Cole (DD-155)[31] und Bernadou (DD-153)[32] unter dem Kommandanten Lieutenant Commander Robert Edgar Braddy, Jr (1903–1965)[33][34] war eine Sonderaufgabe zugewiesen, deren Lösung Schiffen und Besatzungen die Ehre einer Presidential Unit Citation zuteilwerden ließ: Bernardou ging am 25. Oktober von Boston in See. Zuvor waren ihre Masten abgebaut worden, um den Umriss niedriger zu machen. Am 7. November kam der Zerstörer lĂ€ngsseits des Transporters Lyon (AP-71) und nahm die Kompanie „K“ des 47th Infantry Regiment mit 197 Mann auf. Um 18:00 Uhr nĂ€herte Bernardou sich dem Flottentreffpunkt vor der KĂŒste. Der Konvoi bildete daraufhin eine einzige Kolonne mit Bernadou an der Spitze.

Um Mitternacht befand sich das Schiff acht Meilen westlich von Safi, als die Besatzung um 3:30 Uhr auf Gefechtsstation ging. Um 3:45 Uhr verließ Bernardou den Ausschiffungsbereich, eine Viertelstunde spĂ€ter gefolgt von Cole.[35] Bernardou nĂ€herte sich dem Hafen von Safi mit fĂŒnf Knoten und sichtete um 4:01 Uhr die Mole von Safi direkt voraus. Um 4:24 Uhr rief eine französische Signalstation Bernadou an, die das Rufzeichen wiederholte. Vier Minuten spĂ€ter feuerten alle KĂŒstenbatterien auf Bernadou. Unbeeindruckt davon schickte sie lediglich die Truppen unter Deck und eröffnete mit ihrer 3-Zoll-Batterie und ihren Maschinengewehren den Beschuss, wobei sie die beiden 75-mm-GeschĂŒtze und die Maschinengewehre auf beiden LandungsbrĂŒcken ausschaltete. Um 4:28 Uhr befahl der Kommandant Höchstgeschwindigkeit mit Richtung Strand.

Um 4:30 Uhr lief sie auf einem Felsvorsprung auf. FĂŒnf Minuten spĂ€ter erlosch die Gegenwehr auf dem Strand und das Schiff stellte das Feuer ein. Die Kompanie „K“ kletterte ĂŒber den Bug vom Schiff und erreichte mit Schlauchbooten den Landeabschnitt „Green“. Um 5:38 Uhr gelangte die erste Welle von Landungsbooten an den Strand und ein Maschinengewehrnest auf einem HĂŒgel eröffnete das Feuer auf sie. Um 5:41 Uhr besetzten Bernadou-Bordkommandos die Schiffe im Hafen. Um 6:40 Uhr verstĂ€rkte sich das Maschinengewehrfeuer und der ScharfschĂŒtzenbeschuss von den HĂŒgeln und GebĂ€uden von Safi. Um 6:42 Uhr eröffneten die etwa 3000 Meter landeinwĂ€rts gelegenen KĂŒstenbatterien das Feuer auf die sich dem Strand nĂ€hernden Boote. Um 13:32 Uhr löste sich der Zerstörer vom Strand und lief langsam in den Hafen ein, um an der Seite von USS Cole festzumachen.[32] Cole war Bernardou langsam gefolgt und beteiligte sich am Feuer auf die KĂŒstenbatterien. Sie begleitete die Landungsboote, machte um 5:45 Uhr im Hafen fest, entließ Kompanie „L“ und leichte Panzerfahrzeuge.[36]

WĂ€hrenddessen feuerten das Schlachtschiff New York, der Kreuzer Philadelphia sowie die Zerstörer Beatty und Knight auf die an Land erkannten Batterien. Der erst einen Monat zuvor fertiggestellte BegleitflugzeugtrĂ€ger CVE-29 USS Santee, der 60 Seemeilen vor der KĂŒste stationiert war[37], startete 14 Jagdflugzeuge, 6 Torpedoflugzeuge und 4 SBD-Sturzkampfbomber, die ĂŒber der Stadt und den StrĂ€nden EinsĂ€tze flogen. Transporter Lakehurst, beladen mit M4 Sherman Panzern des 3. Bataillon, 67th Armored Regiment, lief am frĂŒhen Nachmittag in den Hafen ein und begann mit der Entladung. Die ĂŒbrigen Truppen des 47. Infanterieregiments stiegen von den Transportern in die Landungsboote und nahmen die StrĂ€nde ein. Der französische Garnisonskommandant ergab sich um 15:10 Uhr.[38]

Operation Goalpost: Landung bei Mehdia und Port Lyautey

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Der nördlichste infanteristische AuslĂ€ufer der Western Task Force unter General Patton ging unter dem Befehl von Lucian K. Truscott mit Ziel Mehdia und Port Lyautey (heute: KĂ©nitra) an Land,[10.4] um dort »Operation Goalpost« durchzufĂŒhren. Das wichtigste Ziel war der Allwetterflugplatz bei Port Lyautey in der NĂ€he der Ortschaft Mehdia. Port Lyautey verfĂŒgte ĂŒber eine Garnison von ~3080 Infanteristen des vichytreuen 1. Marokkanischen SchĂŒtzenregiments (französisch 1er rĂ©giment de tirailleurs marocains; «1er RTM»). In Rabat standen darĂŒber hinaus als Entsatz 1200 Truppen der mechanisierten Kavallerie und 45 leichte Panzer bereit. Weitere ~6200 Infanteristen waren etwa fĂŒnf TagesmĂ€rsche entfernt in MeknĂšs. Die mit dem Angriff betraute Teilstreitmacht, die Sub-Task Force Goalpost, hatte unter Truscotts Befehl insgesamt 9079 Soldaten aller Dienstgrade, 65 Panzer vom Typ M5 Stuart und 881 andere Fahrzeuge. Als FernunterstĂŒtzung standen an Flugzeugen zwölf Wildcats, neun Avengers und neun Dauntlesses sowie die schweren Waffen des Schlachtschiffs Texas und des Kreuzers Savannah sowie sieben weiterer Zerstörer zur VerfĂŒgung.[10.5]

»Operation Goalpost« wurde von den amerikanischen Planern frĂŒh als anspruchsvollstes der Sprungziele der ersten Landungswelle erkannt. Die Sub-Task Force sollte den Flugplatz im Handstreich nehmen, um die schnellstmögliche Verlegung von 77 Jagdflugzeugen vom Typ Curtiss P-40 vom GeleitflugzeugtrĂ€ger Chenango auf die Landebahn zu ermöglichen. Daraufhin sollten Truscotts Truppen aus der Bewegung heraus einen weiteren Flugplatz bei SalĂ© einnehmen und sich anschließend bereithalten, fĂŒr den Fall fortgesetzten vichy-französischen Widerstands den alliierten Angriff nach Französisch-Algerien anzufĂŒhren.[10.6]

»Goalpost« hĂ€tte planmĂ€ĂŸig am 8. November um 05:40 Uhr mit der Landung des 2. Landungsbataillons unter dem Befehl von Major Jon Dilley beim Landungsstreifen Green Beach an der Sebou-MĂŒndung beginnen sollen. Jedoch war es stattdessen das 1. Landungsbataillon von Major Percy McCarley mehr als 2000 nördlich des angepeilten Landungsstrandes Blue Beach, welches als erstes an Land ging. Nachdem McCarleys Truppen die Lagune umrundet hatten, gerieten sie in schweres französisches Feuer und wurden bis zum Sonnenaufgang festgenagelt.[10.7]

Das 2. Landungsbataillon, das planmĂ€ĂŸig ab 05:40 Uhr bei Green Beach landete, geriet sofort unter Beschuss. Schweres französisches Abwehrfeuer erforderte die Intervention des Zerstörers USS Eberle. Ab 06:30 Uhr begannen französische Flugzeuge der Typen Dw.250 und LeO 451 mit Sturzkampfangriffen auf amerikanische LandverbĂ€nde und Kriegsschiffe. Französisches Langstreckenfeuer von der nahegelegenen Kasbah zwang die amerikanischen Transportschiffe zum RĂŒckzug, was eine Unterbrechung der Landungsoperationen erzwang. Es dauerte bis 09:00 Uhr, bis Gegenangriffe der amerikanischen Wildcats die LuftĂŒberlegenheit wiederherstellen konnten. Zeitgleich was das Bataillon von Major Dilley nach der Eroberung des örtlichen Leuchtturms in einen schweren französischen Gegenangriff geraten und fast bis zur KĂŒste zurĂŒckgedrĂ€ngt worden.[10.7]

Um 06:30 Uhr folgte das 3. Landungsbataillon mit Ziel der Landungsbuchten Red Beach und Red 2 Beach, die sie jedoch um fast 10 Kilometer verfehlten. Die amerikanischen Landungstruppen gerieten unter schweren französischen Jagdfliegerbeschuss und arbeiteten sich bis 08:30 Uhr langsam in eine Position, die Landungen der anderen Truppen sichern zu können.[10.7]

Als General Truscott am Nachmittag an Land ging, war noch keines der Tagesziele von »Goalpost« auch nur annĂ€hernd erreicht. Ein erster Verhandlungsversuch durch zwei frankophone USAAF-Offiziere, Oberst Demaw Craw und Major Pierpont Hamilton, wurde vom befehlshabenden Oberst PĂ©tit in Port Lyautey abgelehnt, jedoch nicht bevor ein nervöser französischer MG-SchĂŒtze den unter weißer Fahne fahrenden Oberst Craw in einem Moment der Unsicherheit erschoss.[10.7]

Am Morgen des 9. November lieferten sich amerikanische und französische Truppen ein Artillerieduell, wĂ€hrend Truscott alle sieben verfĂŒgbaren M5-Panzer sĂŒdwĂ€rts schickte, um einen französischen Infanteriegegenstoß zu parieren. Die Kasbah war zwischenzeitlich von Truppen des 7. Marokkanischen SchĂŒtzenregiments verstĂ€rkt worden.[10.8]

In den frĂŒhen Morgenstunden des 10. November griffen die Kompanien K und M des 3. Landungsbataillons das Westende der BrĂŒcke bei Port Lyautey an und schafften es, die französischen Verteidiger kurzzeitig zu vertreiben, wurden aber von französischer Feldartillerie zurĂŒckgeschlagen. Ein amerikanischer MG-Zug wurde in Stellung gebracht, um den Franzosen die Nutzung der BrĂŒcke zu verwehren. Zeitgleich wird die B-Kompanie des 1. Landungsbataillons zwei Stunden nach Verlassen der Ortschaft Mhignat Touama von einem französischen MG-Nest aus dem Hinterhalt angegriffen und zerstreut, woraufhin Truppen des marokkanischen 7. Regiments die B-Kompanie bei Morgengrauen gefangen nehmen kann. Um 05:30 Uhr morgens fĂŒhrt der Zerstörer USS Dallas einen waghalsigen Angriff den Fluss Sebou hinauf durch und gerĂ€t dabei in schweres französisches Abwehrfeuer. Mithilfe des Deckungsfeuers von USS Kearny, welches die französische Artillerie der Kasbah unterdrĂŒckt, gelingt es USS Dallas, sich nahe des Flugplatzes um 07:37 Uhr auf Grund zu setzen und fortan als stationĂ€re GeschĂŒtzbatterie die Landgefechte zu unterstĂŒtzen. Der französischen Artillerie ist ab diesem Punkt die Handlungsfreiheit genommen. Bis 10:45 Uhr gelingt es einem Angriffstrupp des 1. Bataillons, mit 55 Mann und einer Kompanie von M5-Panzern insgesamt vier Panzerabwehrkanonen und 28 MG-Nester auszuschalten und den Weg zum Flugplatz freizukĂ€mpfen. Zeitgleich begann durch Truppen des 2. Bataillons der Sturm auf die Kasbah, der letztlich mit der Gefangennahme von 250 Marokkanern durch die Amerikaner endet. Nachdem eine französische Nachschubkolonne um 11:30 Uhr unter schwerstem Langstreckenfeuer des Schlachtschiffs USS Texas zerstreut wurde und ein Gegenangriff von 20 veralteten französischen Panzern Renault FT von amerikanischem Feuer abgewehrt wurde, rĂ€umten die Amerikaner bis 17:30 Uhr die letzten Widerstandsnester auf dem Flugplatz, wobei weitere 150 Gefangene gemacht wurden. Um 22:30 Uhr erklĂ€rten sich die Franzosen zu Waffenstillstandsverhandlungen bereit.[10.8]

Operation Brushwood: Landung bei Fedala

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→ Hauptartikel: Operation Brushwood
Angriffspositionen vor Fedala

Fedala, (heute Mohammedia) hatte 1942 etwa 16.000 Einwohner. Der sichere Hafen barg eine regionale Fischereiflotte und nahm Öltanker auf, welche ein großes Öllager versorgten. Vom Hafen verlief eine Eisenbahnstrecke zur Hauptstrecke Rabat–Casablanca. Die KĂŒstenstraße verlief nur zwei Kilometer östlich von Stadt und KĂŒste. Hier war der Hauptangriff der Western Attack Group angesetzt. Von einem acht Kilometer weit landeinwĂ€rts reichenden BrĂŒckenkopf sollte der Landangriff auf das 22 Kilometer entfernte Casablanca ausgehen. Die französische Garnison wurde auf nicht ganz 2500 Mann geschĂ€tzt, bestehend aus einem Bataillon plus einer Infanteriekompanie, zwei mechanisierten Spahis-Truppen, einer Flak-Artilleriebatterie und anderen Artillerieeinheiten. Zu rechnen war nicht nur mit der örtlichen Artillerie, sondern auch mit den weitreichenden 380-mm-GeschĂŒtzen des Schlachtschiffes Jean Bart im Hafen von Casablanca.[39]

Captain Robert R.M. Emmet (1888–1977)[40] war der Kommandeur der Center Attack Group der Western Naval Task Force. Seine Sub Task-Force 34.9 „Brushwood“ transportierte rund 20.000 Mann[39] vor die StrĂ€nde des Ortes, die vier KĂŒstenbatterien schĂŒtzten: Die Batterie Pont Blondin[41] bestand aus drei 138,6-mm-GeschĂŒtzen von 1910 und stand in erhöhter Position fĂŒnf Kilometer nordöstlich des Hafens von Fedala. Der Hafen war durch zwei 75-mm- und drei 100-mm-GeschĂŒtze abgedeckt.

SĂŒdlich des Ortes an der Eisenbahnstrecke war noch eine Batterie mit vier 75-mm-FlugabwehrgeschĂŒtzen aufgestellt.[42] Der Schwere Kreuzer Augusta, der Leichte Kreuzer Brooklyn[43] sowie die Zerstörer Rowan (DD-405)[44], Wilkes (DD-441)[45], Swanson (DD-443)[46] und Ludlow (DD-438)[47] gaben der Landungsflotte FeuerunterstĂŒtzung. Die weiteren Zerstörer der Destroyer Squadron 13 (DesRon 13)[48] Woolsey (DD-437), Edison (DD-439), Bristol (DD-453), Boyle (DD 600), Murphy (DD-603), Tillman (DD-641), Miantonomah (CMc-5), Hogan (DD-178), Palmer (DD-161), Stansburg (DD-180), Hambleton (DD-455/DMS-20) und Auk (AM-57) bildeten den U-Boot-Schutzschirm und fuhren Minensicherung. Die Transportschiffe waren Leonard Wood (AP-25), Ancon (AP-66), Arcturus (AK-18), William P. Biddle (AP-15), Tasker H. Bliss (AP-42), Charles Caroll (AP-58),

Joseph T. Dickman (AP-26), Joseph Hewes (AP-50), Thomas Jefferson (AP-60), Oberon (AK-56), Procyon (AK-19), Edward Rutledge (AP-52), Hugh L. Scott (AP-13), Elizabeth C. Stanton (AP-69), and Thurston (AP-77). Von diesen am 11. November 1942 auf Reede vor Fedala liegenden Schiffen versenkte das deutsche U-Boot U 173 vom Typ IXC den Transporter Joseph Hewes und beschĂ€digte durch Torpedos den Zerstörer Hambleton[49] und die Transporter Winooski und Electra. Zu den 15 großen Truppentransportschiffen kamen noch 57 mittlere und kleinere Transporter sowie 347 Landungsboote, die von den Transportern mitgefĂŒhrt wurden.[50]

Die Luftsicherung wurde von dem FlugzeugtrĂ€ger Ranger und dem GeleitflugzeugtrĂ€ger Suwannee gestellt (die von weiteren fĂŒnf Zerstörern gesichert und von zwei U-Booten und einem Tanker begleitet wurden).[50] An Bord der beiden FlugzeugtrĂ€ger befanden sich insgesamt etwa 110 Flugzeuge, darunter 45 Jagdflugzeuge des Typs Grumman F4F und 35 Torpedobomber und leichte Bomber TBF Avenger. Die LandungskrĂ€fte unter FĂŒhrung von Major General Jonathan W. Anderson (1890–1967)[51] bestanden aus drei regimental landing groups (RLG) des 7., 15., und 30. Infanterieregiments der 3. Infanteriedivision, dem 1. Bataillon des 67. Panzerregiments, dem 82. Reconnaissance Bataillon der 2. Panzerdivision und dem 756. Panzerbataillon sowie Einheiten des Air Support Command.

Diese KrĂ€fte sollten die KĂŒstenbatterien Fedalas niederkĂ€mpfen, den Hafen besetzen und dann nach SĂŒden einschwenken und die schwer befestigte Umgebung Casablancas einfassen. Ab 4:00 Uhr sollten Battalion Landing Teams (BLTs) des 7. und 30. Regiments die festgelegten StrĂ€nde besetzen, bevor das 15. Infanterieregiment an der KĂŒste anlanden wĂŒrde. Das 1. Landing Team des 7. IR sollte vom Transporter Leonard Wood starten, gefolgt 70 Minuten spĂ€ter von Teilen des 3. BLT mit dem Ziel Red 2. Der Transporter Jefferson sollte das 2. BLT mit dem Ziel Red 3 entlassen. Der 3. Reconnaissancetrupp wĂŒrde, gefolgt von der L-Kompanie des 3. BLT, am Yellow Strand landen, um eine Flakstellung sĂŒdlich Fedalas einzunehmen. PlangemĂ€ĂŸ wĂŒrde Transporter Charles Carroll das 1. BLT des 30. IR zu Blue 1 abgeben und Transporter Joseph T. Dickman das 2. BLT fĂŒr Blue 2. Die L-Kompanie sollte Blue 3 angreifen und die ĂŒbrigen KrĂ€fte des 30. IR 90 Minuten nach 4:00 Uhr Red 3.[52]

Eine unvorhergesehene Nordost-Strömung und schlechte Sicht verursachten bei den Transportern Verwirrung und fĂŒhrten zu Verzögerungen. In der Brandung ergaben sich Navigationsfehler. Landungsboote liefen in flachem Waser auf Felsen auf; allein die erste Welle verlor 57 ihrer 119 Boote. Von den anfangs 25 LCVP des Transporters Charles Carroll waren nach der ersten Fahrt zum Strand nur noch sieben einsatzbereit, nach der zweiten Welle noch zwei.[53] Die meisten Landeteams erreichten ihre Ziele nicht und begannen ihre Aufgabe nach eigenem Ermessen. Die Franzosen wurden bereits um 02:10 Uhr auf die bevorstehende Invasion aufmerksam gemacht, als Pont Blondin nicht identifizierte Schnellboote meldete. Cape Fedala meldete um 3:38 Uhr MotorengerĂ€usche und um 4:00 Uhr blinkende Lichter auf See. Kurz nach 5:00 Uhr beleuchteten französische Suchscheinwerfer Landungsboote am Strand.

Obwohl die Franzosen nicht reagierten, eröffnete die UnterstĂŒtzungsgruppe das Feuer und löschte damit um 5:23 Uhr die Suchlichter. Kurz darauf feuerten die französischen Batterien auf die vor den StrĂ€nden liegenden Zerstörer und die herannahenden Landungsboote; allein Pont Blondin verschoss 150 138-mm-Granaten. Dennoch waren vor dem Tagesanbruch 3.500 Mann der 3. Infanteriedivision an Land. Teile des 1. BLT des 7. IRs marschierten vor Tagesanbruch in Fedala ein und eroberten um 6:30 Uhr das Hotel Miramar, das Hauptquartier der deutschen Waffenstillstandskommission (Kontrollinspektion Afrika) der AchsenmĂ€chte. Gegen 7:30 Uhr wurde die Batterie de Pont Blondin durch Infanterie eingenommen, die Batterien am Hafen ergaben sich nach Panzerangriff um Mittag.

Generalmajor George S. Patton sollte mit seinem Stab um 8:00 Uhr den Kreuzer Augusta verlassen. WĂ€hrend das Landungsboot in den Davits hĂ€ngte, geriet der Kreuzer unter Feuer französischer Kriegsschiffe, die aus Casablanca ausgelaufen waren. Auch französische Sturzbomber griffen an. So ging Patton erst 13:30 Uhr an Land. Bis 17:00 Uhr waren mit 7750 Offizieren und Mannschaften knapp 40 Prozent der Truppen angelandet. Feindliches Störfeuer und die Flut ließen nur 16 Prozent der Fahrzeuge und etwas mehr als 1 Prozent der VorrĂ€te an Land bringen.[54]

Seeschlacht vor Casablanca

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Am 8. November nahmen um 06:30 Uhr das Schlachtschiff Massachusetts und die Kreuzer Wichita und Tuscaloosa Kurs auf Casablanca, nachdem um 06:15 die ersten Wildcats vom FlugzeugtrĂ€ger Ranger in Richtung KĂŒste gestartet waren. Um 07:01 Uhr eröffneten die KĂŒstenbatterie bei El Hank sowie der einzige gefechtsbereite 380-mm-GeschĂŒtzturm des französischen Schlachtschiffs Jean Bart das Feuer auf die Amerikaner. Die amerikanischen Schiffe erwiderten ab 07:04 Uhr das Feuer. WĂ€hrend Massachusetts und Tuscaloosa sich mit Jean Bart duellierten, konzentrierte sich Wichita auf die KĂŒstenbatterie, die ab 07:27 Uhr schwieg. Um 07:25 Uhr hatte Massachusetts mit dem fĂŒnften Treffer in neun Salven das HauptgeschĂŒtz der Jean Bart ausgeschaltet. Amerikanische Luftangriffe auf die Hafenanlagen von Casablanca resultierten bis 07:45 Uhr in der Versenkung von drei französischen U-Booten und drei weiteren Handelsschiffen. Um 08:15 Uhr setzte sich eine Gruppe von sieben französischen Zerstörern (Milan and Albatros (jeweils 2500 Tonnen) sowie L’Alcyon, Brestois, Boulonnais, Fougueux, and Frondeur (jeweils 1400 Tonnen)) nordostwĂ€rts in Bewegung, um die US-Transportschiffe aus dem KĂŒstenbereich zu vertreiben. Acht französische U-Boote liefen um 08:30 Uhr aus. Zu diesem Zeitpunkt beschossen die französischen Zerstörer bereits US-Transportschiffe und bekĂ€mpften darĂŒber hinaus die Zerstörer USS Wilkes und USS Ludlow. Ludlow setzte Milan in Brand, wurde dann aber um 08:34 Uhr selbst außer Gefecht gesetzt. US-Konteradmiral Hewitt gab den Befehl an den schweren Kreuzer Augusta, den leichten Kreuzer Brooklyn und die Zerstörer Wilkes und Swanson, sofort einen Gegenangriff zu organisieren. Die vier amerikanischen Schiffe eröffneten um 08:48 Uhr das Feuer, um die französischen Zerstörer von den schutzlosen Transportschiffen abzudrĂ€ngen. Gegen 09:00 Uhr drehten die französischen Zerstörer ohne weitere Treffer in Richtung Casablanca ab, um in den Schutz der eigenen KĂŒstengeschĂŒtze zurĂŒckzukehren. Der französische Kreuzer Primauguet kam den Zerstörern um diese Zeit herum zu Hilfe.[10.9]

Zwischen 09:18 und 10:00 Uhr lieferten sich beide Seiten ein ergebnisloses Fernduell, bis zwei französische Zerstörer sich von der Gruppe lösten, um wiederum die US-Transporter anzugreifen. Um 09:51 Uhr gab Hewitt Befehl an seine zwei Kreuzer und drei Zerstörer, die französische Bewegung abzufangen. Der französische Zerstörer Fougueux wurde in einer großen Explosion versenkt. Die anderen sechs Zerstörer und die Primauguet eröffneten wiederum das Feuer auf die Kreuzer Augusta und Brooklyn sowie die Zerstörer Wilkes, Swanson und Bristol. Um 11:00 Uhr entschied sich Konteradmiral Giffen, sich fĂŒr den Fall eines Überraschungsangriffs des Schlachtschiffs Richelieu zurĂŒckziehen. Um dieselbe Zeit gelang es den Amerikanern aber, innerhalb weniger Minuten Primauguet, Milan und Brestois schwer zu beschĂ€digen. Brestois sank am Abend des 8. November. Ein Ausfall französischer Kleinschiffe um 12:45 Uhr wurde unter schwerem Abwehrfeuer zurĂŒckgeschlagen. SpĂ€ter am Nachmittag erzielten die Flugzeuge der Ranger mehrere schwere Treffer bei der Primauguet. Gegen 14:50 Uhr rĂ€umten die amerikanischen Schiffe Wichita und Tuscaloosa ihr Areal, da die französische Festung bei El Hank sie weiter unter Beschuss hielt.[10.10]

FĂŒr die US-Marine war die Seeschlacht vor Casablanca die einzige Atlantik-Flottenschlacht des 20. Jahrhunderts.[10.11]

Casablanca

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Amerikanische Landungstruppen in Nordafrika
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Center Task Force

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Landungen bei Oran

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Die Landungstruppen waren aufgeteilt auf drei StrÀnde, zwei westlich von Oran und einer östlich der Stadt. Die Landung am westlichsten Strand fand verspÀtet wegen eines französischen Konvois statt, der auftauchte, als die MinenrÀumer eine Schneise bahnten. Einige VerspÀtung, Konfusion und SchÀden an den Landungsschiffen wurden durch das unerwartet seichte Wasser und SandbÀnke verursacht; zuvor waren keine AufklÀrungseinheiten auf den StrÀnden abgesetzt worden. Man hatte den Strand vorher lediglich von U-Booten aus mit Periskopen beobachtet, ein Verfahren, von dem man bei spÀteren Invasionen abging.

Ein Versuch, US Army Rangers direkt im Hafen abzusetzen, um Zerstörungen und Schiffsversenkungen zu verhindern, scheiterte, als die beiden Zerstörer mit der Landungstruppe vom Kreuzfeuer französischer Kriegsschiffe gestoppt wurden. Französische Schiffe verließen den Hafen und attackierten die Invasionsflotte, wurden jedoch versenkt bzw. wieder gegen die KĂŒste gedrĂ€ngt. Französische KĂŒstenbatterien und die Invasionsflotte hatten wĂ€hrend des 8. und 9. Novembers mehrmals Schusswechsel, wobei die Vichy-französischen Truppen Oran und die Umgebung ansatzweise verteidigten. Heftiges Feuer der britischen Schiffsartillerie hatte am 9. November die Kapitulation zur Folge. Erstmals wurde hierbei das amerikanische NebelgerĂ€t MI Esso eingesetzt, welches innerhalb von 10 Minuten 2,5 kmÂČ einnebelte.

Operationen in Algier

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In den frĂŒhen Morgenstunden des 8. November starteten 400 RĂ©sistants, unterstĂŒtzt von einem amerikanischen Vizekonsul, den Putsch in Algier: Die kleine Truppe unter dem Kommando von JosĂ© Aboulker, Henri d’Astier de la Vigerie, Bernard Karsenty, Roger Carcassonne und Oberst Germain Jousse verhaftete nachts die Mehrzahl der Vichy-MilitĂ€rs und zivilen Behördenchefs und nahm die SchlĂŒsselstellungen inklusive der Telefonzentrale, der Radiostation, des Gouverneurspalastes, der PrĂ€fektur, des Stabshauptquartiers, des Hauptquartiers des 19. Korps der vichy-französischen Truppen und der KĂŒstenartillerie von Sidi Ferruch ein. 15 Stunden hielten die schlecht ausgerĂŒsteten RĂ©sistancekĂ€mpfer ihre Gegner in Schach, was die Einkreisung der Stadt durch die Alliierten ermöglichte.

Admiral François Darlan wurde von der Landung der Alliierten in Nordafrika ĂŒberrascht. Er wurde zusammen mit General Alphonse Juin, dem befehlshabenden vichy-französischen Kommandanten fĂŒr Nordafrika durch eine Handvoll SchĂŒler des Lyceum Ben Aknoun festgenommen, kommandiert vom Reservekadetten Pauphilet. Darlan gelang die RĂŒckkehr zur AdmiralitĂ€t, der er Widerstand gegen die Alliierten befahl. Befreit durch die Mobilgarde, sandte er am folgenden Morgen ein Telegramm nach Vichy, in dem er ein Bombardement der deutschen Luftwaffe auf die alliierten Truppentransporte im Raum Algier forderte.

Die eigentliche Invasion wurde von der 34. US-Infanteriedivision mit einer Brigade der britischen 78. Division ausgefĂŒhrt, wĂ€hrend die andere Brigade als Reserve fungierte. General Ryder, Kommandant der 34. Division, wurde das Kommando ĂŒber die erste Welle erteilt, weil man annahm, dass die Franzosen Amerikanern freundlicher gegenĂŒbertreten wĂŒrden als Briten. Die Landung wurde auf drei StrĂ€nde aufgeteilt â€“ zwei westlich von Algier und eine östlich. Einige Landungstruppen erreichten die falschen StrĂ€nde, aber dies war solange bedeutungslos, wie es keinen französischen Widerstand gab, abgesehen von einigen SchĂŒssen der KĂŒstenbatterien, die schnell von britischen Kommandos zum Verstummen gebracht wurden. Ein französischer Kommandant hieß die Alliierten offen willkommen.

Die einzigen KĂ€mpfe fanden im Hafen von Algier selbst statt, wo zwei britische Zerstörer versuchten, einige US-Rangers direkt auf dem Dock abzusetzen. Vichy-Franzosen sollten daran gehindert werden, Hafeneinrichtungen zu zerstören und Schiffe zu versenken. Heftiges Artilleriefeuer hielt einen Zerstörer von der Landung ab, der andere lief einige Stunden spĂ€ter wieder aus und ließ 250 Mann zurĂŒck. Die Landungstruppen rĂŒckten schnell ins Inland vor und bis zum Nachmittag wurde ein lokaler Waffenstillstand mit dem Kommandanten General Juin vereinbart.

Am Abend kapitulierte Darlan selbst, aber nur fĂŒr Algier. Juin und Darlan lehnten es drei Tage lang ab, einen Befehl zur Feuereinstellung an die Franzosen in Oran und in Marokko zu geben. 1346 Franzosen und 479 Alliierte starben, 1997 Franzosen sowie 720 Alliierte wurden verwundet. Am 10. November 1942 befahlen Darlan und Juin unter dem Druck von General Mark W. Clark und Dwight Eisenhower die Feuereinstellung in Oran und am 11. November in Marokko.

Nach der Schlacht

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Politische Ergebnisse

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Eisenhower vereinbarte im EinverstĂ€ndnis mit Roosevelt und Churchill die Einsetzung von Vichy-Admiral François Darlan als Hochkommissar des Französischen Nordafrika, der das Vichy-Regime mit Gesetzen der PĂ©tain-Regierung â€“ die unter anderem den nationalsozialistischen NĂŒrnberger Rassegesetzen entsprachen â€“ restaurierte und Demokraten in Konzentrationslagern in der Sahara einsperrte. General Charles de Gaulle, der bei dieser Entscheidung ĂŒbergangen wurde, reagierte empört. Dies Ă€nderte sich auch nicht nach Darlans Ermordung durch den französischen WiderstandskĂ€mpfer Fernand Bonnier de La Chapelle am 24. Dezember 1942. General Henri Giraud, der zunĂ€chst von den Alliierten in Gibraltar ultimativ die Leitung der Operation Torch gefordert hatte, hatte sich Darlan unterstellt und befand sich seit November in Algier ohne konkrete Aufgabe.

Er war ein Verehrer von Marschall PĂ©tain und lehnte alle demokratischen Reformen ab. Er ließ Bonnier de la Chapelle von einem Standgericht zum Tode verurteilen und am nĂ€chsten Tag um 7:30 Uhr hinrichten. Giraud schockierte die Amerikaner, als er die Verhaftung der 27 RĂ©sistants anordnete, die durch ihren Einsatz zuvor Eisenhowers Truppen die Einnahme von Algier ermöglicht hatten. Roosevelts ReprĂ€sentant Robert Murphy protestierte nicht. Die RĂ©sistants wurden in sĂŒdalgerischen Konzentrationslagern in der Sahara interniert. Amerikanische und britische Kriegskorrespondenten alarmierten die Öffentlichkeit in der Heimat ĂŒber diese ihres Erachtens skandalösen VorgĂ€nge. Trotz der temporĂ€ren Restauration des Vichy-Regimes in Algier unter amerikanischem Protektorat hatte der Putsch der RĂ©sistance vom 8. November 1942 nicht nur militĂ€rische Konsequenzen, sondern auch politische (siehe auch: Vichy-Regime im befreiten Afrika 1942 bis 1943).

Die Darlan-Giraud-Behörde nannte sich zunĂ€chst „Hochkommissariat von Frankreich in Afrika“ und wurde von einem selbsternannten „Conseil ImpĂ©rial“ (Reichsrat) regiert, dem die französischen Territorien und StreitkrĂ€fte in Nordafrika und im französischen Westafrika unterstellt waren. Anfangs resolut „vichyistisch“, wurde die Behörde allmĂ€hlich gezwungen, die Kriegsanstrengungen gegen Deutschland zu erhöhen, sich zu demokratisieren, ihre prinzipiell vichy-freundlichen Machthaber auszuschalten und dann mit dem Französischen Nationalkomitee in London zusammenzuarbeiten. Aus der Fusion des Nationalkomitees mit dem Hochkommissariat entstand gegen den Widerstand von PrĂ€sident Roosevelt das „ComitĂ© Français de la LibĂ©ration Nationale“ (CFLN), das anfangs von Giraud und de Gaulle als gleichberechtigten PrĂ€sidenten gefĂŒhrt wurde, bis de Gaulle Giraud nach einigen Monaten ausmanövriert hatte und eine unabhĂ€ngige Kriegsregierung von Frankreich bildete. Als Hitler erfuhr, dass Admiral Darlan kapituliert und sich an die Spitze einer eigenen französischen Behörde unter amerikanischer Aufsicht gesetzt hatte, befahl er das Unternehmen Anton, die Besetzung des bislang „unbesetzten“ Vichy-Frankreich.

MilitÀrische Konsequenzen

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Zwischen dem 8. und 10. November ließen die vichy-französischen StreitkrĂ€fte in Tunesien unter dem Kommando von General Georges BarrĂ© das gesamte Land offen fĂŒr die Deutschen, die sich von der algerischen Grenze zurĂŒckzogen. Der General empfing bis zum 14. November Befehle von General Juin, standzuhalten, wartete jedoch bis zum 18., bevor er die Deutschen bekĂ€mpfte. Dann kĂ€mpfte die französische Tunesienarmee, das sogenannte 19. Korps von etwa 60.000 Mann, trotz ihres Mangels an AusrĂŒstung, um dort die zentrale alliierte Angriffslinie in den tunesischen Bergen zu halten. Sie wurden dazu mit amerikanischer Bewaffnung ausgerĂŒstet und mussten den Briten die bislang verwendeten britischen Waffen zurĂŒckgeben, die diese dringend selbst benötigten. Die Franzosen wurden schnell von britischen Truppen unterstĂŒtzt. Nördlich lag die britische 1. Armee, sĂŒdlich das VII. US-Korps, wĂ€hrend die französische Sahara-Kavallerie die Reste von Rommels Afrikakorps und die 5. Panzerarmee des Generals Hans-JĂŒrgen von Arnim von SĂŒden angreifen sollte.

Nach der Konsolidierung auf dem französischen Territorium zogen die Alliierten nach Tunesien. KrĂ€fte der britischen 1. Armee unter Generalleutnant Anderson erreichten Tunis, bevor ein Gegenangriff von Wehrmacht-Truppen unter dem Kommando von General Walther Nehring in Djedeida sie zurĂŒckwarf. Im Januar 1943 zogen sich Wehrmacht-Truppen unter Feldmarschall Rommel von Libyen nach Westen in Richtung Tunesien zurĂŒck. Die britische 8. Armee im Osten, von Feldmarschall Bernard Montgomery befehligt, stoppte in der Gegend von Tripolis, um VerstĂ€rkungen zu ermöglichen und baute das Übergewicht der Alliierten aus. Im Westen wurden das II. US-Korps unter Generalmajor Lloyd R. Fredendall am 14. Februar am Faidpass und am 19. Februar am Kasserinpass angegriffen. Die alliierte Streitmacht zog sich zurĂŒck, bis VerstĂ€rkungen am 22. Februar den deutschen Vorstoß zum Stehen brachten.

Britische Panzer am Hafen von Tripolis

General Harold Alexander erreichte Tunesien Ende Februar, um das Kommando zu ĂŒbernehmen. Die Wehrmacht griff am 6. MĂ€rz ostwĂ€rts bei Medenine erneut an, wurde aber zurĂŒckgeschlagen. Rommel bat Hitler, ihm einen vollstĂ€ndigen RĂŒckzug zu gestatten, was aber abgelehnt wurde. Am 9. MĂ€rz verließ Rommel Tunesien, um durch von Arnim ersetzt zu werden, der seine KrĂ€fte ĂŒber mehr als 165 km im Norden Tunesiens zu verteilen hatte. Diese RĂŒckschlĂ€ge zwangen die Alliierten, ihre KrĂ€fte zu konsolidieren und ihre Kommunikationsverbindungen und Verwaltungen aufzubauen, um einen großen Angriff unterstĂŒtzen zu können. Die 1. Armee und die 8. Armee griffen daraufhin die Deutschen an. Schwere KĂ€mpfe folgten, aber die Alliierten schnitten mit ihrer Luft- und SeeĂŒberlegenheit von Ägypten und Malta, aber auch von Algerien aus die Deutschen vom Nachschub zwischen Sizilien und Tunesien ab.
Der Brite Alan Turing hatte maßgeblich dazu beigetragen, die deutsche Rotor-Chiffriermaschine Enigma zu entziffern. Die Briten konnten abgehörte verschlĂŒsselte deutsche FunksprĂŒche entschlĂŒsseln und sich auf GeleitzĂŒge und AngriffsplĂ€ne der Wehrmacht vorbereiten.
Am 6. Mai besetzten britische Truppen Tunis; US-amerikanische StreitkrĂ€fte erreichten Bizerta. Am 13. Mai kapitulierten die AchsenstreitkrĂ€fte in Tunesien. Zuvor hatten dort ĂŒber einen Zeitraum von etwa sechs Monaten Kampfhandlungen stattgefunden, an denen deutsche, italienische und vichy-französische Einheiten beteiligt waren. Am 11. Mai 1943 ergaben sich rund 252.000 deutsche und italienische Soldaten den alliierten StreitkrĂ€ften. In Tunesien wurden etwa 16.000 Soldaten der Forces françaises libres verwundet.

Siehe auch

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  • Tunesienfeldzug

Literatur

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  • Les Cahiers Français: La part de la RĂ©sistance Française dans les Ă©vĂšnements d'Afrique du Nord. Commissariat Ă  l'Information du ComitĂ© National Français, London, August 1943.
  • Melvin K. Whiteleather: Main street's new neighbors. J. B. Lippincott Co., Philadelphy PA u. a. 1945.
  • JosĂ© Aboulker, Christine Levisse-TouzĂ©: 8 novembre 1942, les armĂ©es amĂ©ricaine et anglaise prennent Alger en quinze heures. In: Espoir. Nr. 133, 2002, ISSN 0223-5994, S. 11–65.
  • Yves Maxime Danan: La vie politique Ă  Alger de 1940 Ă  1944. (= BibliothĂšque de Droit Public. Bd. 53, ISSN 0520-0288). Pichon et Durand-Auzias, Paris 1963 (Zugleich: Paris, UniversitĂ€t, Dissertation, 1961).
  • Arthur Layton Funk: The politics of Torch. The Allied Landings and the Algiers Putsch, 1942. University Press of Kansas, Lawrence KS 1974, ISBN 0-7006-0123-6.
  • George F. Howe: Northwest Africa. Seizing the initiative in the West. Hrsg.: Center of Military History, United States Army. Washington, D.C. 1991. 
  • Christine Levisse-TouzĂ©: L'Afrique du Nord dans la guerre. 1939–1945. Albin Michel, Paris 1998, ISBN 2-226-10069-5.
  • Henri Michel: François Darlan, Amiral de la Flotte. Hachette, Paris 1993, ISBN 2-01-235029-1.
  • Arno Lustiger: Zum Kampf auf Leben und Tod! Das Buch vom Widerstand der Juden 1933–1945. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02292-X, S. 540–544.
  • Samuel Eliot Morison: Operations in North African waters, October 1942 - June 1943 (= History of United States Naval Operations in World War II. Band II). Castle Books, Kent (Ohio) 2001, ISBN 0-7858-1303-9. 
  • Barbara Brooks Tomblin: With Utmost Spirit. Allied Naval Operations in the Mediterranean, 1942–1945. University Press of Kentucky, Lexington KY 2004, ISBN 0-8131-2338-0.
  • Brian Lane Herder: Operation Torch 1942: The Invasion of French North Africa (= Osprey Campaign. Band 312). Osprey Publishing, 2017, ISBN 978-1-4728-2055-6 (englisch). 

Weblinks

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Commons: Operation Torch â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Leo J. Meyer: The Decision To Invade North Africa (TORCH) (englisch)
  • Algeria–French Morocco (englisch)

Einzelnachweise

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  1. ↑ a b c d e Kreuzer. Zwei spannende Dokumentarberichte. EnthĂ€lt: Franz Kurowski: Auf allen Meeren. Paul Schmalenbach: Schwerer Kreuzer Prinz Eugen. (= Heyne 02, Pavillon-Taschenbuch 36). Taschenbuchausgabe. Heyne, MĂŒnchen 1999, ISBN 3-453-15788-5, S. 344–349.
  2. ↑ Corinne Bensimon: DĂ©barquement en Afrique du Nord de 1942 : la mĂ©moire trouble de l’opĂ©ration « Torch Â». In: Le Monde. Groupe La Vie-Le Monde, 22. September 2022, abgerufen am 5. April 2023 (französisch). 
  3. ↑ JosĂ© Aboulker, Jeannine VerdĂšs-Leroux: La victoire du 8 novembre 1942. La RĂ©sistance et le dĂ©barquement des AlliĂ©s Ă  Alger. In: Du Felin Eds (Hrsg.): Resistance Liberte et Memoire. Le Felin, Paris 2012, ISBN 978-2-86645-782-2, S. 637 f. (französisch). 
  4. ↑ Edict of the Expulsion of the Jews (1492). Translated from the Castilian by Edward Peters. Foundation for the Advancement of Sephardic Studies and Culture, September 2002, abgerufen am 5. April 2023 (englisch). 
  5. ↑ Sephardic Studies Material Arranged by Country of Origin. Foundation for the Advancement of Sephardic Studies and Culture, 2004, abgerufen am 5. April 2023 (englisch). 
  6. ↑ Sophie Beth Roberts: Jews, Citizenship, and Antisemitism in French Colonial Algeria, 1870-1943. Department of History, University of Toronto, 2011, abgerufen am 5. April 2023 (englisch). 
  7. ↑ Thomas W. Dorrell Jr: The Role of the Office of strategic Services in Operation Torch. U.S. Army Command and General Staff College , Fort Leavenworth, Kansas, S. 43–58, abgerufen am 5. April 2023 (englisch). 
  8. ↑ Thomas W. Dorrell Jr: The Role of the Office of strategic Services in Operation Torch. U.S. Army Command and General Staff College , Fort Leavenworth, Kansas, S. 58, abgerufen am 5. April 2023 (englisch). 
  9. ↑ John Herman: Agency Africa: Rygor's Franco-Polish Network and Operation Torch. Intelligence Services during the Second World War: Part 2. In: Journal of Contemporary History. Band 22, Nr. 4, Oktober 1987, S. 684. 
  10. ↑ Brian Lane Herder: Operation Torch 1942: The Invasion of French North Africa (= Osprey Campaign. Band 312). Osprey Publishing, 2017, ISBN 978-1-4728-2055-6 (englisch). 
    1. ↑ S. 17, 23.
    2. ↑ S. 17.
    3. ↑ S. 23–24.
    4. ↑ S. 52.
    5. ↑ S. 60.
    6. ↑ S. 60–61.
    7. ↑ a b c d S. 61.
    8. ↑ a b S. 62–63.
    9. ↑ S. 53–55.
    10. ↑ S. 55–59.
    11. ↑ S. 54.
  11. ↑ Lyal Ament Davidson. In: The Hall of Valor Project. Sightline Media Group, 2023, abgerufen am 15. April 2023 (englisch). 
  12. ↑ Alexandra Lohse, Jon Middaugh: Operation Torch. The american amphiboious Assault on french Morocco 1942. In: US Navy Operations in World War II. Naval History and Heritage Command, Department of the Navy, Washington, DC, 2015, S. 21–26, abgerufen am 16. April 2023 (englisch). 
  13. ↑ Les bĂątiments ayant portĂ© le nom de La Railleuse. In: Net-Marine. Net-Marine, abgerufen am 15. April 2023 (französisch). 
  14. ↑ MĂ©morial des Officiers de Marine. SĂ©galene, Yves Georges. In: MÉMORIAL DES OFFICIERS DE MARINE. l'Association des Anciens ÉlĂšves de l'École navale (AEN), 1. Januar 2013, abgerufen am 15. April 2023 (französisch). 
  15. ↑ Rickard, J: USS Philadelphia (CL-41). In: Military History Encyclopedia on the Web. 30. April 2015, abgerufen am 15. April 2023 (englisch). 
  16. ↑ Robert J. Cressman: Beatty I (DD-640) 1942-1943. Naval History and Heritage Command, 19. Oktober 2021, abgerufen am 15. April 2023 (englisch). 
  17. ↑ DD-489. In: Hazgray & Underway. Naval History and Photography. Andrew C. Toppan, abgerufen am 15. April 2023 (englisch). 
  18. ↑ DD-633. In: Hazgray & Underway. Naval History and Photography. Andrew C. Toppan, abgerufen am 15. April 2023 (englisch). 
  19. ↑ JOHN GORDON IV: Joint Power Projection: OPERATION TORCH. Defense Technical Information Center (.mil), 1994, S. 64–66, abgerufen am 15. April 2023 (englisch). 
  20. ↑ Calvert II (AP-65). Naval History and Heritage Command, 19. Juni 2015, abgerufen am 16. April 2023 (englisch, sechs Wochen zuvor in Dienst gestellt). 
  21. ↑ NavSource Online: Service Ship Photo Archive USS Dorothea L. Dix (AP-67). NavSource Naval History, 12. MĂ€rz 2021, abgerufen am 16. April 2023 (englisch, 38 Offiziere, 384 Mannschaften. Truppen: 92 Offiziere, 1460 Mannschaften). 
  22. ↑ USS Harris (APA-2) ex USS Harris (AP-8) (1940 - 1943). NavSource Naval Historiy, 9. August 2019, abgerufen am 16. April 2023 (englisch, 37 Offiziere, 585 Mannschaften; Truppen: 126 Offiziere, 1.557 Mannschaften; Stabspersonal: 43 Offiziere, 108 Mannschaften). 
  23. ↑ NavSource Online: Service Ship Photo Archive USAT Lakehurst. NavSource Naval History, 14. April 2023, abgerufen am 16. April 2023 (englisch, 17 Offiziere, 238 Mannschaften). 
  24. ↑ NavSource Online: Service Ship Photo Archive USS Lyon (AP-71). NavSource Naval History, 20. Mai 2022, abgerufen am 16. April 2023 (englisch, 47 Offiziere, 356 Mannschaften; Truppen: 1.981). 
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