Das Projekt LuKII (sprich Luki) â LOCKSS und KOPAL Infrastruktur und InteroperabilitĂ€t ist ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördertes Projekt.
Ziele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ziel des Projektes ist es, in Deutschland eine Infrastruktur fĂŒr kostengĂŒnstige digitale Langzeitarchivierung aufzubauen. Dazu gehört die Schaffung eines deutschen Privaten LOCKSS Netzwerks (Private LOCKSS Network â PLN) inklusive eines deutschsprachigen Kompetenzzentrums, das bei grundsĂ€tzlichen Fragen zum Thema digitale Langzeitarchivierung, Installation und Betrieb von sog. LOCKSS-Boxen und bei der Entwicklung und Konfiguration von Plugins fĂŒr verschiedene Zielsysteme beratend zur VerfĂŒgung steht. Neben den englischsprachigen Standorten Stanford und Edinburgh wird damit ein dritter Support-Standort eingerichtet, der speziell auf den deutschsprachigen Raum zugeschnitten ist.
Neben der Schaffung der notwendigen Infrastruktur fĂŒr kostengĂŒnstige und effiziente digitale Langzeitarchivierung ist die Kombination von Funktionen aus den beiden bestehenden Systeme LOCKSS (Lots of Copies Keep Stuff Safe) und KOPAL/koLibRI ein weiteres Ziel. Dazu wird ein InteroperabilitĂ€tsprototyp entwickelt, der die Vorteile der Bitstromspeicherung aus LOCKSS und das Migrationsmanagement aus KOPAL/koLibRI kombiniert. In einem dritten Schritt wird die FunktionalitĂ€t des Prototyps anhand von Daten aus deutschen Open-Access-Repositorien getestet. Dies geschieht zunĂ€chst mit vorher klar definierten Inhalten aus den Open Access Dokumentservern der beteiligten Partnerinstitutionen. ZusĂ€tzlich wird sich die Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin im Rahmen des Projektes LuKII an Controlled LOCKSS (CLOCKSS), einem Dark Archive, bestehend aus den Publikationen internationaler Verlage wie Elsevier, Taylor & Francis und Wiley-Blackwell beteiligen. Die Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin â vertreten durch Peter Schirmbacher â ist damit der erste europĂ€ische Partner im CLOCKSS-Netzwerk.
Mitarbeiter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An dem Projekt LuKII sind das Institut fĂŒr Bibliotheks- und Informationswissenschaft sowie der Computer und Medienservice der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin und die Deutsche Nationalbibliothek beteiligt.
Projektpartner
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt bereits ein erstes funktionsfÀhiges deutsches Privates LOCKSS Netzwerk zwischen den LuKII-Partnern. Folgende Institutionen sind aktuell in diesem Netzwerk eingebunden und haben ihre LOCKSS-Boxen erfolgreich in Betrieb genommen:
- Bayerische Staatsbibliothek (BSB)
- Deutsche Nationalbibliothek (DNB)
- Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (HBZ)
- Humboldt-UniversitÀt zu Berlin (HU)
- Karlsruher Institut fĂŒr Technologie (KIT)
- UniversitÀt Konstanz
- UniversitĂ€t MĂŒnster
- UniversitÀt Stuttgart
Folgende Partner sind ebenfalls in das Projekt involviert, haben ihre LOCKSS-Box aber noch nicht aktiviert.
- Staatsbibliothek zu Berlin â Preussischer Kulturbesitz
- SĂ€chsische Landesbibliothek â Staats- und UniversitĂ€tsbibliothek Dresden
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- K. Grzeschik, N. Fromm, P. Aust: LuKII (LOCKSS- und KOPAL-Infrastruktur- und -InteroperabilitĂ€t). In: B.I.T.online â Zeitschrift fĂŒr Bibliothek, Information und Technologie. 13(3), 2010, S. 300â302.
- K. Grzeschik: Das Projekt LuKII (LOCKSS-und-KOPAL-Infrastruktur-und-InteroperabilitĂ€t) â eine Herangehensweise an Digitale Langzeitarchivierung fĂŒr Deutschland. In: Bibliothek Forschung und Praxis. Band 35, Heft 1, April 2011, S. 109â114.
