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Dodona 👆 Click Here!
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aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Dodona (BegriffsklĂ€rung) aufgefĂŒhrt.
Dodona in Epirus
Blick auf die Ruinen der Tempelanlagen von Dodona
GeflĂŒgeltes Pferd, Votivgabe aus Dodona aus dem dritten Viertel des 6. Jahrhunderts v. Chr., jetzt im Louvre

Dodona (dorisch: ΔωΎώΜα, Dƍdáč“nā; attisch und ionisch: ΔωΎώΜη, Dƍdáč“nē) war ein antikes griechisches Heiligtum und Orakel. Es galt als Ă€ltestes Orakel Griechenlands und war nach Delphi das bedeutendste ĂŒberregionale Orakel der griechischen Welt.

Der mit dem Orakel verbundene Zeuskult scheint sich aus einem Àlteren Kult entwickelt zu haben, von dem sich in spÀterer Zeit unerklÀrliche Riten der Priesterschaft erhalten hatten. So wurde aus dem Rauschen einer dem Zeus heiligen Eiche, der Eiche von Dodona, geweissagt. ZusÀtzlich wurde der Flug von Tauben gedeutet und spÀter wurden mit Hilfe von Losen Anfragen beantwortet.

Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Geschichte der Landschaft Epirus verbunden. Erste Spuren menschlicher Zivilisation finden sich aus der frĂŒhen Bronzezeit. Die Ureinwohner der Region sollen die Pelasger gewesen sein, die bei der ersten griechischen Einwanderungswelle von Thesprotern verdrĂ€ngt worden sein sollen. Diese konnten Dodona bei spĂ€teren Einwanderungswellen verteidigen und verloren die Herrschaft möglicherweise erst zu Beginn des 4. Jahrhunderts v. Chr. an die Molosser. Durch diese lang wĂ€hrende KontinuitĂ€t konnten sich zunĂ€chst althergebrachte Riten erhalten. Der Ausbau Dodonas zu einem „modernen“ Heiligtum begann nach der MachtĂŒbernahme durch die Molosser. Zu dieser Zeit wurde der Ort religiöses und kulturelles Zentrum der Epiroten. Im Zuge der Auseinandersetzungen um die Vorherrschaft in Epirus wurde Dodona mehrfach zerstört, doch blieb der Kultplatz bis in die SpĂ€tantike bestehen.

Die heute zum Teil nur noch schlecht erhaltene und noch nicht komplett ausgegrabene archĂ€ologische StĂ€tte besteht aus den Resten mehrerer Tempel und profaner VerwaltungsgebĂ€ude. Besonders gut erhalten ist das Theater, das eines der grĂ¶ĂŸten seiner Art im griechischen Mutterland war.

Lage und Geschichte Dodonas

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Blick auf das Tomaros-Gebirge

Dodona liegt in der griechischen Landschaft Epirus. Sein Eichenhain war neben den OrakelstĂ€tten in Delphi, Lebadeia, Abai und Oropos im griechischen Mutterland sowie Klaros, Didyma und Patara in Kleinasien und dem Ă€gyptischen Orakel in der Oase Siwa eines der bedeutendsten Orakel der griechischen Welt. In seiner ĂŒberregionalen Bedeutung stand es in historischer Zeit nur hinter Delphi zurĂŒck, beanspruchte jedoch fĂŒr sich, das Ă€lteste und fĂŒr lange Zeit einzige Orakel in Griechenland gewesen zu sein.[1] Die antike StĂ€tte liegt 15 Kilometer sĂŒdwestlich des heutigen Ioannina in einem 12 Kilometer langen und bis zu 1.200 Meter breiten Tal im Osten der Kalkstein-Bergkette von Agios Nikolaos-Manoliasas und im Westen des Tomaros-Gebirges. Das Tal ist vor allem bei starken RegenfĂ€llen sumpfig, wozu auch viele Quellen im Tomaros beitragen. Drei Kilometer sĂŒdlich von Dodona befindet sich die Quelle des Louros. Schon in der Antike wurde die Existenz eines zweiten Dodona in Thessalien diskutiert. Diese Überlegungen halten bis in die heutige Zeit an, doch gibt es bisher keine handfesten Beweise fĂŒr dessen Vorhandensein.[2]

Vorgeschichte

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In ganz Epirus sind bisher nur sieben FundplĂ€tze bekannt, an denen Überreste aus der frĂŒhen und mittleren Bronzezeit gefunden wurden. Zu diesen gehört Dodona, was fĂŒr eine frĂŒhe Bedeutung und fĂŒr eine gĂŒnstige Lage als Siedlungsplatz spricht.[3] Die frĂŒhesten Funde werden in die Zeit um 2500 bis 2100 v. Chr. datiert. Es handelt sich dabei um Scherben handgefertigter, dickwandiger Keramik. Erste Bronzefunde â€“ neun Messer â€“ werden in den Zeitraum zwischen 2100/1900 und 1600 v. Chr. datiert.[4] Aus der spĂ€ten Bronzezeit wurden mykenische Keramikfragmente gefunden, die fĂŒr Beziehungen zum mykenischen Kulturraum sprechen. Weitere Funde lassen Verbindungen nach Mitteleuropa und Kleinasien vermuten. Bei Ausgrabungen im Jahr 1967 wurden zudem architektonische Spuren gefunden. Damit ist Dodona einer von nur vier Orten in Epirus, in denen man sicher bronzezeitliche Architekturspuren nachweisen konnte. Es ist bis heute unklar, ob diese Reste aus der Zeit zwischen dem 13. und 10. Jahrhundert v. Chr. schon in Zusammenhang mit einem Kult standen. Vor allem die Funde von Äxten, die im Allgemeinen eine der wichtigsten Votivgaben dieser Zeit waren, und das Fehlen von GrĂ€bern legen jedoch die Vermutung nahe, dass es sich hier um einen Kultplatz und nicht um eine Siedlung handelte.

Funde fehlen weitgehend fĂŒr die Zeitspanne der sogenannten Dunklen Jahrhunderte und fĂŒr die homerische Zeit. Die Kontakte zu weiter entfernten Regionen scheinen abgebrochen zu sein. In der wissenschaftlichen Diskussion stehen dafĂŒr drei Modelle, die die Verbindung zwischen Bronze- und Eisenzeit erklĂ€ren sollen. Zum Ersten ist ein Neubeginn des Kultes im 8. Jahrhundert v. Chr. möglich. Zum Zweiten gab es vielleicht eine KultkontinuitĂ€t seit dem 2. Jahrtausend v. Chr. Dritte Möglichkeit ist eine kultische AnknĂŒpfung an einen frĂŒheren Kult im 8. Jahrhundert v. Chr., an den sich Erinnerungen erhalten haben.[5]

GrĂŒndungsmythos und frĂŒheste ErwĂ€hnungen

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Schon bei den Griechen stand Dodona in einem besonderen Ruf, wofĂŒr die mythologischen Begebenheiten um die Stadt sprechen. Die Pelasger, die zu den mythischen Ureinwohner Griechenlands gezĂ€hlt wurden, sollen schon sehr lange in Dodona ihre namentlich nicht ĂŒberlieferten Götter verehrt haben. Die GrĂŒndungssage beschreibt eine enge Beziehung zum Alten Ägypten. Laut einer Variante der GrĂŒndungssage, die Herodot im Ă€gyptischen Theben hörte, entfĂŒhrten Phönizier zwei Priesterinnen aus Theben und verkauften eine von ihnen nach Libyen, wo sie in der Oase Siwa das Heiligtum des Zeus Ammon stiftete. Die andere verkauften sie nach Dodona, wo sie den Kult des Zeus begrĂŒndet haben soll. In Dodona selbst wurde Herodot erzĂ€hlt, dass aus Theben zwei schwarze Tauben entflogen seien, von denen eine in die Oase Siwa flog und ein Orakel des Zeus gestiftet habe, wĂ€hrend die andere bis Dodona gekommen sei. Dort habe sie sich auf einer Eiche niedergelassen und die Bewohner mit menschlicher Stimme angewiesen, hier ein Zeus-Orakel zu errichten.[6] Schon Herodot deutete die Tauben allegorisch als Priesterinnen.[7] Die Verbindung zu Ägypten, das â€“ wie seit Herodot bereits antike griechische Autoren mehrfach betonten â€“ die weitaus Ă€ltere Hochkultur besaß, ist zumindest ein Hinweis auf das Alter, die Bedeutung und nicht zuletzt den Anspruch des Orakels als grĂ¶ĂŸter Konkurrent Delphis, im Ansehen als herausragendes Orakel in Griechenland zu gelten.[8]

Die erste Nennung des Orakels in der Literatur ist jedoch noch weitaus Àlter als die Schrift Herodots. Schon in Homers Ilias, in der Dodona als einzige OrakelstÀtte ErwÀhnung findet, betet Achilleus:

„Zeus, pelasgischer, weitab wohnender, Herr von Dodona, / Wo der Winter so rauh. Dort lagern am Boden die Selloi, / Deine Seher, um dich mit nie gewaschenen FĂŒĂŸen. / Wie schon einmal das Wort du erhörtest meines Gebetes, / Ehrend mich, und mĂ€chtig schlugst du das Volk der AchĂ€er; / Also gewĂ€hre auch jetzt mir wiederum dieses Verlangen: / Ich zwar bleibe noch hier am Sammelplatz der Schiffe, / Doch den GefĂ€hrten entsend ich mit Scharen der Myrmidonen, / Um zu kĂ€mpfen; gib Ruhm, O weithindonnernder Zeus, ihm, / Und ermutige ihm im Innern das Herz, daß auch Hektor / Es erfahre, ob auch allein er zu kĂ€mpfen verstehe, / Unser Gefolgsmann, oder ob die unnahbaren HĂ€nde / Dann nur wĂŒten, wenn ich in Ares’ GewĂŒhl mich begebe.“[9]

Die Anrufung des Zeus von Dodona als „pelasgischer“ und die ErwĂ€hnung von barfĂŒĂŸigen Sehern sind singulĂ€r in der Überlieferung.[10] Auch in der Odyssee spielte das Orakel eine Rolle. So soll Odysseus wĂ€hrend seiner Irrfahrt das Orakel befragt haben:

„Noch sei er fort nach Dodona: aus hochbewipfelter / Eiche Spricht dort Zeus, der Gott, dessen Rat er zu hören verlange, / Wie er wohl Heimkehr finde ins liebe Land seiner Heimat, / Heimlich oder dass alle ihn sĂ€hen; denn lange sei er ferne.“[11]

Weitere BezĂŒge zu Dodona im griechischen Mythos sind etwa die sprechende und weissagende Planke aus dodonischem Eichenholz, die in der Argo verbaut wurde, und der bei Sophokles ĂŒberlieferte Tod des Herakles,[12] der in Dodona geweissagt wurde.

Dodona in historischer Zeit

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Ein nackter JĂŒngling, möglicherweise Apollon, korinthische Votivfigur mit Inschrift im korinthisch-griechischen Alphabet, gestiftet von einem Mann namens Etymokledas, um 540/30 v. Chr.

Wahrscheinlich kamen zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. in der ersten Einwanderungswelle griechischer StĂ€mme die Thesproter nach Epirus. WĂ€hrend der großen Wanderung um 1200 v. Chr. wanderten die Molosser ein, doch blieb Dodona offenbar noch bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. thesprotisch. WĂ€hrend der sogenannten Dunklen Jahrhunderte scheint es keinen Kontakt ĂŒber Epirus hinaus gegeben zu haben. EndgĂŒltige Aussagen kann man dazu jedoch nicht treffen, da diese Zeit archĂ€ologisch bisher kaum untersucht wurde. Allerdings zeugen die Weihgeschenke davon, dass das Orakel vor allem von regionaler Bedeutung war. Erst im spĂ€ten 8. Jahrhundert v. Chr. scheint es einen verstĂ€rkten Kontakt nach SĂŒdgriechenland gegeben zu haben. Durch die lange und kontinuierliche Herrschaft der Thesproter in Dodona konnten sich hier alte BrĂ€uche lange erhalten, zudem kam es erst spĂ€t zur Übernahme von Neuerungen wie befestigten Bauten.

Erst gegen Ende des 5. oder zu Anfang des 4. Jahrhunderts v. Chr. kam die Stadt unter die Herrschaft der Molosser. Um die Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. ĂŒbernahmen die Makedonen unter Philipp II. die Kontrolle ĂŒber Epirus und damit ĂŒber Dodona. Vor allem Philipps Frau Olympias soll eine enge Beziehung zum DodonĂ€ischen Orakel gepflegt haben. Nur kurz darauf kam Epirus unter die Kontrolle des makedonenfreundlichen Alexander I., eines Molossers. Höhepunkt dieser Molosserzeit war die Regentschaft von König Pyrrhos aus der Dynastie der Aiakiden, der wie die zeitgleichen hellenistischen Herrscher seine Macht durch ein intensives Bau- und Kultprogramm zu festigen versuchte. Davon profitierte Dodona, wo er eine rege BautĂ€tigkeit einsetzte. Fast alle Bauten von Bedeutung gehen auf seine Initiative zurĂŒck. Hinzu kamen wertvolle Weihgeschenke an die heilige StĂ€tte. Dies festigte Dodonas Stellung als kulturelles und politisches Zentrum von Epirus.

Nach dem Sturz der herrschenden Aiakiden 232 v. Chr. wurde Epirus demokratisch regiert. 224/23 v. Chr. schlossen sich die Epiroten den Makedonen an, was zu Konflikten mit deren Gegnern fĂŒhrte. Besonders betroffen war davon auch Dodona, das 219 v. Chr. von den Aitolern unter der FĂŒhrung ihres Feldherrn Dorimachos verwĂŒstet wurde – dabei wurde die SĂ€ulenhalle in Brand gesetzt, viele Weihgeschenke vernichtet und auch das heilige Haus zerstört.[13] Ein Jahr spĂ€ter rĂ€chte Philipp V. die Zerstörung des Ortes, indem er bei einem Feldzug Thermos zerstörte und die Beute zum Wiederaufbau des Heiligtums verwendete. WĂ€hrend der weiteren Auseinandersetzungen zwischen Makedonen, Aitolern und Römern versuchte sich Epirus neutral zu verhalten. Die römische Aufforderung, sie zu unterstĂŒtzen, fĂŒhrte zum Bruch des Epirischen Bundes. WĂ€hrend die Molosser die Makedonen unterstĂŒtzen, hielten die Thesproter und die Chaonier zu den Römern. Nachdem die Römer 168 v. Chr. endgĂŒltig ĂŒber die Makedonen gesiegt und deren VerbĂŒndete bestraft hatten, wurde Dodona in Mitleidenschaft gezogen. Da als Folge der Auseinandersetzungen die MĂŒnzprĂ€gung in Epirus aussetzte, begann Dodona mit der PrĂ€gung eigener MĂŒnzen, um einen Engpass in der MĂŒnzversorgung der Pilgerscharen auszugleichen, doch wurden MĂŒnzen nur in einem Zeitraum von 20 Jahren bis ins Jahr 148 v. Chr. In diesem Jahr wurde Epirus Teil der römischen Provinz Macedonia.

WĂ€hrend des Ersten Mithridatischen Krieges wurde der Ort 86 v. Chr. erneut – diesmal von den Thrakern – zerstört. Strabon berichtet um die Zeitenwende, dass das Heiligtum zu der Zeit fast gĂ€nzlich verschwunden war.[14] Dennoch bestand das Orakel als solches weiter fort. So besuchte Hadrian die StĂ€tte im Jahr 132 n. Chr., und Kaiser Julian befragte das Orakel noch im Jahr 362. Der christliche Kaiser Theodosius I. verbot jedoch im spĂ€ten 4. Jahrhundert alle heidnischen Religionen, und in Dodona wurde die heilige Eiche 391 oder 392 gefĂ€llt. Die antike OrakelstĂ€tte wurde von den Christen fĂŒr immer zerstört.

Auch die neue Religion des Christentums erkannte die kultische Bedeutung dieses seit mehr als 1.000 Jahren bestehenden Kultortes – Dodona wurde Bischofssitz. Unklar ist, wann Dodona diese Stellung einbĂŒĂŸte und der Bischof nach Ioannina ĂŒbersiedelte, dessen Aufenthalt dort seit spĂ€testens 879 belegt ist. Anzunehmen ist jedoch, dass der Ort schon um 550 im Zuge der Slawenwanderung zerstört und aufgegeben wurde. Damit endete die Geschichte des Ortes.[15] Die heutige Gemeinde Dodoni befindet sich in der NĂ€he des Heiligtums und hat 1.790 Einwohner (2001).

Orakelwesen und Götterverehrung

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Votivtafel mit Inschrift aus Dodona: Ein Mann namens Agathon, Sohn des Echephylos, weihte diese Tafel in seinem und dem Namen seiner Familie dem Zeus; letztes Drittel 4. Jh. v. Chr.

Nicht vollstĂ€ndig gesichert ist die Form der Weissagung im Heiligtum von Dodona und die Entwicklung des Orakelwesens.[16] Vor allem in literarischen Quellen wird von der Interpretation des Rauschens der heiligen Eiche und des Fluges der heiligen Tauben berichtet. Diese Techniken verweisen alle in den Himmel, den Wirkungsbereich des Orakelinhabers Zeus. Dem stehen die Funde mehrerer tausend OrakeltĂ€felchen gegenĂŒber, die in das 5. Jahrhundert v. Chr. und danach datiert werden. Ein Großteil dieser Tafeln ist noch unbearbeitet und unveröffentlicht – die bisher erkannte Formelhaftigkeit der Texte legt nahe, dass die Antworten durch ein Losverfahren gegeben wurden. Auch diese Orakeltechnik ist fĂŒr Dodona in literarischen Quellen belegt.

Die lange Tradition der StĂ€tte wird selbst fĂŒr spĂ€tere Griechen in den schwer erklĂ€rbaren archaischen Riten erkennbar. MĂ€nnliche Priester, die schon bei Homer als ÏƒÎ­Î»Î»ÎżÎč selloi (auch áŒ•Î»Î»ÎżÎč helloi) bekannt waren, wuschen sich beispielsweise nie die FĂŒĂŸe und schliefen auf dem Boden, was vor allem in den kĂŒhlen Wintermonaten als außergewöhnlich angesehen werden muss.[17] Sie waren fĂŒr die eher einfachen Aufgaben zustĂ€ndig und fĂŒhrten ein geregeltes Leben. Offenbar waren einzelne Selloi auf bestimmte TĂ€tigkeiten spezialisiert. Flavius Philostratos[18] beschreibt den Kultplatz in seinem Werk: Von der heiligen Eiche hĂ€ngen BĂ€nder, der ganze Ort liegt unter Opferrauch. Zu den Selloi schreibt er:

„[Sie] leben eigentlich von der Hand in den Mund und fĂŒhren noch kein kultiviertes Leben, sondern sagen, sie wĂŒrden es nicht einmal so einrichten; denn Zeus habe Freude an ihnen, weil sie mit dem zufrieden seien, was der Ort von selber biete. Sie sind nĂ€mlich Priester und der eine hat die KrĂ€nze aufzuhĂ€ngen, der andere Gebete zu verrichten, dem dritten obliegt es, sich um die Opferkuchen zu kĂŒmmern, der hier sorgt fĂŒr Gerstenkörner und Opferkörbe, dieser opfert etwas, und dieser endlich wird es keinem anderen gestatten, das Opfertier zu hĂ€uten.“

Die Selloi waren offenbar zunĂ€chst fĂŒr die Interpretation des Eichenrauschens sowie des Fluges und des Gurrens der Tauben zustĂ€ndig, wobei vor allem die Grundlagen fĂŒr die Interpretation des Rauschens der Eiche heute kaum mehr nachvollzogen werden können und schon den antiken Zeitgenossen RĂ€tsel aufgaben.

Im Laufe der Zeit, wenn auch relativ spĂ€t, bekam Zeus in seinem Heiligtum eine GefĂ€hrtin. Nicht etwa seine spĂ€ter kanonische Gemahlin Hera, sondern seine erste Frau Dione wurde orakelgebende Partnerin â€“ war sie doch die Göttin der Weisheit, die sich Zeus einverleibt hatte. Damit hielten drei Ă€ltere Priesterinnen Einzug, die angeblich in einem Rauschzustand vor allem fĂŒr die Interpretation des Taubenflugs zustĂ€ndig waren.[19] Sie waren nicht an die alten Riten der Selloi gebunden und verkörperten eher modernere Traditionen. Philostratos beschreibt sie folgendermaßen:

„Hier die dodonaeischen Priesterinnen in ernstem und feierlichem Aufzug; sie scheinen nĂ€mlich nach Rauch- und Trankopfern zu duften.“

Es gibt Meinungen in der Forschung, nach der der Dione-Kult sogar der Ă€ltere der dodonischen Kulte war. Sollte dies zutreffen, muss man jedoch von einer zeitweiligen Unterbrechung dieses Kultes ausgehen, da lange Zeit ein Kult neben dem des Zeus nicht nachweisbar ist. Die Selloi gelten als ReprĂ€sentanten einer vorzivilisatorischen Zeit. Die Priesterinnen hingegen verkörpern eine höhere Stufe der Zivilisation. Dazu passt auch die AusĂŒbung der einfacheren TĂ€tigkeiten durch die Priester, wĂ€hrend die Priesterinnen komplexere Aufgaben, etwa beim Losorakel, bewerkstelligten.[20]

OrakeltÀfelchen, nach K. Karapanos: Dodone et ses ruines. Paris 1878, Taf. 60, 1

Das Losorakel scheint die beiden Ă€lteren Techniken seit dem 5. vorchristlichen Jahrhundert, spĂ€testens aber bis zum 4. vorchristlichen Jahrhundert zunehmend verdrĂ€ngt zu haben. Unter Aufsicht der Priesterinnen wurden auf Orakelanfragen kleine Lose in Form von BleitĂ€felchen aus einem Topf gezogen, auf dem die Antworten des Orakels standen. Damit entwickelte sich Dodona von einem Zeichenorakel, bei dem der göttliche Wille interpretiert wurde, zu einem Wortorakel, bei dem nach modernem VerstĂ€ndnis Antworten zufĂ€llig gegeben wurden. Die Bedeutung des Orakels in der griechischen Welt spiegelt sich in den vielen gefundenen Votiven wider, die aus weiten Teilen der griechischen Welt – neben dem griechischen Mutterland vor allem aus SĂŒditalien, aber auch aus Kleinasien – stammten. Nach einem Seesieg ĂŒber die Spartaner stiftete beispielsweise die Stadt Athen ein BronzebĂ€ndchen[21] mit einer Inschrift, das möglicherweise an einer wertvolleren Gabe befestigt war oder in die heilige Eiche gehĂ€ngt wurde. Die Entwicklung zum Losorakel ging wohl sogar mit einer VerdrĂ€ngung der mĂ€nnlichen Priester und ihrer vorgriechischen Riten durch die weiblichen Priesterschaft einher. Nicht selten widersprechen sich die literarischen Mitteilungen und die archĂ€ologischen Funde. So ist die durch schriftliche Quellen belegte Ekstase der Priesterinnen bei der OrakelverkĂŒndung schwerlich mit der praktisch belegten OrakelverkĂŒndung durch Lose vereinbar.[22]

Nur in Dodona wurde Zeus Naios verehrt. Der Beiname ÎÎŹÏŠÎżÏ‚ NĂĄios leitet sich offenbar von ÎœÎŹÎ”ÎčΜ nĂĄein, deutsch ‚schwimmen‘ bzw. ‚fließen‘ ab. Demnach ist der dodonische Zeus der zum Wasser gehörige Zeus. Die Gleichsetzung mit einem vorzeitlichen bei Dodona verehrten Quell- und Wassergott ist allerdings zweifelhaft; eine heilige Quelle bei Dodona wird erstmals von Plinius dem Älteren erwĂ€hnt.[23] Wahrscheinlicher erscheint eine Verbindung zu Zeus als Wettergott. So ist er als Regengottheit zu verstehen, war die Gegend um Dodona doch von blĂŒhender Landwirtschaft geprĂ€gt, die schon Hesiod und Pindar hervorheben.[24] Zu seinen Ehren wurden wohl seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. alle vier Jahre Festspiele in Dodona, die so genannten Naia, veranstaltet, deren Hochzeit bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. ging. Zu diesen Festen gehörten wohl neben musischen Agonen auch Regenzauber. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Veranstaltung zu einem ĂŒberregionalen Fest mit GĂ€sten auch aus anderen Teilen Griechenlands. Nach der Errichtung des Stadions wurden neben dramatischen Agonen auch sportliche, darunter auch PferdewettkĂ€mpfe abgehalten.[25]

ArchÀologischer Befund

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1: Akropolis; 2: Theater; 3: Stadion; 4: Bouleuterion; 5: Haus der Priester; 6 und 7: Prytaneion und Erweiterung; 8: Tempel der Aphrodite; 9: Römisches GebĂ€ude; 10: Tempel der Themis; 11: „Heiliges Haus“ (áŒčÎ”ÏÎŹ ΟጰÎșία); 12 und 13: Neuer und alter Tempel der Dione; 14 und 15: Tempel und Altar des Herakles; 16: Christliche Basilika; 17: Westmauern; 18 und 19: Neues und altes Westtor

Erstmals wurde um 400 v. Chr. bei der Eiche ein kleines Bauwerk errichtet. In der zweiten HĂ€lfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. wurde der Bereich der Eiche und des Hauses durch eine Mauer eingefasst. Bis zum Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. war ein kleines Temenos mit hohen Mauern und SĂ€ulenhallen an drei Innenseiten entstanden. Das heilige Haus war zu einem kleinen Tempel mit Cella und Vorhalle erweitert, der Eingangsbereich mit einem Propylon ausgestattet worden. Östlich des Eichenhains erhielt Dione einen kleinen Tempel, spĂ€ter auch Herakles. Westlich der Eiche entstanden kleine Tempel fĂŒr Themis und Aphrodite. WĂ€hrend der Regentschaft des Pyrrhos wurde der Bau eines Bouleuterions, eines Stadions und eines Theaters begonnen und nach dem Tod des Regenten vollendet. Auf der Akropolis wurden eine Mauer und ein Turm errichtet, hier entstand ein RĂŒckzugsort fĂŒr unruhige Zeiten. Die Sakralarchitektur stand in der Tradition hellenistischer Architektur. Im Laufe der Zeit nĂ€herte sich die architektonische Ausstattung immer mehr denen anderer KultplĂ€tze an, die schon frĂŒher mit Tempeln geschmĂŒckt worden waren. In Dodona wurden allerdings vergleichsweise fortschrittliche Bauformen verwendet, wodurch Dodona moderner als vergleichbare HeiligtĂŒmer wirkte.[26]

Problematisch fĂŒr die Erforschung, vor allem fĂŒr die Deutung vieler Bauten, ist zum einen der sehr schlechte Erhaltungszustand vieler GebĂ€ude, zum anderen die sehr schlechte Publikationslage fĂŒr nahezu alle GebĂ€ude. Über die meisten Grabungskampagnen gibt es kaum mehr als vorlĂ€ufige Grabungsberichte, Abschlussberichte fehlen bislang völlig. Viele Annahmen in der Forschung beruhen bislang auf den Vermutungen der AusgrĂ€ber, die jedoch nicht selten diskussionswĂŒrdig sind.[27]

Die Baugeschichte des Heiligtums wird in drei Phasen unterteilt. Die erste Phase dauert von den ersten Bauten in klassischer Zeit (um 400 v. Chr.) bis zur Zerstörung durch die Römer 219 v. Chr. Innerhalb dieser Phase sind die Datierungen nicht immer gesichert. Die sich anschließende zweite Phase endet 168 v. Chr. Alle weiteren Neu- und Umbauten stammen aus der dritten Bauphase in römischer und frĂŒhchristlicher Zeit.[28]

Sakralbauten

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Die in Dodona am frĂŒhesten belegte Sakralarchitektur stammt aus vergleichsweise spĂ€ter Zeit. WĂ€hrend bei anderen Orakeln und HeiligtĂŒmern schon seit der Epoche des geometrischen Stils (ca. 900 – 700/675 v. Chr.), verstĂ€rkt aber etwa ab 600 v. Chr., Holz- und Lehmbauten in SteingebĂ€ude umgebaut oder neue errichtet wurden, setzte diese Entwicklung in Dodona erst sehr spĂ€t ein. Dies ist verwunderlich, da man davon ausgehen kann, dass Dodona einer der Ă€ltesten bedeutenden Kultorte Griechenlands war. Möglicherweise hĂ€ngt dieser Umstand mit der besonderen Verehrung des Zeus zusammen. Auch andernorts, etwa in Olympia, wurde der Göttervater noch im Freien an einem Altar verehrt, als andere Götter, etwa seine Gemahlin Hera, schon einen teilweise aus Stein errichteten Tempel besaßen.[29]

Der Bau erster KultgebĂ€ude aus Stein scheint mit der historischen Entwicklung einhergegangen zu sein. Die eher archaischen Formen der Götterverehrung wandelten sich in dieser Zeit auch durch den Einfluss der kulturellen Entwicklung in Epirus. Eine RĂŒckstĂ€ndigkeit des Kultes und des Kultplatzes lĂ€sst sich daraus offenbar nicht ableiten; man benötigte in den 200 Jahren zuvor keine GebĂ€ude. Die Verehrung des Gottes in Form der Eiche schien den AnsprĂŒchen ungewöhnlich lange zu genĂŒgen.[30]

Abweichend von gĂ€ngigen Gepflogenheiten orientiert sich die gesamte Anlage nicht nach Osten, sondern nach SĂŒdosten,[31] was durch landschaftliche Gegebenheiten bedingt gewesen sein mag.

Zeustempel

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Blick auf die Reste der Umfassungsmauer des Zeustempels mit einer wohl in den 1980er Jahren gepflanzten Eiche, Sommer 2007
Blick von der RĂŒckseite des Tempelbaus auf die Grundmauern des Tempels und die seitlich liegenden Reste der Umfassungsmauern, April 2008

Die Anlage des Zeusheiligtums befindet sich im Mittelpunkt der anderen Kultbauten und ist somit als Mittelpunkt Dodonas zu erkennen. Eichen aus dieser Zeit der Verehrung im Hain stehen nicht mehr. In die erste Ausbauphase des Heiligtums fallen drei der bislang erkannten Bauphasen des Zeusheiligtums. Der Ă€lteste Bau war ein NaĂŻskos von 6,40 Ă— 4,10 m. Heute existiert davon nur die unterste Schicht des Fundaments aus rechteckigen Quadersteinen, von der die Ostseite noch gut zu erkennen ist. Da sich keine Reste des (hölzernen?) Architravs erhalten haben, ist es unklar, ob es ein Tempel ionischer oder dorischer Ordnung war. Auch eine Kultbildbank wurde nicht gefunden. Der in die Zeit zwischen dem Ende des 5. und ersten Viertel des 4. Jahrhunderts v. Chr. datierte Bau sollte nicht der Wohnort des Gottes sein, sondern diente allein zur Aufnahme der Weihgeschenke.[32]

Die zweite Bauphase ist durch eine Erweiterung der Anlage gekennzeichnet. Hierbei wurde der NaĂŻskos selbst nicht erweitert, sondern vielmehr mit Mauern ein großer viereckiger Bereich eingefasst, der die Heilige Eiche und den Eingangsbereich des NaĂŻskos umschloss. Im SĂŒden befand sich der Eingang. Der Bereich hatte eine Nordost-SĂŒdwest-Ausdehnung von 13,72 Metern. Die Umfassungsmauern wurden aus Kalksteinquadern errichtet, die Höhe variiert von 1,08 Metern an der nordöstlichen bis zu 1,50 m an der sĂŒdwestlichen Seite des Eingangs. Der Höhenunterschied ist dem nach Westen hin abfallenden GelĂ€nde geschuldet. Deshalb schließt sich die Mauer im Westen fast direkt an den Eingangsbereich des Tempels an, dehnt sich aber nach Osten viel weiter aus. Der auf die Eiche orientierte Eingang des Kultbereiches liegt nicht in einer Flucht mit dem Eingang des Tempels. Diese Erweiterung wird etwa in die Zeit zwischen 350 und 330 v. Chr. datiert.[33]

In der dritten Bauphase wurde die schlichte Temenosmauer durch einen grĂ¶ĂŸeren, 19,20 Ă— 20,80 m umschließenden Peribolos ersetzt. Drei Innenseiten des Peribolos erhielten SĂ€ulenhallen, nur die von der Eiche eingenommene Nordostseite erhielt keinen SĂ€ulengang. Der NaĂŻskos blieb gegenĂŒber der ersten Phase unverĂ€ndert. Die RĂŒckseite des Tempels bildete nun allerdings einen Teil der Umfassungsmauer. Durch diese Verschiebung der Nordmauer wurde das Zeusheiligtum vergrĂ¶ĂŸert. Die SĂŒd- und Westseite wurden neu errichtet, die Ostseite wurde hingegen auf dem Fundament der alten Mauer aufgebaut. Etwas östlich der SĂŒdseite befand sich ein fĂŒnf Meter breiter Eingangsbereich. Die SĂ€ulen der Innenhalle waren aus dunklem Sandstein in ionischer Ordnung gefertigt. Diese dritte Bauphase wird am Übergang des vierten zum dritten Jahrhunderts v. Chr. angesetzt.[34]

Die vierte Bauphase des Zeustempels stammt aus der zweiten Ausbauphase Dodonas. Eine konzeptionelle Neuordnung des Heiligtums fand nicht statt. Der Umfang der Anlage blieb bestehen. Der Eingang wurde durch ein prostyles, 4 Ă— 2 SĂ€ulen umfassendes Propylon besonders hervorgehoben. Die SĂ€ulenhallen im Inneren blieben in alter GrĂ¶ĂŸe erhalten. Der NaĂŻskos hingegen wurde durch einen grĂ¶ĂŸeren Prostylos mit 4 Ă— 2 SĂ€ulen großer Vorhalle ersetzt. Der Bau aus großen rechteckigen Steinen misst 14,40 Ă— 7,10 m. Der Bau ist in Pronaos (2,50 Ă— 4,60 m), Cella (5,00 Ă— 4,60 m) und Adyton dreigeteilt. Die Verbreiterung des Tempels ging zu Lasten der nordöstlichen SĂ€ulenhalle, die um eine SĂ€ulenstellung gekĂŒrzt wurde. Damit stand der neue Tempel in der Mitte der Nordseite. Als Folge lagen der breitere Tempel und der Eingangsbereich nun in einer Flucht. Die mit der Verbreiterung des Tempels einhergehende VerlĂ€ngerung fĂŒhrte dazu, dass er im Norden um vier Meter ĂŒber die Umfassungsmauer hinausragte. Der Neubau nach den Zerstörungen von 219 v. Chr. wird ins Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr., wahrscheinlich in die Zeit zwischen 219 und 210 v. Chr. datiert.[35]

Der Anlage waren im SĂŒden neun Sockelbasen aus verschiedenen architektonischen Perioden vorgelagert. Sie waren zur Aufstellung von Weihgeschenken gedacht.

  • Erste Bauphase des Zeustempels
    Erste Bauphase des Zeustempels
  • Zweite Bauphase des Zeustempels
    Zweite Bauphase des Zeustempels
  • Dritte Bauphase des Zeustempels
    Dritte Bauphase des Zeustempels
  • Vierte Bauphase des Zeustempels
    Vierte Bauphase des Zeustempels

Dionetempel

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Der Dionetempel wurde 1958 freigelegt. Es ist nur noch der Unterbau aus Kalkstein erhalten. Der Grundriss des Prostylos â€“ 9,82 m in der Nord-SĂŒd- und 9,35 m in der Ost-West-Ausdehnung â€“ ist fast quadratisch. Eine quer verlaufende Mauer unterteilt den kleinen Tempel in zwei Bereiche, den vorgelagerten Pronaos und die eigentliche Cella. Sie waren durch eine sich nach innen öffnende TĂŒr verbunden. Es wurden nur wenige Reste der architektonischen Bauglieder gefunden. Bei den erhaltenen SĂ€ulenresten aus Sandstein handelt es sich um SĂ€ulen der ionischen Ordnung. Eine gefundene Lehmschicht wurde als Rest einer Lehmziegelmauer interpretiert, die offenbar zur Kostenersparnis fĂŒr den Aufbau der WĂ€nde verwendet wurden. Da SandsteinsĂ€ulen nicht beim Wiederaufbau nach 219 v. Chr. verwendet wurden, muss die erste Bauphase des GebĂ€udes vor dieses Jahr datiert werden. Wenn es sich hier um den Dionetempel handelt, ist eine Datierung in die Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. wahrscheinlich, da Hypereides[36] einen Tempel und ein Kultbild der Dione in Dodona erwĂ€hnt. Fundamentreste im westlichen Raum, der Cella, könnte man somit als Standort des Kultbildes interpretieren.[37]

Nach der Zerstörung wurde der alte Tempel nicht erneuert, sondern durch einen weiter sĂŒdwestlich gelegenen Neubau ersetzt, der 1935 entdeckt und 1954 ausgegraben wurde. Er hat eine GrundflĂ€che von 9,60 Ă— 6,35 n.[38] Der Tempel wurde durch eine Quermauer in Pronaos und Cella unterteilt. Die Zuweisung an Dione ist in beiden FĂ€llen unsicher. Durch gefundene Fibeln, die hier als Opfergaben gebracht wurden, ist zumindest die Zuschreibung an eine weibliche Göttin beim ersten Tempel sehr wahrscheinlich. Schon Herodot berichtete von der Sitte, weiblichen Gottheiten Fibeln zu opfern.[39]

  • Grundriss des ersten Dionetempels
    Grundriss des ersten Dionetempels
  • Blick auf die Reste des ersten Dionetempels, April 2008
    Blick auf die Reste des ersten Dionetempels, April 2008
  • Grundriss der zweiten Ausbauphase des Dionetempels
    Grundriss der zweiten Ausbauphase des Dionetempels
  • Blick auf die Reste des zweiten Dionetempels, April 2008
    Blick auf die Reste des zweiten Dionetempels, April 2008

Themistempel

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Grundriss des Themistempels
Blick auf die Reste des Themistempels, April 2008

Das GebĂ€ude wurde in den 1930er-Jahren ausgegraben. Erhalten sind das Fundament aus großen Platten sowie Teile der Euthynterie. Der ionische Prostylos war etwa 10,30 Ă— 6,25 n groß und wurde durch eine quer verlaufende Mauer in Pronaos und Cella geteilt. Parallel zur Vorderfront des NaĂŻskos haben sich Spuren erhalten, die als ein von Orthostaten umgebener Altar interpretiert werden. Die Datierung des Komplexes ist schwierig, aufgrund der Verwendung von Sandstein ist die Datierung des Baus jedoch vor 219 v. Chr. anzusetzen. Der Tempel wurde zunĂ€chst fĂŒr den Tempel der Aphrodite gehalten, doch 1967 von Dakaris aufgrund einer gefundenen Orakelinschrift revidiert. Möglicherweise lĂ€sst diese Inschrift auf eine göttlich verehrte Trias aus Zeus, Dione und Themis schließen. Dann mĂŒssten die Tempel der Göttinnen den Tempel des Zeus flankieren. Diese Deutung ist jedoch umstritten. Die Entwicklung des Tempels in der zweiten Architekturphase ist ebenso unsicher wie die Zuweisung.[40]

Aphroditetempel

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Grundriss des Aphroditetempels, rechts das römische GebÀude
Reste beider GebÀude im April 2008

Das GebĂ€ude wurde 1955 entdeckt und 1967 ein zweites Mal untersucht. Nur die Grundmauern des Tempels sind erhalten. Der Unterbau besteht aus relativ kleinen Steinen und wurde vergleichsweise nachlĂ€ssig errichtet. Das 8,50 Ă— 4,70 n große GebĂ€ude ist durch eine Quermauer geteilt. Aufgrund einiger Architekturreste ist dieser Tempel wahrscheinlich als NaĂŻskos in Form eines Antentempels anzusehen, der in dorischer Form errichtet wurde. SĂ€ulenfragmente aus Kalkstein und Kapitellfragmente aus Sandstein helfen bei der Datierung in den Zeitraum zwischen Ende des 4. und Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr. Die Zuordnung des GebĂ€udes zu Aphrodite erfolgte 1967, als der bis dahin als Aphroditetempel angesehene Themistempel uminterpretiert wurde. Beweis fĂŒr die Zuschreibung an Aphrodite sollen einige Kleinfunde aus der unmittelbaren Umgebung des Tempels sein â€“ weibliche Tonfragmente mit vor die Brust gehaltenen Tauben, einem Aphroditeattribut. Allerdings sind solche Opfergaben auch im Zusammenhang mit anderen Göttern, etwa Hera und Athene, bekannt. Da die Göttin in Epirus sehr beliebt und zudem eine Tochter der Dione war, ist die Annahme eines Aphroditetempels vertretbar, doch ist die Zuschreibung auch dieses Tempels letztlich unklar.

Der Zustand des Tempels nach den Zerstörungen von 219 v. Chr. ist nicht untersucht.[41]

Nordöstlich des Baus wurde ein weiteres GebÀude aus römischer Zeit gefunden, dessen Bedeutung unklar ist.

Heraklestempel

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Grundriss des Heraklestempels, im Norden Spuren der Basilika

Das erstmals 1921 ausgegrabene GebĂ€ude wurde erneut 1929 und nochmals 1955 untersucht. Schon frĂŒh wurde der 9,55 m breite, 12,60 m lange und nach SĂŒdosten orientierte NaĂŻskos als dorischer Prostylos erkannt, doch zunĂ€chst als Schatzhaus gedeutet. Vor dem Eingangsbereich befand sich eine terrassenartige Pflasterung aus drei Reihen von Kalksteinen. Direkt östlich des Pronaos fand sich ein steinernes Fundament, vermutlich eines Altars.

Jedoch ist bereits die Annahme eines Herakleskultes fĂŒr Dodona umstritten. Die Zuschreibung des Tempels erfolgte auf Grund einer am Tempel gefundenen Metope aus Kalkstein, die den Kampf des Herakles mit der Hydra zeigt. Anhand der Metope ist der Tempel in das 3. Jahrhundert v. Chr. zu datieren. Wenn es sich um einen Heraklestempel handelt, könnte man von einer genaueren Datierung in die Zeit zwischen 297 und 272 v. Chr. ausgehen, da sich die Aiakiden als Nachfahren des Herakles sahen. Allerdings ist die Zuschreibung auf Grund der Metope sehr ungewiss, eine Darstellung der Taten des Herakles konnte auch an anderen Tempeln erfolgen, wie das Beispiel des Zeustempels in Olympia zeigt. Sollte es sich hier um einen Heraklestempel handeln, so erfolgte die Verehrung an dieser Stelle allein aus politischen, nicht aus althergebrachten religiösen Motiven und diente allein der Machtdemonstration der Aiakiden. FĂŒr den Tempel sind Reparaturen an der inneren Quermauer fĂŒr die Zeit nach der Zerstörung von 219 v. Chr. nachweisbar.[42]

Reste der Basilika im April 2008

Christliche Basilika

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Der Tempel wurde im nördlichen Bereich teilweise von der christlichen Kirche ĂŒberbaut. Sie stammt wohl aus der Zeit, in der Dodona kurzzeitig Bischofssitz war. Bei der Errichtung wurden nördliche Teile des Heraklestempels und ein kleiner Teil des Ă€lteren Dionetempels einbezogen. Die Basilika wurde schon wĂ€hrend der ersten Grabungen freigelegt, da hier der Zeustempel vermutet wurde. Diese Zuschreibung auf Grund diverser gefundener Artefakte und Inschriften war jedoch nicht haltbar.[43]

Profanbauten

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Bei den Profanbauten war Dodona im Vergleich zu anderen HeiligtĂŒmern ebenfalls NachzĂŒgler, begann ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. jedoch schnell aufzuholen, und im Laufe der Zeit wurde ein Großteil der in einem Heiligtum ĂŒblicherweise anzutreffenden GebĂ€ude errichtet. So gab es ein Bouleuterion, ein Theater, ein Stadion und ein Prytaneion. Auch die Profanbauten orientierten sich an den gĂ€ngigen Architekturformen des Hellenismus. Vor allem auf das Theater, das eines der grĂ¶ĂŸten im griechischen Mutterland war, wurde besonderes Augenmerk gelegt.[44] Im Vergleich zu den eher kleinen Sakralbauten sind die Profanbauten, vor allem Bouleuterion, Prytaneion und Theater, ungewöhnlich groß.

Priesterhaus

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Grundriss des Priesterhauses

Zwischen dem Theater und einem hinsichtlich seiner Funktion nicht zu bestimmenden GebĂ€ude befindet sich ein Haus, das zunĂ€chst als WohngebĂ€ude fĂŒr die Priester gedeutet wurde. Der rechteckige Bau hat eine Ausdehnung von 17,30 Ă— 10,70 m. Die Mauern wurden aus aufgeschichteten, kleinen plattenartigen Steinen und aus Lehmziegeln errichtet. Im Inneren des Hauses fanden ArchĂ€ologen einen Herd mit Asche und Keramikscherben, aufgrund derer das Haus in das 4. Jahrhundert v. Chr. datiert wurde, womit es eines der Ă€ltesten GebĂ€ude Dodonas ist. Der im Zentrum befindliche Herd spricht fĂŒr eine typologische Verbindung zu Hausformen aus geometrischer Zeit. Die erste Deutung des Hauses als Prytaneion, als WohngebĂ€ude der Priesterschaft und der molossischen Beamten, war nach dem Fund des eigentlichen Prytaneions nicht mehr haltbar. Möglicherweise diente das GebĂ€ude auch als GĂ€stehaus fĂŒr hochrangige Besucher. In einer zweiten Bauphase in pyrrhischer Zeit wurden die West- und SĂŒdseite mit großen Quadersteinen verkleidet, um eine bessere Wirkung in der Verbindung mit dem Theater zu erreichen. Nach der Zerstörung Dodonas durch die Aitoler wurde das GebĂ€ude aufgegeben.[45]

Bouleuterion

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Blick auf die Reste der Stoa des Bouleuterions (April 2008)
Grundriss des Bouleuterions

Das Bouleuterion wurde schon bei Ausgrabungen im 19. Jahrhundert entdeckt, jedoch noch nicht als RatsgebĂ€ude erkannt. Erst 1965 begannen die eigentlichen Ausgrabungen, die Aufschluss in Bezug auf die Bedeutung und die Datierung brachten. Der große rechteckige Bau mit einer Nord-SĂŒd-Ausdehnung von 43,60 m ist an der SĂŒdseite 32,50 m breit, an der Nordseite 31,60 m. Das GebĂ€ude wurde an einem Hang errichtet â€“ nach Norden hin gibt es einen Höhenunterschied von acht Metern. Dem HauptgebĂ€ude war an der SĂŒdseite eine an den Seiten offene Stoa im dorischen Stil vorgelagert. Es war vom SĂŒden her durch zwei TĂŒren zu betreten. An den Innenseiten der Nord- und der SĂŒdmauer, sowie an den Außenseiten der beiden anderen Mauern, wurden StĂŒtzpfeiler errichtet. Im nördlichen Teil des Baus finden sich zwei Reihen mit je drei SĂ€ulen im Innenraum. Da stĂŒtzende SĂ€ulen im SĂŒden fehlen, ist unklar, ob nur der nördliche Teil des GebĂ€udes ĂŒberdacht war. In der Forschung ist außerdem umstritten, ob die etwa 20 Meter breite FlĂ€che mit einer frei tragenden Decke ĂŒberspannt gewesen sein könnte.

Nach der Zerstörung 219 v. Chr. wurde das GebĂ€ude mit unverĂ€ndertem Grundriss wieder errichtet. Die SandsteinsĂ€ulen wurden jedoch durch KonglomeratsĂ€ulen ersetzt und die Sandsteinkapitelle durch Kapitelle aus Kalkstein. Im sĂŒdlichen Teil wurden zwei weitere SĂ€ulen als DachstĂŒtze errichtet. Eine erhaltene Basis sowie das zugehörige Kapitell belegen, dass der Aufbau der ionischen Ordnung folgt. Möglicherweise besaß das GebĂ€ude steinerne Sitzreihen.

Die Datierung der ersten Bauphase in den Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. erfolgte anhand epigraphischer Funde â€“ vor allem MĂŒnzen und Kleinfunde â€“ sowie der Verwendung von Baumaterialien aus Sandstein. Die Deutung des GebĂ€udes ist aufgrund epigraphischer Funde politischen Inhalts umstritten, die sich an Sockeln befanden, welche vor der Westseite des GebĂ€udes aufgestellt waren. Im Inneren des GebĂ€udes befand sich zudem ein Altar aus der Zeit um 200 v. Chr., der unter anderem dem Zeus Boulaios (dem ratgebenden Zeus) geweiht war. Es ist anzunehmen, dass das GebĂ€ude als zentrales VersammlungsgebĂ€ude in Epirus Verwendung fand. DafĂŒr sprechen auch gefundene Stimmsteine aus Ton, die politische AktivitĂ€ten erkennbar machen.[46]

Prytaneion

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Das Prytaneion war das Wohnhaus der Priester von Dodona und der epirotischen Beamtenschaft. Erste Grabungen gab es hier schon im 19. Jahrhundert, aufgrund derer das GebĂ€ude als Prytaneion erkannt wurde. In den 1980er Jahren erfolgten intensive Ausgrabungen, die noch bis heute andauern.

Schon Jahre vor der Entdeckung des GebĂ€udes wurde eine Inschrift gefunden, in der angefragt wurde, ob die Bediensteten des Zeus Naios und der Dione von einem bestimmten Geldbetrag ein Prytaneion errichten dĂŒrfen. Da eine Ortsangabe bei der Anfrage fehlt und Zeus Naios genannt wurde, kann die Errichtung eines solchen GebĂ€udes als gesichert gelten. Kleinfunde, die fĂŒr eine Archivfunktion des GebĂ€udes sprechen â€“ als Archiv zu dienen war eine der Funktionen eines solchen GebĂ€udes â€“, untermauern die Annahme.

Der Bau wird etwa auf dieselbe Zeit wie die des Bouleuterions datiert. Im westlichen Teil des GebĂ€udes befindet sich ein 12 Ă— 12 m großer Raum, in dem Fundamente von sieben steinernen Sitzreihen gefunden wurden. Über einen Durchgang war östlich ein 17,10 Ă— 12,50 m großes Peristyl dorischen Stils zu erreichen. Hier fand sich ein Altar aus römischer Zeit. Nach den Zerstörungen 219 v. Chr. behielt das GebĂ€ude seinen Grundriss. Im Norden des GebĂ€udes kam ein Anbau mit fĂŒnf weiteren, kleineren, RĂ€umen hinzu. Dieser Anbau war 33,30 Ă— 7,70 m groß. Drei der RĂ€ume hatten identische Abmessungen von 5,20 Ă— 5,50 m. Sie waren zunĂ€chst als SchlafrĂ€ume mit jeweils neun Klinen konzipiert. Vor dem Neubau wurde eine Stoa errichtet. Zum Neubau und zur Erweiterung wurde viel Material wieder verwendet, das von vor der Zerstörung stammte.[47]

  • Blick auf die Reste des Prytaneions, im Vordergrund das Peristyl, April 2008
    Blick auf die Reste des Prytaneions, im Vordergrund das Peristyl, April 2008
  • Grundriss des Prytaneions
    Grundriss des Prytaneions

Theater

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Mit einem Fassungsvermögen von etwa 18.000 Zuschauern war das Theater Dodonas eines der grĂ¶ĂŸten des griechischen Mutterlandes. Der Bau wurde in einer Mulde am westlichen Ende des Talhanges errichtet.

In den 1950er Jahren fanden umfangreiche Ausgrabungen statt, Orchestra und SkenengebĂ€ude wurden komplett frei gelegt. Die erste Bauphase wird auf den Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. datiert. Das Koilon mit seinen Sitzreihen hat einen maximalen Durchmesser von 129 Metern. Es gab 56 oder 57 Sitzreihen in drei RĂ€ngen. Der untere Rang bestand aus 21 Sitzreihen, der mittlere aus 16 und der obere, weniger gut erhaltene, aus 19 oder 20 Sitzreihen. Durch zehn sternförmig angelegte Erschließungstreppen werden der untere und der mittlere Rang in je neun Keile unterteilt. Zum oberen Rang fĂŒhren 19 Treppen, die ihn in 18 Keile teilen. Die Orchestra hat einen Durchmesser von 18,70 m, die Skene ist 31,30 Ă— 9,10 m groß. Von den Zerstörungen durch die Aitoler war vor allem die Skene betroffen, so dass sie beim Wiederaufbau umgebaut bzw. ergĂ€nzt wurde.

In augusteischer Zeit wurde das Theater zu einer Arena umgewandelt.[48]

  • Gesamtansicht des Theaters 2005
    Gesamtansicht des Theaters 2005
  • Das Theater in seiner ersten Ausbauphase
    Das Theater in seiner ersten Ausbauphase
  • Das Theater in der zweiten Ausbauphase nach 219 v. Chr.
    Das Theater in der zweiten Ausbauphase nach 219 v. Chr.
  • Blick auf die gut erhaltenen Sitzreihen des Theaters, April 2008
    Blick auf die gut erhaltenen Sitzreihen des Theaters, April 2008
  • Blick auf die westliche StĂŒtzmauer des Theaters, April 2008
    Blick auf die westliche StĂŒtzmauer des Theaters, April 2008

Peribolosmauer

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Von der Mauer, die das Heiligtum umgab und es von der Akropolis trennte, ist heute nur noch ein Teil im Osten sichtbar. Der Verlauf kann nur ungefĂ€hr rekonstruiert werden. Von der SĂŒd-Ost-Ecke der Akropolis kommend verlief sie in sĂŒdlicher Richtung. Nach etwa 65 Metern wird sie vom Osttor unterbrochen. Nach etwa 180 weiteren Metern wendet sie sich nach Westen, wo sie auf das Eingangstor trifft. Der sĂŒdliche Teil der Mauer wurde bis heute nicht untersucht.

Sie wurde in zwei Phasen errichtet. Die erste Phase wird ins spĂ€te 4. Jahrhundert, die zweite Phase, in der die Mauer weiter nach Osten verschoben wurde, in die Zeit des Pyrrhos datiert.[49]

Akropolis

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Der Akropolisbezirk war von einer Mauer umgeben, die heute noch zum Teil bis in drei Meter Höhe erhalten ist. Die Mauer hat etwa eine LĂ€nge von 750 Metern und eine Breite von 3,60 Metern. Zu ihr gehörten drei Tore und elf TĂŒrme. Die Akropolis umfasst etwa 3,5 Hektar. Sie wurde zweischalig aus großen Kalksteinquadern errichtet, der Innenraum mit Bruchsteinen verfĂŒllt. Die Mauer entstand entweder wĂ€hrend der ersten Bauphase der Peribolosmauer oder schon etwas frĂŒher.

Im Bereich der Akropolis fanden bis heute keine richtigen Ausgrabungen statt. Bei frĂŒheren Untersuchungen sollen Fundamente mehrerer GebĂ€ude und eine Zisterne gefunden worden sein.[50]

Stadion

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Blick auf die erhaltenen Sitzreihen des Stadions an der westlichen TheaterstĂŒtzmauer, April 2008
Laufbahn des Stadions, April 2008

Wie anderenorts, etwa in Olympia, Delphi, Nemea oder Epidauros, war mit dem Heiligtum von Dodona ein Stadion verbunden, hier aber in unmittelbarer NĂ€he zum Theater. An der kĂŒnstlich aufgeschĂŒtteten StĂŒtzmauer des Theaters wurden 21 oder 22 steinerne Sitzreihen angelegt. Das Stadion wird auf das Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. datiert und wurde somit erst nach der Zerstörung von 219 v. Chr. errichtet. Diese Datierung passt zur Bedeutung der Naia-Festspiele, die zu dieser Zeit ihren Höhepunkt erreichten.[51]

Kleinfunde

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Bronzener Opferhammer aus dem 7. Jh. v. Chr.

Vor allem fĂŒr die vorarchitektonische Zeit Dodonas sind Kleinfunde in Form von Votivgaben, OrakeltĂ€felchen und anderen GegenstĂ€nden von besonderer Bedeutung. Diese Funde, meist aus dem Zeitraum zwischen dem 8. und dem 4. Jahrhundert v. Chr., bestehen vor allem aus bronzenen DreifĂŒĂŸen und Teilen von DreifĂŒĂŸen wie Greifenprotomen, die jedoch im Allgemeinen nur noch fragmentarisch erhalten sind, kleinen Bronzestatuetten von Zeus und anderen Gottheiten, kleinen Votivgaben wie Tierfiguren, Kessel- und Kraterfiguren, Kannen, Votivteller, Schutzwaffen sowie Accessoires zur Schönheitspflege.

Als einzelnes Artefakt von besonderer Bedeutung ist das so genannte „dodonĂ€ische ErzgefĂ€ĂŸâ€œ, zu dem Informationen im Lexikon des byzantinischen Gelehrten Stephanos von Byzanz ĂŒberliefert wurden. Er schildert auf der Grundlage antiker Autoren zwei unterschiedliche Überlieferungen zu diesem GefĂ€ĂŸ, das vor allem wegen seines lang anhaltenden Klanges berĂŒhmt war.[52]

Vor allem Funde aus den ersten Grabungen finden sich in mehreren großen musealen Sammlungen, so in der Antikensammlung Berlin, dem Pariser Louvre und dem British Museum in London. Der Großteil der Funde befindet sich heute jedoch im Museum von Ioannina und im sogenannten Karapanos-Saal im Athener Nationalmuseum.[53]

Erforschung und Rezeption

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Schon aus antiken literarischen Quellen sind fast 100 Belegstellen zu Dodona ĂŒberliefert.

Plan Dodonas aus dem Jahr 1878 von Konstantinos Karapanos

Die Identifizierung Dodonas war ein vorrangiges Probleme der Altertumswissenschaftler des 19. Jahrhunderts. Als erster konnte Christopher Lincoln es am 12. September 1832 korrekt identifizieren. Erst in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts bewiesen Inschriftenfunde die Zuschreibung Dodonas und tilgten Zweifel an der Entdeckung von Lincoln. Zu Problemen trug nicht zuletzt die eingangs erwĂ€hnte Diskussion um ein zweites, thessalisches Dodona bei. In der neueren Forschung geht man allerdings davon aus, dass ein zweites Dodona eher unwahrscheinlich ist. Pionier der Dodonaforschung waren der Politiker und Bankier Konstantinos Karapanos sowie der polnische Ingenieur Zygmunt Mineyko, die ab 1875 in Dodona gruben. Drei Jahre spĂ€ter veröffentlichte Karapanos in einem zweibĂ€ndigen Werk Dodone et ses ruines in Paris die Ergebnisse, verschwieg dabei aber Mineykos Anteil am Ergebnis. Die Funde dieser Ausgrabungen werden heute in verschiedenen Museen der Welt aufbewahrt, darunter auch ĂŒber 200 StĂŒcke aus Mineykos Privatsammlung in Berlin, wobei MĂŒnzen und OrakeltĂ€felchen noch nicht mitgerechnet sind, sowie weitere BestĂ€nde in Paris, Wien, London, Oxford, Boston und St. Petersburg vorhanden sind. Karapanos’ Grabungsmethoden entsprachen denen der damaligen Zeit â€“ somit fehlen beispielsweise Stratigraphien und es wurde nicht versucht, GesamtzusammenhĂ€nge herzustellen. Ebenso sind die damaligen GebĂ€udezuweisungen heute als veraltet anzusehen.

Schon kurz nach den Ausgrabungen wurden die Mauern wieder durch Ablagerungen des Tomarosgebirges verschĂŒttet, um 1900 waren kaum noch architektonische Reste auffindbar. Erst 1920 wurden durch Georgios Soteriades neue Untersuchungen durchgefĂŒhrt, die jedoch vom tĂŒrkisch-griechischen Krieg wieder unterbrochen wurden. 1929 bis 1959 war Demetrios Evangelides Leiter mehrerer Grabungskampagnen. Evangelides erkannte die wichtigsten Strukturen der Ansiedlung und ordnete die frĂŒheren Ergebnisse auf der Grundlage seiner Erkenntnisse neu. Einen zusammenfassenden Überblick und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Gefundenen bot jedoch auch er nicht.

Besonders ausfĂŒhrlich wurden die Untersuchungen, als 1960 der vorherige Assistent von Evangelis, Sotiris Dakaris, Leiter der Ausgrabungen wurde. Er veröffentlichte regelmĂ€ĂŸig Grabungsergebnisse und unternahm es, historische ZusammenhĂ€nge zu ergrĂŒnden und die archĂ€ologischen und schriftlichen Erkenntnisse in Einklang zu bringen. Zudem versuchte er die Ergebnisse aus Dodona mit anderen Erkenntnissen, die in Epirus gewonnen wurden, zu verbinden. Dennoch beruhten viele seiner Aussagen auf Spekulationen, zudem Ă€nderte sich seine Sicht auf Einzelprobleme zum Teil aus nicht immer nachvollziehbaren GrĂŒnden mehrfach. Viele seiner Behauptungen sind auch deshalb nicht nachvollziehbar, weil die den Erkenntnissen zu Grunde liegenden Artefakte nicht oder nur unzureichend publiziert wurden. Bis zu seinem Tod 1996 fĂŒhrte er in unregelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden Grabungskampagnen durch. Seit 1996 sind Konstantina Gravani-Latsiki, Chriseis Tzouvara-Souli und Amalia Vlachopoulou-Oikonomou Leiterinnen der Ausgrabungen, ĂŒber die nun regelmĂ€ĂŸig publiziert wird.

Obwohl sich die Publikationslage seit den 1960er Jahren gebessert hat, krankt die Forschung zu Dodona bis heute an mangelnden BezĂŒgen auf die Erkenntnisse der archĂ€ologischen Ausgrabungen, zumal bei den Kleinfunden, sowie auf die Inschriften- und Orakeltexte. Eine Forschungsreihe wie zu anderen AusgrabungsstĂ€tten, in denen umfassende Berichte veröffentlicht und alte Ausgrabungsergebnisse aufgearbeitet wurden, fehlt fĂŒr Dodona bis heute.[54]

Literatur

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  • Herbert W. Parke: The Oracles of Zeus. Dodona, Olympia, Ammon. Blackwell, Oxford 1967 (Sammlung der Orakelinschriften).
  • Daniel Strauch, Christoph Höcker, Fritz Graf: Dodona, Dodone. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 3, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01473-8, Sp. 723–726.
  • Werner Ekschmitt: Antike OrakelstĂ€tten I: Das Orakel von Dodona. In: Antike Welt. Band 29, 1998, S. 13–18.
  • Heinz-GĂŒnther Nesselrath: Dodona, Siwa und Herodot – ein Testfall fĂŒr den Vater der Geschichte. In: Museum Helveticum. Band 56, 1999, S. 1–14 doi:10.5169/seals-43639.
  • Veit Rosenberger: Griechische Orakel. Eine Kulturgeschichte. Theiss, Stuttgart 2001, ISBN 3-8062-1562-6.
  • Éric LhĂŽte: Les lamelles oraculaires de Dodone / Éric LhĂŽte. Droz, Genf 2006, ISBN 978-2-600-01077-1.
  • Martina Dieterle: Dodona. Religionsgeschichtliche und historische Untersuchungen zur Entstehung und Entwicklung des Zeus-Heiligtums (= Spudasmata. Band 116). Olms, Hildesheim 2007, ISBN 978-3-487-13510-6 (Onlineversion der Dissertation).
  • Tomoko Elisabeth Emmerling: Studien zu Datierung, Gestalt und Funktion der ‚Kultbauten‘ im Zeus-Heiligtum von Dodona. Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2012. ISBN 978-3-8300-6310-0.
  • Diego Chapinal-Geras: Experiencing Dodona. The Development of the Epirote Sanctuary from Archaic to Hellenistic Times. De Gruyter, Berlin 2021, ISBN 978-3-11-072751-7.

Weblinks

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Commons: Dodona â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Rosenberger, S. 62.
  2. ↑ Dieterle, S. 8–10.
  3. ↑ Dieterle, S. 235.
  4. ↑ Zwei Messer stammen aber womöglich erst aus spĂ€thelladischer Zeit, Dieterle, S. 236.
  5. ↑ Zur FrĂŒhzeit siehe Dieterle, S. 235–262.
  6. ↑ Herodot 2, 54–2, 57.
  7. ↑ Herodot 2, 56: Meine eigne Meinung ĂŒber die Sache ist folgende. Haben wirklich die Phoiniker jene Frauen entfĂŒhrt und die eine nach Libyen, die andere nach Hellas verkauft, so ist meiner Meinung nach diese zweite nach Thesprotien in Hellas â€“ damals hieß Hellas noch Pelasgien â€“ gekommen. Hier in der Gefangenschaft hat sie dann unter einer wirklichen Eiche einen Tempel des Zeus gegrĂŒndet, denn natĂŒrlich behielt sie Zeus, zu dessen Tempel in Theben sie gehört hatte, auch in dem fremden Lande im GedĂ€chtnis. Als sie dann die Sprache der Hellenen gelernt hatte, richtete sie ein Orakel ein und erzĂ€hlte, ihre Schwester sei von denselben Phoinikern, die sie entfĂŒhrt hĂ€tten, nach Libyen verkauft worden. Übersetzt von August Horneffer.
  8. ↑ Rosenberger, S. 62.
  9. ↑ Homer, Ilias 16, 233–245, Übersetzung von Roland Hampe.
  10. ↑ Vgl. Herbert W.: The Oracles of Zeus, Oxford 1967.
  11. ↑ 14, 327–330 = 19, 296–299; Übersetzung von Anton Weiher.
  12. ↑ Trachinierinnen 169–172: Deianeira: Das Elend Herakleischer MĂŒhsal gehe ganz zu Ende, sagt er: von den Göttern sei’s bestimmt, wie es die alte Eiche zu Dodona ihm verkĂŒndet habe durch zwei Felsentauben einst. und 1164–1172: Herakles: Doch nenn ich Dir noch eine jĂŒngere Weissagung, die zu der Ă€lteren stimmt und sich erfĂŒllt wie sie. Die schrieb ich auf, als ich zum Hain der Sellen kam, des Priesterbergstammes, der auf blanker Erde schlĂ€ft. Vielstimmig tat es meines Vaters Eiche kund, verhieß, dass ich gar bald und zwar zur jetzigen Zeit von aller MĂŒhsal, die mir aufgebĂŒrdet ist, Erlösung fĂ€nde; Wohlergehn erhofft’ ich mir; doch war damit nichts andres als mein Tod gemeint. ĂŒbersetzt von Wilhelm Willige, Überarbeitung von Karl Bayer.
  13. ↑ Polybios, Historien IV.67.
  14. ↑ Strabon 7,7,10.
  15. ↑ Zur Geschichte siehe Dieterle, S. 15–24; Ekschmitt, S. 13–17.
  16. ↑ So widersprechen sich selbst Daniel Strauch/Christoph Höcker, die im DNP den Abschnitt zur historischen Entwicklung Dodonas verfasst haben, und Fritz Graf, der den Abschnitt zu Orakelwesen Dodonas im DNP geschrieben hat, sowohl bei der historischen Entwicklung als auch bei der OrakelausfĂŒhrung.
  17. ↑ Zu den Selloi siehe Rosenberger, S. 32–33.
  18. ↑ Imagines 2, 33, zitiert nach Rosenberger, S. 33, kompletter Text zu Dodona: Die goldene Taube sitzt noch auf der Eiche, die sich auf Weissagungen versteht und SprĂŒche des Jupiter verkĂŒndet; dort liegt auch das Beil, welches der Holzhacker Hellos fallen ließ (als er das Orakel entdeckte), von welchem die Hellen (Sellen) um Dodona den Namen haben. KrĂ€nze hĂ€ngen an der Eiche, weil sie wie der Dreifuß der Pytho SehersprĂŒche verkĂŒndet. Der eine geht sie etwas fragen, der andere zu opfern. Um ein Chor aus dem (Ă€gyptischen) Theben steht da um die Eiche herum, welcher die Weisheit des Baumes fĂŒr sich in Anspruch nimmt, ich glaube, weil der goldene Vogel dort gelockt worden ist. Aber die Dolmetscher des Zeus, welche Homer als MĂ€nner mit nackten FĂŒĂŸen und auf der Erde schlafend erkannt hat, sind Leute welche sohin leben und sich keinen Lebensunterhalt erwerben. Ja man sagt, sie wĂŒrden sich nicht einmal darum bekĂŒmmern, denn Zeus sei ihnen hold, weil sie sich mit dem begnĂŒgen was sich darbietet; denn es sind Priester. Und der eine beschĂ€ftigt sich mit AufhĂ€ngen von KrĂ€nzen, der andere mit beten, der Dritte muß die Fladen ordnen und der vierte besorgt das Körbchen mit der heiligen Gerste und wieder einer opfert und ein anderer will einem dritten das Fell des Opfertieres nicht abziehen lassen. Da sind denn auch die Dodonischen Priesterinnen mit strenger Haltung und Ehrfurcht gebietender Gestalt, denn sie scheinen von RĂ€ucherungen und Besprengen den heiligen Wassers zu duften, und der Platz selbst ist dampfend von Opfern und mit den heiligen Stimmen erfĂŒllt. Und es wird die eherne Echo verehrt, die wie ich meine die Hand auf den Mund legt, weil in Dodona dem Zeus das Erz geweihet war und den grossen Theil des Tages durch tönte, bis einer redend die Hand daran legte., Übersetzung von Franz Dorotheus Gerlach.
  19. ↑ Rosenberger, S. 32.
  20. ↑ Rosenberg, S. 33.
  21. ↑ Ein Teil heute im ArchĂ€ologischen Nationalmuseum Athen, Inventarnummer NM 448, ein zweiter Teil in der Antikensammlung Berlin.
  22. ↑ Fritz Graf: Dodona, Dodone. III Orakel. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 3, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01473-8, Sp. 724–726.
  23. ↑ Naturalis historia 2,228.
  24. ↑ Hesiod: Fragmente 134: Da gibt es ein Land Hellopia / Viel Kornland hat’s und gute Wiesen, / Reich ist es an Schafen und Ziegen / Und an Rindern, den fußziehenden. / Und drinnen wohnen Leute / Mit vielen Schafen, vielen Rindern, / Selbst viele, unzĂ€hlige, / Scharen der sterblichen Menschen, / Und dort ist ein Ort erbaut, ganz am Rande, Dodona. / Den hat gerne Zeus, und er (hat bestimmt), / Dass er sein Orakel sei, geehrt bei den Menschen., ĂŒbersetzt von Walter Marg; Pindar N. 4, 51–53: Wie Thetis Phthia beherrscht, So Neoptolemos Epeiros’ weit sich dehnenden Raum, Dort, wo, rinderernĂ€hrend, HöhenzĂŒge sich abwĂ€rts Strecken, von Dodona beginnend, bis zu Ioniens Meer., ĂŒbersetzt von Oskar Werner
  25. ↑ Zu Zeus Naios und den Naia-Spielen siehe Dieterle, S. 40–43.
  26. ↑ Dieterle, S. 131.
  27. ↑ Zu diesem Ergebnis kommt Dieterle bei der Beschreibung des archĂ€ologischen Befundes in nahezu jedem Kapitel.
  28. ↑ Dieterle S. 104.
  29. ↑ Dieterle S. 105.
  30. ↑ Dieterle S. 106.
  31. ↑ Dieterle S. 107.
  32. ↑ zu Bauphase eins der Anlage siehe Dieterle S. 107–109.
  33. ↑ Zu Bauphase zwei der Anlage siehe Dieterle S. 111–112.
  34. ↑ Zu Bauphase drei der Anlage siehe Dieterle S. 113–116.
  35. ↑ Zu Bauphase vier der Anlage siehe Dieterle S. 153–157.
  36. ↑ Rede gegen Euxippos.
  37. ↑ Zur ersten Phase des Dionetempels siehe Dieterle, S. 117–119.
  38. ↑ Zur zweiten Phase des Dionetempels siehe Dieterle, S. 157–158.
  39. ↑ Herodot 5, 88.
  40. ↑ Zum Themistempel siehe Dieterle, S. 119–122. 158.
  41. ↑ Zum Aphroditetempel siehe Dieterle, S. 122–125. 158.
  42. ↑ Zum Heraklestempel siehe Dieterle, S. 126–129. 158.
  43. ↑ Daniel Strauch, Christoph Höcker: Dodona, Dodone. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 3, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01473-8, Sp. 724.
  44. ↑ Dieterle, S. 131.
  45. ↑ Zum Priesterhaus siehe Dieterle, S. 132–133.
  46. ↑ Zum Bouleuterion siehe Dieterle, S. 133–137. 159–162.
  47. ↑ zum Prytaneion siehe Dieterle, S. 139–141. 162–164.
  48. ↑ zum Theater siehe Dieterle, S. 141–148. 164–165.
  49. ↑ Zur Peribolosmauer siehe Dieterle, S. 149–151.
  50. ↑ zur Akropolis siehe Dieterle, S. 151–153.
  51. ↑ Zum Stadion siehe Dieterle, S. 165.
  52. ↑ Zum dodonĂ€ischen ErzgefĂ€ĂŸ siehe Dieterle, S. 62–65.
  53. ↑ Zu den Kleinfunden siehe Dieterle, S. 169–234.
  54. ↑ Zur Erforschung siehe Dieterle, S. 7–15.

39.54638888888920.787777777778Koordinaten: 39° 32â€Č 47″ N, 20° 47â€Č 16″ O

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