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  2. Dieselmotor
Dieselmotor 👆 Click Here!
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aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Ein Dieselmotor ist ein Verbrennungsmotor mit KompressionszĂŒndung (SelbstzĂŒndung ohne ZĂŒndkerze), dessen Kraftstoffluftgemisch innerhalb der Brennkammer gebildet wird (innere Gemischbildung) und dessen Drehmoment ĂŒber die Menge des eingespritzten Kraftstoffes eingestellt wird (qualitative Lastbeeinflussung). Er kann mit verschiedenen Kraftstoffen, vorwiegend jedoch mit Dieselkraftstoff, betrieben werden. Dieselmotoren gibt es als Zweitakt- wie auch als Viertakt-Hubkolbenmotoren. Sie zeichnen sich durch den höchsten erreichbaren Wirkungsgrad aller Verbrennungsmotoren aus.

Erfinder des Dieselmotors ist der deutsche Ingenieur Rudolf Diesel, der seine Überlegungen zu einem Motor mit besonders hohem Wirkungsgrad erstmals 1893 im Werk Theorie und Konstruktion eines rationellen WĂ€rmemotors veröffentlichte. In den Jahren nach 1893 gelang es ihm in einem Labor der Maschinenfabrik Augsburg (heute MAN), allerdings nur durch Abweichen von dem in seinem Buch beschriebenen Konzept, einen solchen Motor zu bauen. Durch seine in vielen LĂ€ndern angemeldeten Patente und seine rege Öffentlichkeitsarbeit wurde er zum Namensgeber des Motors sowie des zugehörigen Dieselkraftstoffs, eines Mitteldestillats.

Technische Funktion

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Prinzip

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Viertaktverfahren beim Diesel-Motor schematisch dargestellt

Dieselmotoren sind Hubkolbenmotoren, die chemische Energie in WĂ€rme- und kinetische Energie umwandeln. Sie können als Zwei- oder Viertaktmotor konstruiert sein. Der von Rudolf Diesel erdachte Diesel-Kreisprozess ist ein thermodynamischer Vergleichsprozess fĂŒr den Dieselmotor. Weil er den tatsĂ€chlichen Verbrennungsablauf nur unzureichend darstellt, zieht man besser den Seiliger-Prozess als Vergleichsprozess heran.[C 1] (Mehr dazu im Abschnitt Thermodynamik des Dieselmotors)

Viertakt-Dieselmotoren saugen beim Ansaugtakt eine ZylinderfĂŒllung Luft an; beim Zweitakter beginnt der „SpĂŒlvorgang“ kurz bevor der Kolben den unteren Totpunkt erreicht hat und endet kurz nachdem er den unteren Totpunkt wieder verlassen hat â€“ verbranntes Abgas wird durch frische Luft ersetzt. Die frische Luft wird beim Verdichtungstakt stark komprimiert (VerhĂ€ltnis beim Viertaktmotor etwa 16:1 bis 24:1)[K 1] und dadurch auf etwa 700 bis 900 Â°C erhitzt (KompressionswĂ€rme). Kurz vor dem oberen Totpunkt des Kolbens beginnt die Einspritzung des Kraftstoffs, der dabei in die heiße Luft im Brennraum feinst verteilt und zerstĂ€ubt wird. Die hohe Temperatur reicht aus, um das Gemisch zu zĂŒnden â€“ es ist also kein ZĂŒndfunke einer ZĂŒndkerze notwendig wie beim Ottomotor.

Kennzeichen des Dieselmotors

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  • SelbstzĂŒndung: Die Luft heizt sich durch die (annĂ€hernd) adiabate Kompression stark auf, und der in die heiße Luft eingespritzte Kraftstoff entzĂŒndet sich ohne eine externe ZĂŒndhilfe.
  • Innere Gemischbildung: Kraftstoff und Luft werden erst im Brennraum gemischt.
  • Qualitative Gemischregulierung: Die momentane Leistung wird vor allem durch Variation der eingespritzten Kraftstoffmenge verĂ€ndert.[LIT 1]
  • Heterogenes Gemisch: Luft und Kraftstoff sind nicht gleichmĂ€ĂŸig im Brennraum verteilt.
  • Hohes LuftverhĂ€ltnis: Der Dieselmotor arbeitet mit LuftĂŒberschuss: λ v ≄ λ min ≄ 1 {\displaystyle \lambda _{v}\geq \lambda _{\text{min}}\geq 1} {\displaystyle \lambda _{v}\geq \lambda _{\text{min}}\geq 1}
  • Verbrennungsflamme: Der Sauerstoff diffundiert bei der Verbrennung in die Flamme hinein (Diffusionsflamme).
  • ZĂŒndwilliger Kraftstoff: Dieselmotoren funktionieren am besten mit hochsiedenden, zĂŒndwilligen Kraftstoffen.

Quelle[N 1]

Kraftstoff

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Prinzipiell sind Dieselmotoren Vielstoffmotoren und können daher mit allen Kraftstoffen betrieben werden, die bei der Betriebstemperatur des Motors von der Einspritzpumpe gefördert werden können, sich gut zerstĂ€uben lassen und fĂŒr geringen ZĂŒndverzug eine ausreichende ZĂŒndwilligkeit haben. Das Maß der ZĂŒndwilligkeit ist die Cetanzahl, die möglichst hoch sein soll.[E 1] Außerdem sollte der Heizwert hoch sein.[E 1] In der Regel besteht Dieselmotorenkraftstoff aus hochsiedenden und langkettigen Kohlenwasserstoffen (C9 bis C30).[H 1] In der Praxis erfĂŒllen (mitunter zĂ€h-)flĂŒssige, aus fossilen EnergietrĂ€gern destillierte Kraftstoffe wie Gasöle und Teeröle mit Heizwerten zwischen ca. 38,8 und 43,5 MJ/kg diese Anforderungen.[E 2] Außer flĂŒssigen Kraftstoffen sind auch gasförmige Kraftstoffe geeignet.[LIT 2] Nach dem Ersten Weltkrieg wurden ĂŒberwiegend minderwertige, gar billige Öle als Kraftstoffe eingesetzt, weil sie nicht besteuert wurden. Bis in die 1930er-Jahre waren Benzin, Petroleum, Schmieröl, Gasöl und Pflanzenöle sowie Mischungen dieser Kraftstoffe ĂŒblich. Mit dem Voranschreiten der Dieselmotorentechnik wurden oft bessere, zĂŒndwillige Kraftstoffe mit Cetanzahlen von 45 bis 50 CZ unabdingbar. In der Praxis wurden Gasöl, Steinkohlenteeröl und Öl aus Kohlenschwelung genutzt.

Bis in die 1940er-Jahre hinein gab es keinen durch Normen standardisierten Dieselmotorentreibstoff, erstmals wurde Dieselkraftstoff nach dem Zweiten Weltkrieg in der DIN 51601 fĂŒr Landkraftfahrzeuge vereinheitlicht.[M 1] Seit 1993 ist Dieselmotorkraftstoff in der EN 590 genormt und wird schlicht Diesel genannt, die meisten Dieselmotoren (Kfz, ArbeitsgerĂ€te) sind fĂŒr den Betrieb mit diesem Kraftstoff ausgelegt oder können damit betrieben werden; große Schiffsdieselmotoren werden auch heute noch ĂŒberwiegend mit schwererem Kraftstoff betrieben (siehe Schiffsdieselöl). Dieser Kraftstoff ist in der Norm ISO 8217 genormt. FĂŒr welche Kraftstoffsorten ein bestimmtes Dieselmotorenmodell ausgelegt ist, kann meist dem Betriebshandbuch entnommen werden. Einige Wirbelkammer-Motoren etwa sind fĂŒr den Betrieb mit zĂŒndunwilligem Kraftstoff mit besonders hohem ZĂŒndverzug ausgelegt (wie zum Beispiel Motorenbenzin).[E 3] Direkteinspritzende Dieselmotoren mit MAN-M-Verfahren sind ebenfalls prinzipiell fĂŒr den Betrieb mit 86-Oktan-Benzin geeignet.[M 2] Werden Dieselmotoren mit falschem Kraftstoff betrieben, dann können Verkokungen der EinspritzdĂŒsen[E 2] oder Klopfen (Nageln)[E 3] auftreten. Verunreinigungen des Kraftstoffes, etwa durch Staub, Rost, Sand und Wasser wirken sich ebenfalls schĂ€dlich auf den Dieselmotor aus, wobei Verunreinigungen durch Sand besonders ungĂŒnstig sind.[E 4]

Der erste Dieselmotor war fĂŒr den Gebrauch von Mineralöl konstruiert, aber auch fĂŒr den Betrieb mit Petroleum, Motorenbenzin und Ligroin geeignet.[D 1] Den Einsatz von Kraftstoff auf Basis von Pflanzenölen testete Rudolf Diesel im Rahmen der Weltausstellung im Jahr 1900. Er berichtete darĂŒber auf einem Vortrag vor der Institution of Mechanical Engineers of Great Britain: „
 auf der Pariser Weltausstellung 1900 wurde ein kleiner Diesel-Motor der Gasmotorenfabrik Deutz AG von Nicolaus Otto gezeigt, der auf Anforderung der französischen Regierung mit Erdnussöl (Arachidöl) lief, und er arbeitete so problemlos, dass nur sehr wenige Leute darauf aufmerksam wurden.“[ON 1]

Regelung

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Der Dieselmotor wird im Wesentlichen durch die eingespritzte Kraftstoffmenge geregelt. Bei einer VergrĂ¶ĂŸerung der Menge wird entsprechend mehr Moment abgegeben, gleichzeitig sinkt das VerbrennungsluftverhĂ€ltnis. Bei Turbomotoren kann parallel durch Anhebung des Ladedruckes auch die Luftmenge erhöht werden.

Kraftstoffeinspritzung

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Nicht unterteilter Brennraum eines Common-Rail-Dieselmotors
Technische Zeichnung des Zylinderkopfes eines Wirbelkammerdieselmotors mit unterteiltem Brennraum: Der Brennraum ist in der Mitte der Zeichnung zu sehen und besteht aus der kugelförmigen Wirbelkammer, die mit drei die Verwirbelung der Luft darstellenden Pfeilen im Uhrzeigersinn gekennzeichnet ist, und dem damit verbundenen Hauptbrennraum im Kolben unten rechts, der flach im oberen Teil des Kolbens ausgebildet ist.

Dieselmotoren haben prinzipbedingt Kraftstoffeinspritzung in den Brennraum (innere Gemischbildung), Modellmotoren und Fahrradhilfsmotoren (Lohmann-Motor) mit Vergaser und KompressionszĂŒndung werden nicht zu den Dieselmotoren gezĂ€hlt. Eingespritzt wird der Kraftstoff kurz vor Ende des Kompressionstaktes, wenn die Luft ausreichend stark komprimiert wurde und sich dadurch erhitzt hat. Dabei hĂ€ngt der Verlauf des Einspritzvorganges von der Konstruktion der EinspritzdĂŒse und des Pumpenelementes sowie vom geometrischen VerhĂ€ltnis der Einspritzleitung und des Entlastungsventils ab. Bei der Einspritzung tritt der flĂŒssige Kraftstoff als Wolke feinstverteilter Tröpfchen in den Brennraum ein, wobei die Luft bereits ZĂŒndbedingungen bietet. Nur ein geringer Teil des Kraftstoffes ist in dieser Phase dampfförmig. Die einzelnen Kraftstofftröpfchen haben dabei unterschiedliche GrĂ¶ĂŸen und sind nicht gleichmĂ€ĂŸig verteilt (heterogenes Gemisch). Damit die ZĂŒndung eintreten kann, muss WĂ€rmeenergie aus der komprimierten Luft in die Kraftstofftröpfchen ĂŒbergehen, sodass die einzelnen Tröpfchen an ihrer OberflĂ€che verdampfen und sich eine Dampfschicht um die Kraftstofftröpfchen legt, die sich mit der Luft vermischen kann. Erst ab einer lokalen Luftzahl von λ > 0 , 7 {\displaystyle \lambda >0{,}7} {\displaystyle \lambda >0{,}7} ist das Gemisch zĂŒndfĂ€hig. Der Zeitraum vom Einspritzbeginn bis zum ZĂŒndbeginn wird als ZĂŒndverzug bezeichnet.[N 2]

StationĂ€rdieselmotor mit Lufteinblasung und einer Leistung von 59 kW aus dem Jahr 1915. Prinzipbedingt hat dieser Motor bei geringer Leistung eine hohe Masse und große Abmessungen

FĂŒr Dieselmotoren wurden verschiedene Einspritzverfahren entwickelt, die sich im Wesentlichen in der Bauart des Brennraumes und der Einspritzpumpe unterscheiden. Zum einen gibt es Motoren mit einem kompakten Brennraum und unmittelbarer Einspritzung, zum anderen Motoren mit unterteiltem Brennraum und mittelbarer Einspritzung in eine dem Hauptbrennraum vorgelagerte Kammer. Wegen ihres geringeren Wirkungsgrades gilt diese Bauart als ĂŒberholt.[J 1] Die Ă€lteste Methode, das Einblasen mit Druckluft, wurde schon nach dem Ersten Weltkrieg obsolet. Ferner ist die Bauart der Kraftstoffeinspritzpumpe ein wesentliches Merkmal des Einspritzsystems, wobei konventionelle Einspritzpumpen meist mit beiden Brennraumformen kombiniert werden können. Moderne Dieselmotoren fĂŒr Pkw haben in der Regel unmittelbare Einspritzung; die Zylinder haben eine gemeinsame Hochdruckpumpe und eine stĂ€ndig unter Druck stehende, fĂŒr alle Zylinder gemeinsame Hochdruckleitung (Common-Rail); die Einspritzung wird durch das Öffnen der Einspritzventile eingeleitet, die elektronisch angesteuert werden.[J 2] Bei Motoren ohne elektronische Motorsteuerung wird die Einspritzung rein mechanisch eingeleitet. Dabei wird die Einspritzmenge durch die Einspritzpumpe festgelegt, die folglich fĂŒr jeden Zylinder eine exakt definierte Menge Kraftstoff unter hohem Druck zum Einspritzventil fördern muss. In der Anfangszeit des Dieselmotorenbaus konnte die feine Verteilung des Kraftstoffs nur durch Einblasen mit Druckluft erreicht werden.[LIT 3][D 2] Werden Dieselmotoren mit gasförmigem Kraftstoff betrieben, so kann der Motor entweder ein Dual-Fuel-Dieselmotor oder ein reiner Gas-Dieselmotor sein. Dual-Fuel-Motoren saugen ein Gas-Luft-Gemisch an, das durch eine kleine Menge eingespritzten konventionellen flĂŒssigen Kraftstoffs entzĂŒndet wird, der verbrennt (PilotzĂŒndung) und dadurch dann das gasförmige Kraftstoff-Luft-Gemisch entflammt. Diese Art Motor kann auch im reinen FlĂŒssigkraftstoffbetrieb arbeiten. Reine Gas-Dieselmotoren haben eine Hochdruckkraftstoffeinblasung, die ohne PilotzĂŒndung auskommt. Sie können nicht mit flĂŒssigem Kraftstoff betrieben werden.[LIT 2]

Bauarten der Einspritzpumpe

→ Hauptartikel: Einspritzpumpe#Bauformen der Einspritzpumpen fĂŒr Dieselmotoren
  • Kraftstoffdosierpumpe (bei Lufteinblasung)
  • Reiheneinspritzpumpe
  • Verteilereinspritzpumpe
  • Einzelstempelpumpe
  • Pumpe-DĂŒse-Einheit
  • Hochdruckpumpe (bei Common-Rail)

Mittelbare Einspritzverfahren

  • Vorkammereinspritzung
  • Wirbelkammereinspritzung
  • Lanova-Einspritzverfahren
  • Acro-Luftspeicherverfahren[LIT 4]

Unmittelbare Einspritzverfahren

  • Lufteinblasung
  • Konventionelle Direkteinspritzung
  • M-Verfahren
  • Pumpe-DĂŒse-System
  • Common-Rail-Einspritzung

Thermodynamik

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Der Arbeitsprozess von Verbrennungsmotoren ist komplex. Um sie mathematisch zu beschreiben und einer Berechnung zugĂ€nglich zu machen, werden daher idealisierte theoretisch stark vereinfachte Vergleichsprozesse herangezogen. Die Vergleichsprozesse sind Kreisprozesse und gehen abweichend vom tatsĂ€chlichen Motor davon aus, dass im Motor ein ideales Gas erwĂ€rmt und wieder abgekĂŒhlt wird, um mechanische Arbeit zu verrichten. Nach DIN 1940 wird beim vollkommenen Motor davon ausgegangen, dass die Verbrennung nach vorgegebenen ModellgesetzmĂ€ĂŸigkeiten verlĂ€uft, dass es nur reine Ladung ohne Restgase gibt, keine Strömungs- und LĂ€ssigkeitsverluste auftreten, der Ladungswechsel durch eine definierte WĂ€rmeabfuhr modelliert wird und der Motor ansonsten wĂ€rmedicht ist.[I 1] In einem tatsĂ€chlichen Motor gibt es, anders als im Modell, keine isentrope Kompression und Expansion, aber Strömungsverluste und eine langsame Verbrennung, die einen gewissen Zeitbedarf hat. Ferner mĂŒssen auch Ladungswechsel und Liefergrad berĂŒcksichtigt werden.

Rudolf Diesel hatte die Idee des Dieselmotors auf Basis des Carnot-Kreisprozesses, den er mit einer Maschine verwirklichen wollte. Im Carnot-Kreisprozess wird die WĂ€rme bei konstanter maximaler Temperatur zugefĂŒhrt und bei konstanter minimaler Temperatur abgefĂŒhrt, das heißt isotherm: „Isothermen sind GaszustandsĂ€nderungen, bei denen die Temperatur konstant bleibt, wĂ€hrend sich Druck und Volumen des Gases Ă€ndern.“ Durch die Isothermen hat der Carnot-Kreisprozess den fĂŒr ein gegebenes TemperaturgefĂ€lle maximal möglichen Wirkungsgrad.[G 1] Der von Diesel auf Grundlage des Carnot-Prozess erdachte und im Buch Theorie und Konstruktion eines rationellen WĂ€rmemotors beschriebene Dieselkreisprozess ist ein Gleichdruckprozess,[H 2] das heißt, dass die WĂ€rme in ein Gas isobar, also bei gleichbleibendem, maximalen Druck zugefĂŒhrt wird, wĂ€hrend sich das Volumen Ă€ndert. Die WĂ€rme wird dem Prozess bei konstantem Volumen, also isochor entzogen, wĂ€hrend sich der Druck Ă€ndert. Zwischen diesen beiden Phasen gibt es jeweils isentrope Kompression und Expansion, in der Reihenfolge Kompression, WĂ€rmezufuhr, Expansion, WĂ€rmeabfuhr.[C 2] Da der Dieselkreisprozess ein Kreisprozess ist, können diese vier Phasen beliebig oft wiederholt werden.[L 1]

TatsĂ€chlich funktioniert das von Rudolf Diesel ursprĂŒnglich erdachte Arbeitsverfahren nicht bei einem realen Motor, da die notwendigen GaszustandsĂ€nderungen nicht möglich sind und die Kompression fĂŒr einen idealen Wirkungsgrad so groß sein wĂŒrde, dass der Motor mehr Kompressionsarbeit verrichten mĂŒsste, als er selbst liefern könnte.[R 1] Diesel erkannte dieses Problem und verfasste im Mai 1893 ein Manuskript mit dem Titel Schlußfolgerungen ĂŒber die definitiv f. d. Praxis zu wĂ€hlende Arbeitsmethode des Motors, in dem er ein geĂ€ndertes Arbeitsverfahren beschrieb.[R 2] Wichtigste Änderung waren eine verringerte Kompression[R 3] und mehr der Verbrennung zugefĂŒhrter Kraftstoff.[R 4] Um dieses geĂ€nderte Arbeitsverfahren, nachdem alle Dieselmotoren arbeiten, im vereinfachten thermodynamischen Modell zu beschreiben, wird heute der Seiliger-Kreisprozess herangezogen.[C 1]

Der Seiliger-Kreisprozess ist eine Mischung aus Gleichdruck- und Gleichraumprozess. ZunĂ€chst wird Luft angesaugt und isentrop komprimiert, danach ein Teil der WĂ€rme dem Gas bei annĂ€hernd gleichbleibendem Volumen (isochor) zugefĂŒhrt. Wenn der maximale Druck erreicht ist, wird der Rest wie beim Diesel-Kreisprozess isobar, also bei verĂ€nderlichem Volumen, aber gleichbleibendem Druck zugefĂŒhrt. Das soll im Rechenmodell die im realen Dieselmotor langsamer als im Ottomotor ablaufende Verbrennung abbilden. Den Rest des Arbeitstaktes expandiert das Gas isentrop. Dabei steigt das Volumen des Verbrennungsgases, Druck im Zylinder und Temperatur sinken. Am unteren Totpunkt wird im idealen Prozess das Gas auf seinen Ausgangszustand abgekĂŒhlt, im realen Motor das Abgas ausgestoßen und durch frische Luft ersetzt. Der Prozess beginnt wieder von neuem.[C 1] In einem realen Dieselmotor kann dem Gas zumindest annĂ€hernd isobar WĂ€rme zugefĂŒhrt und annĂ€hernd isochor entzogen werden. Damit hat der Dieselmotor bedingt durch die isobare WĂ€rmezufuhr einen niedrigeren thermischen Wirkungsgrad als der Ottomotor.[L 2] Da der Dieselmotor jedoch, dank der Mischung von Kraftstoff und Luft erst nach der Kompression, mit einem wesentlich höheren VerdichtungsverhĂ€ltnis betrieben werden kann, ist sein tatsĂ€chlicher Wirkungsgrad nicht schlechter, sondern besser als der eines Ottomotors.[C 1] Durch die Entwicklung in der Ottomotorentechnik mit neuen Gemischbildungsverfahren und kontrollierter SelbstzĂŒndung ist in Zukunft „eine weitreichende Konvergenz“ der Kreisprozesse des Otto- und Dieselmotors zu erwarten.[L 2]

Wirkungsgrad

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Rudolf Diesel gibt in seinem 1893 erschienenen Werk Theorie und Konstruktion eines rationellen WĂ€rmemotors zum Ersatz der Dampfmaschine und der heute bekannten Verbrennungsmotoren an, dass der thermische Wirkungsgrad eines idealen Dieselmotors 73 % betrage, in Wirklichkeit aber dieser Wert nicht erreicht werde. Den effektiven Wirkungsgrad eines Dieselmotors schĂ€tzte Diesel mit „das 6 bis 7fache der heutigen besten Dampfmaschinen (
) und spĂ€ter entsprechend mehr“. Bei einem Wirkungsgrad von 7,2 % einer Verbunddampfmaschine entspricht dies einem Wirkungsgrad von 43,2 % beziehungsweise 50,4 %[LIT 5] â€“ tatsĂ€chlich erreichten Zweitaktgroßdieselmotoren 2014 effektive Wirkungsgrade von bis zu 55 %.[J 3] Bei Pkw-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung und Abgasturboaufladung ist der Wirkungsgrad geringer, er liegt im Bestpunkt (Drehmoment und Drehzahl optimal) bei etwa 43 %.[A 1] Am 20. April 2024 stellte der chinesische Automobilzulieferer Weichai Power auf dem in Tianjin stattfindenden Weltkongress fĂŒr Verbrennungsmotoren[1] einen Lkw-Dieselmotor mit einem Wirkungsgrad am Bestpunkt von 53 % vor.[2][3][4]

Abgase

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Die möglichen Kraftstoffe des Dieselmotors setzen sich primĂ€r aus den chemischen Elementen Kohlenstoff und Wasserstoff zusammen, der fĂŒr die Verbrennung nötige Sauerstoff entstammt der Ansaugluft.[F 1] Da in der Luft zum ĂŒberwiegenden Anteil Stickstoff enthalten ist, kann dieser nicht unberĂŒcksichtigt bleiben.[F 2] Im Brennraum des Dieselmotors findet zwischen Kraftstoff und Ansaugluft eine chemische Reaktion statt, bei der die im Kraftstoff gebundene Energie umgewandelt wird. Dabei verbrennen die KraftstoffmolekĂŒle mit dem in der Luft enthaltenen Sauerstoff, Abgase entstehen. Wird das theoretische Modell des idealen Dieselmotors herangezogen und wird dieser mit einer idealen LuftĂŒberschusszahl betrieben, dann werden alle brennbaren Bestandteile des Kraftstoffes durch eine optimale Sauerstoffzufuhr auf die Endstufe der Oxidation gebracht â€“ die Verbrennung ist vollstĂ€ndig. Das Abgas besteht dann aus Kohlenstoffdioxid, Wasser, Stickstoff und gegebenenfalls dem ĂŒberschĂŒssigen Sauerstoff.[F 3] UnvollstĂ€ndig verbrannte Bestandteile befinden sich im Dieselmotorabgas des idealen Motors daher nicht.[F 4] In der Praxis tritt jedoch der Zustand der unvollstĂ€ndigen Verbrennung auf, bei der einige Kraftstoffbestandteile nicht vollstĂ€ndig umgewandelt werden. Grund dafĂŒr kann ein Luftmangel, eine unzureichende Vermischung von Kraftstoff mit der Luft oder eine unvollstĂ€ndige Verbrennung durch teilige AbkĂŒhlung des Brennraums sein.[F 3]

Rußen

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Ist die Verbrennung im Dieselmotor durch Luftmangel oder niedrige Temperaturen unvollstĂ€ndig, werden Kohlenstoffbestandteile des Kraftstoffs nicht umgewandelt und es bleibt Dieselruß ĂŒbrig; die Verbrennung des Motors wird rauchend. Eine solche Verbrennung wirkt sich jedoch infolge der starken Brennraumverschmutzung ungĂŒnstig auf die Betriebseigenschaften des Dieselmotors aus, weshalb ein Dieselmotor nicht mit Luftmangel betrieben werden darf.[F 5] Selbst ein idealer Dieselmotor, allgemeiner jeder Motor mit inhomogener Gemischbildung, kann die BrennraumfĂŒllung nicht rußfrei verbrennen. Der eingespritzte Brennstoff liegt in Form feinster Tröpfchen vor, die von außen nach innen durchzĂŒnden.[LIT 6] Die dabei auftretende Expansion der Verbrennungsgase verhindert das ausreichende Heranströmen weiterer Verbrennungsluft. Selbst wenn zu Brennbeginn, integral betrachtet, ein großer LuftĂŒberschuss vorliegt, kann dieser nicht vollstĂ€ndig genutzt werden. Dadurch entsteht immer etwas Ruß. Tendenziell wird die Partikelmasse durch feinere ZerstĂ€ubung und großen LuftĂŒberschuss geringer. Andererseits ist die inhomogene Gemischbildung die notwendige Voraussetzung zur ZĂŒndung einer BrennraumfĂŒllung mit großem LuftĂŒberschuss, da sich immer Volumenelemente finden lassen, in denen zĂŒndfĂ€higes Gemisch vorliegt. Bei Motoren mit homogener Gemischbildung muss dieser Zustand durch Schichtladung eingestellt werden.

Stickoxidbildung

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Im idealen Dieselmotor besteht das Abgas, wie oben beschrieben, aus CO2, H2O, N2 und O2. Dieser Zustand wÀre jedoch nur bei niedrigen Verbrennungstemperaturen vorzufinden. In einem realen Dieselmotor entstehen hohe Verbrennungstemperaturen, die das chemische Gleichgewicht verÀndern; der in der Ansaugluft enthaltene Stickstoff dissoziiert und es bilden sich Stickoxide.[F 6] Dies hÀngt auch vom Verfahren ab, so entstehen beim Wirbelkammerprinzip weniger Stickoxide als bei der Direkteinspritzung.[5]

Abgaszusammensetzung

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Rohemissionen eines Pkw-Dieselmotors nach verschiedenen Quellen und bei verschiedenen Betriebspunkten. In der linken Spalte ist ein Betriebspunkt mit niedriger Last (ca. 25 %, und einem VerbrennungsluftverhĂ€ltnis von 4) dargestellt. In der rechten Spalte ein Betriebspunkt nahe Volllast, bei einem VerbrennungsluftverhĂ€ltnis von 1.1).

Abgaszusammensetzung
Abgasbestandteile Gewichts-
Prozent[J 4]
Volumen-
Prozent[LIT 7]
Stickstoff N2 75,2 % 72,1 %
Sauerstoff O2 15 % 00,7 %
Kohlenstoffdioxid CO2 07,1 % 12,3 %
Wasser H2O 02,6 % 13,8 %
Kohlenstoffmonoxid CO 00,043 % 00,09 %
Stickoxide NOx 00,034 % 00,13 %
Kohlenwasserstoffe HC 00,005 % 00,09 %
Aldehyde –COH 00,001 % nicht angegeben
Rußpartikel (Sulfate + Feststoffe) 00,008 % 00,0008 %

Die Verteilung Ă€ndert sich stark in AbhĂ€ngigkeit vom Lastzustand und gering auch mit der Luftfeuchtigkeit. Die Luftfeuchte wird in der Regel aus den Anteilen des Kraftstoffs zurĂŒckgerechnet, da sie selten gemessen wird.[I 2]

Kohlendioxidemission durch die Verbrennung des Diesels

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Die Kohlendioxid-Emission, die bei der Verbrennung von einem Liter Diesel entsteht, lĂ€sst sich gut abschĂ€tzen.[LIT 8][6] Als gute NĂ€herung kann man fĂŒr Diesel die chemische Formel C n H 2 n {\displaystyle \mathrm {C_{n}H_{2n}} } {\displaystyle \mathrm {C_{n}H_{2n}} } annehmen. TatsĂ€chlich ist Diesel eine Mischung verschiedener MolekĂŒle. Kohlenstoff C hat eine molare Masse von 12 g/mol und Wasserstoff H (atomar) hat eine molare Masse von ca. 1 g/mol. Damit ist der Anteil von Kohlenstoff an der Gesamtmasse von Diesel ungefĂ€hr 12/14. Die Verbrennungsreaktion von Diesel ist:

2   C n H 2 n + 3 n   O 2 ⟶ 2 n   C O 2 + 2 n   H 2 O {\displaystyle \mathrm {2\ C_{n}H_{2n}+3n\ O_{2}\longrightarrow 2n\ CO_{2}+2n\ H_{2}O} } {\displaystyle \mathrm {2\ C_{n}H_{2n}+3n\ O_{2}\longrightarrow 2n\ CO_{2}+2n\ H_{2}O} }

Kohlendioxid hat eine molare Masse von 44 g/mol, da es aus 2 Sauerstoffatomen (16 g/mol) und einem Kohlenstoffatom (12 g/mol) besteht. 12 g Kohlenstoff ergeben 44 g Kohlendioxid. Mit einer Dichte des Diesels von 0,838 kg pro Liter berechnet sich die Masse Kohlendioxid, die bei der Verbrennung von einem Liter Diesel entsteht folgendermaßen:

0,838 k g l ⋅ 12 14 ⋅ 44 12 ⋅ 1 l = 2 , 63 k g {\displaystyle 0{,}838\,\mathrm {\frac {kg}{l}} \cdot {\frac {12}{14}}\cdot {\frac {44}{12}}\,\cdot 1\,\mathrm {l} =2{,}63\,\mathrm {kg} } {\displaystyle 0{,}838\,\mathrm {\frac {kg}{l}} \cdot {\frac {12}{14}}\cdot {\frac {44}{12}}\,\cdot 1\,\mathrm {l} =2{,}63\,\mathrm {kg} }

Diese AbschĂ€tzung ergibt einen Zahlenwert, der in guter Übereinstimmung mit den Werten ist, die man in der Literatur findet.

Drehmomentverlauf und Leistungsabgabe

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Dieselmotoren haben durch den ZĂŒndverzug eine physikalisch bedingte Drehzahlgrenze; theoretisch können Wirbelkammermotoren bis ca. 5000 min−1 drehen,[B 1] Direkteinspritzer bis etwa 5500 min−1.[B 2] Konstruktiv sind jedoch nicht alle Motoren fĂŒr den Betrieb an der theoretischen Drehzahlobergrenze ausgelegt.

Um die gleiche Leistung zu erreichen im Vergleich zu einem Ottomotor, muss ein Dieselmotor einen grĂ¶ĂŸeren Hubraum oder eine Aufladung (= höherer mittlerer Innendruck) haben, da das Drehmoment M {\displaystyle M} {\displaystyle M} eines Dieselmotors aufgrund des kleineren Drehzahlbereiches höher sein muss:

P = 2 π n M = ω M {\displaystyle P=2\pi nM=\omega M} {\displaystyle P=2\pi nM=\omega M}[J 5]
P {\displaystyle P} {\displaystyle P}: Leistung [W]
M {\displaystyle M} {\displaystyle M}: Drehmoment [Nm]
n {\displaystyle n} {\displaystyle n}: Drehzahl [s−1]
ω {\displaystyle \omega } {\displaystyle \omega }: Winkelgeschwindigkeit [rad s−1], 2 π n = ω {\displaystyle 2\pi n=\omega } {\displaystyle 2\pi n=\omega }

Rechenbeispiel

Ein Ottomotor liefert bei einer Drehzahl n {\displaystyle n} {\displaystyle n} von 6000 min−1 (100 s−1) ein Drehmoment M {\displaystyle M} {\displaystyle M} von 160 Nm, was einer Leistung P {\displaystyle P} {\displaystyle P} von ca. 100 kW entspricht. Ein gewöhnlicher Dieselmotor kann diese Drehzahl nicht erreichen, weswegen sein Drehmoment grĂ¶ĂŸer sein muss, um dieselbe Leistung zu erzielen. Um bei einer Drehzahl n {\displaystyle n} {\displaystyle n} von 3000 min−1 (50 s−1) eine Leistung P {\displaystyle P} {\displaystyle P} von ebenfalls 100 kW zu erzielen, muss das Drehmoment M {\displaystyle M} {\displaystyle M} 320 Nm betragen.

Vor- und Nachteile des Dieselmotors

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Vorteile des Dieselmotors

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Der Dieselmotor hat aufgrund der hohen Verdichtung (Expansionsgrad) einen guten Wirkungsgrad. Durch die geringere Drosselung entstehen beim Dieselmotor geringere Ladungswechselverluste und daher insbesondere im Teillastbereich ein geringerer spezifischer Kraftstoffverbrauch. Das macht den Dieselmotor besonders wirtschaftlich.[J 6] DarĂŒber hinaus sind die eingesetzten Kraftstoffe einfacher herzustellen und weniger gefĂ€hrlich, da sie langsamer verdampfen (der Flammpunkt von Dieselkraftstoff betrĂ€gt mindestens 55 ∘ C {\displaystyle 55\,^{\circ }\mathrm {C} } {\displaystyle 55\,^{\circ }\mathrm {C} }, der von Benzin − 25 ∘ C {\displaystyle -25\,^{\circ }\mathrm {C} } {\displaystyle -25\,^{\circ }\mathrm {C} }).[ON 2] Dieselmotoren eignen sich gut fĂŒr Turboaufladung auch im niedrigen Drehzahlbereich, da der Kraftstoff wegen der inneren Gemischbildung beim Verdichtungshub nicht unkontrolliert zĂŒnden kann[K 2] und das abgegebene Drehmoment durch eine Änderung der Zusammensetzung des Kraftstoffluftgemisches (QualitĂ€tsĂ€nderung), aber nicht dessen Menge eingestellt wird.[J 7]

Nachteile des Dieselmotors

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Typisches VerbrennungsgerÀusch eines historischen Industriemotors mit Direkteinspritzung, Type MWM AKD 112 Z

Das VerbrennungsgerĂ€usch des Dieselmotors ist lauter und die spezifische Leistung ist niedriger als beim Ottomotor.[B 3] Um die hohen DrĂŒcke aushalten zu können, mĂŒssen Gebrauchsdieselmotoren vergleichsweise prĂ€zise und robust gebaut sein; das fĂŒhrt zu einer grĂ¶ĂŸeren Masse des Motors[LIT 9], was zumindest bei der Anwendung in Fahrzeugen ein Nachteil ist. Daraus resultiert auch ein grĂ¶ĂŸerer Herstellungsaufwand und entsprechender Anschaffungspreis als bei einem Ottomotor mit vergleichbarer Leistung. Weiterhin bestehen beim Dieselmotor besondere Herausforderungen bei der Abgasreinigung. Einerseits entstehen bei der Verbrennung Stickstoffoxide, die gegebenenfalls ein kompliziertes Abgasnachbehandlungssystem erforderlich machen, da der Dreiwegekatalysator beim Dieselmotor nicht funktioniert. Dadurch wird der Dieselmotor deutlich teurer in der Anschaffung und gegenĂŒber einem Dieselmotor ohne Abgasreinigungssystem weniger wirtschaftlich im Betrieb.[LIT 10] Andererseits neigt der Dieselmotor zum Rußen, weshalb sich die ersten Maßnahmen zur Abgasminderung ab Ende der 1950er Jahre auf die Begrenzung der Rauchdichte von Dieselfahrzeugen richteten. Heute kann die Rauch- und Feinstaubentwicklung in den meisten Betriebssituationen auf ein Minimum reduziert werden, wofĂŒr jedoch neben einem ungeregelten Katalysator auch ein Dieselrußpartikelfilter erforderlich ist.

Anlassen und Stoppen eines Dieselmotors

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GlĂŒhwendel-Anzeige am Armaturenbrett eines Dieselfahrzeugs. Der Motor kann gestartet werden, wenn die Lampe erlischt.

Starten

→ Hauptartikel: Kaltstart

Um einen Dieselmotor zu starten, muss die Einspritzpumpe so eingestellt werden, dass ein ausreichender Kraftstoffeinspritzdruck erzeugt werden kann, anschließend muss die Kurbelwelle in eine ausreichend schnelle Drehbewegung versetzt werden, sodass durch die Kompression die SelbstzĂŒndung in Gang kommt. Das Drehen der Kurbelwelle kann zum Beispiel bei kleinen Motoren durch eine Kurbel oder einen Seilzug von Hand, bei grĂ¶ĂŸeren Motoren einen Anlassermotor oder Druckluft bewerkstelligt werden. Elektrische Komponenten dienen bei kleineren oder Ă€lteren Motoren lediglich der Überwachung.

Prinzipiell sind keine Starthilfen fĂŒr einen Dieselmotor vonnöten, ohne diese betrĂ€gt die Startgrenztemperatur etwa −10 Â°C fĂŒr (klassische) Direkteinspritzer und +30 Â°C fĂŒr Vor- oder Wirkelkammermotoren. Je nach konstruktiver Auslegung können diese Werte aber erheblich schwanken: bei Motoren mit relativ niedriger Verdichtung, z. B. aufgeladene oder zerklĂŒftetem Brennraum liegt diese höher.

Unterhalb dieser Startgrenztemperatur muss die Ansaugluft vorgewĂ€rmt werden, dies kann im Brennraum selbst durch GlĂŒhstiftkerzen oder im Ansaugkanal z. B. durch Heizwendeln (kleine Motoren) oder eine Flammstarteinrichtung (mittelgroße Motoren) erfolgen.

Oberhalb etwa des Gefrierpunktes kann Sommerdiesel verwendet werden, darunter wird Winterdiesel benötigt, unterhalb ca. −25 Â°C muss auch dieser am Ausflocken gehindert werden. Unterhalb etwa −30 Â°C muss das Motoröl vorgewĂ€rmt werden, was meist indirekt ĂŒber das MotorkĂŒhlwasser oder den Motorblock erfolgt. Bei Motoren grĂ¶ĂŸer als typisch im LKW muss der Motor grundsĂ€tzlich vorgewĂ€rmt und das Schmieröl vorgepumpt werden.

Neben der Funktion als Starthilfe werden bei modernen Motoren die GlĂŒhkerzen vom SteuergerĂ€t manchmal auch im „Normalbetrieb“ des Motors geheizt, was die Brennraumtemperatur erhöht, beispielsweise um die Regeneration des Partikelfiltersystems zu unterstĂŒtzen.[J 8]

Um den Anlasswiderstand zu verringern, können bei einigen Motoren die Ventilsteuerzeiten geĂ€ndert werden. Die einfachste Bauform ist der „Dekompressionshebel“, bei dessen BetĂ€tigung die Zylinder-Auslassventile stets geöffnet bleiben, damit sich die Kurbelwelle und deren Schwungscheibe leicht bis zur Startdrehzahl beschleunigen lassen. Nach dem Schließen des Dekompressionshebels arbeiten die Auslassventile wieder normal. Der Schwung soll zum Einsetzen der initialen ZĂŒndung fĂŒhren. Beim Vorkammerdieselmotor XII Jv 170/240 von Ganz & Co. werden beim Startvorgang die Steuerzeiten der Einlassnockenwelle verĂ€ndert, sodass die Einlassventile erst sehr spĂ€t öffnen. Dadurch entsteht ein Unterdruck im Brennraum, der dafĂŒr sorgt, dass die einströmende Ansaugluft durch den schlagartigen Druckanstieg eine Temperaturerhöhung erfĂ€hrt; so kann die ZĂŒndtemperatur im Motor ohne GlĂŒhkerzen erreicht werden.[P 1]

Stoppen

Da keine ZĂŒndanlage und (bei Motoren mit mechanischer Einspritzpumpe) kein elektrisches System fĂŒr das Aufrechterhalten des Motorlaufs benötigt werden, kann bei solchen Motoren das Abschalten der Elektrik auch den Motor nicht stoppen. Bei Ă€lteren Fahrzeugen mit Dieselmotor stoppt daher mitunter selbst das Abziehen des SchlĂŒssels die Maschine nicht.

Zum Stoppen des Motors wird entweder eine Motorstaubremse bis zum Absterben des Motors betĂ€tigt oder die Kraftstoffzufuhr zu den EinspritzdĂŒsen mittels einer Ventilklappe unterbrochen. Bei modernen Fahrzeugmotoren wird das elektronisch geregelt, sodass sich das Verhalten des „ZĂŒndschlĂŒssels“ eines modernen Diesel-Pkw nicht von demjenigen eines Pkw mit Ottomotor unterscheidet.

Besonderheiten bei Motoren fĂŒr den Antrieb von Kraftfahrzeugen

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Drosselklappen

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→ Hauptartikel: Drallklappe

Beim Prinzip des Dieselverfahrens sind Drosselklappen prinzipiell nicht erforderlich und wegen der Drosselverluste (VergrĂ¶ĂŸerung Ladungswechselschleife) fĂŒr den Wirkungsgrad nicht sinnvoll. Jedoch gibt es bei modernen Dieselmotoren Drosselklappen: Bei Motoren mit zwei EinlasskanĂ€len wird ein Einlasskanal als FĂŒllkanal und der andere als Drallkanal konstruiert. In den als FĂŒllkanal konstruierten Einlasskanal wird eine „Drallklappe“ genannte Drosselklappe eingebaut, die im Teillastbereich geschlossen wird. Dadurch wird die Durchmischung von Luft und Kraftstoff verbessert, was zur Reduktion der Abgasemissionen eingesetzt wird.[A 2] VerstĂ€rkt wird die Drosselklappe auch zur Verbesserung des Ansaugluftstrom-GerĂ€uschverhaltens (englisch Sound Design) genutzt.[A 3]

In der Geschichte gibt es Beispiele fĂŒr Dieselmotoren, die aus einem weiteren Grund mit einer Drosselklappe ausgestattet waren. So z. B. der OM 138 von Daimler-Benz aus dem Jahre 1936. Noch bis in die 1980er Jahre baute Daimler-Benz in Dieselmotoren Drosselklappen ein, weil die frĂŒher verwendete Bauart der Bosch-Einspritzpumpe pneumatisch, d. h. durch leichten Unterdruck im Ansaugtrakt, gesteuert wurde.[P 2] Diese Art der Regelung ist jedoch in manchen BetriebszustĂ€nden recht anfĂ€llig fĂŒr Schwarzrauchbildung, die aufgrund von Überfettung des Motors mit zu viel Dieselkraftstoff, welcher nicht komplett verbrennt und Ruß erzeugt, entsteht.

Einspritztechniken

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Man setzte bei Dieselmotoren fĂŒr Pkw trotz des schlechteren Wirkungsgrades anfĂ€nglich auf mittelbare Einspritzung des Kraftstoffes in eine Kammer (Wirbelkammereinspritzung oder Vorkammereinspritzung), da sie im Bezug auf Abgas- und GerĂ€uschemissionen gĂŒnstig ist.[B 1] Ende der 1980er-Jahre wurde zunehmend auf Direkteinspritzung umgestellt. Seit ca. 2010 wurden Pumpe-DĂŒse-Systeme abgelöst, so dass direkteinspritzende Dieselmotoren fĂŒr Pkw in der Regel mit Common-Rail-Einspritzung ausgerĂŒstet sind.[LIT 11]

Abgasnachbehandlung

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Dieselmotoren stoßen Rußpartikel aus, wobei moderne Fahrzeugmotoren deutlich weniger Rußpartikelmasse ausstoßen als Ă€ltere Fahrzeugmotoren. Die ausgestoßene Rußpartikelmasse korreliert dabei mit der RußpartikelquantitĂ€t; die GrĂ¶ĂŸe der Partikel ist in den letzten Jahren nicht gesunken.[B 4] So betrug die GrĂ¶ĂŸe der Rußpartikel Stand 1993 ĂŒberwiegend zwischen 0,01 und 0,1 Â”m und 0,3 Â”m,[Q 1] 2014 war dieser Bereich unverĂ€ndert.[A 4] Teilweise sind die Partikel im lungengĂ€ngigen Bereich.[Q 1] Der Kern der Rußpartikel kann eine kanzerogene Wirkung haben.[Q 2] In der Bundesrepublik Deutschland wurden Ende der 1990er-Jahre jĂ€hrlich rund 72.000 t Dieselruß emittiert, davon stammen 64.000 t aus dem Verkehr, 42.000 t stammen von Nutzfahrzeugen; „dies bedingt jĂ€hrlich rund 1000 TodesfĂ€lle“ (fĂŒr das Jahr 2000).[LIT 12] Ergebnisse von in den 1980er-Jahren in den USA durchgefĂŒhrten Studien zeigen, dass das Risiko, durch das Abgas von Dieselmotoren tödlich zu erkranken, sehr niedrig ist; es ist fĂŒr Stadtbewohner in etwa so wahrscheinlich wie vom Blitz getroffen zu werden und an den Folgen zu sterben. Straßenarbeiter hingegen haben laut Studie ein deutlich höheres Risiko, an den Abgasen tödlich zu erkranken.[Q 2] Zur Reduktion des Gesamtpartikelausstoßes werden Rußpartikelfilter serienmĂ€ĂŸig in Pkw eingebaut, sie erreichen Abscheideleistungen von ĂŒber 90 %.[B 4] Im Partikelfilter werden die Rußpartikel oxidiert.[B 5]

Seit 1990 werden bei Diesel-Pkw ungeregelte Oxydationskatalysatoren eingebaut. Damit lĂ€sst sich der Ausstoß einiger Schadstoffe reduzieren: Kohlenwasserstoffe um bis zu 85 %, Kohlenstoffmonoxid um bis zu 90 %, Stickoxide um bis zu 10 % und Rußpartikel um bis zu 35 %.[B 4] Da das abgegebene Drehmoment beim Dieselmotor durch eine Änderung des LuftverhĂ€ltnisses λ v {\displaystyle \lambda _{v}} {\displaystyle \lambda _{v}} eingestellt wird ( λ v ≄ λ min ≄ 1 {\displaystyle \lambda _{v}\geq \lambda _{\text{min}}\geq 1} {\displaystyle \lambda _{v}\geq \lambda _{\text{min}}\geq 1}) und der Motor meist mit LuftĂŒberschuss ( λ > 1 {\displaystyle \lambda >1} {\displaystyle \lambda >1}) betrieben wird, kann kein konventioneller geregelter Dreiwegekatalysator verwendet werden, der ein LuftverhĂ€ltnis von etwa λ = 1 {\displaystyle \lambda =1} {\displaystyle \lambda =1} benötigt. Arbeiten um 2010 beschĂ€ftigten sich mit der Verwendung von Oxiden mit Perowskitstruktur (z. B. Lanthan-Strontium-Kobaltoxid) in Fahrzeugkatalysatoren fĂŒr Dieselmotoren.[LIT 13] Die Dotierung perowskithaltiger Katalysatoren mit Palladium erhöht die BestĂ€ndigkeit gegen „Vergiftung“ durch Schwefel.[LIT 14]

Mittels AbgasrĂŒckfĂŒhrung wird der Stickoxidausstoß des Dieselmotors zwar gemindert, es muss hier allerdings ein Kompromiss zwischen vertretbaren Stickoxid- und Partikelwerten im Abgas eingegangen werden, da bei hohen AbgasrĂŒckfĂŒhrungsraten zwar Motorleistung und Stickoxidwerte absinken, der Rußpartikelausstoß aber in nicht tolerierbarem Maß ansteigt. Dennoch liegt der durchschnittliche Stickstoffdioxidausstoß von Pkw-Dieselmotoren unter realen Bedingungen sehr deutlich ĂŒber den zugelassenen Grenzwerten. WĂ€hrend die Grenzwerte fĂŒr die Abgasnormen Euro 4, Euro 5 und 6 bei 250, 180 bzw. 80 mg NOx pro km liegen, stoßen Dieselpersonenkraftfahrzeuge in Deutschland im tatsĂ€chlichen Fahrbetrieb durchschnittlich 674 (Euro 4), 906 (Euro 5) bzw. im Mittel 507 (Euro 6) mg NOx pro km aus (Daten bis Anfang 2017).[ON 3] Insgesamt ĂŒberschreiten in den wichtigsten MĂ€rkten knapp ein Drittel der im Schwerlastverkehr und mehr als die HĂ€lfte der fĂŒr leichte Transportzwecke eingesetzten Dieselfahrzeuge die jeweilig geltenden Grenzwerte, was jĂ€hrlich zu etwa 38.000 vorzeitigen TodesfĂ€llen zusĂ€tzlich fĂŒhre.[LIT 15] Ohne Abgasnachbehandlungen ist der Stickoxidausstoß eines Dieselfahrzeuges niedriger, als der Stickoxidausstoß eines Fahrzeuges mit Ottomotor. Wird hingegen ein Dieselfahrzeug mit ungeregeltem Oxidationskatalysator mit einem Ottofahrzeug mit geregeltem Dreiwegekatalysator verglichen, so ist der Stickoxidausstoß beim Fahrzeug mit Ottomotor geringer.[Q 3]

Wankeldieselmotor

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→ Hauptartikel: Wankeldieselmotor

In den 1960er- und 1970er-Jahren gab es Versuche, einen kompakten und leichten Kreiskolbenmotor mit Dieselverfahren als Kraftfahrzeugantrieb zu konstruieren. Die Versuche scheiterten am nicht umsetzbaren hohen VerdichtungsverhĂ€ltnis, sodass die gebauten Prototypen nur mit extern zugefĂŒhrter vorverdichteter Luft, aber nicht aus eigener Kraft, lauffĂ€hig waren.[O 1][O 2][O 3]

Anwendungsbereiche

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Dieselmotoren werden in vielen Anwendungsbereichen eingesetzt. Sie sind insbesondere dann wirtschaftlich, wenn der Motor stationĂ€r arbeitet, oder in sehr großen Fahrzeugen wie Lkw und Schiffen eingesetzt wird. Der Grund ist, dass der Dieselmotor gegenĂŒber dem Ottomotor neben dem Vorteil des großen Wirkungsgrads auch den Nachteil des ungĂŒnstigeren MasseleistungsverhĂ€ltnises hat. Da sich das OberflĂ€che-zu-Volumen-VerhĂ€ltnis nicht linear verhĂ€lt, wirkt sich die schlechtere Literleistung des Dieselmotors umso stĂ€rker negativ aus, je kleiner das Fahrzeug ist. Bei MotorrĂ€dern und Kleinmotoren fĂŒr Boote, RasenmĂ€her, Modellspielzeug etc. findet der Dieselmotor deshalb kaum Anwendung. Bei Luftfahrzeugen ist das Gewicht ein besonders entscheidendes Kriterium, als Kolbenmotor war daher der Ottomotor verbreitet. Doch die grĂ¶ĂŸten jemals gebauten Luftschiffe, LZ 129 und LZ 130, waren mit Dieselmotoren ausgestattet, und gegenwĂ€rtig findet sich der Dieselmotor verstĂ€rkt in Leichtflugzeugen.

Dieselmotoren können sowohl fĂŒr große als auch kleine Leistungsbereiche ausgelegt werden; das Leistungsspektrum reicht etwa vom vierstelligen Wattbereich bis in den zweistelligen Megawattbereich: Der leistungsstĂ€rkste Dieselmotor der Welt, der vierzehnzylindrige Schiffsmotor WĂ€rtsilĂ€ RT-flex96C, hat pro Zylinder einen Hubraum von 1,83 mÂł und entwickelt eine Nennleistung von mehr als 84.000 kW[H 3] â€“ der seinerzeit kleinste kommerzielle Dieselmotor der Welt ist der Bison BS170F, ein Einzylinder-Viertakter mit 211 cmÂł Hubraum und 2,5 kW[7].

Moderne Dieselmotoren fĂŒr Pkws erreichen eine Literleistung von 70 bis 100 kW, was in einem Ă€hnlichen Bereich wie normale Otto-Motoren liegt.[8] Diese Entwicklung wurde durch den Zwang zu Effizienzsteigerung ohne Komfortverlust und damit verbundenem Downsizing und Erhöhung des Ladedrucks erreicht. Dabei sind Dieselmotoren auch erheblich leichter geworden und sind bei gleicher Leistung nur marginal schwerer als Otto-Motoren (bei 2 Liter/150 kW: Dieselmotor OM654 mit 168 kg, Otto-Motor M282 mit 130 kg).

Zum Vergleich 150 kW-Motoren der 1990er Jahre: OM603.961-Turbo mit 280 kg und M119V8 mit 250 kg

Allerdings haben die gleichen Entwicklungen bei Otto-Motoren stattgefunden, sodass dort Literleistungen von 70 bis 175 kW (letzteres beim M139) bei normalen Serienautos vorzufinden sind.

Bei Lkws liegen die Literleistungen deutlich darunter, die Motoren sind wesentlich schwerer, da hier Wirkungsgrad und Langlebigkeit deutlich mehr im Vordergrund stehen. Noch stĂ€rker ist dies bei stationĂ€ren Dieselgeneratoren und bei großen Schiffsmotoren ausgeprĂ€gt, bei denen nur Langlebigkeit und Wirkungsgrad zĂ€hlen.[9][10] So hat der oben erwĂ€hnte Schiffsdiesel gerade einmal eine Literleistung von 3,3 kW und ein Leistungsgewicht von 36 kW pro Tonne.

TatsÀchlich konnte sich trotz jahrzehntelanger Parallelentwicklung im Pkw-Bau der Dieselmotor nicht gegen den Ottomotor durchsetzen, auch nicht in LÀndern mit relativ hohen Kraftstoffpreisen. Seit 2015 gerÀt der Dieselmotor im Pkw-Bereich aus einem anderen Grund, dem sogenannten Abgasskandal, zunehmend ins Hintertreffen.

Geschichtliche Entwicklung

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Rudolf Diesel (1883)
Patent fĂŒr Rudolf Diesel vom 23. Februar 1893
Zweiter Prototyp des Dieselmotors: Mit ihm gelang am 17. Februar 1894 der erste Leerlauf.
Erster funktionsfÀhiger Dieselmotor:
Baujahr: 1896,
Bohrung × Hub: 250 mm Ă— 400 mm,
Hubraum: 19,6 Liter,
Leistung: 13,1 kW bei 154 min−1,
Drehmoment: 812 N·m bei 154 min−1,
Spez. Kraftstoffverbrauch: 324 g/kWh[G 2]

Diesels Theorie

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1878 besuchte Rudolf Diesel, damals Student am Polytechnikum MĂŒnchen, Thermodynamikvorlesungen des Professors Carl von Linde. Linde erklĂ€rte seinen Studenten, dass eine Dampfmaschine nur 6 bis 10 Prozent der vom Brennstoff abgegebenen WĂ€rme in effektive Arbeit umwandelt, beim Carnot-Prozess jedoch alle WĂ€rme in Arbeit umgewandelt wĂŒrde. Diesel gab an, dass dies sein SchlĂŒsselerlebnis fĂŒr die Entwicklung einer Maschine sein sollte, die den Carnot-Kreisprozess verwirklichen könnte. ZunĂ€chst arbeitete Diesel in seinem Labor in Paris an einer Ammoniakdampfmaschine, was jedoch nicht zur Praxisreife fĂŒhrte. Stattdessen erkannte er, dass anstelle von Ammoniak normale Luft verwendet werden könnte, wenn der Kraftstoff in dieser Luft verbrennt. Diesel meldete eine solche Maschine zum Patent an und veröffentlichte seine Überlegungen zum Motor im Werk Theorie und Konstruktion eines rationellen WĂ€rmemotors.[D 3][LIT 5]

Am 23. Februar 1893 erhielt er das Patent RP 67207 „Arbeitsverfahren und AusfĂŒhrungsart fĂŒr Verbrennungsmaschinen“ und es begann die Zusammenarbeit mit der Maschinenfabrik Augsburg und die Einrichtung eines Labors zur Erprobung verschiedener Arbeitsprinzipien mit dem Ziel eines hohen Wirkungsgrades.[LIT 16] Zu jenem Zeitpunkt hatte Diesel noch nicht erkannt, dass seine Theorie einen Fehler enthĂ€lt und der in seinem Buch beschriebene Motor nicht funktioniert, da er mehr Verdichtungsarbeit benötigen wĂŒrde, als er selbst liefern könnte. Dies wurde Rudolf Diesel erst im FrĂŒhjahr 1893 bewusst. Er konzipierte zwischen Mai und September 1893 ein verĂ€ndertes Arbeitsverfahren, das mit weitaus weniger Kompression und einer geringeren Luftzahl auskommt; dieses heute als Dieselverfahren bezeichnete Arbeitsverfahren ist funktionsfĂ€hig und Grundlage aller Dieselmotoren. Aus Diesels Aufzeichnungen geht hervor, dass er den wichtigsten Teil dieses verĂ€nderten Arbeitsverfahrens bereits vor Beginn der Versuche in Augsburg erarbeitet hatte. Deshalb gilt es als erwiesen, dass Diesel selbst den Dieselmotor und das zugehörige Arbeitsverfahren erfunden hat, obgleich es von dem in seinem Werk Theorie und Konstruktion eines rationellen WĂ€rmemotors abweicht. Öffentlich hat Diesel seinen Fehler nicht zugegeben, da er ein Patent auf das in seinem Buch beschriebene, nicht funktionsfĂ€hige Arbeitsverfahren hatte, nicht aber auf das eigentliche Arbeitsverfahren des Dieselmotors.[R 2][R 5] Dieses eigentliche Arbeitsverfahren meldete Diesel erst im November 1893 zum Patent an (RP 82168).[D 4]

Der erste Dieselmotor

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Diesel gibt explizit an, dass er nicht das Prinzip der SelbstzĂŒndung erfunden hat, sondern nur einen Prozess mit höchstmöglicher WĂ€rmeausnutzung finden wollte; ein solcher Prozess setzt SelbstzĂŒndung voraus.[D 5] Die erste Versuchsmaschine, die bei M. A. N. nach Diesels Vorgaben gebaut wurde, war im Juli 1893 fertiggestellt und fĂŒr den Betrieb mit flĂŒssigen Kraftstoffen konzipiert. Sie war ein Viertakter mit Kreuzkopfpleuel und OHV-Ventilsteuerung, die Bohrung betrug 150 mm, der Kolbenhub 400 mm.[D 6] Am 17. Februar 1894 lief dieser Motor das erste Mal aus eigener Kraft mit einer Leerlaufdrehzahl von 88 min−1 ĂŒber einen Zeitraum von knapp einer Minute,[D 2] nachdem er im Januar umgebaut worden war.

Dabei musste Diesel jedoch einen Kompromiss eingehen. Diesel favorisierte die Direkteinspritzung des Kraftstoffes und hatte dafĂŒr das Prinzip des Akkumulierens vorgesehen, bei dem die EinspritzdĂŒse aus einem AkkumuliergefĂ€ĂŸ gespeist wird, in dem mittels einer Luftpumpe ein konstant gehaltener Überdruck herrscht. Allerdings funktionierte dieses System trotz mehrerer Verbesserungen aufgrund der ungeeigneten Pumpen und an der fehlenden PrĂ€zision der Einspritzventile nicht gut genug, sodass Diesel die Luftpumpe stattdessen durch einen großen Kompressor ersetzen musste, der das Weglassen des AkkumuliergefĂ€ĂŸes ermöglichte und der Kraftstoff nun direkt eingeblasen wurde. Das Konzept des Kompressors stammte von George Bailey Brayton. Allerdings wollte Diesel lieber einen Motor ohne großen Kompressor bauen.[M 3] Da es ihm nicht möglich erschien, dies umzusetzen, bezeichnete er kompressorlose Direkteinspritzung letztlich als „undurchfĂŒhrbar“.[M 4]

Ab 1894 erhielt Diesel in verschiedenen LĂ€ndern mehrere Patente auf wesentliche Verbesserungen des SelbstzĂŒndermotors. Insbesondere fĂŒhrte er den Motor in jahrelangen Versuchen zusammen mit Heinrich von Buz, dem damaligen Direktor der Maschinenfabrik Augsburg, zur Praxisreife und bemĂŒhte sich hierfĂŒr um Entwicklungsgelder, indem er das zukunftstrĂ€chtige Prinzip propagierte und Geldgeber gewann. WĂ€hrend der Entwicklung wurden auch Kraftstoffe wie Rohöl, Kohlenstaub und Benzin erprobt.[D 2] Erst 1897 prĂ€sentierte Diesel auf der II. Kraft- und Arbeitsmaschinen-Ausstellung in MĂŒnchen[LIT 16] seinen Geldgebern und der Weltöffentlichkeit einen Motor, der mit Mineralöl arbeitete und einen tagelangen Dauerversuch ĂŒberstand. Neuerer Literatur zufolge hatte er einen spezifischen Kraftstoffverbrauch von 258 g/PSh (350,8 g/kWh), was rechnerisch einen Wirkungsgrad von fast 24 % ergibt.[LIT 16] Andere Werke geben auch einen Kraftstoffverbrauch von 324 g/kWh an.[G 2] Der Wirkungsgrad ĂŒbertraf denjenigen aller bisher bekannten WĂ€rmekraftmaschinen.

Dieselmotor als Nutzfahrzeugmotor

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Aufgrund seiner Konstruktion war der Dieselmotor zunĂ€chst nur als StationĂ€rmotor einsetzbar. Der erste gewerblich genutzte Dieselmotor, ein Zweizylinder-Viertaktmotor mit einer effektiven Leistung von 60 PSe (rund 44 kWe) bei 180 min−1, ging 1898 in der ZĂŒndholzfabrik Union in Kempten (AllgĂ€u) in Betrieb. Ab 1902 kam der Dieselmotor erstmals in Schiffen zum Einsatz, ab 1912 in Schienenfahrzeugen, ab 1923 auch in Lastkraftwagen. Ende der 1940er-Jahre hatte der Dieselmotor als Antrieb fĂŒr Nutzfahrzeuge, Schienenfahrzeuge und Schiffe weite Verbreitung gefunden.[LIT 17]

Grundlage fĂŒr die Entwicklung des Fahrzeug-Dieselmotors war die Vorkammer, die 1909 von Prosper L’Orange zum Patent angemeldet wurde. Durch Einspritzung des Kraftstoffes in die Vorkammer genĂŒgte ein geringerer Einspritzdruck, was den Verzicht auf ein bis dahin nötiges kompliziertes und großes Lufteinblassystem erlaubte. So reduzierte BaugrĂ¶ĂŸe und Gewicht des Dieselmotors ermöglichte den Einbau in Landfahrzeuge.[K 3]

1924 stellte MAN den ersten Dieselmotor mit Direkteinspritzung fĂŒr Nutzfahrzeuge vor, die Leistung lag bei etwa 30 kW. In den darauffolgenden Jahren stieg die Leistung der Motoren immer weiter, bereits Mitte der 1930er-Jahre gab es Motoren mit mehr als 100 kW Leistung fĂŒr Nutzfahrzeuge.

Bis in die 1960er-Jahre hinein waren Kammermaschinen im Nutzfahrzeugsektor weit verbreitet, ehe der Direkteinspritzer aufgrund seiner höheren Wirtschaftlichkeit hier eine marktbeherrschende Stellung einnahm. Das Common-Rail-Prinzip ist heute (2014) beim Fahrzeug-Dieselmotor das am weitesten verbreitete System.[J 2] Es wurde 1976 von der ETH ZĂŒrich entwickelt. Ein erstes Common-Rail-System wurde im Winter 1985/1986 an einem modifizierten Dieselmotor der Type 6VD 12,5/12 GRF-E im Straßenverkehr-Dauerbetrieb mit einem Lkw IFA W50 erfolgreich erprobt. Der Motor-Prototyp ist heute im Industriemuseum Chemnitz zu besichtigen.[ON 4]

Dieselmotor fĂŒr Personenkraftwagen

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Den ersten belegbaren Einbau eines Dieselmotors in einen Pkw vollzog Hermann Dorner im Jahr 1924. Es handelte sich um einen Kleinstwagen mit luftgekĂŒhltem Zweizylinder-Viertakt-V-Motor, der 3,3 kW bei 1300/min leistete und Schweröl als Kraftstoff benötigte. Aufgrund der damaligen Hyperinflation kam es jedoch nur zu einer Kleinserie von vermutlich 24 Fahrzeugen.[11] 1927 folgten umfangreiche Erprobungen an einem Pkw von Stoewer, in den Bosch versuchsweise einen Dieselmotor eingebaut hatte. Weitere auf Dieselmotor umgebaute Versuchs-Pkw folgten. Parallel fĂŒhrte Cummins ab 1929 Ă€hnliche Versuche an US-amerikanischen Pkw durch. Weitere Umbauten von Pkw auf Basis eigenentwickelter Dieselmotoren folgten ab 1932 durch Gardner in England, Saurer in der Schweiz und OberhĂ€nsli in Österreich.[11]

Daimler-Benz indes forcierte erstmals die auf Pkw gerichtete Entwicklung eines Dieselmotors: Anfang der 1930er Jahre begann man dort mit der Entwicklung eines Dieselmotors mit Vorkammereinspritzung nach l’Orange, dem Typ OM 138. Er war ab 1936 im Mercedes-Benz W 138 erhĂ€ltlich. Zur gleichen Zeit wurde eine Diesel-Variante des Hanomag Rekord herausgebracht, die jedoch nicht sofort lieferbar war. Beide Fahrzeuge wurden im Februar 1936 auf der Berliner Automobilausstellung prĂ€sentiert. Auch CitroĂ«n arbeitete seinerzeit an Dieselmotoren fĂŒr kleinere Kraftfahrzeuge und brachte 1936 mit den Typ „500 DI“ einen fĂŒr gewerbliche Zwecke gedachten Kombiwagen mit Wirbelkammer-Dieselmotor heraus. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es den weiterentwickelten OM 636 im Mercedes-Benz W 136 ab 1949. 1959 begann bei Peugeot mit dem 403 Diesel der Bau von Diesel-Pkw.

Die Verbreitung des Dieselmotors im Pkw blieb jedoch trotz seines guten Wirkungsgrads gehemmt, aus mehreren GrĂŒnden. Ein Dieselmotor verursachte grĂ¶ĂŸere Herstellungskosten als ein Ottomotor mit vergleichbarer Motorleistung. Beispielsweise kostete der Zylinderkopf des VW Golf I Diesel das Dreifache gegenĂŒber dem entsprechenden Zylinderkopf des Ottomotors. Die Einspritzpumpen waren teurer als die Einspritz- oder Vergasersysteme fĂŒr Ottomotoren, die hohe Verdichtung erforderte eine höhere PrĂ€zision in der Fertigung, das grĂ¶ĂŸere Gewicht zog entsprechenden Materialbedarf nach sich, Zahnriemen der Nockenwelle, Anlasser und Batterie mussten krĂ€ftiger bemessen sein und anderes mehr. Einer Studie von 1978 zufolge lagen die Herstellungskosten fĂŒr einen Dieselmotor bei 150 % der Kosten eines hubraumgleichen Ottomotors und sogar ĂŒber 200 % verglichen mit einem leistungsgleichen Ottomotor.[5] Ein weiteres Hemmnis war, dass die Motoren eine geringe Literleistung hatten. Beispielsweise brachte es der 200 D im Mercedes-Benz /8 auf 40 kW, wĂ€hrend der etwa hubraumgleiche Ottomotor 70 kW leistete. Wegen des grĂ¶ĂŸeren OberflĂ€che-zu-Volumen-VerhĂ€ltnisses des Pkw wirkt sich der Effekt hier stĂ€rker aus als bei Lkws, und dem besseren Wirkungsgrad des Dieselmotors stand im Pkw die relativ große Motormasse gegenĂŒber. Hinzu kam ein abtrĂ€gliches „Nutzfahrzeug-Image“, das auch mit dem vergleichsweise unkultivierten Motorlauf, dem Motorklang, dem eingeschrĂ€nkten Drehzahlband und der erheblichen Rußbildung im Abgas zusammenhing. Gekauft wurden die meisten Diesel-Pkw von Taxiunternehmen (wegen der geringeren Betriebskosten) und Landwirten (wegen des subventionierten Treibstoffs).

Dennoch begannen in den 1970er Jahren weitere Hersteller die Produktion von Diesel-Pkw, darunter – zu Peugeot gehörend – CitroĂ«n mit dem CX und Volkswagen mit dem VW Golf I, wobei man sich Perkins’ Erfahrungen zunutze machte. WĂ€hrend der Seat 132 D einen Benz-Diesel hatte, entwickelten sich Fiat und Alfa Romeo eigenstĂ€ndig Dieselmotoren. Die Dieselmotor-Entwicklungen von Opel (im Rekord D ab 1972) und Ford (Granada II ab 1977) bezogen sich im Wesentlichen auf Peugeot-Erfahrungen.[12] 1979 ging im Volvo 240 der erste Sechszylinder-Dieselmotor aus dem VW-Transporter LT in einem Pkw in Großserie. Indes blieb Mercedes-Benz spĂ€testens ab den 1970er Jahren der einzige Hersteller, der fĂŒr seine Pkw Dieselmotoren mit Vorkammereinspritzung baute, alle anderen Pkw-Hersteller setzten in den 1970er Jahren auf das Wirbelkammerverfahren. Außerdem hatte sich damals die Verteiler- gegen die Reiheneinspritzpumpe durchgesetzt, ebenso wie die fliehkraftgesteuerte Drehzahlregelung gegen die pneumatische Regelung.[5]

Zum wirklichen Durchbruch fĂŒhrten die Entwicklung des Turbodiesel und der elektronisch gesteuerten Direkteinspritzung fĂŒr Pkw-Dieselmotoren, womit das bisherige Problem der geringen Literleistung ĂŒberwunden und die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden konnten. Bis in die 1990er-Jahre waren Pkw-Dieselmotoren noch mit Kammerverfahren konstruiert, da das VerbrennungsgerĂ€usch geringer ist.[K 3] Den ersten Turbodiesel in einem Serien-Pkw gab es 1978 im Mercedes 300 SD. Das erste elektronische SteuergerĂ€t fĂŒr Pkw-Dieselmotoren mit Verteilereinspritzpumpe, genannt EDC, wurde von Bosch entwickelt und erstmals 1986 beim BMW M21 eingesetzt.[LIT 18] 1987 erschien mit dem Fiat Croma 1,9 TD i.d. erstmalig ein Pkw mit elektronisch gesteuerter Direkteinspritzung und Turbo, bald darauf folgten 1988 der Austin Montego MDi und 1989 der Audi 100 2.5 TDI.

SpĂ€ter verbesserte die erstmalig an einem Pkw 1997 im Alfa Romeo 156 JTD umgesetzte Common-Rail-Einspritzung bzw. Pumpe-DĂŒse unter anderem die Laufruhe, und mit der EinfĂŒhrung des Rußpartikelfilters, dessen Durchbruch mit dem Peugeot 607 ab 2000 gelang, konnte auch der lĂ€stige Ruß im Abgas weitgehend beseitigt werden. Zunehmend wurde der Pkw-Dieselmotor vom Verbraucher akzeptiert, sodass in Europa im Jahr 2017 rund jedes zweite neu zugelassene Auto einen Dieselmotor hatte.[K 2]

AbhÀngigkeit der Verbreitung von den Kraftstoffpreisen

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Prozentanteil an verkauften Pkw-Neuwagen 2014[ON 5]
Region/Land Diesel Nicht-Diesel-
Kraftstoffe
Brasilien 00 % 100 %
China 01 % 099 %
Europa 53 % 047 %
Indien 52 % 048 %
Japan 02 % 098 %
USA 03 % 097 %

Die Verbreitung des Dieselmotors fĂŒr Personenkraftwagen hĂ€ngt weltweit von verschiedenen Faktoren ab, sodass auf einigen MĂ€rkten kaum Personenkraftwagen mit Dieselmotor anzutreffen sind. Hauptvorteil des Dieselmotors ist die aufgrund seines besseren Wirkungsgrades höhere Wirtschaftlichkeit, die jedoch nur bei hohen Kraftstoffkosten ins Gewicht fĂ€llt.[LIT 19]

Bis in die 1990er-Jahre dominierte in Deutschland die Meinung, ein Dieselwagen rentiere sich wegen seines höheren Anschaffungspreises nur fĂŒr Vielfahrer. Wegen des erheblichen Minderverbrauchs insbesondere auf der Kurzstrecke in der Stadt und auch wegen der Preisdifferenz des niedriger besteuerten Dieselkraftstoffs (der Steuervorteil betrĂ€gt ca. 22 Cent/Liter)[ON 6] reichten bei vielen Fahrzeugen â€“ trotz der deutlich höheren Kraftfahrzeugsteuer (je 100 cmÂł Hubraum: 9,50 â‚Ź/a fĂŒr neuere Diesel- statt 2,00 â‚Ź/a fĂŒr Benzinfahrzeuge) sowie der oft höheren VersicherungsprĂ€mie â€“ zum Zeitpunkt April 2018 schon weniger als 10.000 Kilometer pro Jahr, damit sich der Diesel amortisiert.[ON 7]

Neuzulassungen von Diesel-Pkw in den USA zwischen 2011 und 2014 nach Hersteller
Hersteller 2011 2012 2013 2014
Volkswagen AG 69.730 87.814 93.338 80.441
BMW AG 03.722 01.258 02.958 12.296
Daimler AG 03.041 03.085 02.005 02.586
General Motors 00.000 00.000 02.912 05.880

In den USA ist Motorenbenzin deutlich gĂŒnstiger als in Europa, daher kommt der Vorteil der Wirtschaftlichkeit nicht zum Tragen. Zudem hat der Dieselmotor in den USA einen schlechten Ruf aufgrund des Oldsmobile-Dieselmotors aus den 1970er-Jahren und des Abgasskandals 2015. Der Marktanteil der Dieselwagen betrug daher in den USA 2017 nur knapp 2,7 %. MarktfĂŒhrer sind deutsche Automobilhersteller, die meisten amerikanischen Automobilhersteller haben keine Dieselfahrzeuge im Angebot. Auch Volkswagen bietet mit seinen Marken Audi und VW seit dem Abgasskandal keine Dieselwagen mehr an. Das Angebot an Dieselfahrzeugen ist jedoch zunehmend, sodass 2018 ein Anstieg des Dieselwagenmarktanteils prognostiziert wurde.[LIT 19]

Abgasskandal und Fahrverbote ab 2015

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→ Hauptartikel: VW-Abgasskandal

Schon um 1980 wurde in der Fachliteratur auf das Problem hingewiesen, dass Dieselmotoren insbesondere bei Direkteinspritzung hohe Stickoxid-Emissionen erzeugen, die kĂŒnftigen Umweltschutz-Standards nicht standhalten wĂŒrden. VW selbst wertete dies seinerzeit als „hohes Entwicklungsrisiko“ fĂŒr die Direkteinspritzung in Pkw-Motoren.[5] Nun offenbarte sich, dass die Automobilhersteller dieses Problem nur scheinbar gelöst hatten: Im September 2015 rĂ€umte der Volkswagenkonzern öffentlich ein, dass das Abgasnachbehandlungssystem seiner Dieselfahrzeuge bei Erkennung eines PrĂŒfstandlaufs illegalerweise spezielle PrĂŒfstands-Einstellungen verwendet und ihre Autos nur dadurch wĂ€hrend des PrĂŒfstandlaufs die vorgeschriebenen niedrigen Abgaswerte fĂŒr Stickoxide erreichen. In der Folge wurden auch Manipulationen bei weiteren Abgas-Parametern bekannt. Dieser VW-Abgasskandal brachte den Dieselmotor als effiziente Antriebstechnologie in die Kritik. Auch wurde in der Folge bekannt, dass viele Diesel-Fahrzeugtypen auch anderer Hersteller im Alltagsbetrieb oft Vielfache der zulĂ€ssigen Schadstoffe ausstoßen. Ab 2016 wurden mögliche Fahrverbote fĂŒr Dieselfahrzeuge in deutschen StĂ€dten diskutiert. In Folge sank die PopularitĂ€t des Dieselmotors in Deutschland, Volkswagen kostete der Abgasskandal laut SchĂ€tzungen der Wirtschaftszeitschrift Manager Magazin aus dem Jahr 2016 bis Mitte 2017 etwa 20–25 Milliarden Euro.[LIT 20]

Auf der Tagung des „Nationalen Forum Diesel“ des deutschen Bundesverkehrsministerium und Bundesumweltministerium sowie weitere fachbezogene Ministerien und Vertreter der Automobilindustrie sowie EntscheidungstrĂ€ger der LĂ€nder wurde am 2. August 2017 nach den Abgasskandalen und dem Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart zur Luftverschmutzung eine bundesweite Lösung zur Reduzierung der Stickoxidemissionen bei Diesel-Pkw diskutiert. Eine Beteiligung von Umwelt- und VerbraucherschutzverbĂ€nden am „Nationalen Forum Diesel“ war nicht vorgesehen.[ON 8] Man einigte sich darauf, dass bei rund 5,3 Millionen Diesel-Pkw der Abgasnormen Euro 5 und 6 durch HerstellerumrĂŒstmaßnahmen der Stickoxidausstoß bis zum Jahresende 2018 um etwa 25–30 % gesenkt werden soll. Dieses Ziel konnte jedoch, mit Stand Februar 2019, noch nicht vollstĂ€ndig erreicht werden.[ON 9] Weiters sollen die Automobilhersteller den Umstieg auf umweltfreundliche Fahrzeuge durch PrĂ€mien attraktiver machen und zusammen mit dem Bund einen Fonds „Nachhaltige MobilitĂ€t fĂŒr die Stadt“ auflegen. AuslĂ€ndische Automobilhersteller wurden ebenfalls dazu aufgefordert, den Schadstoffausstoß ihrer Fahrzeuge zu senken.[ON 10]

Am 23. Mai 2018 verhĂ€ngte bundesweit erstmals seit dem Abgasskandal mit der Hamburger Behörde fĂŒr Umwelt und Energie eine öffentliche Stelle Fahrverbote fĂŒr Fahrzeuge mit Ă€lteren Dieselmotoren. Laut dem Hamburger Luftreinhalteplan gelten ab dem 31. Mai 2018 in Teilen der Max-Brauer-Allee sowie der Stresemannstraße Fahrverbote fĂŒr Fahrzeuge, die nicht mindestens die Abgasnorm Euro 6 erfĂŒllen. Zuvor hatte das Bundesverwaltungsgericht derartige Fahrverbote grundsĂ€tzlich fĂŒr zulĂ€ssig erachtet, um die Luftbelastung mit Stickoxiden zu verringern.[ON 11] Der BUND Hamburg kritisierte die Entscheidung, weil der Verkehr und die schĂ€dlichen Stickoxide nur auf andere Straßen verteilt wĂŒrden, wo keine Messungen durchgefĂŒhrt werden. ZielfĂŒhrend seien nur flĂ€chendeckende Fahrverbote.[ON 12]

Anteil von Diesel-Pkw

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Pkw-Bestand in Deutschland nach Treibstoffart, 2004 bis 2017

Im Jahr 1991 hatten in Deutschland 13 % aller neu zugelassenen Pkw einen Dieselmotor; 2004 waren es 44 %. Bis 2008 blieb der Prozentanteil der jĂ€hrlich zugelassenen Diesel-Pkw etwa konstant. Im Jahr 2009 wurden wegen der UmweltprĂ€mie ĂŒberdurchschnittlich viele neue Kleinwagen und Kleinstwagen in Deutschland zugelassen, die nur selten einen Dieselmotor hatten. 2011 bis 2016 lag der Anteil der neu zugelassenen Diesel-Pkw stets ĂŒber 45 Prozent. 2017 waren nur 38,8 Prozent der neu zugelassenen Pkws Diesel-Pkws; ein Grund fĂŒr den RĂŒckgang war der Diesel-Abgasskandal und die Diskussionen ĂŒber Fahrverbote.[ON 13] 2017 hatte etwa ein Drittel aller in Deutschland zugelassenen Pkws einen Dieselmotor.[ON 14][ON 15][ON 16]

Anteil von Diesel-Pkw an den Neuzulassungen in Deutschland von 1991 bis 2020
Jahr 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000
Anteil 13,0 % 15,0 % 14,9 % 16,9 % 14,6 % 15,0 % 14,9 % 17,6 % 22,4 % 30,4 %
Jahr 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Anteil 34,6 % 38,0 % 39,9 % 44,0 % 42,7 % 44,3 % 47,7 % 44,1 % 30,7 % 41,9 %
Jahr 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Anteil 47,1 % 48,2 % 47,5 % 47,8 % 48,0 % 45,9 % 38,8 % 32,3 % 32,0 % 28,1 %
Jahr 2021 2022 2023 2024
Anteil 26 % 24 % 25 % 24 %

Weblinks

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Wiktionary: Dieselmotor â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Dieselmotoren â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Literaturverweise

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  1. ↑ Dubbel: Taschenbuch des Maschinenbaus. 2007, S. P62: Lastbeeinflussung durch Änderung des LuftverhĂ€ltnisses ĂŒber die Kraftstoffmenge (sogenannte „QualitĂ€tsregelung“).
  2. ↑ a b Christian Schwarz, RĂŒdiger Teichmann: Grundlagen Verbrennungsmotoren: Funktionsweise, Simulation, Messtechnik. Springer. Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-8348-1987-1, S. 102
  3. ↑ Julius Magg: Die Steuerungen der Verbrennungskraftmaschinen. Springer-Verlag, Berlin 1914, ISBN 978-3-642-47608-2, S. 261.
  4. ↑ Klaus Mollenhauer, Walter Pflaum: WĂ€rmeĂŒbergang in der Verbrennungskraftmaschine. In: Hans List (Hrsg.): Die Verbrennungskraftmaschine. Band 3. Springer, Wien 1977, ISBN 3-7091-8454-1, S. 60, doi:10.1007/978-3-7091-8453-0 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  5. ↑ a b Rudolf Diesel: Theorie und Konstruktion eines rationellen WĂ€rmemotors zum Ersatz der Dampfmaschine und der heute bekannten Verbrennungsmotoren. Springer, Berlin, 1893, ISBN 978-3-642-64949-3. (S. 51)
  6. ↑ Franz Pischinger, Gerhard Lepperhoff, Michael Houben: Soot Formation and Oxidation in Diesel Engines. In: Soot Formation in Combustion: Mechanisms and Models (= Springer Series in Chemical Physics). Springer Berlin Heidelberg, Berlin, Heidelberg 1994, ISBN 3-642-85167-3, S. 382–395, doi:10.1007/978-3-642-85167-4_22. 
  7. ↑ GĂŒnter P. Merker, RĂŒdiger Teichmann (Hrsg.): Grundlagen Verbrennungsmotoren. 7. Auflage. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-03194-7. , Kapitel 7.1, Abb. 7.1
  8. ↑ Michael Hilgers: Nutzfahrzeugtechnik: Dieselmotor. Springer Vieweg, Berlin, Heidelberg, New York 2016, ISBN 978-3-658-14641-2. 
  9. ↑ Klaus Schreiner: Basiswissen Verbrennungsmotor: Fragen – rechnen – verstehen – bestehen. Springer, 2014, ISBN 978-3-658-06187-6, S. 22.
  10. ↑ Rolf Isermann (Hrsg.): Elektronisches Management motorischer Fahrzeugantriebe: Elektronik, Modellbildung, Regelung und Diagnose fĂŒr Verbrennungsmotoren, Getriebe und Elektroantriebe. Springer, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-8348-9389-5, S. 259
  11. ↑ Konrad Reif: Moderne Diesel-Einspritzsysteme: Common Rail und Einzelzylindersysteme. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-8348-9715-2, S. 11.
  12. ↑ Alfred V. Hirner, Heinz Rehage, Martin Sulkowski: Umweltgeochemie. Steinkopf, Darmstadt 2000, ISBN 978-3-642-93712-5, S. 216
  13. ↑ C. H. Kim, G. Qi, K. Dahlberg, W. Li: Strontium-doped perovskites rival platinum catalysts for treating NOx in simulated diesel exhaust. In: Science, Band 327, Nummer 5973, MĂ€rz 2010, S. 1624–1627. doi:10.1126/science.1184087. PMID 20339068.
  14. ↑ Chemical & Engineering News, Volume 88, Nummer 13, 29. MĂ€rz 2010, S. 11.
  15. ↑ Susan C. Anenberg et al.: Impacts and mitigation of excess diesel-related NOx emissions in 11 major vehicle markets. In: Nature. Band 545, 2017, S. 467–471, doi:10.1038/nature22086. 
  16. ↑ a b c H. H. Wille: PS auf allen Straßen. Urania Verlag, Leipzig 1980, S. 60 ff.
  17. ↑ Fritz Mayr: Ortsfeste und Schiffsdieselmotoren. In: Hans List (Hrsg.): Die Verbrennungskraftmaschine. Band 12. Springer, Wien 1948, ISBN 3-662-30646-8, S. 3, doi:10.1007/978-3-662-30715-1 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  18. ↑ Brian Long: Zero Carbon Car: Green Technology and the Automotive Industry. Crowood, 2013, ISBN 978-1-84797-514-0.
  19. ↑ a b Heiko Schmidt: Der Abgaskrieg: Gegen die Verteufelung des Diesels. Books on Demand, 2018, ISBN 978-3-7460-6789-6, S. 116 ff.
  20. ↑ Lorenz Steinke: Kommunizieren in der Krise: Nachhaltige PR-Werkzeuge fĂŒr schwierige Zeiten. Springer, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-14646-7, S. 74


  • Richard van Basshuysen (Hrsg.), Fred SchĂ€fer (Hrsg.): Handbuch Verbrennungsmotor: Grundlagen, Komponenten, Systeme, Perspektiven. Springer, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-10902-8.
  1. ↑ S. 755
  2. ↑ S. 342
  3. ↑ S. 1202 ff.
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  • Hans-Hermann Braess (Hrsg.), Ulrich Seiffert (Autor): Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik. 6. Auflage. Vieweg+Teubner, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-8348-8298-1.
  1. ↑ a b S. 231
  2. ↑ S. 232
  3. ↑ S. 225
  4. ↑ a b c S. 246
  5. ↑ S. 247
  • Bernd Diekmann, Eberhard Rosenthal: Energie: Physikalische Grundlagen ihrer Erzeugung, Umwandlung und Nutzung. Springer, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-00501-6.
  1. ↑ a b c d S. 312
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  • Rudolf Diesel: Die Entstehung des Dieselmotors. Springer, Berlin 1913. Faksimile der Erstausgabe mit einer technik-historischen EinfĂŒhrung. Steiger, Moers 1984, ISBN 3-921564-70-0.
  1. ↑ S. 110
  2. ↑ a b c S. 22
  3. ↑ S. 1 ff.
  4. ↑ S. 21
  5. ↑ S. 4
  6. ↑ S. 8
  • A. v. Philippovich: Die Betriebsstoffe fĂŒr Verbrennungskraftmaschinen. In: Hans List (Hrsg.): Die Verbrennungskraftmaschine. Band 1. Springer, Wien 1939, ISBN 3-662-27981-9, doi:10.1007/978-3-662-29489-5 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  1. ↑ a b S. 41
  2. ↑ a b S. 43
  3. ↑ a b S. 45
  4. ↑ S. 42–43
  • Hans List: Thermodynamik der Verbrennungskraftmaschine. In: Hans List (Hrsg.): Die Verbrennungskraftmaschine. Band 2. Springer, Wien 1939, ISBN 3-7091-5197-X, doi:10.1007/978-3-7091-5345-1 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  1. ↑ S. 5
  2. ↑ S. 6
  3. ↑ a b S. 1
  4. ↑ S. 8
  5. ↑ S. 2
  6. ↑ S. 28–29
  • H. Kremser: Der Aufbau schnellaufender Verbrennungskraftmaschinen fĂŒr Kraftfahrzeuge und Triebwagen. In: Hans List (Hrsg.): Die Verbrennungskraftmaschine. Band 11. Springer, Wien 1942, ISBN 3-7091-5016-7, doi:10.1007/978-3-7091-5016-0 (eingeschrĂ€nkte Vorschau in der Google-Buchsuche). 
  1. ↑ S. 190
  2. ↑ S. 129 g)
  • GĂŒnter Mau: Handbuch Dieselmotoren im Kraftwerks- und Schiffsbetrieb. Vieweg, Braunschweig/Wiesbaden 1984, ISBN 978-3-528-14889-8.
  1. ↑ S. 4
  2. ↑ a b S. 7
  • Klaus Mollenhauer (Hrsg.): Handbuch Dieselmotoren. VDI. 3. Auflage. Springer, Berlin, 2007, ISBN 978-3-540-72164-2.
  1. ↑ S. 17
  2. ↑ S. 19
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  • Rudolf Pischinger, Manfred Kell, Theodor Sams: Thermodynamik der Verbrennungskraftmaschine. 3. Auflage. Springer Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-211-99276-0. 
  1. ↑ S. 132
  2. ↑ Kapitel 2.5.3, Formel 2.76
  • Stefan Pischinger, Ulrich Seiffert (Hrsg.): Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik. 8. Auflage. Springer, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-09528-4.
  1. ↑ S. 348
  2. ↑ S. 352
  • Konrad Reif (Hrsg.): Dieselmotor-Management im Überblick. 2. Auflage. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-06554-6. 
  1. ↑ S. 29
  2. ↑ a b S. 93
  3. ↑ S. 13
  4. ↑ Kapitel „Abgasemissionen“, Bild 1
  5. ↑ S. 17
  6. ↑ S. 10
  7. ↑ S. 41
  8. ↑ S. 136
  • Konrad Reif (Hrsg.): Grundlagen Fahrzeug- und Motorentechnik. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-12635-3. 
  1. ↑ Kapitel „Einsatzgebiete der Dieselmotoren/Motorkenndaten“, Tabelle 1: Vergleichsdaten fĂŒr Diesel- und Ottomotoren
  2. ↑ a b S. 16 ff.
  3. ↑ a b S. 13 ff.
  • Friedrich Sass: Geschichte des deutschen Verbrennungsmotorenbaus von 1860 bis 1918. Springer, Berlin/Heidelberg 1962, ISBN 978-3-662-11843-6
  1. ↑ S. 398
  2. ↑ a b S. 402
  3. ↑ S. 406
  4. ↑ S. 405
  5. ↑ S. 403
  • Fred SchĂ€fer, Richard van Basshuysen (Hrsg.): Schadstoffreduzierung und Kraftstoffverbrauch von Pkw-Verbrennungsmotoren, Springer, Wien 1993, ISBN 978-3-7091-9306-8
  1. ↑ a b S. 16
  2. ↑ a b S. 8
  3. ↑ S. 14
  • Hans Christian Graf von Seherr-Thoß: Die Technik des MAN Nutzfahrzeugbaus. In: MAN Nutzfahrzeuge AG (Hrsg.): Leistung und Weg: Zur Geschichte des MAN Nutzfahrzeugbaus. Springer, Berlin/Heidelberg 1991, ISBN 978-3-642-93490-2.
  1. ↑ S. 436 ff.
  2. ↑ S. 438
  3. ↑ S. 417
  4. ↑ S. 419
  • Cornel Stan: Thermodynamik des Kraftfahrzeugs: Grundlagen und Anwendungen – mit Prozesssimulationen. Springer, Berlin/Heidelberg 2017, ISBN 978-3-662-53722-0.
  1. ↑ S. 245 ff.
  2. ↑ a b S. 252
  • Road Test, Band 9, Quinn Publications, 1973
  1. ↑ S. 10
  2. ↑ S. 11
  3. ↑ S. 92

Onlinequellen

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  1. ↑ Editors: Gerhard Knothe, Jon van Gerpen, JĂŒrgen Krahl: The Biodiesel handbook. (PDF; 21,3 MB) AOCS Press, Champaign-Illinois, 2005, S. 13, 14, abgerufen im Januar 2011 (englisch). 
  2. ↑ Thomas Docekal: Brennbare FlĂŒssigkeiten, Brennbare Festestoffe, ZĂŒndtemperatur & Flammpunkt. (Memento vom 14. Februar 2019 im Internet Archive) (PDF) abgerufen am 24. Mai 2018
  3. ↑ Martin Stallmann: Stickoxid-Belastung durch Diesel-Pkw noch höher als gedacht. Umweltbundesamt, 25. April 2017, abgerufen am 29. April 2017. 
  4. ↑ Peter Diehl: Auto Service Praxis, Heft 06/2013, S. 100 ff.
  5. ↑ Nikolaus Doll: Volkswagen beendet die große Epoche der Diesel-Autos. In: welt.de. 13. Oktober 2015, abgerufen am 30. Dezember 2016. 
  6. ↑ Kraftstoffpreise. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 4. April 2018; abgerufen am 11. Mai 2018. 
  7. ↑ ADAC (Hrsg.): Mit welcher Motorversion fĂ€hrt man gĂŒnstiger? – Diesel gegen Benziner im Kostenvergleich. (PDF) abgerufen am 24. Mai 2018.
  8. ↑ "Nationales Forum Diesel" soll bundesweite Lösung zur Reduzierung der Schadstoffemissionen bei Diesel-PKW erreichen. 27. Juni 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 4. Oktober 2017; abgerufen am 11. Mai 2018. 
  9. ↑ UmrĂŒstung von Millionen Diesel-Fahrzeugen dauert lĂ€nger. In: businessinsider.de. 17. Februar 2019, abgerufen am 17. Februar 2019. 
  10. ↑ Ergebnisprotokoll. (PDF) 2. August 2017, abgerufen am 23. Juli 2018. 
  11. ↑ Bundesverwaltungsgericht (BVerwG): Urteil vom 27. Februar 2018 â€“ 7 C 26.16 (ECLI:DE:BVerwG:2018:270218U7C26.16.0) und Urteil vom 27. Februar 2018 â€“ 7 C 30.17 (ECLI:DE:BVerwG:2018:270218U7C30.17.0). In: www.bundesverwaltungsgericht.de. Der PrĂ€sident des Bundesverwaltungsgerichts, abgerufen am 23. Mai 2018.
    Hamburg verhĂ€ngt Diesel-Fahrverbötchen. In: www.n-tv.de. n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH, 23. Mai 2018, abgerufen am 23. Mai 2018.
  12. ↑ Hamburger Abendblatt (Hrsg.): Erste Diesel-Fahrverbote: Kritik an Politik und Industrie, 23. Mai 2018, abgerufen am 24. Mai 2018
  13. ↑ mmq/Reuters-Pressemeldung: Debatte ĂŒber Fahrverbote Diesel-VerkĂ€ufe brechen um ein Viertel ein. Spiegel Online, 4. April 2018; abgerufen am 21. Mai 2019
  14. ↑ Pressebericht 2001. In: kba.de. Dezember 2000, abgerufen am 4. MĂ€rz 2018. 
  15. ↑ Pressebericht 2003. In: kba.de. Dezember 2002, abgerufen am 4. MĂ€rz 2018. 
  16. ↑ Neuzulassungen von Personenkraftwagen in den Jahren 2007 bis 2016 nach ausgewĂ€hlten Kraftstoffarten. In: kba.de. 30. Juli 2017, abgerufen am 30. Juli 2017. 

Einzelnachweise

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  1. ↑ Torsten Seibt: WEICHAI POWER LKW-DIESEL China-Dieselmotor mit neuem Effizienz-Weltrekord / Der chinesische Nutzfahrzeugriese Weichai Power meldet einen Weltrekord bei der Effizienz der neuesten Dieselmotoren-Generation – auch dank tatkrĂ€ftiger UnterstĂŒtzung aus Deutschland. In: auto-motor-und-sport.de. Motor Presse Stuttgart GmbH & Co. KG, 28. April 2024, abgerufen am 13. Mai 2024. 
  2. ↑ Peter Kellerhoff: Weltrekord: Dieselmotor mit ĂŒber 53 % Wirkungsgrad. In: VdI-Nachrichten. 25. April 2024, abgerufen am 30. Juni 2024 (deutsch). 
  3. ↑ VDI-Nachrichten Nr. 9 vom 03. Mai 2024, Seite 4
  4. ↑ Vierfacher Weltrekordbruch Weichai Power bringt den weltweit ersten Dieselmotor mit einem thermischen Gesamtwirkungsgrad von 53,09% auf den Markt. 20. April 2024, abgerufen am 13. Mai 2024. 
  5. ↑ a b c d Der Personenkraftwagen mit Dieselmotor (Teil II). In: Kraftfahrzeugtechnik 1/1980, S. 11–17.
  6. ↑ Michael Hilgers: Nutzfahrzeugtechnik: Dieselmotor. SpringerVieweg, Wiesbaden 2016, ISBN 978-3-658-14641-2. 
  7. ↑ Smallest diesel engine
  8. ↑ Liste der Mercedes-Benz-Motoren, siehe aktuelle Motoren wie der OM 654, OM 608, OM 656.
  9. ↑ Datenblatt
  10. ↑ Datenblatt
  11. ↑ a b Der Personenkraftwagen mit Dieselmotor (Teil I). In: Kraftfahrzeugtechnik 12/1979, S. 364–369.
  12. ↑ DieselaktivitĂ€ten. In: Kraftfahrzeugtechnik 6/1978, S. 186–188.
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