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  2. Feinstaub
Feinstaub 👆 Click Here!
aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Modell der NASA, auf der die globale Feinstaubbelastung
im Jahr 2023 sichtbar gemacht wird

Feinstaub ist ein Teil des Schwebstaubs. Feinstaub ist ein wesentlicher Faktor der Luftverschmutzung.[1]

Die Begriffe Aerosol und Feinstaub werden meist gleichbedeutend verwendet.[2]

Nach der Richtlinie der WHO zur Luftreinhaltung (WHO global air quality guidelines) ist Luftverschmutzung global der Umweltfaktor mit der grĂ¶ĂŸten Bedrohung der menschlichen Gesundheit. Feinstaub schĂ€digt weltweit mehr Menschen als irgendein anderer Luftschadstoff.[1][3]

Mittlerweile trĂ€gt Feinstaub jĂ€hrlich zum Tod von Millionen Menschen bei, die an Lungen-, Herz-Kreislauf- und weiteren Krankheiten, die sich feinstaubbedingt verschlimmern, sterben. Die Vereinten Nationen berufen sich auf eine Studie, die in Zusammenarbeit vom UNICEF erstellt wurde und von 8,1 Millionen TodesfĂ€llen im Jahr 2021 spricht (darunter etwa 700.000 Kinder unter fĂŒnf Jahren)[4], wĂ€hrend andere Quellen die Zahl der Opfer bei 6 Millionen ansetzen[5]

Die Max-Planck-Gesellschaft geht davon aus, dass sich die Anzahl der durch Luftverschmutzung verursachten TodesfĂ€lle bis 2100 verfĂŒnffachen könnte – wenn keine entsprechenden Gegenmaßnahmen getroffen werden.[6]

Die höchsten Feinstaub-Belastungen registrierten die verkehrsnahen Messstationen. Mittlerweile ist bekannt, dass Verkehrsbauwerke aus Asphalt zu einer Erhöhung der Feinstaubbelastung beitragen und in einigen Gebieten bereits (2020) die Feinstaubemissionen von Pkws ĂŒberstiegen.[7][8] Trotzdem gilt die Landwirtschaft als Hauptverursacher von Feinstaub, was insbesondere mit der intensiven Nutztierhaltung zusammenhĂ€ngt.[9][10]

Definition

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Die aktuelle Definition des Feinstaubs geht zurĂŒck auf den im Jahr 1987 eingefĂŒhrten National Air Quality-Standard for Particulate Matter (kurz als PM-Standard bezeichnet) der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency).[11] Die ursprĂŒngliche Definition des Feinstaubs basierte auf der Johannesburger Konvention aus dem Jahr 1959 und sah als Trennkorndurchmesser einen aerodynamischen Durchmesser von 5 Mikrometer (”m) vor.[12]

Neben dem PM-Standard, der nach PartikelgrĂ¶ĂŸe einteilt, kann man StĂ€ube auch nach Beschaffenheit, Herkunft oder anderen Kriterien einteilen. WĂ€hrend also bei PM die von der GrĂ¶ĂŸe abhĂ€ngige Wirksamkeit im Vordergrund steht, schlĂŒsseln andere Modelle etwa unter dem Aspekt der stofflichen und strukturellen ToxizitĂ€t oder nach dem Verursacher auf. Eine hinreichend vollstĂ€ndige Betrachtung lĂ€sst sich nur unter Einbeziehung mehrerer Modelle erreichen. Ein rein auf einem PM-basierendes Erfassungs- und Auswertekonzept wĂ€re damit prinzipbedingt mindestens unvollstĂ€ndig (und/oder irrefĂŒhrend); ebenso jegliche Diskussion, die sich rein auf den Begriff des Feinstaubs beschrĂ€nkt, wĂ€hrend es um die Diskussion von Luftschadstoffen bzw. um Luftreinhaltung geht.

Ein generelles Problem der Feinstaub-Bewertung steckt demnach in den verwendeten Messmethoden, die oftmals die Masse der gesammelten Partikel bemĂŒhen und stark vom Feuchtegehalt der Partikel je nach Wetterlage beeinflusst werden können. Weiterhin finden sich bei den ĂŒblichen Messmethoden oftmals Abweichungen im Bereich bis zu 30 %, und manchmal sogar bis zu 50 %. Diese Abweichungen lassen sich zunĂ€chst dadurch vermeiden, dass nur die Trockenmasse des Feinstaubs ermittelt wird, was wiederum die Wirkung in der Luft je nach Kondensation vernachlĂ€ssigt. Die Wirkung der Kondensation und Zusammenballung von Teilchen ist umso grĂ¶ĂŸer, je kleiner die einzelnen Teilchen sind. Dies ist der Grund fĂŒr die Erweiterung der Messverfahren von PM10 auf PM2,5. Eine qualitative Analyse setzt eine Mindestmasse an Probensubstanz voraus. Die Erfassungsmethode ist entsprechend anzupassen, in der Regel durch die Erhöhung des Gesamtprobenvolumens.

Die jahrelang etablierten Filterproben, welche vor einer Analyse typischerweise stunden- bis tagelang gelagert werden, sind nur bedingt geeignet, um den Anteil schĂ€dlicher Substanzen im Feinstaub zu bestimmen, da vorhandene hochreaktive, oxidative Partikel in dieser Zeit miteinander reagieren und verflĂŒchtigen können. Das Ziel einer neuen Messmethode ist, diese toxischen Komponenten im Feinstaub kontinuierlich und innerhalb von Sekunden messen zu können. Auf diese Weise sollen die bekannten GesundheitsschĂ€digungen besser verstanden werden.[5][13]

Kategorisierung

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Glasfaserstreifen zur Erfassung von Feinstaub mittels Einzelproben

Die mit dem US-Standard eingefĂŒhrte PM-Kategorisierung stellte eine grundlegende VerĂ€nderung in der Bewertung von Immissionen dar: WĂ€hrend zuvor die Gesamtimmission betrachtet wurde, lag der Fokus nun auf dem einatembaren Anteil der Immissionen. Damit wurde dem Umstand Rechnung getragen, dass feine Partikel von den SchleimhĂ€uten im Nasenrachenraum bzw. den HĂ€rchen im Nasenbereich nur teilweise zurĂŒckgehalten werden, wĂ€hrend gröbere Partikel keine Belastung der Atemwege darstellen, daher wird im Zusammenhang mit Feinstaub auch von inhalierbarem Feinstaub bzw. als thorakalem Schwebstaub gesprochen.

Der Feinstaub wird dabei in Kategorien eingeteilt, die nach dem maximalen Teilchendurchmesser definiert sind. PM10 steht dabei beispielsweise fĂŒr alle Teilchen mit einem maximalen Durchmesser von bis zu 10 Â”m. In dieser Kategorie sind also alle Teilchen mit kleineren Durchmessern auch enthalten.[14]

PM10

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In der ersten Fassung der amerikanischen Richtlinie wurde der Standard PM10 definiert, fĂŒr den seit Anfang 2005 auch in der EU ein Grenzwert einzuhalten ist. Im Gegensatz zu der ĂŒblicherweise genannten Definition stellt PM10 keine scharfe Aufteilung der Immissionen bei einem aerodynamischen Durchmesser von 10 Mikrometern (10 Â”m) dar; vielmehr wurde versucht, das Abscheideverhalten der oberen Atemwege nachzubilden: Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 1 Â”m werden vollstĂ€ndig einbezogen, bei grĂ¶ĂŸeren Partikeln wird ein gewisser Prozentsatz gewertet, der mit zunehmender PartikelgrĂ¶ĂŸe abnimmt und bei ca. 15 Â”m schließlich 0 % erreicht. Technisch gesehen entspricht dies der Anwendung einer Gewichtungsfunktion (in der Fachsprache Trennkurve bzw. Trennfunktion) auf die Immissionen (in der Praxis wird dies durch einen grĂ¶ĂŸenselektiven Einlass an den MessgerĂ€ten erreicht). Aus dem Verlauf dieser Gewichtungsfunktion leitet sich letztendlich auch die Bezeichnung PM10 ab, da bei ca. 10 Â”m genau die HĂ€lfte der Partikel in die Gewichtung eingehen. Partikel mit einer GrĂ¶ĂŸe zwischen 2,5 und 10 ”m stammen meist aus natĂŒrlichen Quellen. Es handelt sich ĂŒberwiegend um Pollen, Meeresgischt und mineralischen Staub aus Erosion.[15]

PM2,5

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Im Jahr 1997 wurde die amerikanische Richtlinie um PM2,5 ergĂ€nzt, die dem lungengĂ€ngigen (alveolengĂ€ngigen) Feinstaub (auch Feinststaub genannt) entspricht. Die Definition ist analog zu PM10, allerdings ist die Gewichtungsfunktion wesentlich steiler (100 % Gewichtung < 0,5 Â”m; 0 % Gewichtung > 3,5 Â”m; 50 % Gewichtung bei ca. 2,5 Â”m). Diese wesentlich schĂ€rfere Trennung lĂ€sst sich bei der Messung nicht mehr durch einen speziellen Einlass erreichen, hierfĂŒr kommen in der Praxis Impaktoren oder Zyklone zum Einsatz. Partikel mit einem kleineren Durchmesser als 2,5 ”m stammen meist aus unvollstĂ€ndigen VerbrennungsvorgĂ€ngen in der Industrie, in Motoren und Öfen in Haushalten.[15]

„Ultrafeinstaub“

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→ Hauptartikel: Ultrafeinstaub

DarĂŒber hinaus werden ultrafeine Partikel (UP bzw. UFP, „Ultrafeinstaub“) als Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 0,1 Â”m definiert.[16] Der aerodynamische Durchmesser beschreibt ein gedachtes, kugelförmiges Partikel mit dem gleichen Diffusionsverhalten wie das betrachtete Partikel.[17]

Die Konzentration ultrafeiner Partikel ist in unmittelbarer NĂ€he von Straßen deutlich erhöht[18] wie laut Messung in der Schweiz auch in der NĂ€he des Flughafens ZĂŒrich.[19]

Wirkungen auf die Gesundheit

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Die schĂ€digende Wirkung von Feinstaub sieht die WHO vor allem im Hinblick auf Infektionen der unteren Atemwege (ICD-10 J15-J22), chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (ICD-10 J 44), Lungenkrebs (ICD-10 C34) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (ICD-10 I10, I20, I26, I30 und weitere). Betroffen sind vor allem die Einwohner von LĂ€ndern mit niedrigen und mittleren Einkommen. Hier findet man die höchste Belastung der Außenluft in den schnell wachsenden GroßstĂ€dten. In lĂ€ndlichen Regionen stellt die Belastung der Innenluft meist das grĂ¶ĂŸere Problem dar. Basierend auf statistischen Berechnungen des IIASA nimmt die EU (im Jahr 2015) 250 Millionen verlorene Lebensjahre aufgrund der Exposition gegenĂŒber PM2,5 an, was einer durchschnittlichen statistischen VerkĂŒrzung der Lebenszeit von 6 bis 7 Monaten entspricht.[20][21]

In weiten Teilen der Welt wird mit Brennstoffen aus Biomasse an offenen Feuerstellen geheizt und gekocht. Der dabei entstehende Rauch in den UnterkĂŒnften stellt eine sehr ernste Gesundheitsbelastung dar.[1] In Ruanda wird beispielsweise versucht, durch EinfĂŒhrung effizienter Öfen einerseits die Belastung der Raumluft und andererseits die Entwaldung zu vermindern.[22] So starben im Jahr 2012 etwa 10,2 Millionen Menschen an durch fossile Brennstoffe entstandenen PM2,5-Partikeln; knapp zwei Drittel davon in China und Indien.[23]

Video: Feinstaubbelastung und die Folgen

WĂ€hrend die gesundheitsschĂ€digende Wirkung von Luftverschmutzung eindeutig nachzuweisen ist, gelingt dieser Nachweis fĂŒr den Feinstaub alleine nur schwierig, da er meistens zusammen mit anderen Luftschadstoffen auftritt. Hier sind vor allem Ozon und Stickstoffdioxid zu nennen. Alle haben eine gemeinsame Wirkung und verstĂ€rken sich gegenseitig.[24]

Die KorngrĂ¶ĂŸe von Staub entscheidet darĂŒber, wo er mit dem menschlichen Körper in Kontakt tritt. Schwebstaub mit einer PartikelgrĂ¶ĂŸe von > 30 Â”m wird beim Einatmen auf der Schleimhaut in Mund und Nase abgeschieden. Je kleiner Partikel sind, desto tiefer können sie in die Atemwege gelangen. Die Lunge erreichen StĂ€ube mit einer GrĂ¶ĂŸe < 10 Â”m, mit einer GrĂ¶ĂŸe <2,5 Â”m geraten sie in die LungenblĂ€schen. Ultrafeine Partikel mit einer GrĂ¶ĂŸe <0,1 Â”m durchdringen die Wand der LungenblĂ€schen und sind im Blutstrom zu finden.[25]

Die biologische Wirkung von Feinstaub hĂ€ngt nicht alleine von der PartikelgrĂ¶ĂŸe ab. Ein wichtiger Faktor ist seine chemische Zusammensetzung und damit seine ToxizitĂ€t. Etwa 20 % gelten als hoch toxisch. Hierbei handelt es sich in erster Linie um die Produkte unvollstĂ€ndiger Verbrennung aus Motoren, Industrie und Hausbrand. Bei 80 % des Feinstaubs ist das Gesundheitsrisiko niedriger. Dies gilt fĂŒr den Feinstaub aus natĂŒrlichen Quellen (WĂŒsten, VulkanausbrĂŒche), aber auch fĂŒr den aus Reifenabrieb.[26]

Viele dieser ZusammenhĂ€nge konnten bislang nur als sogenannte Korrelationen beschrieben werden, da in der Umweltmedizin Studiendesigns, die eine Kausation aufzeigen, schwer bis unmöglich zu gestalten sind. Notwendig dafĂŒr wĂ€re eine sogenannte randomisierte-kontrollierte Studie. Forschende des BIPS in Bremen konnten durch ein spezielles Studiendesign zumindest fĂŒr einige Gesundheitsprobleme (Diabetes, Bluthochdruck) einen kausalen Zusammenhang aufzeigen[27].

Bestimmte inhalierbare StÀube und ihre Krankheiten

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Zigarettenrauch enthĂ€lt das Millionenfache des aktuellen EU-Grenzwertes an Feinstaub und schĂ€digt in InnenrĂ€umen auch Nichtraucher.[28] Daneben sind im Tabakrauch noch zahlreiche andere gesundheitsschĂ€dliche Substanzen enthalten.[29] Zigarettenrauchen fĂŒhrt in Deutschland jĂ€hrlich zu mehr TodesfĂ€llen als Aids, Alkohol, illegale Drogen, VerkehrsunfĂ€lle, Morde und Selbstmorde zusammen. Die hĂ€ufigsten durch Rauchen ausgelöste Krankheiten sind die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (ICD-10 J 44), Lungenkrebs (ICD-10 C34) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (ICD-10 I10, I20, I26, I30 und weitere).[30]

Krankheitserreger benutzen Feinstaub als Vehikel in die Atemwege. Aerosole, die beim Niesen und Husten, aber auch bei lautem Sprechen oder Singen erzeugt werden, sind hĂ€ufig mit Viren und Bakterien beladen. FeinstĂ€ube aus organischem Material beherbergen oft Pilze und Parasiten. Bekommt das Immunsystem die Erreger nicht unter Kontrolle, entsteht eine Infektion der unteren Atemwege (ICD-10 J15-J22). FĂŒr LungenentzĂŒndungen ist dieser aerogene Infektionsweg bei weitem der hĂ€ufigste. In diesem Zusammenhang wird oft der Begriff Tröpfcheninfektion verwendet.[31]

Mineralische StĂ€ube lösen seit alters her vor allem bei beruflich exponierten Personen das Krankheitsbild der Staublunge oder Pneumokoniose (ICD-10, J60-63) aus. So wird diese Lungenerkrankung bereits auf einem 3500 Jahre alten Ă€gyptischen Papyrus als Berufskrankheit der Steinmetze erwĂ€hnt. StĂ€ube, die KieselsĂ€ure, sogenannte Silikate, wie z. B. Quarz enthalten, fĂŒhren zu der bekanntesten Form, der Lungensilikose (ICD-10, J62).[32] Asbest kann als eingeatmeter Staub sowohl eine Staublunge (Asbestose, ICD-10, J61), als auch eine Krebserkrankung des Brustfells auslösen, das sogenannte Pleuramesotheliom (ICD-10 C45.0). Dies ist seit 1930 bekannt. 1993 wurde die Verwendung von Asbest in Deutschland verboten, seit 2005 in der EU.[33] Kohlenstaub ist in Bergwerken der Verursacher der Anthrakose (ICD-10, J60). Weitere mineralische StĂ€ube können eine Staublunge auslösen, wenn sie eines der folgenden Mineralien enthalten: Talkum (ICD-10 J62.0), Aluminium (ICD-10, J63.0), Bauxit (ICD-10, J63.1), Beryllium (ICD-10, J63.2), Graphit (ICD-10, J63.3), Eisenerz (ICD-10, J63,4) und Zinn (ICD-10, J63.5).[34]

Pollen sind die mĂ€nnlichen Keimzellen von BlĂŒtenpflanzen. Sie können eine GrĂ¶ĂŸe von 8 Â”m bis 250 Â”m haben. LungengĂ€ngig sind also nur die kleineren. Dabei handelt es sich in der Regel um die Pollen von WindbestĂ€ubern, denn diese sind darauf angewiesen, dass ihre Pollenkörner lange in der Luft schweben. Hierzu zĂ€hlen unter anderem GrĂ€ser, BĂ€ume und Getreide.[35] Gelangen Pollen auf die SchleimhĂ€ute der Atemwege, können sie bei Menschen mit entsprechender Veranlagung allergische Reaktionen auslösen. Diese Ă€ußern sich als Heuschnupfen (ICD-10 J30.1) oder als allergisches Asthma bronchiale (ICD-10 J45.0).[36]

Schimmelpilzsporen sind Zellen, die von den Pilzen zum Zweck der Vermehrung abgegeben werden. Sie haben eine GrĂ¶ĂŸe von 2-30 Â”m und sind damit lungengĂ€ngig, also Teil des Feinstaubs. Schimmelpilze sind in der Natur weit verbreitet, ihre Sporen allgegenwĂ€rtig. In Deutschland erreicht ihre Konzentration in der Außenluft ihr jahreszeitliches Maximum im August. Auch InnenrĂ€ume können stark belastet sein, vor allem beim Umgang mit Heu und Stroh in der Landwirtschaft. In WohnrĂ€umen kommen als Quellen feuchte Bauteile und EinrichtungsgegenstĂ€nde, aber auch Zimmerpflanzen in Frage. Wie Pollen können Schimmelpilzsporen allergische Reaktionen der SchleimhĂ€ute im Bereich der Atemwege auslösen, in Form von Heuschnupfen (ICD-10 J30.1) oder allergischem Asthma bronchiale (ICD-10 J45.0).[37] Gerade in der Landwirtschaft ist auch die Farmerlunge bekannt. Hierbei kommt es zu einer entzĂŒndlichen VerĂ€nderung der LungenblĂ€schen (exogen-allergische Alveolitis, ICD-10 J67.0).[38] Bei Menschen mit Vorerkrankungen können Schimmelpilzsporen auch zu Infektionen der Lunge fĂŒhren (z. B. Invasive Aspergillose der Lunge ICD-10 B44.0).[39]

Holzstaub entsteht bei der Bearbeitung von entsprechenden WerkstĂŒcken. Sofern es sich um lungengĂ€ngige Partikel handelt, besteht hier das Risiko der Allergisierung und der Entstehung oder Verschlechterung von Asthma bronchiale (ICD-10 J45.0). GrĂ¶ĂŸere Partikel, die in der Nase abgeschieden werden, können dort ein Adenokarzinom der Nasennebenhöhlen (ICD-10 C31) verursachen.[40]

Bestimmte Krankheitsbefunde durch Feinstaub

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Zu den Auswirkungen zĂ€hlen die VerstĂ€rkung von Allergiesymptomen, die Zunahme von asthmatischen AnfĂ€llen[41] sowie ein gesteigertes Risiko von MittelohrentzĂŒndungen[42] bei Kindern. Im Rahmen einer Metaanalyse wurde ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Feinstaubexposition und Geburtsgewicht festgestellt. MĂŒtter, die wĂ€hrend der Schwangerschaft hohen Feinstaubkonzentrationen ausgesetzt waren brachten kleinere Kinder zur Welt.[43] Eine Metastudie zeigt, dass bereits Konzentrationen unterhalb der geltenden EU-Grenzwerte gefĂ€hrlich sind und zu Lungenkrebs, vor allem Adenokarzinomen, fĂŒhren können.[44]

Eine Wirkung auf das Nervensystem wurde seit 2009 angenommen.[45] 2018 zeigte eine Untersuchung einen Zusammenhang zwischen Feinstaub (PM2,5) sowie Ozon (O3) und Alzheimer-Krankheit. Dabei wurden 203 Bewohner von Mexiko-Stadt untersucht. Es wurde u. a. die HĂ€ufigkeit von Tauopathien und Beta-Amyloid untersucht. Die Exposition gegenĂŒber Feinstaub und Ozon ĂŒber den USEPA-Grenzwerten kann der Studie zufolge mit einem erhöhten Alzheimer-Risiko in Verbindung gebracht werden.[46]

Eine 2023 im British Medical Journal („BMJ“) veröffentlichte Analyse von 16 Studien ergab, dass Feinstaub das Risiko fĂŒr Demenzerkrankungen erhöht. Sogar Partikel-Konzentrationen deutlich unterhalb der in der EU geltenden Grenzwerte steigern hiernach deutlich die Erkrankungsgefahr.[47][48]

Eine Studie ĂŒber die gesundheitliche Auswirkung von Luftverschmutzung zeigte eine fĂŒhrende Rolle fĂŒr Feinstaub PM2,5 bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und deren Rezidiven. 285 009 ursprĂŒnglich gesunde Teilnehmer wurden ĂŒber einen Zeitraum von 12 Jahren beobachtet. Es zeigte sich eine signifikante Assoziation zwischen der Exposition gegenĂŒber Feinstaub PM2,5 und dem Auftreten der Herz-Kreislauf-Erkrankungen koronare Herzerkrankung, Vorhofflimmern, zerebro-vaskulĂ€re Insuffizienz und Herzinsuffizienz.[49]

WĂ€hrend bei frĂŒheren Untersuchungen Feinstaub lediglich nach der PartikelgrĂ¶ĂŸe beurteilt wurde, bestand schon immer der Verdacht, dass seine Herkunft und chemische Zusammensetzung ebenfalls eine wichtige Rolle spielen wĂŒrden.[26] Im Dezember 2025 wurde eine Kohortenstudie auf Basis von 15 Millionen Medicare-EmpfĂ€ngern in den USA veröffentlicht. Darin wurde die Auswirkung der Exposition gegenĂŒber Feinstaub der GrĂ¶ĂŸe PM2,5 unterschiedlicher Herkunft untersucht. Als Ergebnis wurde erneut festgestellt, dass PM2,5 - gesamt das Krebsrisiko erhöht. Die Erhöhung des Krebsrisikos hing dabei jedoch deutlich von der Herkunft und Zusammensetzung des Feinstaubs ab. Die stĂ€rkste Erhöhung des Krebsrisikos wurde bei Feinstaub PM2,5 als RĂŒckstand aus der Verbrennung von Heizöl beobachtet. Dieser wurde anhand des Markers Vanadium identifiziert, das in anderen FeinstĂ€uben nicht in diesem Maß enthalten ist.[50]

Grenzwerte und Diskussion

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Im Amtsblatt der EuropĂ€ischen Union werden in der Richtlinie 2008/50/EG des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates vom 21. Mai 2008 ĂŒber LuftqualitĂ€t und saubere Luft fĂŒr Europa die zulĂ€ssigen Grenzwerte fĂŒr Luftschadstoffe festgelegt. FĂŒr PM10 findet sich im Anhang XI der Richtlinie folgende Regelung:

Der Tagesmittelwert fĂŒr PM10 darf die Konzentration von 50 ”g/mÂł Luft je Messstelle an nicht mehr als 35 Tagen im Jahr ĂŒberschreiten.[51]

Der ĂŒber ein Kalenderjahr gemittelte Wert fĂŒr PM10 darf die Konzentration von 40 ”g/mÂł Luft nicht ĂŒberschreiten.[52]

Der Grenzwert fĂŒr PM2,5 ist in der 39. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) geregelt. Danach betrĂ€gt der ĂŒber ein Kalenderjahr gemittelte Zielwert fĂŒr PM2,5 25 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.[53]

Im Jahr 2019 wurden Zweifel an der SchĂ€dlichkeit von Feinstaub (und Stickstoffverbindungen) von 112 LungenfachĂ€rzten[54] geĂ€ußert.[55] Insbesondere sahen die unterzeichnenden Ärzte „derzeit keine wissenschaftliche BegrĂŒndung fĂŒr die aktuellen Grenzwerte fĂŒr Feinstaub und NOx“.[56] Sie kritisierten, dass die bisher verwendeten Daten „extrem einseitig interpretiert wurden, immer mit der Zielvorstellung, dass Feinstaub und NOx schĂ€dlich sein mĂŒssen. Andere Interpretationen der Daten sind aber möglich, wenn nicht viel wahrscheinlicher.“[57]

Bereits im November 2018 legte hingegen die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Pneumologie und Beatmungsmedizin ein Positionspapier vor, in dem ausfĂŒhrlich auf nachgewiesene gesundheitliche Auswirkungen von Luftschadstoffen auf den Atemtrakt, das Herz-Kreislauf-System, den Stoffwechsel, den Fötus in der Schwangerschaft sowie potentiell auch auf die neurologische Entwicklung in Kindheit und Alter eingegangen wird. Eine der Schlussfolgerungen der Autoren: „Negative Gesundheitseffekte treten auch unterhalb der derzeit in Deutschland gĂŒltigen europĂ€ischen Grenzwerte auf. Bisher konnte fĂŒr die wissenschaftlich gut untersuchten Schadstoffe keine Wirkungsschwelle identifiziert werden, unterhalb derer die GefĂ€hrdung der Gesundheit ausgeschlossen ist.“ Das Risiko durch Exposition sei somit so gering wie möglich zu halten.[58]

Als Reaktion auf die Veröffentlichung der LungenfachĂ€rzte und die darauf folgende mediale Resonanz machte auch die Internationale Gesellschaft fĂŒr Umweltepidemiologie (ISEE) in einer ausfĂŒhrlichen Stellungnahme deutlich, dass die gesundheitsschĂ€dliche Wirkung von Luftschadstoffen durch neuere Studien bereits unterhalb der bestehenden Grenzwerte nachgewiesen sei.[59]

Eine aktuelle Bewertung der Gesundheitsauswirkungen von Feinstaub durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat gezeigt, dass eine erhöhte PM2,5-Belastung in Zusammenhang mit schweren Gesundheitsauswirkungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen) steht. Von der EU-Kommission wurden daher 2015 Höchstwerte fĂŒr PM2,5 von 25 ”g/mÂł im Rahmen des Programms „Saubere Luft fĂŒr Europa“ festgesetzt.[60] Beim Feinstaub soll laut der WHO die Langzeitbelastung mit kleinen Partikeln (PM2,5) bei höchstens 5 ”g/mÂł liegen.[61]

Arbeitsschutz

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→ Hauptartikel: A-Staub und E-Staub
Konventionswerte fĂŒr einatembare Fraktion, thorakale Fraktion und alveolengĂ€ngige Fraktion als Funktion des aerodynamischen Durchmessers gemĂ€ĂŸ DIN EN 481

Im Bereich Arbeitsschutz wird Feinstaub als Teil der Gesamtstaubbelastung betrachtet, die, in Deutschland nach den Technischen Regeln fĂŒr Gefahrstoffe (TRGS), wie andere Gefahrstoffe, festgelegt und ĂŒberwacht wird. Zur Messung der Staubbelastung sollen MessgerĂ€te eingesetzt werden, die der DIN EN 481 entsprechen. Diese Norm legt Konventionen fĂŒr die Staubfraktionen alveolengĂ€ngige Fraktion, thorakale Fraktion sowie einatembare Fraktion fest.[62] Die Konvention fĂŒr die thorakale Fraktion entspricht dabei im Wesentlichen der Konvention der PM10-Partikelfraktion aus dem Umweltschutz, wĂ€hrend die Konvention der alveolengĂ€ngigen Fraktion zwischen PM10 und PM2,5 liegt.[63]

Falls fĂŒr einen Stoff nichts anderes explizit festgelegt worden ist, gilt, wie in der TRGS 900 definiert, seit 14. Februar 2014 der allgemeine Staubgrenzwert, der fĂŒr A-Staub (AlveolengĂ€ngige Fraktion) bei 1,25 mg/mÂł und fĂŒr E-Staub (Einatembare Fraktion) bei 10 mg/mÂł liegt.[64]

In die von der Senatskommission zur PrĂŒfung gesundheitsschĂ€dlicher Arbeitsstoffe gefĂŒhrten Liste der MAK-Werte wurde Feinstaub, basierend auf der Johannesburger Konvention, Anfang der 1970er-Jahre aufgenommen.[65]

Ergebnisse aus der Grundlagenforschung

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Ergebnisse aus der Grundlagenforschung dienen in der Medizin als Hinweis fĂŒr Forschende im klinischen Bereich. Sie können nicht unmittelbar auf den Menschen bezogen werden.

  • Wenn Feinstaub gleichzeitig organische Verbindungen und Eisen enthĂ€lt, bilden sich in der AtmosphĂ€re durch die Einwirkung von Sonnenlicht sogenannte Sauerstoffradikale. Diese sind bekannt dafĂŒr, dass sie im Körper EntzĂŒndungen auslösen. Möglicherweise ist dies eine ErklĂ€rung fĂŒr die schĂ€digende Wirkung von Feinstaub. Diese Mischung aus organischen Verbindungen und Eisen kommt bei ganz verschiedenen Feinstaub-Quellen vor, auch natĂŒrlichen. Das betrifft auch Staub aus WĂŒsten oder Vulkanen. Die Forschenden vermuten, dass der grĂ¶ĂŸte Teil aller FeinstĂ€ube mit Sauerstoffradikalen beladen ist.[66] Da sich diese Sauerstoffradikale innerhalb von Minuten bis Stunden verflĂŒchtigen können, sind die etablierten Filterproben, welche vor einer Analyse typischerweise stunden- bis monatelang gelagert werden, ungeeignet um den Anteil schĂ€dlicher Substanzen im Feinstaub zu bestimmen.[67]
  • Chlorid-haltiger Feinstaub, wie er aus Streusalz oder Meersalz durch Gischt entsteht, reagiert mit Stickoxiden aus Verbrennungsmotoren. Das Produkt Nitrylchlorid (NO2Cl) wird unter dem Einfluss von Sonnenlicht wiederum zu freien Sauerstoffradikalen gespalten, die die Bildung von Ozon fördern. Dieser Effekt ist sowohl in kĂŒstennahen GroßstĂ€dten wie auch in Ballungszentren im Winter beobachtet worden.[68][69]
  • Drucker und Kopierer emittieren Feinstaub, der schwarze Farbe (Toner) enthalten kann. Es gibt Modellversuche, die darauf hindeuten, dass Toner (der allerdings nicht einheitlich zusammengesetzt ist) ein besonderes gentoxisches Potential haben kann.[70] Eindeutige Belege fĂŒr eine SchĂ€digung von Menschen stehen derzeit aus. Das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung empfiehlt die Verwendung von GerĂ€ten mit dem Blauen Engel.[71]

Wirkung auf Wetter und Klima

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Informationen dazu finden sich im

→ Hauptartikel: Aerosol

Entstehung

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Hauptverursacher und Art der Quellen

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Feinstaub kann sowohl aus natĂŒrlichen wie auch aus anthropogenen (menschlichen) Quellen stammen.[72] Welche Quelle an welchem Ort dominiert, hĂ€ngt von den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten ab.

Lufthygienisches Überwachungssystem Niedersachsen: Messcontainer in Emden zur Messung der Hintergrundkonzentration

In der Literatur wird oft zwischen primÀrem und sekundÀrem Feinstaub unterschieden. Bei ersterem entsteht der Feinstaub direkt an seiner Quelle. Der sekundÀre Feinstaub bildet sich aus chemischen Reaktionen von Gasen wie Schwefel- und Stickstoffoxiden, Ammoniak oder Kohlenwasserstoffen in der AtmosphÀre.[73]

NatĂŒrliche Quellen:

  • Die Erosion von Gesteinen (hauptsĂ€chlich durch Wasser und Wind) samt folgender Deflation, beispielsweise Saharastaub
  • Kleinstlebewesen, z. B. Pilzsporen
  • Partikelneubildung aus VorlĂ€ufern in der AtmosphĂ€re
  • Pflanzen (Pollen vieler Pflanzen können Allergien auslösen; siehe auch Pollenflugkalender)
  • Seesalz durch Gischt und Trocknung: Bei Messungen im Jahr 2004 auf der Nordseeinsel Norderney stellten Seesalze im Jahresdurchschnitt einen Anteil von 4,7 Mikrogramm Seesalz pro Kubikmeter Luft (”g/mÂł) am gesamten Feinstaub der Kategorie PM10. Dabei schwankten die Tageswerte erheblich zwischen 0,4 und 24,9 Â”g/mÂł. Die prozentualen Anteile am Gesamt PM10 lagen zwischen 1 % und 90 %. Die maximale Tagesdurchschnittskonzentration von 50 Â”g/mÂł wurde hochgerechnet an 11 Tagen im Jahr ĂŒberschritten.[74]
  • VulkanausbrĂŒche (jĂ€hrlich schĂ€tzungsweise 85 Millionen Tonnen Asche und Staub mit PartikelgrĂ¶ĂŸe bis 5 ”m).[75] Nach dem Ausbruch des Eyjafjallajökull 2010 wurde auch die Wirkung von Staub aus Vulkanen nĂ€her untersucht. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation und britischer FachverbĂ€nde sind GesundheitsbeeintrĂ€chtigungen nicht ganz auszuschließen: Vulkanasche enthĂ€lt Spuren gesundheitlich bedenklicher Substanzen wie Fluoride oder SchwefelsĂ€ure und kann auch allergen und allein durch ihren mineralischen Charakter reizend wirken.[76]
  • Busch- und WaldbrĂ€nde

Nach der Richtlinie 1999/30/EG des Rates gemĂ€ĂŸ Artikel 5(4) entfĂ€llt die Verpflichtung zur DurchfĂŒhrung von MaßnahmeplĂ€nen gemĂ€ĂŸ Artikel 8 Absatz 3 der Richtlinie 96/62/EG, wenn PM10-Grenzwerte durch PM10-Konzentrationen in der Luft infolge von Naturereignissen ĂŒberschritten werden.[77][78]

Nach Richtlinie 2008/50/EG des Rates, Kapitel III, Artikel 20 sind bei GrenzwertĂŒberschreitungen EmissionsbeitrĂ€ge aus natĂŒrlichen Quellen nicht anzurechnen. Es sind Nachweise dafĂŒr vorzulegen, dass die Quellen natĂŒrlichen Ursprungs sind.[79]

Anthropogene Quellen:

  • Die Landwirtschaft gilt als Hauptverursacher von Feinstaub, da sie nicht nur primĂ€ren Feinstaub produziert, sondern – durch Ammoniak-Emissionen – zusĂ€tzlich an der Bildung von sekundĂ€rem Feinstaub beteiligt ist.[80] WĂ€hrend die Landwirtschaft in Deutschland fĂŒr rund 45 Prozent der Feinstaubemissionen verantwortlich gemacht wird, ist es insbesondere die Massentierhaltung, die hier zu einem Anstieg der Werte fĂŒhrt. Das Ausbringen von GĂŒlle fĂŒhrt zur Produktion von Ammoniakverbindungen, die sich in der AtmosphĂ€re mit anderen Gasen wie Schwefel- und SalpetersĂ€ure verbinden und zu Feinstaubpartikeln verschmelzen.[9][10]
  • Verkehrswege aus Asphalt sondern Feinstaub ab, wobei die Werte im Zusammenhang mit direkter Sonneneinstrahlung deutlich ansteigen.[7][8]
  • Quellen von Feinstaubemissionen durch Privathaushalte sind vor allem Holzheizungen und offene Kamine, da die Verbrennung von Festbrennstoffen zu wesentlich höheren Feinstaubemissionen fĂŒhrt als die Verbrennung flĂŒssiger oder gasförmiger Brennstoffe.[81]
  • Staub entsteht auch infolge von Erosion von zementgebundenem Asbest aus Eternit, das frĂŒher als Dachdeckmaterial, Fassadenplatten, fĂŒr Formteile wie BlumenkĂ€sten und ZĂ€une eingesetzt wurde.[82][83][84]
  • In InnenrĂ€umen sind vor allem der Rauch von Tabakwaren und Kerzen Quellen der Feinstaubbelastung.[85] FĂŒr StĂ€ube von Laserdruckern und Tonern konnte in einer Vielzahl von Untersuchungen kein gesundheitliches Risiko festgestellt werden. Sicherheitshalber wird empfohlen, emissionsarme GerĂ€te zu verwenden. Diese tragen den Blauen Engel.[86] Weltweit gesehen ist die Feinstaubbelastung, die beim Kochen auf offenen Feuerstellen in InnenrĂ€umen entsteht, eine der hĂ€ufigsten Todesursachen.[87]
  • Feinstaub kann aber auch aus gasförmigen VorlĂ€ufersubstanzen wie beispielsweise Schwefeldioxid, Stickoxiden, SalpetersĂ€ure[88], Ammoniak[88][89] oder organischen Spurenstoffen entstehen. Solche sekundĂ€r gebildeten Partikel machen 30 % bis 50 % der stĂ€dtischen Hintergrundbelastung aus.[90]

EU-BĂŒrger haben seit dem 26. Mai 2011 die Möglichkeit, genau zu sehen, wer in ihrer Umgebung Luft verschmutzt. EuropĂ€ische Kommission und EuropĂ€ische Umweltagentur haben im European Pollutant Release and Transfer Register neue Karten veröffentlicht, die auf einer Skala von 5 Ă— 5 km zeigen, wo Emissionsquellen wie Straßen- und Luftverkehr u. a. Feinstaub emittieren. Bisher waren solche Werte nur punktuell, z. B. bei einzelnen Industrieanlagen, einsehbar.[91][92]

Situation in Deutschland

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Quellkategorien im Jahr 2022 (Tonnen/Jahr)[93]
Staub PM10 PM2,5
Industrieprozesse 75.800 21.000
Verkehr 1 35.200 21.400
Landwirtschaft 33.100 5.300
Haushalte und Kleinverbraucher 2 24.900 23.800
Energiewirtschaft 5.300 4.900
Abfall und Abwasser 4.600 4.400
Verarbeitendes Gewerbe 3.200 2.900
Diffuse Emissionen aus Brennstoffen 2.300 500
MilitĂ€r 3 100 100
Gesamt 184.600 84.300
1 
ohne land-, forst-, fischerei- & bauwirtschaftlichen Verkehr
2 
inkl. land-, forst- & fischereiwirtschaftlichem Verkehr
3 
inkl. militÀrisch genutzter Fahrzeuge & mobiler GerÀte

Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) geht die Feinstaubbelastung in Deutschland seit Jahren zurĂŒck. WĂ€hrend im Jahr 1995 noch eine PM10-Emission von 347.000 Tonnen gemessen wurde, waren es 2021 noch 183.990 Tonnen. In der Kategorie PM2,5 waren es 1995 201.600 Tonnen und 2021 83.380 Tonnen.[94]

Quellkategorien im Jahr 2022[93]

Aufgrund der großen Zahl an Verursachern ist die Feinstaubbelastung in den Ballungszentren besonders hoch, wĂ€hrend im Umland niedrigere Werte gemessen werden. Die höchsten Werte registrierten die verkehrsnahen Messstationen. Hier lagen die Konzentrationen in den 1990er Jahren um 50 Â”g/mÂł Luft, 2021 unter 20 Â”g/mÂł.[95]

Böllerverbot

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Das Umweltbundesamt und der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) haben sich auf eine Messmethode geeinigt, um die Feinstaubbelastung zu quantifizieren, die beim Abbrand der Feuerwerke in Deutschland erzeugt wird. Danach sind es jĂ€hrlich 2.050 Tonnen Feinstaub der Kategorie PM10 und somit 1 % der Gesamtemission pro Jahr, der Großteil davon an Silvester.[96] Dem war eine Kontroverse ĂŒber die richtige Erfassungsmethode vorausgegangen. Nach einer Meldung im Greenpeace Magazin ging der VPI von einer durch das Silvester-Feuerwerk erzeugten Menge von 1.477 Tonnen Feinstaub aus. Eine PM-Kategorie wurde in der Meldung nicht angegeben.[97]

Hausheizung

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Hausheizungen tragen erheblich zur Feinstaubbelastung bei. Sie unterliegen den Regelungen der Bundes-Immissionsschutzverordnung ĂŒber kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV). Allerdings sanken gemĂ€ĂŸ Umweltbundesamt die Feinstaubemissionen von Kleinfeuerungsanlagen seit 2010 deutlich. So sanken die PM10 Emissionen von 32.880 Tonnen im Jahr 2010 auf 21.290 Tonnen im Jahr 2021. Die PM2,5 Emissionen sanken im gleichen Zeitraum von 31.040 auf 20.110 Tonnen.[98] Davor ĂŒbersteigen die Feinstaubemissionen alleine der Holzfeuerungsanlagen sogar die Auspuffemissionen (nicht die Gesamtemissionen) aus dem Straßenverkehr.[99] WĂ€hrend Gas- und Ölfeuerungen, sowie Holzvergaser, Pelletheizungen und Hackschnitzelheizungen relativ niedrige Emissionen aufweisen, sind die meist mit Scheitholz betriebenen Einzelraumöfen besonders kritisch.[98] FĂŒr diese gilt nach § 26 BImSchV die Übergangsregelung fĂŒr Einzelraumfeuerungsanlagen fĂŒr feste Brennstoffe.[100] Nach Angaben des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks hielten 2018 bundesweit rund vier Millionen Kamin-, Kachelöfen und andere FeuerstĂ€tten fĂŒr feste Brennstoffe die geforderten Grenzwerte nicht ein.[101] Dirk Messner, der PrĂ€sident des Umweltbundesamtes, schlug einen Abschied vom Heizen mit Holz in Haushalten vor, da dieses aus LuftqualitĂ€tsperspektive viel Schaden anrichte.[102] Neben gesundheitsgefĂ€hrdenden Luftschadstoffen wie Feinstaub und polyzyklisch aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) entstehen auch klimaschĂ€dliches Methan, Lachgas und Ruß.[103][81]

Beseitigung pflanzlicher AbfÀlle durch Verbrennen

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Besonders bei Wetterlagen, die wegen geringer Windbewegungen in Verbindung mit einer Temperaturinversion (kalte Luft am Boden, warme Luft darĂŒber) den Luftaustausch in der bodennahen Luftschicht einschrĂ€nken, lĂ€sst die Beseitigung von pflanzlichen AbfĂ€llen durch Verbrennen außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen die Luftbelastung mit Feinstaub auch ĂŒber den gĂŒltigen EU-Tagesmittelwert hinaus ansteigen.[104]

Das Verbrennen von Reisig und Schlagabraum in der Forstwirtschaft ist zwar in Deutschland in den meisten BundeslÀndern erlaubt, aber nur bei Befall mit BorkenkÀfern. Auch dann ist HÀckseln die bessere Alternative.[105]

Schadstoffemissionsregister

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Die Umsetzung des EuropĂ€ischen Schadstoff-Freisetzungs- und Verbringungsregisters (E-PRTR) in Deutschland vollzieht das Umweltbundesamt mit der Internetplattform Thru.de. Hier können u. a. deutschlandweit die Standorte von Betrieben nach Branchen getrennt auf der Karte eingesehen werden.[106]

Situation in der Schweiz

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Mittlere jÀhrliche BeitrÀge der identifizierten Komponenten von PM10 in Prozent an der Station Bern 2008/2009
Nitratreiche sekundÀre Aerosole (NSA) 23
Sulfatreiche sekundÀre Aerosole (SSA) 15
Mineralstaub 11
Staub aus Holzfeuerung 11
Strassensalz 10
Staub aus dem Strassenverkehr 30

Im Jahr 2010 verursachten in der Schweiz Öl- und Gasfeuerungen ca. 4 % und Holzfeuerungen rund 16 % der Feinstaubemissionen (PM10).[107] Beim Straßenverkehr lag dieser Wert im Jahr 2016 bei ca. 20 %.[108]

Zur Frage der wichtigsten Verursacher von Feinstaub in der Schweiz wurde 2012 von der Eidgenössischen MaterialprĂŒfungs- und Forschungsanstalt (Empa) eine Studie im Auftrag des Bundesamtes fĂŒr Umwelt (BAFU) durchgefĂŒhrt.

Die Studie untersuchte Feinstaub der Kategorie PM10 und teilte ihn in folgende Gruppen ein, die stofflich differenziert werden können:

  • Nitratreiche sekundĂ€re Aerosole (NSA)
  • Sulfatreiche sekundĂ€re Aerosole (SSA)
  • Mineralstaub
  • Staub aus Holzfeuerung
  • Strassensalz
  • Staub aus dem Strassenverkehr

Die Konzentrationen dieser Gruppen wurden an mehreren Messstellen erfasst. Je nach Lage der Messstelle waren die Ergebnisse verschieden (stĂ€dtischer Verkehrsstandort mit deutlich höheren Werten als nicht direkt verkehrsexponierte Stadt-Standort wie auch Land, Alpennordseite und AlpensĂŒdseite), sie schwankten jedoch auch jahreszeitlich (Holzfeuerung, NSA, SSA). Eine Zuordnung von NSA und SSA zu menschlichen AktivitĂ€ten (z. B. Landwirtschaft) wurde von den Autoren nicht vorgenommen.[103]

Im Bericht von 2023 lagen die Werte fĂŒr PM2,5 fĂŒr alle Stationen knapp unter dem Grenzwert. Allerdings hatte die WHO den empfohlenen Grenzwert schon 2021 von 10 auf 5 Â”g/mÂł gesenkt, was 2023 in der Schweiz einzig am Voralpen-Standort erreicht wurde.[109]

Reduktion

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EuropÀische Union

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Feinstaubbelastung (PM10) in Europa.

In Europa wurden erstmals mit der Richtlinie 80/779/EWG vom 15. Juli 1980 (in deutsches Recht umgesetzt mit der Verordnung ĂŒber Immissionswerte – 22. Bundes-Immissionsschutzverordnung) Grenzwerte fĂŒr Feinstaub festgelegt. Diese Richtlinie wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt:

  1. Seit dem 1. Januar 2005 betrĂ€gt der einzuhaltende Tagesmittelwert fĂŒr PM10 50 Â”g/mÂł bei 35 zugelassenen Überschreitungen im Kalenderjahr. (In Österreich sind von 1. Januar 2005 bis 31. Dezember 2009 nur 30 Überschreitungen/Jahr erlaubt)
  2. Seit dem Jahr 2005 betrĂ€gt der Jahresmittelwert fĂŒr PM10 40 Â”g/mÂł.
  3. Seit dem 1. Januar 2010 darf der einzuhaltende Tagesmittelwert fĂŒr PM10 weiterhin 50 Â”g/mÂł betragen, die ursprĂŒnglich vorgesehenen nur noch 7 zugelassenen Überschreitungen im Kalenderjahr sind durch Richtlinie 2008/50/EG vom 21. Mai 2008 (Anhang XI) wieder auf die ursprĂŒnglich zulĂ€ssigen 35 Überschreitungen korrigiert worden.
  4. Seit dem Jahr 2010 sollte der Jahresmittelwert fĂŒr PM10 nur noch 20 Â”g/mÂł betragen. Auch dies ist durch die Richtlinie 2008/50/EG wieder entschĂ€rft worden, so dass seit 2010 weiter der Jahresmittelwert fĂŒr PM10 40 Â”g/mÂł gilt.[110]

Bei GrenzwertĂŒberschreitung ist ein Luftreinhalteplan oder Aktionsplan aufzustellen. Darin werden in den einzelnen europĂ€ischen LĂ€ndern unterschiedliche Strategien verfolgt:

  • In London hat die 2003 eingefĂŒhrte City-Maut zwar den Verkehr verringert, die Feinstaubbelastung (Immissionen) blieb aber praktisch konstant. Seit Juli 2005 betrĂ€gt die GebĂŒhr 8 ÂŁ. Im Jahr 2007 wurde die Mautzone vergrĂ¶ĂŸert.[111]
  • In Italien gibt es Fahrverbote, die generell, nur sonntags oder abwechselnd fĂŒr Fahrzeuge mit geradem oder ungeradem Kennzeichen gelten.
  • In Österreich gibt es Subventionen fĂŒr Partikelfilter bei Dieselfahrzeugen sowie Förderung von Biodiesel. Außerdem gibt es Luftsanierungsgebiete – z. B. in Teilen des Inntals in Tirol oder im Großraum Graz sowie Feinstaubtempolimits auf diversen Autobahnen.[112]
  • In Deutschland wurde der Einbau von Partikelfiltern steuerlich gefördert. Mehrere Kommunen haben 2008 Umweltzonen eingefĂŒhrt, die von Fahrzeugen mit hohen Feinstaubemissionen nicht befahren werden dĂŒrfen. Weitere Kommunen planen die EinfĂŒhrung von Umweltzonen im Laufe der Zeit. Der Einsatz von Partikelminderungssystemen wird ab 2009 bei Lkw durch die Einordnung in eine gĂŒnstigere Mautkategorie entsprechend ausgerĂŒsteter Fahrzeuge gefördert.

Deutschland

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Die Bundesregierung hatte am 31. Mai 2006 eine Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge (Kennzeichnungsverordnung) nach § 40 Abs. 3 des Bundesimmissionsschutzgesetzes beschlossen. Sie sollte dazu beitragen, die Feinstaubbelastung zu reduzieren, die in den StĂ€dten damals vielfach als zu hoch empfunden wurde. Dazu sah die Verordnung eine bundesweit einheitliche Kennzeichnung von Autos, Lastwagen und Bussen mit Plaketten nach Höhe ihrer Feinstaubemission vor. Zudem wurde ein neues Verkehrszeichen „Umweltzone“ eingefĂŒhrt, das ein feinstaubbedingtes Fahrverbot signalisiert. In einer solchen Zone dĂŒrfen seither lediglich Fahrzeuge fahren, die eine bestimmte Plakette auf der Windschutzscheibe tragen. Die GTÜ (Gesellschaft fĂŒr technische Überwachung) in Stuttgart bietet einen Dienst auf ihrer Webseite an, mit dem festgestellt werden kann, welche Feinstaubplakette fĂŒr welches Fahrzeug erhĂ€ltlich ist. Die Wirksamkeit und RechtmĂ€ĂŸigkeit der Maßnahmen wurde indes angezweifelt. GegenwĂ€rtig wird außerdem kritisiert, dass einseitig auf den Kraftfahrzeugverkehr ausgerichtete Maßnahmen dem Verursacherprinzip nicht hinreichend Rechnung tragen, da die Feinstaubemissionen aus Industrie und privaten Feuerungsanlagen nicht herangezogen wĂŒrden.

Da aufgrund von Messungen bei direkteinspritzenden Ottomotoren festgestellt wurde, dass die Kraftstoffverbrauchseinsparung mit einer erheblichen Zunahme an Feinstaubausstoß einhergeht,[113] kam es bei Festsetzung der Grenzwerte der ab 2014 geltenden „Euro 6“-Schadstoffnorm zum politischen Streit. 2011 setzten sich HerstellerverbĂ€nde angeblich dafĂŒr ein, den Grenzwert höher anzusetzen als fĂŒr Dieselmotoren. Dieser Plan stieß bei Umweltlobbyisten auf harsche Kritik.[114] Bei einer Umfrage durch die Meinungsforschungsinstitut YouGov haben sich 64 % der 961 Befragten fĂŒr Fahrverbote bei hoher Feinstaubbelastung in deutschen InnenstĂ€dten ausgesprochen.[115]

2021 sollte ein neues Verfahren fĂŒr die Abgasuntersuchung von Autos in Kraft treten, mit dem der Ausstoß von Feinstaubpartikeln geprĂŒft werden soll. Die EinfĂŒhrung des angekĂŒndigten strengeren Messverfahrens könnte sich aber bis Mitte 2023 verzögern.[116]

Schweiz

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In der Schweiz wurde die Messmethode fĂŒr Abgasnachkontrollen bei Dieselfahrzeugen per 1. Januar 2023 verbessert.[117]

Feinstaubreduktion in InnenrÀumen

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Bis heute wird die Feinstaubbelastung durch Tabakrauch in InnenrĂ€umen hĂ€ufig ignoriert, obwohl sie alle Grenzwerte bei weitem ĂŒbersteigt.

Weitere Feinstaubquellen in InnenrĂ€umen sind Laserdrucker, Kopierer, Kerzen, KochaktivitĂ€ten und Staubsauger ohne Filter.[118] In einer Studie des DAAB und der Gesellschaft fĂŒr Umwelt- und Innenraumanalytik (GUI), Mönchengladbach aus dem Jahr 2005, stellte man einen signifikanten Anstieg von Feinstaub in der Innenraumluft von RĂ€umen mit Glattböden fest. Das sprĂ€che fĂŒr den Einsatz von Teppichböden in InnenrĂ€umen, um die Belastung mit Feinstaub zu reduzieren und damit auch die Menge von allergenen Stoffen in der Raumluft. Nach den Messergebnissen liegt der arithmetische Mittelwert der Feinstaubkonzentration in RĂ€umen mit Glattböden mit 62,9 ÎŒg/mÂł deutlich oberhalb des gesetzlichen Grenzwertes von 50 ÎŒg/mÂł. Bei den Haushalten mit Teppichböden liegt der Mittelwert bei 30,4 ÎŒg/mÂł, und damit deutlich unterhalb des Grenzwertes. Das Justizministerium Niedersachsen tauschte, nachdem erhöhte Feinstaubwerte im Amtsgericht Burgwedel[119] festgestellt wurden, einem Ministeriumssprecher zufolge im Jahr 2012 alle 4.033 Laserdrucker „zur Vorsorge und Beruhigung der Mitarbeiter“[120] gegen emissionsarme Tintenstrahldrucker aus.

Feinstaubbelastung in InnenrĂ€umen ist ein wichtiges Thema der Arbeitsmedizin. Ein besonderes Risiko besteht bei der Bearbeitung mineralischer WerkstĂŒcke, bei der Holzbearbeitung, aber auch in KĂŒchen und beim Friseurhandwerk. Der Schutz der Arbeitnehmer ist in der Gefahrstoffverordnung und den Technischen Regeln fĂŒr Gefahrstoffe (TRGS) festgelegt. Sie werden vom Ausschuss fĂŒr Gefahrstoffe der Bundesanstalt fĂŒr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) herausgegeben.[121]

Andere LĂ€nder

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Die höchste Feinstaubbelastung aller 31 OECD-HauptstĂ€dte weist Seoul auf. Der weitere Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (siehe U-Bahn Seoul) soll einen RĂŒckgang des Kraftverkehrs herbeifĂŒhren; daneben will die Regierung Anreize zur Benutzung weniger stark verschmutzender Fahrzeuge und zum Einbau emissionssenkender Technik geben.[122]

WHO

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Die WHO-LuftgĂŒte-Richtlinie (Stand 2021) sieht folgende Grenzwerte vor:[123]

  • PM2,5: Jahresmittel maximal 5 Â”g/mÂł
  • PM2,5: Tagesmittel maximal 15 Â”g/mÂł mit 3-4 zulĂ€ssigen Tagen, an denen eine Überschreitung möglich ist
  • PM10: Jahresmittel maximal 15 Â”g/mÂł
  • PM10: Tagesmittel maximal 45 Â”g/mÂł mit 3-4 zulĂ€ssigen Tagen, an denen eine Überschreitung möglich ist

Die Richtwerte der WHO liegen damit deutlich unter den rechtswirksamen Grenzwerten der EU (s. o.).

Physikalische Eigenschaften

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Die Physik der Staubpartikel in der AtmosphĂ€re und ihre numerische Simulation beruhen auf dem Massen-, Impuls- und Energieerhaltungssatz. Die Anzahl, GrĂ¶ĂŸenverteilung und Zusammensetzung von Partikeln in der Luft sind abhĂ€ngig von ihrem Eintrag in die AtmosphĂ€re (Emission), dem Austrag durch trockene oder nasse Deposition, chemischen Reaktionen, physikalischen Effekten wie Koagulation und Kondensation sowie der Luftbewegung.

Zur Modellierung verwendete man zunĂ€chst meteorologisch-chemische Modelle, die fĂŒr die Simulation des Verhaltens von Gasen in der Luft entwickelt worden waren. Sie werden als Chemie-Transport-Modelle (CTM) bezeichnet. Mit Hilfe sogenannter Aerosolmodule gelang es, die CTMs zu verbessern und auch das Verhalten von Partikeln besser zu simulieren. Derart angepasste CTMs nennt man auch Aerosol-Chemie-Transport-Modelle (ACTM).[124]

Feinstaubtransport mit der Luft

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Feinstaubpartikel setzen sich bedingt durch ihre geringe GrĂ¶ĂŸe nur langsam ab. Die stationĂ€re Sinkgeschwindigkeit bei angenommener laminarer Umströmung des Partikels ergibt sich aus dem Gleichgewicht von Schwerkraft, Auftrieb und Reibungskraft zu[125][126]

u = d 2 ⋅ Δ ρ ⋅ g 18 ⋅ η {\displaystyle u={\frac {d^{2}\cdot \Delta \rho \cdot g}{18\cdot \eta }}} {\displaystyle u={\frac {d^{2}\cdot \Delta \rho \cdot g}{18\cdot \eta }}}

(Sinkgeschwindigkeit u {\displaystyle u} {\displaystyle u}, Partikeldurchmesser d {\displaystyle d} {\displaystyle d}, Dichtedifferenz Δ ρ {\displaystyle \Delta \rho } {\displaystyle \Delta \rho }, Fallbeschleunigung g {\displaystyle g} {\displaystyle g}, LuftviskositĂ€t η {\displaystyle \eta } {\displaystyle \eta })

Durch Einsetzen eines Mikrometer-Partikels der Dichte 1000 kg/mÂł in diese Gleichung erhĂ€lt man damit eine Sinkgeschwindigkeit in Luft (ViskositĂ€t etwa 20·10−6 Pa·s) von etwa 3·10−5 m/s oder 10 cm/Stunde. Das Partikel wĂŒrde in einer turbulenzfreien horizontalen Strömung der Geschwindigkeit 1 m/s auf eine Strecke von etwa 70 km nur 2 m an Höhe verlieren. Kleinere Partikel sinken noch weitaus langsamer, wĂ€hrend grĂ¶ĂŸere Partikel mit einem Durchmesser von 10 Mikrometern in einer Stunde 10 m absinken wĂŒrden.

Staub folgt auch den Stromlinien der Luft, er wird mit dem Wind transportiert (Ă€olischer Transport). Unter bestimmten Bedingungen kann Feinstaub auch ĂŒber Kontinentalgrenzen hinweg transportiert werden. Auch in sogenannte „Umweltzonen“ wird Staub von außerhalb eingetragen.

KorngrĂ¶ĂŸenverteilung und Koagulation

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Sehr kleine Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 ”m entstehen bei unvollstĂ€ndiger Verbrennung oder bilden sich aus gasförmigen VorlĂ€ufersubstanzen. Wenn sie aufeinandertreffen, bleiben sie hĂ€ufig aneinander haften und bilden grĂ¶ĂŸere Partikel. Dadurch geht die Anzahl der ultrafeinen Partikel in der Luft meist rasch zurĂŒck. Dieser Vorgang wird als Nukleation, Koagulation oder Agglomeration bezeichnet. Wegen ihrer jeweils sehr geringen Masse tragen ultrafeine Staubteilchen nur einen sehr kleinen Anteil zur Gesamtmasse des Staubs bei, obwohl sie bei weitem die hĂ€ufigsten Partikel in der Luft sind. Die Partikelanzahlkonzentration liegt typischerweise im Bereich von 5.000 bis 50.000/cmÂł. An einer Messstation im Ruhrgebiet, die den stĂ€dtischen Hintergrund reprĂ€sentiert, wurde eine mittlere Partikelkonzentration von 13.000/cmÂł (Median 11.500/cmÂł) gemessen. Bei einer Vergleichsstation an einer stark befahrenen Straße betrug die Partikelanzahlkonzentration 25.500/cmÂł (Median 18.000/cmÂł).[127]

Das Volumenspektrum von Staubteilchen in der AtmosphĂ€re zeigt ĂŒblicherweise eine dreigipfelige Verteilung, es sind also drei Moden erkennbar. Die kleinsten Teilchen zeigen einen Gipfel um den Partikelradius von 0,018 ”m, die Nukleationsmode. Diese Partikel koagulieren innerhalb weniger Stunden oder Tage mit anderen Partikeln und werden so aus der Luft entfernt. Die Nukleationsmode kann fehlen, wenn nicht stĂ€ndig neue Nukleationsaerosole nachgeliefert werden.[128]

Bei den etwas grĂ¶ĂŸeren Partikeln hat die Verteilung ein weiteres Maximum um den Partikelradius 0,1 Â”m, die sogenannte Akkumulationsmode. Die LĂŒcke zwischen Nukleations- und Akkumulationsmode entsteht dadurch, dass ein kleiner und ein mittelgroßer Partikel eher koagulieren als zwei kleine.[128] Diese grĂ¶ĂŸeren Feinstaub-Partikel mit Durchmessern von 80 nm bis 1 Â”m entstehen durch die Koagulation kleinerer Partikel oder die Anlagerung von Gasen. Ihre Verweildauer in der AtmosphĂ€re ist mit mehreren Tagen vergleichsweise hoch. Sie werden ĂŒberwiegend durch nasse Deposition aus der Luft entfernt. Solche Partikel können ĂŒber mehrere tausend Kilometer transportiert werden, sofern entlang ihrer Zugbahn kein Niederschlag fĂ€llt. Falls die VerdĂŒnnung der Partikel zusĂ€tzlich durch eine Inversionsschicht behindert wird, können hohe Feinstaub-Konzentrationen in grĂ¶ĂŸerer Entfernung vom Entstehungsort auftreten.[127]

Das dritte Maximum, die Dispersionsmode, besteht ĂŒberwiegend aus vom Boden aufgewirbeltem Grobstaub.[128] Solche Grobpartikel mit Durchmessern von mehr als 1 Â”m entstehen meist durch Winderosion oder durch mechanischen Abrieb.[127]

Feinstaub-Teilchen unterliegen der nach unten gerichteten Sedimentation und der Diffusion, die sie von der hohen zur niedrigen Konzentration gelangen lĂ€sst. Aus dieser Überlegung lĂ€sst sich herleiten, dass fĂŒr das Zusammentreffen zweier Partikel die Koagulationsrate J sowohl proportional zur Summe der Radien beider Partikel als auch zur Summe ihrer Diffusionskoeffizienten ist.

J = 4 ⋅ π ⋅ ( R 1 + R 2 ) ⋅ ( D 1 + D 2 ) ⋅ n 1 ( ∞ ) ⋅ n 2 ( ∞ ) {\displaystyle J=4\cdot \pi \cdot (R_{1}+R_{2})\cdot (D_{1}+D_{2})\cdot n_{1}(\infty )\cdot n_{2}(\infty )} {\displaystyle J=4\cdot \pi \cdot (R_{1}+R_{2})\cdot (D_{1}+D_{2})\cdot n_{1}(\infty )\cdot n_{2}(\infty )}

(Koagulationsrate J {\displaystyle J} {\displaystyle J}, Partikelradius R {\displaystyle R} {\displaystyle R}, Diffusionskoeffizient D {\displaystyle D} {\displaystyle D}, Partikelanzahl n {\displaystyle n} {\displaystyle n})

Radius und Diffusionskoeffizient wirken entgegengesetzt. Kleine Partikel haben einen großen Diffusionskoeffizienten, ein Aufeinandertreffen ist wegen ihres geringen Durchmessers aber unwahrscheinlich. FĂŒr große Teilchen ist der Einfluss der Diffusion gering. Bei zwei kleinen Partikeln ist die Summe ihrer Radien klein, bei zwei großen die Summe ihrer Diffusionskoeffizienten. Das Produkt aus den Summen bleibt in beiden FĂ€llen klein. FĂŒr zwei unterschiedlich große Partikel ist die Koagulationsrate proportional zum Produkt des grĂ¶ĂŸeren Radius des großen und des höheren Diffusionskoeffizienten des kleinen Partikels. Die Koagulationsrate ist daher bei Partikeln von sehr unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe am höchsten.[129]

Recht

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EuropÀische Union

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Nach der Richtlinie 80/779/EWG wurden die Mitgliedstaaten zur Einhaltung folgender Grenzwerte ab 1. April 1983 verpflichtet:[130]

  • 80 ”g/mÂł fĂŒr den Median der wĂ€hrend des Jahres gemessenen Tagesmittelwerte von Schwebstaub;
  • 130 ”g/mÂł fĂŒr den Median der im Winter gemessenen Tagesmittelwerte von Schwebstaub;
  • 250 ”g/mÂł fĂŒr den 98-Prozent-Wert der SummenhĂ€ufigkeit aller wĂ€hrend des Jahres gemessenen Tagesmittelwerte von Schwebstaub, eine Überschreitung ist nur einmal an höchstens drei aufeinanderfolgenden Tagen erlaubt.

Der EuropĂ€ische Gerichtshof hat 1991 festgestellt, dass die Bundesrepublik Deutschland die Richtlinie nicht rechtzeitig umgesetzt hatte; die Grenzwerte wurden jedoch eingehalten. Die Bundesrepublik Deutschland berief sich darauf, dass mit dem Bundes-Immissionsschutzgesetz vom 15. MĂ€rz 1974 bereits der Schutz gewĂ€hrleistet sei. Außerdem sei die TA Luft entsprechend angepasst worden. Die Kommission sah jedoch darin keine hinreichenden Regelungen. Das Gericht beanstandete unter anderem, dass die TA Luft in ihrem Geltungsumfang nicht dem Charakter der Richtlinie entspreche. Insbesondere sei „der Schwellenwert, von dem an Umwelteinwirkungen als schĂ€dlich anzusehen sind, nicht festgelegt“.[131]

Die 1996 beschlossenen Richtlinie 96/62/EG schreibt Mess- und Informationspflichten auch zu Feinstaub vor.[132] Wegen Verstoßes dagegen hat der EuropĂ€ische Gerichtshof Frankreich und Spanien in Vertragsverletzungsverfahren verurteilt.

Die 1999 beschlossene Richtlinie 99/30/EG legt fĂŒr die Zeit ab 1. Januar 2005 folgende Grenzwerte fest:[133]

  • 50 ”g/mÂł fĂŒr den 24-Stunden-Mittelwert von PM10, es sind 35 Überschreitungen pro Jahr erlaubt;
  • 40 ”g/mÂł fĂŒr den Jahresmittelwert von PM10.

Ebenfalls in der Richtlinie 99/30/EG ist festgelegt, dass am 1. Januar 2010 folgende VerschÀrfungen der Grenzwerte in Kraft treten sollten, wenn sie nicht vorher geÀndert werden:

  • weiterhin 50 ”g/mÂł fĂŒr den 24-Stunden-Mittelwert von PM10, es sind jedoch nur noch 7 Überschreitungen pro Jahr erlaubt;
  • 20 ”g/mÂł fĂŒr den Jahresmittelwert von PM10.

Diese geplante VerschĂ€rfung wurde mit der Richtlinie 2008/50/EG am 21. Mai 2008 (Anhang XI) außer Kraft gesetzt.[134]

Die zustĂ€ndigen Behörden mĂŒssen bei Überschreitungen kurzfristig mit AktionsplĂ€nen Gegenmaßnahmen treffen. Sie sind verpflichtet, LuftreinhalteplĂ€ne aufzustellen, wenn zukĂŒnftig geltende Grenzwerte deutlich ĂŒberschritten werden.

In mehreren europĂ€ischen Ballungsgebieten werden die Grenzwerte ĂŒberschritten. Im Jahr 2005 hat Stuttgart als erste deutsche Stadt am 13. MĂ€rz den Grenzwert zum 35. Mal ĂŒberschritten. In Österreich ist die Feinstaubbelastung in Graz am stĂ€rksten: so wurde im Jahr 2003 der zulĂ€ssige Grenzwert 50 ”g/mÂł an insgesamt 135 Tagen statt der maximal zulĂ€ssigen 35 Tagen ĂŒberschritten. Wegen angeblich aus Osteuropa importierten Feinstaubs wurde in Belgien am 8. Februar 2010 auf Autobahnen und Landstraßen vorlĂ€ufig die maximal zulĂ€ssige Geschwindigkeit auf 90 km/h und in BrĂŒssel auf 50 km/h herabgesetzt.[135] Am 9. Februar 2010 wurde ebenfalls fĂŒr die Ile-de-France („Ballungsraum Paris“) Feinstaubalarm gegeben.[136]

Schweiz

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In der Schweiz betrĂ€gt der Grenzwert fĂŒr PM10 fĂŒr den Jahresmittelwert 20 Â”g/mÂł.[137] In dicht besiedelten Regionen und entlang von stark befahrenen Verkehrsachsen wurde dieser Wert im Jahr 2000 und im Winter 2005 Mittelland (Schweiz) ĂŒberschritten.

Der Grenzwert fĂŒr PM10 als 24-h-Mittelwert von 50 Â”g/mÂł darf höchstens dreimal im Jahr ĂŒberschritten werden.[137] Dies kann aber nur in wenigen Jahren und wenigen Kantonen eingehalten werden.

Die permanente Überschreitung von Grenzwerten lĂ€sst viele Schweizerinnen und Schweizer an der GlaubwĂŒrdigkeit von Grenzwerten zweifeln. Der Feinstaub-Tagesmittelwert wurde im Februar 2006 um das Vielfache ĂŒberschritten, so in Lausanne mit 223 Â”g/mÂł. Als Sofortmaßnahme wurden in elf Kantonen vom 3. Februar bis zum 8. Februar 2006 die Geschwindigkeitslimits auf den Autobahnen auf 80 km/h herabgesetzt. In gewissen Kantonen wurde das AnzĂŒnden von Kaminfeuern untersagt.

Einer Doktorarbeit von Peter Straehl (Kanzerogene Luftschadstoffe in der Schweiz, 2003) ist zu entnehmen, dass in der Schweiz pro Jahr rund 300 KrebsfĂ€lle durch „partikelförmige Luftschadstoffe“ verursacht werden. Die Herabsetzung von diesbezĂŒglichen Emissionen durch z. B. schadstoffĂ€rmere Lkw-Motoren wird aber nicht im vorgeschlagenen Tempo, sondern im Gleichschritt mit den langsamer sich senkenden EU-Normen verwirklicht. Hingegen dĂŒrfen in der Schweiz keine Baumaschinen mehr ohne Partikelfilter verkauft werden. Alte Maschinen mit Baujahr vor 2000 mĂŒssen bis 2015 nachgerĂŒstet sein.[138]

Nach der DĂŒrre und Hitze in Europa 2018 hat die Genossenschaft Migros Aare kurz vor Silvester verlauten lassen, sie werde ab sofort dauerhaft auf den Verkauf von Feuerwerkskörpern verzichten.[139] WĂ€hrend der DĂŒrre und Hitze in Europa 2022 ließ die Migros auf Anfrage verlauten, dass nun alle zehn Genossenschaften den Verkauf von Feuerwerkskörpern eingestellt haben.[140] In der Schweiz werden durch Feuerwerke 320 Tonnen Feinstaub pro Jahr freigesetzt, was 2 Prozent der jĂ€hrlichen Emissionen entspricht.[141]

USA

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Der 24-Stunden-Mittelwert fĂŒr PM10 darf 150 Â”g/mÂł höchstens einmal pro Jahr ĂŒberschreiten (auf Basis eines 3-Jahres-Durchschnitts).[142][143] Der Grenzwert von 50 Â”g/mÂł fĂŒr den Jahresmittelwert wurde im Dezember 2006 aufgehoben, weil es keine Beweise fĂŒr gesundheitliche Probleme bei Langzeitexposition gab.[143][144][145]

Bei PM2,5 betrĂ€gt der Grenzwert fĂŒr den Mittelwert von drei Jahren 15 Â”g/mÂł. ZusĂ€tzlich muss der Mittelwert in der 98. Perzentile der 24-Stunden-Werte dreier Jahre 65 Â”g/mÂł einhalten.[142][146]

Die nationale Umweltschutzbehörde U.S. Environmental Protection Agency hatte die PM2,5-Grenzwerte 1997 erlassen, wogegen Industrieorganisationen und Bundesstaaten klagten und 1999 gewannen. Dieses Urteil wurde jedoch 2001 vom Bundesgericht (Supreme Court) aufgehoben und festgestellt, dass die Umweltbehörde verfassungsgemĂ€ĂŸ ermĂ€chtigt wurde, Grenzwerte festzulegen, und dabei nicht die daraus resultierenden wirtschaftlichen Kosten zu beachten braucht. 2002 stellte ein Gericht dazu fest, dass die Umweltschutzbehörde weder ihren Ermessensspielraum ĂŒberschritten noch willkĂŒrlich gehandelt hat.[147][148][149]

Messtechnische Erfassung von Feinstaub

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Die messtechnische Erfassung von Feinstaub kann emissionsseitig mittels eines zweistufigen Kaskadenimpaktors erfolgen. Dessen erste Stufe dient der Grobabscheidung, wĂ€hrend die zweite Stufe die Fraktion PM10 und der Endfilter die Fraktion PM2,5 sammelt.[150][151] Immissionsseitig wird ein gravimetrisches Verfahren als Referenzmessverfahren beschrieben: Staubhaltige Luft wird durch einen grĂ¶ĂŸenselektiven Einlass gesaugt und ĂŒber einen Filter geleitet. Dieser wird anschließend ausgewogen.[152]

Bei amtlichen Immissionsmessungen dienen gravimetrische Verfahren als Referenzmethode, aber auch zur Bestimmung der 24-Stunden-Werte. Üblicherweise stehen diese Werte jedoch erst mit einigen Tagen bis mehreren Wochen Verzögerung zur VerfĂŒgung, da die beladenen Filter (bzw. Filtermagazine) zunĂ€chst von der Messstation in ein Labor verbracht und dort ausgewogen werden mĂŒssen.

Da die Öffentlichkeit zumindest ĂŒber die aktuelle Belastung der Umgebungsluft mit der Feinstaubfraktion PM10 stĂŒndlich unterrichtet werden soll,[110] kommen in den amtlichen Messstationen auch kontinuierlich arbeitende Verfahren zum Einsatz, beruhend z. B. auf

  • Radiometrischer Staubmessung (AbschwĂ€chung von Beta-Strahlung beim Durchgang durch eine Filterprobe),
  • dem sog. TEOM-Prinzip (Verstimmung der Resonanzfrequenz eines Biegeschwingers aufgrund anfiltrierten Feinstaubs),
  • Lichtstreuung (sog. Aerosolspektrometer).

Zur Erfassung von Feinstaub in der Innenraumluft kommen unter anderem

  • gravimetrische Verfahren,
  • photometrische Verfahren,
  • KondensationspartikelzĂ€hler und
  • Aerosol-Elektrometer

zum Einsatz.[153] MessgrĂ¶ĂŸen sind Partikelmassenkonzentration, Partikelanzahlkonzentration, PartikeloberflĂ€chenkonzentration oder Partikelvolumenkonzentration. Um die ZuverlĂ€ssigkeit von Messungen zu ĂŒberprĂŒfen, wurden in Deutschland in den 1980er-Jahren entsprechende VDI-Richtlinien von der Kommission Reinhaltung der Luft entwickelt.[154]

Siehe auch

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  • Aerosol
  • EN 13779 – Norm zur Klassifizierung der QualitĂ€t der Raum-, Zu-, Fort- und Außenluft
  • Liste der StĂ€dte mit der weltweit stĂ€rksten Luftverschmutzung
  • Liste der LĂ€nder nach Luftverschmutzung
  • Luftfilter
  • Quarzfeinstaub

Literatur

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BĂŒcher:

  • Feinstaub durch Straßenverkehr – Bundespolitischer Handlungsbedarf. (PDF) 6. Auflage. SachverstĂ€ndigenrat fĂŒr Umweltfragen, Berlin 2005, ISSN 1612-2968.
  • H.-Erich Wichmann, Joachim Heinrich, A. Peters: Gesundheitliche Wirkungen von Feinstaub. Ecomed, 2002, ISBN 3-609-16105-1.
  • Andreas Hainsch: Ursachenanalyse der PM10-Immission in urbanen Gebieten am Beispiel der Stadt Berlin. Dissertation. TU Berlin, 2003. urn:nbn:de:kobv:83-opus-6296
  • Friedhelm Schneider, Michael Steinhöfel: Fein[d]staub in InnenrĂ€umen. EU-Umweltakademie, Rosenheim 2013, ISBN 978-3-9812818-5-9.

AufsÀtze:

  • Joachim Heinrich, Veit Grote, Annette Peters, H.-Erich Wichmann: Gesundheitliche Wirkungen von Feinstaub: Epidemiologie der Langzeiteffekte. In: Umweltmedizin in Forschung und Praxis. 7, Nr. 2, 2002, S. 91–99.
  • Arbeitsgruppe ‚Wirkungen von Feinstaub auf die menschliche Gesundheit‘ der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN: Bewertung des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes zur gesundheitlichen Wirkung von Partikeln in der Luft. In: Umweltmedizin in Forschung und Praxis. 8, Nr. 5, 2003, S. 257–278.
  • Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V. (DAAB) Gesellschaft fĂŒr Umwelt- und Innenraumanalytik (GUI), Mönchengladbach: Studie zur Feinstaubbelastung im Innenraum. 2005.
  • J. Junk, A. Helbig: Die PM10-Staubbelastung in Rheinland-Pfalz. Neue gesetzliche Regelungen fĂŒr Feinstaub und erste Messergebnisse. In: Gefahrstoffe – Reinhaltung der Luft. 63, Nr. 1/2, 2003, S. 43.
  • Christopher Neumaier: Das „Feinstaubgespenst“ 2005. Reelle Gefahr oder soziale Konstruktion eines Risikos? In: Christine Pieper, Frank Uekötter (Hrsg.): Vom Nutzen der Wissenschaft. BeitrĂ€ge zu einer prekĂ€ren Beziehung. Stuttgart 2010, ISBN 978-3-515-09439-9, S. 255–266.
  • T. Pregger, R. Friedrich: Untersuchung der Feinstaubemissionen und Minderungspotenziale am Beispiel Baden-WĂŒrttemberg. In: Gefahrstoffe – Reinhaltung der Luft. 64, Nr. 1/2, 2004, S. 53–60.
  • M. Struschka, V. Weiss, G. Baumbach: Feinstaub – Emissionsfaktoren und Emissionsaufkommen bei kleinen und mittleren Feuerungsanlagen. In: Immissionsschutz. (Berlin) 9, Nr. 1, 2004, ISSN 1430-9262, S. 17–22.
  • H.-Erich Wichmann: Feinstaub: Lufthygienisches Problem Nr. 1 – eine aktuelle Übersicht. In: Umweltmedizin in Forschung und Praxis. 10, Nr. 3, 2005, S. 157–162.
  • Vera Zylka-Menhorn: FeinstĂ€ube – Winzlinge mit großer Wirkung. In: Deutsches Ärzteblatt. 102, Nr. 14, 2005, S. A954–A958.
  • G. Invernizzi u. a., Particulate matter from tobacco versus diesel car exhaust: an educational perspective. In: Tobacco Control. Band 13, 2004, S. 219–221 doi:10.1136/tc.2003.005975.
  • Thomas Gabrio, Gerhard Volland, Irma Baumeister, Josef Bendak, Annemarie Flicker-Klein, Monika Gickeleiter, Georg Kersting, Valentina Maisner, Iris Zöllner: Messung von FeinstĂ€uben in InnenrĂ€umen. In: Gefahrstoffe – Reinhaltung der Luft. 67, Nr. 3, 2007, S. 96–102.
  • Peter Bruckmann, Thomas Eikmann: FeinstĂ€ube und menschliche Gesundheit. In: Chemie in unserer Zeit. 41, Nr. 3, 2007, S. 248–253, doi:10.1002/ciuz.200700419.
  • Thomas P. Streppel: Rechtsschutzmöglichkeiten des Einzelnen im LuftqualitĂ€tsrecht. In: Zeitschrift fĂŒr EuropĂ€isches Umwelt- und Planungsrecht (EurUP). 2006, S. 191.
  • Manfred Santen, Martin Wesselmann, Ursula Fittschen, Ruth Cremer, Peter Braun, Anja LĂŒdecke, Heinz-Jörn Moriske: Untersuchungen zur Belastung mit feinen und ultrafeinen Partikeln in bewohnten InnenrĂ€umen. In: Gefahrstoffe – Reinhaltung der Luft. 69, Nr. 3, 2009, S. 63–70.
  • Thomas Gabrio: Feinstaub in BĂŒrogebĂ€uden. In: Gefahrstoffe – Reinhaltung der Luft. 70, Nr. 3, 2010, S. 63–69.
  • Wolfram Jörß, Volker Handke, Lukas Emele, Margarethe Scheffler, Vanessa Cook, Jochen Theloke, Balendra Thiruchittampalam, Frank DĂŒnnebeil, Wolfram Knörr, Christoph Heidt, M. Jozwicka, J. J. P. Kuenen, H. A. C. Denier van der Gon, A. J. H. Visschedijk, R. N. van Gijlswijk, Bernhard Osterburg, Birgit Laggner, Rainer Stern: LuftqualitĂ€t 2020/2030: Weiterentwicklung von Prognosen fĂŒr Luftschadstoffe unter BerĂŒcksichtigung von Klimastrategien. UBA Texte 35-2014. Umweltbundesamt (Hrsg.). Dessau-Roßlau. Juli 2014. ISSN 1862-4804.(online (PDF; 10,4 MB) )
  • Beate Ritz, Barbara Hoffmann, Annette Peters: Auswirkungen von Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid auf die Gesundheit. In: Deutsches Ärzteblatt. Band 116, Heft 51–52, 23. Dezember 2019, S. 881–886.

diverse Artikel:

  • (Feinstaub) Die unsichtbare Gefahr. In: Der Spiegel. Nr. 14, 2005 (online). 
  • Giftige Emissionen verkĂŒrzen das Leben. In: SĂŒddeutsche Zeitung. online, 5. April 2005.
  • Dieselruß – Sieben ĂŒberraschende Antworten. In: Bild der Wissenschaft. 1. Dezember 1999.
  • Christel Kappis u. a.: Studie zum wissenschaftlichen Erkenntnisstand ĂŒber das Feinstaubfilterungspotential (qualitativ und quantitativ) von Pflanzen. (PDF) In Zusammenarbeit mit dem Geographischen Institut der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin, Fachgebiet Klima- und Vegetationsgeographie, hg. vom Verein zur Förderung agrar- und stadtökologischer Projekte e. V. (A.S.P.), Berlin 2007 (Forschungsprojekt Nr. 06HS021, Aktenzeichen: 514-33.40/06HS021) (PDF; 2,6 MB, auf helix-pflanzensysteme.de).
  • Paul-Scherrer-Institut: Auch Feinstaub altert. Juli 2011 (Der Alterungsprozess hĂ€ngt wesentlich von der Luftfeuchte ab).

Weblinks

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Commons: Feinstaub â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Feinstaub â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • Bundesamt fĂŒr Umwelt (Schweiz), bafu.admin.ch: Feinstaub
  • feinstaub.ch: Infoplattform Feinstaub (Schweizer Luftreinhalte-Fachstellen)
  • Jörg Kachelmann: Diesel? Die Politik ignoriert ein viel grĂ¶ĂŸeres Problem. t-online.de, 13. Oktober 2018
  • Luft und Luftreinhaltung. umweltbundesamt.de
  • Feinstaub. (umweltbundesamt.de)
  • Staub. Umweltbundesamt (Österreich)
  • luftdaten.info – Website einer Stuttgarter BĂŒrgerinitiative, mit Anleitung fĂŒr Selbstbau-MessgerĂ€te und open-data-Messwertkarte
  • Infographic: The 100 most polluted cities in the world (eng.)

Messung und Vorhersage:

  • umweltbundesamt.de: Aktuelle Tagesmittelwerte PM10
  • zamg.ac.at, Feinstaub: 3-Tage-Vorhersage Europa (WRF/Chem), auf der Website des österreichischen Wetterdienstes (ZAMG): Umwelt: LuftqualitĂ€t
  • World's Air Pollution: Real-time Air Quality Index

Einzelnachweise

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  1. ↑ a b c Ambient (outdoor) air pollution. World Health Organization, 22. September 2021, abgerufen am 15. Januar 2022 (englisch). 
  2. ↑ Partikel in der Innenraumluft. In: Informationsplattform InnenluftqualitĂ€t. Fraunhofer-Instituts fĂŒr Holzforschung, 2021, abgerufen am 23. Januar 2022. 
  3. ↑ WHO global air quality guidelines. World Health Organization, 2021, abgerufen am 21. Januar 2022 (englisch). 
  4. ↑ Deadly and growing impact of air pollution laid bare in new UNICEF-backed report, Vereinte Nationen, 14. August 2025
  5. ↑ a b Feinstaub: Eine neue Messmethode zeigt, wie er uns schĂ€digt, SRF, 31. MĂ€rz 2025
  6. ↑ ZukĂŒnftige Gefahr durch Temperaturextreme und Luftverschmutzung, Max-Planck-Gesellschaft, 14. August 2025
  7. ↑ a b Emissionen bei Hitze Wenn der Asphalt Feinstaub schwitzt . vom 4. September 2020 Der Spiegel, abgerufen am 14. August 2025
  8. ↑ a b P. Khare, J. Machesky, R. Soto, M. He, A.A. Presto & D.R. Gentner (2020): Asphalt-related emissions are a major missing nontraditional source of secondary organic aerosol precursors. Science Advances; 2 Sep 2020, Vol 6, Iss. 36. doi:10.1126/sciadv.abb9785
  9. ↑ a b Katja Maria Engel: Feinstaub durch Landwirtschaft: Dicke Luft aus dem Kuhstall. vom 17. Januar 2019 Spektrum der Wissenschaft, abgerufen am 14. August 2025
  10. ↑ a b Massentierhaltung Hauptverursacher fĂŒr Feinstaub. vom 17. Januar 2019 Deutsches Ärzteblatt, abgerufen am 14. August 2025
  11. ↑ James H. Vincent: Aerosol Sampling – Science, Standards, Instrumentation and Applications. John Wiley & Sons, Chichester 2007, ISBN 978-0-470-02725-7, S. 321.
  12. ↑ Markus Mattenklott, Norbert Höfert: StĂ€ube an ArbeitsplĂ€tzen und in der Umwelt – Vergleich der Begriffsbestimmungen. In: Gefahrstoffe – Reinhalt. Luft. 69, Nr. 4, 2009, S. 127–129.
  13. ↑ Der Anteil schĂ€dlicher Substanzen in Feinstaub ist viel höher als angenommen, UniversitĂ€t Basel, News, 31. MĂ€rz 2025
  14. ↑ Particulate Matter (PM) Basics. US Environmental Protection Agency, 19. April 2016, abgerufen am 25. Januar 2022 (englisch). 
  15. ↑ a b Types of pollutants. WHO, abgerufen am 3. Juli 2025 (englisch). 
  16. ↑ Deutsches Institut fĂŒr Normung e. V., Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN (Hrsg.): Feinstaub und Stickstoffdioxid – Wirkung – Quellen – LuftreinhalteplĂ€ne – Minderungsmaßnahmen. Beuth Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-410-16237-2, S. 17.
  17. ↑ Mark L. Maiello, Mark D. Hoover (Hrsg.): Radioactive Air Sampling Methods. CRC Press, Boca Raton 2010, ISBN 978-0-8493-9717-2, S. 141.
  18. ↑ LuftqualitĂ€t und Fahrzeugantriebe. VDI-Statusreport Dezember 2018, S. 4., aufrufbar unter vdi.de (Registrierung erforderlich)
  19. ↑ Jahresbericht 2024, Ostluft, LuftqualitĂ€tsĂŒberwachung der Ostschweizer Kantone und des FĂŒrstentums Liechtenstein
  20. ↑ Support to the development of the Second Clean Air Outlook. (PDF) In: International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA). EUROPÄISCHE KOMMISSION, 21. Dezember 2020, abgerufen am 13. April 2022 (englisch). 
  21. ↑ EuropĂ€ische Kommission: ZWEITER AUSBLICK ZUR ENTWICKLUNG DER LUFTQUALITÄT. BERICHT DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT, DEN RAT, DEN EUROPÄISCHEN WIRTSCHAFTS- UND SOZIALAUSSCHUSS UND DEN AUSSCHUSS DER REGIONEN , abgerufen am 29. Januar 2022, 8. Januar 2021, S. 12.
  22. ↑ Environmental protection – Safer Rwanda. Safer Rwanda, abgerufen am 22. Januar 2022 (amerikanisches Englisch). 
  23. ↑ Karn Vohra, Alina Vodonos, Joel Schwartz, Eloise A. Marais, Melissa P. Sulprizio, Loretta J. Mickley: Global mortality from outdoor fine particle pollution generated by fossil fuel combustion: Results from GEOS-Chem. In: Environmental Research. Band 195, April 2021, S. 110754, doi:10.1016/j.envres.2021.110754 (elsevier.com [abgerufen am 24. Juni 2024]). 
  24. ↑ Ritz B, Hoffmann B, Peters A: Auswirkungen von Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid auf die Gesundheit. Deutsches Ärzteblatt doi:10.3238/arztebl.2019.0881, 23. Dezember 2019, abgerufen am 18. Juni 2022. 
  25. ↑ Hermann Fromme, Norbert Englert, Helmut Sagunski, Thomas Gabrio, Thomas Lahrz, Inge Mangelsdorf, Friederike Neisel: Gesundheitliche Bedeutung von Feinstaub in der Innenraumluft. (PDF) In: Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsschutz 11. Umweltbundesamt, 2008, abgerufen am 22. Januar 2022. 
  26. ↑ a b Alexandra Schneider: Feinstaub und Gesundheit. (PDF) In: Luftschadstoffe und Gesundheit. Helmholtz Zentrum MĂŒnchen, Deutsches Forschungszentrum fĂŒr Gesundheit und Umwelt GmbH, Institut fĂŒr Epidemiologie II, 2015, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 22. Januar 2022; abgerufen am 22. Januar 2022. 
  27. ↑ Saubere Luft schĂŒtzt Kinder vor hohem Blutdruck und erhöhten Diabetes-Markern. 9. Oktober 2025, abgerufen am 5. November 2025 (deutsch). 
  28. ↑ Invernizzi, Giovanni et al.: Particulate matter from tobacco versus diesel car exhaust: an educational perspective. In: Tobacco Control. Volume 13, Nr. 3, 2004, S. 219–221, doi:10.1136/tc.2003.005975, PMC 1747905 (freier Volltext). 
  29. ↑ Rauchen ist die weitaus grĂ¶ĂŸte Feinstaubbelastung. Deutsche Lungenstiftung e. V., 23. November 2018, abgerufen am 23. Januar 2022. 
  30. ↑ Leichte und starke Raucher. Deutsche Lungenstiftung e. V., abgerufen am 23. Januar 2022. 
  31. ↑ Was ist eine LungenentzĂŒndung? Deutsche Lungenstiftung e. V., abgerufen am 23. Januar 2022. 
  32. ↑ Staublunge. Stiftung fĂŒr Staublungenforschung, abgerufen am 26. Januar 2022 (Schweizer Hochdeutsch). 
  33. ↑ Rippenfellkrebs oft durch Asbest verursacht. Deutsche Lungenstiftung e. V., 22. Oktober 2012, abgerufen am 23. Januar 2022. 
  34. ↑ DIMDI – ICD-10-WHO Version 2019. Deutsches Institut fĂŒr medizinische Dokumentation und Information, 2019, abgerufen am 26. Januar 2022. 
  35. ↑ Was sind Pollen. In: Pollenwarndienst der Klinik fĂŒr Innere Medizin. UniversitĂ€tsklinikum des Saarlandes und Medizinische FakultĂ€t der UniversitĂ€t des Saarlandes, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 4. August 2021; abgerufen am 23. Januar 2022. 
  36. ↑ Was ist Heuschnupfen? Deutsche Lungenstiftung e. V., abgerufen am 23. Januar 2022. 
  37. ↑ Heinz-Jörn Moriske, Regine Szewzyk, Peter Tappler, Kerttu Valtanen: Leitfaden Zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in GebĂ€uden. (PDF) Umweltbundesamt Innenraumlufthygiene-Kommission des Umweltbundesamtes, November 2017, abgerufen am 25. Januar 2022. 
  38. ↑ Schimmelpilzbefall der Lunge schwerer zu bekĂ€mpfen. Deutsche Lungenstiftung e. V., 16. Juli 2018, abgerufen am 25. Januar 2022. 
  39. ↑ GefĂ€hrliches Versteckspiel in der Lunge. (PDF; 249 kB) UniversitĂ€tsklinikum Heidelberg, 8. Oktober 2008, abgerufen am 25. Januar 2022. 
  40. ↑ Humantoxikologisches Potenzial von HolzstĂ€uben. (PDF; 405 kB) In: Studien und Tagungsberichte, Schriftenreihe des Landesumweltamtes Brandenburg ISSN 0948-0838, Band 34. Landesumweltamt Brandenburg, 2001, abgerufen am 26. Januar 2022. 
  41. ↑ Studie zu Luftverschmutzung: Bis zu 33 Prozent weniger AsthmafĂ€lle bei hoher Luftreinheit. In: aerztezeitung.de. 12. August 2019, abgerufen am 18. August 2019. 
  42. ↑ welt.de
  43. ↑ Payam Dadvand, Jennifer Parker u. a.: Maternal Exposure to Particulate Air Pollution and Term Birth Weight: A Multi-Country Evaluation of Effect and Heterogeneity. In: Environmental Health Perspectives. 121, 2013, S. 267–373, doi:10.1289/ehp.1205575.
  44. ↑ Ole Raaschou-Nielsen, Zorana J Andersen u. a.: Air pollution and lung cancer incidence in 17 European cohorts: prospective analyses from the European Study of Cohorts for Air Pollution Effects (ESCAPE). In: The Lancet Oncology. 14, 2013, S. 813–822, doi:10.1016/S1470-2045(13)70279-1.
  45. ↑ H. Schuh: Feinstaub im Hirn. Die Zeit, 19. Februar 2009.
  46. ↑ Lilian CalderĂłn-Garcidueñas, AngĂ©lica GĂłnzalez-Maciel u. a.: Hallmarks of Alzheimer disease are evolving relentlessly in Metropolitan Mexico City infants, children and young adults. APOE4 carriers have higher suicide risk and higher odds of reaching NFT stage V at ≀ 40 years of age. In: Environmental Research. 164, 2018, S. 475, doi:10.1016/j.envres.2018.03.023.
  47. ↑ Studie untermauert These: Schon geringe Feinstaub-Werte steigern offenbar Demenzrisiko, Tagesspiegel (dpa) vom 12. April 2023
  48. ↑ Geringe Feinstaub-Werte steigern das Demenzrisiko, Die Welt (dpa) vom 12. April 2023
  49. ↑ Shiyu Zhang, Lan Chen, Zhengmin (Min) Qian, Dan Li, Miao Cai, Chongjian Wang, Zilong Zhang, Michael G. Vaughn, Amy E. Keith, Haitao Li, Hualiang Lin: Associations between air pollution and the risk of first admission and multiple readmissions for cardiovascular diseases. In: BMJ Heart. 6. September 2023, ISSN 1355-6037, doi:10.1136/heartjnl-2023-322682, PMID 37673655 (englisch, bmj.com [abgerufen am 12. Januar 2024]). 
  50. ↑ Yijing Feng, Tingfan Jin, Yaguang Wei, Kyle Steenland, Joel Schwartz: Long-term exposure to PM2·5 constituents and incident cancer among Medicare beneficiaries in the USA: a national cohort study. In: The Lancet Planetary Health. Dezember 2025, S. 101334, doi:10.1016/j.lanplh.2025.101334 (elsevier.com [abgerufen am 27. Dezember 2025]). 
  51. ↑ Richtlinie 2008/50/EG des EuropĂ€ischen Parlamentes und des Rates vom 21. Mai 2008 ĂŒber LuftqualitĂ€t und saubere Luft fĂŒr Europa, abgerufen am 29. Januar 2022. In: Amtsblatt der EuropĂ€ischen Union.
  52. ↑ Grenzwerte fĂŒr den Schadstoff Feinstaub. (PDF) Umweltbundesamt, 9. Oktober 2020, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 31. Januar 2022; abgerufen am 31. Januar 2022. 
  53. ↑ § 5 Zielwert, Immissionsgrenzwert, Verpflichtung in Bezug auf die Expositionskonzentration sowie nationales Ziel fĂŒr die Reduzierung der Exposition fĂŒr Partikel (PM2,5). In: 39. BImschV – Gesetze im Internet. Bundesministerium der Justiz, abgerufen am 29. Januar 2022. 
  54. ↑ Unterschriftenliste. (PDF) Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 31. Januar 2019; abgerufen am 28. Januar 2019. 
  55. ↑ Stellungnahme zur GesundheitsgefĂ€hrdung durch umweltbedingte Luftverschmutzung, insbesondere Feinstaub und Stickstoffverbindungen (NOx). (PDF) Abgerufen am 28. Januar 2019. 
  56. ↑ Heike Le Ker: Ärzte bezweifeln Sinn von Grenzwerten: Der Feinstaub-Wirbel. In: Spiegel Online. 23. Januar 2019 (spiegel.de [abgerufen am 28. Januar 2019]). 
  57. ↑ Ansgar Graw: Feinstaub: LungenĂ€rzte halten EU-weite Grenzwerte fĂŒr „unsinnig“. 22. Januar 2019 (welt.de [abgerufen am 28. Januar 2019]). 
  58. ↑ Holger Schulz, Stefan Karrasch, Georg Bölke, Josef Cyrys, Claudia Hornberg, Regina Pickford, Alexandra Schneider, Christian Witt, Barbara Hoffmann: Positionspapier – Atmen: Luftschadstoffe und Gesundheit. (PDF; 1,3 MB) In: pneumologie.de. Deutsche Gesellschaft fĂŒr Pneumologie und Beatmungsmedizin, 27. November 2018, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 28. Januar 2019; abgerufen am 4. Februar 2019. 
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