Technopedia Center
PMB University Brochure
Faculty of Engineering and Computer Science
S1 Informatics S1 Information Systems S1 Information Technology S1 Computer Engineering S1 Electrical Engineering S1 Civil Engineering

faculty of Economics and Business
S1 Management S1 Accountancy

Faculty of Letters and Educational Sciences
S1 English literature S1 English language education S1 Mathematics education S1 Sports Education
  • Registerasi
  • Brosur UTI
  • Kip Scholarship Information
  • Performance
  1. Weltenzyklopädie
  2. Annette Flade – Wikipedia
Annette Flade – Wikipedia 👆 Click Here!
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Annette Flade (2018)

Annette Flade (* 1950 in Wittenberge, Prignitz) ist eine Pastorin, Seelsorgerin und Mediatorin in Brandenburg.[1]

Leben

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Annette Flade, Tochter eines Bäckers, erlernte neben dem Abitur in der DDR den Beruf der Rinderzüchterin. Anschließend studierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin Evangelische Theologie. Nach dem Vikariat heiratete sie den Pfarrer Stephan Flade 1973 und absolvierte 1976 ihr 2. Theologisches Examen.

Im Jahre 1976 zog das Ehepaar nach Pritzwalk und war im Pfarrdienst tätig. Annette Flade arbeitete in der evangelischen Jugendarbeit und rief u. a. eine Frauengruppe ins Leben. Beide waren dort in der kirchlichen Friedensarbeit engagiert.[2] Beispielsweise nahmen Flades mit einigen Mitgliedern der örtlichen Jungen Gemeinde an einer staatlichen Friedensdemonstration, am "Pfingsttreffens der Jugend", teil. Ihre Teilnahme mit Plakate wie "Christen für ein kernwaffenfreies Europa" sorgte innerhalb der FDJ-Kreisleitung für erhebliche Unruhe, wurde aber nicht verboten. "Vor dem Hintergrund ihres christlichen Friedensbekenntnisses übten die kirchlichen Demonstrationsteilnehmer damit lange vor dem "Olof-Palme-Friedensmarsch" vom September 1987 inmitten der SED-Diktatur Demonstrationsfreiheit ein."[3] Seit 1983 wohnte sie mit ihrer Familie in Potsdam-Babelsberg und war u. a. Dozentin an der „Ausbildungsstätte für Gemeindediakonie und Sozialarbeit“ im Zivil-Waisenhaus.[4] Auch in Potsdam war sie, gemeinsam mit ihrem Mann, sehr aktiv in der kirchlichen Friedensarbeit. Das Ehepaar Flade gründete das Neue Forum in Potsdam mit. Annette Flade war mit Detlef Kaminski Teil des provisorischen Sprecherrates, um die Vereinigung in Berlin am vertreten.[5] Am 3. Dezember trafen sich Vertreter des Neuen Forum aus der ganzen DDR in Grünheide bei Berlin. Noch am gleichen Tag fordert der DDR-Sprecherrat des Neuen Forum die Bürger auf, Kontrollgruppen in Wirtschaft und Staatsapparat zu bilden, denn Verantwortliche der DDR-Diktatur würden fliehen, Werte ins Ausland bringen und Akten vernichten.[6]

Am 4. Oktober 1989 fand in der Friedrichskirche auf dem Babelsberger Weberplatz die Vorstellung des Neuen Forums statt, zu der mehr als 3000 Menschen kamen.[7][1] Flades sowie der Gemeindepädagoge Hans-Georg Baaske informierten damals bis in die Nacht hinein über die Bewegung und richteten ein Kontaktbüro des Neuen Forums im Pfarrhaus in der Lutherstrasse 1 in Babelsberg ein. „Der Auftakt zum Widerstand gegen das SED-System ist eng mit dieser Kirche verbunden“. Die erste Großdemonstration des Neuen Forums am 4. November 1989 in Potsdam haben Flades mit organisiert.[8][9] Zehntausende demonstrierten für freie Wahlen, für Presse- und Versammlungsfreiheit und gegen die Einstufung des Neuen Forums als verfassungsfeindlich. Die zahlreichen Demonstrationen im Herbst 1989 in der ganzen DDR leiteten die friedlichen Revolution des Landes ein. Am 5. Dezember 1989 gründete sie mit Carola Stabe, Manfred Kruczek, Detlef Kaminski und Rainer Speer den Rat der Volkskontrolle, der den Übergang zu einer demokratischen Ordnung in Potsdam organisierte.[10]

Als Referentin für Gemeinwesenarbeit bei der Gossner-Mission organisierte sie soziale Projekte. Sie war von 1996 bis 2005 Ausländerseelsorgerin beim Kirchenkreis Potsdam.[11]

Flades absolvierten von 2006 bis 2009 einen Auslandseinsatz der Vereinten Evangelischen Mission in Indonesien.

Anschließend lebten sie in Groß Schönebeck in der Schorfheide, wo Annette Flade einen Eine-Welt-Laden[12] eröffnete und 2015 die Willkommensinitiative des Ortes mitbegründete.[13]

Im Jahre 2016 zog sie gemeinsam mit ihrem Ehemann zurück in die Prignitz, in ihre Heimatstadt Wittenberge. Dort gründete sie 2023 in der ehemaligen Bäckerei ihres Vaters (und Großvaters) einen Eine-Welt-Laden.[14] Im selben Gebäude initiierte sie 2025 gemeinsam mit weiteren Frauen das Projekt "Marthas Tisch"[15][16], einem Dritten Ort in Trägerschaft der Evangelischen Kirchengemeinde Wittenberge,[17] der als Begegnungsort und nichtkommerzieller Treffpunkt dient.

In den Jahren 2018 und 2019 lebten Annette und Stephan Flade in Dénia in Spanien. Dort übernahmen sie für zehn Monate die Tourismuspfarrstelle der EKD an der Costa Blanca.[18]

Annette Flade ist Mutter von zwei Töchtern und einem Adoptivsohn. Sie engagiert sich bei den Omas gegen Rechts in der Prignitz.[19]

Ehrungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2006 erhielt Annette Flade für ihr ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge den Verdienstorden des Landes Brandenburg.[20][21]

Als Anerkennung für ihre Arbeit durften sich Annette Flade und ihr Mann Stephan Flade am 26. September 2023 in das Goldene Buch der Landeshauptstadt Potsdam eintragen.[22][1]

Veröffentlichung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Geht dem Flüchtling mit Brot entgegen. Geschichten und Erfahrungen aus neun Jahren Ausländerseelsorge im Kirchenkreis Potsdam. In Zusammenarbeit mit Jutta von Freyberg (Eigenverlag), 2006

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 3 Sandra Calvez: Friedensarbeit und soziales Engagement: Vier neue Eintragungen im Goldenen Buch der Stadt Potsdam. In: tagesspiegel.de. 26. September 2023, abgerufen am 25. Dezember 2025: „Am 4. Oktober 1989 stellten sich Bürgerrechtler vom Potsdamer Neuen Forum in der Kirche der Öffentlichkeit vor. … als Ausländerseelsorgerin beim Kirchenkreis Potsdam half sie Geflüchteten.“ 
  2. ↑ Sebastian Stude: Frieden als Demokratieforderung. Evangelische Kirche in den 1980er Jahren in der DDR | Neue Beiträge im DA. In: bpb.de. Bundeszentrale für politische Bildung, 26. Juni 2014, abgerufen am 13. Dezember 2025. 
  3. ↑ Sebastian Stude: Frieden als Demokratieforderung. Evangelische Kirche in den 1980er Jahren in der DDR | Neue Beiträge im DA. In: bpb.de. Bundeszentrale für politische Bildung, 26. Juni 2014, abgerufen am 29. Dezember 2025. 
  4. ↑ Tilo von Ameln: Ausbildungstätte Gemeindediakonie Potsdam. In: wohlfahrtspflege-sachsen.de. Abgerufen am 13. Dezember 2025. 
  5. ↑ Wo sind die Herbst-Aktiven? In: ddr89.de. Abgerufen am 13. Dezember 2025. 
  6. ↑ Gisela Rüdiger, Gudrun Rogall: Die 111 Tage des Potsdamer Bürgerkomitees »Rat der Volkskontrolle« 1989/90. Hrsg.: Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung. Potsdam 2009, ISBN 978-3-932502-56-9. 
  7. ↑ Landeshauptstadt: Das Fanal von Babelsberg. In: Der Tagesspiegel Online. 4. Oktober 2014, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 13. Dezember 2025]). 
  8. ↑ Jana Haase: 30 Jahre Mauerfall: Es gab kein Aufhalten mehr. In: Der Tagesspiegel Online. 11. Dezember 2004, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 13. Dezember 2025]). 
  9. ↑ rbb24.de: Als in Berlin und Potsdam Hunderttausende gegen die SED protestierten. 11. März 2024, abgerufen am 29. Dezember 2025. 
  10. ↑ Die 111 Tage des Potsdamer Bürgerkomitees | Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung. Abgerufen am 29. Dezember 2025. 
  11. ↑ Ulrike Strube: Landeshauptstadt: „Man muss sie fürchten und lieben“. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 13. Dezember 2025]). 
  12. ↑ Petra Elsner: Reportagen aus dem Schorfheidewald: Die Mitmenschliche. In: SCHORFHEIDEWALD. 16. September 2013, abgerufen am 13. Dezember 2025. 
  13. ↑ deutschlandfunkkultur.de: Bericht aus der Praxis - Wie, wo und bei wem lernen Flüchtlinge Deutsch? 8. August 2016, abgerufen am 13. Dezember 2025. 
  14. ↑ Jens Wegner: Wittenberge: Weltladen mit Produkten aus fairem Handel öffnet am 24. März in der Bahnstraße. 8. Dezember 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025. 
  15. ↑ Marthas Tisch – hier muss niemand konsumieren. Abgerufen am 13. Dezember 2025. 
  16. ↑ Wittenberge: Eine Stadt erfindet sich neu. 26. März 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025. 
  17. ↑ Tanja Kasischke: Fünf Frauen auf Marthas Fersen - BASECAMP. In: BASECAMP – Das Basislager für Kirchenerneuerung. 22. November 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025. 
  18. ↑ EKD Tourismuspfarramt Costa Blanca: Unser neuer 10-Monatspfarrer - EKD Tourismuspfarramt an der Costa Blanca EKD Tourismuspfarramt an der Costa Blanca. Abgerufen am 13. Dezember 2025. 
  19. ↑ Julia Westermann: „Omas gegen Rechts“ in der Prignitz: Wer sie sind und was sie planen. 8. Dezember 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025. 
  20. ↑ Verdienstorden des Landes Brandenburg. Ordensträger 2006. In: Ehrenamt in Brandenburg. Juni 2006, abgerufen am 13. Dezember 2025. 
  21. ↑ Juliane Schoenherr: Landeshauptstadt: „Mehr als verdient gemacht“: Landesverdienstorden ging an 17 Brandenburger. In: tagesspiegel.de. 15. Juni 2006, abgerufen am 25. Dezember 2025: „Die 55-jährige Annette Flade … engagiert sich insbesondere für Flüchtlinge, hat auch ein Buch mit dem Titel „Geht dem Flüchtling mit Brot entgegen“ geschrieben.“ 
  22. ↑ Eintrag ins Goldene Buch der Stadt. In: potsdam.de. Landeshauptstadt Potsdam, Pressemitteilung Nr. 433, 26. September 2023, abgerufen am 13. Dezember 2025. 
Normdaten (Person): GND: 1057900729 (lobid, GND Explorer, OGND, AKS) | VIAF: 310601660 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Flade, Annette
ALTERNATIVNAMEN Flade, Anette
KURZBESCHREIBUNG deutsche Pastorin, Seelsorgerin und Mediatorin in Brandenburg
GEBURTSDATUM 1950
GEBURTSORT Wittenberge, Prignitz
Abgerufen von „https://de.teknopedia.teknokrat.ac.id/w/index.php?title=Annette_Flade&oldid=263306053“
Kategorien:
  • Evangelischer Geistlicher (20. Jahrhundert)
  • DDR-Bürger
  • Deutscher
  • Geboren 1950
  • Frau
  • Träger des Verdienstordens des Landes Brandenburg

  • indonesia
  • Polski
  • العربية
  • Deutsch
  • English
  • Español
  • Français
  • Italiano
  • مصرى
  • Nederlands
  • 日本語
  • Português
  • Sinugboanong Binisaya
  • Svenska
  • Українська
  • Tiếng Việt
  • Winaray
  • 中文
  • Русский
Sunting pranala
Pusat Layanan

UNIVERSITAS TEKNOKRAT INDONESIA | ASEAN's Best Private University
Jl. ZA. Pagar Alam No.9 -11, Labuhan Ratu, Kec. Kedaton, Kota Bandar Lampung, Lampung 35132
Phone: (0721) 702022
Email: pmb@teknokrat.ac.id