Technopedia Center
PMB University Brochure
Faculty of Engineering and Computer Science
S1 Informatics S1 Information Systems S1 Information Technology S1 Computer Engineering S1 Electrical Engineering S1 Civil Engineering

faculty of Economics and Business
S1 Management S1 Accountancy

Faculty of Letters and Educational Sciences
S1 English literature S1 English language education S1 Mathematics education S1 Sports Education
  • Registerasi
  • Brosur UTI
  • Kip Scholarship Information
  • Performance
  1. WeltenzyklopÀdie
  2. Anna Seghers
Anna Seghers 👆 Click Here!
aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Anna Seghers, 1966

Anna Seghers (* 19. November 1900 in Mainz; † 1. Juni 1983 in Ost-Berlin; gebĂŒrtig Netti Reiling,[1] verheiratet Netty RadvĂĄnyi) war eine deutsche Schriftstellerin und von 1952 bis 1978 PrĂ€sidentin des Schriftstellerverbandes der DDR.

Leben

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft und Ausbildung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Seghers war das einzige Kind des Mainzer Kunst- und AntiquitĂ€tenhĂ€ndlers Isidor Reiling und seiner Frau Hedwig (geb. Fuld). Ihr Großvater mĂŒtterlicherseits war der Frankfurter Rechtsanwalt Salomon Fuld. Der Vater war Mitglied und anteiliger BautrĂ€ger der 1879 eingeweihten neuorthodoxen Synagoge in der Flachsmarktstraße.[2] Sie besuchte ab 1907 eine Privatschule; ab 1910 die Höhere MĂ€dchenschule in Mainz, das heutige Frauenlob-Gymnasium. Im Ersten Weltkrieg leistete sie Kriegshilfsdienste. 1920 absolvierte sie das Abitur. Anschließend studierte sie an den UniversitĂ€ten Köln und Heidelberg Geschichte, Kunstgeschichte und Sinologie. 1924 promovierte sie an der UniversitĂ€t Heidelberg mit einer Dissertation ĂŒber Jude und Judentum im Werk Rembrandts.

FamiliengrĂŒndung und AnfĂ€nge als Autorin

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im FrĂŒhjahr 1921 lernte Netty Reiling als 20-jĂ€hrige Studentin der Kunstwissenschaft in Heidelberg den ungarischen Philosophiestudenten LĂĄszlĂł RadvĂĄnyi kennen, der sich spĂ€ter Johann-Lorenz Schmidt nannte.[3] In den folgenden vier Jahren fĂŒhrten beide, sooft sie rĂ€umlich getrennt waren, einen intensiven Briefwechsel, der bis kurz vor ihre Heirat im August 1925 anhielt.[4] Netty schrieb ihre Briefe an „Rodi“ aus der elterlichen Wohnung in der Mainzer Kaiserstraße 34, aus Untermietzimmern in Köln, aus Hotelzimmern im Adlon in Berlin, aus Paris sowie aus Kur- und Badeorten wie Karlsbad, Norderney und Scheveningen.[4] Die Briefe sind Zeugnisse ihrer frĂŒhen literarischen Versuche und belegen, wie entschlossen sie bereits zu Beginn der 1920er-Jahre war, das Schreiben zum Mittelpunkt ihres Lebens zu machen.[4] Zugleich dokumentieren sie, wie sehr sie zwischen der LoyalitĂ€t gegenĂŒber ihren Eltern und ihrer Beziehung zu dem politisch linksstehenden, mittellosen Emigranten RadvĂĄnyi hin- und hergerissen war: Ihre Eltern lehnten die Verbindung zunĂ€chst ab, weil er keine feste Anstellung hatte und ihnen „nicht deutsch genug“ erschien, und ihr Vater weinte noch kurz vor der Hochzeit „um seine Tochter“, wĂ€hrend RadvĂĄnyi erst als Angestellter der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin eine Position fand, die letztlich die Zustimmung der Familie ermöglichte.[4] Die in den Briefen ĂŒberlieferten zahlreichen Kosenamen, mit denen sich beide – etwa „Tschibi“ (ungarisch czibe fĂŒr KĂŒken) – gegenseitig anreden, lassen bereits den spielerischen, bilderreichen Sprachgebrauch der spĂ€teren ErzĂ€hlerin erkennen.[4]

1925 heirateten Netty Reiling und LĂĄszlĂł RadvĂĄnyi. Das Ehepaar zog nach Berlin, wo es von 1925 bis 1933 im Bezirk Wilmersdorf, seit 1928 in der Helmstedter Str. 24, wohnte.[5] Sie hatten zwei Kinder. 1926 wurde der Sohn Peter geboren, der spĂ€ter Pierre RadvĂĄnyi hieß († 2021), 1928 die Tochter Ruth († 2010).

In der Weihnachtsbeilage 1924 der Frankfurter Zeitung hatte die junge Autorin ihre erste ErzĂ€hlung Die Toten auf der Insel Djal mit Antje Seghers signiert.[6] Die ErzĂ€hlung Grubetsch erschien 1927 unter dem KĂŒnstlernamen Seghers (ohne Vornamen), worauf Kritiker einen Mann als Autor vermuteten. Das Pseudonym entlieh sie dem von ihr geschĂ€tzten niederlĂ€ndischen Radierer und Maler Hercules Seghers (der Name wurde auch Segers geschrieben).

1928 erschien Seghers’ erstes Buch Aufstand der Fischer von St. Barbara unter dem Pseudonym Anna Seghers. FĂŒr ihr Erstlingswerk erhielt sie auf Vorschlag von Hans Henny Jahnn im Jahr 1929 den Kleist-Preis. Ebenfalls 1928 trat sie der KPD bei und im folgenden Jahr war sie GrĂŒndungsmitglied des Bundes proletarisch-revolutionĂ€rer Schriftsteller. 1930 reiste sie erstmals in die Sowjetunion. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Anna Seghers kurzzeitig von der Gestapo verhaftet. Ihre BĂŒcher wurden in Deutschland verboten und verbrannt. Wenig spĂ€ter konnte sie in die Schweiz fliehen, von wo aus sie sich nach Paris begab.

Exil

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Exil arbeitete sie an Zeitschriften deutscher Emigranten mit, unter anderem als Mitglied der Redaktion der Neuen Deutschen BlĂ€tter. 1935 war sie eine der GrĂŒnderinnen des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller in Paris. Nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs und dem Einmarsch deutscher Truppen in Paris wurde Seghers’ Mann in SĂŒdfrankreich im Lager Le Vernet interniert.

Anna Seghers gelang mit ihren Kindern die Flucht aus dem besetzten Paris in den von Philippe PĂ©tain regierten Teil SĂŒdfrankreichs. Dort bemĂŒhte sie sich in Marseille um die Freilassung ihres Mannes sowie um Möglichkeiten zur Ausreise. Erfolg hatten ihre BemĂŒhungen schließlich beim von Gilberto Bosques geleiteten mexikanischen Generalkonsulat, wo FlĂŒchtlingen großzĂŒgig Einreisegenehmigungen ausgestellt wurden. Diese Zeit bildete den Hintergrund des Romans Transit (erschienen 1944).[7]

Gedenktafel am Haus Anna-Seghers-Straße 81, in Berlin-Adlershof

Im MĂ€rz 1941 gelang es Seghers, mit ihrer Familie von Marseille nach Martinique auszureisen.[8] Sie gehörte zu den Hunderten von GeflĂŒchteten, die vom Emergency Rescue Committee an Bord eines umgebauten Frachters in Sicherheit gebracht wurden. An Bord der „Capitaine Paul-Lemerle“ befanden sich auch AndrĂ© Breton und seine Frau Jacqueline Lamba, Wifredo Lam, Victor Serge, Claude LĂ©vi-Strauss und Germaine Krull.[9]

Über New York und Veracruz wanderte Seghers schließlich nach Mexiko-Stadt aus. Ihr Mann fand dort Anstellung, erst an der Arbeiter-UniversitĂ€t, spĂ€ter auch an der NationaluniversitĂ€t. Anna Seghers grĂŒndete den antifaschistischen Heinrich-Heine-Klub, dessen PrĂ€sidentin sie wurde. Gemeinsam mit Ludwig Renn rief sie die Bewegung Freies Deutschland ins Leben und gab deren gleichnamige Zeitschrift heraus, in der unter anderem ihr Text Ein Mensch wird Nazi (1943) erschien. 1942 erschien ihr Roman Das siebte Kreuz – in einer englischen Ausgabe in den USA und auf Deutsch in Mexiko im Exil-Verlag El libro libre („Das freie Buch“). Im Juni 1943 erlitt Anna Seghers bei einem Verkehrsunfall schwere Verletzungen, die einen langen Krankenhausaufenthalt notwendig machten. 1944 verfilmte Fred Zinnemann Das siebte Kreuz – der Erfolg von Buch und Film machten Anna Seghers weltberĂŒhmt; nach ihrem Tod machte Hans Werner Henze diesen Roman 1996 in einer Nachdichtung von Hans-Ulrich Treichel zur Grundlage seiner 9. Sinfonie.[10]

Parallel dazu verschwanden in ihrer Heimatstadt Mainz die Spuren der jĂŒdischen Familie Reiling fast vollstĂ€ndig: Das Haus in der Kaiserstraße, von dem aus viele ihrer frĂŒhen Briefe an RadvĂĄnyi abgeschickt worden waren, existiert ebenso wenig wie die Kunsthandlung am Flachsmarkt, die ihr Vater Isidor Reiling 1940 verlor und deren Entzug er nicht ĂŒberlebte; ihre Mutter Hedwig Reiling wurde deportiert und starb im polnischen Piaski.[4]

Leben in der DDR

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1947 verließ Seghers Mexiko und kehrte nach Berlin zurĂŒck,[11] wo sie der 1946 gegrĂŒndeten Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands beitrat, aber zunĂ€chst im Westteil der Stadt lebte. In den Jahren 1947 bis 1952 fĂŒhrte sie erneut einen intensiven Briefwechsel mit ihrem Mann, der zunĂ€chst in Mexiko blieb und dort mit einer anderen Frau zusammenlebte; von diesem Austausch sind nur wenige, von RadvĂĄnyi verfasste Briefe erhalten.[4] Auf dem Ersten Deutschen Schriftstellerkongress im Oktober 1947 hielt sie eine viel beachtete Rede ĂŒber das Exil und den Freiheitsbegriff. In diesem Jahr wurde ihr der Georg-BĂŒchner-Preis verliehen. 1950 zog sie von West-Berlin nach Ost-Berlin und wurde zum Mitglied des Weltfriedensrates und zum GrĂŒndungsmitglied der Deutschen Akademie der KĂŒnste berufen. Im Jahr 1951 erhielt sie den Nationalpreis der DDR und unternahm eine Reise in die Volksrepublik China. 1952 wurde sie PrĂ€sidentin des Schriftstellerverbandes der DDR und blieb es bis 1978. 1955 zogen Anna Seghers und ihr Mann in die Volkswohlstraße 81 (seit 1984 Anna-Seghers-Straße[12]) in Berlin-Adlershof, wo sie bis zu ihrem Tod wohnten. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts befindet sich in der Wohnung das Anna-Seghers-Museum zu Leben und Werk der Autorin.

Grab von Anna Seghers auf dem DorotheenstÀdtischen Friedhof in Berlin

Als 1957 Walter Janka, dem Leiter des Aufbau-Verlages, der ihre BĂŒcher verlegte, wegen angeblicher „konterrevolutionĂ€rer Verschwörung“ der Prozess gemacht wurde, nahm Anna Seghers dazu nicht öffentlich Stellung. Beim Ausschluss von Heiner MĂŒller aus dem Schriftstellerverband im Jahre 1961 stimmte sie dagegen. Im Jahre 1979 schwieg Anna Seghers zu den AusschlĂŒssen von neun kritischen Autoren aus dem Schriftstellerverband.

1975 wurden ihr der Kulturpreis des Weltfriedensrates sowie die EhrenbĂŒrgerschaft von (Ost-)Berlin verliehen. 1978 trat sie als PrĂ€sidentin des Schriftstellerverbandes zurĂŒck und wurde dessen EhrenprĂ€sidentin. Im selben Jahr starb ihr Mann. 1981 wurde ihr die EhrenbĂŒrgerwĂŒrde ihrer Geburtsstadt Mainz verliehen. Sie starb am 1. Juni 1983 und wurde, nach einem Staatsakt in der Akademie der KĂŒnste der DDR, auf dem DorotheenstĂ€dtischen Friedhof in Berlin beigesetzt.

Darstellung in der bildenden Kunst der DDR

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Walter Arnold: Anna Seghers (1952, PortrĂ€tbĂŒste, Bronze)[13]
  • Sabine Grzimek: Anna Seghers (1968/1969, Guss 1986, PortrĂ€tbĂŒste, Bronze; Kunstarchiv Beeskow)
  • Doris Kahane: Anna Seghers (1968, Lithografie)[14]

Werke

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frĂŒhen Werke Anna Seghers’ können der Neuen Sachlichkeit zugeordnet werden. In der Exilliteratur spielte sie nicht nur als Organisatorin eine wichtige Rolle, sondern schrieb mit Transit und Das siebte Kreuz auch zwei der literarisch bedeutendsten Romane dieser Zeit. Ihre spĂ€teren, in der DDR erschienenen Romane sind dem Sozialistischen Realismus verpflichtet.

  • Werkausgabe. Hrsg. von Helen Fehervary, Bernhard Spies, Carsten Jakobi. Aufbau Verlag, Berlin 2000ff. [Kritisch ediert und kommentiert. Geplant: 24 BĂ€nde].
  • Jude und Judentum im Werke Rembrandts. Dissertation 1924. Als Netty Reiling. 
    Buchausgabe: Reclam Verlag, Leipzig 1980, DNB 820496839.
  • Aufstand der Fischer von St. Barbara. Gustav Kiepenheuer Verlag, Potsdam 1928, DNB 576145823 (188 S.). 
    Neuausgabe: Aufbau Taschenbuch, Berlin 2018, ISBN 978-3-7466-3477-7
  • Die Wellblech-HĂŒtte. In: 24 neue deutsche ErzĂ€hler. Gustav Kiepenheuer Verlag, Berlin 1929, DNB 573046905. 
  • Auf dem Wege zur amerikanischen Botschaft und andere ErzĂ€hlungen. Gustav Kiepenheuer Verlag, Potsdam 1930, DNB 576146684 (285 S.).  EnthĂ€lt u. a.: Grubetsch, Die Ziegler und Bauern von Hruschowo.
    Neuausgabe: Georg Olms Verlag, Hildesheim 2008, ISBN 978-3-487-13617-2.
  • Die GefĂ€hrten. Gustav Kiepenheuer Verlag, Potsdam 1932, DNB 576145963 (318 S., Volltext bei Nemesis - Sozialistisches Archiv fĂŒr Belletristik). 
    Werkausgabe: Aufbau Verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-351-03456-6
  • Der Kopflohn. Roman aus einem deutschen Dorf im SpĂ€tsommer 1932. Querido Verlag, Amsterdam 1933, DNB 992840732 (265 S.). 
    Werkausgabe: Aufbau Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-351-03452-8
  • Der letzte Weg des Koloman Wallisch. In: Neue deutsche BlĂ€tter. Nr. 10. Prag Juli 1934. 
  • Der Weg durch den Februar. Roman. Edition du Carrefour, Paris 1935, DNB 992842581 (295 S.). 
    Neuausgabe: marsyas verlag, Wien 2024, ISBN 978-3-903469-07-5.
  • Der Prozess der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431. Ein Hörspiel. In: Internationale Literatur. Band 7, Nr. 5. Moskau 1937, DNB 1039810799 (Digitalisat der Deutschen Nationalbibliothek (DNB)). 
  • Das GeldstĂŒck. In: Internationale Literatur. Band 7, Nr. 9. Moskau 1937, DNB 1039812155 (Digitalisat der DNB). 
  • Wir denken an das Sowjetland. In: Internationale Literatur. Band 7, Nr. 11. Moskau 1937, DNB 1039813852 (Digitalisat der DNB). 
  • Die Rettung. Roman. Querido Verlag, Amsterdam 1937, DNB 99284083X (511 S., Digitalisat der DNB). 
    Werkausgabe: Aufbau Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-351-03453-5.
  • Illegales Legal. In: Der deutsche Schriftsteller. Nr. 11. Paris 1938, DNB 1039713513 (Digitalisat der DNB). 
  • Helene Weigel spielt in Paris. In: Internationale Literatur. Band 8, Nr. 4. Moskau 1938, DNB 1039815359 (Digitalisat der DNB). 
  • Sagen von Artemis. In: Internationale Literatur. Band 8, Nr. 9. Moskau 1938, DNB 103981641X (Digitalisat der DNB). 
  • Die schönsten Sagen vom RĂ€uber Woynok. In: Das Wort. Moskau Juni 1938. 
  • Reise ins Elfte Reich. In: Die neue WeltbĂŒhne. Paris Februar 1939. 
  • Das Obdach. In: Freies Deutschland. Mexiko-Stadt November 1941 (Digitalisat der DNB). 
  • Das siebte Kreuz. Roman aus Hitler-Deutschland. El libro libre, Mexiko-Stadt 1942, DNB 576146145 (468 S.). 
    Neuausgabe: Aufbau Taschenbuch, Berlin 2018, ISBN 978-3-7466-3469-2.
  • Ein Mensch wird Nazi. In: Freies Deutschland. Mexiko-Stadt MĂ€rz 1943. 
  • Transit. Little, Brown & Co., Boston (MA) 1944, DNB 362351570 (englisch, 312 S.).  Deutschsprachige Erstausgabe: Curt Weller & Co., Konstanz 1948
    Neuausgabe: Aufbau Taschenbuch, Berlin 2020, ISBN 978-3-7466-3787-7
  • Die Unschuldigen. In: Internationale Literatur. Band 15, Nr. 10. Moskau 1945, DNB 1039835929 (Digitalisat der DNB). 
  • Der Ausflug der toten MĂ€dchen und andere ErzĂ€hlungen. Aurora Verlag, New York (NY) 1946, DNB 454638280 (126 S.). 
    EnthÀlt auch: Post ins Gelobte Land, Das Ende und Die Saboteure
    Neuausgabe: Aufbau Taschenbuch, Berlin 2018, ISBN 978-3-7466-3470-8.
  • Die drei BĂ€ume. In: Freies Deutschland. Mexiko-Stadt Juni 1946. 
  • Die Rettung. Roman. Aufbau Verlag, Berlin 1947, DNB 454638736 (479 S.). 
    Werkausgabe: Aufbau Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-351-03453-5.
  • Das Argonautenschiff. In: Sinn und Form. Nr. 6, 1948. 
  • Die Toten bleiben jung. Roman. Aufbau Verlag, Berlin 1949, DNB 57614648X (652 S.). 
  • Die Hochzeit von Haiti. 2 Novellen. Aufbau Verlag, Berlin 1949, DNB 831217553 (140 S.). 
    EnthĂ€lt auch: WiedereinfĂŒhrung der Sklaverei in Guadeloupe.
  • Die Linie. 3 ErzĂ€hlungen. Aufbau Verlag, Ost-Berlin 1950, DNB 57614634X (63 S.). 
  • Die Kinder. 3 ErzĂ€hlungen. Aufbau Verlag, Ost-Berlin 1951, DNB 454638531 (61 S.). 
  • Crisanta. Mexikanische Novelle (= Insel-BĂŒcherei. Nr. 99/4). Insel Verlag, Leipzig 1951, DNB 454638329 (54 S.). 
  • Der Mann und sein Name. ErzĂ€hlung. Aufbau Verlag, Ost-Berlin 1952, DNB 454638701 (161 S.). 
  • Frieden der Welt. Ansprachen und AufsĂ€tze. 1947-1953. Aufbau Verlag, Ost-Berlin 1953, DNB 454638183 (168 S.). 
  • Der erste Schritt. ErzĂ€hlung. Aufbau Verlag, Ost-Berlin 1953, DNB 576146439 (128 S.). 
  • Der Bienenstock. AusgewĂ€hlte ErzĂ€hlungen in 2 BĂ€nden. Aufbau Verlag, Ost-Berlin 1953, DNB 56091637X. 
    EnthĂ€lt u. a.: Der FĂŒhrerschein, Die Stoppuhr, Das Viereck.
  • Brot und Salz. 3 ErzĂ€hlungen. Aufbau Verlag, Ost-Berlin 1958, DNB 454638310 (149 S.). 
  • Die Entscheidung. Roman. Teil 1. Aufbau Verlag, Ost-Berlin 1959, DNB 454638361 (596 S.). 
  • Die Entscheidung. Roman. Teil 2. Aufbau Verlag, Ost-Berlin 1961, DNB 454638396 (273 S.). 
    Werkausgabe: Aufbau Verlag, Berlin 2003, ISBN 978-3-351-03457-3.
  • Das Licht auf dem Galgen. Eine karibische Geschichte aus der Zeit der Französischen Revolution. Aufbau Verlag, Ost-Berlin 1961, DNB 454638698 (135 S.). 
  • Über Tolstoi; Über Dostojewskij. Aufbau Verlag, Ost-Berlin 1963, DNB 454638779 (121 S.). 
  • Die Kraft der Schwachen. 9 ErzĂ€hlungen. Aufbau Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1965, DNB 454638558 (181 S.). 
  • Geschichten von heute und gestern. Illustrationen: Renate Jessel. Kinderbuchverlag, Ost-Berlin 1966, DNB 458923877 (290 S.). 
  • Das wirkliche Blau. Eine Geschichte aus Mexiko. Aufbau Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1967, DNB 458924164 (106 S.). 
  • Das Vertrauen. Roman. Aufbau Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1968, DNB 458924148 (454 S.). 
  • Glauben an Irdisches. Essays aus 4 Jahrzehnten. Hrsg.: Christa Wolf. Reclam Verlag, Leipzig 1969, DNB 36462048X (398 S.). 
  • Aufstellen eines Maschinengewehrs im Wohnzimmer der Frau Kamptschik. ErzĂ€hlungen. Nachwort: Christa Wolf. Luchterhand Verlag, Neuwied/West-Berlin 1970, DNB 458923915 (164 S.). 
  • Briefe an Leser. (PrĂ€sent zum 70. Geburtstag der Anna Seghers). Aufbau Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1970, DNB 730263371 (87 S.). 
  • Über Kunstwerk und Wirklichkeit. Akademie-Verlag, Ost-Berlin. 
    • Teil 1: Die Tendenz in der reinen Kunst. 1970, DNB 458924105 (344 S.).
    • Teil 2: Erlebnis und Gestaltung. 1971, DNB 458924113 (271 S.).
    • Teil 3: FĂŒr den Frieden der Welt, 1971, DNB 720033136 (343 S.).
    • Teil 4: ErgĂ€nzungsband, 1979, DNB 205829619 (281 S.).
  • Überfahrt. Eine Liebesgeschichte. Aufbau Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1971, DNB 576146609 (175 S.). 
    Neuausgabe: Faber & Faber, Leipzig 2001, ISBN 978-3-932545-70-2.
  • Sonderbare Begegnungen. Aufbau Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1973, DNB 730330567 (147 S.). 
    EnthÀlt: Sagen von Unirdischen, Der Treffpunkt, Die Reisebegegnung
  • Steinzeit, Wiederbegegnung. 2 ErzĂ€hlungen. Aufbau Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1977, DNB 780037162 (122 S.). 
  • Drei Frauen aus Haiti. Illustrationen: GĂŒnther LĂŒck. Aufbau Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1980, DNB 810059762 (98 S.). 
  • AufsĂ€tze, Ansprachen, Essays. Teil 1: 1927-1953. Aufbau Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1980, DNB 810372371 (460 S.). 
  • AufsĂ€tze, Ansprachen, Essays. Teil 2: 1954-1979. Aufbau Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1980, DNB 810372398 (499 S.). 

Posthume Veröffentlichungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nachlass ihres 2021 in Paris verstorbenen Sohnes Pierre („Peter“) RadvĂĄnyi wurde ein in Zeitungspapier der frĂŒhen 1920er-Jahre eingeschlagenes Konvolut von rund 470 Briefen, Postkarten und Telegrammen Netty Reilings an LĂĄszlĂł RadvĂĄnyi aus den Jahren 1921 bis 1925 entdeckt.[4] Diese bislang unveröffentlichten Liebesbriefe wurden im Band Ich will Wirklichkeit. Liebesbriefe an Rodi 1921–1925 erstmals ediert und zugĂ€nglich gemacht.[4] In der Rezeption gelten sie als „Übungen in SelbststĂ€ndigkeit“, in denen sich ihre Emanzipation von der Herkunftsfamilie und ihr Streben nach einem eigenstĂ€ndigen Leben als schreibende Frau abzeichnen.[4]

  • Die Toten auf der Insel Djal. Aufbau Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1985, DNB 860314359 (106 S., Manuskript von 1926). 
  • Der gerechte Richter. Eine Novelle. Aufbau Verlag, Ost-Berlin/Weimar 1990, ISBN 3-351-01787-1 (80 S., Manuskript von 1950). 
    Neuausgabe: Aufbau Taschenbuch, Berlin 2000, ISBN 3-7466-5178-6
  • Jans muß sterben. Aufbau Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-351-03499-7 (89 S., Manuskript von 1925). 
  • Und ich brauch doch so schrecklich Freude. Hrsg.: Christiane Zehl Romero. Aufbau Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-351-03496-2 (111 S.). 
    EnthĂ€lt: Die Legende von der Reue des Bischofs Jehan d’Aigremont von St. Anne in Rouen. Manuskript von 1924.
  • Das dicht besetzte Leben. Briefe, GesprĂ€che und Essays. Mit Christa Wolf. Hrsg.: Angela Drescher. Aufbau Taschenbuch, Berlin 2003, ISBN 3-7466-1424-4 (236 S.). 
  • Briefe. 1924–1952. (Ich erwarte Eure Briefe wie den Besuch der besten Freunde). Hrsg.: Christiane Zehl Romero, Almut Giesecke. Aufbau Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-351-03473-3. 
  • Briefe. 1953–1983. (Tage wie Staubsand). Hrsg.: Christiane Zehl Romero, Almut Giesecke. Aufbau Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-351-03474-0. 
  • Die Feier. Dramenfragment. In: Sinn und Form. Nr. 6, 2014, S. 785–791 (Manuskript von 1947). [15]
  • Mit einer FlĂŒgeltĂŒr ins Freie fliegen. GesprĂ€che. Mit Achim Roscher. Neues Leben, Berlin 2019, ISBN 978-3-355-01884-5 (185 S.). 
  • Ich will Wirklichkeit. Liebesbriefe an Rodi 1921–1925. Hrsg.: Christiane Zehl Romero, Jean Radvanyi. Aufbau Verlag, Berlin 2025, ISBN 978-3-351-04250-9. 

Verfilmungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Der Aufstand der Fischer (Regie: Erwin Piscator, 1934 UdSSR)
  • Das siebte Kreuz (Regie: Fred Zinnemann, 1944 USA)
  • Die Toten bleiben jung (Regie: Joachim Kunert, 1968)
  • Das Duell (Regie: Joachim Kunert, 1969)
  • Aus unserer Zeit (Episode 2, 1970)
  • Die große Reise der Agathe Schweigert (Regie: Joachim Kunert, 1972)
  • Das Schilfrohr (Regie: Joachim Kunert, 1974)
  • Das Licht auf dem Galgen (Regie: Helmut Nitzschke, 1976)
  • Die Tochter der Delegierten (Regie: Wojciech Fiwek, 1977)
  • Das Obdach (Regie: Ursula Schmenger, Hannes Wlasinger, 1981)
  • Der Mann und sein Name (Regie: Vera Loebner, 1983)
  • Die Überfahrt (Regie: Fritz Bornemann, 1984)
  • Das wirkliche Blau (Regie: Christa MĂŒhl, 1986)
  • Der Aufstand der Fischer von St. Barbara (Regie: Thomas Langhoff, 1988)
  • Der gerechte Richter (Regie: Torsten C. Fischer, 2000)
  • Transit (Regie: Christian Petzold, 2018)

HörbĂŒcher

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Jans muss sterben. Mit Hannelore Hoger. Der Audio Verlag, 2000, ISBN 3-89813-119-X.
  • Der Ausflug der toten MĂ€dchen. Autorenlesung. Der Audio Verlag, 2008, ISBN 978-3-89813-751-5.
  • Aufstand der Fischer von St. Barbara. Komplettlesung mit Ulrike Krumbiegel. Der Audio Verlag, 2008, ISBN 978-3-89813-755-3.
  • Das siebte Kreuz. UngekĂŒrzte Lesung mit Martin Wuttke. Der Audio Verlag, 2015, ISBN 978-3-86231-588-8.

Hörspiele

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1950: Der Prozess der Jeanne d’Arc zu Rouen 1431 – Regie: Herwart Grosse (Deutschlandsender)
  • 1955: Das siebte Kreuz – Regie:Hedda Zinner (Rundfunk der DDR)
  • 1985: Die Reisebegegnung – Regie:Fritz Göhler, Bearbeitung: Christoph Prochnow, mit Ezard Haussmann (E. T. A. Hoffmann), Wolfgang Dehler (Gogol), Udo Schenk (Franz Kafka), Helmut Hellstorff (Kafkas Vater), (Rundfunk der DDR)
  • 1988: Grubetsch - Regie: Walter Niklaus, Bearbeitung: Norbert Marohn, Musik: Mario Peters, Rundfunk der DDR
  • Transit. Mit Peter Lieck, Christoph Lindert, Heta Mantscheff, Karl Michael Vogler, Heidy Forster, Alexander Costa, Drew Lucas, Anneliese Meier, Eduard Linkers, Daniel Hauptmann, Marlies Compere, Hannes Seebauer. Der Audio Verlag, 2007, ISBN 978-3-89813-683-9.

Preise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Verleihung des VaterlÀndischen Verdienstordens in Gold 1960 an Anna Seghers, hier mit Rektor Schröder und Otto Nagel (r.)
Bild und Text aus dem Bundesarchiv: Anna Seghers wurde die EhrenbĂŒrgerschaft der Stadt Mainz verliehen. Aus diesem Anlass waren in ihrer Berliner Wohnung (v. r. n. l.) Klaus Höpcke, Stellvertreter des Ministers fĂŒr Kultur der DDR; Manfred Harder, PrĂ€sident der Gutenberg-UniversitĂ€t Mainz; BĂŒrgermeister Anton Maria Keim, Klaus Bölling, StĂ€ndiger Vertreter der BRD in der DDR, Herman-Hartmut Weyel (SPD-Fraktionsvorsitzender in Mainz); OberbĂŒrgermeister Jockel Fuchs (stehend), GĂŒnter Storch (FDP-Fraktionsvorsitzender in Mainz), Frau Fuchs und andere Persönlichkeiten anwesend. (1981)
  • 1928: Kleist-Preis[16]
  • 1947: Georg-BĂŒchner-Preis
  • 1951: Stalin-Friedenspreis[17]
  • 1951: Nationalpreis der DDR (weitere 1959, 1971)
  • 1954: VaterlĂ€ndischer Verdienstorden in Silber
  • 1958: Deutsche Friedensmedaille
  • 1959: Verleihung der EhrendoktorwĂŒrde Dr. phil. h. c. der UniversitĂ€t Jena
  • 1960: VaterlĂ€ndischer Verdienstorden in Gold
  • 1961: Johannes-R.-Becher-Medaille des Kulturbundes
  • 1965: Karl-Marx-Orden (weitere 1969, 1974)
  • 1970: Orden des Roten Banners der Arbeit[18]
  • 1970: Stern der Völkerfreundschaft
  • 1975: Großer Stern der Völkerfreundschaft
  • 1975: Kulturpreis des Weltfriedensrates
  • 1975: EhrenbĂŒrgerwĂŒrde von Berlin, Hauptstadt der DDR
  • 1978: EhrenprĂ€sidentin des Schriftstellerverbandes
  • 1980: Ernennung zum Helden der Arbeit
  • 1981: EhrenbĂŒrgerwĂŒrde von Mainz
  • 1981: das Röhrenwerk Neuhaus am Rennweg (RWN) wird am 1. Juli umbenannt in VEB Mikroelektronik Anna Seghers (existiert bis 1990)

Ehrungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • In der NĂ€he ihrer letzten Wohnung – dem Anna-Seghers-Museum[19] in Berlin-Adlershof – befindet sich die Anna-Seghers-Schule.[20]
  • In Berlin-Neu-Hohenschönhausen gibt es die Anna-Seghers-Bibliothek.
  • Die öffentliche Bibliothek in Mainz wurde nach Anna Seghers benannt; der Platz davor ebenfalls.
  • In ihrer Geburtsstadt trĂ€gt die Integrierte Gesamtschule (IGS) Anna Seghers Mainz seit 2005 ihren Namen.[21]
  • In mehreren deutschen StĂ€dten sind Straßen nach ihr benannt.

Siehe auch

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Anna Seghers-Preis

Literatur

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Friedrich Albrecht: Die ErzĂ€hlerin Anna Seghers 1926–1932 (= Neue BeitrĂ€ge zur Literaturwissenschaft. Band 25). RĂŒtten & Loening, Ost-Berlin 1965, DNB 450042669 (Überarbeitung der Dissertation Das FrĂŒhwerk Anna Seghers (1926–1932)). 
  • Seghers, Anne. In: Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller. Von den AnfĂ€ngen bis zur Gegenwart. 2., ĂŒberarbeitete Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1974, DNB 760415757, S. 306–310. 
  • Ute Brandes: Anne Seghers (Köpfe des 20. Jahrhunderts). Colloquium Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-7678-0803-X. 
  • Kurt Batt: Anna Seghers. Versuch ĂŒber Entwicklung und Werke. 2. Auflage. Röderberg-Verlag, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-87682-470-2. 
  • Rolf Michaelis: Zum Tode von Anna Seghers: Die Kraft der Schwachen. In: Die Zeit. Nr. 24, 1983 (Online kostenpflichtig mit Z+). 
  • Oskar Neumann: So sehen wir einen Weg. In Erinnerung an Anna Seghers. In: Antifaschismus oder Niederlagen beweisen nichts, als dass wir wenige sind (= Dialektik. Nr. 7). Pahl-Rugenstein Verlag, Köln 1983, ISBN 3-7609-0844-6. 
  • Christa Wolf: Begegnungen mit Anna Seghers. In: Fortgesetzter Versuch. AufsĂ€tze, GesprĂ€che, Essays (= Reclams Universal-Bibliothek. Band 773). 4. Auflage. Reclam Verlag, Leipzig 1985, DNB 860259293. 
  • Christiane Zehl Romero: Anna Seghers. Eine Biographie 1900–1947. Aufbau Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-351-03498-9. 
  • Birgit Schmidt: Wenn die Partei das Volk entdeckt. Anna Seghers, Bodo Uhse, Ludwig Renn u. a. Ein kritischer Beitrag zur Volksfrontideologie und ihrer Literatur. Unrast Verlag, MĂŒnster 2002, ISBN 3-89771-412-4. 
  • Christiane Zehl Romero: Anna Seghers. Eine Biographie 1947–1983. Aufbau Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-351-03497-0. 
  • Walter FĂ€hnders, Helga Karrenbrock (Hrsg.): Autorinnen der Weimarer Republik (= Aisthesis Studienbuch. Nr. 5). Bielefeld 2003, ISBN 3-89528-383-5. 
  • Anita WĂŒnschmann: Anna Seghers. JĂŒdin, Kommunistin, WeltbĂŒrgerin – die große ErzĂ€hlerin des 20. Jahrhunderts. Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-933471-68-0. 
  • Pierre Radvanyi: Jenseits des Stroms. Erinnerungen an meine Mutter A. S. Aufbau Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-351-02593-9. 
  • Anette Horn: Kontroverses Erbe und Innovation. Die Novelle Die Reisebegegnung von Anna Seghers im literaturpolitischen Kontext der DDR der siebziger Jahre. In: BeitrĂ€ge zur Literatur und Literaturwissenschaft des 20. Jahrhunderts. Band 22. Peter Lang, Frankfurt am Main/Berlin/Bern u. a. 2005, ISBN 3-631-54024-8. 
  • Friedrich Albrecht: BemĂŒhungen. Arbeiten zum Werk von Anna Seghers 1965–2004. Peter Lang, Bern 2005, ISBN 3-03910-619-8. 
  • Friedrich Albrecht: Kennst Du Anna Seghers? Das abenteuerliche Leben der Dichterin Anna Seghers (= Bertuchs Weltliteratur fĂŒr junge Leser. Band 6). Bertuch Verlag, Weimar 2007, ISBN 978-3-937601-58-8. 
  • Irina Wittmer: Ausflug der toten BrĂ€ute. Acht fiktive Begegnungen mit Anna Seghers und dem jĂŒdischen Mainz. Selbstverlag, Mainz 2009, ISBN 978-3-00-028847-0. 
  • Bernd-Rainer Barth: Seghers, Anna. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 2. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4 (bundesstiftung-aufarbeitung.de). 
  • Sonja Hilzinger: Seghers, Anna. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 24. Duncker & Humblot, Berlin 2010, ISBN 978-3-428-11205-0, S. 162–164 (deutsche-biographie.de). 
  • Monika Melchert: Heimkehr in ein kaltes Land. Anna Seghers in Berlin 1947 bis 1952. Verlag fĂŒr Berlin-Brandenburg, Berlin 2011, ISBN 978-3-942476-17-1. 
  • Daniel Hoffmann: Post ins Gelobte Land. Eine jĂŒdische ErzĂ€hlung. In: Argonautenschiff. Jahrbuch der Anna-Seghers-Gesellschaft. Heft 22, 2013, ISSN 1430-9211, S. 219–229. 
  • Christiane Zehl Romero: Anna Seghers in Heidelberg. In: Intellektuelle in Heidelberg 1910–1933. Ein Lesebuch. Buchhandlung und Antiquariat Schöbel, Heidelberg 2014, ISBN 978-3-9816366-2-8. 
  • Monika Melchert: Wilde und zarte TrĂ€ume. Anna Seghers Jahre im Pariser Exil 1933–1940. BĂŒbĂŒl Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-946807-24-7. 
  • Monika Melchert: Im Schutz von Adler und Schlange. Anna Seghers im mexikanischen Exil. Quintus-Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-947215-84-3. 
  • Volker Weidermann: Brennendes Licht. Anna Seghers in Mexiko. Aufbau Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-351-03794-9. 
  • Cay Rademacher: Das Buch Ihres Lebens. In: Mare, Nummer 170, Juni 2025, S. 98–102.

Belletristische Darstellung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Robert Cohen: Anna Seghers im Garten von Jorge Amado. Faber & Faber, Leipzig 2021, ISBN 978-3-86730-211-1. 

Weblinks

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commons: Anna Seghers â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Literatur von und ĂŒber Anna Seghers im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Werke von und ĂŒber Anna Seghers in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  • Anna Seghers. In: FemBio. Frauen-Biographieforschung (mit Literaturangaben und Zitaten).
  • Werke von Anna Seghers bei Open Library
  • www.anna-seghers.de mit Bildern
  • Kommentierte Linksammlung der UniversitĂ€tsbibliothek der FU Berlin (Memento vom 11. Oktober 2013 im Internet Archive) (Ulrich Goerdten)
  • Anna Seghers im Exil TextauszĂŒge
  • Walter-A.-Berendsohn-Forschungsstelle fĂŒr deutsche Exilliteratur
  • uni-potsdam.de Wissenschaftliche Biographie der Univ. Potsdam
  • Anna Seghers: Die DDR und ihre Schriftsteller/1974 (PDF; 65 kB)
  • Anna-Seghers-Archiv im Archiv der Akademie der KĂŒnste, Berlin
  • Marcus Patka: Chronik der kulturellen und politischen Veranstaltungen im mexikanischen Exil, organisiert von verschiedenen Organisationen 1937–1949. (Seghers: 47 Listungen)
  • Abendschau – GesprĂ€ch mit der Dichterin Anna Seghers anlĂ€ĂŸlich eines Besuches (Fernsehbeitrag vom 5. Oktober 1965) via ARD Mediathek. Abgerufen am 30. Oktober 2019.
  • Seghers, Anna. Hessische Biografie. (Stand: 4. November 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  • Anna Seghers in der Rheinland-PfĂ€lzischen Personendatenbank
  • Jutta Duhm-Heitzmann: Anna Seghers, Schriftstellerin (Geburtstag 19.11.1900). In: ZeitZeichen auf WDR 5 vom 19. November 2020, ARD Audiothek, abgerufen am 20. Juli 2021.
  • Radfahrer, dein Verhalten Digitalisierte Tarnschrift von Anna Seghers in der Bibliothek des Leo Baeck Instituts

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Geburtsurkunde Netti Reiling / Anna Seghers. In: ancestry.de. ancestry.de, abgerufen am 6. Oktober 2020. 
  2. ↑ Über die 1879 geweihte Synagoge in der Flachsmarktstraße der Israelitischen Religionsgesellschaft in Mainz (Memento vom 27. September 2013 im Internet Archive) von Rabbiner Leo Trepp am 9. November 2004; Webzugriff: 14. August 2011. Die orthodoxe JĂŒdische Gemeinde nannte sich Israelitische Religionsgesellschaft und wurde von Rabbiner Marcus Lehmann gefĂŒhrt. Die Synagoge wurde wĂ€hrend der Novemberpogrome 1938 zerstört.
  3. ↑ Lebensdaten von Anna Seghers. In: aufbauverlag.de. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 28. Juni 2009; abgerufen am 1. Juni 2023. 
  4. ↑ a b c d e f g h i j Annett Gröschner: FrĂŒhe Liebesbriefe Anna Seghers: Übungen in SelbststĂ€ndigkeit. In: taz.de. 22. November 2025, abgerufen am 23. November 2025. 
  5. ↑ Gedenktafel Anna Seghers. Berliner Gedenktafel (Porzellantafel der KPM) am Haus Helmstedter Str. 24, 10717 Berlin, enthĂŒllt am 1.7.1988.
  6. ↑ Decker, S. 288 unten in Salmen, Ausgabe 2008.
  7. ↑ Anna Seghers – Exil in Frankreich. (Memento vom 9. November 2004 im Internet Archive) Studentisches Projekt, Uni Potsdam.
  8. ↑ Ingo Schulze verwies 2025 in einem Essay ĂŒber Anna Seghers’ Karibische Geschichten (Die Hochzeit auf Haiti, WiedereinfĂŒhrung der Sklaverei in Guadeloupe und Das Licht auf dem Galgen) auf deren herausragende QualitĂ€t: „der Stoff, die Historie, die Fabel, die Figuren, die Beschreibungen, der Stil, die Verwobenheit von inhaltlicher und erzĂ€hltechnischer Struktur, die verschiedenen Bezgugs- und Zeitebenen“ seien fĂŒr ihn alle „gleichzeitig außerordentlich“. Dabei weist er darauf hin, dass Seghers „keinen der Orte, an denen sie ihre Antillen-Novellen spielen lĂ€ĂŸt, auf ihrer Flucht selbst gesehen“ hat. Ingo Schulze: Von der Kraft der Namenlosen. Anna Seghers’ „Karibische Geschichten“. In: Sinn und Form, 6/2025, S. 766–780.
  9. ↑ Stephanie Weber, Adrian Djukić, Karin Althaus mit Ara H. Merjian: EinfĂŒhrung. In: Karin Althaus, Adrian Djukić, Ara H. Merjian, Matthias MĂŒhling, Stephanie Weber (Hrsg.): Surrealismus + Antifaschismus. Anthologie. Hatje Cantz, Berlin 2025, ISBN 978-3-7757-5878-9, S. 21. 
  10. ↑ Anna Seghers in Mexiko (Memento vom 27. Juni 2009 im Internet Archive) Leben und Werk im mexikanischen Exil.
  11. ↑ Eine tiefe BeschĂ€mung. In: Der Spiegel. Nr. 30, 2000 (online – Anna Seghers anno 1947, genau drei Wochen nach ihrer Ankunft in Berlin). 
  12. ↑ Anna-Seghers-Straße. In: Straßennamenlexikon des LuisenstĂ€dtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
  13. ↑ Anna Seghers | Walter Arnold | Bildindex der Kunst & Architektur – Bildindex der Kunst & Architektur – Startseite Bildindex. Abgerufen am 8. November 2022. 
  14. ↑ Manfred; Kahane Thonig: Anna Sehgers. 1969, abgerufen am 19. Dezember 2021. 
  15. ↑ „Die Feier“ – Dramenfragment von Anna Seghers entdeckt. Website der Anna-Seghers-Gesellschaft; abgerufen am 16. Dezember 2014.
  16. ↑ Der Kleist-Preis 1928: Anna Seghers. In: Der Tag / Der Wiener Tag, 23. Dezember 1928, S. 9 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/tag
  17. ↑ Anna Seghers: Rede bei der Verleihung des Stalin-Friedenspreises. In: Sinn und Form 3/1952, S. 5–7
  18. ↑ Die ostdeutsche Schriftstellerin Anna Seghers (
). In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 21. November 1970, S. 11, Spalte 2, unten. 
  19. ↑ Akademie der KĂŒnste Berlin
  20. ↑ anna-seghers-os.de
  21. ↑ IGS Anna Seghers
Normdaten (Person): GND: 118612743 (lobid, GND Explorer, OGND, AKS) | LCCN: n50054376 | NDL: 00456024 | VIAF: 51684390 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Seghers, Anna
ALTERNATIVNAMEN RadvĂĄnyi, Netty (wirklicher Name); Reiling, Annette (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 19. November 1900
GEBURTSORT Mainz
STERBEDATUM 1. Juni 1983
STERBEORT Ost-Berlin
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Anna_Seghers&oldid=263357217“
Kategorien:
  • Anna Seghers
  • Autor
  • Pseudonym
  • Literatur (20. Jahrhundert)
  • Literatur (Deutsch)
  • DDR-Literatur
  • Schriftsteller (Berlin)
  • Roman, Epik
  • ErzĂ€hlung
  • Exilliteratur
  • Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus
  • Deutscher Emigrant in Frankreich
  • Deutscher Emigrant in Mexiko
  • Person (Bewegung Freies Deutschland)
  • NS-Opfer
  • TrĂ€ger des Ordens des Roten Banners der Arbeit
  • TrĂ€ger des Nationalpreises der DDR I. Klasse fĂŒr Kunst und Literatur
  • TrĂ€ger des Karl-Marx-Ordens
  • TrĂ€ger des VaterlĂ€ndischen Verdienstordens in Gold
  • TrĂ€ger des Sterns der Völkerfreundschaft
  • TrĂ€ger der Johannes-R.-Becher-Medaille
  • TrĂ€ger des Internationalen Stalin-Friedenspreises
  • EhrenbĂŒrger von Berlin
  • EhrenbĂŒrger von Mainz
  • EhrenbĂŒrger der Johannes Gutenberg-UniversitĂ€t Mainz
  • Ehrendoktor der Friedrich-Schiller-UniversitĂ€t Jena
  • Mitglied des Heinrich-Heine-Klubs
  • Mitglied der Akademie der KĂŒnste (DDR)
  • Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin
  • SED-Mitglied
  • KPD-Mitglied
  • Person des Judentums (Mainz)
  • Deutscher
  • DDR-BĂŒrger
  • Geboren 1900
  • Gestorben 1983
  • Frau

  • indonesia
  • Polski
  • Ű§Ù„ŰčŰ±ŰšÙŠŰ©
  • Deutsch
  • English
  • Español
  • Français
  • Italiano
  • Ù…Ű”Ű±Ù‰
  • Nederlands
  • æ—„æœŹèȘž
  • PortuguĂȘs
  • Sinugboanong Binisaya
  • Svenska
  • ĐŁĐșŃ€Đ°Ń—ĐœŃŃŒĐșа
  • Tiáșżng Việt
  • Winaray
  • äž­æ–‡
  • РуссĐșĐžĐč
Sunting pranala
Pusat Layanan

UNIVERSITAS TEKNOKRAT INDONESIA | ASEAN's Best Private University
Jl. ZA. Pagar Alam No.9 -11, Labuhan Ratu, Kec. Kedaton, Kota Bandar Lampung, Lampung 35132
Phone: (0721) 702022
Email: pmb@teknokrat.ac.id