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Yarkon
Me-Jarkon
Yarkon in Tel Aviv

Yarkon in Tel Aviv

Daten
Lage Israel
Flusssystem Yarkon
Quelle bei der Afekquelle neben Rosch haʿAjin
32° 6′ 23″ N, 34° 55′ 48″ O32.10648333333334.930055555556
Mündung bei Tel Aviv ins Mittelmeer32.10388888888934.7758333333330Koordinaten: 32° 6′ 14″ N, 34° 46′ 33″ O
32° 6′ 14″ N, 34° 46′ 33″ O32.10388888888934.7758333333330
Mündungshöhe 0 m

Länge 28 km
Großstädte Tel Aviv
Mittelstädte Petach Tiqwa, Bnei Braq, Ramat Gan, Ramat Aviv
Pumpenhaus Beit haBeton im Yarkon Nationalpark
Szene am Fluss in den 1940er Jahren

Der Yarkon (hebräisch נַחַל הַיַּרְקוֹן Nachal ha-Jarqōn, deutsch ‚Fluss des Jarqon‘, auch Jarḳōn, in Luthers Schreibung Me-Jarkon, מֵי יַרְקוֹן Mej Jarqōn, Wässer des Grünlichen/Jarkon; Jos 19,46 LUT; arabisch العوجا, DMG Al-ʿŪǧā) ist ein 28 km langer, ganzjährig wasserführender Fluss in Israel, der bei Rosch haʿAjin entspringt und bei Tel Aviv ins Mittelmeer mündet. Er ist der wasserreichste aller Mittelmeer-Küstenflüsse Israels. „Yarkon“ bedeutet auf Hebräisch etwa „der Grünliche“. Sein arabischer Name lautet Al-ʿUja, was „der Mäandernde“ bedeutet. Der Israel National Trail begleitet den Fluss auf seiner gesamten Länge quer durch die Scharonebene.

Oberlauf

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Der Yarkon entspringt nahe Rosch haʿAjin im Jarkon-Afek-Nationalpark, wo Wasserleiter aus den höheren Gegenden des Berglands von Benjamin, nördlicher Teil des Judäischen Gebirges zu Tage treten. Der Jarqon-Afek-Nationalpark ist ein beliebtes Naherholungsziel mit mehreren historischen und archäologischen Sehenswürdigkeiten wie der Festung Antipatris.

Der Yarkon gehört zu den wenigen Flüssen in Israel, die ganzjährig wasserführend sind. „Ganzjährig wasserführend“ kann auch bedeuten, dass im Spätsommer nur noch ein Rinnsal übrig bleibt, was auf den Yarkon aber nicht zutrifft. Der Oberlauf des Flusses hat eine Länge von etwa 7 km und zeichnet sich durch eine hohe Wasserqualität aus.

Mittellauf

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Der Fluss durchquert die Stadtgebiete von Petach Tiqwa, Tel Aviv, Hod haScharon, Ramat haScharon und Beni Braq. Der Flusslauf mäandert stark wegen der gemäßigten Höhendifferenz. Viele Mäander haben die Form des griechischen Buchstabens Omega.

Unterlauf

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Im 4 km langen Unterlauf wird das Wasser des Yarkon zunehmend brackig, da Salzwasser aus dem Mittelmeer eindringt. Der Flussverlauf mäandert weniger als im Mittellauf, an den Ufern ist der Yarkon-Park der Stadt Tel Aviv angelegt.[1] Nördlich des Stadtzentrums, zwischen Tel Aviv und Ramat Aviv, mündet der Yarkon in der Nähe des Kraftwerks Reading ins Levantische Meer, das östliche Drittel des Mittelmeers.

Zuflüsse

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Die Zuflüsse des Yarkon sind, von der Quelle zur Mündung:

  • Rabba (נַחַל רַבָּה Nachal Rabbah) von rechts, viertwichtigster Zufluss
  • Qana (נַחַל קָנָה Nachal Qanah, arabisch وادي قانا Wādī Qānā) von rechts, zweitwichtigster Zufluss
  • Hadar (נַחַל הָדָר Nachal Hadar, deutsch ‚Bach des Zitrus‘) von rechts
  • Schilo (נַחַל שִׁילֹה Nachal Schīloh) von links, drittwichtigster Zufluss
  • Hadarim (נַחַל הֲדָרִים Nachal Hadarīm, deutsch ‚Bach der Prachten‘) von rechts
  • Pardes (נַחַל פַּרְדֵּס Nachal Pardes, deutsch ‚Bach des Zitrushains‘) von rechts
  • Ajjalon (נַחַל אַיָּלוֹן Nachal Ajjalōn, arabisch وادي المصرارة Wādī al-Muṣrārah) von links, wasserreichster Zufluss
  • Achijja (נַחַל אֲחִיָּה Nachal Achijjah, deutsch ‚Bach des Röhrichts‘) von rechts (mündet im Unterlauf verrohrt westlich der Derech Namir H2)

Die Zuflüsse sind allesamt Wadis, also nicht ganzjährig wasserführend.

Wirtschaftliche Bedeutung

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Der Yarkon ist einer der wenigen Flüsse in Israel, die als Wasserstraße genutzt wurden,[2] da er ganzjährig Wasser führt. Mit seiner stark schüttenden Quelle war der Yarkon seit Jahrhunderten ein wichtiger Wasserlieferant für die Landwirtschaft.

Im Osmanischen Reich hatten Plantagenbesitzer, die direkte Yarkon-Anrainer waren, das Recht, eigene Pumpstationen zu bauen und Wasser für ihre Plantagen direkt aus dem Yarkon zu entnehmen. Drei Kilometer von der Quelle stromabwärts errichtete Gedaljahu Wilbuschewitz 1912 das Pumpwerk Beit haBeton (בֵּית הַבֵּטוֹן Bejt haBeṭōn, deutsch ‚Betonhaus‘, englisch Concrete House, erster Stahlbetonbau im Mutesarriflik Jerusalem) für die Firma Palestinah (פָּלֶשְׂתִּינָה; konzessionierte Wasserversorgerin Petach Tiqwahs), das bis in die 1970er Jahre als solches diente.

Am Nordhang der Festung Antipatris errichtete das Public Works Department für die Stadt Jerusalem 1936 ein Wasserwerk an den nahen Quellen des Yarkon,[3] um dort Wasser in eine neue Rohrleitung zur Versorgung der Stadt einzuspeisen. Am 7. Januar 1936 legte Hochkommissar Arthur Grenfell Wauchope dazu den Grundstein. Im Krieg um Israels Unabhängigkeit war die Pumpstation umkämpft zwischen israelischen und den invasorischen irakischen Streitkräften,[4] die die Wasserversorgung der Heiligen Stadt von Mai bis Juli 1948 unterbrachen.[5] Im Jahre 1955 wurde die Rohrleitung zur Wasserversorgung Jerusalems an die Landeswasserleitung angeschlossen.[5]

Wenige hundert Meter nach der Quelle wird der Fluss für ein in den 1950er Jahren errichtetes Wasserfassungswerk aufgestaut und ein Teil des Wassers für die Trinkwasserversorgung entnommen. Obgleich aus Naturschutzgründen ein Mindestabfluss in das Flussbett sichergestellt ist, wurde die zuvor bestehende durchschnittliche Durchflussmenge des Flusses (ca. 200 Kubikmeter/Stunde) durch den Eingriff massiv reduziert.

Flora und Fauna

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Bis Mitte der 1950er Jahre floss im Yarkon sauberes Wasser, das zum Angeln, Schwimmen und zur Erholung geeignet war. Darin gab es viele verschiedene Wasserpflanzen. Zwischen den 1950er und 1980er Jahren verschwanden infolge der wirtschaftlichen Entwicklung der Umgebung des Flusses und seines Einzugsgebiets viele Arten, darunter solche, die einzigartig für die Feuchtgebiete des Yarkon waren. Zudem wurden die Quellen des Yarkon ab 1955 in den Negev umgeleitet. All dies bewirkte starke negative Veränderungen in den natürlichen Ökosystemen des Flusses.[6] Ein großer Teil des Wassers im Fluss bestand seitdem aus Abwasser, was zu einer massiven Umweltverschmutzung führte. Inzwischen wurde der Fluss allmählich rehabilitiert, sodass die Wasserqualität bereits verbessert wurde und die lokale Flora und Fauna den Fluss teils zurückeroberte.

Fische

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Acanthobrama telavivensis
c: der Orientkärpfling Aphanius mento, Syn.: Paraphanius mento
Clarias gariepinus

Im sauberen Abschnitt des Flusses kann man die endemischen Yarkon-Brassen (Acanthobrama telavivensis) finden, die bis zu 12 cm Länge erreichen. Weiter findet man dort den größten Süßwasserfisch Israels, den Scharfzahn-Wels (Clarias gariepinus). Weiter kommen dort bis zu einem Meter Länge erreichende Karpfen (Cypinus carpio), der Europäische Aal (Anguilla angulla) und Pangasius vor. Zudem ist in klarem Wasser der zu den Mittelmeerkärpflingen gehörende Orientkärpling Aphanius mento heimisch. Im salzig-brackigen Abschnitt, also dem unteren Abschnitt des Yarkon gibt es große Mengen an Kirpon-Meeräschen (Mugil cephalus) und Dünnlippigen Meeräschen (Liza ramada), Aalen und Tilapia in der Nähe der Flussufer, falls diese steinige Infrastruktur und Verstecke aufweisen, dazu auch Gambusen (Gambusia affinis). Von den Tilapia kommen dort drei Arten vor: der einheimische Galiläische Tilapia (Sarotherodon galilaeus) und die eingeführten Arten Nil-Tilapia (Oreocromis niloticus) und Rotbauch-Tilapia (Tilapia zillii). Auch sind verschiedene Arten von Wirbellosen, Insekten, Käfern und Würmern zu finden.[7]

Vögel

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Entlang des Flusses leben viele Vogelarten, einige ganzjährig, andere nur im Winter. Zu den auffälligsten ganzjährigen Gattungen und Arten zählen Wasserhühner, Nachtreiher und Eisvögel. Am Yarkon überwintern die Reiherarten Silberreiher, Seidenreiher und Graureiher, sowie Kormorane und verschiedene Arten von Eisvögeln.[7] In der Gegend gibt es auch eine Reihe invasiver Arten, darunter vor allem die Nilgans (Alopochen aegyptiaca) und der Maina (Acridotheres tristis), eine Art aus der Familie der Stare, die Experten zufolge aus dem Safari-Park stammt.[7]

Reptilien

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Afrikanische Weichschildkröte

Die Afrikanische Weichschildkröte (Trionyx triunguis) lebt in allen Teilen des Yarkon, somit auch im salzigen Abschnitt, während Sumpfschildkröten im Süßwasser- und im aufbereiteten Wasserbereich zu finden sind.[7]

Säugetiere

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Rohrkatze (Felis chaus)

Die wichtigsten großen Säugetiere, die entlang des Yarkon leben, sind die Nutrias, die sich von den Pflanzen im Flusswasser und den Ufern ernähren. Der Nufarim-Teich erhielt seinen Namen aufgrund der Tatsache, dass die Nutrias die meisten anderen Unterwasserpflanzen fressen, darunter auch die Blaue Seerose, die einst in diesem Gebiet wuchs, sodass nur noch Gelbe Teichrosen (Nuphar lutea) übrig blieben. In den letzten 30 Jahren gab es im Yarkon-Gebiet einige wenige Sichtungen von Rohrkatzen (Felis chaus), von denen es in ganz Israel ungefähr 600 Individuen gibt. Gelegentlich findet man Stachelschweinstacheln. Zudem kommen Goldschakale (Canis aureus) vor.[7]

Flora

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Blaue Seerose

Vor etwa 24 Jahren wurden entlang des östlichen Abschnitts des Yarkon, von den Rosch-haAjin-Quellen bis etwa 500 Meter westlich der Einmündung des Schilo, Kartierungsarbeiten durchgeführt, die Wasserpflanzen betrafen. Dabei wurde festgestellt, dass bestimmte Arten vollständig verschwunden sind, darunter der Gewöhnliche Wasserhahnenfuß, Yarkon-Schilf (Cyperus corymbosus), die Rohrkolbenart (Sparganium erectum), Gewöhnliche Wasserlinsen, verschiedene Laichkräuter, Riesenschachtelhalm und andere. Die Verbreitung anderer Arten, die sich zuvor über weite Teile des Yarkon erstreckte, reduzierte sich auf dessen östliche Abschnitte. Die Population des Yarkon-Schilfs, das ursprünglich an den Ufern des Yarkon gesammelt wurde, war ausgestorben, wie auch die Blaue Seerose (Nymphaea nauchali), eine Uferbinse (Scirpus), das Großblütige Heusenkraut (Ludwigia stolonifera, ein Synonym von Ludwigia adscendens subsp. diffusa), Najas marina und der Papyrus (Cyperus papyrus), doch sie wurden im östlichen Bereich des Yarkon wieder eingebracht, was bei der Blauen Seerose bis auf den Tilapia-Teich missglückt ist, aktuell (2025) wird versucht, sie im nördlichen Nefarim-Teich anzusiedeln.[6]

Raschut Nachal haJarqon

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Im Jahre 1988 wurden die sieben anliegenden Gebietskörperschaften (Bnei Braq, Drom HaScharon, Hod haScharon, Petach Tiqwa, Ramat Gan, Ramat haScharon und Tel Aviv) und 18 weitere Körperschaften (Wasserversorger, Naturschutzämter, Jarqon-Hochwasserschutz-Verband von 1957 etc.) durch Verordnung[8] auf Basis des Gesetzes über Fluss- und Quellenverbände zur Raschut Nachal haJarqon (רָשׁוּת נַחַל הַיַּרְקוֹן Raschūt Nachal haJarqōn, deutsch ‚Behörde des Flusses Yarkon‘) verbunden. Sie ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, deren 26-köpfiges Leitungsgremium von den Mitgliedern und dem israelischen Ministerium für Umweltschutz besetzt wird, wobei letzteres allein neun Mitglieder auswählt. Den Vorsitz führt qua Amt der Oberbürgermeister von Tel Aviv. Die Raschut Nachal haJarqon dient als Wasserwirtschaftsverband und Organisation zu Natur- und Wasserschutz. Ihre Aufgabe ist, Verschmutzung zu verhindern, den Fluss naturnah zu sanieren, die Wasserqualität zu kontrollieren und zu wahren, Mitarbeiter entsprechend auszubilden und auszurüsten und den Flusslauf für die Naherholung nutzbar zu machen, ohne ihn zu überfordern. Sitz der Behörde ist Tel Aviv.

Einzelnachweise

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  1. ↑ The Yarkon River and Hayarkon Park, abgerufen am 27. Februar 2017 (englisch)
  2. ↑ Bild von Lastenseglern auf dem Yarkon
  3. ↑ Chalid alSalaʿ (خالد السلع), “Majdal Yaba Timeline” (13. Juni 2008), auf: Palestine Remembered; abgerufen am 2. Oktober 2024.
  4. ↑ “Iraq Claims Ras el Ein”, in: The New York Times, 2. Juni 1948, S. 1.
  5. ↑ a b N.N., “ראש העין: ממחנה בריטי לעיר בישראל”, Rosch haʿAjin (Hrsg.), auf: עיריית ראש העין; abgerufen am 2. Oktober 2024.
  6. ↑ a b Vegetation, abgerufen am 12. November 2023 (englisch)
  7. ↑ a b c d e Fish and Aquatic Wildlife, abgerufen am 12. November 2023 (englisch)
  8. ↑ “1988-צו רשות נחל הירקון, תשמ"ח-1988” (Verordnung), auf: Gov.il – All government informationon one website, accessible and online; abgerufen am 2. Oktober 2024.

Weblinks

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Commons: Yarkon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Israel The Yarkon River, abgerufen am 27. Februar 2017 (englisch)
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Yarkon&oldid=261528787“
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