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Dieser Artikel behandelt das Firmenkonsortium. Zur Funkschnittstelle siehe Wireless Local Area Network (WLAN) und zum Standard IEEE 802.11.

Wi-Fi (englisch IPA: [ˈwaɪ̯ˌfaɪ̯], anhörenⓘ/?; auch: WiFi; Wifi) bezeichnet sowohl das Firmenkonsortium Wi-Fi Alliance, das WLAN-Geräte zertifiziert, als auch die zugehörigen Markenbegriffe Wi-Fi 4, 5 und 6. Diese werden oft als Branchenbezeichnung für WLAN-Geräte und -Netzwerke des jeweiligen IEEE 802.11-Standards verwendet.[1] Umgangssprachlich bezeichnet Wi-Fi im Englischen ein drahtloses Netzwerk (WLAN).

WLAN benennt ein Funknetzwerk auf Basis des Standards IEEE 802.11, Wi-Fi benennt ein von der Wi-Fi Alliance zertifiziertes Funknetzwerk auf Basis des Standards IEEE 802.11

Die Wi-Fi Alliance wurde 2016[2] und 2020[3] für ihre Verzögerung und Hemmung der Entwicklung von WLAN nach internationalen Standards kritisiert.

Das ehemalige Logo der Wi-Fi-Handelsmarke
Zwei Wi-Fi-Hinweise an einem US-Motel

Der Name Wi‑Fi

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Seit August 1999 wird der Kunstbegriff Wi‑Fi kommerziell genutzt. Er wurde von der Markenberatungsfirma Interbrand als Wortspiel auf das Wort Hi-Fi erfunden.[4] Die Wi‑Fi‑Allianz hatte diese beauftragt, einen Namen zu kreieren, der „eingängiger als IEEE 802.11b“ ist.[4][5] Die Wi‑Fi‑Allianz benutzte den Werbeslogan englisch „The Standard for Wireless Fidelity“ ‚Der Standard für kabellose Wiedergabetreue‘ kurz nach der Gründung der Marke, verzichtete aber bald auf die ausführliche Version.[4][6]

Interbrand hat auch das Wi‑Fi-Logo entworfen, das die Kompatibilitäts-Zertifizierung eines Produkts kennzeichnet.[6]

Markenbegriff / Zertifizierung

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Zur Zertifizierung von Geräten wurde ursprünglich nur Wi-Fi CERTIFIED benutzt.[7]

Ab Oktober 2018 wurden die zertifizierten Geräte mit Wi-Fi 4, Wi-Fi 5, Wi-Fi 6 bzw. Wi-Fi CERTIFIED 6 und Wi‑Fi 6E benannt, um den Nutzern die Unterscheidung der Generationen zu erleichtern.[8][1]

Ab September 2020 gab es weitere Zertifizierungen für erweiterte Funktionen: Wi-Fi CERTIFIED WPA3, Passpoint, Enhanced Open, Agile Multiband, Optimized Connectivity.[9]

Bezeichnung IEEE Standard Theoretische
Maximale Linkrate
Wi‑Fi 4 802.11n 0072 – 600 Mbit/s[10]
Wi‑Fi 5 802.11ac 433 – 6.933 Mbit/s[10]
Wi‑Fi 6
Wi‑Fi 6E
802.11ax 600 – 9.608 Mbit/s[10]
Wi-Fi 7 802.11be 1.376 – 46.120 Mbit/s
Wi-Fi 8 802.11bn 100.000 Mbit/s[11]
→ Hauptartikel: WLAN → Standards und IEEE 802.11

Firmenkonsortium

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1999 wurde die Organisation ursprünglich unter dem Namen Wireless Ethernet Compatibility Alliance (WECA) gegründet. 2002 benannte sich die WECA um in die Wi‑Fi Alliance.[12]

Die Wi‑Fi‑Allianz zertifiziert Produkte verschiedener Hersteller auf der Basis des IEEE-802.11-Standards, um so den Betrieb unterschiedlicher Geräte miteinander zu gewährleisten (Interoperabilität). Hintergrund war, dass in vielen Produkten der Standard nicht vollständig implementiert bzw. durch proprietäre Erweiterungen aufgeweicht wurde. Dadurch ergaben sich häufig Inkompatibilitäten zwischen Produkten verschiedener Hersteller.

Die Wi‑Fi‑Allianz testet ausgewählte Komponenten nach eigenen Richtlinien.[2] Produkte, die die Prüfung bestehen, erhalten das Wi-Fi-Zertifikat und dürfen damit das Logo „Wi-Fi“ tragen. Allerdings werden lediglich die Produkte der Wi-Fi-Mitglieder getestet. Die Mitglieder müssen zusätzlich zur Mitgliedsgebühr für jede geprüfte Komponente eine Gebühr entrichten. Ein fehlendes Wi-Fi-Logo stellt demzufolge nicht zwingend eine Abweichung vom maßgeblichen IEEE-802.11-Standard dar.

Das Konsortium gab am 31. Oktober 2002 bekannt, mit Wi-Fi Protected Access (WPA) eine Teilmenge des damals zukünftigen IEEE-Standards 802.11i als neue Verschlüsselungstechnik zu etablieren, um noch vor der Verabschiedung des neuen Standards das als unsicher geltende Verschlüsselungsverfahren WEP abzulösen. Nach der Verabschiedung von 802.11i prägte die Wi‑Fi analog dazu den Begriff WPA2.

Die Wi‑Fi‑Allianz umfasst über 300 Unternehmen als Mitglieder. Anbei eine Auswahl der Mitglieder:[13]

  • 3Com
  • Acer
  • Alcatel-Lucent
  • Analog Devices
  • Apple
  • Asus
  • AT&T
  • Broadcom
  • Buffalo
  • Canon
  • Cisco
  • Dell
  • D-Link
  • Freescale Semiconductor
  • FRITZ! (ehem. AVM)
  • Hewlett-Packard
  • HTC Corporation
  • Huawei
  • IBM
  • Intel
  • Lexmark
  • LG Electronics
  • Microchip Technology
  • Microsoft
  • NEC Corporation
  • Netgear
  • Nintendo
  • Nokia
  • NTT
  • Packard Bell
  • Philips
  • Samsung
  • Sony
  • Sony Ericsson
  • T-Mobile USA
  • Toshiba

Kritik

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Die Entwicklung der Standards findet beim IEEE statt. Der Hersteller-Interessenverband Wi-Fi Alliance mit 750 Mitgliedern (2017) hat die Namensrechte für den Begriff Wi-Fi und lizenziert diesen Namen. Er führt auch Zertifizierungen und Kreuztests durch, die aber nur selten zustande kommen und daher die Weiterentwicklung verzögern.[2]

Die Alliance wird für ihre langsamen Prozesse kritisiert und dass viele verabschiedete Standards keine Marktreife oder -geltung erlangen.[2]

Auch die Mitarbeit bei technischen Verbesserungen ist gering. Viel Raum nehmen Patentansprüche und nutzlose Funktionen ein; die Weiterentwicklung von WLAN verläuft insgesamt schleppend.[2]

Einige Mitglieder der Allianz wurden bereits kartellrechtlich auffällig, als sie versuchten, Verbesserungen in den kommenden Standard zu verschieben.[3]

Weblinks

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Commons: Wi-Fi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Wi-Fi-Alliance-Website (englisch, japanisch, chinesisch, koreanisch)

Einzelnachweise

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  1. ↑ a b Wi-Fi CERTIFIED 6 – Wi-Fi 6E extends Wi-Fi CERTIFIED 6 into 6 GHz. In: wi-fi.org. Wi-Fi Alliance, abgerufen am 25. November 2018 (englisch). 
  2. ↑ a b c d e Jennifer Li: Siegelflut – Wie Zertifizierungsprogramme die WLAN-Evolution bremsen. In: c’t. Nr. 1, 2017, S. 110 (heise.de [abgerufen am 14. Oktober 2020]). 
  3. ↑ a b Jennifer Li: Neue WLANs: Wie das IEEE die Basis für Wi-Fi 7 und Wi-Fi 8 legt. In: c't. 9. März 2022; abgerufen am 8. April 2022: „802.11be soll bis zu 30 Gbit/s übertragen“ 
  4. ↑ a b c Cory Doctorow: WiFi isn't short for "Wireless Fidelity". In: boingboing.net. 8. November 2005, abgerufen am 10. Juni 2016 (englisch). 
  5. ↑ Naomi Graychase: “Wireless Fidelity” Debunked. 27. April 2007, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. September 2007; abgerufen am 25. Juni 2018 (englisch). 
  6. ↑ a b Securing Wi-Fi Wireless Networks with Today’s Technologies. (PDF) In: netsense.info. Wi-Fi Alliance, 6. Februar 2003, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. April 2021; abgerufen am 25. Mai 2018 (englisch). 
  7. ↑ Certification. In: wi-fi.org. Wi-Fi Alliance, abgerufen am 30. November 2020 (englisch). 
  8. ↑ Wi-Fi Alliance® introduces Wi-Fi 6. New generational approach enables users to easily differentiate between Wi-Fi® technologies. In: wi-fi.org. Wi-Fi Alliance, 3. Oktober 2018, abgerufen am 14. Oktober 2020 (englisch). 
  9. ↑ Wi-Fi CERTIFIED Vantage™ adds support for latest Wi-Fi® advancements. In: wi-fi.org. Wi-Fi Alliance, 29. September 2020, abgerufen am 30. November 2020 (englisch). 
  10. ↑ a b c Ernst Ahlers: WLAN-Generationen. In: c’t. Nr. 2, 2019, S. 134 (heise.de [abgerufen am 7. Januar 2019]). 
  11. ↑ What is Wi-Fi 8? - everything RF. In: everythingRF. 25. März 2024, abgerufen am 2. Juni 2024 (englisch). 
  12. ↑ Eric Griffith: WECA becomes Wi-Fi Alliance. In: internetnews.com. 2. Oktober 2002, abgerufen am 7. November 2013 (englisch). 
  13. ↑ Membership – Member Companies. In: wi-fi.org. Wi-Fi Alliance, abgerufen am 24. Mai 2022 (englisch). 
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