| Think | |
|---|---|
Think City
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| City | |
| Produktionszeitraum | 2007â2011 |
| Klasse | Kleinstwagen |
| Karosserieversionen | Kombilimousine |
| Motoren | Elektromotor: 30 kW |
| LĂ€nge | 3120 mm |
| Breite | 1604 mm |
| Höhe | 1548 mm |
| Radstand | 1970 mm |
| Leergewicht | 1113 kg
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| VorgÀngermodell | A266 |

Der Think City ist ein Elektroauto-Modell vom norwegischen Unternehmen Think Global, das von 2007 bis 2011 hergestellt wurde.
Geschichte des Unternehmens
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pivco Industries und Aufkauf durch Ford
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ford hatte 1999 die Aktienmehrheit des kleinen norwegischen Fahrzeugherstellers Pivco Industries erworben und das Unternehmen in Think Nordic AS umbenannt, um dessen Elektroauto-Entwicklung in Gestalt des seinerzeit aktuellen Modells PIV 4 â unter dem neuen Namen Think City (A266) â mit in das eigene Portfolio aufnehmen zu können. Hintergrund war eine gesetzliche Verordnung des California Air Resources Board, einer Umweltbehörde in Kalifornien (USA), welche der Automobilindustrie auferlegte, in stufenweiser Anhebung bis zum Jahre 2005 mindestens 10 % ihrer Fahrzeuge ohne EmissionsausstoĂ zu produzieren.[1] Gegen diese Verordnung wurde 2001 eine juristische Klage angestrengt.
Nachdem die Umsetzung dieser Verordnung durch einen Beschluss des Gerichts des Bundesstaates Kalifornien im Juni 2002 untersagt worden ist,[2] wurde das entstandene Tochterunternehmen Think Nordic AS, das von Ford noch zusĂ€tzlich mit den GeschĂ€ftssparten Think Technology und Think Mobility flankiert worden war, in Gestalt der Think Group im Februar 2003 wieder verkauft, obwohl noch kurz zuvor die komplette ProduktionsstĂ€tte auf das Nachfolgemodell (A306) umgerĂŒstet worden war. Als BegrĂŒndung fĂŒr den Verkauf gab Ford an, der Verkauf der Think-City-Elektroautos hĂ€tte sich als nicht so erfolgreich herausgestellt, wie die Verantwortlichen sich dies erhofft hĂ€tten, und umweltfreundliche Alternativen wie das Hybridauto seien inzwischen zur Marktreife entwickelt worden. AuĂerdem hĂ€tte man sich mehr politische Initiative erhofft, welche den Markt fĂŒr Elektroautos unterstĂŒtzt. In den zweieinhalb Jahren (vom November 1999 bis MĂ€rz 2002) hat Ford 1005 Fahrzeuge vom Typ A266 produziert, die in 14 LĂ€nder verkauft wurden. Die Verkaufszahlen waren, aus der Sicht eines Automobil-GroĂkonzerns â wie Ford â betrachtet, nicht so befriedigend, dass man nach Ănderung der juristischen Reallage in Kalifornien noch so ohne Weiteres bereit gewesen wĂ€re, sich im Marktsegment der Elektroautos weiter zu engagieren.
Stopp des Elektroautoprogramms durch Ford und Verkauf an KamKorp
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Obwohl es z. B. in den USA noch lange Wartelisten fĂŒr potentielle KĂ€ufer gab, sollten 440 StĂŒck davon â bei denen der Leasingvertrag mit Ford ausgelaufen war â der Verschrottung zum Opfer fallen.[3] Erst einige interessierte KĂ€ufer und nicht zuletzt Greenpeace haben den 440 Autos dazu verholfen, dass sie weiterhin im Einsatz sind.
Durch die Beendigung der Produktion des Think City seitens Ford im August 2002 war die Zukunft von Think Nordic lange Zeit ungewiss und eine Weiterentwicklung oder gar erneute Massenproduktion sehr unwahrscheinlich.
Erst nachdem im Februar 2003 KamKorp Microelectronics Inc (Schweiz) die Firma aufgekauft hatte, ging es wieder vorwĂ€rts. Bereits ein Jahr spĂ€ter, im MĂ€rz 2004, wurde der gemeinsam entwickelte Prototyp des Think Public der Ăffentlichkeit vorgestellt.
Wirtschaftliche Schieflage, Neuausrichtung und Sanierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das GeschĂ€ftskonzept fĂŒr den Microbus Think Public sah vor, dass dieser von Kunden zum Zwecke des innerstĂ€dtischen Verkehrs gemietet werden sollte. Doch haperte es an der Umsetzung. Dadurch geriet das Unternehmen Ende 2005 / Anfang 2006 in eine wirtschaftliche Schieflage (Konkurs ungefĂ€hr im Februar 2006). In der Folge wurde Ende MĂ€rz 2006 Think Nordic an die norwegische Investorengruppe InSpire verkauft, die das Unternehmen in Think Global umbenannte und ihm, abgesehen von der Sanierung, eine andere Ausrichtung und Produktpolitik verordnete: ihr erklĂ€rtes Ziel war es, Think Global zu einem reinen Elektrofahrzeughersteller zu machen, welcher eine Anzahl an Modellen in Gestalt einer Produktpalette am Markt bereithĂ€lt, die unterschiedlichen NutzerbedĂŒrfnissen gerecht wird.
Ab November 2007 produzierte Think Global AS ein verbessertes Modell des Think City, das zusĂ€tzlich mit ABS, Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern, Airbags, Servolenkung und einem Sonnendach ausgestattet wurde. Wegweisend war jedoch die Ausstattung mit einer optionalen Telematikeinheit (RAC â Remote Access Control), wodurch das Auto ab Werk als Carsharingfahrzeug eingesetzt werden konnte. Autos mit dieser Option haben einen Knopf mit der Beschriftung "Assist" in der Mittelkonsole. DrĂŒckte man diesen Knopf lĂ€nger, wurde man mit einem Callcenter verbunden, Ă€hnlich wie es GM Onstar oder andere Anbieter auch anbieten.
Im MÀrz 2008 gelang Think Global eine Vereinbarung zur Kooperation mit dem Lithium-Ionen-Akkuhersteller und General-Electric-Tochterunternehmen A123 Systems. General Electric investierte zusÀtzlich vier Millionen US-Dollar in Think Global und weitere 20 Millionen US-Dollar in A123 Systems, um bei dem Tochterunternehmen die ProduktionskapazitÀt aufzustocken und dieses so in die Lage zu versetzen, die benötigten Lithium-Ionen-Akkus an Think liefern zu können.
Entgegen dem Geiste der Abmachung vom MĂ€rz testete dennoch Think Global im Juni des gleichen Jahres erfolgreich drei Lithium-Ionen-Akkupacks der Firma EnerDel â eines Konkurrenten von A123 Systems â an Versuchsfahrzeugen in der NĂ€he von Indianapolis, an einem vorgeplanten Produktionsstandort von Think.[4]
Trotz der sichtbaren Fortschritte, die das Unternehmen machte, verbunden mit dem Ziel, die StĂŒckzahl weit ĂŒber 2500 pro Jahr zu steigern, geriet Think Global Mitte Dezember 2008 in einen finanziellen Engpass, sodass Think-Chef Richard Canny mitteilte, das Unternehmen benötige fĂŒr seine kurzfristigen Finanzoperationen dringend umgerechnet zwischen 14,5 und 29 Millionen US-Dollar an KreditbĂŒrgschaften von der norwegischen Regierung, andernfalls mĂŒsse die Produktion angehalten und erst im Folgejahr fortgefĂŒhrt und bis zu 70 Prozent der Belegschaft entlassen werden. Es galt, Kreditlinien, welche von den Banken bewilligt werden mussten, abzusichern.[5] Ein Intervenieren durch Charles Gassenheimer, dem Chef des Akkulieferanten EnerDel, sorgte im Januar 2009 fĂŒr die GewĂ€hrung einer KreditbĂŒrgschaft in Höhe von 40 Millionen Norwegischen Kronen (5,69 Millionen US-Dollar), sodass die Kurzfrist-LiquiditĂ€t gewĂ€hrleistet blieb.
Ende August 2009 konnte schlieĂlich eine Rekapitalisierung des Unternehmens durch bestehende und neue Investoren gemeldet werden: danach stieg der US-Akkuhersteller Ener1 (Fort Lauderdale, Florida), Mutterkonzern von EnerDel, mit 31 Prozent Anteil bei Think Global ein; ferner traten RockPort Capital Partners (Boston, Massachusetts), Element Partners (Philadelphia) und Kleiner Perkins (Palo Alto, Kalifornien) hinzu, des Weiteren Valmet Automotive mit Sitz in Finnland sowie Investinor, ein von der norwegischen Regierung gestĂŒtzter Investment-Fonds. FĂŒr die Minderheitsbeteiligung von Valmet Automotive an Think Global und die vereinbarte technische Zusammenarbeit beider Unternehmen erhielt Valmet die Erlaubnis, den Think City in Finnland bauen zu dĂŒrfen. Doch nicht nur das: mit diesem Schritt ging die Auslagerung der in Norwegen ansĂ€ssigen Fahrzeugmontage nach Finnland einher. TatsĂ€chlich ist die Produktion der Fahrzeuge des Think City im Dezember 2009 dann bei Valmet in Uusikaupunki/Finnland gestartet.
FĂŒr den Einstieg von Ener1 bei Think Global erhielt EnerDel im Gegenzug lĂ€ngerfristige Exklusivrechte fĂŒr die Belieferung von Think mit Akkus zur BestĂŒckung von dessen seinerzeitigen und bevorstehenden Modellen.[6] Diese Exklusivrechte betrafen wohl nur die Fahrzeuge, welche Think Global in den USA zu produzieren gedachte, denn Think hat zu einem spĂ€teren Zeitpunkt, nĂ€mlich am 25. Januar 2010, bekanntgegeben, dass EnerDel von da an fĂŒr die Belieferung sĂ€mtlicher in den USA und 60 Prozent der in Europa produzierten Fahrzeuge mit Akkus beauftragt sein wĂŒrde.[7] Dies bedeutet, dass A123 Systems Think Global mit einem Teil der restlichen 40 Prozent der Akkus fĂŒr Fahrzeuge in Europa beliefert und somit die Beziehung zwischen Think Global und A123 Systems nicht einfach aufgelöst, sondern vereinbarungsgemÀà weitergefĂŒhrt worden ist, da A123 Systems und EnerDel auch schon vorher Think Global mit Akkus beliefert haben und dementsprechend eine gewisse KontinuitĂ€t in den GeschĂ€ftsbeziehungen der drei Firmen untereinander bestanden hat.
Im Jahr 2010 wurde von Think Global in Elkhart im US-Bundesstaat Indiana ein neues Fahrzeugwerk eröffnet.[8] Die ersten Fahrzeuge aus der dortigen Produktion sind Mitte Dezember 2010 ausgeliefert worden.
Im MĂ€rz 2011 hat Valmet Automotive seine Produktion des Think City EV in Finnland bis auf Weiteres ausgesetzt. Auch von Think in Norwegen wurde angedeutet, dass die Nachfrage am Modell City zu Jahresbeginn Ă€uĂerst verhalten war. Dies hat Think Global erneut in finanzielle Nöte gebracht, da mit einer solchen Entscheidung die gesamte europĂ€ische Produktion von Think Global faktisch zum Erliegen kam.[9]
Im Mai 2011 hat Ener1 sein millionenschweres Investment in den kriselnden norwegischen Elektroautohersteller Think Global abgeschrieben und alle Anteile an der Think Holding zurĂŒckgegeben.[10]
Insolvenz und anschlieĂende Ăbernahme durch den russischen Investor Zingarewitsch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 22. Juni 2011 hat ein TreuhĂ€nder der norwegischen Insolvenzverwaltungsgesellschaft Thommessen die Kontrolle ĂŒber Think Global AS ĂŒbernommen,[11] nachdem das Unternehmen Konkurs anmelden musste.[12] Die norwegische Finanz- und Wirtschaftszeitung Dagens NĂŠringsliv hat in ihrer Ausgabe vom 19. Juli 2011 berichtet, dass der norwegische Autobauer Think Global AS an den russischen GeschĂ€ftsmann Boris Zingarewitsch verkauft worden ist.[13] Die Entscheidung darĂŒber war gefallen, nachdem ein vom Gericht beauftragter TreuhĂ€nder Zingarewitsch zum Gewinner der Bieterrunde gekĂŒrt hatte.[14] Zingarewitsch lenkt seine Investment-Operationen vom russischen Sankt Petersburg aus[15] und ist auch Anteilseigner des Batterielieferanten Ener1.[16][17] Die Verbindlichkeiten von Think Global AS an Ener1 sollen sich zuletzt auf etwa 450 bis 500 Mio. Norwegische Kronen belaufen haben. Die geschĂ€ftlichen Transaktionen sind wohl bis zum 20. Juli 2011 abgeschlossen worden.[17] Die Bereiche Think Nordamerika und Think Vereinigtes Königreich waren in dem GeschĂ€ft mit inbegriffen.[16] Zingarewitsch hatte mit Ener1 und Valmet Automotive ein "Memorandum of Understanding" vereinbart, wonach jener mit den beiden Unternehmen kooperiert, um den norwegischen Autobauer Think wieder flott zu bekommen.[18] Am 26. Januar 2012 wurde der Batterielieferant von Think Global, Ener1, insolvent. Das Unternehmen ĂŒberlebte zwar die Insolvenz, doch wurde es einer einschneidenden Umstrukturierung unterzogen: der Aktienhandel mit Ener1-Aktien an der New Yorker Börse wurde Ende MĂ€rz 2012 eingestellt, als das Unternehmen von einem Aktien- in ein Privatunternehmen umgewandelt wurde. Wer zum Zeitpunkt der Insolvenz noch Aktien von Ener1 besaĂ, der bekam pro StĂŒck 0,03 US-Dollar, d. h. so gut wie nichts.[19] Mit Private-Equity-Geldern der Z1 Investment Group von Zingarewitsch (mit Sitz in Moskau) wurde der Firmenbesitz von Ener1 aufgekauft.[20] Mit diesem Vorgehen hat Zingarewitsch die volle Kontrolle ĂŒber Ener1 bekommen; das Unternehmen ist nun in der Hand der Z1 Investment Group, die dieser mehr oder weniger kontrolliert.
Im Fahrzeugwerk in Elkhart wurde die Produktion mehr oder weniger eingestellt[21]; die von der Produktion verbliebenen Rohkarossen wurden von zwei Monteuren nach dem Abbrechen der Fahrzeugproduktion endmontiert.[21]
Was aus Think Globals AktivitÀten in Norwegen und in Finnland werden wird, ist unklar. Nach Angaben der Z1 Investment Group arbeitet Think an einem E-Bike.[20]
Modellgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Modell A266 Ford Think (11. November 1999 bis 22. MĂ€rz 2002)
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Der Zweisitzer wird von 19 wassergekĂŒhlten Nickel-Cadmium-Akkus mit Strom versorgt und erreicht bei einer Reichweite von ca. 85 Kilometern eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Der Ford Think wiegt ca. 940 kg. Der Unterbau ist aus Stahl, wĂ€hrend die Karosserie aus Thermoplast besteht.
Nach ca. 5 Stunden an einer 230-Volt-Steckdose sind die Akkus zu 80 % aufgeladen, vollgeladen sind sie nach ca. 8 Stunden.
Ford hat die Produktion dieses Fahrzeugmodells eingestellt.
Modell A306
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Kleinstwagen Think City ist als Stadtfahrzeug konzipiert. Es handelt sich regulĂ€r um einen Zweisitzer, im Kofferraum kann jedoch eine zusĂ€tzliche Sitzbank fĂŒr Kinder eingebaut werden. Das Modell ist mit Antiblockiersystem (ABS), elektrischen Fensterhebern, elektrischen AuĂenspiegeln, Zentralverriegelung ausgestattet, ab Modelljahr 2011 auch mit Klimaanlage und Fahrdynamikregelung (ESP).
Zur Realisierung des Antriebs wurde bis August 2010 ein 30-kW-Elektromotor mit 90 Nm, Dauerleistung 17 kW, Spannung: 188â407 V, Strom: 0â100 A eingesetzt.

Mit einer maximalen Reichweite von 160 km (ca. 125 km bei 100 km/h, der Höchstgeschwindigkeit) ĂŒbertrifft es Elektrofahrzeuge frĂŒherer Bauweise um etwa das Doppelte. Dabei kommt ein Natrium-Nickelchlorid-Akku zum Einsatz, auch Zebra-Batterie genannt. Diese besitzt eine Arbeitstemperatur von 270° Celsius und hat eine Energiedichte von ca. 94 Wh/kg-120 Wh/kg in der Praxis. (Theoretisch wĂ€ren bis zu 150 Wh/kg möglich.)
Kritiker zweifelten an der Haltbarkeit der Zebra-Batterie, obwohl dieser Akkutyp seit Jahren weiterentwickelt wurde und u. a. auch in militĂ€rischen Anwendungen (Torpedos, U-Booten) zum Einsatz kommt. Das Preismodell des Think City ging ursprĂŒnglich darauf ein, indem das Fahrzeug verkauft, der Akkumulator jedoch vermietet werden sollte. So wĂ€re das Risiko beim Hersteller geblieben. Der Hersteller scheint sich jedoch seiner Sache sicher, denn ihre EinsatzfĂ€higkeit wurde bereits in hohem MaĂe nachgewiesen. Dr. Cord-Henrich Dustmann, ehemaliger Leiter der Zebra-AktivitĂ€ten bei MES-DEA, berichtet in einem Vortrag im Juni 2004 hinsichtlich der Lebensdauer einer Testbatterie, dass ein Akku bereits seit elf Jahren im Betrieb sei und ĂŒber 3000 Ladezyklen durchlaufen habe. MES-DEA gibt eine Garantie von 5 Jahren auf Zebra-Traktionsbatterie im Think City, ab Baujahr 2010. Bei diesen Fahrzeugen wurde per Software die entnehmbare KapazitĂ€t verringert, so dass die Reichweite von 180 auf 160 km verringert wurde. Eine Verbreitung in gröĂerem MaĂstab gelang jedoch noch nicht, da der Akkutyp nahezu unbekannt ist, obwohl er ursprĂŒnglich in der A-Klasse von Mercedes eingesetzt werden sollte. Die Zebra-Traktionsbatterie war von AEG, einer damaligen Daimler-Tochter, entwickelt worden.[22] Im August 2010 fuhren fĂŒnf Think City mit ZEBRA-Batterie bei der e-Miglia 2010, der ersten internationalen Elektroautorallye ĂŒber die Alpen mit und konnten damit viele Zweifler ĂŒberzeugen.
SpĂ€ter wurde von der Firma Think Global AS als Alternative zur Zebra-Traktionsbatterie auch eine Lithium-Ionen-Traktionsbatterie mit gleicher Reichweite aber kleineren Abmessungen angeboten, da diese Traktionsbatterieart eine etwas höhere Energiedichte aufweist und nicht stĂ€ndig beheizt werden muss. Allerdings sind Lithium-Ionen-Akkumulatoren in ihrem Leistungsverhalten temperaturabhĂ€ngig, was bei kalten Umgebungstemperaturen (im Vergleich zu normalen oder warmen Temperaturen) zu EinbuĂen bei der Reichweite fĂŒhren kann.
Die Bosch-Servicebetriebe in Deutschland, Ăsterreich und der Schweiz sind ins ServicegeschĂ€ft fĂŒr Elektrofahrzeuge eingestiegen. FĂŒr Think-City-Elektrofahrzeuge fĂŒhrt Bosch-Car-Service (BCS) im Auftrag des Importeurs und Elektroauto-Car-Sharing-Anbieters Move About (Bremen) kĂŒnftig alle Wartungs- und Reparaturarbeiten durch, teilte Bosch im Dezember 2010 mit.
In der Schweiz sind ausgewÀhlte Bosch-Car-Service Betriebe Servicepartner des Importeurs M-Way und bieten so ein flÀchendeckendes Servicenetz.
Die SteuergerĂ€te des Think City wurden in die elektronischen Diagnosesysteme fĂŒr WerkstĂ€tten aufgenommen, so dass nun ein flĂ€chendeckendes Werkstattnetz fĂŒr das Elektroauto verfĂŒgbar ist. Diese Zusammenarbeit zwischen Move About und Bosch entstand in den deutschen ElektromobilitĂ€tsprojekten des deutschen Konjunkturpakets II, da der Think City in mehreren Modellregionen (Bundesministerium fĂŒr Digitales und Verkehr) und Modellprojekten (Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Klimaschutz) eingesetzt wird.
| Technische Details | |
|---|---|
| Höchstgeschwindigkeit | 100 km/h |
| Reichweite | 180 km |
| Ladezeit | 10 Stunden |
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Michael Eimstad: Das elektrische Stadtauto Think City. In: BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen (Hrsg.): FĂ€hrt das Auto der Zukunft elektrisch? Dokumentation der Konferenz vom 28. April 2008 in Berlin, Reader 16/216, S. 22â26. online (PDF; 417 kB)
- VDI Nachrichten: Bosch-Servicebetriebe in Deutschland rĂŒsten sich fĂŒr Elektrofahrzeuge. In: VDI nachrichten. DĂŒsseldorf, 10. Dezember 2010.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ElectricAid.org: Review of the Think City electric car (englisch) Testvideo mit Wintereinsatz
- MES-DEA: Divisione Energie Alternative, Pressemitteilung zur Zebra-Batterie (PDF; 59 kB)
- Move About: GröĂter THINK Kunde / Move About Skandinavien (englisch)
- Move About: Elektroauto CarSharing Move About (deutsch)
- mWay: THINK-VerkÀufer in der Schweiz / M-way (deutsch)
- e-miglia: Elektroauto-Rallye ĂŒber die Alpen (deutsch / englisch)
- Blog City PDX: An unofficial resource for owners of Think City electric vehicles in the Pacific Northwest and around the world. (englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â L. Wells Bedsworth, M. R. Taylor: Learning from Californiaâs Zero Emission Vehicle Program. California Economic Policy Bd. 3, H. 4 (September 2007), S. 5, linke Spalte (in englischer Sprache) (PDF; 553 kB)
- â Battery electric vehicles California Energy Commission, Consumer Energy Center, (in englischer Sprache)
- â Nina Berglund: Ford blasted for crushing 'Think' cars Aftenposten, 24. August 2004 (in englischer Sprache)
- â Daniel Englander: TH!NK tests battery, but whereâs A123? greentechmedia-Internetportal, 10. Juni 2008 (in englischer Sprache)
- â Electric carmaker suddenly in trouble New York Times â Wheels Blog, 17. Dezember 2008 (in englischer Sprache)
- â David Herron: The dance between Fisker, Think, Enerdel, and A123Systems examiner.com-Internetportal, 18. Januar 2010 (in englischer Sprache)
- â Candace Lombardi: Think City EV promises 80 percent charge in 15 min. cnet News, 27. Januar 2010 (in englischer Sprache)
- â Viknesh Vijayenthiran: Think electric minicar begins production in Indiana Fox News, 16. Dezember 2010 (in englischer Sprache)
- â Eric Loveday: Report: Think facing financial diffuclties; Valmet halts production of City EV AutoblogGreen-Internetportal, 15. April 2011 (in englischer Sprache)
- â Eric Rosenbaum: Green Energy Losers: Ener1 Posts Wide Loss www.thestreet.com-Internetportal, 11. Mai 2011 (in englischer Sprache)
- â Douglas A. Bolduc: Norwegian EV maker Think files for bankruptcy Automotive News Europe online, 22. Juni 2011 (in englischer Sprache)
- â Marc Kudling: Think steht erneut vor der Pleite und meldet Insolvenz an ( des vom 27. Juni 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. wattgehtab-Internetportal, 23. Juni 2011
- â Agnete M. Klevstrand, Marte Iren Kristiansen: Think blir russisk ( des vom 25. Juli 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Dagens NĂŠringsliv online, 19. Juli 2011 (in norwegischer Sprache)
- â Jeremy Heighway: Elektroautobauer THINKâą drĂŒckt auf Reset fĂŒr Neuanfang durch russischen Investor ( des vom 23. August 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. www.wattgehtab.com-Internetportal, 26. Juli 2011
- â Michelle Koueiter: Car News: Russian tech entrepreneur buys EV maker Think Autoweek online, 25. Juli 2011 (in englischer Sprache)
- â a b Boris Zingarevich Buys THINK Global electriccarsreport.com-Internetportal, 25. Juli 2011 (in englischer Sprache)
- â a b Thomas WitsĂž-BjĂžlmer: Boris har overtatt Think: Think er blitt â hold deg fast â russisk! www.na24.no-Internetportal, 19. Juli 2011 (in norwegischer Sprache)
- â Electric Vehicle Maker THINKâą Resets for a New Start (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. www.abc12.com-Internetportal, 25. Juli 2011 (in englischer Sprache)
- â Zingarevich to spend over $50 mln saving Ener1 from bankruptcy. Interfax online, 6. MĂ€rz 2012 (englisch)
- â a b Kathleen McLaughlin: Russian investor gives Ener1 fresh start. Indianapolis Business Journal online, 7. April 2012 (englisch)
- â a b Julie Wernau: Focus: Tech bet sours for Elkhart, Ind., as electric carmaker Think, battery firm Ener1 fall into bankruptcy. Chicago Tribune online, 1. Februar 2012 (englisch)
- â Daimler-Benz, Dezember 1997: The A-Class Electric Vehicle, Powered by ZEBRA Battery System (PDF; 3,6 MB), aufgerufen 22. Oktober 2013
- Tod Woody: Have you driven a Fjord lately? CNN Money, July 31 2007
- Gregor Honsel: iPod auf RĂ€dern, Technology Review, Heft 12/2007, S. 36â41

