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Dieser Artikel behandelt die Filmvertonung. Zur ersten Soundtrack-Veröffentlichung der Seifenoper Hand aufs Herz siehe Der Soundtrack.

Der Begriff Soundtrack (englisch) bezeichnet ursprünglich den auditiven Bestandteil eines Films, Computerspiels, einer Fernseh- beziehungsweise Hörfunksendung oder anderer audiovisueller Medien und umfasst dabei alle akustischen Elemente wie Dialoge, Geräusche und Musik.[1] Im engeren Sprachgebrauch wird darunter häufig nur die einem audiovisuellen Werk unterlegte Musik verstanden, insbesondere in Form von veröffentlichten Soundtrack-Alben.

Soundtracks können sowohl eigens für ein Werk komponierte Musik als auch bereits existierende Werke („präexistente Musik“) umfassen.[2] Häufig werden sie losgelöst von ihren jeweiligen Werken veröffentlicht (zum Beispiel als Schallplatte, Audio-CD, Audiodatei oder Album auf Musikstreaming-Plattformen).

Die Abkürzung OST oder O.S.T. (Original Soundtrack) bezeichnet in der Regel die Musik von der originalen Tonspur im Unterschied zu späteren Neueinspielungen oder Bearbeitungen.

Auch Musik für andere audiovisuelle Kontexte wie Computerspiele, Serien oder multimediale Ausstellungen kann als Soundtrack bezeichnet werden.

Begriffsverwendung und Abgrenzung

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Der Begriff Soundtrack wird in unterschiedlichen Kontexten verschieden verwendet: Technisch bezeichnet er die gesamte Tonspur eines audiovisuellen Mediums einschließlich Dialog, Geräuschen und Musik; im allgemeinen Sprachgebrauch wird er häufig auf die Filmmusik oder ein entsprechendes Soundtrack-Album reduziert.

In der filmwissenschaftlichen Terminologie wird der Soundtrack häufig von verwandten Begriffen wie Score und Source Music abgegrenzt. Während der Score in der Regel die für ein audiovisuelles Werk komponierte Musik bezeichnet, schließt der Soundtrack neben der Musik auch die anderen auditiven Bestandteile wie Dialoge, Geräusche und präexistente Musik ein.[3] Die sogenannte Source Music (diegetische Musik) ist Teil der filmischen Handlung, während der nondiegetische Score nicht aus ihr hervorgeht und sich primär an das Publikum richtet.[4]

In der Forschung wird zudem zwischen komponierter und präexistenter Musik unterschieden, also Musik, die nicht eigens für das Medium geschaffen wurde, sondern bereits vorher existierte.[2] Die Abgrenzung dieser Kategorien ist jedoch nicht immer eindeutig: Übergänge zwischen Score, Source Music und Sounddesign sowie zwischen Musik und Geräusch können fließend sein, insbesondere in modernen audiovisuellen Produktionen.[5] Der Soundtrack gilt dabei als integraler Bestandteil der audiovisuellen Gestaltung und trägt wesentlich zur Atmosphäre und Wirkung eines Films bei.[6]

Soundtrack und Soundtrack-Album

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Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Soundtrack häufig mit einem Soundtrack-Album gleichgesetzt. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung musikalischer Stücke aus einem Film oder anderen Medium, die als eigenständige Veröffentlichung vertrieben wird – etwa als Soundtrack-CD oder in digitaler Form.

Diese Alben enthalten in der Regel eine Auswahl der im Werk verwendeten Musik, meist ohne Dialoge und Geräusche, und können gegenüber der ursprünglichen Tonspur bearbeitet oder neu arrangiert sein.[1]

Siehe auch

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  • Liste der Soundtrackalben, die Platz eins der deutschen Charts erreichten

Literatur

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  • Claudia Bullerjahn: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. Wißner, Augsburg 2001, ISBN 978-3-89639-818-5.
  • Hansjörg Kohli: Akteure und Einflussfaktoren bei der Realisierung von Filmmusik. Beobachtungen zur aktuellen Arbeitspraxis. In: Frank Hentschel, Peter Moormann (Hrsg.): Filmmusik. Ein alternatives Kompendium. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2018, S. 15–32, ISBN 978-3-658-11237-0.
  • Alexander Lederer: Die Narrativität der Musik im Film. Audiovisuelles Erzählen als performatives Ereignis. transcript, Bielefeld 2022, ISBN 978-3-8376-6392-1.
  • Jörg U. Lensing: Sound-Design. Sound-Montage. Soundtrack-Komposition. Über die Gestaltung von Filmton. 2. Auflage, Schiele & Schön, Berlin 2009, ISBN 978-3-7949-0793-9.
  • Gernot Preusser: Romantik in der Filmmusik zwischen 2010 und 2019. Fiktive Welten im Spannungsfeld von Mythos, Utopie und Leitmotivik. De Gruyter, Berlin 2026, ISBN 978-3-11-914429-2.
  • Pascal Rudolph: Präexistente Musik im Film. Klangwelten im Kino des Lars von Trier. Richard Boorberg, München 2022, ISBN 978-3-96707-757-5.

Weblinks

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Commons: Soundtrack – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Soundtrack – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • Literatur von und über Soundtrack im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Einzelnachweise

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  1. ↑ a b Hansjörg Kohli: Akteure und Einflussfaktoren bei der Realisierung von Filmmusik. Beobachtungen zur aktuellen Arbeitspraxis. In: Frank Hentschel, Peter Moormann (Hrsg.): Filmmusik. Ein alternatives Kompendium. Springer Fachmedien, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-658-11237-0, S. 15–32. 
  2. ↑ a b Pascal Rudolph: Präexistente Musik im Film. edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag, 2022, ISBN 978-3-96707-757-5, doi:10.5771/9783967077582 (nomos-elibrary.de [abgerufen am 31. Oktober 2022]). 
  3. ↑ Gernot Preusser: Romantik in der Filmmusik zwischen 2010 und 2019. Fiktive Welten im Spannungsfeld von Mythos, Utopie und Leitmotivik. De Gruyter, Berlin 2026, ISBN 978-3-11-914429-2. 
  4. ↑ Claudia Bullerjahn: Grundlagen der Wirkung von Filmmusik. Wißner, Augsburg 2001, ISBN 978-3-89639-818-5. 
  5. ↑ Jörg U. Lensing: Sound-Design. Sound-Montage. Soundtrack-Komposition. Über die Gestaltung von Filmton. 2. Auflage. Schiele & Schön, Berlin 2009, ISBN 978-3-7949-0793-9. 
  6. ↑ Alexander Lederer: Die Narrativität der Musik im Film. Audiovisuelles Erzählen als performatives Ereignis. transcript, Bielefeld 2022, ISBN 978-3-8376-6392-1. 
Normdaten (Sachbegriff): GND: 4017129-2 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS) | LCCN: sh85088056
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