Technopedia Center
PMB University Brochure
Faculty of Engineering and Computer Science
S1 Informatics S1 Information Systems S1 Information Technology S1 Computer Engineering S1 Electrical Engineering S1 Civil Engineering

faculty of Economics and Business
S1 Management S1 Accountancy

Faculty of Letters and Educational Sciences
S1 English literature S1 English language education S1 Mathematics education S1 Sports Education
  • Registerasi
  • Brosur UTI
  • Kip Scholarship Information
  • Performance
  1. Weltenzyklopädie
  2. Smarten & Kleeden – Wikipedia
Smarten & Kleeden – Wikipedia 👆 Click Here!
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Trensen, Smarten (Schmarten), Marlen und Kleeden (Kleiden) sind die seemännischen Bezeichnungen, welche für den Arbeitsablauf zum Schutz der Taue oder Drahtseile verwendet werden.

Verschiedene Phasen des Kleedens auf einem Drahttau von rechts nach links: Blankes Kabel (Bare Cabel), Trensen (Worming), Smarten (Parcelling) und Marlen, Kleeden (Serving) und Teeren (Slushing).
Die blauen Türkenbunde dienen als optische Abgrenzung des Trensens vom Schmarten und sind nicht Bestandteil der Kleedung.

In der Seefahrt wird Tauwerk, überwiegend Stehendes Gut, wie Wanten zum Schutz vor Abrieb (Schamfilung), Rott (Naturfaser) oder Korrosion (Drahttauwerk) mit Hüsing bzw. Schiemannsgarn gekleedet („umkleidet“).

Trensen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im ersten Arbeitsgang werden die Keepen, also die „Rillen“ im geteerten Tau, mit Schiemannsgarn, Bändsel oder Leine je nach Größe der Keepen ausgefüllt, um eine gleichmäßig glatte Oberfläche zu erhalten. Dieser Arbeitsschritt wird „Trensen“ genannt. Abschließend wird erneut geteert.[1][2]

Smarten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Trensung erfolgt die „Schmartung“, eine spiralförmige Wicklung aus schmaler, teergetränkter Segeltuchleinwand. Gesmartet wird halbüberlappend von unten nach oben um ablaufendes Wasser am Eindringen zu hindern.[3] Vielfach wurde die Schmartung bei Drahttauwerk zusätzlich mit einem Schutzanstrich aus Bleimennige überstrichen.[4]

„Marlen“ mit dem Marlschlag

Marlen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Falle, dass das Tauwerk ohne Kleedung verbleiben soll, wird die Smartung mit dünnem Bändsel und Marlschlag-Bindung fixiert. Bezeichnet wird diese Arbeit als „Marlen“.[5][6]

Kleeden

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Schmartung wird dann das „Kleed“ gewunden. Am Anfang der Kleedung wird das geteerte Schiemannsgarn sich selbst beklemmend unter die ersten drei, vier nachfolgenden Wicklungen gelegt. Reicht das Garn für die ganze Kleedung nicht aus, wird das Ende ebenfalls beklemmend durch den Neubeginn eingebunden oder ein neues Garn an das alte angespleißt. Bei gespleißten Augen wird vom Auge aus begonnen.[7]

Trensung und Schmartung folgen stets dem „Schlag“ des Tauwerks, die Kleedung entgegen.

„Trens' und schmarte wie gedreht, anders 'rum geht es beim Kleed“

– Eselsbrücke der Seemänner

Bei stärkerem Tauwerk wird dazu die Kleedkeule[8] verwendet, um ein strammes und dichtes Umwickeln gewährleisten zu können.

  • Historisches Bild vom Kleeden mit einer Kleedkeule
    Historisches Bild vom Kleeden mit einer Kleedkeule
  • Kleedkeule in der Anwendung. Der zweite Mann hilft beim Kleeden mit der „Hüsingpuppe“ (Abwickeln der Garnspule)
    Kleedkeule in der Anwendung. Der zweite Mann hilft beim Kleeden mit der „Hüsingpuppe“ (Abwickeln der Garnspule)
  • Gekleedetes und beigebändseltes, nicht gespleißtes Auge Das Auge ist gesichert mit drei Augbändselungen.
    Gekleedetes und beigebändseltes, nicht gespleißtes Auge
    Das Auge ist gesichert mit drei Augbändselungen.
  • Ringbolzenknotung[9] als „Schamfilschutz“ des Auges (links), auch Ringbolzenüberzug oder Schweinsrücken genannt. Und Französischer Takling (Bildmitte)
    Ringbolzenknotung[9] als „Schamfilschutz“ des Auges (links), auch Ringbolzenüberzug oder Schweinsrücken genannt. Und Französischer Takling (Bildmitte)
  • Gekleedete Wanten (links)
    Gekleedete Wanten (links)
Beenden der Kleedung, versorgen des Garnendes
Alternativer Abschluss, nach Art eines Taklings ABoK #3342 – #3343

Den Schlussablauf einer Kleedung zeigt das nebenstehende Bild: Zum Kleedungsende bildet man eine Bucht und wickelt (im doppelten Abstand der noch zu wickelnden, letzten Windungen) im gleichen Drehsinn durch die Bucht zurück. Das Schiemannsgarn-Ende wird über die fertigen Wicklungen gelegt. Anschließend werden mit der Bucht unter ständigem Zug die restlichen Wicklungen über das Ende gewickelt. Letztendlich wird die Bucht dichtgeholt und überschüssiges Garn knapp bei den Wicklungen abgeschnitten, damit das Ende „unsichtbar“ bleibt.
Eine perfekt stramm gewickelte Kleedung kann an dem teilweise austretenden Wurzelteer erkannt werden.
Abschließend wird wiederum geteert.[10]

Literatur

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Sondheim; Knoten, Spleissen, Takeln, Klasing + Co, 1975, ISBN 3-87412-009-0.
  • Katrin Radestock, Viking Ziegler: Der Kleine Bootsmann. Eigenverlag, 18.5 Labsal und Teer – laufendes und stehendes Gut, S. 33 (Online [PDF; 11,6 MB; abgerufen am 14. September 2021]). 
  • Clifford W. Ashley: Das Ashley-Buch der Knoten. Über 3800 Knoten. Wie sie aussehen. Wozu sie gebraucht werden. Wie sie gemacht werden. Sonderausgabe. Edition Maritim, Hamburg 2005, ISBN 3-89225-527-X. (Ab Kapitel 40 Practical Marlingspike Seamanship)

Siehe auch

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Takling
  • Tausendbein[11]
Tausendfüßler (Tausendbein) zum Schutz der Segel gegen Schamfilen an den Stagen
  • Liste seemännischer Fachwörter (A bis M) und (N bis Z)

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Jens Kuss Jensen, "Haandbog i praktisch Sømandsskab", Dansk Sejlskibsrederi-Forening 1901, vierte vergrösserte und bearbeitete Ausgabe 1924 Nina, Seite 43 ff.
  2. ↑ ABoK #3336–#3338
  3. ↑ Jens Kuss Jensen, "Haandbog i praktisch Sømandsskab", Dansk Sejlskibsrederi-Forening 1901, vierte vergrösserte und bearbeitete Ausgabe 1924 Nina, Seite 43 ff.
  4. ↑ ABoK #1487, #3339
  5. ↑ Jens Kuss Jensen, "Haandbog i praktisch Sømandsskab", Dansk Sejlskibsrederi-Forening 1901, vierte vergrösserte und bearbeitete Ausgabe 1924 Nina, Seite 43 ff.
  6. ↑ ABoK #3340, (#1486 eine andere Variante)
  7. ↑ ABoK #3344 – #3351
  8. ↑ Bild einer Kleedkeule,Kleedkeule kombiniert mit Garnspule
  9. ↑ Clifford W. Ashley: Das Ashley-Buch der Knoten. Über 3800 Knoten. Wie sie aussehen. Wozu sie gebraucht werden. Wie sie gemacht werden. 6. Auflage. Edition Maritim, Hamburg 2005, S. 579
  10. ↑ Jens Kuss Jensen, "Haandbog i praktisch Sømandsskab", Dansk Sejlskibsrederi-Forening 1901, vierte vergrösserte und bearbeitete Ausgabe 1924 Nina, Seite 43 ff.
  11. ↑ (Bild) Herstellen von Tausendbein (Tausendfüßlern)

Weblinks

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • „Bekleeden“ bei Jack Tar
  • Bilder und Video vom „Bekleeden“ sowie verschiedene Kleedkeulen im Einsatz (engl.)
  • Zeichnung des „Kleedens“, russische Beschreibung und Zeichnung
Abgerufen von „https://de.teknopedia.teknokrat.ac.id/w/index.php?title=Smarten_%26_Kleeden&oldid=260287560“
Kategorien:
  • Verfahren (Textilveredelung)
  • Segelschiffbau
  • Seemannschaft
  • Knotenkunde

  • indonesia
  • Polski
  • العربية
  • Deutsch
  • English
  • Español
  • Français
  • Italiano
  • مصرى
  • Nederlands
  • 日本語
  • Português
  • Sinugboanong Binisaya
  • Svenska
  • Українська
  • Tiếng Việt
  • Winaray
  • 中文
  • Русский
Sunting pranala
Pusat Layanan

UNIVERSITAS TEKNOKRAT INDONESIA | ASEAN's Best Private University
Jl. ZA. Pagar Alam No.9 -11, Labuhan Ratu, Kec. Kedaton, Kota Bandar Lampung, Lampung 35132
Phone: (0721) 702022
Email: pmb@teknokrat.ac.id