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  1. WeltenzyklopÀdie
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SRTM-Daten 👆 Click Here!
aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

SRTM-Daten sind Fernerkundungsdaten der ErdoberflĂ€che, die bei der STS-99 Shuttle Radar Topography Mission (SRTM) im Februar 2000 durch Radar aus dem Weltraum aufgezeichnet wurden. Sie dienen dazu, ein einheitliches, hochauflösendes digitales GelĂ€ndemodell der ErdoberflĂ€che zu erstellen.[1] An 11 Tagen wurden die LandflĂ€chen zwischen dem 60. nördlichen und 58. sĂŒdlichen Breitengrad erfasst. Durch die Bahnneigung der Umlaufbahn bedingt konnten die Polregionen nicht erreicht werden.

Erfassung der Daten

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Vergleich der X-SAR (links) und SIR-C (rechts) Daten fĂŒr den Berliner Grunewald
Das X-SAR deckt nur 40 % der ErdoberflĂ€che ab. Deutlich zu erkennen die streifenweisen Footprints (Schwad), bedingt durch die Umlaufbahnen des Shuttles

Das Radarsystem der SRTM gehörte zur MissionsausrĂŒstung des Space Shuttle Endeavour auf der Mission STS-99. Es bestand aus zwei Komponenten:

  • Das SIR-C (Spaceborne Imaging Radar C-band), entwickelt von der NASA, produzierte Daten von annĂ€hernd 100 % der vermessbaren ErdoberflĂ€che[2] mit einer horizontalen Auflösung von etwa 30 Metern und einer Höhengenauigkeit von etwa 6 Metern. Die produzierten Daten wurden vom Jet Propulsion Laboratory der NASA ausgewertet und sind beim US Geological Survey (US-amerikanischer Geologischer Dienst) teilweise als Public Domain kostenfrei im Internet verfĂŒgbar.
  • Das X-SAR (Synthetic Aperture Radar for X-band) vom Deutschen Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt, dessen Daten eine höhere Genauigkeit aufweisen, jedoch nur 40 % der ErdoberflĂ€che abdecken. Die mittels Synthetic Aperture Radar erfassten Höhendaten geben die OberflĂ€chenform der Erde einschließlich Bewuchs und Bebauung wieder, was zu entsprechenden Abweichungen zum Boden fĂŒhrt.

Diese Art der Fernerkundung hat im Gegensatz zur Anfangszeit der GeodĂ€sie große Vorteile: Zuvor wurde die Höhe und Position eines Ortes auf der ErdoberflĂ€che mittels Triangulation anhand von Referenzpunkten ermittelt. Das ist mit viel Aufwand verbunden, da die Messpunkte jeweils in Sichtweite liegen mĂŒssen. Weit entfernte Orte mussten somit mittels Zwischenschritten erfasst werden, unzugĂ€ngliches GelĂ€nde konnte teilweise gar nicht oder nur unzureichend vermessen werden.

Daten des United States Geological Survey

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Datenformat und Auflösung USGS-Daten

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ZunĂ€chst stellte der USGS fĂŒr die freie Nutzung zwei unterschiedliche DatensĂ€tze zur VerfĂŒgung: SRTM-1 und SRTM-3

  • FĂŒr die gesamte vermessene FlĂ€che sind die Daten mit einer Auflösung von einer Bogensekunde in LĂ€nge und Breite verfĂŒgbar (SRTM-1). Diese Daten werden in StĂŒcken von 1 Grad Ă— 1 Grad mit einer GrĂ¶ĂŸe von 3601 Ă— 3601 Pixel angeboten.
  • ZusĂ€tzlich werden die Daten mit einer reduzierten Auflösung von 3 Bogensekunden angeboten (SRTM-3). Die GrĂ¶ĂŸe der 1-×-1-Grad-StĂŒcke betrĂ€gt hier 1201 Ă— 1201 Pixel.
  • Das Benutzerinterface des USGS erlaubt zudem eine frei definierbare rechteckige Auswahl beliebiger Gebiete, fĂŒr welche die DatensĂ€tze individuell zusammengestellt und an den Benutzer ĂŒbertragen werden.[3]
    Anmerkung: Am Äquator entspricht eine Bogensekunde ungefĂ€hr 30 Meter bzw. drei Bogensekunden etwa 90 Meter. Zu den Polen hin nimmt der Abstand zwischen den LĂ€ngengraden ab (siehe Abweitung).

Die DatensĂ€tze werden als Matrizen von 16-bit-Integer-Zahlen (Big-endian-Byte-Reihenfolge) auf den FTP-Servern des USGS angeboten. Außerdem sind sie an verschiedenen Stellen in anderen Dateiformaten verfĂŒgbar. Die Höhendarstellung erfolgt in Metern. Pixel, fĂŒr die keine Höheninformation existiert, sind mit dem Wert −32768 versehen.

Die Höhenangaben der OberflÀchenvermessung beziehen sich auf das weltweit einheitliche Referenzsystem WGS84 EGM96 Geoid, die horizontale Georeferenzierung erfolgt mit WGS84 als geodÀtisches Datum. Bereits bestehende, national erfasste Höhenmodelle hatten im Gegensatz dazu unterschiedliche Bezugssysteme, was deren Weiterverarbeitung erschwerte.

Im Zuge des Klimagipfels 2014 verkĂŒndete die US-Regierung, innerhalb eines Jahres SRTM-1 Daten auch fĂŒr die Gebiete außerhalb der USA frei zur VerfĂŒgung stellen zu wollen.[4] Mit Freigabe der Daten fĂŒr den Nahen Osten wurde am 7. August 2015 die AnkĂŒndigung vollstĂ€ndig umgesetzt. Die alten DatensĂ€tze sind jedoch weiterhin abrufbar.

Dateinamen USGS-Daten

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Die USGS-Dateinamen (Beispiel: „N53E009“ fĂŒr 53° Nord geographische Breite und 9° Ost (East) geographische LĂ€nge) beziehen sich auf die LĂ€nge und Breite der unteren linken Ecke des dargestellten Datenfeldes, also des Bildpixels (1,1).

Datenversionen USGS-Daten

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Die zunĂ€chst veröffentlichten Daten (Version 1) weisen neben Fehlpixeln ohne Höheninformationen auch andere Messfehler auf und WasserflĂ€chen haben keinen konstanten Höhenwert. 2005 wurden die Daten deshalb mit verbesserter QualitĂ€t neu herausgegeben (Version 2). 2009 wurde die Version 2 erneut ĂŒberarbeitet und als Version 2.1 herausgegeben.[5] 2013 wurde Version 3 als SRTM Plus veröffentlicht, fehlende Daten wurden durch ASTER GDEM und USGS GMTED2010 und hat eine Auflösung von ca. 30 Metern.

Urheber- und Nutzungsrechte USGS-Daten

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Die vom USGS veröffentlichten Daten sind als Public Domain zum Herunterladen kostenfrei verfĂŒgbar und dĂŒrfen uneingeschrĂ€nkt verwendet werden: USGS-authored or produced data and information are in the public domain. Die nicht veröffentlichten Daten mit einer Bogensekunde Auflösung von Gebieten außerhalb der USA unterliegen der Kontrolle des US-Verteidigungsministeriums.[6]

VerfĂŒgbarkeit X-SAR-Daten

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Die vom X-SAR erfassten Daten kann man beim DLR kostenfrei im DTED-Format herunterladen.[7]

DatenqualitÀt X-SAR-Daten

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Die Auflösung der X-Band-Höhendaten des DLR betrĂ€gt horizontal 25 m und vertikal 1 m. Die Genauigkeit betrĂ€gt horizontal 20 m absolut, 15 m relativ und vertikal 16 m absolut, 6 m relativ.

Urheber- und Nutzungsrechte X-SAR-Daten

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Die X-Band-Höhendaten des DLR dĂŒrfen selbst nicht weitergegeben werden. Aus den Daten abgeleitete Werke (Karten o. Ă„.) unterliegen jedoch außer der Verpflichtung zur Quellenbenennung keinen NutzungsbeschrĂ€nkungen.

Schwachpunkte der SRTM-Daten

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Aus technischen GrĂŒnden ist der Datenbestand fehlerhaft:

  • Die Höhendaten geben die OberflĂ€chenstruktur der Erde wieder. Das muss nicht der Höhe des Erdbodens entsprechen, zum Beispiel wegen Bewuchses oder Bebauung.
  • An einigen Stellen, wo die Messungen zu starke Fehler ergaben oder die empfangene Strahlung zu gering war, weisen die Daten „Löcher“ auf (Fehlpixel). DafĂŒr kommen mehrere Ursachen in Frage: In Gebieten mit starken GelĂ€ndeneigungen wurde die gesendete Energie durch Spiegelreflexion in eine andere Richtung als zurĂŒck zum Radar reflektiert. Auf sehr flachen Wasser-, Eis- oder SandflĂ€chen wurden die Sendeimpulse durch diffuse Streuung so stark zerstreut, dass das an dem RadarempfĂ€nger die Echosignale zu klein waren, um erkannt zu werden. Sehr dichte und dauerhafte Bewölkung verhinderte durch enthaltene Eispartikel (beispielsweise in Gewitterwolken) die „Sicht“, das heißt, die DurchgangsdĂ€mpfung in solchen Gebieten ist fĂŒr elektromagnetische Wellen zu groß, so dass keine Echosignale empfangen werden konnten.
  • Das horizontale Raster von etwa 90 Metern Ă— 90 Metern gibt kein vollstĂ€ndiges Abbild der Orografie wieder. Punkte, die zwischen den Rasterpunkten liegen, mĂŒssen bei der weiteren Verarbeitung interpoliert werden, idealerweise unter Verwendung höherauflösender Informationen.
  • Durch das verwendete Höhenreferenzmodell weisen manche Programme eine falsche KĂŒstenlinie aus, da die Null-Meter-Marke der Daten nicht mit der lokalen Meeresspiegelhöhe in der RealitĂ€t ĂŒbereinstimmen muss. Die LagequalitĂ€t der KĂŒstenlinien wurde in der Neuveröffentlichung der Daten im Jahr 2005 verbessert und die verwendeten KĂŒstenlinienkarten wurden veröffentlicht.

Korrektur der Fehlpixel

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Um die Stellen zu fĂŒllen, fĂŒr die keine Höheninformation bestimmt werden konnte (Fehlpixel), sind verschiedene Verfahren ĂŒblich:

  • Interpolation aus den vorhandenen Werten. Das fĂŒhrt insbesondere bei grĂ¶ĂŸeren LĂŒcken in Gebirgsregionen zu Ungenauigkeiten.
  • Korrektur mittels Daten aus anderen Quellen. Die QualitĂ€t der Ergebnisse bei dieser Methode hĂ€ngt wesentlich von der QualitĂ€t dieser Daten ab. Die Abweichung der Höhenwerte in den SRTM-Daten durch Bewuchs und Bebauung von konventionell ermittelten Höhendaten ist ebenfalls zu beachten.

Software

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Der USGS lieferte zum Betrachten die Public-Domain-Software dlgv32Pro, die kommerziell als Software Global Mapper vertrieben wird. Daneben gibt es diverse andere kommerzielle und nichtkommerzielle Software (Freeware, Shareware), die SRTM-Daten verarbeiten kann.

Beispiele

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  • Höhendarstellung mit Isohypsen: Das Bild zeigt einen Ausschnitt einer SRTM-Datei ĂŒberlagert mit einem SPOT-Bild der Region Pinneberg. Die namensgebende Erhebung der Stadt ist in dem sonst flachen Gebiet gut erkennbar.
    Höhendarstellung mit Isohypsen: Das Bild zeigt einen Ausschnitt einer SRTM-Datei ĂŒberlagert mit einem SPOT-Bild der Region Pinneberg. Die namensgebende Erhebung der Stadt ist in dem sonst flachen Gebiet gut erkennbar.
  • Fehlerhafter KĂŒstenverlauf: Im Bild dargestellt ist ein Bereich der ElbmĂŒndung. Die rote Linie markiert den realen Uferverlauf, die Elbe verlĂ€uft sĂŒdlich dieser Linie.
    Fehlerhafter KĂŒstenverlauf: Im Bild dargestellt ist ein Bereich der ElbmĂŒndung. Die rote Linie markiert den realen Uferverlauf, die Elbe verlĂ€uft sĂŒdlich dieser Linie.
  • Fehlpixel: Im Bild fehlen die Berggipfel der Hohen Tatra aufgrund von Totalreflexion der Radarwellen. Dieser Effekt kann durch Eis- oder SchneeflĂ€chen sowie bei steilen GebirgshĂ€ngen auftreten. Ebenso können WasserflĂ€chen zu Fehlpixeln fĂŒhren.
    Fehlpixel: Im Bild fehlen die Berggipfel der Hohen Tatra aufgrund von Totalreflexion der Radarwellen. Dieser Effekt kann durch Eis- oder SchneeflĂ€chen sowie bei steilen GebirgshĂ€ngen auftreten. Ebenso können WasserflĂ€chen zu Fehlpixeln fĂŒhren.
  • Höhenkarte der Sierra Nevada von Maps-For-Free berechnet aus SRTM-Höhendaten
    Höhenkarte der Sierra Nevada von Maps-For-Free berechnet aus SRTM-Höhendaten
  • Schummerung und Höhenlinien aus SRTM-Daten in einer OpenStreetMap-Karte (OpenTopoMap)
    Schummerung und Höhenlinien aus SRTM-Daten in einer OpenStreetMap-Karte (OpenTopoMap)

Siehe auch

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  • ASTER-Höhenprofil
  • WorldDEM

Weblinks

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  • Offizielle SRTM-Website der NASA

Datenquellen

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  • SRTM-Daten, OriginaldatensĂ€tze:
    • dds.cr.usgs.gov, United States Geological Survey USGS (SIR-C-Daten)
    • geoservice.dlr.de, Deutsches Zentrum fĂŒr Luft- und Raumfahrt (X-SAR-Daten)
  • SRTM and Void Data – nachbearbeitet und mit Korrektur der Fehlpixel durch Interpolation:
    • srtm.csi.cgiar.org, CGIAR – Consortium for Spatial Information CGIAR-CSI
    • ambiotek.com, King’s College London (CGIAR-Daten als KML fĂŒr Google Earth)
    • esdac.jrc.ec.europa.eu, European Commission – DG JRC (CGIAR-Daten via WMS-Viewer, nur Europa)

Einzelnachweise

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  1. ↑ Tom Farr et al. 2007: The Shuttle Radar Topography Mission, Reviews of Geophysics, 45, doi:10.1029/2005RG000183
  2. ↑ Abdeckung der ErdoberflĂ€che durch die SRTM-Mission, jpl.nasa.gov (englisch)
  3. ↑ Anleitung zur freien Auswahl von USGS-Daten (Memento vom 1. Juli 2009 im Internet Archive), herbert.gandraxa.com (englisch)
  4. ↑ U.S. Releases Shuttle Land Elevation Data to Aid Global Climate Resilience, NASA (englisch).
  5. ↑ What are these (PDF; 21 kB), dds.cr.usgs.gov – Versionen der SRTM-DatensĂ€tze (PDF, englisch).
  6. ↑ Zusammenfassung der Richtlinien zur Veröffentlichung der SRTM-Daten, jpl.nasa.gov (englisch).
  7. ↑ Höhenmodelle der SRTM-Mission kostenfrei zur VerfĂŒgung (Memento vom 13. MĂ€rz 2013 im Internet Archive). DLR-Pressemitteilung vom 25. Mai 2011.
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=SRTM-Daten&oldid=261368773“
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