| Rotfuchs | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Rotfuchs (Vulpes vulpes) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Vulpes vulpes | ||||||||||||
| (Linnaeus, 1758) |
Der Rotfuchs (Vulpes vulpes; Synonym: Canis vulpes,[1] frĂŒher auch Canis vulpis[2]) ist der einzige mitteleuropĂ€ische Vertreter der FĂŒchse und wird daher meistens als âder Fuchsâ bezeichnet. Er ist in Europa der hĂ€ufigste Wildhund.
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Allgemeine Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die KörpermaĂe des Rotfuchses sind geographisch und jahreszeitlich starken Schwankungen unterworfen. Das Körpergewicht liegt durchschnittlich fĂŒr MĂ€nnchen im Bereich 5 bis 8 kg, fĂŒr Weibchen bei 5 bis 6,5 kg. Schwerere Tiere (bis 14,5 kg) sind selten. Die KörperlĂ€nge (ohne Schwanz) betrĂ€gt fĂŒr MĂ€nnchen 65 bis 75 cm, fĂŒr Weibchen 62 bis 68 cm, die SchwanzlĂ€nge entsprechend 35 bis 45 cm oder 30 bis 42 cm (Durchschnittswerte fĂŒr europĂ€ische FĂŒchse).[3]
Das Fell ist oberseits rötlich, unterseits weiĂ; der Farbton variiert je nach Verbreitungsgebiet oberseits zwischen rötlichgelb bis tiefrotbraun und unterseits zwischen reinweiĂ bis schiefergrau. Die unteren Teile der Beine sowie die Hinterseiten der Ohren sind schwarz gefĂ€rbt. Insgesamt variiert die FellfĂ€rbung stark. Die hĂ€ufigste Farbvariante ist der Birkfuchs mit gelb-roter Oberseite, weiĂer Kehle und weiĂer Schwanzspitze. Der seltenere Kohl- oder Brandfuchs ist insgesamt dunkel, ĂŒberwiegend dunkelbraun-rot, Bauch und Kehle sind grauweiĂ, die weiĂe Schwanzspitze fehlt. Der Kreuzfuchs weist quer ĂŒber den Schultern und lĂ€ngs des RĂŒckens einen dunklen Streifen auf.[4][5] Der Silberfuchs ist dunkelgrau bis schwarz (â Silberfuchsfell). Der Fuchs macht im Jahr zwei Fellwechsel durch. Im FrĂŒhjahr ab Anfang April verliert er das dichte Winterfell, gleichzeitig bildet sich das lichte Sommerfell. Dieses wird ab Ende April an den Unterschenkeln sichtbar und hat bis Ende Juni die Beine, den Bauch und die Flanken erfasst. Der Fellwechsel setzt sich fort ĂŒber das Gesicht zum RĂŒcken bis zur Schwanzspitze, die im spĂ€ten August erreicht wird. Erst im September ist das Sommerfell vollstĂ€ndig. Bereits im Oktober bildet sich dann wieder von den Beinen ĂŒber Schwanz, RĂŒcken und Gesicht das Winterfell.[4]
Spuren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

RotfĂŒchse haben folgende Gangarten, die an den Trittsiegeln in Verbindung mit den FĂ€hrten erkennbar sind:
- Trab: Die AbdrĂŒcke der Hinterpfoten befinden sich schrĂ€g versetzt vor denen der etwa gleich groĂen Vorderpfoten, dabei ist die Körperhaltung leicht schrĂ€g zur Fortbewegungsrichtung.
- Schneller Trab (âSchnĂŒrenâ): der Fuchs setzt die Pfoten so, dass die linke Hinterpfote in den Abdruck der rechten Vorderpfote tritt und umgekehrt. Damit ergibt sich eine Spur, bei der die AbdrĂŒcke wie an einer Schnur mit einem Abstand von etwa 30 cm angeordnet sind.
- Flucht: mit verschiedenen Trittbildern und wechselnden SchrittlÀngen.
Der einzelne Abdruck mit Hauptballen, vier Zehenballen und Krallen Àhnelt dem eines kleinen Hundes und unterscheidet sich in folgender Merkmalskombination:[6][7][8]
- der Abdruck vom Fuchs ist lÀnglicher und ovaler, er kann im Winter durch stÀrkere Behaarung rundlich aussehen,
- die Trittballen der beiden vorderen Zehen sind vorgeschoben, ihre HinterrĂ€nder liegen etwa auf einer Linie (oder etwas darĂŒber) mit den VorderrĂ€ndern der AuĂenzehenballen (beim Hund schneidet die Linie meistens),
- der Hauptballen (hinten) ist eher rund, beim Hund eher herzförmig,
- der Zwischenraum zwischen Zehen- und Hauptballen ist relativ groĂ, da der Hauptballen weiter hinten liegt als beim Hund.
Der Abdruck einer (Haus-)Katze ist im Vergleich etwas kleiner, rundlicher und weist meist keine KrallenabdrĂŒcke auf.
Besetzte Fuchsbaue sind an herumliegenden Beuteresten zu erkennen, dem blanken Sandboden und den FuĂspuren. Der typische Fuchsgeruch wird in der Literatur oft als âdurchdringlicher Raubtiergeruchâ[9] oder Ă€hnlich beschrieben, das Empfinden von GerĂŒchen ist stark vom Beobachter abhĂ€ngig.[10] Der Geruch am Bau kann von Harnmarkierungen am Eingang verursacht sein und bedeutet daher nicht zwangslĂ€ufig, dass sich gerade ein Fuchs im Bau befindet.
Stimme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]FĂŒchse verfĂŒgen ĂŒber eine Reihe unterschiedlicher Laute:[11]
- Drei- bis fĂŒnfsilbiges Bellen (heiserer als Hunde) âwow-wow-wowâ mit Betonung der letzten Silbe ist vor allem von Dezember bis Februar zu hören (âRanzbellenâ) und dient vermutlich dem Kontakthalten ĂŒber gröĂere Distanzen;
- langgezogenes, einsilbiges Schreien oder âJammernâ (âwaaahâ), oft in der Paarungszeit, kann von beiden Geschlechtern gebracht werden, vermutlich besonders von den FĂ€hen zum Anlocken der RĂŒden;
- trillerartiger Laut (Ă€hnlich einem HĂŒhnerglucken) oder Winseln (vor allem des untergeordneten Tiers), das sich bis zum Kreischen steigern kann, bei der BegrĂŒĂung von Alttieren untereinander;
- Keckern (tonlos âk-k-k-kâ) bei aggressiven Auseinandersetzungen, bei Welpen im Spiel und bei FĂ€hen, die einem werbenden RĂŒden antworten;
- leises, raues GerĂ€usch Ă€hnlich einem Pusten bei der BegrĂŒĂung von Jungtieren durch Alttiere;
- Alarmbellen der Alttiere, um die Jungen zu warnen: im Nahbereich ein gedĂ€mpftes Husten, bei gröĂerer Distanz Ăbergang zu scharfem Bellen.
Urin
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Fuchs benutzt seinen Urin als MarkierungsflĂŒssigkeit zur territorialen Abgrenzung. Es enthĂ€lt mit Methyl-(3-methylbut-3-enyl)-sulfid[12] und 2-Phenylethylmethylsulfid[13] unter anderen Schwefelverbindungen.
Verbreitung und Lebensraum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verbreitungsgebiet
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Von allen wildlebenden Raubtieren haben RotfĂŒchse das gröĂte geographische Verbreitungsgebiet: Sie können sowohl nördlich des Polarkreises als auch in fast tropischen Gebieten leben. In Nordamerika kommen sie von den Aleuten bis Neufundland vor â mit Ausnahme von Arizona, SĂŒd-Florida und einem Streifen von Alberta bis Mexiko. RotfĂŒchse besiedeln Eurasien von Irland bis zum Beringmeer. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden RotfĂŒchse aus England zur traditionellen Fuchsjagd in Australien eingefĂŒhrt. Die dort heimischen langsamen Beuteltiere waren an die Neubesiedler nicht angepasst und wurden leichte Beute. Seither ist ganz Australien bis auf das Northern Territory und die nördlichen Teile von Queensland von FĂŒchsen besiedelt. 1893 wurden die ersten Kopfgelder ausgesetzt. Neuseeland ist fuchsfrei.[14] In Tasmanien laufen aus ArtenschutzgrĂŒnden MaĂnahmen zur Ausrottung der FĂŒchse.[15]
Die Art zÀhlt zu den 100 gefÀhrlichsten Neobiota weltweit.
Lebensraum, StreifgebietsgröĂe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Nahrungsopportunist Rotfuchs stellt an seinen Lebensraum keine besonderen Anforderungen. WĂ€lder, Grasland, Ăcker und in jĂŒngerer Zeit zunehmend auch Siedlungsgebiete sind unterschiedlich geeignete LebensrĂ€ume fĂŒr die RotfĂŒchse.

Die ersten StadtfĂŒchse wurden in den 1930er Jahren in Londoner Vororten bekannt. Als Ursache wird ein damals neuer Baustil vermutet, bei dem sich lĂ€ndlich geprĂ€gte Gebiete zu locker bebautem Siedlungsraum mit hohem GrĂŒnflĂ€chenanteil verwandelten. In vielen nördlichen englischen StĂ€dten wurden StadtfĂŒchse bis in die 1980er Jahre nicht beobachtet. Ab den 1980er Jahren traten vermehrt Berichte von Fuchsbeobachtungen in GroĂstĂ€dten auf dem europĂ€ischen Festland auf (z. B. Berlin, Oslo, Paris, ZĂŒrich), die zunĂ€chst nur als EinzelfĂ€lle gewertet wurden. Seit etwa 1990 sind Stadtfuchspopulationen auch aus Australien, Japan und Nordamerika bekannt.[15][16] FĂŒr den GroĂraum Berlin wurden anhand von 2010 bis 2015 erhobenen Daten zwei genetisch unterschiedliche Populationen nachgewiesen, die sich weitgehend mit den Gebieten des stĂ€dtischen Ballungsraums und des angrenzenden lĂ€ndlichen Raums deckten.[17]
Die Stadt bietet fĂŒr FĂŒchse mehrere Ressourcen und Vorteile:[18]
- Bereiche ohne menschliche Störung (nachts: Friedhöfe, Parks)
- KleinrÀumige Strukturen
- Reiches Nahrungsangebot: Komposthaufen, Essensreste, FrĂŒchte, Insekten, MĂ€use, Ratten, Kaninchen
- Sichere RĂŒckzugsplĂ€tze (Schuppen, Holzstapel, Bewuchs entlang von Eisenbahntrassen)
- GroĂflĂ€chige Fuchsjagd ist kaum durchfĂŒhrbar.
In AbhĂ€ngigkeit von der Ressourcenausstattung der LebensrĂ€ume ergeben sich erhebliche Unterschiede in der Raumnutzung und damit auch der StreifgebietsgröĂe.[19] WĂ€hrend in nahrungsarmen Gebieten Skandinaviens Streifgebiete von bis zu 3000 ha feststellbar waren, blieben Reviere in den Offenlandschaften Europas mit GröĂen zwischen 200 und 700 ha deutlich kleiner. In stĂ€dtisch geprĂ€gten Habitaten wurden die kleinsten Streifgebiete nachgewiesen. In der Regel besitzen FĂŒchse hier Streifgebiete von unter 50 ha, wobei auch Tiere bekannt wurden, die auf wenigen Hektar lebten.[20] Typische Dichten fĂŒr StadtfĂŒchse sind 2 bis 12 ausgewachsene FĂŒchse pro 100 Hektar.[21] In Bristol erreichte die Siedlungsdichte vor einem RĂ€udeausbruch einen Spitzenwert von 37 FĂŒchsen je Quadratkilometer.[15] Aus englischen StĂ€dten liegen aktuell hohe Siedlungsdichteangaben vor (z. B. Bournemouth mit 23, London mit 18 und Brighton mit 16 FĂŒchsen pro 100 Hektar).[22] In lĂ€ndlich geprĂ€gten RĂ€umen ist die Siedlungsdichte mit nur 0,2 bis 2,7 FĂŒchse pro 100 Hektar dagegen geringer.[21] Weitere Beispiele fĂŒr AktionsraumgröĂen und Siedlungsdichten:
- Im Nationalpark Bayerischer Wald mit hohem Waldanteil wurden StreifgebietsgröĂen von durchschnittlich 430 ha ermittelt, wobei die RĂŒden gröĂere Streifgebiete hatten als die FĂ€hen.[23]
- In einem landwirtschaftlich genutzten Untersuchungsgebiet nordöstlich von Berlin betrug die StreifgebietsgröĂe durchschnittlich 185 ha.[24]
- Eine Studie im Schweizer Jura ermittelte StreifgebietsgröĂen von 116 bis 353 ha. In der ZĂŒrcher Stadtfuchspopulation wurden Streifgebiete von 29 bis 31 ha ermittelt, wobei die intensiv genutzten Bereiche oft nur wenige Hektar betrugen. Das kleinste Streifgebiet war acht Hektar groĂ.[25]
- Im Berliner Stadtteil Neukölln wurde die Fuchsdichte auf 1â2 Fuchsfamilien pro Quadratkilometer geschĂ€tzt (Bezugsdaten 2007 bis 2009). Als Grund fĂŒr diese relativ niedrige Dichte wurden u. a. Parasiten wie RĂ€ude und Krankheiten wie Staupe angesehen.[26]
Neben der Ressourcenausstattung spielt auch die Dichte eine groĂe Rolle bei der StreifgebietsgröĂe, wie an der Stadtfuchspopulation in Bristol vor und nach dem Ausbruch der RĂ€ude nachgewiesen wurde. Vor RĂ€udeausbruch im Jahr 1990 betrug die StreifgebietsgröĂe durchschnittlich 29 ha, nach dem RĂ€udeausbruch im Jahr 1999 dagegen durchschnittlich 169 ha.[21]
Untersuchungen englischer Forscher aus dem Jahr 2020 zeigen, dass RotfĂŒchse in und um London morphologische VerĂ€nderungen zeigen. Sie weisen Unterschiede in SchĂ€delmerkmalen wie verkĂŒrzte Schnauzen auf.[27] Solche VerĂ€nderungen im Rahmen der Domestizierung wurden mehrfach fĂŒr verschiedene Arten beschrieben, etwa der Entwicklung der Haushunde â den ersten domestizierten Tieren.
Lebensweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fortpflanzung und Entwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rotfuchs wird mit etwa 10 Monaten geschlechtsreif. FĂŒchse paaren sich einmal im Jahr in der Paarungszeit (Ranz). Der RĂŒde ist von Dezember bis MĂ€rz befruchtungsfĂ€hig, die FĂ€he nur fĂŒr zwei bis drei Tage im Januar/Februar. In dieser Zeit folgt der dominante RĂŒde einer Gruppe (siehe Kapitel Sozialstruktur) ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum einer auserwĂ€hlten FĂ€he, um ihr Abwehrverhalten genau zu diesem Zeitpunkt ĂŒberwinden zu können.[28] Allerdings unternehmen manche RĂŒden in dieser Zeit auch Wanderungen in benachbarte Territorien, um sich dort mit FĂ€hen zu paaren.[29]
Wie bei vielen Hundeartigen (z. B. auch beim Wolf) kann die Paarung durch das âHĂ€ngenâ abgeschlossen werden (dies ist nicht immer der Fall), wobei der angeschwollene Penis des MĂ€nnchens noch bis zu einer Stunde in der Vagina des Weibchens gehalten wird. In dieser Zeit bleibt das Paar â in entgegengesetzte Richtungen blickend â fest verbunden.[30] Die Funktion des HĂ€ngens wird im Sinne der Vaterschaftssicherung diskutiert.[31]
Bei einer hohen, an der Grenze der TragfĂ€higkeit des Lebensraums liegenden Populationsdichte und stabilen Ă€uĂeren Bedingungen (z. B. in Nationalparks)[32] ist die Reproduktionsrate gering.[33][34] Hohe MortalitĂ€t (z. B. durch SeuchenzĂŒge oder Jagd) fĂŒhrt zu einem hohen Anteil von an der Fortpflanzung teilnehmenden FĂ€hen und höherer Jungenzahl pro Wurf.[33][35][36]
FĂŒchse und Hunde lassen sich aufgrund verschiedener Chromosomenzahlen (Rotfuchs: 34 bis 38, Haushund: 78 Chromosomen) nicht kreuzen, obwohl beide zur Familie der Hundeartigen gehören.[37]
Bauanlage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Erdbaue von FĂŒchsen weisen neben der Hauptröhre und dem sog. âKesselâ, dem Hauptraum des Baus, mehrere Fluchtröhren auf. Die beim Graben anfallende Erde wird zwischen den Beinen nach hinten befördert,[38] so dass sich am Eingang ein Erdhaufen bildet.[9][38][39] FĂŒchse können auch Baue von Dachsen ĂŒbernehmen. Wenn der Bau groĂ genug ist, kommt es vor, dass neben dem Fuchs auch weitere Tierarten die Bauanlage gleichzeitig nutzen (siehe Kapitel Beziehungen zu anderen Arten).
FĂŒchse nehmen auch einfache Behausungen unter GartenhĂ€usern, BaumstĂŒmpfen oder Felsspalten fĂŒr die Jungenaufzucht an. Bei einer Untersuchung im Berliner Stadtteil Neukölln waren Erdbaue mit 32,1 % vertreten. Den gröĂten Anteil nahmen GebĂ€ude, Schuppen und Garagen mit 34,0 % ein, weitere Baustandorte waren z. B. Sandhaufen, Komposte und HolzstöĂe.[40]
Jungenaufzucht
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nach einer Tragzeit von etwas ĂŒber 50 Tagen gebiert die FĂ€he durchschnittlich vier bis sechs Junge. Die 80 bis 100 Gramm schweren, dunkel und kurz behaarten Fuchswelpen werden mit geschlossenen Augen geboren, die sie im Alter von ca. zwei Wochen öffnen. Mit drei Wochen bekommt der Pelz am Kopf einen braunen Schimmer und der ĂŒbrige Körper eine fahle Farbe. Die ZĂ€hne, v. a. die EckzĂ€hne, brechen durch. Die Jungen beginnen, die Röhren des Baues und schlieĂlich auch den Bereich auĂerhalb des Baues zu erkunden. Mit Beginn der vierten Woche bringen die Eltern erste feste Nahrung. FĂŒr die Welpen beginnt damit die Zeit der Entwöhnung vom GesĂ€uge.[41]
In den ersten Wochen nach der Geburt verlĂ€sst die FĂ€he selten den Bau. Insbesondere in dieser Zeit versorgt der RĂŒde die FĂ€he mit Nahrung.[41][42] Zwar kann die FĂ€he die Welpen auch allein aufziehen, die Betreuung durch beide Elterntiere (oder weitere Gruppenmitglieder, siehe im Kapitel Sozialstruktur) erhöht jedoch Ăberlebenschancen der Welpen. Das teilweise beobachtete Vorherrschen der Aufzucht durch FĂ€hen kann daran liegen, dass bei Treibjagden im Winter mehr RĂŒden geschossen werden als FĂ€hen, sowie am Auftreten von Polygamie.[41]
Lebenserwartung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]FĂŒchse können in Gefangenschaft bis zu 14 Jahre alt werden. Die meisten FĂŒchse sterben, bevor sie ein Jahr alt werden; hĂ€ufig sind 95 % der Tiere einer Population nicht Ă€lter als vier Jahre.[43] Vor allem im Herbst und im Winter kann es aufgrund von Wanderung (erhöhte Zahl von WildunfĂ€llen) und saisonal starker Bejagung zu einer erhöhten MortalitĂ€t bei JungfĂŒchsen kommen.[44]
In Bristol betrug das Durchschnittsalter der Population vor einem groĂen RĂ€ude-Ausbruch 18 Monate, in London wĂ€hrend einer Zeit starker Bejagung 14 Monate. In lĂ€ndlichen Regionen Englands waren bis zu 80 % der getöteten Tiere jĂŒnger als ein Jahr.[36] Von 1.169 in Berlin von 2007 bis 2009 tot aufgefundenen oder geschossenen FĂŒchsen waren 51 % einjĂ€hrig, das durchschnittliche Lebensalter betrug 18 Monate und der Ă€lteste Fuchs war elf Jahre alt.[45] Die bisher jĂŒngste Population wurde in Iowa dokumentiert, als sieben Jahre lang doppelte PrĂ€mien fĂŒr Fuchsfelle gezahlt wurden: 84 Prozent der erlegten FĂŒchse waren jĂŒnger als ein Jahr.[43]
Soziale Stellung und Alter hĂ€ngen zusammen: Dominante StadtfĂŒchse in Bristol waren mit durchschnittlich 4,5 Jahren Ă€lter als rangniedrige Tiere mit durchschnittlich 2,1 Jahren.[36]
Sozialstruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]FĂŒchse galten bis in die 1970er Jahre als EinzelgĂ€nger, die in Territorien leben und diese gegen Artgenossen verteidigen. Ende der 1970er Jahre zeigten englische Studien bei Oxford, dass FĂŒchse dort in Familiengruppen lebten und ein ausgeprĂ€gtes Sozialleben zeigten. Ăhnliches ist inzwischen aus weiteren Gebieten bekannt geworden.[46]
FĂŒchse leben in Familiengruppen und fĂŒhren ein komplexes Sozialleben, dessen Details bisher nicht vollstĂ€ndig geklĂ€rt sind.[47] Grundlage jeder Gruppe ist ein RĂŒde und eine FĂ€he. Wo die MortalitĂ€t gering ist, kann das Paar lebenslang zusammenbleiben, wo die MortalitĂ€t hoch ist, findet hĂ€ufigerer Wechsel statt. Neben dem reproduzierenden Paar können eine oder mehrere rangniedrige Individuen zur Gruppe gehören. In Jahren mit gĂŒnstigem Nahrungsangebot können auch die rangniedrigen FĂ€hen Junge bekommen. Rangniedrige Individuen sind oft Nachkommen des Paares aus dem Vorjahr, die nicht abgewandert sind, oder ehemalige ranghohe Individuen. Sie helfen der reproduzierenden FĂ€he bei der Jungenaufzucht.[47]
Bei genetischen Untersuchungen an StadtfĂŒchsen in Bristol wurden pro Gruppe ein bis drei WĂŒrfe nachgewiesen. RĂŒden wie FĂ€hen paarten sich innerhalb einer Gruppe auch mit mehr als einem Partner mit der Folge, dass ein Wurf verschiedene VĂ€ter haben konnte. Innerhalb einer Gruppe paarten sich dominante FĂ€hen nicht mit rangniedrigen RĂŒden, wĂ€hrend dominante RĂŒden sich mit rangniedrigen FĂ€hen paarten. Dominante und rangniedrige FĂ€hen trugen auch Welpen von dominanten und rangniedrigen RĂŒden von anderen Gruppen.[48] Bei geringer Siedlungsdichte wurden keine WĂŒrfe mit mehreren VĂ€tern nachgewiesen, und die Zahl der WĂŒrfe, deren Vater aus einer anderen Gruppe stammte, nahm ab.[49]
Die Anzahl der rangniedrigen Gruppenmitglieder ist variabel (bis 10 Individuen bei StadtfĂŒchsen in Bristol), einige Gruppen bestehen nur aus dem reproduzierenden Paar. Gruppen, die neben dem Paar auch noch rangniedrige Mitglieder enthalten, bilden sich bei stabilen Umweltbedingungen (z. B. geringe MortalitĂ€t) und hohem Nahrungsangebot. Beides ist oft bei StadtfĂŒchsen der Fall.[47] Das GeschlechterverhĂ€ltnis war bei Stadtfuchsgruppen in Bristol bei hoher Siedlungsdichte ausgeglichen, bei geringer Siedlungsdichte zugunsten der FĂ€hen verschoben.[49]
Neben Familiengruppen können einzelne RĂŒden auch ohne festen Aktionsraum umherziehen und dabei weite Strecken zurĂŒcklegen oder Teile des Aktionsraumes einer Familiengruppe teilen, aber Kontakt mit den Gruppenmitgliedern vermeiden.[47]
Die Fuchsgruppen nutzen einen gemeinsamen Raum, der meist als gegenĂŒber fremden Gruppenmitgliedern verteidigtes Territorium interpretiert wird.[46][50][51] GroĂe AktionsrĂ€ume (siehe Kapitel StreifgebietsgröĂe) lassen sich jedoch nicht mit derselben IntensitĂ€t gegen andere FĂŒchse verteidigen wie kleine. Insgesamt nimmt mit zunehmendem Aktionsraum die Ăberlappung der AktionsrĂ€ume zu.[52]
Neben Studien aus englischen StĂ€dten sind Familiengruppen auch aus lĂ€ndlichen Gebieten wie dem Schweizer Jura beschrieben.[46] Eine Untersuchung im Bereich des Feldberges in Baden-WĂŒrttemberg ergab andererseits trotz stabiler Ă€uĂerer Bedingungen keine Hinweise auf das Vorhandensein von sozialen Gruppen, von gegenseitigem Meideverhalten oder von TerritorialitĂ€t: Die sieben erwachsenen, gleichzeitig telemetrierten FĂŒchse verhielten sich ortstreu, die Streifgebiete ĂŒberlappten sich. Das AusmaĂ der Ăberlappung variierte von geringfĂŒgigen Ăberschneidungen bis zu fast identischen Streifgebieten. FĂ€lle von hĂ€ufigeren Begegnungen konnten mit der gemeinsamen Nutzung bestimmter Bereiche erklĂ€rt werden. Die Interpretation der Raumnutzung bei anderen Untersuchungen als Territorialverhalten wird vor dem Hintergrund diskutiert, dass dort TerritorialitĂ€t angenommen wurde, wenn die Ăberlappung von Streifgebieten gering war (bzw. dass diejenigen FĂŒchse, deren Streifgebiete weite Ăberlappungen aufweisen, als Gruppe ein Territorium besetzen). Dabei sei aber zu beachten, dass FĂŒchse bei der Wahl ihrer Wohngebiete auch von der Verteilung wichtiger Ressourcen wie Nahrungsquellen beeinflusst werden. Die Verteilung der Streifgebiete spiegele dann die Gegebenheiten des Lebensraumes wider. Hieraus folge zwangslĂ€ufig weder, dass Tiere, deren Streifgebiete sich in bestimmten Bereichen eines Gebietes konzentrieren, ein gemeinsames Territorium verteidigen, noch dass sich diese Individuen zu sozialen Gruppen zusammenschlieĂen. Teilweise beobachtete aggressive Verhaltensweisen zwischen FĂŒchsen könnten auch auf deren unmittelbare NĂ€he und/oder auf Rangordnungsauseinandersetzungen zurĂŒckzufĂŒhren sein und mĂŒssten nicht notwendigerweise ein Zeichen von TerritorialitĂ€t sein.[53]
WĂ€hrend der Nahrungssuche sind FĂŒchse meist als EinzelgĂ€nger unterwegs. Untersuchungen bei StadtfĂŒchsen in Bristol ergaben innerhalb von Familiengruppen hĂ€ufig kurze Kontakte, lĂ€ngere Kontakte wurden zum Spielen oder zur gegenseitigen Fellpflege genutzt. Ein Fuchs traf sich mit jedem anderen Familiengruppenmitglied durchschnittlich eineinhalb bis zwei Mal in 24 Stunden, im Winter erhöhte sich die Trefferrate auf bis zu drei Mal pro Nacht. Die meisten dieser Treffen verliefen freundschaftlich.[51] Bei einer Untersuchung im Nationalpark Bayerischer Wald wurden dagegen nur wenige Kontakte festgestellt. Die beobachteten FĂŒchse mieden auch auf den besten Nahrungsstandorten offensichtlich den Kontakt zueinander. Gleichzeitige Nutzung wurde selten und nur im Herbst bei Auftreten kurzzeitig geklumpter Nahrungsvorkommen wie Fallobst beobachtet.[32]
Nach Untersuchungen an StadtfĂŒchsen in Bristol wandern mehr RĂŒden als FĂ€hen vom elterlichen Territorium ab.[49] Auch erwachsene Individuen können abwandern. Ob ein Individuum abwandert oder nicht, hĂ€ngt von mehreren Faktoren ab. Je gröĂer die Gruppe und je gröĂer der Wurf, aus dem das Individuum stammt und je geringer der soziale Status (ausgedrĂŒckt z. B. ĂŒber die Anzahl positiver Sozialkontakte wie gegenseitige Fellpflege), desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Individuum abwandert.[54] Die Verwandtschaft zum dominanten RĂŒden hatte bei Bristoler StadtfĂŒchsen keinen Einfluss, wohl aber die zur dominanten FĂ€he: RĂŒden mit dominanten MĂŒttern wanderten hĂ€ufiger ab als RĂŒden mit rangniedrigen MĂŒttern, wĂ€hrend abwandernde FĂ€hen hĂ€ufiger rangniedrige MĂŒtter hatten.[55]
Nahrung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rotfuchs ist ein anspruchsloser Allesfresser. Er stellt seine ErnĂ€hrung bei Bestandsschwankungen der Beutetiere kurzfristig um und nimmt generell mit dem vorlieb, was leicht zu erbeuten ist und einen hohen Energiegehalt bietet (opportunistische ErnĂ€hrung). Die Nahrungszusammensetzung ist somit lokal und saisonal unterschiedlich. Wichtige Beutetiere sind FeldmĂ€use und zumindest regional (etwa in der Camargue oder in einigen Regionen Englands) Kaninchen. RegenwĂŒrmer werden insbesondere auf frischen GrĂŒnlandböden erbeutet. Aufgrund ihres Fett- und Proteingehaltes stellen sie eine energiereiche Nahrung dar. Bei Feldhase und Reh ist der Fuchs im Regelfall nicht in der Lage, gesunde Alttiere zu ergreifen, kann aber Jungtiere oder geschwĂ€chte Alttiere erbeuten. HaushĂŒhner, HausgĂ€nse und Hausenten werden vor allem in der Jungenaufzuchtszeit erbeutet, da die Fuchsfamilie in dieser Zeit einen hohen Nahrungsbedarf hat.[56]
FrĂŒchte spielen im Sommer eine wichtige Rolle, wobei sĂŒĂe Sorten wie Kirschen, Zwetschgen und Mirabellen bevorzugt werden. An der WestkĂŒste Mittelitaliens bilden Wacholderbeeren das ganze Jahr ĂŒber die Hauptnahrung der dort lebenden FĂŒchse.[56] FĂŒchse können neben anderen SĂ€ugetieren fĂŒr die Verbreitung von PflanzenfrĂŒchten von Bedeutung sein.[57] In Spanien sind FĂŒchse fĂŒr die Verbreitung der FrĂŒchte des Ziziphus lotus, eines KreuzdorngewĂ€chses, maĂgeblich.[58]
Auch Aas kann eine wichtige Rolle in der ErnĂ€hrung von FĂŒchsen spielen.[59]
Bei StadtfĂŒchsen machen natĂŒrliche Futterquellen wie Nager nur einen geringen Anteil aus, stattdessen dominieren kultivierte FrĂŒchte, KĂŒchenabfĂ€lle (inklusive Kompost und Fleischresten) sowie fĂŒr Katzen oder Vögel angebotenes Futter.[60][61]
FĂŒchse können auch Futter verstecken. Hierzu wird in lockerem Boden ein etwa 10 cm tiefes Loch gegraben, die Nahrung hineingelegt und anschlieĂend das Loch mit Erde und Laub wieder der Umgebung angeglichen. Das Versteck wird spĂ€ter mit dem Geruchssinn wiedergefunden.[62]
Beziehungen zu anderen Arten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Obwohl Wölfe selten FĂŒchse fressen und meist auch nicht jagen, töten sie sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit.[63] So meiden FĂŒchse die Aufenthaltsbereiche von Wölfen in Italien.[63] In Alaska sind auch friedlichere Beziehungen zum Wolf bekannt geworden: Dort gab es keine Anzeichen darauf, dass Wölfe FĂŒchse behelligen. Die FĂŒchse nutzten die von den Wölfen ĂŒbriggelassenen Beutereste, wĂ€hrend Wölfe Fuchsbaue fĂŒr die Jungenaufzucht vergröĂerten. Allerdings warnen FĂŒchse, sobald sich Wölfe in der NĂ€he von Bauen mit Welpen zeigen.[64]
Luchse können FĂŒchse erbeuten. Untersuchungen aus Schweden[65] und Spanien[64] geben Hinweise, dass (zumindest hohe) LuchsbestĂ€nde möglicherweise den Fuchsbestand limitieren können.
RotfĂŒchse sind in der Lage, ausgewachsene Rehe zu töten, wenn hohe Schneelagen Rehe in ihrer Fortbewegung behindern. Sie schlagen jedoch gewöhnlich nur Jungtiere, die nicht Ă€lter als zwei Monate sind.[66] Untersuchungen in verschiedenen LĂ€ndern und zu verschiedenen Zeitpunkten haben den Einfluss des Rotfuchses auf die Rehpopulation belegt: FĂŒr das Berner Mittelland wird geschĂ€tzt, dass ein Fuchs in den Monaten von Mai bis Juli durchschnittlich elf Kitze schlĂ€gt.[67] In Skandinavien, wo in den spĂ€ten 1970er und den 1980er Jahren RĂ€ude zu einem drastischen RĂŒckgang der Rotfuchspopulation fĂŒhrte, stieg die durchschnittliche Zahl der Kitze, die eine Ricke im Herbst fĂŒhrt, um 30 Prozent. Der durchschnittliche Rehbestand nahm um 64 Prozent zu. Auf der norwegischen Insel Jöa töteten RotfĂŒchse fast die HĂ€lfte der Kitze in ihren ersten Monaten. Auf der unweit von Jöa liegenden Insel Storfosna, wo keine FĂŒchse vorkommen, starben dagegen 18 Prozent der Neugeborenen.[66] Auf Jöa fielen auĂerdem deutlich mehr Kitze, die in Wiesen Deckung suchten, dem Fuchs zum Opfer. Es wird fĂŒr möglich gehalten, dass RotfĂŒchse aus dem Verhalten der Ricken schlieĂen können, wo die Kitze Deckung gesucht haben.[66]
Dachs und Fuchs können zusammen in einem Bau ihre Jungen erfolgreich aufziehen. Teilweise kann es aber auch dazu kommen, dass die Jungtiere der jeweils anderen Art getötet werden. Werden die JungfĂŒchse Ă€lter und lebhafter, fĂŒhlen sich die meisten Dachse offenbar gestört und verlassen den Bau. Dies hat nichts mit dem Eigengeruch der FĂŒchse zu tun.[64] Bei Untersuchungen an einer Futterstelle und an von Dachsen (aber nicht gleichzeitig von FĂŒchsen) bewohnten Bauen waren die meisten Begegnungen zwischen Dachs und Fuchs nicht aggressiv. Bei aggressiven Begegnungen dominierte der Dachs mit kurzen Angriffen auf den Fuchs ohne Körperkontakt. Bei den Futterstellen vertrieben die Dachse die FĂŒchse hĂ€ufiger als an den Bauen. Ansonsten ignorierten sich beide Arten. Hinweise deuten darauf hin, dass FĂŒchse manchmal die Gesellschaft von Dachsen suchen, was möglicherweise mit der Erwartung von Nahrung zusammenhĂ€ngt.[68]
Auch mit weiteren Arten wie Iltis, Wildkaninchen oder Brandgans ist eine gemeinsame Baunutzung möglich.[69][70] Der Fuchs hĂ€lt dann in der nĂ€heren Umgebung seines Baues einen âBurgfriedenâ, d. h., er lĂ€sst potenzielle Beutetiere dort unbehelligt.[71]
Baum- und Steinmarder meiden RotfĂŒchse.[64] FĂŒchse können beide Arten erbeuten.[64][72] Baummarder können jedoch auch JungfĂŒchse erbeuten.[73] Nach Ausbruch der RĂ€ude in den 1980er Jahren in Schweden sank der Fuchsbestand, wĂ€hrend gleichzeitig der des Baummarders stieg. Es wird vermutet, dass der Fuchs ĂŒber PrĂ€dation den Baummarderbestand beeinflussen kann.[72] Ein negativer Einfluss auf Baummarder durch PrĂ€dation wird auch fĂŒr Norwegen vermutet,[74] umgekehrt gab es bei einer Untersuchung in Finnland keine Hinweise auf einen bestandsbeeinflussenden Effekt des Fuchses auf den Baummarder.[75]
Bei Untersuchungen in Mecklenburg-Vorpommern konnten bei gĂŒnstiger Ressourcenausstattung aufgrund unterschiedlicher Habitatnutzung keine negativen EinflĂŒsse von Marderhund[76] und WaschbĂ€r[77] auf den Fuchsbestand festgestellt werden.

In der Stadt begegnen sich FĂŒchse und Hauskatzen hĂ€ufig, beachten sich in den meisten FĂ€llen aber kaum. Bei Konflikten flieht meist der Fuchs. Nur in seltenen FĂ€llen kommt es zum Kampf, und nur in auĂergewöhnlichen Situationen versuchen FĂŒchse meist wenige Wochen alte Jungkatzen oder durch Krankheit oder Unfall geschwĂ€chte Katzen zu erbeuten.[78][79] Beobachtet wurden auch gemeinsames Spielen und gemeinsames Zusammensitzen ebenso wie gegenseitige Vertreibungen.[64] Das Jagdverhalten des Fuchses ist Ă€hnlich dem einer Katze, was sich im langsamen Anschleichen und dem MĂ€usesprung[80] zeigt. AuĂerdem klettern FĂŒchse besser als andere Hundeartige. FĂŒchse und Katzen gehören zoologisch zwar verschiedenen Familien an, haben aber aufgrund der gemeinsamen Spezialisierung auf kleine Nagetiere als Beutetiere im Laufe der Evolution eine konvergente Entwicklung durchlaufen.[81]
FĂŒr Steinadler[82] und Seeadler[83] gehört der Rotfuchs nicht zu den Hauptbeutetieren, beide Arten können jedoch auch ausgewachsene FĂŒchse schlagen. Uhus können JungfĂŒchse erbeuten, AltfĂŒchse gehören dagegen nicht mehr zum Nahrungsspektrum.[84]
Parasiten und Krankheiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
In europĂ€ischen FĂŒchsen wurden 55 Wurmarten mit regional unterschiedlichen Schwerpunkten nachgewiesen. Weit verbreitet ist ein Befall mit BandwĂŒrmern, insbesondere mit dem Fuchsbandwurm. Daneben treten FadenwĂŒrmer auf, insbesondere Trichinen, fĂŒr die der Fuchs ein Reservoirwirt ist. Nach neueren Untersuchungen sind in Deutschland ca. 20 % der FĂŒchse TrĂ€ger von Trichinella spiralis, welche sie auf Wildschweine und seltener auch auf Hausschweine ĂŒbertragen. Beim Verzehr gehen die Trichinen auf den Menschen ĂŒber, wo sie die meldepflichtige Trichinellose hervorrufen. Obwohl aufgrund der gesetzlichen Trichinenuntersuchung in Deutschland die Anzahl der Trichinenerkrankungen bei Menschen (von 2016 bis 2019 nur 10 gemeldete FĂ€lle) sowie die Trichinennachweise bei Schweinen stark zurĂŒckgegangen ist (von 2000 bis 2009 nur 92 positiv getestete Wildschweine von 3,4 Millionen untersuchten und 4 Hausschweine von 453 Millionen), gilt die Trichinenbeschau aufgrund des Erregerreservoirs in der Fuchspopulation nach wie vor als unverzichtbar.[85][86][87][88]
Des Weiteren treten Ektoparasiten auf, darunter Flöhe (vor allem der Hundefloh), Zecken (vor allem die Fuchszecke) und Milben. Letztere können die RÀude hervorrufen. Zu den Virusinfektionen zÀhlen die Fuchsencephalitis, Staupe und Tollwut, zu den bakteriellen Infektionen beispielsweise die Leptospirose.[89]
In einer Berliner Population stellten neben dem StraĂenverkehrstod die Staupe und die RĂ€ude (frĂŒher auch die Tollwut) wesentliche Verlustursachen dar und wirkten bestandslimitierend.[90] In Bristol reduzierte ein RĂ€udeausbruch die dortige Fuchspopulation um 95 % innerhalb von zwei Jahren.[91]
Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die wissenschaftliche Erstbeschreibung des Rotfuchses stammt aus der zehnten Auflage der Systema NaturÊ von Carl von Linné aus dem Jahr 1758.
Der Rotfuchs gehört zur Gattung Vulpes. In einer molekulargenetisch begrĂŒndeten Systematik der Hunde, die auf molekulargenetischen Untersuchungen grĂŒndete, wurde die Gattung Vulpes als Schwestertaxon dem Marderhund (Nyctereutes procyonoides) gegenĂŒbergestellt. Verglichen wurden dabei 15 Kilobasen an Exon- und Intron-Sequenzen.[92] Als Schwesterart dieser beiden Gattungen wurde der Löffelhund (Otocyon megalotis) identifiziert.[92] Gemeinsam wurden diese drei Gattungen als Rotfuchs-Klade zusammengefasst. Diese entspricht Teilen der ursprĂŒnglich als Echte FĂŒchse (Vulpini) zusammengefassten Gruppe, bei der jedoch der Marderhund nicht enthalten war und die zusĂ€tzlich die GraufĂŒchse (Urocyon) enthielt, die nun als basale Schwestergruppe aller Hunde betrachtet werden.[92]
Zur Gliederung der Gattung Vulpes siehe die Grafik rechts. Neben der Nominatform Vulpes vulpes vulpes werden zahlreiche weitere Unterarten unterschieden:[93]
Phylogenetische Systematik der Gattung Vulpes.[94]
|
- Vulpes vulpes vulpes, Nordeuropa (Skandinavien)
- Vulpes vulpes abietorum, SĂŒdwest-Kanada (Alberta und British Columbia)
- Vulpes vulpes niloticus, Ăgypten, Sudan
- Vulpes vulpes alascensis, Alaska und Nordwest-Kanada (Nordwest-Territorien und Yukon)
- Vulpes vulpes alphaerakyi, Kasachstan
- Vulpes vulpes anatolica, TĂŒrkei
- Vulpes vulpes arabica, Arabische Halbinsel
- Vulpes vulpes atlantica, Algerien (Atlasgebirge)
- Vulpes vulpes bangsi, Nordost-Kanada (Labrador-Halbinsel)
- Vulpes vulpes barbara, Nordwestafrika (BarbarenkĂŒste)
- Vulpes vulpes beringiana, Nordost-Sibirien
- Vulpes vulpes cascadensis, nordwestliche USA (Kaskadengebirge, Oregon und Washington)
- Vulpes vulpes caucasica, Kaukasus
- Vulpes vulpes crucigera, Europa bis Nord- und Zentralrussland
- Vulpes vulpes daurica, Sibirien, Amurregion
- Vulpes vulpes deletrix, Neufundland
- Vulpes vulpes dolichocrania, Ussuriregion
- Vulpes vulpes flavescens, nördlicher Iran
- Vulpes vulpes fulvus, Osten der USA
- Vulpes vulpes griffithi, Afghanistan und nördliches Pakistan
- Vulpes vulpes harrimani, Alaska
- Vulpes vulpes hoole, sĂŒdliches China (Fujian und Sichuan)
- Vulpes vulpes ichnusae, Korsika und Sardinien
- Vulpes vulpes induta, Zypern
- Vulpes vulpes jakutensis, Sibirien (sĂŒdlich von Jakutsk)
- Vulpes vulpes japonica, Japan
- Vulpes vulpes karagan, Mongolei, Kasachstan und Kirgisistan
- Vulpes vulpes kenaiensis, Kenai-Halbinsel
- Vulpes vulpes kurdistanica, nordöstliche TĂŒrkei und Armenien
- Vulpes vulpes macroura, USA (Mountain States)
- Vulpes vulpes montana, Himalaya
- Vulpes vulpes necator, Kalifornien und Nevada
- Vulpes vulpes ochroxantha, Siebenstromland
- Vulpes vulpes palaestina, Jordanien und Libanon
- Vulpes vulpes peculiosa, Korea
- Vulpes vulpes pusilla, Nordwestindien bis Irak
- Vulpes vulpes regalis, nördliche Great Plains
- Vulpes vulpes rubricosa, Osten Kanadas
- Vulpes vulpes schrenckii, Hokkaido und Sachalin
- Vulpes vulpes silacea, Iberische Halbinsel
- Vulpes vulpes splendidissima, Kurilen
- Vulpes vulpes stepensis, Steppen im SĂŒden von Russland
- Vulpes vulpes tobolica, Sibirien, unteres Einzugsgebiet des Ob
- Vulpes vulpes tschiliensis, Nordostchina
Nutzung, Bejagung, Artenschutz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nutzung des Rotfuchses
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
ArchĂ€ologen haben auf der Orkneyinsel vor der NordkĂŒste Schottlands Hinweise auf die Zucht von FĂŒchsen in der spĂ€ten Eisenzeit entdeckt. Nach dem Ăberfall der Wikinger auf Schottland um 800 soll die Zucht eingestellt worden sein.[95]
Rotfuchsfelle werden noch fĂŒr Bekleidungszwecke genutzt, wobei die Nachfrage stark von der jeweiligen Mode und der Akzeptanz von Pelzen abhĂ€ngt. In Pelztierfarmen werden vor allem seltene FarbschlĂ€ge wie SilberfĂŒchse und KreuzfĂŒchse gezĂŒchtet.
Der Fuchs lieferte frĂŒher verschiedene Arzneimittel, aber auch Amulette. Verwendet wurden gemÀà Alexander Tschirch Fett, Mark und Blut, die Zunge wurde als Tragzauber gegen Blindheit und andere Augenleiden empfohlen.[96] Auch Fuchsöl (lateinisch oleum vulpinum), ein öliger Auszug bzw. Absud von Fuchsfleisch fand Verwendung (etwa âbei lahmen Gliedernâ).[97] Fuchsleber wurde in der Volksmedizin als Brechmittel eingesetzt. Bis in das Mittelalter wurde sie auch als Tuberkulosemittel verwendet.[98]
Nach § 13a LMEV ist die Einfuhr von Fuchsfleisch aus DrittlÀndern in die Bundesrepublik verboten.
Bejagung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Fuchsjagd wird in vielen Staaten legal betrieben.
In Deutschland werden pro Jahr einige Hunderttausend RotfĂŒchse erlegt.[99] In der Schweiz werden jĂ€hrlich einige Zehntausend AbschĂŒsse von RotfĂŒchsen verzeichnet.[100] Ihre Felle werden in beiden LĂ€ndern mehrheitlich nicht weiterverarbeitet und der Entsorgung zugefĂŒhrt, wobei es einzelne Initiativen gibt, die das Ă€ndern wollen.[101][102]
In der Bundesrepublik wurde Ende der 1960er Jahre zur Tollwut-BekĂ€mpfung eine Baubegasung aller erreichbaren Fuchsbaue durchgefĂŒhrt, bevor sie aus TierschutzgrĂŒnden eingestellt wurde.[103] Die FĂŒchse im Bau sollten dabei getötet werden, es fielen aber auch zahlreiche Dachse der Begasung zum Opfer. Seit der ab 1987 erfolgten Immunisierung der FĂŒchse durch Impfbeköderung gingen die TollwutfĂ€lle erheblich zurĂŒck. Seit 2008 gilt die terrestrische Tollwut in Deutschland als offiziell ausgerottet.[104]

Umstritten ist die Fuchsjagd in GroĂbritannien, wo vor allem die Art ihrer DurchfĂŒhrung zu Auseinandersetzungen zwischen TierschĂŒtzern und JĂ€gern fĂŒhrte. Seit Februar 2005 ist die Parforcejagd zu Pferde mit Hundemeuten in ganz GroĂbritannien offiziell verboten, was die Diskussion um die Fuchsjagd als solche jedoch nicht beendet hat.
In Luxemburg ist die Fuchsjagd seit 2015 verboten. Nach Aussage der dortigen Umweltministerin gĂ€be es keine Zunahme der Fuchspopulation, der Fuchsbandwurm sei auf 20 Prozent zurĂŒckgegangen und der Fuchs störe auch nicht die BiodiversitĂ€t des Landes Luxemburg. RĂŒckgĂ€nge von Boden- und WiesenbrĂŒtern seien vor allem auf Lebensraumverlust und InsektenrĂŒckgang zurĂŒckzufĂŒhren und nicht auf den Rotfuchs. Das Bejagungsverbot wurde 2020 verlĂ€ngert.[105]
Artenschutz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Rotfuchs wird in der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund des groĂen Verbreitungsgebietes und der hohen BestĂ€nde als nicht gefĂ€hrdet gelistet (Least Concern).[106]
Zur Verhinderung von Vogelschlag an FlughĂ€fen gibt es Ăberlegungen, FĂŒchse gezielt mit Kunstbauen zu fördern oder dort nicht zu bejagen.[107]
FĂŒr die Bestandsabnahmen von BodenbrĂŒtern wie Kiebitz, Uferschnepfe oder Auerhuhn wird seit einigen Jahren neben der Lebensraumverschlechterung als Hauptursache (vor allem durch intensive Landwirtschaft) auch die PrĂ€dation durch den Rotfuchs angegeben.[108] Dies fĂŒhrte zur Forderung und DurchfĂŒhrung eines PrĂ€datorenmanagements als Artenschutzstrategie,[109] das bei ganzjĂ€hriger und intensiver Bejagung auch die gewĂŒnschten Erfolge zeigen kann.[110] Als eine mögliche Ursache fĂŒr die zeitweise hohe Nachstellung durch den Fuchs werden auch die Bestandszyklen von WĂŒhlmausarten diskutiert.[111]
Teilweise wurde jedoch auch kein stark negativer Einfluss des Fuchses auf BodenbrĂŒter gefunden.[112] Die DurchfĂŒhrung eines PrĂ€datorenmanagements muss nicht immer zu einer Erhöhung der Ăberlebensrate der Zielarten fĂŒhren.[113] Bei geringerer Fuchsdichte können Marderartige den Anteil des Fuchses an der hohen PrĂ€dationsrate ersetzen.[114] Die Wirksamkeit vom aktiven (Tötung des PrĂ€dators) oder passiven (VerĂ€nderungen von Habitatstrukturen) PrĂ€datorenmanagement als NaturschutzmaĂnahme ist umstritten und erfordert eine intensive Vorbereitung und Einzelfallbeurteilung.[115]
Vor allem im englischsprachigen Raum wird seit etwa 15 Jahren das Thema Tierethik auch bei Wildtieren verstĂ€rkt diskutiert, insbesondere im Themenbereich Bestandskontrolle von (hochentwickelten) Wirbeltieren,[116][117][118] auch speziell bei FĂŒchsen,[119][120][121] und hat zu lokalen Initiativen fĂŒr den Rotfuchs gefĂŒhrt.[122][123]
Kulturelle Bedeutung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vorchristliche und vor-biblische Zeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bereits aus der Zeit um 14.500 v. Chr. sind Fuchsknochen als Grabbeigaben in der Fundstelle von ÊŸUyyun al-Hamman (Wadi Ziqlab, Jordanien) nachgewiesen (siehe Kulturgeschichte unten). Die seitdem andauernde kulturelle Bedeutung im Mittelmeerraum zur vorchristlichen und vor-biblischen Zeit wird u. a. durch die Fabeln des Ăsop deutlich, die bis heute einen festen Platz im kulturellen GedĂ€chtnis und der Literatur behalten haben.
Römisch-katholisch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Bibel wird der Fuchs als Symbol fĂŒr Wildnis oder auch fĂŒr verwĂŒstete, daher von ihm bewohnte Landschaften (Klgl 5,18 EU, Hes 13,4 EU, Neh 3,35 EU) genannt, als SchĂ€dling (Hld 2,15 EU), aber auch als Symbol fĂŒr List und Bosheit (Lk 13,32 EU). Jesus gebraucht den Fuchs, der immerhin einen Bau hat, als Gegenbild zu seiner eigenen Heimatlosigkeit (Mt 8,20 EU, Lk 13,32 EU). Eine Sonderstellung hat der Fuchs im Buch der Richter (Ri 15,4â5 EU), wo erzĂ€hlt wird, wie Simson FĂŒchse zur Zerstörung gegnerischer Felder gebraucht.[A 1]
In der stark römisch-katholisch beeinflussten christlichen Ikonografie dient der Fuchs zur Vermenschlichung und Personifikation der SĂŒnde.[124]
Protestantismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zu Beginn des Protestantismus ab dem Jahr 1530 bearbeitete nachweislich Martin Luther die Ă€sopschen Fabeln und versuchte sich an einer Systematik, wobei er den Versuch wohl schlieĂlich abbrach. In der Fabelforschung hat man dem evangelischen Reformator eine bislang nur geringe Beachtung geschenkt. Die verfĂŒgbare Literatur ist eher spĂ€rlich, was an der zeitlich erst erheblich spĂ€teren Entdeckung von Luthers entsprechenden Handschriften in der (römisch-katholischen) Vatikanischen Bibliothek durch Richard Reitzenstein liegen mag. Luther behandelte jedenfalls wĂ€hrend seines Aufenthaltes auf der Veste Coburg die Fabeln in deutscher Sprache.[125]
Japan und China
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Kitsune (ç; âFuchsâ) ist ein, in der Volksmytholgie vermutlich ursprĂŒnglich chinesisch beeinflusstes, wandelbares Wesen der japanischen Mythologie und des japanischen Volksglaubens aus der Gruppe der YĆkai, Kami und Han'yĆ. Er gehört mit zu den bekanntesten und vertrautesten, in vor allem lĂ€ndlichen Gebieten bis heute aber auch gefĂŒrchteten Fabelwesen in Japan. Aus dem frĂŒhzeitlichen China sind FuchsdĂ€monen etwa seit 270 n. Chr. sicher ĂŒberliefert und dann erst spĂ€ter seit etwa 400 n. Chr. auch auf Japan. Die Fuchsfee ist ein Ă€hnliches Wesen aus der chinesischen Mythologie.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verweise auf eine der bekanntesten (vorchristlichen und vor-biblischen) Fabeln â Vom Fuchs und Raben â des Ăsop, der wahrscheinlich im 6. Jahrhundert v. Chr. im antiken Griechenland lebte, finden sich in zahlreichen europĂ€ischen (aber auch arabischen und hebrĂ€ischen) Kunstwerken und Dichtungen. So taucht beispielsweise im 11. Jahrhundert in der Randborte des Teppichs von Bayeux eine Darstellung auf und gezeigt ist der Moment, in dem der Rabe den Schnabel öffnet und der KĂ€se herausfĂ€llt.
Die spĂ€tere Bezeichnung âReinekeâ basiert auf einem lateinischen Gedicht aus dem Jahr 1150 mit dem Titel Ysegrimus, in dem der Fuchs als âReinardusâ auftritt.[126] Im Jahr 1175 schrieb Pierre de Saint Cloud den Roman de Renard.[127] Diese als eine Parodie auf den höfischen Lebensstil gedachte Geschichte stellt den Fuchs in einer Doppelrolle als Schurken und Helden dar (Details siehe Reineke Fuchs). Im weiteren Mittelalter breiteten sich Geschichten mit âReinekeâ rasch aus. Dabei wird der Fuchs als falsch, rachsĂŒchtig, widerspenstig, schlau und einzelgĂ€ngerisch dargestellt. Bekannt ist vor allem Goethes Version von Reineke Fuchs aus dem Jahr 1793. Der weibliche Fuchs trĂ€gt in der Fabel den Namen Ermelyn.[128] Bereits im 17. Jahrhundert veröffentlichte Jean de La Fontaine eine damals sehr erfolgreiche poetische Bearbeitung der Fabel des Ăsop.[129] Auf deren Grundlage verfasste Gotthold Ephraim Lessing im 18. Jahrhundert unter dem Titel Der Rabe und der Fuchs eine ironische Abwandlung des Themas.
In einigen Regionen des deutschsprachigen Raumes kommt dem Rotfuchs als Osterfuchs eine positive Rolle zu: Dort ĂŒbernimmt er im österlichen Brauchtum wie der Osterhase die Aufgabe des Eierbringens. Auch in Japan spielt der Rotfuchs eine Rolle in Mythologie und Fabel (siehe Kitsune). In China galt er nicht nur als Symbol fĂŒr Schlauheit und List, sondern auch fĂŒr erotische VerfĂŒhrung und DĂ€monie. Zahlreich sind insbesondere die ErzĂ€hlungen, in denen sich MĂ€nner mit einem Fuchsgeist in Gestalt einer schönen Frau einlassen und dabei ihr Verderben finden.
-
Lesender Fuchs mit klerikaler Kopfbedeckung (Stundenbuch, etwa 1460)
-
Eine japanische Kitsune-Statue
-
NeunschwÀnziger Fuchs; aus der Qing-Ausgabe von Shan Hai Jing
-
Illustration von Reineke Fuchs in einem Kinderbuch von 1869
Bis ins 20. Jahrhundert dominiert eine negative Darstellung von FĂŒchsen in MĂ€rchen und KinderbĂŒchern: z. B. in Grimms MĂ€rchen als listige Figur (KHM 57, 72, 74, 132, 191) oder als Ăberlisteter (KHM 8, 38, 45, 75, 86), in der Geschichte von Nils Holgersson oder im Kinderlied Fuchs, du hast die Gans gestohlen.
Kulturgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fuchsknochen als Grabbeigaben aus der Zeit um 14.500 v. Chr. â also wohl etwa gleichzeitig mit der Domestizierung des Hundes in einigen Regionen der Welt und kurz vor dem Vorkommen von gemeinsamen Bestattungen von Mensch und Hund im Natufien des Nahen Ostens â finden sich in Grab 1 der Fundstelle von ÊŸUyyun al-Hamman (Wadi Ziqlab, Jordanien), die in den geometrischen Abschnitt des Kebarien datiert.[130] Möglicherweise weist der Fund auf (wegen der Scheuheit des Tieres wohl vergebliche) Domestizierungsversuche des Fuchses hin.[131] Das Grab enthielt zwei Bestattungen, die zu verschiedenen Zeiten beerdigt worden waren. Unter dem Brustkorb von Bestattung B, einem Erwachsenen, lag ein vollstĂ€ndiger FuchsschĂ€del und ein Oberarm (v. Vulpes vulpes). In Grab VIII lag dagegen ein fast vollstĂ€ndiges Fuchsskelett, dem SchĂ€del und Humerus fehlten.[132] Die Knochen gehören vermutlich zu demselben Tier.[133] In der Natufien-Siedlung Kfar HaHoresh (Israel) lagen Teile von Fuchsskeletten in Kinderbestattungen. FĂŒchse wurden zu dieser Zeit jedoch auch gegessen, wie Funde aus den Karmel-Höhlen beweisen.[134] Auf dem Pfeiler 2 der Anlage A von Göbekli Tepe (PPNA) ist unter anderem ein Fuchs dargestellt.[135]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zoologie
- Alexander Wandeler, Peter LĂŒps: Vulpes vulpes (Linnaeus, 1758) â Rotfuchs. In: Michael Stubbe, Franz Krapp (Hrsg.): Handbuch der SĂ€ugetiere Europas. Band 5: RaubsĂ€uger â Carnivora (Fissipedia). Teil I: Canidae, Ursidae, Procyonidae, Mustelidae 1. Aula-Verlag, Wiesbaden 1993, S. 139â193.
- Felix Labhardt: Der Rotfuchs. Naturgeschichte, Ăkologie und Verhalten dieses erstaunlichen Jagdwildes. Paul Parey Verlag, Hamburg 1990, ISBN 3-490-33812-X.
- David MacDonald: Unter FĂŒchsen â Eine Verhaltensstudie. Knesebeck-Verlag, MĂŒnchen 1993, ISBN 3-926901-63-2.
- Maria Schnaitl, Sylvia StĂŒrzer: Rotfuchs (Vulpes vulpes) und Dachs (Meles meles) im Nationalpark Bayerischer Wald. Raumnutzungsverhalten und Habitatwahl in einem geschlossenen Waldgebiet. (= Nationalpark Bayerischer Wald. Heft 18). 2009, ISBN 978-3-930977-32-1, S. 104â105.
- StadtfĂŒchse
- Sandra Gloor, Fabio Bontadina, Daniel Hegglin: StadtfĂŒchse â Ein Wildtier erobert den Siedlungsraum. Haupt-Verlag, Bern 2006, ISBN 978-3-258-07030-8.
- Stephen Harris, Phil Baker: Urban Foxes. Whittet Books, Suffolk 2001.
- Trevor Williams, Andrew Wilson: Unearthing the urban fox. The Fox Project, Tonbridge 2000.
- ErzÀhlkultur
- Rudolf Schenda: Fuchs. In: Das ABC der Tiere. MĂ€rchen, Mythen und Geschichten. C. H. Beck Verlag, MĂŒnchen 1995, S. 105â111.
- Hans-Jörg Uther: Fuchs. In: EnzyklopĂ€die des MĂ€rchens. Band 5. Berlin 1987, S. 447â478.
- Fabel vom Löwenanteil
- BildbÀnde
- Rebecca L. Grambo: The World of the Fox. Sierra Club Books, San Francisco 1995.
- GĂŒnther Schumann: Wilde FĂŒchse ganz vertraut. Neumann â Neudamm, Melsungen 2007.
- Hartmann Jenal: Meine FĂŒchse. Gollensteinverlag 2009.
- Lutz Artmann: Der Fuchs in der Stadt. Oertel + Spörer Verlag, Reutlingen 2016, ISBN 978-3-88627-874-9.
- Bilder- und KinderbĂŒcher
- Toshiko Kanzawa: Moschiri die FĂŒchsin. Gerstenberg Verlag, Hildesheim 1993.
- Irina Korschunow: Der Findefuchs. Wie der kleine Fuchs eine Mutter bekam. Deutscher Taschenbuch-Verlag, MĂŒnchen 2001. (Bilder von R. Michl)
- Desirée Jenal: Fredy der kleine Fuchs und seine Freunde. Eigenverlag, Saarlouis 2009.
- Cherie Mason: Wild Fox â A True Story. Down East Books, Maine 1993.
- Claudia Schnieper; Felix Labhardt: Dem Fuchs auf der Spur. Kinderbuchverlag, Luzern 1988.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Vulpes vulpes in der Roten Liste gefÀhrdeter Arten der IUCN 2009. Eingestellt von: MacDonald, D.W. & Reynolds, J.C., 2008. Abgerufen am 23. Januar 2010.
- spurenjagd.de: Rotfuchs â Tierspuren-EnzyklopĂ€die
Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Alle oben angefĂŒhrten Quellen stammen ausschlieĂlich aus der EinheitsĂŒbersetzung (EU). Als nachprĂŒfbare Vermerke gelten Die Herausgeber sind: [römisch-katholische] (Erz-)Bischöfe Deutschlands, Ăsterreichs, der Schweiz u.a. und als verantwortliche Herausgebender Verlag: Katholische Bibelanstalt GmbH ist diese im dortigen Urheberrechtsvermerk klar ersichtlich.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â www.gbif.org.
- â www.mammaldiversity.org.
- â Alexander Wandeler, Peter LĂŒps: Vulpes vulpes (Linnaeus, 1758) â Rotfuchs. In: Michael Stubbe, Franz Krapp (Hrsg.): Handbuch der SĂ€ugetiere Europas. Band 5: RaubsĂ€uger â Carnivora (Fissipedia). Teil I: Canidae, Ursidae, Procyonidae, Mustelidae 1. Aula-Verlag, Wiesbaden 1993, S. 140.
- â a b Felix Labhardt: Der Rotfuchs. Naturgeschichte, Ăkologie und Verhalten dieses erstaunlichen Jagdwildes. Paul Parey Verlag, Hamburg 1990, ISBN 3-490-33812-X, S. 20.
- â Bruno Hespeler (Bearbeiter): Vor und nach der JĂ€gerprĂŒfung. BLV, MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-8354-0085-6, S. 176.
- â Miroslav Bouchner: Der Kosmos-SpurenfĂŒhrer. Spuren und FĂ€hrten einheimischer Tiere. Gondrom-Verlag, Bindlach 1996, S. 102 f.
- â Martin Hemmington: Foxwatching. In the Shadow of the Fox. Whittet Books, Stonham 1997, ISBN 1-873580-31-2, S. 22.
- â Trevor Williams, Andrew Wilson: Unearthing the urban fox. The Fox Project, Tonbridge 2000, S. 24.
- â a b Angelika Lang: Spuren und FĂ€hrten unserer Tiere. BLV NaturfĂŒhrer, MĂŒnchen 1991, ISBN 3-405-13819-1, S. 116.
- â Martin Hemmington: Describing the smell of the urine is almost impossible, but if I was to try, I suppose it smells very much like a freshly opened jar of NescafĂ© coffee (âŠ). 1997, S. 25.
- â David MacDonald: Unter FĂŒchsen â Eine Verhaltensstudie. Knesebeck-Verlag, MĂŒnchen 1993, ISBN 3-926901-63-2, S. 32.
- â Albert Gossauer: Struktur und ReaktivitĂ€t der BiomolekĂŒle. Verlag Helvetica Chimica Acta, ZĂŒrich, 2006, ISBN 3-906390-29-2, S. 228.
- â J. W. Jorgenson, M. Novotny, M. Carmack, G. B. Copland, S. R. Wilson, S. Katona, W. K. Whitten: Chemical Scent Constituents in the Urine of the Red Fox (Vulpes vulpes L.) During the Winter Season. In: Science. 199, 1978, S. 796â709, doi:10.1126/science.199.4330.796. PMID 17836296.
- â David MacDonald: Unter FĂŒchsen â Eine Verhaltensstudie. Knesebeck-Verlag, MĂŒnchen 1993, ISBN 3-926901-63-2, S. 21.
- â a b c Carl D. Soulsbury, Philip J. Baker, Graziella Iossa, Stephen Harris: Red Foxes (Vulpes vulpes). In: Stanley D. Gehrt, Seth P. D. Riley, Brian L. Cypher (Hrsg.): Urban Carnivores. Ecology, Conflict, and Conservation. Hopkins University Press, Baltimore 2010, ISBN 978-0-8018-9389-6, S. 63 f.
- â Sandra Gloor, Fabio Bontadina, Daniel Hegglin: StadtfĂŒchse â Ein Wildtier erobert den Siedlungsraum. Haupt-Verlag, Bern 2006, ISBN 3-258-07030-X, S. 39 f.
- â Sophia E. Kimmig et al.: Beyond the landscape: Resistance modelling infers physical and behavioural gene flow barriers to a mobile carnivore across a metropolitan area. In: Molecular Ecology. Band 29, Nr. 3, 2020, S. 466â484, doi:10.1111/mec.15345.
Stadtfuchs und Landfuchs: Genetische Analysen zeigen unterschiedliche Fuchs-Populationen in und um Berlin auf. Auf: idw-online.de vom 5. MĂ€rz 2020. - â Sandra Gloor, Fabio Bontadina, Daniel Hegglin: StadtfĂŒchse â Ein Wildtier erobert den Siedlungsraum. Haupt-Verlag, Bern 2006, ISBN 3-258-07030-X, S. 14, 153.
- â Bei Daten zu StreifgebietsgröĂe, die auf Telemetrieuntersuchungen basieren, werden in der Literatur verschiedene Auswerteverfahren angewendet,
- die Minimum-Convex-Polygonmethode MCP, die alle Ă€uĂeren Beobachtungspunkte umfasst inklusive nichtgenutzter Bereiche,
- das 95 % - MPC, das zur Ausklammerung der nicht genutzten Bereiche verwendet wird, oder die
- Kernel-Methode, welche die Dichte der BeobachtungshĂ€ufigkeiten berĂŒcksichtigt. Auch hier sind Prozentbildungen möglich, z. B. 50-%-Kernel oder 95-%-Kernel (Schnaitl 2009, S. 14).
- â Konstantin Börner: Untersuchungen zur Raumnutzung des Rotfuchses Vulpes vulpes (L., 1758) in verschiedenen anthropogen beeinflussten LebensrĂ€umen Berlins und Brandenburgs. Dissertation Humboldt-UniversitĂ€t-Berlin. Mensch und Buch Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86387-500-8, S. 73.
- â a b c Carl D. Soulsbury, Philip J. Baker, Graziella Iossa, Stephen Harris: Red Foxes (Vulpes vulpes). In: Stanley D. Gehrt, Seth P. D. Riley, Brian L. Cypher (Hrsg.): Urban Carnivores. Ecology, Conflict, and Conservation. Hopkins University Press, Baltimore 2010, ISBN 978-0-8018-9389-6, S. 65 f.
- â City fox explosion. In: New Scientist. Band 232, Nr. 3107, 2017, S. 6.
- â Maria Schnaitl, Sylvia StĂŒrzer: Rotfuchs (Vulpes vulpes) und Dachs (Meles meles) im Nationalpark Bayerischer Wald. Raumnutzungsverhalten und Habitatwahl in einem geschlossenen Waldgebiet. (= Nationalpark Bayerischer Wald. Heft 18). 2009, ISBN 978-3-930977-32-1, S. 104â105.
- â Konstantin Börner: Untersuchungen zur Raumnutzung des Rotfuchses Vulpes vulpes (L., 1758) in verschiedenen anthropogen beeinflussten LebensrĂ€umen Berlins und Brandenburgs. Dissertation Humboldt-UniversitĂ€t-Berlin. Mensch und Buch Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86387-500-8, S. 56 f.
- â Sandra Gloor, Fabio Bontadina, Daniel Hegglin: StadtfĂŒchse â Ein Wildtier erobert den Siedlungsraum. Haupt-Verlag, Bern 2006, ISBN 3-258-07030-X, S. 53.
- â Konstantin Börner: Untersuchungen zur Raumnutzung des Rotfuchses Vulpes vulpes (L., 1758) in verschiedenen anthropogen beeinflussten LebensrĂ€umen Berlins und Brandenburgs. Dissertation Humboldt-UniversitĂ€t-Berlin. Mensch und Buch Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86387-500-8, S. 7, 8, 13.
- â K. J. Parsons, Anders Rigg, A. J. Conith, A. C. Kitchener, S. Harris: Skull morphology diverges between urban and rural populations of red foxes mirroring patterns of domestication and macroevolution. In: Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences. Band 287, Nr. 1928, 10. Juni 2020, S. 20200763, doi:10.1098/rspb.2020.0763, PMID 32486981, PMC 7341913 (freier Volltext) â (englisch).
- â Felix Labhardt: Der Rotfuchs. Naturgeschichte, Ăkologie und Verhalten dieses erstaunlichen Jagdwildes. Paul Parey Verlag, Hamburg 1990, ISBN 3-490-33812-X, S. 64 f.
- â Carl D. Soulsbury, Philip J. Baker, Graziella Iossa, Stephen Harris: Red Foxes (Vulpes vulpes). In: Stanley D. Gehrt, Seth P. D. Riley, Brian L. Cypher (Hrsg.): Urban Carnivores. Ecology, Conflict, and Conservation. Hopkins University Press, Baltimore 2010, ISBN 978-0-8018-9389-6, S. 66.
- â Stephen Harris, Phil Baker: Urban Foxes. 2. Auflage. Whittet Books, Suffolk 2001, ISBN 1-873580-51-7, S. 48 f.
- â P. J. Baker, S. M. Funk, M. W. Bruford, S. Harris: Polygynandry in a red fox population: implications for the evolution of group living in canids? . In: Behavioral Ecology. Band 15, 2004, S. 776.
- â a b Maria Schnaitl, Sylvia StĂŒrzer: Rotfuchs (Vulpes vulpes) und Dachs (Meles meles) im Nationalpark Bayerischer Wald. Raumnutzungsverhalten und Habitatwahl in einem geschlossenen Waldgebiet (= Nationalpark Bayerischer Wald. Nr. 18). Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald, Grafenau 2009, ISBN 978-3-930977-32-1, S. 47 ff.
- â a b David MacDonald: Unter FĂŒchsen â Eine Verhaltensstudie. Knesebeck, MĂŒnchen 1993, ISBN 3-926901-63-2, S. 104 f.
- â Konstantin Börner: Untersuchungen zur Raumnutzung des Rotfuchses, Vulpes vulpes (L., 1758), in verschieden anthropogen beeinflussten LebensrĂ€umen Berlins und Brandenburgs. Mensch und Buch Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86387-500-8, S. 20, doi:10.13140/RG.2.1.4336.9200 (rgdoi.net [abgerufen am 23. Januar 2020]).
- â Felix Labhardt: Der Rotfuchs. Naturgeschichte, Ăkologie und Verhalten dieses erstaunlichen Jagdwildes. Paul Parey Verlag, Hamburg 1990, ISBN 3-490-33812-X, S. 112.
- â a b c Stephen Harris, Phil Baker: Urban Foxes (= British natural history series). 2. Auflage. Whittet, Stowmarket 2001, ISBN 1-873580-51-7, S. 108 f.
- â David MacDonald: Unter FĂŒchsen â Eine Verhaltensstudie. Knesebeck-Verlag, MĂŒnchen 1993, ISBN 3-926901-63-2, S. 17.
- â a b Felix Labhardt: Der Rotfuchs. Naturgeschichte, Ăkologie und Verhalten dieses erstaunlichen Jagdwildes. Paul Parey Verlag, Hamburg 1990, ISBN 3-490-33812-X, S. 106.
- â David MacDonald: Unter FĂŒchsen â Eine Verhaltensstudie. Knesebeck-Verlag, MĂŒnchen 1993, ISBN 3-926901-63-2, S. 53.
- â Konstantin Börner: Untersuchungen zur Raumnutzung des Rotfuchses Vulpes vulpes (L., 1758) in verschiedenen anthropogen beeinflussten LebensrĂ€umen Berlins und Brandenburgs. Dissertation Humboldt-UniversitĂ€t-Berlin. Mensch und Buch Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86387-500-8, S. 15.
- â a b c Felix Labhardt: Der Rotfuchs. Naturgeschichte, Ăkologie und Verhalten dieses erstaunlichen Jagdwildes. Paul Parey Verlag, Hamburg 1990, ISBN 3-490-33812-X, S. 70 ff.
- â Sandra Gloor, Fabio Bontadina, Daniel Hegglin: StadtfĂŒchse â Ein Wildtier erobert den Siedlungsraum. Haupt-Verlag, Bern 2006, S. 88.
- â a b David MacDonald: Unter FĂŒchsen â Eine Verhaltensstudie. Knesebeck-Verlag, MĂŒnchen 1993, ISBN 3-926901-63-2, S. 158.
- â Felix Labhardt: Der Rotfuchs. Naturgeschichte, Ăkologie und Verhalten dieses erstaunlichen Jagdwildes. Paul Parey Verlag, Hamburg 1990, ISBN 3-490-33812-X, S. 114.
- â Konstantin Börner: Untersuchungen zur Raumnutzung des Rotfuchses Vulpes vulpes (L., 1758) in verschiedenen anthropogen beeinflussten LebensrĂ€umen Berlins und Brandenburgs. Dissertation Humboldt-UniversitĂ€t-Berlin. Mensch und Buch Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86387-500-8, S. 10, 18f.
- â a b c Sandra Gloor, Fabio Bontadina, Daniel Hegglin: StadtfĂŒchse â Ein Wildtier erobert den Siedlungsraum. Haupt-Verlag, Bern 2006, S. 81 ff.
- â a b c d Stephen Harris, Phil Baker: Urban Foxes. 2. Auflage. Whittet Books, Suffolk 2001, ISBN 1-873580-51-7, S. 30 ff.
- â Philip J. Baker, Stephan M. Funk, Michael W. Bruford, Stephen Harris: Polygynandry in a red fox population: implications for the evolution of group living in canids? In: Behavioral Ecology. Band 15, 2004, S. 766â778.
- â a b c Graziella Iossa, Carl D. Soulsbury, Philip J. Baker, Keith J. Edwards, Stephen Harris: Behavioral changes associated with a population density decline in the facultatively social red fox. In: Behavioral Ecology. Band 20, 2009, S. 385â395.
- â David MacDonald: Unter FĂŒchsen â Eine Verhaltensstudie. Knesebeck-Verlag, MĂŒnchen 1993, ISBN 3-926901-63-2, S. 154.
- â a b Stephen Harris, Phil Baker: Urban Foxes. 2. Auflage. Whittet Books, Suffolk 2001, ISBN 1-873580-51-7, S. 38.
- â Jacek GoszczyĆsk: Home ranges in red fox: territoriality diminishes with increasing area. In: Acta Theriologica. Band 47, Supplement 1, 2002, S. 103â114.
- â Thomas A. M. Kaphegyi: Untersuchungen zum Sozialverhalten des Rotfuchses (Vulpes vulpes L.). Dissertation der Forstwissenschaftlichen FakultĂ€t der Albert-Ludwigs-UniversitĂ€t, Freiburg im Breisgau 2002, S. 76 f., 85.
- â Carl D. Soulsbury, Philip J. Baker, Graziella Iossa, Stephen Harris: Red Foxes (Vulpes vulpes). In: Stanley D. Gehrt, Seth P. D. Riley, Brian L. Cypher (Hrsg.): Urban Carnivores. Ecology, Conflict, and Conservation. Hopkins University Press, Baltimore 2010, ISBN 978-0-8018-9389-6, S. 68.
- â H. M. Whiteside, D. A. Dawson, C. D. Soulsbury, S. Harris: Mother Knows Best: Dominant Females Determine Offspring Dispersal in Red Foxes (Vulpes vulpes). In: PLoS ONE. Band 6, Nr. 7, 2011, S. e22145. doi:10.1371/journal.pone.0022145.
- â a b Felix Labhardt: Der Rotfuchs. Naturgeschichte, Ăkologie und Verhalten dieses erstaunlichen Jagdwildes. Paul Parey Verlag, Hamburg 1990, ISBN 3-490-33812-X, S. 40 ff.
- â J. P. Gonzales-Varo, J. Lopez-Bao, J. Guitian: Functional diversity among seed dispersal kernels generated by carnivorous mammals. In: Journal of Animal Ecology. Band 82, 2013, S. 562â571.
- â I. Cancio, A. Ganzalez-Roble, J. M. Bastida, A. J. Manzaneda, T. Salido, P. J. Rey: Habitat loss exacerbates regional extinction risk of the keystone semiarid shrub Ziziphus lotus through collapsing the seed dispersal service by foxes (Vulpes vulpes). In: Biodiversity and Conservation. Band 25, Nr. 4, 2016, S. 693â709.
- â David MacDonald: Unter FĂŒchsen â Eine Verhaltensstudie. Knesebeck-Verlag, MĂŒnchen 1993, ISBN 3-926901-63-2, S. 131.
- â Sandra Gloor, Fabio Bontadina, Daniel Hegglin: StadtfĂŒchse â Ein Wildtier erobert den Siedlungsraum. Haupt-Verlag, Bern 2006, ISBN 3-258-07030-X, S. 97 ff.
- â Konstantin Börner: Untersuchungen zur Raumnutzung des Rotfuchses Vulpes vulpes (L., 1758) in verschiedenen anthropogen beeinflussten LebensrĂ€umen Berlins und Brandenburgs. Dissertation Humboldt-UniversitĂ€t-Berlin. Mensch und Buch Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86387-500-8, S. 46 ff.
- â Felix Labhardt: Der Rotfuchs. Naturgeschichte, Ăkologie und Verhalten dieses erstaunlichen Jagdwildes. Paul Parey Verlag, Hamburg 1990, ISBN 3-490-33812-X, S. 54.
- â a b David MacDonald: Unter FĂŒchsen â Eine Verhaltensstudie. Knesebeck-Verlag, MĂŒnchen 1993, ISBN 3-926901-63-2, S. 88.
- â a b c d e f Felix Labhardt: Der Rotfuchs. Naturgeschichte, Ăkologie und Verhalten dieses erstaunlichen Jagdwildes. Paul Parey Verlag, Hamburg 1990, ISBN 3-490-33812-X, S. 117 ff.
- â Jan Olof Helldin, O. Liberg, G. Gloersen: Lynx (Lynx lynx) killing red foxes (Vulpes vulpes) in boreal Sweden - frequency and population effects. In: Journal of Zoology. Band 270, 2006, S. 657â663.
- â a b c Reidar Andersen, Patrick Duncan, John D. C. Linnell (Hrsg.): The European Roe Deer: The Biology of Success. Scandinavian University Press, Oslo 1998, ISBN 82-00-37682-6, S. 141â143.
- â Fred Kurt: Das Reh in der Kulturlandschaft. Ăkologie, Sozialverhalten, Jagd und Hege. Kosmos Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-440-09397-2, S. 83.
- â David MacDonald, Cristina D. Buesching, Pavel Stopka, Sandra E. Baker: Encounters between two sympatric carnivores: Red foxes (Vulpes vulpes) and European badgers (Meles meles). In: Journal of Zoology. Band 263, 2004, S. 385â392.
- â D. MĂŒller-Using: RotfĂŒchse. In: Bernhard Grzimek: EnzyklopĂ€die des Tierreichs. Band 12: SĂ€uger 3. Kindler-Verlag, 1972, S. 249.
- â Erich Rutschke: Die Wildenten Europas â Biologie, Ăkologie, Verhalten. Aula Verlag, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89104-449-6, S. 326.
- â Ekkehard Ophoven: Wildtierkunde. Biologie, Merkmale, Bejagung. Kosmos-Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-440-10229-7, S. 48.
- â a b E. R. Lindström, S. M. Brainerd, J. O. Helldin, K. Overskaug: Pine marten â red fox interactions: a case of intraguild predation? In: Annales Zoologici Fennici. Band 32, 1995, S. 123â130.
- â Marcin BrzeziĆski, Ćukasz Rodak, Andrzej Zalewski: âReversedâ intraguild predation: red fox cubs killed by pine marten. In: Acta Theriologica. Band 59, 2014, S. 473â477.
- â K. Overskaug: Pine marten martes martes versus red fox vulpes vulpes in Norway; an inter-specific relationship? In: Lutra. Band 43, Nr. 2, 2000, S. 215â221.
- â S. Kurki, A. Nikula, P. Helle, H. Linden: Abundances of red fox and pine marten in relation to the composition of boreal forest landscapes. In: Journal of Animal Ecology. Band 67, 1998, S. 874â886.
- â Hinrich Zoller: Vergleichende Telemetriestudie an Rotfuchs (Vulpes vulpes Linnaeus, 1758) und Marderhund (Nyctereutes procyonoides Gray, 1834) in der Agrarlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Dissertation. UniversitĂ€t Rostock, 2010, S. 82 f.
- â F. Drygala, H. Zoller: Spatial use and interaction of the invasive raccoon dog and the native red fox in Central Europe: competition or coexistence? In: European Journal of Wildlife Research. Band 59, Nr. 5, 2013, S. 683â691.
- â Sandra Gloor, Fabio Bontadina, Daniel Hegglin: StadtfĂŒchse â Ein Wildtier erobert den Siedlungsraum. Haupt-Verlag, Bern 2006, ISBN 3-258-07030-X, S. 102.
- â Stephen Harris, Phil Baker: Urban Foxes. 2. Auflage. Whittet Books, Suffolk 2001, ISBN 1-873580-51-7, S. 76.
- â Nach akustischer Lokalisierung einer Maus springt der Fuchs bis zu 4 m nach vorn. FĂŒchse springen aber selbst dann, wenn sie die Maus unmittelbar vor sich haben. Der Fuchs hĂŒpft dann senkrecht in die Luft, stöĂt mit den FĂŒĂen auf die Maus und beiĂt sie tot (Labhardt 1990, S. 41 f.).
- â Sandra Gloor, Fabio Bontadina, Daniel Hegglin: StadtfĂŒchse â Ein Wildtier erobert den Siedlungsraum. Haupt-Verlag, Bern 2006, S. 118.
- â Urs N. Glutz von Blotzheim, Kurt M. Bauer, Einhard Bezzel (Bearb.): Handbuch der Vögel Mitteleuropas. Band 4: Falconiformes â Greifvögel. Aula-Verlag, Wiesbaden 1989, ISBN 3-923527-00-4, S. 663, 669f.
- â Urs N. Glutz von Blotzheim, Kurt M. Bauer, Einhard Bezzel (Bearb.): Handbuch der Vögel Mitteleuropas. Band 4: Falconiformes â Greifvögel. Aula-Verlag, Wiesbaden 1989, ISBN 3-923527-00-4, S. 199.
- â Urs N. Glutz von Blotzheim, Kurt M. Bauer (Bearb.): Handbuch der Vögel Mitteleuropas. Band 9: Columbiformes â Piciformes: Tauben, Kuckucke, Eulen, Ziegenmelker, Segler, Racken, Spechte. Aula-Verlag, Wiesbaden 1994, ISBN 3-923527-00-4, S. 351.
- â Epidemiologisches Bulletin des Robert Koch-Instituts Nr. 3/2018 (PDF; 238 kB) 18. Januar 2018.
- â Epidemiologisches Bulletin des Robert Koch-Instituts Nr. 3/2020 (PDF; 2,5 MB) 16. Januar 2020
- â Dt. TĂBl., 59, 2011, S. 451.
- â Frank Galster und Andreas König in LWF-aktuell der Bayerischen Landesanstalt fĂŒr Wald und Forstwirtschaft: Trichinenschau ist nötiger denn je ( vom 31. Mai 2011 im Internet Archive) (PDF; 466 kB)
- â Felix Labhardt: Der Rotfuchs. Naturgeschichte, Ăkologie und Verhalten dieses erstaunlichen Jagdwildes. Paul Parey Verlag, Hamburg 1990, ISBN 3-490-33812-X, S. 128 ff.
- â Konstantin Börner: Untersuchungen zur Raumnutzung des Rotfuchses Vulpes vulpes (L., 1758) in verschiedenen anthropogen beeinflussten LebensrĂ€umen Berlins und Brandenburgs. Dissertation Humboldt-UniversitĂ€t-Berlin. Mensch und Buch Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86387-500-8, S. 96.
- â Carl D. Soulsbury, Philip J. Baker, Graziella Iossa, Stephen Harris: Red Foxes (Vulpes vulpes). In: Stanley D. Gehrt, Seth P. D. Riley, Brian L. Cypher (Hrsg.): Urban Carnivores. Ecology, Conflict, and Conservation. Hopkins University Press, Baltimore 2010, ISBN 978-0-8018-9389-6, S. 70.
- â a b c Kerstin Lindblad-Toh u. a.: Resolving canid phylogeny. In: Kerstin Lindblad-Toh u. a.: Genome sequence, comparative analysis and haplotype structure of the domestic dog. In: Nature. 438, Dezember 2005, S. 803â819.
- â Claudio Sillero-Zubiri: Dogs (Canidae). in Don E. Wilson, Russell A. Mittermeier: Handbook of the Mammals of the World â Volume 1 Carnivores. Lynx Editions, 2009, ISBN 978-84-96553-49-1. Seite 441.
- â Jan ZrzavĂœ, VÄra ĆiÄĂĄnkovĂĄ: Phylogeny of Recent Canidae (Mammalia, Carnivora): Relative Reliability and Utility of Morphological and Molecular Datasets. In: Zoologica Scripta. Band 33, Nr. 4, Juli 2004, S. 311â333, doi:10.1111/j.0300-3256.2004.00152.x
- â Winckelmann-Pelz-Report. Nr. 1814 vom 8. Dezember 2006, gestĂŒtzt auf Quellen Daily Record und Scotland Mail vom 27. November 2006 sowie Emaildienst der USA Fur Commission
- â Otto BeĂler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 236â237.
- â Gundolf Keil: Die âCirurgiaâ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 383 (zu Fuchs, Fuchsöl und Fuchsschmalz).
- â Christian Martin Koch: Sammlung auserlesener Abhandlungen zum Gebrauch fĂŒr praktische Aerzte. Band 18, Dyck, 1799, S. 432.
- â Jagdstatistik fĂŒr einzelne Wildarten. In: Deutscher Jagdverband. Abgerufen am 14. Januar 2019.
- â Abschuss Rotfuchs, ganze Schweiz: 2009â2016. In: Eidgenössische Jagdstatistik. Abgerufen am 14. Januar 2019.
- â Jagd: Das Projekt "Fellwechsel" â 90 Prozent der Pelze landen im MĂŒll. In: Dlf Nova. 6. Juli 2018, abgerufen am 14. Januar 2019.
- â Verwerten statt wegwerfen: Familienunternehmen aus Sennwald verkauft Fuchspelze aus der Region. In: tagblatt.ch. 4. Januar 2019, abgerufen am 14. Januar 2019.
- â Heribert Kalchreuter: Die Sache mit der Jagd. Kosmos, 2015, ISBN 978-3-440-15205-8 (ohne Seitenzahl â Kapitel Bestandesdichte und Sterblichkeit â Beispiel Fuchs).
- â C. Freuling, T. Selhorst, A. Kliemt, F. J. Conraths, T. MĂŒller: Deutschland ist tollwutfrei! Erfolgreiche TierseuchenbekĂ€mpfung im Wildtierbereich. In: ForschungsReport. Nr. 1. Bundesministerium fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Deutschland 2008, S. 34â38 (bmelv-forschung.de ( vom 26. April 2014 im Internet Archive) [PDF]).
- â Luxemburger Wort: Fuchsjagd bleibt verboten. 16. Juli 2020, abgerufen am 21. MĂ€rz 2021.
- â Vulpes vulpes in der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: D.W. Macdonald, J.C. Reynolds, 2008. Abgerufen am 8. Juli 2012.
- â Christoph Morgenroth, Michaela Winch: Der Fuchs und sein Einfluss auf das Vogelschlaggeschehen. In: Vogel und Luftverkehr. 1/2008, S. 35â44.
- â AusfĂŒhrliche Literaturverzeichnisse bei:
- Jochen Bellebaum: PrĂ€dation als GefĂ€hrdung bodenbrĂŒtender Vögel in Deutschland â eine Ăbersicht. In: Berichte zum Vogelschutz. Band 39, 2002, S. 95â117.
- Tobias Langgemach, Jochen Bellebaum: PrĂ€dation und der Schutz bodenbrĂŒtender Vogelarten in Deutschland. In: Vogelwelt. Band 126, 2005, S. 259â298.
- â Beispiele:
- Gerd Graumann, JĂŒrgen Goretzki: Einfluss von PrĂ€datoren und Schwarzwild auf BodenbrĂŒter im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft unter besonderer BerĂŒcksichtigung der Wildschutzgebiete / Jagdruhezonen. In: Naturschutzarbeit im Mecklenburg-Vorpommern. Band 45, Nr. 1, 2002, S. 17â34.
- Heinz Litzbarski: PrĂ€datorenmanagement als Artenschutzstrategie. In: Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg. Band 1, 1998, S. 92â97.
- R. Siano, Franz Baierlein, Klaus-Michael Exo, S. A. Herzog: Ăberlebensdauer, Todesursachen und Raumnutzung gezĂŒchteter AuerhĂŒhner (Tetrao urogallus L.), ausgewildert im Nationalpark Harz. In: Vogelwarte. Band 44, 2006, S. 145â158.
- â Paul MĂŒller: Risiken einer fehlenden Kontrolle von Fuchspopulationen fĂŒr den Arten- und Naturschutz. In: Ăkologischer Jagdverein Bayern (Hrsg.): Hilfe (fĂŒr die) Beutegreifer!? (Ergebnisse eines Seminars vom 7. Dezember 1996 in NĂŒrnberg). 1997, ISBN 3-89014-141-2, S. 69â103.
- â Danach besteht in âgutenâ WĂŒhlmausjahren aufgrund der hohen MĂ€usedichte kein hoher PrĂ€dationsdruck, wĂ€hrend FĂŒchse (und andere PrĂ€datoren) in âschlechtenâ MĂ€usejahren verstĂ€rkt auf die BodenbrĂŒter ausweichen (RĂŒdiger Schröpfer, Heinz DĂŒttmann: Artenschutz mit Jagd und MĂ€usen â das OsnabrĂŒcker PrĂ€dationsmodell. In: Artenschutzreport. Band 26, 2010, S. 1â7.)
- â Beispiele:
- H. A. Bruns, H. Hötker, J. Christiansen, B. HĂ€lterlein, W. Petersen-Andersen: BrutbestĂ€nde und Bruterfolg von Wiesenvögeln im Beltringharder Koog (Nordfriesland) in AbhĂ€ngigkeit von Sukzession, Beweidung, WasserstĂ€nden und PrĂ€datoren. In: Corax. 18, Sonderheft 2, 2001, S. 67â80.
- Bei einer niederlĂ€ndischen Studie zu den Wirkungen der PrĂ€dation auf Wiesenvögel (W. Teunissen, H. Schekkermann, F. Willems: Predatie bij weidevogels. Op zoek naar de mogelijke effecten van predatie op de weidevogelstand. Gutachten im Auftrag von Sovon ogelonderzoek Nederland, Alterra; www.sovon.nl; mit englischer Zusammenfassung) zeigte sich, dass SĂ€ugetiere (z. B. Fuchs, Hermelin, Iltis) vor allem die Gelege, Vögel (z. B. MĂ€usebussard, Graureiher) eher die KĂŒken der Wiesenvögel erbeuteten. Der Fuchs stellte sich in den meisten FĂ€llen als HauptprĂ€dator der Gelege dar. Insgesamt nahm der PrĂ€dationsdruck mit zunehmender Offenheit der Landschaft ab. In den Modellierungen der Untersuchung war die PrĂ€dation auf KĂŒken fĂŒr die Population der Wiesenvögel der wirkungsvollste Faktor, wĂ€hrend die Wirkung der GelegeprĂ€dation geringer oder vergleichbar zu anderen Faktoren (z. B. Verluste durch Mahd) war.
- â M. Bolton, G. Tyler, K. Smith, R. Bamford: The impact of predator control on lapwing Vanellus vanellus breeding success on wet grassland nature reserves. In: Journal of Applied Ecology. 44 (3), 2007, S. 534â544.
- â J. Bellebaum, C. Bock: Influence of ground predators and water levels on Lapwing Vanellus vanellus breeding success in two continental wetlands. In: Journal fĂŒr Ornithologie. 150 (1), 2009, S. 221â230.
- â Beispiel Kiebitz: GeschĂŒtzte Arten in NRW - Kiebitz (Vanellus vanellus (L.)). Landesamt fĂŒr Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 15. Dezember 2024.
- â K. E. Littin, D. J. Mellor, B. Warburton, C. T. Eason: Animal welfare and ethical issues relevant to the humane control of vertebrate pests. In: New Zealand Veterinary Journal. Band 52, Nr. 1, 2004, S. 1â10.
- â K. E. Littin: Animal welfare and pest control: meeting both conservation and animal welfare goals. In: Animal Welfare. Band 19, 2010, S. 171â176.
- â P. C. Paquet, C. T. Darimont: Wildlife conservation and animal welfare: two sides of the same coin? In: Animal Welfare. Band 19, 2010, S. 177â190.
- â D. M. Broom, R. H. Bradshaw: The welfare of deer, foxes, mink and hares subjected to hunting by humans: a review. Cambridge University Animal Welfare Information Centre, Cambridge 2000.
- â N. Fox, S. Rivers, N. Blay, A. G. Greenwood, D. Wise: Welfare Aspects of Shooting Foxes. A study for the All Party Parliamentary Middle Way Group. c/o Lembit Ăpik MP, House of Commons, London 2003, 48 S
- â N. Fox, N. Blay, A. G. Greenwood, D. Wise, E. Potapov: Wounding rates in shooting foxes (Vulpes vulpes). In: Animal Welfare. Band 14, 2003.
- â The Fox Project, http://www.foxproject.org.uk/
- â National Fox Welfare Society http://www.nfws.org.uk/
- â Susanne Blöcker: Studien zur Ikonographie der Sieben TodesĂŒnden in der niederlĂ€ndischen und deutschen Malerei und Graphik: von 1450 bis 1560. MĂŒnster, S. 114f.
- â Dr. Ellen Bender: Martin Luthers poetische Fabeln. In: Beitrag anlĂ€sslich der Luther-Festspiele 2021. Nibelungenlied Gesellschaft, Worms, 2021, abgerufen am 17. Januar 2026.
- â David MacDonald: Unter FĂŒchsen â Eine Verhaltensstudie. Knesebeck-Verlag, MĂŒnchen 1993, ISBN 3-926901-63-2, S. 44.
- â vgl. Roman de Renart
- â Reinecke Fuchs. In zwölf GesĂ€ngen. Berlin, 1794 (= Goethe's Neue Schriften, Bd. 2). (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv)
- â Lafontaines Fabeln. Abgerufen am 9. Dezember 2025.
- â Nigel Goring Morris, Anna Belfer-Cohen: Different strokes for different folks: Near Eastern Neolithic mortuary practices in Perspective. In: Ian Hodder (Hrsg.): Religion at Work in a Neolithic Society. Cambridge University Press, Cambridge 2014, S. 36.
- â Charles Q. Choi: Prehistoric Cemetery Reveals Man and Fox Were Pals, auf livescience.com, 3. Februar 2011.
- â Lisa A. Maher, Jay T. Stock, Sarah Finney, James J. N. Heywood, Preston T. Miracle, Edward B. Banning: A unique human-fox burial from a pre-Natufian cemetery in the Levant (Jordan). In: PloS one. 6/1, 15815, 2011, S. 4.
- â Lisa A. Maher, Jay T. Stock, Sarah Finney, James J. N. Heywood, Preston T. Miracle, Edward B. Banning: A unique human-fox burial from a pre-Natufian cemetery in the Levant (Jordan). In: PloS one. 6/1, 15815, 2011, S. 6.
- â R. Yeshurun, G. Bar-Oz, Mina Weinstein-Evron: The role of foxes in the Natufian economy: a view from Mount Carmel, Israel. In: Before Farming: the archaeology and anthropology of hunter-gatherers. 3, 2009, S. 1â15.
- â J. Peters, Klaus Schmidt: Animals in the symbolic world of Pre-Pottery Neolithic Göbekli Tepe, south-eastern Turkey: a preliminary assessment. In: Anthropozoologica. 39, 2004, S. 179â218.
