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Quantenphysik 👆 Click Here!
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aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Wellenfunktionen des Elektrons im Wasserstoffatom verschiedener Energieniveaus

Die Quantenphysik umfasst alle PhĂ€nomene und Effekte, die darauf beruhen, dass bestimmte GrĂ¶ĂŸen nicht jeden beliebigen Wert annehmen können, sondern nur feste, diskrete Werte (siehe Quantelung). Dazu gehören auch der Welle-Teilchen-Dualismus, die Nichtdeterminiertheit („ZufĂ€lligkeit“) von physikalischen VorgĂ€ngen und deren unvermeidliche Beeinflussung durch jede Beobachtung. Quantenphysik umfasst alle Beobachtungen, Theorien, Modelle und Konzepte, die letztlich auf die Quantenhypothese von Max Planck zurĂŒckgehen. Plancks Hypothese war um 1900 notwendig geworden, weil die klassische Physik z. B. bei der Beschreibung des Lichts oder des Aufbaus der Materie an ihre Grenzen gestoßen war.

Besonders deutlich zeigen sich die Unterschiede zwischen der Quantenphysik und der klassischen Physik im mikroskopisch Kleinen (z. B. Aufbau der Atome und MolekĂŒle) oder in besonders „reinen“ Systemen (z. B. Supraleitung und Laserstrahlung). Aber auch ganz alltĂ€gliche Dinge wie die chemischen oder physikalischen Eigenschaften verschiedener Stoffe (Farbe, Ferromagnetismus, elektrische LeitfĂ€higkeit usw.) lassen sich nur quantenphysikalisch verstehen.

Die theoretische Quantenphysik umfasst die Quantenmechanik und die Quantenfeldtheorie. Erstere beschreibt das Verhalten von Quantenobjekten unter dem Einfluss von Feldern. Letztere behandelt zusĂ€tzlich die Felder als Quantenobjekte. Die Vorhersagen beider Theorien stimmen außerordentlich gut mit den Ergebnissen von Experimenten ĂŒberein.

Eine wichtige offene Frage ist die Beziehung zur allgemeinen RelativitĂ€tstheorie. Trotz großer BemĂŒhungen hin zu einer Theorie von Allem konnten diese großen physikalischen Theorien des 20. Jahrhunderts bisher nicht in einer Theorie der Quantengravitation zusammengefasst werden.

Theorien der Quantenphysik

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FrĂŒhe Quantentheorien

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Schon vor Entwicklung der Quantenmechanik gab es Entdeckungen, die zwar die Quantisierung bestimmter GrĂ¶ĂŸen postulierten und manchmal auch mit der Welle-Teilchen-DualitĂ€t begrĂŒndeten, jedoch keine tieferen Einsichten in die zugrundeliegenden Mechanismen erlaubten. Insbesondere lieferten diese Theorien keine Vorhersagen, die ĂŒber ihren entsprechenden Gegenstand hinausgingen. Im englischen Sprachgebrauch werden diese VorlĂ€ufer der Quantenmechanik als old quantum theory bezeichnet.

Im Jahr 1900 entwickelte Max Planck eine Formel zur Beschreibung der gemessenen Frequenzverteilung der von einem Schwarzkörper emittierten Strahlung, das Plancksche Strahlungsgesetz, wobei er von der Annahme ausging, dass der schwarze Körper aus Oszillatoren mit diskreten Energieniveaus besteht.[1] Planck betrachtete diese Quantelung der Energie also als Eigenschaft der Materie und nicht des Lichtes selbst. Das Licht war nur insofern betroffen, als Licht in seinem Modell immer nur in bestimmten Portionen Energie mit Materie austauschen konnte, weil in der Materie nur bestimmte Energieniveaus möglich seien. Dabei fand er zwischen der Energieportion Δ E {\displaystyle \Delta E} {\displaystyle \Delta E} und der Frequenz Μ {\displaystyle \nu } {\displaystyle \nu } des Lichts den Zusammenhang Δ E = h Μ {\displaystyle \Delta E=h\nu } {\displaystyle \Delta E=h\nu }.

Albert Einstein erweiterte diese Konzepte und schlug im Jahr 1905 eine Quantisierung der Energie des Lichtes selbst vor, um den photoelektrischen Effekt zu erklÀren.[2] Der photoelektrische Effekt besteht darin, dass Licht bestimmter Farben Elektronen aus MetalloberflÀchen herauslösen kann. Dabei kann der Lichtstrahl an jedes einzelne Elektron nur einen immer gleichen Energiebetrag abgeben, der zudem proportional zur Frequenz, einer Eigenschaft des Lichtes, ist. Daraus schloss Einstein, dass die Energieniveaus nicht nur innerhalb der Materie gequantelt sind, sondern dass das Licht ebenfalls nur aus bestimmten Energieportionen besteht, den Lichtquanten. Dieses Konzept ist mit einer reinen Wellennatur des Lichtes nicht vereinbar. Es musste also angenommen werden, dass das Licht weder eine klassische Welle noch ein klassischer Teilchenstrom ist, sondern sich mal so, mal so verhÀlt.

1913 verwendete Niels Bohr das Konzept gequantelter Energieniveaus, um die Spektrallinien des Wasserstoffatoms zu erklĂ€ren. Das nach ihm benannte Bohrsche Atommodell geht davon aus, dass das Elektron im Wasserstoffatom mit einer bestimmten Energie um den Kern kreist. Das Elektron wird hierbei noch als klassisches Teilchen betrachtet, mit der einzigen EinschrĂ€nkung, dass es nur bestimmte Energien haben kann und, wenn es mit einer solchen Energie um den Kern kreist, entgegen der klassischen Elektrodynamik keine elektromagnetische Welle erzeugt, also auch keine Energie abstrahlt. Eine experimentelle BestĂ€tigung der von Bohr verwendeten Annahmen gelang im Franck-Hertz-Versuch 1914. Das bohrsche Atommodell wurde noch um einige Konzepte wie elliptische Bahnen des Elektrons erweitert, insbesondere von Arnold Sommerfeld, um auch die Spektren anderer Atome erklĂ€ren zu können. Dieses Ziel wurde jedoch nicht zufriedenstellend erreicht. Außerdem konnte Bohr keine BegrĂŒndung fĂŒr seine Postulate geben außer der, dass das Wasserstoffspektrum damit erklĂ€rbar war; zu tieferer Einsicht fĂŒhrte sein Modell nicht.

Im Jahr 1924 veröffentlichte Louis de Broglie seine Theorie der Materiewellen, wonach jegliche Materie einen Wellencharakter aufweisen kann und umgekehrt Wellen auch einen Teilchencharakter aufweisen können.[3] Mit Hilfe seiner Theorie konnten der photoelektrische Effekt und das bohrsche Atommodell auf einen gemeinsamen Ursprung zurĂŒckgefĂŒhrt werden. Die Umlaufbahnen des Elektrons um den Atomkern wurden als stehende Materiewellen aufgefasst. Die berechnete WellenlĂ€nge des Elektrons und die LĂ€ngen der Umlaufbahnen nach dem bohrschen Modell stimmten gut mit diesem Konzept ĂŒberein. Eine ErklĂ€rung der anderen Atomspektren war jedoch weiterhin nicht möglich.

De Broglies Theorie wurde drei Jahre spĂ€ter in zwei unabhĂ€ngigen Experimenten bestĂ€tigt, welche die Beugung von Elektronen nachwiesen. Der britische Physiker George Paget Thomson leitete einen Elektronenstrahl durch einen dĂŒnnen Metallfilm und beobachtete die von de Broglie vorhergesagten Interferenzmuster.[4] Bereits 1921 hatte ein Ă€hnliches Experiment von Clinton Davisson und Charles Kunsman in den Bell Labs bei einem an Nickel reflektierten Elektronenstrahl Beugungsmuster gezeigt, die aber noch nicht als Interferenz gedeutet wurden.[5] Davisson und sein Assistent Lester Germer wiederholten das Experiment 1927 und erklĂ€rten die beobachteten klaren Beugungsmuster mit Hilfe der Wellentheorie de Broglies.[6]

Quantenmechanik

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→ Hauptartikel: Quantenmechanik

Die moderne Quantenmechanik fand ihren Beginn im Jahr 1925 mit der Formulierung der Matrizenmechanik durch Werner Heisenberg, Max Born und Pascual Jordan.[7][8][9] Wenige Monate spĂ€ter entwickelte Erwin Schrödinger ĂŒber einen völlig anderen Ansatz – ausgehend von De Broglies Theorie der Materiewellen – die Wellenmechanik und die Schrödingergleichung.[10] Kurz darauf konnte Schrödinger nachweisen, dass sein Ansatz der Matrizenmechanik Ă€quivalent ist.[11]

Die neuen AnsĂ€tze von Schrödinger und Heisenberg enthalten eine neue Sicht auf beobachtbare physikalische GrĂ¶ĂŸen, sogenannte Observable. Diese waren zuvor als GrĂ¶ĂŸen betrachtet worden, die in jedem Zustand eines Systems bestimmte Zahlenwerte besitzen, wie zum Beispiel (fĂŒr ein Teilchen in einer Dimension) der jeweilige Ort oder Impuls. Dagegen versuchten Heisenberg und Schrödinger den Observablenbegriff derart zu erweitern, dass er mit der Beugung am Doppelspalt vertrĂ€glich wĂŒrde. Wird dabei nĂ€mlich fĂŒr jedes Teilchen durch eine zusĂ€tzliche Messung festgestellt, durch welchen der Spalte es fliegt, erhĂ€lt man kein Doppelspaltinterferenzmuster, sondern zwei Einzelspaltmuster. Am Ende dieser Messung ist also der Zustand des beobachteten Teilchens ein anderer als vorher. Observable werden daher formal als Funktionen aufgefasst, die einen Zustand in einen anderen Zustand ĂŒberfĂŒhren. Des Weiteren muss jedes Teilchen „irgendwie“ durch beide Spalte fliegen, damit man ĂŒberhaupt ein Interferenzmuster erklĂ€ren kann. Dem Zustand jedes einzelnen (!) Teilchens wĂ€hrend des Fluges muss man also beide Möglichkeiten zuschreiben, wobei sich bei Beobachtung genau eine realisiert. Das hatte zur Folge, dass der Zustand eines Teilchens nicht mehr durch eindeutige GrĂ¶ĂŸenwerte wie Ort und Impuls bestimmt sein kann, sondern von den Observablen und ihren GrĂ¶ĂŸenwerten getrennt werden muss. Bei einem Messprozess wird der Zustand in einen der sogenannten EigenzustĂ€nde der Observablen umgewandelt, dem nun ein eindeutiger reeller Messwert zugeordnet ist. Dieses Konzept des quantenmechanischen Zustandes ist also mit dem Konzept der (mathematisch genauen) Bahnkurve in der Ă€lteren Quantentheorie nicht vereinbar. Mathematisch wird ein quantenmechanischer Zustand durch eine Wellenfunktion oder (weniger anschaulich) durch einen Zustandsvektor wiedergegeben.

Eine Folge dieses neuartigen Observablenbegriffs ist, dass es formal nicht möglich ist, zwei beliebige Observable ohne Angabe einer Reihenfolge auf einen Zustand wirken zu lassen. Wenn es bei zwei Messprozessen auf ihre Reihenfolge nicht ankommt (z. B. Messung von x- und y-Koordinate), heißen sie vertauschbar. Andernfalls (z. B. Messung von x-Koordinate und x-Impuls) muss ihre Reihenfolge festgelegt werden, und in genau diesen FĂ€llen verĂ€ndert die zweite Messung den durch die erste Messung erzeugten Zustand ein weiteres Mal. Daher wĂŒrde auch eine anschließende Wiederholung der ersten Messung nun ein anderes Ergebnis haben. Es ist also möglich, dass zwei Observable, wenn sie in unterschiedlicher Reihenfolge auf einen Zustand wirken, unterschiedliche EndzustĂ€nde liefern können. Wenn bei zwei Observablen die Reihenfolge der Messung entscheidend ist, weil die EndzustĂ€nde sonst verschieden sind, fĂŒhrt dies zu einer sogenannten UnschĂ€rferelation. FĂŒr Ort und Impuls wurde diese erstmals von Heisenberg im Jahr 1927 beschrieben. Diese Relationen versuchen, die Streuung der Messwerte bei Vertauschen der Observablen, und damit die Unterschiedlichkeit der EndzustĂ€nde quantitativ zu beschreiben.

1927 wurde die Kopenhagener Interpretation von Bohr und Heisenberg formuliert, die auch als orthodoxe Interpretation der Quantenmechanik bezeichnet wird. Sie stĂŒtzte sich auf den Vorschlag von Max Born, das Betragsquadrat der Wellenfunktion, die den Zustand eines Systems beschreibt, als Wahrscheinlichkeitsdichte aufzufassen. Die Kopenhagener Deutung ist bis heute die Interpretation der Quantenmechanik, die von den meisten Physikern vertreten wird, obwohl es inzwischen zahlreiche andere Interpretationen gibt.

In den Jahren ab ca. 1927 vereinigte Paul Dirac die Quantenmechanik mit der speziellen RelativitĂ€tstheorie. Er fĂŒhrte auch erstmals die Verwendung der Operator-Theorie inklusive der Bra-Ket-Notation ein und beschrieb diesen mathematischen KalkĂŒl 1930 in einer Monografie.[12] Zur gleichen Zeit formulierte John von Neumann die strenge mathematische Basis fĂŒr die Quantenmechanik, wie z. B. die Theorie linearer Operatoren auf HilbertrĂ€umen, die er 1932 in einer Monografie beschrieb.[13]

Die Verwendung des Ausdrucks Quantenphysik ist erstmals 1929 in Max Plancks Vortrag Das Weltbild der neuen Physik dokumentiert.[14] Die in dieser Aufbauphase formulierten Ergebnisse haben bis heute Bestand und werden allgemein zur Beschreibung quantenmechanischer Aufgabenstellungen verwendet.

Quantenfeldtheorie

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→ Hauptartikel: Quantenfeldtheorie

Ab 1927 wurde versucht, die Quantenmechanik nicht nur auf Partikel, sondern auch auf Felder anzuwenden, woraus die Quantenfeldtheorien entstanden. Die ersten Ergebnisse auf diesem Gebiet wurden durch Paul Dirac, Wolfgang Pauli, Victor Weisskopf und Pascual Jordan erzielt. Um Wellen, Teilchen und Felder einheitlich beschreiben zu können, werden sie als Quantenfelder, Ă€hnliche Objekte wie Observable, aufgefasst. Sie mĂŒssen jedoch nicht die Eigenschaft der Reellwertigkeit erfĂŒllen. Das bedeutet, dass die Quantenfelder nicht unbedingt messbare GrĂ¶ĂŸen darstellen. Es ergab sich jedoch das Problem, dass die Berechnung komplizierter Streuprozesse von Quantenfeldern unendliche Ergebnisse lieferte. Die alleinige Berechnung der einfachen Prozesse liefert jedoch oft Ergebnisse, die stark von den Messwerten abwichen.

Erst Ende der 1940er Jahre konnte das Problem der Unendlichkeiten mit der Renormierung umgangen werden. Dies ermöglichte die Formulierung der Quantenelektrodynamik durch Richard Feynman, Freeman Dyson, Julian Schwinger und Shin’ichirƍ Tomonaga. Die Quantenelektrodynamik beschreibt Elektronen, Positronen und das elektromagnetische Feld erstmals in einer durchgĂ€ngigen Weise, und die von ihr vorhergesagten Messergebnisse konnten sehr genau bestĂ€tigt werden.[15] Die hier entwickelten Konzepte und Methoden wurden als Vorbild fĂŒr weitere, spĂ€ter entwickelte Quantenfeldtheorien verwendet.

Die Theorie der Quantenchromodynamik wurde Anfang der 1960er Jahre ausgearbeitet. Die heute bekannte Form der Theorie wurde 1975 durch David Politzer, David Gross und Frank Wilczek formuliert. Aufbauend auf den wegweisenden Arbeiten von Julian Seymour Schwinger, Peter Higgs, Jeffrey Goldstone und Sheldon Glashow konnten Steven Weinberg und Abdus Salam unabhĂ€ngig voneinander zeigen, wie die schwache Kernkraft und die Quantenelektrodynamik zu der Theorie der elektroschwachen Wechselwirkung zusammengefĂŒhrt werden können.

Bis heute ist die Quantenfeldtheorie ein aktives Forschungsgebiet, das sehr viele neuartige Methoden entwickelt hat. Sie ist die Grundlage aller Versuche, eine vereinheitlichte Theorie aller GrundkrĂ€fte zu formulieren. Insbesondere bauen Supersymmetrie, Stringtheorie, Schleifenquantengravitation und Twistor-Theorie maßgeblich auf den Methoden und Konzepten der Quantenfeldtheorie auf.

Überblick ĂŒber die Forschungsgeschichte

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Die folgende Liste erhebt keinen Anspruch auf VollstÀndigkeit.

Entdeckung[16] Entdecker Entdeckungsjahr Anmerkungen
Linienspektren, Spektrometrie Bunsen, Kirchhoff 1860
Photoeffekt Hallwachs 1886
Rydberg-Formel Rydberg 1888 Empirische Formel fĂŒr das Wasserstoffspektrum, die erst durch das bohrsche Atommodell theoretisch untermauert werden konnte.
Feldemission von Elektronen Wood 1897 Erste Beobachtung des Tunneleffekts, der allerdings erst viel spÀter verstanden wurde.
Plancksches Strahlungsgesetz Planck 1900 Erste Anwendung der Quantenhypothese; „Geburtsstunde“ der Quantenphysik.
Photonen Einstein 1905 Strahlung ist gequantelt.
Supraleitung Kamerlingh Onnes 1911
Franck-Hertz-Versuch Franck, Hertz 1911–1914 In Atomen gibt es diskrete Energieniveaus.
Bohrsches Atommodell Bohr 1913 Erstes quantenphysikalisches Atommodell; 1916 von Sommerfeld verfeinert (bohr-sommerfeldsches Atommodell), inzwischen jedoch ĂŒberholt.
Compton-Effekt Compton 1922 Photonen haben einen Impuls.
Stern-Gerlach-Experiment Stern, Gerlach 1922 Der Drehimpuls ist gequantelt.
Materiewellen de Broglie 1924 BegrĂŒndung des Welle-Teilchen-Dualismus
Matrizenmechanik Heisenberg 1925 Erste strenge Formulierung der Quantenmechanik
Spin des Elektrons Goudsmit, Uhlenbeck, Pauli 1925
Wellenmechanik Schrödinger 1926 Mathematisch Àquivalent zur Matrizenmechanik
Wahrscheinlichkeits­interpretation Born 1926 Wellenfunktion als Wahrscheinlichkeitsamplitude
Lösung des Wasserstoffproblems Schrödinger 1926 Energieniveaus und Orbitale der Elektronen im Wasserstoffatom
Vorhersage von Ortho- und Parawasserstoff Heisenberg 1926 Kopplung von Proton-Spins bewirkt anomale Temperatur­abhĂ€ngigkeit der IntensitĂ€t von Spektrallinien und der spezifischen WĂ€rme von H2
Fermi-Dirac-Statistik Fermi, Dirac 1926 Theorie des Fermionen-Gases und damit Grundlage fĂŒr die Festkörperphysik, insbesondere bei Halbleitern.
UnschÀrferelation Heisenberg 1927 Ort und Impuls sind nicht zugleich beliebig genau bestimmt.
Davisson-Germer-Experiment Davisson, Germer 1927 Experimentelle BestÀtigung der von de Broglie postulierten Materiewellen.
Relativistische Quantenmechanik Klein, Gordon, Dirac 1926–1928
Tunneleffekt Gamow, Hund[17] u. a. 1926–1928 Theoretische ErklĂ€rung fĂŒr den Alpha-Zerfall und die Feldemission
Kernspinresonanz Rabi 1936
SuprafluiditĂ€t Kapiza u. a. 1938
Transistor Shockley, Brattain, Bardeen 1945 „Geburtsstunde“ der Mikroelektronik
Quantenelektrodynamik Feynman, Tomonaga, Schwinger 1947
Solarzelle aus Halbleiter Pearson, Fuller, Chapin 1954 Bell Laboratories
Neutrino Cowan, Reines 1956 1930 von Pauli vorhergesagt.
BCS-Theorie Bardeen, Cooper, Schrieffer 1957 Quantenphysikalische ErklÀrung der Supraleitung
Laser Maiman 1960
Quarks Gell-Mann 1961
Bellsche Ungleichung Bell 1964 Es gibt keine lokalen verborgenen Parameter, die das Verhalten eines quanten­physikalischen Systems bestimmen.
Elektroschwache Wechselwirkung Glashow, Salam, Weinberg 1967 Vereinigung der elektromagnetischen und der schwachen Wechselwirkung
CCD-Sensor Boyle, Smith 1969 Grundbaustein fĂŒr die Digitalkamera
Mikroprozessor Shima, Hoff, Mazor, Faggin 1970–1971 Texas Instruments, Intel
Quantenchromodynamik Gell-Mann u. a. 1972 Theorie der starken Wechselwirkung, wesentlicher Bestandteil des Standardmodells
Magnetresonanztomographie Mansfield, Lauterbur 1973 Nutzung der Kernspinresonanz fĂŒr ein bildgebendes Verfahren in der Medizin
Rastertunnelmikroskop Binnig, Rohrer 1981
Quanten-Hall-Effekt von Klitzing 1985
SuprafluiditÀt von Helium-3 Lee, Osheroff, Richardson 1992
Flash-Speicher Harari 1994 SanDisk – Anwendung des Tunneleffekts in Speichermedien
Bose-Einstein-Kondensat Cornell, Ketterle, Wieman 1995 1924 von Einstein vorhergesagter vierter Aggregatzustand
Quantenteleportation Zeilinger 1997 1935 hielten Einstein, Podolsky und Rosen diesen Effekt der QuantenverschrĂ€nkung fĂŒr paradox.
Legende:   Experimentalphysik Theoretische Physik Technische Anwendung

Literatur

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  • Marcelo Alonso, Edward J. Finn: Quantenphysik und Statistische Physik. 5., unverĂ€nderte Auflage. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, MĂŒnchen 2012, ISBN 978-3-486-71340-4.
  • JĂŒrgen Audretsch: VerschrĂ€nkte Welt – Faszination der Quanten. Wiley-VCH-Verlag, Weinheim 2002, ISBN 3-527-40318-3.
  • Silvia Arroyo Camejo: Skurrile Quantenwelt. 3. Auflage. 2011, ISBN 978-3-596-17489-8.
  • Stephen Gasiorowicz: Quantenphysik. 9. Auflage. 2005, ISBN 978-3-486-27489-9.
  • Claus Kiefer: Quantentheorie. 2. Auflage. 2012, Fischer Kompakt, ISBN 978-3-596-19035-5.
  • John Polkinghorne: Quantentheorie. 3. Auflage. Reclam, 2019, ISBN 978-3-15-018861-3.
  • Thomas Walther, Herbert Walther: Was ist Licht? 3. Auflage. C.H. Beck, 2010, ISBN 978-3-406-44722-8.
  • Anton Zeilinger: Einsteins Spuk. 2007, Goldmann, ISBN 978-3-442-15435-7.

Weblinks

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Wiktionary: Quantenphysik â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Quantenphysik â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Literatur von und ĂŒber Quantenphysik im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Erwin Schrödinger: "Unsere Vorstellung von der Materie", von SWR2 Archivradio, 9. Dezember 1952
  • Experimente zur Quantenphysik: VerschrĂ€nkung von Quanten, Quantenzufall, Quantenkryptographie
  • Sources for History of Quantum Physics. American Philosophical Society
  • Archivos histĂłricos de la mecĂĄnica quĂĄntica (umfangreiche Sammlung historischer Texte zur Quantenmechanik), Archivlink abgerufen am 5. August 2024
  • Nobelpreis 2022: Anton Zeilinger – Die zweite Quantenrevolution. Der Zufall, die Wirklichkeit und die Zukunft, Sendung vom Mi., 5. Oktober 2022 8:30 Uhr, SWR2 Wissen, SWR2
  • Die zweite Quantenrevolution, Wie Physiker ĂŒber die Wirklichkeit, den Zufall und die Zukunft denken. Autor und Sprecher: Professor Anton Zeilinger Redaktion: Gabor Paal, Sendung: Sonntag, 12. Mai 2013, 8.30 Uhr, SWR 2

Einzelnachweise

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  1. ↑ M. Planck: Zur Theorie des Gesetzes der Energieverteilung im Normalspektrum, Verhandlungen der Deutschen physikalischen Gesellschaft 2(1900) Nr. 17, S. 237–245, Berlin (vorgetragen am 14. Dezember 1900).
  2. ↑ A. Einstein: Über einen die Erzeugung und Verwandlung des Lichtes betreffenden heuristischen Gesichtspunkt, Annalen der Physik 17 (1905), S. 132–148. (PDF).
  3. ↑ L. de Broglie: Recherches sur la thĂ©orie des Quanta, Doktorarbeit. Engl. Übersetzung (ĂŒbers. A.F. Kracklauer): Ann. de Phys., 10e serie, t. III, (1925).
  4. ↑ G. P. Thomson: The Diffraction of Cathode Rays by Thin Films of Platinum. Nature 120 (1927), 802.
  5. ↑ C. Davisson, C.H. Kunsman: THE SCATTERING OF ELECTRONS BY NICKEL In: Science Bd. 54 S. 1104
  6. ↑ C. Davisson and L. H. Germer: Diffraction of Electrons by a Crystal of Nickel In: Phys. Rev. 30, Nr. 6, 1927, doi:10.1103/PhysRev.30.705.
  7. ↑ W. Heisenberg: Über quantentheoretische Umdeutung kinematischer und mechanischer Beziehungen Zeitschrift fĂŒr Physik 33 (1925), S. 879–893.
  8. ↑ M. Born, P. Jordan: Zur Quantenmechanik, Zeitschrift fĂŒr Physik 34 (1925), 858
  9. ↑ M. Born, W. Heisenberg, P. Jordan: Zur Quantenmechanik II, Zeitschrift fĂŒr Physik 35 (1926), 557.
  10. ↑ E. Schrödinger: Quantisierung als Eigenwertproblem I, Annalen der Physik 79 (1926), 361–376. E. Schrödinger: Quantisierung als Eigenwertproblem II, Annalen der Physik 79 (1926), 489–527. E. Schrödinger: Quantisierung als Eigenwertproblem III, Annalen der Physik 80 (1926), 734–756. E. Schrödinger: Quantisierung als Eigenwertproblem IV, Annalen der Physik 81 (1926), 109–139.
  11. ↑ E. Schrödinger: Über das VerhĂ€ltnis der Heisenberg-Born-Jordanschen Quantenmechanik zu der meinen, Annalen der Physik 79 (1926), 734–756.
  12. ↑ P. A. M. Dirac: „Principles of Quantum Mechanics“, Oxford University Press, 1958, 4th. ed., ISBN 0-19-851208-2.
  13. ↑ John von Neumann: „Mathematische Grundlagen der Quantenmechanik“, Springer Berlin, 1996, 2. Auflage. Engl. (autorisierte) Ausg. (ĂŒbers. R. T Beyer): „Mathematical Foundations of Quantum Mechanics“, Princeton Univ. Press, 1955 (dort S. 28 sqq.)
  14. ↑ M. Planck, Das Weltbild der neuen Physik, Monatshefte fĂŒr Mathematik, Springer, Wien, Bd. 36 (1929), S. 387–410. Auszug Google Books.
  15. ↑ Richard Feynman: QED. Die seltsame Theorie des Lichts und der Materie 1987, ISBN 3-492-21562-9 â€“ Eine leicht verstĂ€ndliche EinfĂŒhrung in die Quantenelektrodynamik.
  16. ↑ Zu Quellenangaben und weitere Informationen bitte die jeweils verlinkten Hauptartikel aufrufen.
  17. ↑ Friedrich Hund, der Tunneleffekt und das Leuchten der Sterne. Deutschlandfunk, gesendet am 4. Februar 2016.

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