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Promiskuität (von lateinisch promiscuus ‚gemeinsam‘, zu miscere „mischen“), seltener Promiskuitivität, ist die Praxis sexueller Kontakte eines Menschen mit relativ häufig wechselnden verschiedenen Partnern oder parallel mit mehreren Partnern. Das Adjektiv promiskuitiv oder promisk wird auch verwendet für „sexuell freizügig“.

Im Tierreich versteht man unter Promiskuität, dass sich Weibchen und Männchen in einer Paarungszeit mit mehr als einem Geschlechtspartner paaren.

Geschichte

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Küsse(r)raten in der „Franzosenzeit“ (Anfang 19. Jh.)

Promiskes Verhalten ist in traditionellen Gesellschaften meist unerwünscht. Mit dem Schwinden religiöser Bindungen nehmen gewöhnlich auch Promiskuität und ihre Akzeptanz zu.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde promiskes Verhalten ebenso verfolgt (siehe Jugendkonzentrationslager, sexuell verwahrlost) wie in der Bundesrepublik Deutschland oder in der DDR, insbesondere Frauen gegenüber wurde dabei die Abkürzung HWG für häufig wechselnder Geschlechtsverkehr verwandt. In beiden Staaten kam es bis in die 1970er Jahre vor, dass insbesondere junge Frauen wegen Abweichungen von sexuellen Normen zur Heimerziehung eingewiesen wurden.[1]

In modernen westlichen Gesellschaften wird promiskes Verhalten aufgrund des Prinzips der sexuellen Selbstbestimmung nicht staatlich sanktioniert, eine Ausnahme bildet der Jugendschutz. In Deutschland sah die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) die öffentliche „Verherrlichung“ von Promiskuität lange Zeit als jugendgefährdend an; entsprechende Medien wurden daher indiziert.[2] Allerdings stellte sie 2019 klar, dass ein auf die Schilderung sexueller Vorgänge ausgerichteter Text an sich kein Grund für eine Indizierung ist; die 2021 eingerichtete Nachfolgeeinrichtung Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ) hat diese Einschätzung bisher nicht geändert.[3] Auch die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) sieht die „Verharmlosung oder Idealisierung“ von Promiskuität (Stand 2022) als jugendgefährdend und damit als Löschkriterium für öffentlich zugängliche Internetpornografie.[4] Konkret heißt es: „Von einer Verharmlosung oder Idealisierung ist vor allem dann auszugehen, wenn diese Inhalte in einseitig positiven Kontexten gezeigt oder propagiert werden.“[5]

Sonstiges

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Der Romanist Victor Klemperer verwendet den Begriff Promiskuität wiederholt in seinen Tagebüchern Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten in der Bedeutung „Vermischung“ oder „Durcheinander“, um den Verlust der Intimsphäre zu umschreiben, der während der Kriegsjahre die Bewohner der Judenhäuser zusätzlich belastete, zum Beispiel: „So herrscht eine große Promiskuität, die hoffentlich reibungslos bleibt, aber natürlich auch reibungslos auf die Nerven fällt.“[6]

Die US-amerikanischen Buchautorinnen Dorothy Easton und Janet W. Hardy, die der LGBTQ-Bewegung zuzuordnen sind, plädieren dafür, mehrfache sexuelle Beziehungen im Kontext von Ehrlichkeit und der Praxis von Safer Sex zu akzeptieren. Dabei wird das dualistische Konzept, entweder kurzfristige sexuelle Beziehungen oder Liebesbeziehungen haben zu können, zugunsten von Polyamorie aufgegeben, wobei Polyamorie im engeren Sinne allerdings langfristige mehrfache Beziehungen betont,[7] ohne dass dabei der Schwerpunkt auf der Sexualität liegt.

Das Risiko für sexuell übertragbare Erkrankungen kann erhöht sein.[8]

Literatur

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  • Dossie Easton, Catherine A. Liszt: The Ethical Slut. Greenery Press, San Francisco 1997, ISBN 1-890159-01-8 (englisch). 
  • D. Hamer: D4 dopamine receptor genes and promiscuity. Vortrag auf der Jahreskonferenz der American Association for the Advancement of Science. Philadelphia (Februar) 1998.
  • Tim Birkhead: Promiscuity. Faber and Faber, London 2000, ISBN 0-571-19360-9 (englisch). 
  • Larry Kramer: Faggots. Grove Press, New York 2000, ISBN 0-8021-3691-5 (englisch, Erstausgabe: Random House, New York 1978, ISBN 0-394-41095-5). 
  • Jason Edward King: Faith with benefits. Hookup culture on Catholic campuses. Oxford University Press, New York 2017, ISBN 978-0-19-024480-4.
  • Jennifer Erin Beste: College hookup culture and Christian ethics. The lives and longings of emerging adults. Oxford University Press, New York 2018, ISBN 978-0-19-026850-3.

Weblinks

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Wiktionary: Promiskuität – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. ↑ Ruth Hoffmann: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat. Propyläen Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-548-61169-3; Sonja Süß: Politisch mißbraucht? Psychiatrie und Staatssicherheit in der DDR. Ch. Links, Berlin 1998, S. 269, ISBN 978-3-86284-032-8.
  2. ↑ Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien: Unsittlichkeit. (Memento vom 13. Juli 2010 im Internet Archive)
  3. ↑ BPjM: Unsittlichkeit im digitalen Zeitalter; Perspektiven aus 65 Jahren Bundesprüfstelle. 2019, abgerufen am 25. Oktober 2025. 
  4. ↑ Ist das Erotik oder schon Porno? In: netzpolitik.org. 13. April 2023, abgerufen am 22. April 2023. 
  5. ↑ https://www.kjm-kriterien.de/fileadmin/Daten-KjM/2022_02_Kriterien_KJM.pdf
  6. ↑ Victor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933–1945. Eine Auswahl. Berlin 2007. (SpiegelEdition23), ISBN 978-3-87763-023-5, S. 104.
  7. ↑ Dossie Easton, Janet W. Hardy: The Ethical Slut. 1997, dt. Schlampen mit Moral.
  8. ↑ Pschyrembel Online. Abgerufen am 27. Oktober 2025. 
Normdaten (Sachbegriff): GND: 4175920-5 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS)
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Kategorie:
  • Sexualität des Menschen

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