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aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dieser Artikel behandelt die Verwendung des Begriffs Quietismus im Islam. Zur Verwendung im Christentum siehe Quietismus.

Politischer Quietismus oder quietistischer Islam (von lateinisch quietus, „ruhig“, „schweigsam“) beschreibt jene Strömung des islamischen Klerus, insbesondere der Schia, die eine aktive Beteiligung der Geistlichkeit in der Politik ablehnt, dies im Gegensatz zur Bewegung des politischen Islam.[1] Der Quietismus erwartet einen islamischer Staat erst mit dem Wiederauftauchen des zwölften Imam. Er sieht die Rolle der Geistlichkeit in einer die politische Führung beratenden Funktion statt in der Übernahme von Führungspositionen und stellt sich gegen einen Laizismus im Sinne einer Trennung von Religion und Staat. Vielmehr solle sich die politische Führung bei ihrem Handeln islamkonform verhalten.

Vertreter

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Führende Vertreter dieser Strömung sind der letzte allgemein anerkannte Mardschaʿ-e Taghlid, der 1961 verstorbene Großajatollah Hossein Borudscherdi, sowie der heutige Großajatollah des Irak, Ali Sistani. 1949, nach dem Attentat auf Schah Mohammad Reza Pahlavi,[2] und nachdem Borudscherdi als absolute Instanz (oder auch: „Quelle der Nachahmung“) von allen schiitischen Großajatollahs anerkannt worden war,[3] berief er mehr als 2.000 Religionsgelehrte zu einem Kongress nach Ghom in Iran, um dort die quietistische Tradition der schiitischen Geistlichkeit anzumahnen und zu erneuern.[4] Borudscherdi verlangte von seinem Schüler Ruhollah Chomeini politische Zurückhaltung.

Marginalität

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Nach Boroudscherdis Tod verlor die quietistische Position zugunsten des von dem Ajatollah Chomeini propagierten islamischen Staats, in dem der Geistlichkeit die aktive politische Führungsrolle zugesprochen wird,[5] an Einfluss. Die Gegenposition zum quietistischen Islam wird von dem Orientalisten Bernard Lewis als aktivistischer Islam (activist Islam) bezeichnet.[6]

Außerhalb des Irans

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Die Trennung der geistlichen von weltlicher Herrschaft ist in der türkischen Verfassung von 1924 des Mustafa Kemal Atatürk am weitesten verwirklicht, in Saudi-Arabien hingegen wird der Koran als Verfassung betrachtet.

Zitat

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Hossein Borudscherdi wird anlässlich des Sturzes von Mohammad Mossadegh im Jahr 1953 folgendes Zitat zugeschrieben:

„Wir, die Geistlichkeit, sollen einen islamischen Staat gründen? [...] Wir wären hundertmal größere Verbrecher als die, die jetzt an der Macht sind.“[7]

Siehe auch

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  • Kalifat

Einzelnachweise

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  1. ↑ Bundeszentrale für politische Bildung, Peter Philipp: Islam an der Macht. Gottesstaat Iran
  2. ↑ Shahrough Akhavi: Religion and Politics in Contemporary Iran. State University of New York Press, Albany 1980, ISBN 0-87-395408-4, S. 66.
  3. ↑ Heinz Halm: Die Schia. Darmstadt 1988, S. 153.
  4. ↑ Houchang Chehabi: Klerus und Staat in der Islamischen Republik Iran. 1993, S. 19.
  5. ↑ Ajatollah Chomeini: Der islamische Staat. Aus dem Persischen übersetzt und herausgegeben von Nader Hassan und Ilse Itscherenska, Klaus Schwarz Verlag, Berlin, S. 28ff.
  6. ↑ Bernard Lewis: Islamic Revolution. The New York Review of Books, Band 34, Nummer 21/22, 21. Januar 1988.
  7. ↑ Bahman Nirumand, Keywan Daddjou: Mit Gott für die Macht. Eine politische Biographie des Ayatollah Chomeini. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1989, S. 88.
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Kategorie:
  • Islam und Politik

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