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Opernhaus Graz 👆 Click Here!
aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
(Weitergeleitet von Oper Graz)
Opernhaus Graz
Zuschauerraum mit Galerie
Sitzplan samt Preisen (1899)

Das Opernhaus Graz (frĂŒher auch Grazer Opernhaus) ist ein im neobarocken Stil errichteter Theaterbau, der sich am Opernring, im Zentrum der österreichischen Stadt Graz befindet.[1] Das bis heute als Opernhaus dienende, freistehende GebĂ€ude wurde 1899 nach den PlĂ€nen des Wiener Architektenduos Fellner & Helmer als Ranglogentheater erbaut[2] und ist nach der Wiener Staatsoper das zweitgrĂ¶ĂŸte Opernhaus in Österreich.

Der gehobene Anspruch des Hauses artikuliert sich durch die monumentale Formensprache des GebÀudes und den opulenten, im Barock und Rokoko ausgestatteten, knapp 1.400 PlÀtze umfassenden Zuschauerraum.[3]

Das Grazer Opernhaus ist ein Mehrspartenhaus und pflegt neben der Oper auch Ballett, Musical und Operette.

Geschichte

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Der Bau des Grazer Opernhauses wurde aus Anlass des JubilĂ€ums von 50 Jahren Regentschaft Kaiser Franz Josephs I. gemĂ€ĂŸ zweier GemeinderatsbeschlĂŒsse vom Februar sowie Juli 1897 am 12. April 1898 begonnen; am 12. November 1898 fand die Gleichenfeier statt. Am Vormittag des 16. September 1899 wurde der Schlussstein gelegt[4] und am Abend das Haus als Grazer Stadttheater mit Friedrich Schillers Wilhelm Tell eröffnet.[5] Die erste OpernauffĂŒhrung fand am Folgetag zur Eröffnung statt: Unter der musikalischen Leitung von Karl Muck (1859–1940) wurde Richard Wagners Lohengrin gegeben.[6]

Geplant wurde der damals etwa 2.000 PlĂ€tze umfassende, im Zentrum der Stadt Graz (zwischen dem heutigen Opernring und dem Kaiser-Josef-Platz) stehende Bau von den Wiener Theaterarchitekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer. Die Bauleitung oblag der Baufirma Franz StĂ€rk und Heinrich Loetz und dem stĂ€dtisch ausfĂŒhrenden Architekten Ludwig Muhry (1861–1929).[7]

Die Stadt Graz weist eine lange Operntradition auf: Bereits vor dem Bau der heutigen Oper aus dem Jahr 1899 fanden in Graz AuffĂŒhrungen statt. Der erste Theaterbau war ein 1736 umgebautes WirtschaftsgebĂ€ude der Hofstallungen des Kaiserhauses. In den wenig aufwendig ausgestalteten RĂ€umlichkeiten lag der Fokus auf den Inszenierungen zeitgenössischer TheaterstĂŒcke und Opern. Aufgrund des Renommees, dessen sich die Vorstellungen erfreuten, wurde auf Anregung von Kaiserin Maria Theresia 1776 ein „LandstĂ€ndisches Theater“ am Freiheitsplatz errichtet. An dieser Stelle befindet sich das heutige Grazer Schauspielhaus, das seinen 1823 abgebrannten VorgĂ€nger ersetzte.[8]

1864 wurde ein zweites Theater, der unmittelbare VorgĂ€nger der heutigen Oper Graz, eröffnet: das sogenannte Thalia am Stadtpark, ein zwölfeckiges ZirkusgebĂ€ude, das durch Zubau eines BĂŒhnenhauses fĂŒr den Theaterbetrieb adaptiert wurde.[3]

Da beide HĂ€user jedoch nicht den baulichen und technischen Anforderungen eines damals zeitgemĂ€ĂŸen Theaterbetriebs genĂŒgten,[9] wurde in der Grazer Bevölkerung der Wunsch nach einem Theaterneubau laut. 1893 reagierte der Gemeinderat darauf und beauftragte das ArchitekturbĂŒro Fellner & Helmer mit der Erstellung erster PlĂ€ne fĂŒr das Projekt. Die Neuerrichtung eines stĂ€dtischen Theaters wurde als Prestigeprojekt kommunaler Kulturpolitik angesehen und sollte in seiner architektonischen Gestalt die moderne IdentitĂ€t der Stadt Graz widerspiegeln. Vorbild fĂŒr den Neubau war die Gestaltung der Wiener Hofoper. Als Standort wurde der Platz neben dem Thalia, das weitgehend abgerissen wurde, ausgewĂ€hlt.[10] FĂŒr Fellner & Helmer war die Verwirklichung der Oper Graz der bis dahin dreißigste Theaterbau ihrer Karriere.

Aufgrund des begrenzten finanziellen Budgets konnten die umfangreichen PlĂ€ne der Architekten Fellner & Helmer nicht in der vorgesehenen Form realisiert werden. Entgegen der ursprĂŒnglichen Planung wurden weder ein an das Theater angrenzendes Konzerthaus noch ein kleines Volkstheater am Murufer umgesetzt.

Architektur

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  • Westansicht der Oper Graz
    Westansicht der Oper Graz
  • Nordwestansicht der Oper Graz
    Nordwestansicht der Oper Graz

Außenbau

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Bei der Oper Graz handelt es sich um einen freistehenden Theaterbau mit einem vielfĂ€ltig gegliederten Baukörper. Der Standort an einem stĂ€dtebaulichen Gelenkpunkt zwischen Altstadt und Neustadt erforderte eine wirkungsvolle Ausrichtung nach allen Seiten. Das Eingangsportal schließt mit seinem kleinen Vorplatz an ein ParkstĂŒck am Opernring an, die RĂŒckseite (das BĂŒhnenhaus) grenzt an den Kaiser-Josef-Platz. Einen besonderen Akzent im Stadtbild setzt die Kuppel, die den Eingangsbereich bedeckt.[1]

Entgegen einigen Forderungen von AnhĂ€ngern deutsch-nationaler Interessen, wurde das GebĂ€ude nicht im Stil der deutschen Renaissance (mit gotischen AnklĂ€ngen) erbaut, sondern von Fellner & Helmer von Beginn an im Sinne des Historismus, im „Barockstil als einem ‚echt österreichischen Stile‘“[9] geplant und von der Stadt Graz auf der Gemeinderatssitzung im September 1897 entsprechend beschlossen.

„Der von den Architekten Fellner und Helmer aus Wien im Stile Fischer von Erlachs entworfene und ausgefĂŒhrte Barockbau hat eine LĂ€nge von 81,50 Meter und eine grĂ¶ĂŸte Breite von 48 Meter und bedeckt eine FlĂ€che von 3211 Quadratmeter.“

– Ludwig Muhry, bauleitender Architekt[11]
Bronzemodell der Oper Graz

Der lĂ€nglich angelegte Baukörper weist eine dreiteilige Gliederung auf, die sich aus der Höhe der einzelnen GebĂ€udeteile ergibt und an den inneren Funktionen orientiert ist: der Eingangshalle, dem Auditorium sowie dem BĂŒhnenhaus samt NebenrĂ€umen. Die klare architektonische Hervorhebung des BĂŒhnenteils, das die anderen GebĂ€udesegmente turmĂ€hnlich ĂŒberragt, grĂŒndet in gesetzlichen Bestimmungen, die eine feuersichere Abgrenzung zwischen Auditorium und BĂŒhnenbereich vorschreiben.[12]

Dem inneren GefĂŒge entsprechend gestalteten Fellner & Helmer auch die Bedachung des jeweiligen GebĂ€udeteils. Durch ein oktogonales Kuppeldach wird der reprĂ€sentative Charakter der vortretenden Eingangshalle verstĂ€rkt, wohingegen der Zuschauerraum haubenförmig ĂŒberdacht ist und an den querrechteckigen BĂŒhnenturm anschließt, dessen Mansarddach den höchsten Punkt des Bauwerks darstellt und den Spielbereich akzentuiert.[13]

Die in Graz anzutreffende Aufgliederung des TheatergebĂ€udes in ihre zweckbestimmten Teile, setzt sich um die Jahrhundertwende des 19. und 20. Jahrhunderts durch. Besonders deutlich ist die Dreiteiligkeit, Ort der Begegnung, Ort der Sammlung und Ort der Handlung, beim Volkstheater in Wien (1888/89), ebenfalls von Fellner & Helmer, zu sehen.[14] FrĂŒhe VorlĂ€ufer, die die Tendenz zur klaren Trennung rĂ€umlicher Funktionsbereiche bereits erkennen lassen, sind das Schauspielhaus am Gendarmenmarkt in Berlin (Karl Friedrich Schinkel, 1818–20) oder die Semperoper Dresden (Gottfried Semper, 1871 bis 1878).[15]

Grazer Oper mit Kopie des Portikus aus Stoff

Fassadenbeschreibung

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Dem gehobenen Anspruch der Oper Graz Ausdruck verleihend, trat der zweigeschoßige Mittelrisalit der Hauptfassade zum Opernring als klassischer Portikus in Erscheinung. Ein von sechs Komposit-SĂ€ulen getragener, figural ausgeschmĂŒckter Giebel ĂŒberfing, in Anlehnung an einen antiken Tempel, einen Balkon ĂŒber dem Haupteingang. In den Architrav zwischen SĂ€ulen und Giebel war der Schriftzug „Stadt-Theater“ integriert worden.

1944 zerstörte, im Zuge des Zweiten Weltkrieges, eine Fliegerbombe das obere Foyer und die SĂ€ulenhalle. Im Rahmen des Wiederaufbaus kam es zu keiner Rekonstruktion der Tempelarchitektur, was bis heute fĂŒr Kontroversen sorgt. Der Verein „Denkmal Steiermark“ bemĂŒht sich intensiv um eine Wiederherstellung des Portikus.[16] Um dem zeitgenössischen Betrachter die ursprĂŒngliche Optik zu veranschaulichen, wurde die Tempel-Architektur aus Stoff nachgestellt auf ein GerĂŒst gespannt und ĂŒber dem offenen Balkon errichtet.[17]

Weitere Restaurierungen des GebĂ€udes wurden bereits vor dem Zweiten Weltkrieg vorgenommen, im Zuge derer es zu einer Reduktion der skulpturalen AusschmĂŒckung an den Außenfassaden kam. Betroffen waren davon, neben den Plastiken „Der Schmerz“ und „Die Heiterkeit“, unter anderem die „RuhmverkĂŒndende Muse“ sowie die „Bacchantengruppe“ von Ernst Hegenbarth, die als figurale Fensterbekrönungen am Mittelrisalit der Hauptfassaden (Vorder- und RĂŒckseite) fungierten.[13]

Die Seitenfassaden des Opern-GebĂ€udes sind gleichartig gestaltet und in LĂ€nge wie Höhe symmetrisch unterteilt. Paarweise treten auf der rechten wie linken GebĂ€udeseite Risalite hervor, die mit vorgestellten SĂ€ulen im Erdgeschoß und Pilastern im Obergeschoß betont sind und nach oben hin mit einem Rundgiebel abschließen. Zwischen diesen gleichartigen Risaliten entfaltet sich das Zuschauerhaus dessen Obergeschoß im Vergleich zum Hauptgeschoß um Terrassenbreite zurĂŒckgesetzt ist.[18]

Ausdruck des Historismus ist die Verwendung von in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden angeordneten Pilastern im oberen Stockwerk und DreiviertelsĂ€ulen an den AußenwĂ€nden des Untergeschoßes. Aufgelockert werden die Fassaden zudem von zahlreichen Bogenfenstern, welche sich zwischen den Pilastern und SĂ€ulenelementen befinden und teils figĂŒrlich umrandet sind.

Die dem Kaiser-Joseph-Platz zugewandte RĂŒckseite der Oper wiederholt weitgehend das Fassadenmotiv der GebĂ€udefront und ist ebenso reprĂ€sentativ. Im Unterschied zur Hauptfassade ist hier jedoch das Tempelmotiv am Mittelrisalit kaum hervortretend und ohne Balkon.

Der ĂŒberwiegend in seinem Originalzustand befindliche Baukörper wurde nur vereinzelten VerĂ€nderungen ausgesetzt, die unter praktischen Gesichtspunkten Umsetzung fanden. So kam es in den 1980er Jahren zu einer Erweiterung der Oper Graz: Nach den PlĂ€nen des Architekten GĂŒnther Wawrik, der einen dazu ausgeschriebenen Wettbewerb fĂŒr sich entscheiden konnte, verbindet seitdem eine verglaste StahlbrĂŒcke die Oper mit einem neuen Kulissendepot, welches in dem alten BĂŒhnenhaus des ehemaligen ‚Thalia‘-Theaters Platz gefunden hat.[19]

Das Grazer Opernhaus vereint diverse Architekturmotive, bleibt im Ganzen aber seiner historisierten, neobarocken Formsprache treu. Es besticht als harmonische, erhabene Gesamterscheinung, die einem Theaterbau, als Haus der KĂŒnste, adĂ€quat ist.

Treppenhalle der Oper Graz
Festtreppe

Innenarchitektur und -ausstattung

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Drei Haupt- und zwei seitliche NebeneingĂ€nge fĂŒhren in das Innere des Opernhauses, zur prunkvollen, lichtdurchfluteten Eingangshalle mit der zentralen Haupttreppe sowie zwei separaten SeitenaufgĂ€ngen. Die Treppenhalle gilt als Mittelpunkt, da die Haupt- wie auch die beiden Nebentreppen hier zu einer großen, reprĂ€sentativen Raumkomposition zusammengefasst sind.[20]

Die dekorative Haupttreppe beginnt mit einem ausladenden Mittellauf und teilt sich von einem Podest in zwei Treppenarme, die zu den umlaufenden Galerien der oberen Etage fĂŒhren. Auch zweigen von dort die ZugĂ€nge zu den Balkonlogen des Zuschauerraums ab. Die Verwendung einer zentralen Festtreppe findet sich ebenfalls im Wiener Opernhaus, das dem Grazer Bau als Vorbild diente. VerstĂ€rkt wird der barock-festliche, reprĂ€sentative Charakter des GebĂ€udeinneren durch die opulente Auszierung der Treppenhalle, mit weißem Marmor, Goldornamenten und skulpturalen Bronzekandelabern an den Balustraden. Diese Art der Gestaltung ist kennzeichnend fĂŒr das Bauschaffen der Architekten Fellner & Helmer, wenn es um HĂ€user mit besonders gehobenen AnsprĂŒchen geht.[21]

Blick zur BĂŒhne
Zuschauerraum

FortgefĂŒhrt wird die im Barock und Rokoko gehaltene AusschmĂŒckung im hufeisenförmig angelegten Auditorium, das als Kombination aus Balkon- und Ranglogentheater konzipiert ist. Dort dominieren die ‚typischen‘ Theaterfarben Weiß, Gold und Rot. Daneben finden sich an WĂ€nden und Decken hochdekorative, vergoldete Stuckverzierungen, die ein dreiteiliges DeckengemĂ€lde von Hugo Löffler umrahmen. Das mittlere DeckengemĂ€lde stellt die Ankunft Lohengrins (aus Richard Wagners Lohengrin) dar, das flankiert wird von Szenen aus Schillers Wilhelm Tell und Goethes Faust.[22] Verantwortlich fĂŒr das feingliedrige Rankenwerk, die Rocailleformen und BĂ€nder, die WĂ€nde, Pfeiler, Stichkappen und Wölbungen ĂŒberziehen, ist das Wiener Atelier Ludwig Structius.[21]

Die flach gewölbte Decke fĂ€llt zur BĂŒhne hin schrĂ€g ab.[22] Mehrere Gurtbögen unterteilen das Deckengewölbe und akzentuieren damit den vorderen Zuschauerbereich sowie das Proszenium und die HauptbĂŒhne.

In dem Zuschauerraum finden sich etwa 1.400 BesucherplĂ€tze. Mittig, der BĂŒhne gegenĂŒber, ist ein durchlaufender, zweigeschoßiger Balkon angelegt, der von den LogenrĂ€ngen eingerahmt wird. Unmittelbares Vorbild hierfĂŒr, ist der Saal des Lustspieltheaters in Budapest (1886/1887) von Fellner & Helmer. Über dem Doppelbalkon steigt ein großer Galeriebalkon auf, der sich seitlich bis zum Proszenium ausdehnt.[23] Verbunden sind Balkone und Logen mit luxuriösen, reich ausgeschmĂŒckten Ecklogen.

Im Parterre, vor dem Proszenium, sind einander gegenĂŒberliegende Prunklogen mit eigenen EingĂ€ngen und Foyers, die zur Zeit der Erbauung besonderen GĂ€sten vorbehalten waren. Diese Anordnung der Ehrenlogen wurde von Fellner & Helmer dem, ebenfalls von dem Architektenduo entworfenen, Wiener Stadttheater nachempfunden und ist ein weiteres Zeugnis der herrschaftlichen Innenarchitektur.

Der glanzvollen Ausgestaltung der Oper Graz konnte sich 1899 auch die zeitgenössische Presse nicht entziehen und schrieb am Eröffnungstag in der Tagespost:

„Da mĂŒssen wir nun sagen, daß bei Allen, die auch in das Innere des Hauses zu schauen Gelegenheit fanden, nur eine Stimme des Lobes und der bewundernden Anerkennung ist. Hat das Auge schon von außen den Anblick eines prĂ€chtigen Monumentalbaues aufgenommen (
), so ist die Wirkung des Inneren auf das Auge des Eintretenden eine noch stĂ€rkere, geradezu ĂŒberwĂ€ltigende. Eine reiche Farbenpracht (
), breitet hier ihren glĂ€nzenden Schimmer aus und ein Reichtum der Ausstattung mit den Mitteln der Kunst (
) tritt uns entgegen (
). (
) dieses nach den Gesetzen der Schönheit auferbaute und nach den Forderungen der ZweckmĂ€ĂŸigkeit eingerichtete Haus macht zunĂ€chst der Firma Fellner & Helmer Ehre, die auf diesem Gebiete einen Weltruf erlangt hat (
).“[24]

Kulturpolitische Gestaltungselemente

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Der erhaben-imposante Charakter der Oper Graz ist nicht nur Ergebnis der Gesamtarchitektur, sondern wird durch die figurale und bildliche AusschmĂŒckung an und in dem GebĂ€ude vervollstĂ€ndigt. Reliefs, Plastiken und Inschriften verweisen dabei auf die Funktion des Bauwerkes als Haus der Darstellenden KĂŒnste. Einzelnen Gestaltungselementen wohnt zudem eine kulturelle (ReprĂ€sentations-)Komponente inne, da sich in ihnen die IdentitĂ€t und das Wesen der Stadt widerspiegeln.

Erster Blickfang fĂŒr den Besucher beim Betreten der Oper ist das Tympanon an der Hauptfassade. Es weist eine stark plastische Reliefdarstellung des griechischen Gottes Apollo auf. Dieser Gott des Ästhetischen und der Musik, ist umgeben von Figuren der Darstellenden KĂŒnste, wie Thespis mit seinem Karren oder den Musen der Tragödie und Komödie.[25] Die Bedeutung und Bestimmung des Bauwerks wird durch diese Ausgestaltung auf das Äußere ĂŒbertragen und sichtbar gemacht.

Der Bedeutungsgehalt der architektonischen Sprache der Oper Graz geht jedoch noch ĂŒber diesen kulturellen und Ă€sthetischen Gesichtspunkt hinaus und weist eine politische Dimension auf. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in Graz ein zunehmender Deutschnationalismus und damit das BedĂŒrfnis, diese nationale Programmatik in der Theaterarchitektur abzubilden. Inschriften mit Zitaten von Richard Wagner und Friedrich Schiller am zentralen BĂŒhneneingang zum Kaiser-Josef-Platz, sollten die Ausrichtung stĂ€dtischer Theaterpolitik verdeutlichen.[26] Zudem kann diese Hervorhebung von Wagner und Schiller als Anlehnung an die ersten beiden AuffĂŒhrungen in der Oper Graz verstanden werden. Mit Schillers Wilhelm Tell wurde der Spielbetrieb am 16. September 1899 eröffnet und am darauffolgenden Tag fand mit Wagners Lohengrin die erste Operninszenierung Einzug in das GebĂ€ude.[27]

Weitere personenbezogene Gestaltungselemente finden sich in Form von, auf Steinsockeln angebrachten BronzebĂŒsten von Ludwig van Beethoven und Richard Wagner an der Westfassade des GebĂ€udes.

Als Verweis der fortschrittlich-liberalen EinflĂŒsse, kann die Ikonografie des ursprĂŒnglichen BĂŒhnenvorhangs gedeutet werden. Ein Triptychon des Malers Alexander Rothaug zeigte in einer allegorischen Darstellung der Göttin des Lichts mit dem Schild der Reinheit und der ewig leuchtenden Fackel, den Sieg des Lichts ĂŒber die Finsternis.

Die SpielstÀtte

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Opernhaus Graz, Zuschauerraum vor der letzten AuffĂŒhrung von Carmen (Ballett)

Abgesehen von der Unterbrechung wegen einer umfangreichen Renovierung in den Jahren 1983 bis 1985, in welcher das Haus in einer behutsamen Sanierung den modernen bĂŒhnentechnischen Entwicklungen angepasst wurde, wurde das Haus bis heute durchgehend bespielt und ist zu einem Zentrum der sĂŒdösterreichischen Musikkultur geworden. GewĂŒrdigt wurde dies mit der Wahl der Grazer Oper zum „Opernhaus des Jahres 2001“.[3] Neben dem Stefaniensaal ist es auch HeimstĂ€tte des Grazer Philharmonischen Orchesters.

UrauffĂŒhrungen

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  • Orpheus ex Machina, Musik von IvĂĄn Eröd, Libretto von Peter Vujica (15. Oktober 1978)
  • Narcissus, Musik von Beat Furrer, Text nach Ovid, Deutsch von Beat Furrer (1. Oktober 1994)
  • Tod und Teufel, Musik von Gerd KĂŒhr, Libretto von Peter Turrini (17. September 1999)
  • Till Eulenspiegel, Kindermusical von Konstantin Wecker (8. November 2006)
  • Der Liebe Schlaf – ein Dornröschen Ballett, Choreographie von Jörg Weinöhl (10. Oktober 2015)[28]
  • Und der Himmel so weit – ein Ballettabend fĂŒr Franz Schubert, Choreographie von Jörg Weinöhl (1. April 2016)[29]
  • Nussknacker und MĂ€usetraum, Choreographie von Jörg Weinöhl (3. Dezember 2016)[30]
  • Kontrapunkt. Auf der anderen Seite von Bach, Choreographie von Jörg Weinöhl (7. April 2017)[31]
  • Meine Seele hört im Sehen, Choreographie von Jörg Weinöhl (13. Oktober 2017)[32]
  • Sommernacht, getrĂ€umt, Choreographie von Jörg Weinöhl (5. Mai 2018)[33]
  • Carmen, Choreographie von Beate Vollack (11. Februar 2023)[34][35]

Intendanten

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Die tote Stadt in einer Inszenierung von Johannes Erath, 2015
Foto: Francisco Peralta TorrejĂłn
  • Otto Purschian (1899–1903)
  • Alfred Cavar (1903–1908)
  • Heinrich Hagin (1908–1911)
  • Julius Grevenberg (1911–1923)
  • Von 1924 bis 1926 wurde die GeschĂ€ftsleitung der Grazer Oper durch die Stadt Graz wahrgenommen, ehe der Betrieb bis 1928 eingestellt wurde.
  • Felix KnĂŒpfer (1929–1932)
  • Helmuth Ebbs (1932–1933)
  • Herbert Furegg (1933–1936)
  • Viktor Pruscha (1936–1938)
  • Willy Hanke (1938–1939)
  • Rudolf Meyer (1939–1944)
  • Helmuth Ebbs (1946–1949)
  • Alfred Huttig (1949)
  • Viktor Pruscha (1950–1954)
  • AndrĂ© Diehl (1955–1965)
  • Karlheinz Haberland (1966–1969)
  • Reinhold Schubert (1969–1972)
  • Carl Nemeth (1972–1990)
  • Gerhard Brunner (1990–2001)
  • Karen Stone (2001–2003)
  • Jörg Koßdorff (2003–2009)
  • Elisabeth Sobotka (2009–2015)
  • Nora Schmid (2015–2023)[36]
  • Ulrich Lenz (ab 2023)[36]

Dirigenten

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Unter den wichtigsten Dirigenten, die in Graz am Opernhaus und mit den Philharmonikern wirkten, sind neben vielen anderen zu nennen: Herbert Albert, NikĆĄa Bareza, Rudolf Bibl, Michael Boder, Adrian Boult, Wolfgang Bozic, Karl Böhm, Miltiades Caridis, Sergiu Celibidache, Gustav Cerny, AndrĂ© Cluytens, ÁdĂĄm Fischer, Johannes Fritzsch, Lamberto Gardelli, Walter Goldschmidt, Peter GĂŒlke, Leopold Hager, Milan Horvat, Philippe Jordan, Oswald Kabasta, Dirk Kaftan, Berislav Klobučar, Maximilian Kojetinsky, Clemens Krauss, Fabio Luisi, Oksana Lyniv, Bruno Maderna, Lovro von Matačić, Arnold Östman, Argeo Quadri, Hermann Scherchen, Ulf Schirmer, Peter Schneider, Peter Schrottner, Edgar Seipenbusch, Stefan Soltesz, Robert Stolz, Hans Swarowsky, Arturo Tamayo, Mario Venzago und GĂŒnter Wich.

Rezeption/Einordnung

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„Es schien, als sollte die vollkommenste, die volksthĂŒmlichste, die segenreichste Kunst in unserer lieben Stadt nimmermehr ein wĂŒrdiges Obdach finden. Nun ist ihr ein Palast errichtet, voll Pracht und voll Traulichkeit. Die Götter sind verstummt, und die gewohnheitsmĂ€ĂŸigen Uebelredner werden ihrem Beispiel folgen mĂŒssen.“

So huldigte das Grazer Tagblatt dem Stadttheater am Tag der Schlusssteinlegung, dem 16. September 1899,[37] und bringt damit zum Ausdruck, dass das neue Theater hinsichtlich seiner MonumentalitÀt und Architektur zu den bedeutendsten Bauten der Habsburgermonarchie zÀhlt.[38]

Die Oper Graz (ehemals Stadttheater) entstand auf dem Höhepunkt der Schaffensperiode der Theaterarchitekten Fellner & Helmer.[39] Es ist der dreißigste von insgesamt 48 Theaterbauten, die von 1870 bis 1914 in Mittel- und Osteuropa, unter der Leitung der beiden Architekten entstanden und zĂ€hlt zu den reprĂ€sentativsten Bauten Fellner & Helmers. Die monumentale Barockarchitektur mit klassizistischen AnklĂ€ngen, wurde trotz kleinerer technischer Modernisierungen (die vor allem die Akustik und die BĂŒhnentechnik im Innenraum betrafen) beibehalten und verleiht dem GebĂ€ude auch nach ĂŒber 100 Jahren einen besonderen Glanz.

Literatur

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  • Wilhelm Kienzl: Die Grazer Oper. In: Grazer Tagblatt. Organ der Deutschen Volkspartei fĂŒr die AlpenlĂ€nder, Morgen-Ausgabe, Nr. 242/1899 (IX. Jahrgang), 1. September 1899, S. 1–4. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gtb
  • Ludwig Muhry: Gedenkschrift zur Eröffnung des Stadttheaters in Graz am 16. September 1899. Kienreich, Graz 1899, OBV.
  • Friedrich Bouvier: Opernhaus. In: KunstdenkmĂ€ler der Stadt Graz. Die Profanbauten des I. Bezirkes Altstadt. Hrsg. v. Wiltraud Resch. (In: Österreichische Kunsttopographie. Band 53.) Wien 1997. S. 404–408. ISBN 3-7031-0697-2.
  • Friedrich Bouvier: EinflĂŒsse auf den Stil des Opernhauses. In: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz. Band 15. Graz 1984. ISSN 0440-9728.
  • Friedrich Bouvier: Vom Interimstheater BrĂŒnn zum Grazer Opernhaus. In: Gerhard M. Dienes (Hrsg.): Fellner & Hellmer. Die Architekten der Illusion. Theaterbau und BĂŒhnenbild in Europa. AnlĂ€sslich des JubilĂ€ums „100 Jahre Grazer Oper“. Graz 1999. ISBN 3-900764-21-2.
  • Hans-Christian Hoffmann: Die Theaterbauten von Fellner und Helmer. MĂŒnchen 1966. ISBN 3-7913-0128-4.
  • Michaela Reichart: Reaktionen auf den neuen Theaterbau in Graz. In: Gerhard M. Dienes (Hrsg.): Fellner & Hellmer. Die Architekten der Illusion. Theaterbau und BĂŒhnenbild in Europa. AnlĂ€sslich des JubilĂ€ums „100 Jahre Grazer Oper“. Graz 1999. ISBN 3-900764-21-2.
  • Heidemarie Uhl: Das Theater als GedĂ€chtnisort. Das Grazer Stadttheater – ein Medium kultureller IdentitĂ€t im sozialen Raum. In: Gerhard M. Dienes (Hrsg.): Fellner & Hellmer. Die Architekten der Illusion. Theaterbau und BĂŒhnenbild in Europa. AnlĂ€sslich des JubilĂ€ums „100 Jahre Grazer Oper“. Graz 1999. ISBN 3-900764-21-2.

Weblinks

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Commons: Grazer Oper â€“ Sammlung von Bildern
  • oper-graz.com

Einzelnachweise

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  1. ↑ a b Bouvier: Opernhaus. 1997. S. 404.
  2. ↑ Hoffmann: Die Theaterbauten von Fellner und Helmer. 1966. S. 98.
  3. ↑ a b c Geschichte der Oper Graz, abgerufen am 4. Januar 2016.
  4. ↑ Die Grazer Oper. In: Grazer Tagblatt. Organ der Deutschen Volkspartei fĂŒr die AlpenlĂ€nder, Abend-Ausgabe, Nr. 257/1899 (IX. Jahrgang), 16. September 1899, S. 2 ff. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gtb
  5. ↑ Die Eröffnung des Stadttheaters. (
) Die Festvorstellung. In: Grazer Tagblatt. Organ der Deutschen Volkspartei fĂŒr die AlpenlĂ€nder, Erste Morgen-Ausgabe, Nr. 258/1899 (IX. Jahrgang), 17. September 1899, S. 3, Mitte rechts. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gtb
  6. ↑ Theater und Kunst. Grazer Theater. In: Grazer Tagblatt. Organ der Deutschen Volkspartei fĂŒr die AlpenlĂ€nder, Erste Morgen-Ausgabe, Nr. 258/1899 (IX. Jahrgang), 17. September 1899, S. 4 Mitte. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gtb
  7. ↑ Buschek: Das Grazer Stadttheater (Opernhaus). 1999. S. 96.
  8. ↑ Buschek: Das Grazer Stadttheater (Opernhaus). 1999. S. 96f.
  9. ↑ a b Buschek: Das Grazer Stadttheater (Opernhaus). 1999. S. 97.
  10. ↑ Hoffmann: Die Theaterbauten von Fellner und Helmer. 1966. S. 99.
  11. ↑ Hoffmann: Die Theaterbauten von Fellner und Helmer. 1966. S. 32.
  12. ↑ Buschek: Das Grazer Stadttheater (Opernhaus). 1999. S. 98.
  13. ↑ a b Bouvier: Opernhaus. 1997. S. 406.
  14. ↑ Bouvier: Vom Interimstheater BrĂŒnn zum Grazer Opernhaus. 1999. S. 54.
  15. ↑ arts4x.com (Memento vom 14. September 2011 im Internet Archive)
  16. ↑ Grazer Oper, Rekonstruktion des Portikus (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) auf der Website des Vereins „Denkmal Steiermark“, abgerufen am 16. Juni 2013
  17. ↑ Kleine Zeitung vom 6. Juni 2008: Steirischer Denkmalverein will Oper Graz „vervollstĂ€ndigen“ (Memento vom 15. Januar 2013 im Webarchiv archive.today)
  18. ↑ Hoffmann: Die Theaterbauten von Fellner und Helmer. 1966. S. 99.
  19. ↑ Bouvier: Opernhaus. 1997. S. 405.
  20. ↑ Bouvier: Vom Interimstheater BrĂŒnn zum Grazer Opernhaus. 1999. S. 62f.
  21. ↑ a b Bouvier: Opernhaus. 1997. S. 407.
  22. ↑ a b Buschek: Das Grazer Stadttheater (Opernhaus). 1999. S. 101.
  23. ↑ Bouvier: Opernhaus. 1997. S. 408.
  24. ↑ Reichart: Reaktionen auf den neuen Theaterbau in Graz. 1999. S. 107.
  25. ↑ Bouvier: Vom Interimstheater BrĂŒnn zum Grazer Opernhaus. 1999. S. 70.
  26. ↑ Uhl: Das Theater als GedĂ€chtnisort. Das Grazer Stadttheater – ein Medium kultureller IdentitĂ€t im sozialen Raum. 1999. S. 115.
  27. ↑ Reichart: Reaktionen auf den neuen Theaterbau in Graz. 1999. S. 106.
  28. ↑ "Der Liebe Schlaf", das etwas andere Dornröschen-Ballett. Abgerufen am 22. Oktober 2015. 
  29. ↑ "Graz: Ein Ballettabend fĂŒr Franz Schubert". Abgerufen am 3. April 2016. 
  30. ↑ „Nussknacker tanzt nach 10 Jahren wieder in der Oper Graz“. Abgerufen am 3. Dezember 2016. 
  31. ↑ „Kontrapunkt. Auf der anderen Seite von Bach - Das Leben durchleuchten mit Bach“. Abgerufen am 10. April 2017. 
  32. ↑ Neues Weinöhl-Ballett an der Oper Graz. Abgerufen am 17. Oktober 2017. 
  33. ↑ Bernd Feuchtner: Die Stimme der Natur – Jörg Weinöhls letzte Produktion in Graz: „Sommernacht, getrĂ€umt“. In: tanznetz.de. 7. Mai 2018, abgerufen am 7. Mai 2018. 
  34. ↑ steiermark ORF at red: Carmen als Ballett an der Grazer Oper. 11. Februar 2023, abgerufen am 31. Mai 2023. 
  35. ↑ Oper Graz: „Carmen“ von Beate Vollack. Abgerufen am 31. Mai 2023. 
  36. ↑ a b Ulrich Lenz wird 2023 neuer Intendant der Grazer Oper. In: DerStandard.at. 26. November 2021, abgerufen am 26. November 2021. 
  37. ↑ Die Schlußsteinlegung im neuen Stadttheater. In: Grazer Tagblatt. Organ der Deutschen Volkspartei fĂŒr die AlpenlĂ€nder, Abend-Ausgabe, Nr. 257/1899 (IX. Jahrgang), 16. September 1899, S. 2 ff. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/gtb
  38. ↑ Uhl: Das Theater als GedĂ€chtnisort. Das Grazer Stadttheater – ein Medium kultureller IdentitĂ€t im sozialen Raum. 1999. S. 113.
  39. ↑ Bouvier: EinflĂŒsse auf den Stil des Opernhauses. 1984. S. 133f.
Grazer Oper
Theater in Graz

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Ehemalige Theater in Graz
Grazer VarietĂ© Orpheum (1899–1936)

47.06903715.445645Koordinaten: 47° 4â€Č 8,5″ N, 15° 26â€Č 44,3″ O

Normdaten (Körperschaft): GND: 2035447-2 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS) | LCCN: nr91041870 | VIAF: 123603147
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