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aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Nefertem in Hieroglyphen
kurz
F35X1
U15

Nefertem
Nfrtm
Vollkommen an Sein und Nichtsein[1]
oder
mit Determinativ
F35X1
U15
A40
oder
F35X1
U15
R16

Nefertem
Nfrtm
oder
F35I9
D21
X1
U15
G17

oder
mit Determinativ
F35I9
D21
X1
U15
G17
A40

Nefertem (auch Nefertum, Nefer-Tem, Nefer-Temu) ist eine Gottheit in der altägyptischen Mythologie. Er war Schutzgott der Salben, Salböle und Düfte, jedoch vorrangig der jugendliche Gott der Lotosblüte.

Ikonographie

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Die Darstellung des Nefertem erfolgt als jugendlicher Gott, die sehr verschieden sein kann: Zum einen als Mensch mit Lotosblüte auf dem Kopf, gelegentlich auf einem liegenden Löwen stehend oder mit Sichelschwert in der linken Hand; zum anderen aber auch mit einem menschlichen Körper mit Löwenkopf oder ganz als Löwe.[2] Charakteristisch für Nefertem ist jedoch vorwiegend der blaue Lotos.

typische Darstellungen des Nefertem

  • Nefertem mit Lotosblüte auf dem Kopf sowie Was-Zepter und Anch-Zeichen
    Nefertem mit Lotosblüte auf dem Kopf sowie Was-Zepter und Anch-Zeichen
  • Nefertem mit blauem Lotos, aus dem zwei hohe Federn hervorsprießen
    Nefertem mit blauem Lotos, aus dem zwei hohe Federn hervorsprießen
  • Tutanchamun als Nefertem auf einer blauen Lotosblüte (Ägyptisches Museum Kairo, Kopf des Nefertem, JE 60723)
    Tutanchamun als Nefertem auf einer blauen Lotosblüte (Ägyptisches Museum Kairo, Kopf des Nefertem, JE 60723)
  • Talisman des Osorkon (Dritte Zwischenzeit) mit Nefertem, der aus dem Lotos emporsteigt (Louvre, E10943)
    Talisman des Osorkon (Dritte Zwischenzeit) mit Nefertem, der aus dem Lotos emporsteigt (Louvre, E10943)

Mythologie

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Der ägyptischen Mythologie zufolge tauchte aus dem Urgewässer die Lotosblüte auf, deren Gott Nefertem war. So wurde der Gott nicht nur mit dem blauen Lotos gleichgesetzt, sondern auch mit dem Sonnengott, der ebenfalls aus der Pflanze hervorging. Viele Darstellungen zeigen ihn deshalb auf einer Lotosblüte sitzend, aus der er hervorging. So entstand zur Zeit des Alten Reiches die Verbindung zu Re. In den Pyramidentexten heißt es zu Nefertem: Lotosblume an der Nase des Re.[3][4]

Er ist der Sohn des Ptah, seine Mutter ist entweder Sachmet oder Bastet und bildet zusammen mit Sachmet und Ptah die Triade von Memphis. In Buto sah man Nefertem hingegen als Sohn der Schlangengöttin Uto. Weiter finden sich Verbindungen zu den Göttern Month, Horus und Sokar, in der Spätzeit sogar zu Bes.

Kult

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Nefertem war aufgrund seiner mythologischen Charakteristika vorrangig der Gott königlicher und göttlicher Denkmäler. Im Vergleich zu anderen Gottheiten wurde er sehr viel weniger verehrt, jedoch vermehrt als Sohn der Sachmet gefürchtet. So sind aus der Dritten Zwischenzeit beispielsweise göttliche Dekrete in Form von Amuletten erhalten, die zur Geburt eines Kindes gefertigt wurden, um dieses unter anderem vor Erscheinungsformen des Gottes Nefertem zu schützen. Allerdings gab es auch schützende Amulette mit dem Bildnis des Nefertem.[5] Seit dem Neuen Reich tritt der Verstorbene im Gefolge des Nefertem auf.[2]

Siehe auch

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  • Liste ägyptischer Götter
  • Nymphaea caerulea

Literatur

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  • Hans Bonnet: Nefertem. In: Lexikon der ägyptischen Religionsgeschichte. Nikol, Hamburg 2000, ISBN 3-937872-08-6, S. 508–510.
  • Wolfgang Helck, Eberhard Otto: Nefertem. In: Kleines Lexikon der Ägyptologie. Harrassowitz, Wiesbaden 1999, ISBN 3-447-04027-0, S. 199.
  • Richard H. Wilkinson: Die Welt der Götter im Alten Ägypten. Glaube – Macht – Mythologie. Theiss, Stuttgart 2003, ISBN 3-8062-1819-6, S. 133–135.

Weblinks

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Commons: Nefertum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Nefertem bei isis.li (Memento vom 14. September 2010 im Internet Archive)
  • Nefertem

Einzelnachweise

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  1. ↑ Katalog zur Ausstellung Tutanchamun. 1980, S. 40.
  2. ↑ a b Rolf Felde: Ägyptische Gottheiten. 2. erweiterte und verbesserte Auflage. R. Felde Eigenverlag, Wiesbaden 1995, S. 40.
  3. ↑ Kurt Sethe: Die altägyptischen Pyramidentexte nach den Papierabdrücken und Photographien des Berliner Museums... Band 1 Leipzig 1908–1922. Reprints: Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1960, Hildesheim: Olms 1969, Spruch 266, S. 188.
  4. ↑ Raymond O. Faulkner: The Ancient Egyptian Pyramid Texts, Translated into English. Clarendon Press, Oxford 1969, ISBN 978-0-19-815437-2, S. 61.
  5. ↑ Richard H. Wilkinson: Die Welt der Götter im alten Ägypten: Glaube – Macht – Mythologie. Stuttgart 2003, S. 135.
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Kategorien:
  • Ägyptische Gottheit
  • Männliche Gottheit
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