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Mosche Meisels (hebräisch משה מייזלס; geboren am 6. Juni 1919 in Wien als Manfred Meisels; gestorben am 21. Mai 2014 in Tel Aviv, Israel) war ein österreichisch-israelischer Journalist und langjähriger Nahost-Berichterstatter des Österreichischen Rundfunks (ORF) und der Austria Presse Agentur (APA).

Leben und Werk

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Mosche (auch Moshe) Meisels wurde im Juni 1919 als Sohn jüdischer Eltern in Wien geboren. Zu seinen Vorfahren zählte Dow Ber Meisels, der Oberrabbiner von Krakau und Warschau und ein prominenter Unterstützer des polnischen Unabhängigkeitskampfes. Seine Eltern, Esther (geb. 1886) und Chananja Meisels (geb. 1884), waren gegen Ende des Ersten Weltkriegs nach Wien gekommen, wo sein Vater als Kaufmann tätig war. Er besuchte das jüdische Chajes-Realgymnasium und gehörte 1938 zum letzten Schülerjahrgang, der dort die Matura-Prüfung ablegte.

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland im Jahr 1938 emigrierte Meisels in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina. Dort studierte er Geschichte und Philosophie an der Hebräischen Universität in Jerusalem; dabei profitierte er von den Hebräisch-Kenntnissen, die er in seiner Schulzeit in Wien erworben hatte.

Während des Zweiten Weltkriegs diente Meisels fünf Jahre in der britischen Armee in Ägypten.[1]

Nach der Staatsgründung Israels war er bis 1984 als Journalist und Redakteur bei der israelischen Tageszeitung Maʿariw tätig.

Von 1961 bis 1995 war Meisels Korrespondent des Österreichischen Rundfunks in Israel. Von 1972 bis 2001 arbeitete er in dieser Funktion auch für die Austria Presse-Agentur (APA). Er berichtete sachkundig über den Nahostkonflikt und aktuelle israelische Themen und galt für Generationen österreichischer Radiohörer als die „Stimme aus Israel“.[1]

In der Studie Der Friede von Camp David. Der Nahostkonflikt im Spiegel der Ö1-Journalsendungen von Anton Hubauer wird die journalistische Arbeit Meisels ausführlich thematisiert. Hubauer würdigt Meisels mit den Worten:

„Unter den Journalisten war Moshe Meisels, der Korrespondent des ORF in Israel, sicherlich die markanteste Gestalt. Kein anderer Journalist berichtete auch nur annähernd so lange aus dem Nahen Osten. Unglaubliche 242 Beiträge weist der Katalog unter dem Gestalter Moshe Meisels aus. Er war der „Mister Nahost“ des ORF, aber auch bei ihm war keine Parteinahme für Israel oder grundsätzliche Voreingenommenheit gegenüber Ägypten oder den arabischen Staaten bemerkbar. Die Berichterstattung war ein mustergültiges Beispiel für Information auf hohem Niveau, Sensationsjournalismus oder mediale Undinge der jüngsten Vergangenheit, wie beispielsweise Infotainment, waren kein Thema.“[2]

Bekannt wurde Meisels durch sein Buch Die Gerechten Österreichs, das 1996 von der Österreichischen Botschaft in Tel Aviv herausgegeben wurde. Darin dokumentiert er die Biografien und Geschichten von 69 Österreicherinnen und Österreichern, die während der Zeit des Nationalsozialismus Juden retteten. Die meisten von ihnen wurden von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern ausgezeichnet.

Im Rahmen des OeAD-Programms ERINNERN:AT entstand 2003 in Israel ein ausführliches Zeitzeugen-Interview mit Mosche Meisels, das auf der Plattform weitererzaehlen.at veröffentlicht wurde. Das mehrstündige Interview mit Meisels entstand im Rahmen des Projekts „Mutterland Vatersprache“, das von 2002 bis 2005 vom Wiener Historiker Dieter J. Hecht für das Zentralkomitee der Juden aus Österreich in Israel durchgeführt wurde. Ziel war die Dokumentation der Schicksale österreichisch-jüdischer Holocaust-Überlebender in Israel.[3]

Die Republik Österreich ehrte Meisels in den Jahren 1970 und 2002 mit hohen staatlichen Auszeichnungen.[1]

Mosche Meisels starb am 21. Mai 2014 – wenige Tage vor seinem 95. Geburtstag – in Tel Aviv.[4] Ein Konvolut von Unterlagen über Mosche Meisels befindet sich im Archiv Günter Peter Straschek im Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek.[5]

Auszeichnungen

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  • 1970: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
  • 2002: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • Mosche Meisels: Die Gerechten Österreichs. Eine Dokumentation der Menschlichkeit. Hrsg.: Österreichischen Botschaft in Tel Aviv. Tel Aviv 1996. 
  • Manus Diamant: Geheimauftrag: Mission Eichmann. Mit einem Vorwort von Simon Wiesenthal. Hrsg.: Moshe Meisels. J & V, Wien 1995, ISBN 3-224-17696-2. 

Weblinks

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  • Interview mit Mosche Meisels, geführt 2003 von Dieter J. Hecht, Dauer: 2:38:39 , auf weitererzaehlen.at (deutsch)

Einzelnachweise

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  1. ↑ a b c Mosche Meisels, die Stimme aus Israel, ist tot. In: nachrichten.at. 22. Mai 2014, abgerufen am 5. September 2025. 
  2. ↑ Anton Hubauer: Der Friede von Camp David. Der Nahostkonflikt im Spiegel der Ö1-Journalsendungen. S. 6 (mediathek.at [PDF]). 
  3. ↑ Zentralkomitee der Juden aus Österreich in Israel; Dieter Hecht. In: weitererzaehlen.at. Abgerufen am 5. September 2025. 
  4. ↑ Moshe Meisels (95) gestorben. In: oe1.orf.at (Mittagsjournal). 22. Mai 2014, abgerufen am 5. September 2025. 
  5. ↑ DNB, Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. In: d-nb.info. Abgerufen am 7. September 2025. 
Normdaten (Person): GND: 1198152605 (lobid, GND Explorer, OGND, AKS) | LCCN: n00049275 | VIAF: 2130157282923603640009 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Meisels, Mosche
ALTERNATIVNAMEN Meisels, Manfred; Meisels, Moshe
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Autor und Nahost-Berichterstatter
GEBURTSDATUM 6. Juni 1919
GEBURTSORT Wien, Österreich
STERBEDATUM 21. Mai 2014
STERBEORT Tel Aviv, Israel
Abgerufen von „https://de.teknopedia.teknokrat.ac.id/w/index.php?title=Mosche_Meisels&oldid=259533962“
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