Technopedia Center
PMB University Brochure
Faculty of Engineering and Computer Science
S1 Informatics S1 Information Systems S1 Information Technology S1 Computer Engineering S1 Electrical Engineering S1 Civil Engineering

faculty of Economics and Business
S1 Management S1 Accountancy

Faculty of Letters and Educational Sciences
S1 English literature S1 English language education S1 Mathematics education S1 Sports Education
  • Registerasi
  • Brosur UTI
  • Kip Scholarship Information
  • Performance
  1. Weltenzyklopädie
  2. Mark 84 – Wikipedia
Mark 84 – Wikipedia 👆 Click Here!
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mark 84


Mark 84 mit BSU-50-Heckteil

Allgemeine Angaben
Bezeichnung: Mark 84, Mk 84, Mk. 84, Hammer
Typ: Sprengbombe
Herkunftsland: Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Entwicklung: 1950er-Jahre
Indienststellung: 1963
Einsatzzeit: im Dienst
Stückpreis: ~3.100 USD
Technische Daten
Gefechtsgewicht: 894–945 kg
Länge: 2,48–3,84 m
Durchmesser: 457 mm
Spannweite: 0,64–0,94 m
Ausstattung
Gefechtskopf: 428 kg Tritonal, H-6 oder PBXN-109
Zünder: Aufschlagzünder, Näherungszünder, Verzögerungszünder
Waffenplattformen: Kampfflugzeuge, Bomber
Liste von Bomben nach Herkunftsnation

Die Mark 84 (oder einfach Mk 84) ist eine schwere, ungelenkte Mehrzweck-Freifallbombe die in den Vereinigten Staaten entwickelt wurde. Sie ist die schwerste Bombe der Mk-80-Serie und wird noch heute produziert.

Entwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mark 84 entstand Anfang der 1950er-Jahre im Rahmen der Entwicklung der Mk-80-Serie-Bomben. Die Familie der Mk-80-Bomben wurde im Auftrag der Streitkräfte der Vereinigten Staaten entwickelt. Diese benötigten neue Fliegerbomben mit einem geringen Strömungswiderstand, die von überschallschnellen Kampfflugzeugen abgeworfen werden konnten. Weiter sollten die Bomben über ein optimales Gewichtsverhältnis zwischen Leer- und Sprengstoffgewicht verfügen. Die Entwürfe der Bombenfamilie entstammen aus der Hand von Ed Heinemann der Douglas Aircraft Company. Im Zuge der Entwicklung entstanden die Bomben Mark 81 (118 kg), Mark 82 (241 kg), Mark 83 (447 kg) und Mark 84 (894 kg). Ende der 1950er-Jahre wurden die ersten Bomben für Tests und die Truppenerprobung ausgeliefert. Danach wurden die Entwürfe nachgebessert, woraufhin die Massenproduktion startete. Ab 1963 wurde die Mark 84 an die United States Air Force, die United States Navy sowie an das United States Marine Corps geliefert. Später wurde die Mark 84 auch an andere Staaten exportiert. Der erste Einsatz erfolgte während des Vietnamkriegs. Die Mark 84-Bombe wird noch heute in den Vereinigten Staaten und im Lizenzbau in weiteren Staaten produziert.[1][2]

Technik

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Eine Mk-84-Bombe beim Verladen

Das Nominalgewicht der Mark 84-Bombe beträgt 2000 Pfund (907 kg). Tatsächlich bewegt sich das Gewicht zwischen 894 und 945 kg, je nachdem welche Zünder und was für Heckteile verwendet werden. Die Mark 84-Bombe hat einen stromlinienförmigen Körper mit einer ogiven Spitze. Der Bombenkörper besteht aus Schmiedestahl, hat einen Durchmesser von 457,1 mm und eine Länge von 2,48 m (ohne Zünder und Heckteil). Die Wanddicke beträgt 14,6 mm und vergrößert sich zur Bombenspitze hin. Hinten am Bombenkörper können verschiedene Heckteile montiert werden. Standardmäßig wird das MAU-92-Heckteil mit vier trapezförmigen Stabilisierungsflächen montiert. Dieses hat eine Länge von 1,25 m, wiegt 34,5 kg und die Stabilisierungsflächen haben eine Spannweite von 640 mm. Weiter kann auch der BSU-50-Bremsmechanismus hinten am Bombenkörper montiert werden. Dieser hat ebenfalls vier Stabilisierungsflächen und verfügt zusätzlich über einen Ballonschirm, der sich nach dem Bombenabwurf entfaltet. Der BSU-50 hat eine Länge von 0,78 m, wiegt 43,5 kg und die Stabilisierungsflächen haben eine Spannweite von 940 mm. Der Mk 84-Bombenkörper hat entweder einen grauen oder olivgrünen Anstrich. Die Bomben der United States Navy haben eine zusätzliche hitzeresistente Beschichtung. Befüllt ist die Mk-84-Bombe mit 428,6 kg Tritonal oder H-6 (Hexogen und TNT). Weiter kann die Mark 84 auch mit PBXN-109 befüllt werden, die dann die Bezeichnung BLU-117 trägt. Daneben wurde die BLU-119 entwickelt, welche ein Mark 84 ist, die mit PBXN-109 und weißem Phosphor befüllt ist. Ebenso existieren Mark 84-Übungsbomben mit der Bezeichnung BDU-56, die einen blauen Anstrich haben. Diese Bomben haben eine verringerte Sprengstofffüllung und sind zur Gewichtskompensation mit Aluminium-Pulver befüllt. Bezündert ist die Mk 84-Bombe mit einem Kopf- und/oder Heckzünder. Dafür sind an der Bombenspitze und am Heck jeweils Vertiefungen mit einem Durchmesser von 105 mm sowie einem Gewinde angebracht. Es können verschiedene Aufschlagzünder, Näherungszünder oder Verzögerungszünder verwendet werden. Letztere werden nur im Bombenheck eingesetzt. Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten verwenden üblicherweise den mechanischen M904-Aufschlagzünder oder den M905-Verzögerungszünder. Weiter wird auch der FMU-113-Näherungszünder sowie die Mehrzweckzünder FMU-124 und FMU-139 verwendet. Hinter den Zündern kann in einer Vertiefung zusätzlich eine Verstärkerladung mit TNT geladen werden. Am Bombenkörper sind 762 mm-Bombenschlösser (30 inch) angebracht.[1][2][3][4][5][6][7][8]

Einsatz & Wirkung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mark 84-Bombe kann von einer Vielzahl von Kampfflugzeuge und Bombern abgeworfen werden. Aufgrund ihrer Größe und dem Gewicht können Kampfflugzeuge nur eine geringe Anzahl der Bomben mitführen. Die Bombe kann gegen ein breites Zielspektrum eingesetzt werden. Dabei wird sie entweder als ungebremste (englisch Low Drag (LD)) oder als gebremste (englisch High Drag (HD)) Bombe abgeworfen. Im ersten Fall sind am Bombenheck vier Stabilisierungsflächen montiert und die Bombe wird aus mittlerer und großer Flughöhe abgeworfen. Für den Abwurf aus dem Tiefflug wird am Bombenheck der BSU-50-Bremsmechanismus angebracht. Durch diesen wird der Fall der Bombe abgebremst, so dass sich bei deren Detonation das Flugzeug nicht mehr im Gefahrenbereich befindet.[1][5][8]

Nach dem Abwurf aus großer Höhe kann die Mk-84-Bombe über 50 cm Stahlbeton durchschlagen oder bis 3,4 m ins Erdreich eindringen bevor sie detoniert. Explodiert die Mark 84 auf normalem Erdreich, so erzeugt die Bombe einen Explosionskrater mit einem Durchmesser von 15 m und einer Tiefe von rund 11 m. Die Mk 84 verursacht bei der Explosion eine Detonationswelle, die Gebäude herkömmlicher Bauart in einem Radius von 15–30 m komplett zerstört. Bei der Explosion zerlegt sich die Bombenhülle in scharfkantige Splitter. Wird die Mk-84-Bombe knapp über dem Boden gezündet, haben die Splitter gegen ungepanzerte Fahrzeuge und lebende Ziele einen Wirkungsradius von fast 180 m. Einzelne Bombensplitter können bis in eine Entfernung von rund 360 m tödliche und bis auf 800 m schwere Verletzungen verursachen.[2][9][10][11][12][13]

Varianten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mark 84 wird auch als Gefechtskopf verschiedener Präzisionsbomben und Luft-Boden-Raketen verwendet.[14][15][16]

  • GBU-8 (elektro-optisch gelenkte Gleitbombe)
  • GBU-10 Paveway I/II (lasergelenkte Gleitbombe)
  • GBU-15 (elektro-optisch gelenkte Gleitbombe)
  • GBU-24 Paveway III (lasergelenkte Gleitbombe)
  • GBU-27 Paveway III (lasergelenkte Gleitbombe)
  • GBU-31 JDAM (INS/GPS-gelenkte Bombe)
  • GBU-36 GAM (INS/GPS-gelenkte Bombe)
  • GBU-52 LJDAM (INS/GPS/Laser-gelenkte Bombe)
  • AGM-130 (elektro-optisch gelenkte Luft-Boden-Rakete)
  • Mark 65 Quick Strike Mine (Seemine)[17]
  • PGM 2000 (elektro-optisch gelenkte Luft-Boden-Rakete)
  • AASM (elektro-optisch gelenkte Gleitbombe)
  • Spice (elektro-optisch gelenkte Gleitbombe)

Verbreitung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mark 84-Bombe befindet sich bei den Streitkräften der Vereinigten Staaten sowie bei nahezu allen NATO-Staaten im Dienst. Daneben wurde die Mark 84 weltweit exportiert.[18]

Literatur

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Anthony Thornborough: Modern Fighter Aircraft Technology and Tactics: Into Combat With Today's Fighter Pilots. Patrick Stephens Ltd, Vereinigte Staaten, 1995, ISBN 978-185260426-4
  • Jeremy Flack: Lenk- und Abwurfwaffen der NATO-Luftwaffen. Motorbuch Verlag, 2005, ISBN 978-3-613-02525-7.
  • Robert Hewson: Jane’s Air launched Weapon 2003. Jane’s Information Group, Vereinigtes Königreich, 2003, ISBN 0-7106-0866-7.

Weblinks

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commons: Mark 84 bomb – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Mk 84 Aircraft Bomb bei cat-uxo.com (englisch)
  • Mk 84 bei Open Source Munitions Portal (englisch)

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ a b c Robert Hewson: Jane’s Air launched Weapon 2003. Jane’s Information Group, 2003, S. 555–557.
  2. ↑ a b c Armyrecognition.com: Mk-84 bomb
  3. ↑ Neometrixgroup.com: MK-84 2000 lb Bomb Casing
  4. ↑ Bulletpicker.com: Bomb, 2000 lb GP, Mk 84
  5. ↑ a b Fas.org: MK84 (Archivlink)
  6. ↑ Rheinmetall.com: Fliegerbomben - Luftwaffenmunition
  7. ↑ Izvoznookno.si/: Bombs, Rockets, Ammunition and Fuzes (PDF; 2,7 MB)
  8. ↑ a b Airwar.ru: Мк.81/82/83/84
  9. ↑ Gichd.org: EXPLOSIVE WEAPON EFFECTS
  10. ↑ Harvard.edu: New study shows Israel air-dropped 2000lb bombs within lethal and damage ranges of hospitals in Gaza
  11. ↑ Dtic.mil: THE NEW DDESB BLAST EFFECTS COMPUTER (PDF)
  12. ↑ Who.int: Spatial-temporal patterns and typology of attacks against healthcare in the Occupied Palestinian Territory (PDF; 1,0 MB)
  13. ↑ Article36.or: Areas of harm - Understanding explosive weapons with wide area effects (PDF; 1,9 MB)
  14. ↑ Anthony Thornborough: Modern Fighter Aircraft Technology and Tactics: Into Combat With Today's Fighter Pilots. Patrick Stephens Ltd, 1995, S. 121.
  15. ↑ Designation-systems.net: Guided Bombs
  16. ↑ Armamentresearch.com: Guidance kits for Mark 80 series air-delivered bombs
  17. ↑ Fas.org: Mk-65 Quick Strike Mine (Archivlink)
  18. ↑ Jeremy Flack: Lenk- und Abwurfwaffen der NATO-Luftwaffen. Motorbuch Verlag 2005, S. 51.
Abgerufen von „https://de.teknopedia.teknokrat.ac.id/w/index.php?title=Mark_84&oldid=263047849“
Kategorien:
  • Bombe
  • Fliegerbombe
  • Militärische Ausrüstung (Vereinigte Staaten)

  • indonesia
  • Polski
  • العربية
  • Deutsch
  • English
  • Español
  • Français
  • Italiano
  • مصرى
  • Nederlands
  • 日本語
  • Português
  • Sinugboanong Binisaya
  • Svenska
  • Українська
  • Tiếng Việt
  • Winaray
  • 中文
  • Русский
Sunting pranala
Pusat Layanan

UNIVERSITAS TEKNOKRAT INDONESIA | ASEAN's Best Private University
Jl. ZA. Pagar Alam No.9 -11, Labuhan Ratu, Kec. Kedaton, Kota Bandar Lampung, Lampung 35132
Phone: (0721) 702022
Email: pmb@teknokrat.ac.id