
Magdalenenheim, Magdalenenhaus, Magdalenium, Rettungshaus oder Heim fĂŒr gefallene MĂ€dchen bezeichnet Korrektions- oder Besserungsanstalten fĂŒr Frauen. Zu unterscheiden sind dabei
- seit dem Mittelalter bestehende Klöster und kirchliche Einrichtungen, die sich unter Berufung auf Maria Magdalena, die bekehrte SĂŒnderin aus dem Neuen Testament (Lk 8,2 EU), der Rehabilitation reuiger âDirnenâ widmeten (Magdalenenklöster, Magdalenenstifte),
- seit der Mitte des 18. Jahrhunderts im angelsÀchsischen LÀndern entstehende philanthropische Einrichtungen (Magdalen asylums, Magdalen hospitals),
- ab etwa 1800 vor allem in Irland entstehende kirchliche Einrichtungen, oft als Magdalen Laundries (âMagdalenen-WĂ€schereienâ) bezeichnet, da die Insassinnen dort oft in WĂ€schereibetrieben arbeiten mussten und
- bis Ende des 20. Jahrhunderts in Deutschland hĂ€ufig als âHeim fĂŒr gefallene MĂ€dchenâ bezeichnete geschlossene Einrichtungen der GefĂ€hrdetenfĂŒrsorge mit meist kirchlichem TrĂ€ger.
BĂŒĂerinnen im Kloster
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Mittelalter widmete sich der 1226/1227 gegrĂŒndete Orden der Magdalenerinnen, auch âReuerinnenâ oder âBĂŒĂerinnenâ genannt, daher dann âReuerinnen-â bzw. âBĂŒĂerinnenklosterâ, der Rettung der Seelen reuiger Dirnen. Er entsprach damit seiner Patronin, der bekehrten SĂŒnderin Maria Magdalena aus dem Neuen Testament Lk 8,2 EU. Es bestanden vor allem in Mitteleuropa sehr zahlreiche Klöster des Ordens, von denen allerdings viele in der Reformation sĂ€kularisiert wurden. Als Beispiel genannt sei das seit 1257 bestehende Kloster Maria Maddalena delle Convertite in Florenz, wo 1330 ein Asyl eingerichtet wurde, in dem 100 bis 200 Frauen gleichzeitig Schutz finden konnten und wo sie zu einem mĂ€Ăigen Leben und zur Umkehr angehalten wurden. Solche Asyle sind zu unterscheiden von den Klöstern: in ein Magdalenenkloster konnte eine ehemalige Prostituierte eintreten und Nonne werden, ein (hĂ€ufig von einem Orden betriebenes) Asyl dagegen bot Frauen in körperlicher und seelischer Not (und dazu zĂ€hlten eben auch âgefallene Frauenâ) zeitweilig Schutz und Hilfe.
Neben den Magdalenerinnen gab es noch weitere Orden und Einrichtungen der Kirche, die sich dem Ziel widmeten, Dirnen zu bekehren und auf den rechten Weg zurĂŒckzufĂŒhren, beispielsweise die in Frankreich in den 1490er Jahren von Jean-Simon de Champigny etablierten Augustines de lâOrdre de la PĂ©nitence de la Madeleine, auch bekannt als Filles Rendues de Paris oder Filles PĂ©nitentes. Solche milden Formen der Dirnenarbeit koexistierten ĂŒberall in Europa mit der Praxis kirchlicher Gemeindegerichte, Dirnen (zum Beispiel durch öffentliche Auspeitschungen) zu zĂŒchtigen, zu vertreiben oder sie zu langjĂ€hriger öffentlicher BuĂe zu verurteilen. Insofern solches Vorgehen auch der Rettung von Seelen dienen konnte, galt auch das als barmherziges Tun.
Insbesondere im Zuge der Gegenreformation entstanden in den katholischen LĂ€ndern zahlreiche mildtĂ€tige Institutionen, die gefĂ€hrdeten oder gefallenen Frauen Asyl und Hilfe geben sollten. Ein Zentrum fĂŒr die Ausbildung dieser Art von Einrichtungen, die in ihrer Struktur wegweisend sein sollten fĂŒr Bewahr-, Besserungs- und Korrektionsanstalten der unterschiedlichsten Art bis in die Moderne hinein, war die Toskana. Die Casa delle Malmaritate (âHaus der schlechtverheirateten Frauenâ, 1579 gegrĂŒndet) in Florenz widmete sich zum Beispiel speziell solchen âsittenlosenâ Frauen, die nicht Nonne werden konnten, da sie verheiratet waren, und versuchte sie durch ein System finanzieller Anreize fĂŒr moralischen Wandel zu motivieren. Ein anderes Beispiel ist Santa Maria Maddalena in Pistoia, 1604 als Schutzgemeinschaft ehemaliger Prostituierter gegrĂŒndet, die sich schnell zu einem Konvent entwickelte.
Im Resultat gab es im 18. Jahrhundert in ganz Kontinentaleuropa eine Vielzahl von Institutionen mit unterschiedlichen Namen, verschiedenen Zielsetzungen und sehr unterschiedlichen Methoden. Und auch was die Insassen anbelangt, gab es ein breites Spektrum, da keineswegs nur Dirnen aufgenommen wurden, sondern auch Vergewaltigungsopfer, misshandelte oder mittellose Frauen, insbesondere Witwen ohne Unterhalt.[2]
Magdalenen-Bewegung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]DemgegenĂŒber gab es in England bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts nichts dergleichen. Die Kirchengerichte hatten ihre Strafgewalt verloren und das Problem der Prostitution hatte man abwechselnd durch Duldung (vor allem in London und den gröĂeren StĂ€dten) oder durch harte Sanktionen zu lösen versucht, so oder so ohne Erfolg.
Um 1700 wurden nun in England erstmals alternative, pĂ€dagogische AnsĂ€tze formuliert. Thomas Bray, GrĂŒnder der Society for Promoting Christian Knowledge und der Society for the Propagation of the Gospel, meinte, dass man âStrafhospizeâ (Penitential Hospitals) einrichten solle, in denen die âsittenlosenâ Frauen unter der âObhut einiger kluger und tugendhafter Matronen und einiger Ă€lterer und frommer Geistlicherâ sich mit der Zeit âzu gebĂŒhrender Gottesfurcht und Abscheu vor ihrem schĂ€ndlichen Tun bekehrenâ wĂŒrden.[3] Auch Schriftsteller und Philanthrop Robert Nelson (1656â1715) beschrieb ein Haus, in dem âdurch wahre christliche Zuchtâ âjunge Frauen [âŠ], die von ihrem Irrweg ablassen wollenâ geholfen werden sollte.[4]
Die Einrichtungen im katholischen, kontinentalen Europa hatte man zuvor als Zeugnis papistischer Sittenlosigkeit betrachtet. Um 1750 begann man, statt wie bislang AnsĂ€tze zu einer praktischen Besserung eines wahrgenommenen Problems als Förderung der Prostitution beziehungsweise Indiz moralischer GleichgĂŒltigkeit zu denunzieren, das Fehlen derartiger Einrichtungen in England als Mangel zu betrachten und einen RĂŒckstand gegenĂŒber dem katholischen Europa wahrzunehmen. So meinte der englische Reisende und Philanthrop Jonas Hanway (1712â1786): âObwohl wir uns fĂŒr weit klĂŒger halten als viele andere Nationen, sind wir in dieser Hinsicht viele Jahre hinter ihnen zurĂŒck.â[5]
Dies war Ausdruck eines gewandelten Bewusstseins, was bewirkte, dass VorschlĂ€ge fĂŒr Einrichtungen zur moralischen Besserung der Prostituierten nicht mehr Papierprojekte blieben wie zu Anfang des Jahrhunderts, sondern jetzt umgesetzt wurden. Schon zuvor war die Aktienfinanzierung philanthropischer Projekte mit groĂem Erfolg umgesetzt worden (London Foundling Hospital 1741). So entstanden ab Ende der 1750er Jahre in schneller Folge Einrichtungen zur Besserung gefallener Frauen und zum Schutz armer MĂ€dchen vor VerfĂŒhrung: 1758 eröffnete in London das von Reverend Dr. William Dodd gegrĂŒndete Magdalen House fĂŒr reuige Prostituierte[6] und das Lambeth House, fĂŒr arme MĂ€dchen, die dort eine Ausbildung als Hausangestellte oder in einem anderen Beruf erhielten und so besser davor geschĂŒtzt sein sollten, aus materieller Not zu Dirnen zu werden.

Bemerkenswert ist, dass unter den GrĂŒndern von Magdalen und Lambeth House sich kein einziger Geistlicher findet, was zeigt, dass nun die Besserung der Prostituierten nicht mehr Sache einer christlichen Kirche war, sondern das Projekt eines aufgeklĂ€rten, wohlhabenden und philanthropisch gesinnten BĂŒrgertums.[7] Ansprechend fand man vor allem den Gedanken, dass hier aus schlechten Frauen gute gemacht werden sollten, gewissermaĂen eine Form sozialer Alchemie betrieben werden sollte. So sieht der blinde John Fielding mit visionĂ€rem Blick âelende Prostituierte etc., die in bescheidene, anstĂ€ndige, glĂŒckliche Frauen und nĂŒtzliche Hausbedienstete verwandelt werdenâ, und sein Magistratskollege Saunders Welch wĂŒnscht sich eine Einrichtung âdurch die diese bedauernswerten Mitgeschöpfe aus Krankheit und Not errettet werden können, sodass sie, statt ein Ărgernis fĂŒr die Ăffentlichkeit zu sein, ihr nĂŒtzlich werdenâ. Die utilitaristische Denkweise wird in solchen ĂuĂerungen explizit.
Beide MĂ€nner erarbeiteten und veröffentlichten Ende der 1750er Jahre detaillierte PlĂ€ne fĂŒr Magdalenenheime und begannen Geld fĂŒr ihre Projekte zu sammeln. Wichtiger war die Beteiligung von MĂ€nnern wie Jonas Hanway und Robert Dingley, die ĂŒber zahlreiche Kontakte verfĂŒgten, die WohltĂ€tigkeit der Wohlhabenden zu mobilisieren vermochten und auĂerdem bereits Erfahrung mit der GrĂŒndung und Leitung aktienfinanzierter WohltĂ€tigkeitseinrichtungen hatten. Es gelang Hanley und Dingley offenbar, die Ăffentlichkeit fĂŒr das Projekt zu begeistern, einem elenden Schicksal ausgelieferte Prostituierte in glĂŒckliche Frauen und MĂŒtter zu verwandeln, âein Werk, das zugleich Schöpfung und Erlösung seiâ. Das Projekt der Magdalenenheime war von der Beteiligung her erfolgreicher als sonst eine karitative Einrichtung des 18. Jahrhunderts. Nachdem die Anteilscheine gezeichnet werden konnten, wurden binnen weniger Wochen mehr als 3000 Pfund eingesammelt, eine Summe, die andere Einrichtungen in Jahren nicht erreichten. So konnte das Magdalen House in Prescot Street, Whitechapel, als erste derartige Einrichtung im Königreich am 10. August 1758 seiner Bestimmung ĂŒbergeben werden. Anfangs auf 50 Bewohnerinnen ausgelegt, stieg deren Zahl bereits 1760 auf ĂŒber 130. Als man 1769 nach den PlĂ€nen von Dingley mit dem Bau eines neuen WohngebĂ€udes in Blackfriars Road im Stadtteil Southwark begann (Eröffnung 1772), hatten bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 1500 Frauen im Magdalen House Zuflucht gefunden.[8] 1767 öffnete das Magdalen Asylum in Dublin.
Die Insassinnen kamen freiwillig, sie wurden nicht eingewiesen, wie es spĂ€ter meistens der Fall war, sie kamen und gingen, teilweise mehrfach. De Cunzo schrieb ĂŒber die Frauen im Asyl der Magdalen Society of Philadelphia: âSie sahen sich nicht entsprechend dem Bild der Gesellschaft als schuldig und elend, sie suchten im Asyl weder Erlösung, noch Reinigung, noch Umkehr. Sie suchten eine Erholung und Zuflucht von Krankheit, von GefĂ€ngnis und Armenhaus, unglĂŒcklichen familiĂ€ren UmstĂ€nden, gewalttĂ€tigen MĂ€nnern oder einer prekĂ€ren wirtschaftlichen Situation.â[9]
Magdalen Laundries
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geschichte
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Anfang 20. Jahrhundert
Die Magdalenen-Bewegung in Irland wurde nach der Katholikenemanzipation ab 1829 auch von der katholischen Kirche unterstĂŒtzt. In Irland waren solche HĂ€user als Magdalen laundries bekannt, da die Heime hĂ€ufig WĂ€schereien betrieben. GeschĂ€tzt wurde, dass bis zu 30.000 Frauen wĂ€hrend ihrer 150-jĂ€hrigen Geschichte Insassen dieser Institutionen waren.
Die Heime wandelten sich von kurzzeitigen Zufluchtsorten zu Einrichtungen, in denen nicht nur ehemalige Prostituierte, sondern vor allem ledige MĂŒtter, darunter auch Opfer von Vergewaltigung, auf unbestimmte Zeit festgehalten wurden. Im Heim geborene Kinder wurden hĂ€ufig zur Adoption an zahlungskrĂ€ftige Adoptionswillige, zum Beispiel in den USA, freigegeben. Auch sozial oder psychisch auffĂ€llige Frauen wurden auf Antrag von Familienangehörigen oder Priestern in diese Institutionen eingewiesen. Hinzu kamen Frauen, die â wegen kleiner Vergehen zu BewĂ€hrungsstrafen verurteilt â von den Gerichten an die Magdalen laundries weitergereicht wurden, in denen sie dann allerdings nur eine festgesetzte Zeit arbeiten mussten. Die anderen Insassinnen waren dem Zwangsarbeits- und UnterdrĂŒckungssystem auf unbestimmte Zeit ausgeliefert. Das Ablegen religiöser GelĂŒbde war fĂŒr viele von ihnen ein Ausweg, der sie dann allerdings oft zum Teil des Systems werden lieĂ, unter dem sie zuvor hatten leiden mĂŒssen. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen waren sehr hart: Die Insassen wurden meist gezwungen, ohne Lohn harte körperliche Arbeit zu verrichten, oft sieben Tage in der Woche. Sie mussten Gehorsam leisten, fĂŒr jede kleine Ăbertretung BuĂe tun und wurden teilweise extremen ZĂŒchtigungen unterworfen.
Dennoch waren die Magdalen laundries allgemein anerkannte soziale Einrichtungen, da sie den in Irland bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts herrschenden extrem konservativen Moralvorstellungen durchaus entsprachen. Die VorgĂ€nge in den Heimen kamen nicht an die Ăffentlichkeit und die Rolle der katholischen Kirche als Betreiber eines Systems weiblicher Zwangsarbeit wurde selbstverstĂ€ndlich nicht in Frage gestellt.

Anfang 20. Jahrhundert
Die Magdalen laundries verschwanden mit der Ănderung der Auffassung ĂŒber sexuelle Moral und Selbstbestimmung oder, wie Frances Finnegan vermutet, da sie nicht mehr rentabel waren: âMöglicherweise war das Aufkommen der Waschmaschine ein ebenso wichtiger Grund fĂŒr die SchlieĂung dieser WĂ€schereien wie die verĂ€nderten Moralvorstellungen.â[10] Das letzte Magdalenenheim in Irland schloss am 25. September 1996.
Skandal und Aufarbeitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis in die 1990er Jahre fanden die Magdalen Laundries und die dort herrschenden ZustĂ€nde keinerlei öffentliche Aufmerksamkeit. Erst als 1993 ein Nonnenorden in Dublin einen Teil seines Klosters einem Immobilienmakler verkaufte, wurden auf dem GelĂ€nde die Ăberreste von 155 dort verstorbenen Insassen gefunden. Die Leichen waren in nicht gekennzeichneten GrĂ€bern auf dem GrundstĂŒck begraben worden. Nun wurden sie exhumiert und, mit Ausnahme eines Körpers, verbrannt und in einem Massengrab auf dem Friedhof von Glasnevin beigesetzt. Dies fĂŒhrte zu einem Skandal in den lokalen und nationalen Nachrichten.
1999 berichteten Mary Norris, Josephine McCarthy und Mary-Jo McDonagh, alles ehemalige Asyl-Insassinnen, ĂŒber ihre Behandlung in den Heimen. 1998 sendete der britische Fernsehsender Channel 4 den Dokumentarfilm Sex in a Cold Climate, in dem ehemalige Insassinnen der Magdalenenheime harte Arbeit und psychische Misshandlungen bezeugten, die sie erlitten hatten, wĂ€hrend sie von der AuĂenwelt fĂŒr eine unbestimmte Zeit isoliert waren.
Die von der irischen Regierung beauftragte Commission to Inquire into Child Abuse (âKommission zur Untersuchung des Kindesmissbrauchsâ) untersuchte MissbrauchsfĂ€lle in Einrichtungen fĂŒr Kinder in Irland, die vom Staat betrieben wurden oder unter staatlicher Aufsicht standen. Sie legte im Mai 2009 einen 2000 Seiten starken Untersuchungsbericht vor, den sogenannten Ryan-Bericht. Die Magdalen Laundries waren allerdings von dieser Untersuchung nicht betroffen, da man sie als Privatunternehmen einstufte, die nicht der Aufsicht der Regierung unterlagen.
Daraufhin formierte sich die Opfergruppe Justice for Magdalenes, um fĂŒr Gerechtigkeit und eine Anerkennung der Leiden der ehemaligen Insassen zu kĂ€mpfen. 2010 kam es zu einem Treffen zwischen SeĂĄn Brady und Vertretern der Gruppe. Brady lehnte eine unmittelbare Verantwortung ab, da die Magdalen Laundries von vier Ordensgemeinschaften geleitet wurden, die nicht der irischen Kirche unterstanden. Diese Ordensgemeinschaften lehnten es wiederum ab, mit Justice for Magdalenes zu sprechen. Zahlreiche Versuche, eine erneute staatliche Untersuchung zu erreichen, blieben erfolglos, so auch eine Initiative der Irish Human Rights Commission im November 2010. 2011 trugen Vertreter von Justice for Magdalenes dem UN-Ausschuss gegen Folter den Fall vor.[11]
SchlieĂlich wurde eine weitere Untersuchung veranlasst. Das Inter-Departmental Committee Investigating State Involvement with the Magdalen Laundries (âInterministerielles Komitee zur Untersuchung staatlicher Verantwortung fĂŒr die Magdalenenheimeâ, nach dem Vorsitzenden Martin McAleese auch als McAleese-Committee bekannt) kam Anfang 2013 zu dem Schluss, dass der Staat in einem erheblichen MaĂ involviert war, so dass sich daraus eine Verantwortlichkeit ableiten lasse.[12]
Irlands Regierungschef Enda Kenny kĂŒndigte im Januar 2013 eine EntschĂ€digung an.[13] Die vier katholischen Ordensgemeinschaften, die als Betreiber der Magdalen Laundries fungierten, erklĂ€rten im Juli 2013 in einem Schreiben an den irischen Justizminister Alan Shatter ihre Bereitschaft zur weiteren sachlichen Aufarbeitung. An dem geplanten EntschĂ€digungsfonds mit einer Ausstattung von bis zu 58 Millionen Euro werde man sich aber nicht finanziell beteiligen.[14]
Magdalen Laundries im McAleese-Report
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Ordensgemeinschaften und die von ihnen betriebenen, im Rahmen des McAleese-Reports untersuchten zehn Einrichtungen sind[15]:
- Sisters of Our Lady of Charity (französisch Ordre de Notre-Dame de CharitĂ©, lateinisch Ordo Dominae Nostrae de Caritate, OrdenskĂŒrzel ONDC): 1641 von Jean Eudes im französischen Caen begrĂŒndet. Der Orden entsandte 1853 auf Einladung von John Smith, Pfarrer von St. Michaelâs and Johnâs in Dublin, und mit Billigung von Kardinal Paul Cullen eine Gruppe von Nonnen nach Irland, die dort die Betreuung von Frauen in einem Asyl ĂŒbernehmen sollten.
- St Maryâs Refuge, High Park, Grace Park Road, Drumcondra, Dublin: 1831 als Mary Magdalen Asylum in Sacred Heart Home, Drumcondra, gegrĂŒndet 1849 unter Leitung von John Smith als St. Maryâs Asylum for Penitent Females on Strict Principles. 1853 vom Orden ĂŒbernommen. Das GelĂ€nde in High Park wurde 1856 gekauft, 1858 wurde dort der Grundstein fĂŒr ein neues GebĂ€ude gelegt. 1991 wurde die Einrichtung geschlossen und das GelĂ€nde 1993 verkauft, was in der Folge durch die dortigen Leichenfunde öffentliche Aufmerksamkeit erregte und letztlich zur Aufdeckung des Skandals fĂŒhrte.
- Monastery of Our Lady of Charity, Sean McDermott Street, Dublin: 1821 von Brigid Burke als Magdalen Retreat gegrĂŒndet und von Laien geleitet, 1873 auf Veranlassung von Kardinal Cullen von den Sisters of Mercy ĂŒbernommen, 1887 mit Zustimmung von Erzbischof William Joseph Walsh an die Sisters of Our Lady of Charity ĂŒbergeben. 1996 als letzte der Magdalen Laundries in Irland geschlossen.
- Sisters of Mercy (OrdenskĂŒrzel RSM): 1831 von Catherine McAuley in Dublin gegrĂŒndet.
- Magdalen Asylum / Magdalen Home, Forster Street, Galway: 1824 von einer Ms. Lynch gegrĂŒndet und von der Association of Ladies of the Saint Magdalen Society betrieben. Nach dem Tod von Ms. Lynch auf deren Wunsch ab 1845 unter Leitung der Sisters of Mercy. 1984 geschlossen.
- St Patrickâs Refuge, Crofton Road, DĂșn Laoghaire: 1790 in der Bow Street in Dublin gegrĂŒndet, ab 1880 in der Crofton Road, DĂșn Laoghaire. 1963 geschlossen.
- Religious Sisters of Charity: 1815 in Dublin von Mary Aikenhead auf Veranlassung Daniel Murray, des spĂ€teren Erzbischofs von Dublin, gegrĂŒndet.
- St Mary Magdalenâs, Floraville Road, Donnybrook, Dublin: 1796 von einem Mr. Quarterman und Mrs. Brigid Burke als St Mary Magdalenâs Care Centre in der Townsend Street gegrĂŒndet. Von 1798 bis 1833 unter Leitung einer Mrs. Ryan. 1833 von den Sisters of Charity ĂŒbernommen und 1837 nach Donnybrook Castle verlegt. 1992 wurde die Liegenschaft an ein Privatunternehmen verkauft, das dort bis 2006 eine WĂ€scherei betrieb.
- St Vincentâs, St Maryâs Road, Peacock Lane, Cork: 1808 von Nicholas Therry gegrĂŒndet. 1845 von dem Sisters of Charity ĂŒbernommen.
- Good Shepherd Sisters (lateinisch Congregatio Filiarum BMV a Caritate Boni Pastoris, OrdenskĂŒrzel RGS): 1835 in Frankreich von Maria Euphrasia Pelletier gegrĂŒndet. Der Orden betrieb auch zwei Magdalen Laundries in Derry und Newry in Nordirland.
- St Maryâs, Cork Road, Waterford: 1842 von Rev. Timothy Dowley gegrĂŒndet. 1858 von den Good Shepherd Sisters ĂŒbernommen. 1892â1894 Bau eines neuen KonventgebĂ€udes. 1982 geschlossen.
- St Maryâs, New Ross, Wexford: 1860 von zwei Laien gegrĂŒndet, im gleichen Jahr von den Good Shepherd Sisters ĂŒbernommen. 1967 geschlossen.
- St Maryâs, Pennywell Road, Limerick: 1826 von Pfarrer Fitzgibbon und Joanna Reddan gegrĂŒndet. 1848 von den Good Shepherd Sisters ĂŒbernommen. 1982 wurde die Liegenschaft an ein Privatunternehmen verkauft.
- St Maryâs, Sundayâs Well, Cork: 1870 durch eine Nonne der Good Shepherd Sisters gegrĂŒndet. 1977 geschlossen.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit dem Thema âMagdalenenheimâ beschĂ€ftigte sich Joni Mitchell 1994 in ihrem Song The Magdalene Laundries des Albums Turbulent Indigo.
Das britisch-irische Filmdrama von Peter Mullan aus dem Jahr 2002 Die unbarmherzigen Schwestern (The Magdalene Sisters) thematisiert die ZustĂ€nde in einem Magdalenenheim in den 1960er Jahren anhand der Geschichte von drei jungen Frauen. Die AuthentizitĂ€t der Darstellung wurde allerdings teilweise in Frage gestellt. Laut Verwandten und Ermittlern ist die Geschichte eines der bekanntesten angeblichen Opfer â Kathleen OâBeirne â weitgehend eine Erfindung.[16]
Ein weiterer Film zum Thema ist Philomena (Regie: Stephen Frears, 2013), die Verfilmung eines Buches von Martin Sixsmith.[17]
Der Autor John Banville greift das Thema in seinen unter dem Pseudonym Benjamin Black verfassten Kriminalromanen um den Pathologen Quirk auf, die im Irland der 50er Jahre spielen. Diese Kriminalromane dienten als Vorlage fĂŒr die britisch-irische TV-Miniserie Quirke (in Deutschland Der Pathologe).
Der irische Autor Ken Bruen thematisiert die Magdalenenheime in einem seiner Kriminalromane The Magdalen Martyrs (deutsch: Jack Taylor fÀhrt zur Hölle) um den Privatdetektiv Jack Taylor, welche auch als Fernsehserie umgesetzt wurden.
Die Autorin Claire Keegan thematisierte die ZustĂ€nde in den Magdalenenheimen in ihrem Roman Small Things Like These, der in deutscher Ăbersetzung unter dem Titel Kleine Dinge wie diese veröffentlicht wurde. Der Roman spielt im Jahr 1985 und schildert die Gewissensnöte des KohlenhĂ€ndlers Bill Furlong, der die Schicksale der jungen MĂ€dchen nicht mehr ignorieren kann, seit er zufĂ€llig einen Blick hinter die Klostermauern werfen konnte.[18]
Rettungsbewegung und Heime fĂŒr sogenannte âgefallene MĂ€dchenâ
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Magdalenen-Bewegung im angelsĂ€chsischen Raum entsprach in Deutschland die âRettungsbewegungâ, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts zur GrĂŒndung zahlreicher sogenannter âRettungshĂ€userâ, meist Einrichtungen von evangelischen Kirchen, die sich teils der Rettung von Waisen aus sozial schwierigem Umfeld, vernachlĂ€ssigten Kindern und teils eben der Rettung von Prostituierten oder als âsittlich gefĂ€hrdetâ eingestuften MĂ€dchen und Frauen widmeten.
Bekannte Beispiele von RettungshÀusern und Magdalenenstiften[19][20][21] sind:
- Magdalenen-Stift fĂŒr verfĂŒhrte und gefallene MĂ€dchen in Hamburg, 1821 von Amandus Augustus Abendroth gegrĂŒndet
- Ăbergangsheim fĂŒr entlassene weibliche Strafgefangene in Kaiserswerth, 1833 von Theodor Fliedner gegrĂŒndet
- Evangelisches Magdalenenstift in Berlin, 1841 gegrĂŒndet, sowie dessen Filiale, das
- MĂ€dchenrettungshaus Siloah in Niederschönhausen zur Erziehung noch schulpflichtiger âgefĂ€hrdeter MĂ€dchenâ, 1881 gegrĂŒndet
- Heim fĂŒr gefallene MĂ€dchen im niederlĂ€ndischen Zetten bei Hemmen, 1848 von Ottho Gerhard Heldring gegrĂŒndet, ebenfalls von diesem gegrĂŒndet 1858 Rettungshaus âTalitha kumiâ[22] und fĂŒr Ă€ltere Prostituierte 1863 die Anstalt âBethelâ
- Magdalenen-Asyl Boppard zu St. Martin, 1855 in Boppard gegrĂŒndet, ebenfalls auf eine Initiative von Heldring zurĂŒckgehend, 1859 Einweihung eines neuen Hauses âBethesdaâ, 1855â1898 geleitet von Amalie Göschen, die ein umfangreiches Anstaltstagebuch mit biographischen EintrĂ€gen zu den Insassen fĂŒhrte[23]
- Vorasyl des Magdalenenvereins in Frankfurt am Main, 1861 gegrĂŒndet[24]
- Magdalenenasyl âTalitha kumiâ, Teil der Diakonissenanstalt Bethesda in Radebeul, 1864 gegrĂŒndet
- Versorgungshaus fĂŒr gefallene MĂ€dchen in Bonn, 1873 von der Frauenrechtlerin Berta Lungstras gegrĂŒndet
- Bethabara-Stiftung in Berlin-WeiĂensee, 1878 von Pfarrer Ernst Gottlieb Georg Berendt als Zufluchtsheim fĂŒr aus der Haft entlassene Frauen gegrĂŒndet
- Zufluchtshaus fĂŒr Frauen in Elberfeld, 1882 durch den GefĂ€ngnispfarrer Carl Heinersdorff gegrĂŒndet
- Anstalt fĂŒr entlassene weibliche Strafgefangene evangelischer Konfession, 1883 in Oberurbach gegrĂŒndet, 1911 umbenannt in Rettungsanstalt fĂŒr evangelische MĂ€dchen
- Frauenheim vor Hildesheim in Achtum bei Hildesheim, 1884 von Pastor Bernhard Isermeyer gegrĂŒndet, eine Heim- und WiedereingliederungsstĂ€tte fĂŒr strafentlassene, alkoholabhĂ€ngige, obdachlose oder in die Prostitution geratene Frauen
- Rettungshaus fĂŒr gefallene MĂ€dchen in Berlin-Friedenau, 1894 von der Heilsarmee eingerichtet, weitere Einrichtungen der Heilsarmee in Hamburg und Köln, auĂerdem das
- Rettungshaus fĂŒr gefallene MĂ€dchen in Basel, 1900 gegrĂŒndet, heute das Schlössli auf dem Bruderholz[25]
Bis Ende des 20. Jahrhunderts existierten in Deutschland zahlreiche derartige geschlossene Erziehungseinrichtungen fĂŒr als âgefallenâ, âsittlich gefĂ€hrdetâ[26], âarbeitsungewohntâ, âverwahrlostâ oder Ă€hnlich bezeichnete MĂ€dchen und Frauen, hĂ€ufig nicht oder nicht ausschlieĂlich Prostituierte, sondern ledige MĂŒtter oder einfach nur sexuell aktive oder als sexuell aktiv wahrgenommene Frauen.
Die FĂŒrsorgeerziehung allgemein unterliegt heute gesetzlicher Regelung, insbesondere die geschlossene Heimunterbringung bedarf eines richterlichen Beschlusses. Die spezifischen, sexuell-moralischen Motivationen, wie sie den Magdalenenheimen zugrunde lagen, gelten heute nicht mehr als zureichende Grundlage fĂŒr tiefgreifende erzieherische MaĂnahmen, wodurch derartige Einrichtungen ihre rechtliche Basis im Lauf der Zeit verloren haben, vor allem da die Prostitution inzwischen auch nicht mehr als sittenwidrig gilt.[27]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Herbert Fuller Bright Compston: The Magdalen hospital: the story of a great charity. Society for promoting Christian knowledge, London 1917, Digitalisat
- Lu Ann De Cunzo: Reform, Respite, Ritual: An Archaeology of Institutions; The Magdalene Society of Philadelphia, 1800â1850. In: Historical Archeology Bd. 29, Nr. 3 (1995), S. iâv, viiâviii, 1â168.
- William Dodd: An account of the rise, progress, and present state of the Magdalen Hospital, for the reception of penitent prostitute. 5. Aufl. W. Faden, London 1776.
- Faramerz Dabhoiwala: Lust und Freiheit. Die Geschichte der ersten sexuellen Revolution. Klett-Cotta, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-608-94772-4.
- Frances Finnegan: Do Penance or Perish: A Study of Magdalene Asylums in Ireland. Congrave, Piltown 2001, ISBN 0-9540921-0-4, Rezension (englisch)
- Anna Pappritz: Handbuch der amtlichen GefĂ€hrdetenfĂŒrsorge. J. F. Bergmann, MĂŒnchen 1924.
- Mary Raftery, Eoin OâSullivan: Suffer the Little Children: The Inside Story of Irelandâs Industrial Schools. New Island, Dublin 1999, ISBN 1-874597-83-9.
- Steven Ruggles: Fallen Women: The Inmates of the Magdalen Society Asylum of Philadelphia, 1836â1908. In: Journal of Social History. Bd. 16, Nr. 4 (Sommer 1983), S. 65â82
- Carrie Runstedler: Magdalen Homes. In: Melissa Hope Ditmore (Hrsg.): Encyclopedia of Prostitution and Sex Work. Bd. 1. Westport, Conn. 2006, ISBN 0-313-32969-9, S. 268â272
- James M. Smith: Irelandâs Magdalen Laundries and the Nationâs Architecture of containment. Manchester University Press, Manchester 2008, ISBN 978-0-7190-7888-0.
- Claire Keegan: Kleine Dinge wie diese (Originaltitel: Small Things Like These). Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser. Steidl Verlag, Göttingen 2022, ISBN 978-3-96999-065-0.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Report des Inter-Departmental Committee Investigating State Involvement with the Magdalen Laundries (McAleese Committee)
- Website von Justice for Magdalenes
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Dabhoiwala: Lust und Freiheit. Stuttgart 2014, Tafel 9
- â Sherrill Cohen: The Evolution of Womenâs Asylums since 1500. Oxford University Press, New York & Oxford 1992
- â Thomas Bray: A General Plan of a Penitential Hospital for the Imploying and Reforming Lewd Women. ca. 1699. Karpeles Manuscript Library, Santa Barbara, Kalifornien. Zitiert in: Dabhoiwala: Lust und Freiheit. Stuttgart 2014, S. 287
- â Robert Nelson: An Address to Persons of Quality and Estate. 1715, S. 212f. Zitiert in: Dabhoiwala: Lust und Freiheit. Stuttgart 2014, S. 287
- â Dabhoiwala: Lust und Freiheit. Stuttgart 2014, S. 288
- â Johann Ernst Fabri: Samlung von Stadt-, Land- und Reisebeschreibungen. Halle 1783, Digitalisat
- â Dabhoiwala: Lust und Freiheit. Stuttgart 2014, S. 288
- â Dabhoiwala: Lust und Freiheit. Stuttgart 2014, S. 294f.
- â Lu Ann De Cunzo: Reform, Respite, Ritual: An Archaeology of Institutions; The Magdalene Society of Philadelphia, 1800â1850. In: Historical Archeology Bd. 29, Nr. 3 (1995), S. 132: â⊠they did not share the Societyâs image of their guilt and wretchedness; they did not seek redemption, purification, or transformation at the Asylum. They sought a refuge and a respite from disease, the prison or almshouse, unhappy family situations, abusive men, and dire economic circumstances.â
- â âPossibly the advent of the washing machine has been as instrumental in closing these laundries as have changing attitudes.â
- â âIrish Churchâs Forgotten Victims Take Case to U.N.â, Artikel von Carol Ryan, New York Times vom 25. Mai 2011
- â Bericht des Inter-Departmental Committee Investigating State Involvement with the Magdalen Laundries
- â âMagdalenenheime in Irland â Regierung entschuldigt sichâ, taz, 20. Februar 2013
- â âNuns say they will not pay Magdalene compensationâ ( vom 10. Oktober 2013 im Internet Archive). Irish Times, 16. Juli 2013 (englisch)
- â McAleese, Kap. 3: History of the Magdalen Laundries and institutions, PDF
- â âMis lit: Is this the end for the misery memoir?â, Daily Telegraph vom 5. MĂ€rz 2008.
- â Martin Sixsmith: Philomena: eine Mutter sucht ihren Sohn. Ullstein, Berlin 2014.
- â Annemarie Stoltenberg: âKleine Dinge wie dieseâ: Roman von Claire Keegan, 17. Mai 2022 auf www.ndr.de, abgerufen am 22. MĂ€rz 2023
- â Helene Lange, Gertrud BĂ€umer (Hrsg.): Handbuch der Frauenbewegung. Moeser, Berlin 1901, S. 87
- â Arthur von Kirchenheim: GefĂ€ngniswesen. In: Illustriertes Konversations-Lexikon der Frau. Oldenbourg, Berlin 1900, Bd. 1, S. 461
- â Karl Janssen: GefĂ€hrdetenfĂŒrsorge. In: Religion in Geschichte und Gegenwart. 3. Aufl. Mohr Siebeck, TĂŒbingen 1958, Bd. 2, S. 1245
- â âMĂ€dchen, steh auf!â (Mk 5,41 EU), die Anrede von Jesus an ein todkrankes MĂ€dchen, der im Markusevangelium im aramĂ€ischen Wortlaut wiedergegeben wird.
- â Stiftung Bethesda/St. Martin â Geschichte
- â G. Schlosser: Magdalenen-Verein und Magdalenen-Asyl. In: Alexander Spiess: Frankfurt am Main in seinen hygienischen Verhaeltnissen und Einrichtungen. Mahlau & Waldschmidt, Frankfurt am Main 1881, S. 389ff.
- â Das Schlössli fĂŒr «gefallene MĂ€dchen». Abgerufen am 18. August 2021 (deutsch).
- â HeimstĂ€tte fĂŒr sittlich gefĂ€hrdete MĂ€dchen, Knauers Konversationslexikon, Berlin 1932, Sp. 931
- â Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin 2000 zur Sittenwidrigkeit im Sinn des § 138 I BGB, vgl. Rahel Gugel: Das SpannungsverhĂ€ltnis zwischen Prostitutionsgesetz und Art. 3 II Grundgesetz, Dissertation, Berlin, 17. Mai 2010, S. 211
