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aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Langenhain
Stadt Groitzsch
Koordinaten: 51° 7′ N, 12° 20′ O51.12194512.329887Koordinaten: 51° 7′ 19″ N, 12° 19′ 48″ O
Einwohner: 61 (1. Mai 2018)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1948
Eingemeindet nach: Hohendorf
Postleitzahl: 04539
Vorwahl: 034492
Langenhain (Sachsen)
Langenhain (Sachsen)
Lage von Langenhain in Sachsen

Langenhain ist ein Ortsteil der Stadt Groitzsch im Landkreis Leipzig (Freistaat Sachsen). Der Ort wurde 1948 nach Hohendorf und mit diesem 1974 nach Berndorf und 1996 in die Stadt Groitzsch eingemeindet.

Geografie

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Langenhain befindet sich in der Leipziger Tieflandsbucht, sechs Kilometer südöstlich von Groitzsch. Der Ort liegt zwischen der Alten Schnauder im Westen und der Schnauder im Osten. Langenhain befindet sich im Mitteldeutschen Braunkohlerevier zwischen den zum Tagebau Vereinigtes Schleenhain gehörigen Abbaufeldern Schleenhain im Osten und Groitzscher Dreieck im Westen. Im Südwesten liegt der Groitzscher See.

Geschichte

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Das Sackgassendorf Langenhain wurde 1378 als „Langenhayn“ erwähnt. Der Ort lag zu dieser Zeit im Gebiet der Grafschaft Groitzsch (castrum Groitzsch), die 1460 mit dem Geleitsamt Pegau zum Amt Pegau vereinigt wurde. Seitdem lag Langenhain wie der Nachbarort Oellschütz bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Pegau.[1] Die Gerichtsbarkeit über Langenhain lag um 1551 beim Rittergut Löbnitz und 1606 bzw. 1764 beim Rittergut Mausitz. Ab 1856 gehörte der Ort zum Gerichtsamt Pegau und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Borna.[2]

Am 1. Januar 1948 erfolgte die Eingemeindung nach Hohendorf.[3] Mit dem Ort kam Langenhain im Jahr 1952 zum Kreis Borna im Bezirk Leipzig und am 1. Januar 1974 zu Berndorf.[4] Die Lage von Langenhain im Mitteldeutschen Braunkohlerevier wirkte sich in Zeiten der DDR negativ auf den Ort aus. Während der Tagebau Schleenhain (1949–1991) im Osten des Nachbarorts Oellschütz vorbei zog, lag Langenhain im geplanten Abbaugebiet des 1974 aufgeschlossenen Tagebaus Groitzscher Dreieck. Infolgedessen wurde der Ort zum Bergbauschutzgebiet erklärt, was u. a. ein Bauverbot mit sich brachte. Die mit der Deutschen Wiedervereinigung 1989/90 einhergehende wirtschaftliche Veränderung führte zu einem drastischen Rückgang des Braunkohlebedarfs, was eine vorzeitige schnelle Stilllegung des Tagebaus Groitzscher Dreieck zum 20. Dezember 1991 zur Folge hatte. Dadurch wurde auch die geplante Umsiedlung von Langenhain gestoppt und der Ort aus dem Abbaugebiet, im Gegensatz zum nordwestlich gelegenen Obertitz, herausgenommen. Somit setzte nach 1990 wieder eine Bautätigkeit in Langenhain ein.

Als Ortsteil von Berndorf kam Langenhain im Jahr 1990 zum sächsischen Landkreis Borna und 1994 zum Landkreis Leipziger Land. Durch die am 1. Januar 1996 erfolgte Eingemeindung von Berndorf nach Groitzsch[5] wurde Langenhain ein Ortsteil der Stadt Groitzsch. Das Gebiet westlich von Langenhain soll ab 2030 als „Abbaufeld Groitzscher Dreieck“ des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain wieder aufgefahren werden.

Verkehr

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Langenhain ist mit der im Nachbarort Oellschütz verlaufenden Kreisstraße 7951 mit den Städten Groitzsch und der bereits in Thüringen liegenden Stadt Lucka verbunden. Diese Kreisstraße bildet einen Straßenkorridor in Nord-Süd-Richtung in der Schnauderaue zwischen den ehemaligen Tagebauen Schleenhain und Groitzscher Dreieck. Im Norden mündet sie bei Großstolpen in die Bundesstraße 176 ein, welche wiederum ein Ost-West-Korridor durch den Tagebau Vereinigtes Schleenhain ist.

Weblinks

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  • Langenhain im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
  • Langenhain auf der Website der Stadt Groitzsch
  • Langenhain auf www.reitwanderfuehrer.de

Einzelnachweise

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  1. ↑ Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 62 f.
  2. ↑ Die Amtshauptmannschaft Borna im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 16. April 2023; abgerufen am 18. Juli 2025. 
  3. ↑ Langenhain im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 18. Juli 2025.
  4. ↑ Hohendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 18. Juli 2025.
  5. ↑ Berndorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 18. Juli 2025.
Gemeindeteile der Stadt Groitzsch

Altengroitzsch • Brösen 1 • Großpriesligk 2 • Wischstauden 1 • Großwischstauden • Kleinwischstauden 1 3

Audigast 4 • Kobschütz • Schnaudertrebnitz 4 5

Auligk 4 • Gatzen • Kleinprießligk • Löbnitz-Bennewitz (1895 vereinigt) • Saasdorf 4 6 • Methewitz • Michelwitz 4 7 • Nöthnitz 4 7 8 • Maltitz • Pautzsch 4 7 9

Berndorf 4 • Kleinhermsdorf • Nehmitz 4 10 • Hemmendorf 4 11 • Hohendorf 4 12 • Langenhain • Oellschütz 4 12 13

Großstolpen 4 • Kleinstolpen 4 14 • Cöllnitz 4 15 • Pödelwitz • Droßkau 4 16 • Obertitz 4 16 17

Käferhain • Zschagast • Schleenhain • Leipen • Droßdorf 18

1 seit 1948   2 seit 1935   3 1933–1948 zu Wischstauden vereinigt   4 seit 1996   5 1948–1996 zu Audigast

6 1948–1996 zu Auligk   7 1973–1996 zu Auligk   8 1948–1973 zu Methewitz   9 1948–1973 zu Michelwitz

10 1935~..   11 1957~..   12 1974~.. –1996 zu Berndorf   13 1948–1974 zu Hohendorf

14 1934~..   15 1948~..   16 1966~.. –1996 zu Großstolpen   17 1948–1966 zu Droßkau   18 Wüstung, durch Bergbau devastiert

Normdaten (Geografikum): GND: 106761351X (GND Explorer, lobid, OGND, AKS) | VIAF: 3486164661884403390002
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