Technopedia Center
PMB University Brochure
Faculty of Engineering and Computer Science
S1 Informatics S1 Information Systems S1 Information Technology S1 Computer Engineering S1 Electrical Engineering S1 Civil Engineering

faculty of Economics and Business
S1 Management S1 Accountancy

Faculty of Letters and Educational Sciences
S1 English literature S1 English language education S1 Mathematics education S1 Sports Education
  • Registerasi
  • Brosur UTI
  • Kip Scholarship Information
  • Performance
  1. Weltenzyklopädie
  2. Erz – Wikipedia
Erz – Wikipedia 👆 Click Here!
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Kupfererz)
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter ERZ aufgeführt.
Eisenerz (Bändererz)
Banderz aus Bad Grund mit Sphalerit (braun) und Galenit (dunkelgrau) als Erzminerale und Calcit (weiß) als Gangartmineral
Manganerz
Bleierz
Golderz

Erz (Plural Erze) ist ein in der Erdkruste vorkommendes Metall/Mineralgemisch. Erze werden bergmännisch abgebaut, um die darin enthaltenen Metalle zu gewinnen. Erze sind Grund- oder Rohstoffe.

Erz besteht aus den zu verwertenden Erzmineralen und der nicht verwertbaren Gangart. Die Art der Gewinnung bzw. des Abbaus, ober- oder unterirdisch, wird von seinem geologischen Vorkommen und vom technologischen Fortschritt des Bergbaues, bestimmt.

Aus Erz hergestellte Produkte werden als erzen oder ehern (wie mittelhochdeutsch ērīn oder ēren, von ēr „Kupfer, Erz“) im Sinne von „aus Metall bestehend“ (meist Eisen oder Kupfer) bezeichnet,[1] wobei Erze seit der Antike nicht immer von Metallen unterschieden wurden.[2]

Etymologie und Definitionen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wort „Erz“ stammt von althochdeutsch aruz(zi), im Sinne von „Erz“ bzw. „(unbearbeitetes) Metall“, ist verwandt mit lateinisch aes (mittellateinisch auch es) und im Ursprung möglicherweise eine Entlehnung von sumerisch urud(u), „Kupfer“.[3]

Es gab auch die Theorie, dass sich das Wort von der antiken etruskischen Stadt Arezzo ableitet, die einst Arretium genannt wurde. Frühe Kontakte mit der etruskischen Bevölkerung, die sehr geschickt in der Eisenverarbeitung war, hätten das Wort Arretium weitergegeben, das durch Metaphonie und die Zweite Lautverschiebung später zu Erz wurde.[4]

Erz ist heute ein Begriff aus der Ökonomie. Ob ein Mineralvorkommen als Erzlagerstätte bezeichnet wird, hängt einzig von der Wirtschaftlichkeit des Abbaus ab. Deshalb können Mineralvorkommen, die nicht wirtschaftlich gewinnbar sind, unter veränderten Bedingungen als Lagerstätten eingestuft und dann abgebaut werden.

„Erze sind natürlich vorkommende Mineralaggregate von wirtschaftlichem Interesse, aus denen durch Bearbeitung ein oder mehrere Wertbestandteile extrahiert werden können. Meistens sind dies Minerale, die mehr oder weniger metallische Bestandteile enthalten.“

– Definition nach der UK Institution of Mining and Metallurgy

Dennoch ist der Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch hauptsächlich mit metallischen Komponenten assoziiert. Die Definition nach James F. Kemp 1909 ist im Prinzip nach wie vor gültig:

„Erz ist ein mehr oder weniger mit Gangart verwachsenes, metallhaltiges Mineral oder Mineralgemenge, das - vom Standpunkt des Bergmanns oder Aufbereiters betrachtet - mit Gewinn abgebaut, bzw. gewinnbringend weiterverarbeitet werden kann. Die Frage, ob ein Metall oder mehrere Metalle Gewinn abwerfen, scheint das einzig mögliche Kriterium zu sein, welches benutzt werden kann.“

Verbindungen wie Kochsalz oder Kalk werden also nicht als Erze bezeichnet.

Erze weisen unterschiedliche Metallgehalte auf. Was als Reich- oder Armerz bezeichnet wird, hängt vom aktuellen Grad der Verfügbarkeit sowie dem technologischen Stand der Gewinnung und Aufbereitung ab. Beispielsweise gilt ein Zinnerz mit einem Zinnanteil von 2 % als reich, während Eisenerz erst bei über 60 % Eisengehalt als hochgradig angesehen wird.

Zum Präfix Erz- (wie etwa in erzkonservativ oder Erzbischof) besteht kein etymologischer Zusammenhang, dies leitet sich von altgriechisch archē mit der Bedeutung „Anfang“ oder „Führung“ ab[5].

Erz, Gangart, Erzkonzentrat

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den meisten Fällen besteht ein Erz nicht nur aus zu verwertenden Mineralen, sondern auch aus wertlosen Gesteinen und Mineralen. Der Teil eines Erzes, der wirtschaftlich nicht wünschenswert ist und der im Bergbau nicht vermieden werden kann, wird als Gangart bezeichnet.[6]

Die wertvollen Erzminerale werden durch Brechen, Mahlen, Flotation und andere Vorgänge, die zusammen als Erzaufbereitung bezeichnet werden, von den Gangartmineralen getrennt und zu Erzkonzentrat angereichert.[7][8] Gangart ist somit nicht mit Abraum, Bergematerial oder anderem tauben Gestein zu verwechseln, das abgetragen werden muss, um an das Erz zu gelangen. Die Aufbereitungsrückstände, hauptsächlich Schlämme, werden in mit Dämmen abgetrennten Schlammteichen oder Tailings gelagert.[7][9]

Gliederung der Erzminerale nach dem Anion

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sulfidische Erzminerale

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Chalkopyrit: CuFeS2
  • Galenit: PbS
  • Zinkblende: ZnS

Oxidische Erzminerale

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Chromit: (Fe,Mg)Cr2O4
  • Kassiterit: SnO2
  • Magnetit: Fe3O4

Silikatische Erzminerale

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Népouit: (Ni,Mg)6[(OH)8|Si4O10]
  • Beryll: Be3Al2(SiO3)6
  • Spodumen: LiAl(SiO3)2

Gliederung der Erzminerale nach dem Metallkation

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarzmetallerze: Fe, Mn, Cr, Ti, Ni, Co, W, Mo, V

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Magnetit bzw. Magneteisenstein: Fe3O4
  • Hämatit bzw. Eisenglanz: Fe2O3
  • Siderit bzw. Eisenkalk: Fe[CO3]

Manganerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Pyrolusit bzw. Weichmanganerz: MnO2
  • Psilomelan bzw. Hartmanganerz: (Ba,H2O)4Mn10O20

Chromerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Chromit: FeCr2O4

Titanerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Ilmenit bzw. Titaneisen: FeTiO3
  • Rutil: TiO2

Nickelerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Népouit: (Ni,Mg)6[(OH)8|Si4O10]
  • Pentlandit bzw. Nickelmagnetkies: (Fe,Ni)9S8

Kobalterze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Skutterudit bzw. Speiskobalt: (Co,Ni)As3
  • Cobaltit bzw. Kobaltglanz: CoAsS

Wolframerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Wolframit: (Fe,Mn)WO4
  • Scheelit: CaWO4

Molybdänerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Molybdänit: MoS2

Vanadiumerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Vanadinit: Pb5(VO4)3Cl
  • Carnotit K2(UO2)2(VO4)2·3H2O

Buntmetallerze: Cu, Pb, Zn, Sn

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kupfererze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Chalkosin bzw. Kupferglanz: Cu2S
  • Chalkopyrit bzw. Kupferkies: CuFeS2

Bleierze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Galenit bzw. Bleiglanz: PbS
  • Cerussit bzw. Weißbleierz: PbCO3

Zinkerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Sphalerit bzw. Zinkblende: ZnS
  • Smithsonit bzw. Zinkspat: ZnCO3

Zinnerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Kassiterit: SnO2
  • Stannit bzw. Zinnkies: Cu2FeSnS4

Leichtmetallerze: Al, Mg, Li, Be

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aluminiumerze / Bauxit

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Gibbsit: Al(OH)3
  • Diaspor: AlO(OH)
  • Böhmit: AlO(OH) bzw. γ-AlOOH

Magnesiumerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Magnesit: MgCO3
  • Kieserit: MgSO4 * 4 H2O

Berylliumerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Beryll: Be3Al2(SiO3)6
  • Phenakit: Be2SiO4

Lithiumerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Spodumen: LiAl(SiO3)2
  • Zinnwaldit: K2Li4Al2(F,OH)4/Si8O20

Edelmetallerze: Au, Ag, Pt

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Golderze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • gediegen Gold: Au
  • Calaverit: AuTe2
  • Sylvanit: (AuAg)2Te4
  • Maldonit: Au2Bi

Silbererze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • gediegen Silber: Ag
  • Argentit bzw. Silberglanz: Ag2S
  • Chlorargyrit: AgCl

Platinerze

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • gediegen Platin: Pt
  • Sperrylith: PtAs2

Auswahl wichtiger Erzminerale in alphabetischer Reihenfolge

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Argentit: Ag2S
  • Bauxit: Al(OH)3
  • Bastnäsit (eigentlich Bastnäsit-(Ce), Bastnäsit-(La), Bastnäsit-(Y), Hydroxylbastnäsit-(Ce)): (Ce,La,Y)(CO3)F bzw. (Ce,La,Y)(CO3)(OH,F)
  • Beryll: Be3Al2(SiO3)6
  • Bornit: Cu5FeS4
  • Chalkopyrit: CuFeS2
  • Chalkosin: Cu2S
  • Chromit: (Fe,Mg)Cr2O4
  • Cobaltit: (Co,Fe)AsS
  • Columbit-Tantalit oder Coltan: (Fe,Mn)(Nb,Ta)2O6
  • Galenit: PbS
  • Gold: Au
  • Hämatit: Fe2O3
  • Ilmenit: FeTiO3
  • Kassiterit: SnO2
  • Magnetit: Fe3O4
  • Molybdänit: MoS2
  • Monazit (eigentlich Monazit-(La), Monazit-(Ce), Monazit-(Nd) und Monazit-(Sm)): (La,Ce,Nd,Sm)[PO4]
  • Pechblende: UO2
  • Pentlandit: (Fe,Ni)9S8
  • Scheelit: CaWO4
  • Wolframit: (Fe,Mn)WO4
  • Zinkblende: ZnS
  • Zinnober: HgS

Importabhängigkeit Deutschlands

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand 2022 wird in Deutschland kein Erzbergbau betrieben. Als Hauptgrund gelten die zu hohen Kosten. Deutschland verfügt nach wie vor über Erzvorkommen, die auch weiterhin erkundet und auf einen möglichen Abbau hin untersucht werden.[10]

Siehe auch

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Lagerstättenkunde
  • Metallurgie

Weblinks

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wiktionary: Erz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Erz – Album mit Bildern
  • Literatur von und über Erz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Vgl. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 152 f.
  2. ↑ Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 30–31.
  3. ↑ Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 152–153 und 174.
  4. ↑ Giuliano Bonfante, Larissa Bonfante: Lingua e Cultura degli Etruschi. Editori Riuniti, 1985, S. 132–133.
  5. ↑ erz-. In: Wiktionary, the free dictionary. 2. Juni 2024 (wiktionary.org [abgerufen am 15. März 2025]). 
  6. ↑ Gangart. In: Geowissenschaften Lexikon. Spektrum, abgerufen am 9. April 2021. 
  7. ↑ a b M. C. Fuerstenau, N. Han Kenneth (Hrsg.): Principles of Mineral Processing. Society for Mining, Metallurgy, and Exploration, Littleton, CO 2003, ISBN 0-87335-167-3. (englisch)
  8. ↑ H. Schubert: Aufbereitung fester mineralischer Feststoffsysteme. VEB Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie, Leipzig 1975.
  9. ↑ Michael Priester, Peter Dolega: Bergbauliche Reststoffe – Teilprojektbericht. ÖkoRess, Berlin 2015.
  10. ↑ Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Hrsg.): Deutschland ‒ Rohstoffsituation 2019. Hannover 2020, ISBN 978-3-948532-28-4, S. 36 ff. (PDF [abgerufen am 4. April 2022]). 
Normdaten (Sachbegriff): GND: 4152966-2 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS)
Abgerufen von „https://de.teknopedia.teknokrat.ac.id/w/index.php?title=Erz&oldid=261809529#Kupfererze“
Kategorien:
  • Erz
  • Erzbergbau
  • Montangeologie

  • indonesia
  • Polski
  • العربية
  • Deutsch
  • English
  • Español
  • Français
  • Italiano
  • مصرى
  • Nederlands
  • 日本語
  • Português
  • Sinugboanong Binisaya
  • Svenska
  • Українська
  • Tiếng Việt
  • Winaray
  • 中文
  • Русский
Sunting pranala
Pusat Layanan

UNIVERSITAS TEKNOKRAT INDONESIA | ASEAN's Best Private University
Jl. ZA. Pagar Alam No.9 -11, Labuhan Ratu, Kec. Kedaton, Kota Bandar Lampung, Lampung 35132
Phone: (0721) 702022
Email: pmb@teknokrat.ac.id