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Dieser Artikel behandelt Henoch, den Nachfahren des biblischen Set. Für weitere Bedeutungen siehe Henoch (Begriffsklärung).
„Enoch“, Lithografie von William Blake, 1807

Henoch oder Enoch (im Islam eventuell identisch mit Idrīs) ist eine biblische Gestalt, die nicht starb, sondern von Gott hinweggenommen wurde (Entrückung Gen 5,18–24 EU). Sein Verschwinden wurde symbolhaft, mystisch und esoterisch interpretiert.

Etymologie

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Die Herkunft des Personennamens חֲנוֹךְ ḥǎnôkh, deutsch ‚Henoch‘ (in Gen 25,4 EU חֲנֹךְ ḥǎnokh) ist unsicher. Hans Rechenmacher leitet den Namen von kanaanäisch ḫanāku „Gefolgsmann“ ab und nimmt an, dass es sich um die Kurzform einer Genitivverbindung, bestehend aus Grundwort und Bestimmungswort, handelt. Das Bestimmungswort und zugleich theophore Element sei ausgefallen, übrig sei noch das Grundwort „Gefolgsmann“. Der Name bedeute daher „Gefolgsmann (Gottes)“. Inhaltlich lassen sich dazu die mit עֶבֶד ‘ævæd, deutsch ‚Knecht‘ gebildeten Namen vergleichen (z. B. עַבְדִּיאֵל ‘avdî’el, deutsch ‚Knecht Gottes‘). Martin Noth hingegen geht von der Wurzel ḤNK aus, vergleicht arabisch ḥunukun und übersetzt den Namen als „klug, gelehrt“. Schließlich kommt eine Ableitung des Namens von der Wurzel חנך ḥnk „einweihen“ in Betracht, sodass der Name als „Einweiher“, „Gründer“ oder auch „Eingeweihter“ übersetzt werden könnte.

Die Septuaginta gibt den Namen als Ἑνώχ Enōch wieder, die Vulgata als Enoch und der Samaritanische Pentateuch als ’Īnok.

Altes Testament

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Im Alten Testament finden sich zwei Erwähnungen Henochs, die sich widersprechen. Nach Gen 4,17-19 EU ist er der Sohn Kains und ein Enkel Adams. Kain soll die von ihm erbaute Stadt nach Henoch benannt haben. Als Nachkommen Henochs werden Irad, Mehujael, Metuschael sowie dessen Sohn Lamech genannt. Nach Gen 5,18–24 EU dagegen ist Henoch nicht der Vater, sondern der älteste Sohn des Irad und damit ein Nachkomme des Set. Sein Vater war 162 Jahre alt, als er ihn zeugte. Er selbst zeugte im Alter von 65 Jahren Methusalem. Danach lebte er 300 Jahre und zeugte viele weitere Söhne und Töchter. Dann heißt es in Vers 24: „Henoch war seinen Weg mit Gott gegangen, dann war er nicht mehr da; denn Gott hatte ihn aufgenommen“ (Einheitsübersetzung). Sein Lebensalter von 365 Jahren, das im Vergleich zu seinen Eltern und Kindern gering ist, kann symbolisch gesehen werden: Die Zahl entspricht der Anzahl der Tage eines Sonnenjahres.

Eine vergleichbare Geschichte findet sich in der Bibel in 2 Kön 2,11 EU mit der Entrückung des Elija.

Die unterschiedlichen Genealogien Henochs sind nach der in der Bibelwissenschaft verbreiteten Urkundenhypothese auf die verschiedenen Quellen zurückzuführen, aus denen die Tora zusammengefügt wurde: Genesis 4 geht demnach auf den Jahwisten bzw. auf die nichtpriesterliche Überlieferung zurück, wohingegen die Quelle für Genesis 5 die Priesterschrift ist.[1] Andere Autoren nehmen dagegen an, dass in Genesis 4 und Genesis 5 von unterschiedlichen Personen mit dem Namen Hennoch die Rede ist.[2]

Neues Testament

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Neutestamentlich wird in Heb 11,5 EU betont, dass Henoch „aufgrund des Glaubens“ entrückt wurde und nicht sterben musste und dass vor der Entrückung bezeugt wurde, dass „er Gott gefiel“. Hier zeigt sich der Einfluss der paulinischen Theologie mit ihrer Rechtfertigung des Gläubigen durch den Glauben, nicht durch Werkgerechtigkeit.

In Jud 1,14 EU wird nach gängiger Ansicht ein Satz Henochs zitiert, der auch im apokryphen äthiopischen Henochbuch (1,9) zu finden ist. Henoch, „der siebte nach Adam“, habe zukünftigen Irrlehrern geweissagt, dass Gott mit vielen tausend Heiligen kommen werde, um die Gottlosigkeit der Menschen zu richten. Diese Stelle belegt, dass in den frühchristlichen Gemeinden Schriften rezipiert wurden, die von der späteren Kirche nicht kanonisiert wurden.

Henoch wird außerdem in Lk 3,37 EU in einem der Stammbäume Jesu Christi genannt.

Außerbiblisches

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Apokryphes Buch der Weisheit

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Das deuterokanonische Buch der Weisheit (4,7–17) spielt offensichtlich auf Henoch an: „Der Gerechte aber, kommt auch sein Ende früh, geht in Gottes Ruhe ein. [...] Er gefiel Gott und wurde von ihm geliebt; da er mitten unter Sündern lebte, wurde er entrückt.“

Die apokryphen Henochbücher

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Darstellung Henochs (rechts oben) in der altäthiopischen Henoch-Handschrift Gunda Gunde 151. Durch das Buch, die Schreibutensilien und den Schreiberhocker sowie die Beischrift „Schreiber“ (Ge’ez: ጸሓፊ ṣaḥāfi) ist Henoch als Schriftsteller gekennzeichnet. Der unten rechts dargestellte Schriftgelehrte ist Esra.

Unter dem Namen Henoch existieren drei apokryphe Bücher, die mit 1., 2. und 3. Buch Henoch oder manchmal auch nach den Sprachen bezeichnet werden, in denen sie hauptsächlich überliefert sind.

  • Das 1. Buch Henoch wird auch als Äthiopisches Henochbuch bezeichnet. Es ist vollständig nur in Altäthiopischer Sprache überliefert. Teile des Buches sind auch in Griechisch (die ersten 32 Kapitel, in einer 1886/87 gefundenen Handschrift; wird gelegentlich auch als Griechisches Henochbuch bezeichnet) und Aramäisch erhalten.
  • Das 2. Buch Henoch (das Slawische Henochbuch) ist nur in Kirchenslawisch erhalten.
  • Das 3. Buch Henoch (Hebräisches Henochbuch) in hebräischer Sprache.

Henoch ist nach biblischer Überlieferung von Gott in den Himmel entrückt worden. Die Henoch-Büchern beschreiben, was Henoch bei seinen Himmelsreisen sah. Das erste Buch Henoch hat fünf Teil-Bücher, eventuell von verschiedenen Autoren. Verschiedene aramäische und zwei hebräische Fragmente des 1. Henoch wurden in Qumran gefunden und sind damit sicher auf die Zeit zwischen 130 v. Chr. und 68 n. Chr. zu datieren.

Erstmals findet sich im o. a. 1. Buch Henoch die Beschreibung einer „Hölle“, in der Menschen gequält werden (Kapitel 21), was in der Tora unbekannt ist. Die Schilderungen der verschiedenen Himmel und Höllen, mitsamt ihren Engeln (besonders den gefallenen), beeinflussten die Vorstellungen der frühen Kirchenväter des 2. bis 4. Jahrhunderts. Historiker messen den Büchern daher eine bedeutende Rolle in der Entwicklung des christlichen Dogmas der Höllenlehre und bestimmter Aspekte der Apokalypse zu.

Das 1. Buch Henoch galt im frühen Christentum lange als authentisch. Der Verfasser des Judasbrief zitiert es wörtlich (Jud 14-15 EU) und Tertullian argumentierte in seiner Schrift De cultu feminarum, es sei echt, obwohl es nicht in den jüdischen Kanon aufgenommen worden war.[3]

Weitere apokryphe Schriften

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Nach dem Pseudo-Titus-Brief wird Henoch beauftragt, eine Geschichte der ersten Menschen niederzuschreiben.

In der Apokalypse des Paulus wird Henoch als der Schreiber der Gerechtigkeit bezeichnet.

Nach der Himmelfahrt des Jesaja befinden sich Henoch und andere im Himmel, ohne ihren fleischlichen Leib und in neue Gewänder gehüllt; Throne und Kronen werden sie demnach erst nach der Ankunft des Messias bekommen.

Nach der Offenbarung des Petrus wird ein falscher Christus kommen. Darauf werden Henoch und Elija erscheinen und diesen entlarven.

Mormonen

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Im 7. und 8. Kapitel des Buchs Mose in der Köstlichen Perle, einer heiligen Schrift der Mormonen, wird die biblische Geschichte von Henoch ausführlich erzählt. Diese Erzählung wird von der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage als authentisch angesehen. Demzufolge berief Gott Henoch als Propheten, um dem Volk Umkehr zu predigen. Er wurde Seher genannt. Der Bericht enthält eine Predigt Henochs, die er selbst als Plan der Errettung bezeichnet, über Umkehr, Taufe und Jesus Christus. Er soll in einer Vision Gott gesehen und mit ihm gesprochen haben. Er war der Führer des Volkes Gottes, genannt Zion. Er und das Volk bzw. die Stadt Zion wurden in den Himmel aufgenommen.[4]

Literatur

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  • Beate Ego: Henoch / Henochliteratur. In: Michaela Bauks, Michael Pietsch, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2006 ff., abgerufen am 12. November 2023.
  • Art. חֲנוֹךְ, In: Wilhelm Gesenius: Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament, 18. Aufl. 2013, S. 370.
  • Martin Noth: Die israelitischen Personennamen im Rahmen der gemeinsemitischen Namengebung, Kohlhammer, Stuttgart 1928, S. 228–243.
  • Hans Rechenmacher: Althebräische Personennamen. Ugarit, Münster 2012, S. 163–204.

Weblinks

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Commons: Henoch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Andreas Gottlieb Hoffmann: Das Buch Henoch in vollständiger Übersetzung mit fortlaufendem Kommentar, ausführlicher Einleitung und erläuternden Exkursen im Project Gutenberg, Jena 1833 (das Äthiopische Henochbuch).

Einzelnachweise

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  1. ↑ Beate Ego: Henoch / Henochliteratur. In: Michaela Bauks, Michael Pietsch, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2006 ff., abgerufen am 3. Februar 2026.; Klaus Herrmann: Henoch. In: Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Auflage (Studienausgabe), UTB, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-8401-5, Bd. 3, Sp. 1626.
  2. ↑ Berndt Schaller: Henoch. In: Evangelisches Kirchenlexikon, Band 2, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1989, ISBN 3-525-50132-3, Sp. 489; Matthew Black: Enoch. In: Bruce M. Metzger, (Hrsg.): The Oxford Guide to People and Places of the Bible. Oxford University Press, Oxford 2001, S. 70.
  3. ↑ Tertullian, De cultu feminarum 3; Adolf von Harnack: Einleitung in das Neue Testament. Berliner Vorlesung im Wintersemester 1899/1900. Eine Nachschrift von Carl Richard Schenkel. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 2015, ISBN 978-3-7728-2611-5, S. 17.
  4. ↑ Die Köstliche Perle. In: churchofjesuschrist.org. Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, abgerufen am 28. Dezember 2021. 
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