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Georg Nees (1986, Fotografie von Alex Kempkens)

Georg Nees (* 23. Juni 1926 in NĂŒrnberg; † 3. Januar 2016 in Baiersdorf) war ein deutscher Grafiker und Informatiker. Er war Pionier der Computerkunst und der Generativen Grafik. Nees studierte Mathematik, Physik und Philosophie in Erlangen und Stuttgart. Er war wissenschaftlicher Beirat von SEMIOSIS, Internationale Zeitschrift fĂŒr Semiotik und Ästhetik. 1977 wurde er Honorarprofessor fĂŒr Angewandte Informatik an der UniversitĂ€t Erlangen-NĂŒrnberg.[1] Nees gehörte zu den 3N Computerpionieren – diese AbkĂŒrzung hat sich fĂŒr Frieder Nake, Georg Nees und A. Michael Noll etabliert, deren Grafiken mit „digitalen Großrechnern“ kreiert wurden.[2][3]

Leben

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Georg Nees wurde 1926 in NĂŒrnberg geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Bereits damals zeigte sich sein Forscherdrang und Interesse fĂŒr die Kunst. Kunstpostkarten anzusehen und durch ein Mikroskop zu blicken, gehörten zu seinen bevorzugten BeschĂ€ftigungen. Er besuchte die Aufbauschule in Schwabach bei NĂŒrnberg. Dort machte er 1945 sein Abitur.[4] Von 1945 bis 1951 studierte er Mathematik und Physik an der UniversitĂ€t Erlangen. Von 1951 bis 1985 arbeitete er als Industriemathematiker beim Schuckertwerk in Erlangen. Er begann dort 1959, seine ersten Programme zu schreiben.[5] Das Schuckertwerk wurde spĂ€ter in die Siemens AG eingegliedert und Nees blieb dort Mitarbeiter in Erlangen.

Studium

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Parallel zu seiner Arbeit in Erlangen studierte er ab 1964 Philosophie bei Max Bense an der Technischen Hochschule Stuttgart (seit 1967: UniversitĂ€t Stuttgart). 1968 wurde er bei Max Bense zum Dr. phil. promoviert, mit einer Dissertationsschrift zum Thema Generative Computergraphik, welche zu dieser Zeit weltweit die erste Doktorarbeit ĂŒber dieses Thema darstellte.[6] Sie wurde 1969 von der Siemens AG als Buch mit dem Titel Generative Computergraphik herausgegeben und enthielt ebenfalls Beispiele der Programmcodes und der damit erzeugten Grafiken. Nach seiner Pensionierung 1985 arbeitete Nees als Autor und ComputerkĂŒnstler.

Computerkunst

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Nees zeigte weltweit als Erster mit einem Digitalrechner[7] erstellte Grafiken als Kunstwerke in einer Galerie. Die Ausstellung mit dem Titel „computer graphik“ fand im Februar 1965 in den RĂ€umen der Studiengalerie der TH Stuttgart statt.[8] 1966 begann er mit den Arbeiten an „Computer-plastiken“.[9] Im Katalog der Biennale 1969 NĂŒrnberg beschrieb Nees, wie das Computerprogramm die FrĂ€smaschine so steuert, dass statt eines WerkstĂŒckes eine Plastik entstand. Drei bemalte Holzskulpturen und mehrere Grafiken wurden auf der Biennale 1969 NĂŒrnberg ausgestellt.[10] Auf der 35. Biennale Venedig 1970 wurden in der Sonderschau „Forschung und Design. VorschlĂ€ge fĂŒr eine experimentelle Exposition“ ebenfalls seine Skulpturen und Grafiken gezeigt.

Automatisches ZeichengerÀt ZUSE Z64

Nees war 1963 maßgeblich am Kauf eines programmgesteuerten Zeichentisches, den Zuse Graphomat Z64, fĂŒr das Rechenzentrum der Siemens-Schuckertwerke in Erlangen beteiligt.[5] Zur Ausstellung Georg Nees – Die große Versuchung 2006 im Zentrum fĂŒr Kunst und Medientechnologie sagte er zur Anschaffung des Zeichentisches Z64: Da war sie nun, die große Versuchung fĂŒr mich, einmal nichts Technisches mit dieser Maschine darzustellen, sondern â€șNutzlosesâ€č â€“ geometrische Muster.[5] Nees schrieb seine Programme in der Computersprache ALGOL. Zur Steuerung des Graphomat Z64 und dem Einsatz von Zufallszahlen schrieb er die neuen Grafikbibliotheken G1, G2 und G3.[11] Nees experimentierte 1965 mit Kreisbögen und Zufallszahlen. Die Grafik Kreisbogengewirre,[12] auch als Locken bekannt, entstand dabei. Frieder Nake schrieb, wie es zu der Grafik kam: 
 TatsĂ€chlich besteht das Bild aus einem zusammenhĂ€ngenden Pfad von Kreisbögen. 
 das Bild ist so, wie es ist, auf Grund eines ziemlich schlimmen Programmierfehlers geworden 
 Es war von geringer KomplexitĂ€t geplant und mußte wegen jenes Fehler durch manuellen Eingriff von außen abgebrochen werden.[13]

Nees arbeitete mit der Siemens Datenverarbeitungsanlage 2002, um seine Ă€sthetische Grafiken, wie beispielsweise die Grafik „Schotter“ (1968), zu kreieren.[14][15] Diese Grafik ist sehr bekannt und auch auf der Website des Victoria and Albert Museums, London, zu sehen.[16] Beim Schreiben des Programms fĂŒgte Nees Zufallszahlen ein, die ab einem vorgesehenen Punkt das entstehende Chaos produzierten. Dadurch entwickelte sich die Grafik von Ordnung zur Unordnung oder umgekehrt, dreht man die Grafik um 180 Grad. Robert J. Krawczyk vom Illinois Institute of Technology bemerkte zu dieser Grafik: What attracted me to this piece was the simplicity of the concept and the overall interpretation of transforming order into disorder. 
 What intrigues me with this “ancient” piece was the use of exact mathematical computations to model a chaotic image and the progression from the ordered to the disordered. (Übersetzung: Was mich zu diesem StĂŒck zog, war die Einfachheit des Konzepts und die gesamte Interpretation der Umwandlung von Ordnung in Unordnung. 
 Was mich interessiert und an diesem "alten" Teil faszinierte, war der Einsatz von exakten mathematischen Berechnungen, um ein chaotisches Bild zu modellieren sowie das Fortschreiten von Geordneten zum Ungeordneten.)[17]

Computer-Design fĂŒr Architektur

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Die erste Computergrafik von Nees im Bereich Architektur war das Motiv „Flur“ (Korridor), das er 1968 erstellte.[18] Im Jahr 1968 startete auch seine Zusammenarbeit mit dem Architekten Ludwig Rase fĂŒr den Siemens-Pavillon zur Hannover Messe 1970. Die Zeichnungen des Fachwerkdaches wurden zuerst mit dem Siemens System 2002 errechnet und anschließend mit dem Graphomat Z64 gezeichnet. FĂŒr die Hannover Messe 1970 wurden sie mit dem Siemens System 4004 von Neuem erstellt. Eine der Zeichnungen wurde als Plakat fĂŒr die Hannover Messe und fĂŒr die 35. Biennale Venezia 1970 gedruckt. Es folgten weitere Computer-Zeichnungen (Grafiken) fĂŒr Messepavillons der Siemens AG, wie beispielsweise zur „Deutschen Industrieausstellung“ in SĂŁo Paulo 1971.[18][19][20]

Ludwig Rase experimentierte auf der Grundlage des Kuboktaeder hinsichtlich des Baus von Wohnanlagen und Stadtplanung.[21] Nees arbeitete an diesem Projekt mit und erstellte die computergestĂŒtzten KonstruktionsplĂ€ne. Die Grafik „Kuboktaeder“, die dabei entstand, wurde als Titelbild und Plakat fĂŒr die Ausstellung computer art. nees rase in der Hamburger Kunsthalle 1972/73 verwendet.[22]

Ab 1985

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Als Nees 1985 in Pension ging und nicht mehr fĂŒr die Siemens AG arbeitete, nahm er seine Forschungen und Experimente zur generativen Grafik wieder auf. Er widmete seine Zeit nun der Semiotik und der ComputerĂ€sthetik fĂŒr Medien und Design. Die Resultate veröffentlichte er ab 1995 in mehreren BĂŒchern und Artikeln.[23][24]

Nees wurde 1985 von Alex Kempkens gefragt, ob er sich an der Ausstellung „Bilder Images Digital“[25] beteiligen wolle, die fĂŒr Oktober 1986 in der Galerie der KĂŒnstler in MĂŒnchen geplant wurde. Er sagte zu und kreierte eine neue Serie von Computergrafiken. Diese Grafiken nehmen eine Sonderstellung im ƒuvre von Nees ein, da er zur Erzeugung der KI-Maschine sowohl einfache als auch philosophische wie auch mythische Befehle erteilte. Der Computer produziert, bezogen auf die Fragen, unterschiedliche Grafiken. Er schrieb die Programme in der Sprache Lisp; ein Siemens-System 7000 berechnete die Grafiken.[26] Nees schreibt im Katalog zur Ausstellung darĂŒber:

„Meine eigenen Computergrafiken vom FrĂŒhjahr 1986 verstehe ich als Studien zu Ambientes, wie sie vielleicht von einem zukĂŒnftigen Reagiblen Automaten synthetisiert werden könnten. Eine unabdingbare Teilaufgabe beim Entwurf eines solchen Automaten ist das Ausdenken von Musterdialogen, die man mit dem fertigen Instrument gerne fĂŒhren möchte.

So ist folgendes Dialogfragment denkbar: »Zeige mir eine Kugel!« Der Automat reagiert mit der Erstellung des Bilds »Kugel nordwestnadir«. Der Dialog geht weiter: »Nimm den Kontext Mythos hinzu. Visualisiere den Kontrast zwischen Gesetz und Zufall!«. Die Reaktion besteht aus dem Herzeigen des Bilds »Apoll und Dionysos«.“[27]

Die Kunstkritikerin Eva Karcher schrieb in ihrer Interpretation seiner Grafiken:

„Der Automat als »KreativitĂ€ts-Spender«? Ein Gedankenkonzept, dem man sich nur zögernd zuneigen mag, stellt es doch alle bisher verbindlichen Definitionen ĂŒber die Unantastbarkeit des schöpferischen Vermögens infrage. Und dennoch: Betrachtet man die musterreichen Raumkonstruktionen mit ihren schwebenden Ellipsoiden, ihren kristalloiden Kugeln und bizarren Körpern auf den Grafiken von Nees, so kann man nicht umhin, ihnen atmosphĂ€rische und der Inspiration förderliche Ausstrahlung zu bescheinigen.“[28]

Werk

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  • »Apoll und Dionysos«[29]

BĂŒcher

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  • computer grafik. edition rot 19, Max Bense und Elisabeth Walther, Stuttgart 1965.
  • Generative Computergraphik. Siemens AG, Berlin, MĂŒnchen 1969.
  • Formel, Farbe, Form: ComputerĂ€sthetik fĂŒr Medien und Design. Springer Science+Business Media, Berlin 1995.
  • Grenzzeichen. Bilder und Gedanken zu einer constraint-orientierten Ästhetik. Deutscher Wissenschafts-Verlag, Baden-Baden 2010.
  • Die Gassenhauer-Ontologie. Ein philosophischer Zukunftsroman. Deutscher Wissenschafts-Verlag, Baden-Baden 2014.
  • Design – Menschenwerk. Sichten auf ein vielseitiges PhĂ€nomen. LIT-Verlag, Berlin 2014.

Texte

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  • Statistische Graphik. In: Grundlagenstudien aus Kybernetik und Geisteswissenschaft. Band 5, Nr. 3/4, Dezember 1964, S. 67–78.
  • mit Max Bense: computer-grafik. In: rot 19. edition rot, Stuttgart 1965.
  • Generative Computergraphik. MĂŒnchen 1969.
  • Variationen von Figuren in der Graphik. In: Grundlagenstudien aus Kybernetik und Geisteswissenschaft. Band 5, Nr. 3/4, Dezember 1964, S. 121–125. G. N., Generative Computergraphik, Berlin, 1969.
  • Design und Programm. In: Gesamttextil 1971. S. 38–41.
  • Die Orchidee nimmt wahr. In: F. Rottensteiner (Hrsg.): Polaris 6. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-518-37342-0, S. 169–205.
  • KĂŒnstliche Kunst und KĂŒnstliche Intelligenz – Artificial Art and Artificial Intelligence. In: Bilder Images Digital. Barke Verlag, MĂŒnchen 1986, S. 58–67.
  • Regency Graphics and the Esthetics Laboratory: Picture Generation by Point-Distinction and Pseudodistance Minimizing. In: LEONARDO. Band 23, Nr. 4, 1990, S. 335–361.
  • Was ist Morphographie? In: SEMIOSIS. Band 63/64, Heft 3/4, 1991, S. 9–31.
  • Metamorphosen – Eine Übung in Morphographie. In: SEMIOSIS. Band 65/66 und 67/68, Sonderausgabe SEMIOSIS 65–68, Heft 1–4, 1992: Festschrift fĂŒr Elisabeth Walter-Bense, S. 258–268.
  • Das Chaos – der Computer – die Form. In: Bernhard Holeczek, Lida von Mengden (Hrsg.): Zufall als Prinzip : Spielwelt, Methode und System in der Kunst des 20. Jahrhunderts. Ed. Braus, Heidelberg 1992, ISBN 3-89466-003-1, S. 113–117.
  • Das Aleatorische, das Berechenbare und das Programm. In: F. Nake (Hrsg.): Die ertrĂ€gliche Leichtigkeit der Zeichen: Ästhetik, Semiotik, Informatik. agis, Baden-Baden 1993, S. 139–164.
  • Fraktale – Geburt einer Zeichenfamilie. In: Wechselwirkung. Nr. 65, Feb. 1994, S. 11–16.
  • Was bedeutet eine Welt, in der die simulierte Wirklichkeit immer realer wird? In: Naturwissenschaft und Kunst, Kunst und Naturwissenschaft – Versuche der Begegnung. UniversitĂ€t Leipzig, Kustodie, 1994, S. 42–46.
  • Computable Beauty. In: K. Brunnstein, E. Raubold (Hrsg.): IFIP Transactions: APPLICATIONS AND IMPACTS, Information Processing '94. Band 2, Amsterdam 1994, S. 398–405.
  • Geometry and the Cognitive Principle in Semiotics and Esthetics. In: Semiosis. Band 77/78, Heft 1/2, 1995.
  • Growth, Structural Coupling and Competition in Kinetic Art. In: Leonardo. Band 33, Nr. 1, Februar 2000, S. 41–47.

Ausstellungen

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  • 1972 erhielt das StĂ€dtische Museum Abteiberg, Mönchengladbach, aus der Sammlung Hans Joachim Etzold Werke aus den AnfĂ€ngen der Computergrafik. Der einflussreiche Maler des deutschen Informel, Karl Otto Götz, hat Etzold zur Sammlung der Computergrafiken geraten.[30] Grafiken und eine Skulpturen von Nees sind Teil der Sammlung.
  • 1973: Programm – Zufall – System
  • 1987: Sammlung Etzold, AnfĂ€nge der Computergrafik
  • 2006: AnfĂ€nge der Computergraphik – aus der Sammlung Etzold

Einzelausstellung

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  • 1965: computer graphik, Studiengalerie Technische Hochschule Stuttgart.

Gruppenausstellungen

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  • 1965 (zusammen mit Frieder Nake): Computerkunst, Galerie Wendelin Niedlich, Stuttgart
  • 1968: Cybernetic Serendipity, London
  • 1968/69: Computer und visuelle Forschung, Nuove Tendenze 4, Zagreb
  • 1969: On the Eve of Tomorrow, Kubus Hannover, MĂŒnchen, Hamburg
  • 1969: Konstruktive Kunst: Elemente + Prinzipien, Biennale NĂŒrnberg
  • 1970: Auf dem Weg zur Computerkunst, Kiel, Davos, Offenbach
  • 1970 (zusammen mit Ludwig Rase): Ricerca e Progettazione. 35. Biennale Venedig
  • 1971: Was die Schönheit sei, das weiß ich nicht. KĂŒnstler – Theorie – Werk, Biennale NĂŒrnberg
  • 1971 (zusammen mit Ludwig Rase): Computer drawer spacestructure, Arteonica, SĂŁo Paulo
  • 1971: The Arte de Sistemas exhibition, CAYC, Museo de Arte Moderno, Buenos Aires
  • 1972: Grenzgebiete der bildenden Kunst, Staatsgalerie Stuttgart
  • 1972–1974: Wege zur Computerkunst, Wanderausstellung, Goethe-Institut
  • 1973: computer art. nees rase, Hamburger Kunsthalle, Hamburg
  • 1973: Vert l'art de l'ordinateur, Centre d'Information SIGMA, Bordeaux, Goethe-Institut
  • 1982: L'art systĂ©matique, MusĂ©e d’art contemporain de MontrĂ©al, Montreal, QC
  • 1986: Bilder Images Digital, Galerie der KĂŒnstler, MĂŒnchen
  • 1989: 25 Jahre Computerkunst, BMW Pavillon, MĂŒnchen
  • 1992: Prinzip Zufall, Wilhelm Hack Museum, Ludwigshafen
  • 2005: KĂŒnstliche Kunst. Die AnfĂ€nge, Kunsthalle Bremen, Bremen
  • 2006: Die große Versuchung. FrĂŒhe generative Computergrafiken, ZKM, Karlsruhe
  • 2006: 20th Century Computer Art: Beginnings and Developments, Tama Art University Museum, Tokyo
  • 2006: Die Neuen Tendenzen – Museum fĂŒr Konkrete Kunst, Ingolstadt
  • 2006: Der Traum von der Zeichenmaschine, Kunstverein Wolfsburg, Wolfsburg
  • 2007: Ex Machina – FrĂŒhe Computergrafik bis 1979, Kunsthalle Bremen, Bremen
  • 2007: Die Neuen Tendenzen, Leopold Hoesch Museum, DĂŒren
  • 2008: Genau + anders – Mathematik in der Kunst von DĂŒrer bis Sol LeWitt; MUMOK, Wien
  • 2008: bit international. [Nove] tendencije, Computer und visuelle Forschung, Zagreb
  • 2008: Genesis – Die Kunst der Schöpfung, Zentrum Paul Klee, Bern
  • 2009: Digital Pioneers, Victoria & Albert Museum - V&A, London
  • 2014: Histories of the Post-Digital: 1960s and 1970s Media Art Snapshots - Akbank Art Center, Istanbul

Sammlungen

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  • Sammlung Etzold, StĂ€dtische Museum Abteiberg, Mönchengladbach
  • Victoria and Albert Museum, London
  • Zentrum fĂŒr Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe
  • Sammlung Franke, Kunsthalle Bremen, Bremen

Rezeption (Modernes generatives Design)

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Georg Nees ist ein Pionier der Computerkunst und einer der „GroßvĂ€ter“ des von Computern unterstĂŒtzten Designprozesses. Der 1963 gekaufte Zuse Graphomat Z64 war zum Zeichnen von technischen PlĂ€nen bestimmt, die fĂŒr die Herstellung von WerkstĂŒcken und Produkten erforderlich waren.[31] Wie er sagte, dachte er ebenfalls an die Realisierung seiner Ideen – experimentelles und generatives Grafikdesign zu kreieren. Der Anlass, das Buch formel – farbe – form zu schreiben, war fĂŒr ihn „ComputerĂ€sthetik fĂŒr Medien und Design“ auf der Grundlage von generativem Design der nĂ€chsten Generation an Designern zu vermitteln.

Die derzeitige Generation von Designern nutzt als Berufsbezeichnung beispielsweise generativer Designer und firmiert unter den Begriffen Generatives Design, data driven art oder computational design. So ist es in vielen Magazinen und neuen BĂŒchern zu lesen. Besonders oft ist das Thema in der Zeitschrift Page zu finden.[32][33] Nees gehört damit zu den Vorfahren des heutigen generativen Designs in den Neuen Medien – basierend auf seiner These und seinem Buch Generative Computergraphik aus dem Jahre 1969.[34]

Literatur

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  • Max Bense: Projekte generativer Ästhetik. In: rot 19. edition rot, Stuttgart 1965.
  • Jasia Reichardt (Hrsg.): Cybernetic Serendipity: the Computers and the Arts. London 1968.
  • Herbert W. Franke: Computergraphik, Computerkunst. Bruckmann, 1971, ISBN 3-7654-1412-3.
  • Frieder Nake: Ästhetik als Informationsverarbeitung: Grundlagen und Anwendungen der Informatik im Bereich Ă€sthetischer Produktion und Kritik. Springer, Berlin 1974, ISBN 3-211-81216-4.
  • Linda Candy: Explorations in Art and Technology. Springer, Berlin 2013, ISBN 978-1-4471-1103-0.
  • Christoph KlĂŒtsch: Computergrafik: Ästhetische Experimente zwischen zwei Kulturen. Die AnfĂ€nge der Computerkunst in den 1960er Jahren. Springer, Berlin 2007, ISBN 978-3-211-39409-0.
  • Hans Esselborn: Ordnung und Kontingenz: das kybernetische Modell in den KĂŒnsten. Königshausen & Neumann, 2008, ISBN 978-3-8260-3780-1.
  • Honor Beddard, Douglas Dodds: Digital Pioneers. Victoria & Albert Museum, London 2009, ISBN 978-1-85177-587-3.
  • Andrea Gleiniger und Georg Vrachliotis: Code. Zwischen Operation und Narration. BirkhĂ€user Verlag, 2010, ISBN 978-3-0346-0117-7.
  • Grant D. Taylor: When the Machine Made Art: The Troubled History of Computer Art. Bloomsbury Publishing, 2014, ISBN 978-1-62356-884-9.

Weblinks

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  • Literatur von und ĂŒber Georg Nees im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Georg Nees im ZKM auf YouTube vom 31. August 2006

Einzelnachweise

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  1. ↑ Arbeitsberichte des Instituts fĂŒr Informatik. (PDF; 1,57 MB). Friedrich-Alexander-UniversitĂ€t Erlangen-NĂŒrnberg, Band 36, Nummer 8, Mai 2004
  2. ↑ Herbert W. Franke: Grenzgebiete der bildenden Kunst. Staatsgalerie Stuttgart 1972, S. 69.
  3. ↑ Christoph KlĂŒtsch: Computergrafik: Ästhetische Experimente zwischen zwei Kulturen. Springer, 2007, ISBN 978-3-211-39409-0, S. 20.
  4. ↑ Autorenvita auf der Webseite des Deutschen Wissenschafts-Verlags.
  5. ↑ a b c Georg Nees – „Die große Versuchung“ (Memento vom 27. April 2015 im Internet Archive), auf der Webseite des Zentrums fĂŒr Kunst und Medientechnologie.
  6. ↑ Georg Nees auf der Webseite Medien Kunst Netz.
  7. ↑ Herbert W. Franke: Grenzgebiete der bildenden Kunst, Staatsgalerie Stuttgart. In: Katalog. 1972, S. 69.
  8. ↑ Georg Nees, Max Bense (Hrsg.): computer grafik. edition rot 19, Stuttgart 1965.
  9. ↑ Herbert W. Franke: Grenzgebiete der bildenden Kunst, Staatsgalerie Stuttgart. In: Katalog. 1972, S. 89.
  10. ↑ Georg Nees: Computerkunst. In: Katalog, Konstruktive Kunst: Elemente + Prinzipien. Biennale NĂŒrnberg, 1969, (keine Seitennummern im Katalog).
  11. ↑ H. W. Franke: Computers and visual art. In: Leonardo. Band 4, 1971, S. 331–338, doi:10.2307/1572504.
  12. ↑ Georg Nees: Generative Computergraphik. Siemens AG, Berlin/MĂŒnchen 1969, S. 236–239.
  13. ↑ Frieder Nake: Computer Art: Where’s the Art? In: Bilder Images Digital. ComputerkĂŒnstler in Deutschland 1986. Barke Verlag, MĂŒnchen 1986, S. 69–73.
  14. ↑ Georg Nees: Computerkunst. In: Katalog, Konstruktive Kunst: Elemente + Prinzipien. Biennale NĂŒrnberg 1969.
  15. ↑ Georg Nees, »Schotter« auf der Webseite Medien Kunst Netz.
  16. ↑ Schotter collections.vam.ac.uk auf der Webseite des Victoria and Albert Museums.
  17. ↑ Robert J. Krawczyk: A Shattered Perfection: Crafting a Virtual Sculpture (PDF 628 kB).
  18. ↑ a b Barbara Nierhoff-Wielk: Ex Machina – FrĂŒhe Computergrafik bis 1979: Die Sammlungen Franke und weitere Stiftungen in der Kunsthalle Bremen. In: Herbert W. Franke zum 80.Geburtstag. herausgegeben von Wulf Herzogenrath, Deutscher Kunstverlag, Bremen 2007, ISBN 978-3-422-06689-2, S. 440–443.
  19. ↑ Unterseite Erfindungen (Memento vom 27. April 2015 im Internet Archive) auf der Webseite der TU Cottbus.
  20. ↑ IngenieurportrĂ€t Max Mengeringhausen. In: Deutsche Bauzeitung. 1. Oktober 2004.
  21. ↑ Ludwig Rase: Computerdesign fĂŒr Raum und FlĂ€che. In: Novum, Heft 8 (1972), S. 48–56.
  22. ↑ »Kubo-Octaeder« by Georg Nees / Ludwig Rase auf data.compart-bremen.de
  23. ↑ Formel, Farbe, Form: ComputerĂ€sthetik fĂŒr Medien und Design, Springer Science+Business Media, Berlin 1995.
  24. ↑ Grenzzeichen. Bilder und Gedanken zu einer constraint-orientierten Ästhetik, Deutscher Wissenschafts-Verlag, Baden-Baden 2010.
  25. ↑ Helga Biesel: Berufsverband Bildender KĂŒnstler entdeckt Computer als Handwerkszeug. Ausstellung: Digital belebte Kunstwelt. In: Computerwoche. 14. November 1986.
  26. ↑ Georg Nees: KĂŒnstliche Kunst und KĂŒnstliche Intelligenz. In: Bilder Images Digital. Barke Verlag, MĂŒnchen 1986, ISBN 3-926167-00-9, S. 112.
  27. ↑ Georg Nees: KĂŒnstliche Kunst und KĂŒnstliche Intelligenz. In: Bilder Images Digital. Barke Verlag, MĂŒnchen 1986, ISBN 3-926167-00-9, S. 64.
  28. ↑ Georg Nees: KĂŒnstliche Kunst und KĂŒnstliche Intelligenz. In: Bilder Images Digital. Barke Verlag, MĂŒnchen 1986, ISBN 3-926167-00-9, S. 114.
  29. ↑ Georg Nees: KĂŒnstliche Kunst und KĂŒnstliche Intelligenz. In: Bilder Images Digital. Barke Verlag, MĂŒnchen 1986, ISBN 3-926167-00-9, S. 65.
  30. ↑ Der Bericht zum Projekt macS Mediating Art in Computational Spaces (Memento des Originals vom 27. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.agis.informatik.uni-bremen.de, UniversitĂ€t Bremen, Januar 2004 (PDF 2,18 MB).
  31. ↑ Georg Nees im ZKM auf YouTube vom 31. August 2006.
  32. ↑ Handwerk Reloaded. Wie traditionelle Techniken die visuelle Kommunikation beflĂŒgeln. In: Page. Nr. 02, 2011. (Titelthema).
  33. ↑ Malen nach Zahlen. In: Page. Nr. 03, 2015 (Titelthema).
  34. ↑ Georg Nees: Generative Computergraphik. Siemens AG, Berlin / MĂŒnchen 1969.
Normdaten (Person): GND: 13180801X (lobid, GND Explorer, OGND, AKS) | LCCN: n80132098 | VIAF: 8529877 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Nees, Georg
KURZBESCHREIBUNG deutscher Grafiker und Informatiker
GEBURTSDATUM 23. Juni 1926
GEBURTSORT NĂŒrnberg
STERBEDATUM 3. Januar 2016
STERBEORT Baiersdorf
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Georg_Nees&oldid=263960971“
Kategorien:
  • Hochschullehrer (Friedrich-Alexander-UniversitĂ€t Erlangen-NĂŒrnberg)
  • Grafiker (Deutschland)
  • MedienkĂŒnstler (Deutschland)
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