Edling (Rotte) Ortschaft | ||
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Basisdaten | ||
Pol. Bezirk, Bundesland | St. Veit an der Glan (SV), Kärnten | |
Gerichtsbezirk | Sankt Veit an der Glan | |
Pol. Gemeinde | Weitensfeld im Gurktal (KG Wullroß) | |
Koordinaten | 46° 48′ 54″ N, 14° 9′ 34″ O | |
Höhe | 1020 m ü. A. | |
Einwohner der Ortschaft | 66 (1. Jän. 2024) | |
Gebäudestand | 23 (1. Jän. 2021 | )|
Statistische Kennzeichnung | ||
Ortschaftskennziffer | 01755 | |
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS |
Edling ist eine Ortschaft in der Gemeinde Weitensfeld im Gurktal im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat 66 Einwohner (Stand 1. Jänner 2024[1]).
Lage
Edling liegt im Süden der Gemeinde Weitensfeld, auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Wullroß, in der Mitte zwischen dem Goggausees und Zammelsberg.
Den Kern der Ortschaft bildet eine Siedlung bestehend aus Maurerwirth (Nr. 1), Podlessnig (Nr. 4), Rainer (Nr. 5), Kirchkeusche (Nr. 9), Unterer Hundsbauer (Nr. 17) und einigen Häusern ohne Vulgonamen (Nr. 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28).
Etwas abseits liegen im Norden Grabenmattel (Grabenmotl, Nr. 8) und Hinterbachkeusche (Nr. 15), im Süden Kreuz (Nr. 6) und Polesnigkeusche (Nr. 7), im Westen Wiesenbauer (Nr. 13) und Reidenkeusche (Nr. 16) und im Nordwesten die Schattenkeusche (Nr. 10).
Geschichte
Eine ehemalige Kapelle in Edling wurde bereits als Anfang des 19. Jahrhunderts als entweiht bezeichnet und war als Getreidekasten in Verwendung.[2]
Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Edling an die Gemeinde Weitensfeld.
Im Frühling 1914 brannten Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Unteren Hundsdorfers vollständig ab.[3] Im November 1926 brannte abermals das Wirtschaftsgebäude des Unteren Hundsdorfers ab.[4] Im Oktober 1937 brannte das Wohnhaus des Wiesenbauers ab.[5] Im Oktober 1947 brannten die Kirschkeusche und das Wirtschaftsgebäude des Oberen Hunsdorfers ab.[6] Im August 1952 brannte aufgrund eines Blitzschlags das Wirtschaftsgebäude des Tomerlebauer (Nr. 5) ab.[7]
Bei der Kärntner Gemeindestrukturreform von 1973 kam Edling an die damals neu errichtete Gemeinde Weitensfeld-Flattnitz, bei deren Auflösung 1991 wieder zur Gemeinde Weitensfeld im Gurktal.
Bevölkerungsentwicklung
Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:
- 1816: 44 Einwohner[8]
- 1869: 10 Häuser, 59 Einwohner[9]
- 1880: 11 Häuser, 47 Einwohner[10]
- 1890: 13 Häuser, 59 Einwohner[11]
- 1900: 14 Häuser, 66 Einwohner[12]
- 1910: 15 Häuser, 72 Einwohner[13]
- 1923: 14 Häuser, 53 Einwohner[14]
- 1934: 68 Einwohner[15]
- 1961: 13 Häuser, 77 Einwohner[16]
- 2001: 19 Gebäude (davon 15 mit Hauptwohnsitz) mit 21 Wohnungen; 57 Einwohner und 2 Nebenwohnsitzfälle; 17 Haushalte; 0 Arbeitsstätten, 11 land- und forstwirtschaftliche Betriebe[17]
- 2011: 21 Gebäude, 62 Einwohner, 23 Haushalte, 2 Arbeitsstätten[18]
- 2021: 23 Gebäude, 59 Einwohner, 26 Haushalte, 7 Arbeitsstätten[19]
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2024 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2024), (ODS, 500 KB)
- ↑ Artikel in: Vaterländische Blätter für den österreichischen Kaiserstaat, 30. Oktober 1816, S. 5 (online bei ANNO).
- ↑ Weitensfeld. Schadenfeuer. In: Grazer Volksblatt, 4. Juni 1914, S. 7 (online bei ANNO).
- ↑ Gurk. Unter dem Verdachte der Brandlegung. In: Freie Stimmen. Deutsche Kärntner Landes-Zeitung / Freie Stimmen. Süddeutsch-alpenländisches Tagblatt. Deutsche Kärntner Landeszeitung, 27. November 1926, S. 5 (online bei ANNO).
- ↑ Weitensfeld. In: Kärntner Volkszeitung. Unabhängiges Blatt für alle / Kärntner Heimatblätter. Sonntagsbeilage zur „Kärntner Volkszeitung“ / Kärntner Volkszeitung. Deutsches Grenzlandblatt / Kärntner Volkszeitung, 30. Oktober 1937, S. 9 (online bei ANNO).
- ↑ Hausbrände. In: Volkswille. Organ der kommunistischen Partei Österreichs. Land Kärnten / Volkswille. Tageszeitung für Kärnten, 21. Oktober 1947, S. 4 (online bei ANNO).
- ↑ Blitz verursacht 160.000 Schilling Schaden. In: Die neue Zeit / Die neue Zeit. Organ des schaffenden Volkes von Kärnten, 24. August 1952, S. 7 (online bei ANNO).
- ↑ Geographisch-statistische Beschreibung des Werbbezirkes Wullroß in Kärnthen. In: Vaterländische Blätter für den österreichischen Kaiserstaat, 13. November 1816, S. 7 (online bei ANNO).
- ↑ K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 69.
- ↑ K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 55.
- ↑ K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 56.
- ↑ K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 74.
- ↑ Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 38.
- ↑ Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 16.
- ↑ handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 16.
- ↑ Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 255.
- ↑ Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 125.
- ↑ Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014.
- ↑ Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt 2024, S. 49 (ktn.gv.at [PDF; abgerufen am 24. Januar 2025]).