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Die Ecke, auch der Eckpunkt, ist in der Geometrie ein besonders ausgezeichneter Punkt der Grenzlinie oder -flÀche eines Gebietes.

Die Ecken von zweidimensionalen Polygonen (Vielecken) sind die Punkte, an denen die begrenzenden Linien, die Seiten, aufeinandertreffen. Im Falle der dreidimensionalen Polyeder (VielflĂ€chner) bezeichnet man die Punkte, an denen (mindestens) drei der begrenzenden FlĂ€chen aufeinandertreffen, als Ecken. Die Ecken von Polyedern sind Endpunkte der Kanten, das heißt der Verbindungslinien zwischen jeweils zwei benachbarte Ecken.

Im Falle eines konvexen n-dimensionalen Polytopes ist eine Ecke dadurch charakterisiert, dass sie nicht als echte Konvexkombination zweier verschiedener Punkte des Polytopes dargestellt werden kann (Extremalpunkt).

FĂŒr dreidimensionale Polyeder gibt es eine Gleichung, die einen Zusammenhang zwischen den Ecken, Kanten und FlĂ€chen eines beliebigen konvexen Polyeders beschreibt, den eulerschen Polyedersatz.

  • Ein regelmĂ€ĂŸiges FĂŒnfeck hat 5 Ecken und 5 Seiten.
    Ein regelmĂ€ĂŸiges FĂŒnfeck hat 5 Ecken und 5 Seiten.
  • Ein regelmĂ€ĂŸiges Dodekaeder hat 12 FlĂ€chen (daher sein Name), 20 Ecken und 30 Kanten.
    Ein regelmĂ€ĂŸiges Dodekaeder hat 12 FlĂ€chen (daher sein Name), 20 Ecken und 30 Kanten.
  • Ein nichtkonvexes Polyeder
    Ein nichtkonvexes Polyeder
  • Ein nichtkonvexes Polyeder mit 12 Ecken, 36 Kanten und 32 FlĂ€chen, fĂŒr das der eulersche Polyedersatz nicht gilt
    Ein nichtkonvexes Polyeder mit 12 Ecken, 36 Kanten und 32 FlĂ€chen, fĂŒr das der eulersche Polyedersatz nicht gilt

In der sphĂ€rischen Geometrie sind die Ecken eines Kugelzweiecks oder eines Kugeldreiecks Punkte der KugeloberflĂ€che, in denen zwei begrenzende Großkreisbögen zusammentreffen.

Ecken in der Linearen Optimierung

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Ecken spielen eine wichtige Rolle in der linearen Optimierung, da sich zeigen lÀsst, dass der optimale Funktionswert immer in einer Ecke der Restriktionsmenge angenommen wird. Dies macht sich insbesondere der Simplex-Algorithmus zunutze, indem er systematisch von Ecke zu Ecke lÀuft, bis er den optimalen Funktionswert gefunden hat. Die zulÀssigen Basislösungen, die hierbei verwendet werden, sind genau die Ecken des Polyeders.

Unterscheidung von Ecken

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Zur Unterscheidung von meist rechtwinkligen Ecken spricht man von Innen- und Außenecken. Bei einem konvexen Polygon sind die Winkel der Ecken von innen betrachtet immer kleiner als 180° und von außen betrachtet immer grĂ¶ĂŸer als 180°. Eine Ecke bezeichnet man als Innenecke, wenn ihr Winkel kleiner als 180° ist. Anderenfalls ist es eine Außenecke. Bei RĂ€umen sind damit Ecken, in die man hineinschaut, Innenecken, und Ecken, die hervorspringen, Außenecken. Die Betrachtung ist relativ, das heißt in Bezug zu dem Objekt. Der Fußboden eines Raumes liegt mit seinen Außenecken in den Innenecken des Raumes. Diese Innenecken liegen entsprechend an den Außenecken des Fußbodens.

Literatur

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  • Johannes Böhm, Erhard Quaisser: Schönheit und Harmonie geometrischer Formen. SphĂ€roformen und symmetrische Körper. Akademischer Verlag, Berlin 1991, ISBN 3-05-500704-2. 
  • Dieter Grillmayer: Im Reich der Geometrie. Teil I: Ebene Geometrie. Books on Demand, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-2335-0. 
  • Erwin Gureczny: Polyeder. Bemerkungen ĂŒber verschiedene ZugĂ€nge zu allgemeinen, regulĂ€ren und halbregulĂ€ren Polyedern, deren Existenz und Möglichkeiten der Konstruktion. Technische UniversitĂ€t Wien, Wien 1993. 
  • Mario Holzbauer: Vierdimensionale Polytope. Diplomarbeit. Technische UniversitĂ€t Wien, Wien 2007 (Mit umfangreichem Literaturverzeichnis). 
Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ecke&oldid=257432808“
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