| Deutsche Bahn AG
| |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| GrĂŒndung | 1994[1] |
| Sitz | Berlin, |
| Leitung | |
| Mitarbeiterzahl | 235.000 |
| Umsatz | 26 Mrd. âŹ[2] |
| Branche | Verkehr/Logistik |
| Website | deutschebahn.com |
| Stand: 31. Dezember 2024 | |
Die Deutsche Bahn AG (kurz DB AG oder DB) ist ein bundeseigener MobilitĂ€ts- und Transportkonzern mit dem KerngeschĂ€ft Eisenbahn. Unter dem Dach des DB-Konzerns betreiben DB Fernverkehr (Personenfernverkehr), DB Regio (Personennahverkehr) und DB Cargo (SchienengĂŒterverkehr) das operative GeschĂ€ft; die Konzerntochter DB InfraGO betreibt zudem groĂe Teile der deutschen Eisenbahninfrastruktur und damit das gröĂte Schienennetz Europas.
Mehrere Eisenbahninfrastrukturunternehmen sowie eine Reihe von Eisenbahnverkehrsunternehmen gehören zum Konzern. Die DB betreibt den gröĂten Teil des deutschen Schienennetzes wie auch den GroĂteil des Eisenbahnverkehrs in Deutschland und ist darĂŒber hinaus international im Transport- und Logistikbereich tĂ€tig. Die DB entstand 1994 aus der Fusion der Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn, gleichzeitig wurde sie im Rahmen einer tiefgreifenden Bahnreform als privatwirtschaftliches Unternehmen in Form einer Aktiengesellschaft aufgestellt, deren Kapital vom Staat, vertreten durch das Bundesministerium fĂŒr Verkehr (BMV), gehalten wurde.
Im Schienenverkehr erzielte das Unternehmen etwa die HĂ€lfte des Gesamtumsatzes. Die andere HĂ€lfte des operativen GeschĂ€fts machten das weitere Transport- und LogistikgeschĂ€ft sowie verschiedene Dienstleistungen aus. Das Unternehmen erwirtschaftete Teile seines Umsatzes ĂŒber VerkehrsvertrĂ€ge mit der öffentlichen Hand; bezuschusst wurden ebenfalls Unterhalt und Ausbau der Infrastruktur.
Konzernstruktur und Organisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Unternehmensbereiche
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Personenverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Ressort Personenverkehr (Markenname: DB Personenverkehr, zuvor DB Bahn) ist in die GeschĂ€ftsfelder DB Fernverkehr (Personenfernverkehr) und DB Regio (Ăffentlicher Personennahverkehr) unterteilt.[3] Im Jahr 2020 beförderte die DB im Fernverkehr 81,3 Millionen Passagiere.[4] Den GroĂteil davon beförderte die DB Fernverkehr AG mit ihren nationalen und grenzĂŒberschreitenden Fernlinien.
Im Nahverkehr erbrachte das Unternehmen 2020 eine Transportleistung von mehr als 1,2 Milliarden Reisenden, 23.897 Millionen Personenkilometer wurden zurĂŒckgelegt. Die FahrgĂ€ste trugen zu 32 Prozent des Umsatzes im GeschĂ€ftsfeld Regio bei, rund 67 Prozent der Gelder kam von den LĂ€ndern, die nach dem Regionalisierungsgesetz fĂŒr den Nahverkehr zustĂ€ndig sind. Das ehemalige GeschĂ€ftsfeld Stadtverkehr war zwischen 2005 und 2010 fĂŒr die S-Bahnen in Berlin und Hamburg sowie fĂŒr zahlreiche Regionalbusunternehmen zustĂ€ndig,[5] siehe Bahnbus (Deutschland). Im Januar 2011 ist im Zuge der Arriva-Ăbernahme das Ressort Personenverkehr neu strukturiert worden. Die DB Stadtverkehr GmbH und die DB Regio AG wurden im gemeinsamen GeschĂ€ftsfeld DB Regio zusammengelegt. Der nationale Personennahverkehr wird seitdem vom GeschĂ€ftsfeld DB Regio, AuslandsaktivitĂ€ten bis zu dessen VerĂ€uĂerung 2023 von DB Arriva erbracht.[6] Im Jahr 2015 wurde die Markenstruktur der DB geĂ€ndert, weshalb die Dachmarke fĂŒr den Personenverkehr von DB Bahn zu DB bzw. DB Personenverkehr umbenannt wurde. Seit dem 1. August 2022 ist die DB erster intermodaler Partner der Star Alliance.[7]
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GĂŒterzug von DB Cargo
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S-Bahn im Ballungsraum Rhein-Main-Gebiet
Transport und Logistik
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Das Ressort Transport und Logistik agierte im Markt mit den GeschĂ€ftsfeldern DB Schenker Logistics und DB Schenker Rail, die unter dem Dach DB Schenker zusammengefasst waren, sowie dem GeschĂ€ftsfeld Intermodal, das im kombinierten Verkehr tĂ€tig ist. Im Jahr 2016 wurde der SchienengĂŒterverkehr vom Bereich Logistik getrennt und DB Schenker Rail in DB Cargo umbenannt. Die Logistikunternehmen der DB transportierten 2020 im SchienengĂŒterverkehr 213âŻMillionen Tonnen GĂŒter.[4]
Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Ressort Infrastruktur ist in die GeschÀftsfelder Schieneninfrastruktur, Personenbahnhöfe und Energie aufgeteilt.
Die fĂŒr BauĂŒberwachung, Baubetriebsplanung und Instandhaltung zustĂ€ndige DB Engineering & Consulting ist diesem Ressort ebenfalls zugeordnet, ohne einem GeschĂ€ftsfeld anzugehören. Im Januar 2024 wurden die Infrastruktursparten DB Netz und DB Station & Service zu einer neuen, gemeinwohlorientierten Gesellschaft zusammengefĂŒhrt. Diese trĂ€gt den Namen âDB InfraGOâ und wurde im Dezember 2023 ins Handelsregister eingetragen.
Organe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vorstand
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Der Vorstand hat folgende Mitglieder:[8][9]
- Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende[10]
- Karin Dohm, Vorstand Finanzen
- Harmen van Zijderveld, Vorstand Regionalverkehr
- Bernhard Osburg, Vorstand GĂŒterverkehr, zugleich Vorstandsvorsitzender von DB Cargo[11]
- Michael Peterson, Vorstand Fernverkehr, zugleich Vorstandsvorsitzender von DB Fernverkehr
- Daniela Gerd tom Markotten, Vorstand Digitalisierung und Technik
- Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht
Aufsichtsrat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zehn Mitglieder werden von der Hauptversammlung der AktionĂ€re gewĂ€hlt, also vom AlleinaktionĂ€r (der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium fĂŒr Verkehr) berufen. Zehn weitere Mitglieder werden von den Arbeitnehmern gewĂ€hlt.[12]
Vorsitzender des Aufsichtsrates ist seit September 2022 Werner Gatzer, bis zum Jahresende 2023 StaatssekretÀr im Bundesfinanzministerium.[13] Sein Stellvertreter ist Martin Burkert (Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG).
Weitere Mitglieder des Aufsichtsrates auf EigentĂŒmerseite sind, Stand 29. November 2025:[14]
- Anja Hajduk (bis Anfang Mai 2025 StaatssekretĂ€rin im Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Klimaschutz)
- Andreas Kerst (Unterabteilungsleiter im Bundesministerium der Finanzen)
- Frank KrĂŒger (Unterabteilungsleiter im Bundesministerium fĂŒr Verkehr)
- Daniela Mattheus (RechtsanwÀltin und Unternehmensberaterin)
- Michael Sven Puschel (Abteilungsleiter im Bundesministerium fĂŒr Verkehr)
- Immo Querner (Unternehmensberater)
- Irina Soeffky (Ministerialdirigentin im Bundesministerium fĂŒr Verkehr)
- Claudia Elif Stutz (StaatssekretĂ€rin im Bundesministerium fĂŒr Verkehr)
Einer der zehn der AlleinaktionÀrin zustehenden Sitze im Aufsichtsrat war Ende November 2025 nicht besetzt.
Auf der Seite der Arbeitnehmer waren 2024 folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrats:
- Thomas Brandt (Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates DB InfraGO AG)
- Martin Braun (Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates DB Cargo AG)
- Nadja Houy (Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats Konzernleitung Deutsche Bahn AG)
- Cosima Ingenschay (Stellvertretende Vorsitzende der EVG)
- Alexander Kaczmarek (KonzernbevollmĂ€chtigter der Deutsche Bahn AG fĂŒr die LĂ€nder Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern)
- Heike Moll (Vorsitzende des Konzernbetriebsrates der DB AG)
- Manfred Scholze (Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates DB Fernverkehr AG)
- Klaus-Peter Schölzke (Vorsitzender des Betriebsrates DB Regio AG, NL Görlitz)
BeirÀte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von 2002 bis 2017 existierte der âBahnbeiratâ, 2004 wurde ein Kundenbeirat gegrĂŒndet.
Kennzahlen
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Entwicklung der Mitarbeiterzahlen der Deutschen Bahn
In Deutschland finden im Schnitt tĂ€glich etwa 40.000 Zugfahrten statt. Ein groĂer Teil dieser Fahrten wird von Eisenbahnverkehrsunternehmen des DB-Konzerns durchgefĂŒhrt. Das Schienennetz der Deutschen Bahn gilt nach dem Schweizer SBB-Netz, dem tschechischen ÄD-Netz und dem belgischen Eisenbahnnetz als das viertdichteste in Europa (Vatikan und Monaco nicht berĂŒcksichtigt). Zwischen 1994 und 2018 wurden mehr als 5400 Kilometer des DB-Streckennetzes stillgelegt.[16] Laut Statistiken des Eisenbahn-Bundesamtes und der Zahlen aus den GeschĂ€ftsberichten ist dieser Trend jedoch rĂŒcklĂ€ufig.[17] Im Jahr 2019 nutzten 150,7 Millionen Passagiere die FernzĂŒge der DB. Der Anteil im Fernverkehr soll 2024 auf ĂŒber 180 Millionen Passagiere ansteigen.[4]
Rund 223.000 Mitarbeiter arbeiteten 2024 in Deutschland. Weltweit waren es 2023 rund 235.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2019 belegte die DB Platz 19 der beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland.[18] Der Deutschen Bahn waren zum FrĂŒhjahr 2018 rund 26.500 Beamte sowie etwa 3500 beurlaubte Beamte zugewiesen.[19] Basierend auf der geltenden Arbeitsgrenze von 65 Jahren soll deren Zahl bis 2025 auf rund 15.500 und bis 2035 auf rund 1600 sinken. Ab 2041 werden, bei einer Altersgrenze von 65 Jahren, keine Beamten bei der DB AG mehr tĂ€tig sein. Das Unternehmen zahlt dem Bundeseisenbahnvermögen fĂŒr die ihm unterstellten Beamten die Aufwendungen, die fĂŒr vergleichbare Angestellte anfallen wĂŒrden. 2006 wandte das Unternehmen hierfĂŒr insgesamt 1,537 Milliarden Euro auf.[20] Der Zugang zur Beamtenlaufbahn der ehemaligen Deutschen Bundesbahn war bereits 1992 geschlossen worden.[21] Das Unternehmen rechnete bis 2015 mit einem Anstieg des durchschnittlichen Alters der BeschĂ€ftigten auf ĂŒber 50 Jahre.[22]
Ab 2011 schĂŒttete das Unternehmen eine Dividende in Höhe von 500 Millionen Euro an den Bund als AlleineigentĂŒmer aus.[23] Im Jahr 2012 wurde eine Dividende von 525 Millionen Euro ausgezahlt, 2013 200 Millionen Euro[24], 2014 waren es 700 Millionen Euro sowie in den Jahren 2015 und 2016 je 850 Millionen Euro[25]. Ab 2017 senkte die Bahn die DividendenausschĂŒttung auf 600 Millionen Euro. Seit einigen Jahren flieĂt die Dividende vollstĂ€ndig zurĂŒck an das Unternehmen.[26] Die âBahndividendeâ wird im Zuge des Finanzierungskreislaufes Schiene gezahlt, die âDividendeâ lag 2020 bei 650 Millionen Euro.
Die langfristige KreditwĂŒrdigkeit der Deutschen Bahn wird von der Ratingagentur Standard & Poorâs mit der Note âAAââ bewertet (Stand der Aussage: Dezember 2020).[4] Seit 2021 sanken die Gesamtschulden der DB wieder leicht von 29,1 Mrd. Euro auf 28,8 Mrd. Euro im Jahre 2022.[27][28]
| 2010[29] | 2011[30] | 2012[31][32] | 2013[32] | 2014[33] | 2015[34] | 2016[35][36] | 2017[35][36] | 2018[18] | 2019[37] | 2020[4][38] | 2021[39] | 2022[28] | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernumsatz (in Mrd. âŹ) |
34,410 | 37,979 | 39,296 | 39,119 | 39,720 | 40,5 | 40,57 | 42,7 | 44,065 | 44,43 | 39,9 | 47,0 | 56,296 | ||||||||
| Konzernergebnis (EBIT)[40] (in Mrd. âŹ) | 1,817 | 2,177 | 2,529 | 1,767 | 1,830 | â0,154 | 1,461 | 1,688 | 2,111 | 1,837 | â2,903 | â1,552 | 1,253 | ||||||||
| Konzernbilanzsumme (Mrd. âŹ) | 52,003 | 51,791 | 52,525 | 52,894 | 55,883 | 56,059 | 56,324 | 56,436 | 58,527 | 65,828 | 65,435 | 71,84 | 76,303 | ||||||||
| Mitarbeiter (Vollzeit, TZ anteilig eingerechnet) | 276.310 | 285.319 | 287.508 | 295.653 | 295.763 | 297.202 | 306.368 | 310.935 | 318.528 | 323.944 | 322.768 | 323.716[28] | 324.136 | ||||||||
| Bahnhöfe und Haltepunkte | 5.700 | 5.685 | 5.645 | 5.668 | 5.676 | k. A. | k. A. | k. A. | 5.663 | 5.679 | 5.691 | 5.693[28] | 5.699 | ||||||||
| Unternehmenseigenes Schienennetz (km) | 33.723 | 33.576 | 33.505 | 33.448 | 33.426 | 33.193[41] | 33.241[42] | 33.348[42] | 33.299[43] | 33.423 | 33.399 | 33.401[28] | 33.469 | ||||||||
| Beförderungsleistung Personenverkehr: | |||||||||||||||||||||
| Reisende (Mrd.) inkl. AuslandsgeschÀft, nur Schienenverkehr | 1,950 | 1,981 | 2,035 | 2,235 | 2,254 | 2,251 | 2,365 | 2,564 | 2,581 | 2,603 | 1,499 | 2,931 | 3,751 | ||||||||
| Personenkilometer (Mrd.) inkl. AuslandsgeschÀft | 78,582 | 79,228 | 88,433 | 88,746 | 88,407 | 88,636 | 94,698 | 95,854 | 97,707 | 98,402 | 51,933 | 50,831 | 82,642 | ||||||||
| Beförderungsleistung GĂŒterverkehr: | |||||||||||||||||||||
| GĂŒterbeförderung (Mio. Tonnen) | 415,4 | 411,6 | 398,7 | 390,1 | 329,1 | 300,2 | 277,4 | 271,0 | 255,5 | 232 | 213,1 | 226,5 | 222,3 | ||||||||
| Tonnenkilometer (Mrd.) | 105,794 | 111,980 | 105,894 | 104,259 | 102,871 | 98,445 | 94,698 | 92,651 | 88,237 | 85,005 | 78,670 | 84,850 | 84,468 | ||||||||
| Betriebsleistung auf dem DB-Schienennetz (DB InfraGO AG, bis 2023 DB Netz AG): | |||||||||||||||||||||
| Trassenkilometer ZĂŒge des DB-Konzerns (Mio.) | 839 | 832 | 808 | 788 | 784 | 751 | 733 | 728 | 737 | 767,3 | 677,8 | 680,3 | 692,6 | ||||||||
| Trassenkilometer externer Unternehmen (Mio.) | 195 | 219 | 231 | 247 | 260 | 290[41] | 321[42] | 331[42] | 349 | 368,3 | 385,5 | 414,3 | 419,8 | ||||||||
| Trassenkilometer gesamt (Mio.) | 1034 | 1051 | 1039 | 1035 | 1044 | 1041 | 1054 | 1059 | 1086 | 1090 | 1066 | 1109 | 1133 | ||||||||
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hintergrund
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Die Staatsbahnen Europas, in Deutschland die Deutsche Bundesbahn, mussten Anfang der 1990er Jahre auf einen seit Jahrzehnten abnehmenden Verkehrsanteil der Schiene zurĂŒckblicken. Gleichzeitig wurde die weitere Zunahme des Kfz-Verkehrs als Schreckensszenario vorhergesagt. In dieser Situation forderte die Politik, dass die Bahn wieder Anteile zurĂŒckgewinnen mĂŒsse. Dabei wurden die staatlichen Monopole der Staatsbahnen als ineffizient betrachtet. Die Behördenbahnen waren nicht auf die wachsenden internationalen Beförderungen ausgerichtet. Verschiedene nationale Standards erschwerten den Betrieb zusĂ€tzlich. Mit der 1991 verabschiedeten EG-Richtlinie 91/440/EWG, die in das Eisenbahnneuordnungsgesetz Eingang fand, begann die Umstrukturierung des europĂ€ischen Eisenbahnmarktes. Die Bahnen sollten sich von der Behörde zum Unternehmen wandeln, die Schienennetze sollten auch fĂŒr Mitbewerber offenstehen und ein Wettbewerb der Eisenbahnverkehrsunternehmen, die rechnerisch von den Infrastrukturunternehmen zu trennen waren, sollte stattfinden.[44]
Bahnreform
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Deutschland erwirtschaftete die Bundesbahn 1993 allein 7,9 Milliarden Euro Verluste. Hinzu kam, dass die Deutsche Reichsbahn der ehemaligen DDR eingegliedert werden musste. In der ersten Stufe der Bahnreform wurden Bundesbahn mit der West-Berliner VdeR und Reichsbahn zum Bundeseisenbahnvermögen zusammengefĂŒhrt. Zum 1. Januar 1994 ĂŒbernahm das Eisenbahn-Bundesamt die aufsichtsbehördlichen Aufgaben. WĂ€hrend die Beamten der ehemaligen Bundesbahn das Bundeseisenbahnvermögen als Dienstherr bekamen, ging der unternehmerische Teil im Januar 1994 an die Deutsche Bahn AG ĂŒber. Die neu geschaffene Deutsche Bahn AG sollte kunden- und marktorientiert agieren können und Gewinne erwirtschaften.[45][46]
Die GrĂŒndungsurkunde des Unternehmens wurde am 1. Januar 1994 in einem Berliner Notariat unterzeichnet und am 5. Januar im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg eingetragen.[47] Am 10. Januar 1994 wurde der Zusammenschluss der beiden ehemaligen deutschen Staatsbahnen am Berliner Ostbahnhof gefeiert.[48]
Einhergehend mit der Rationalisierung und Modernisierung baute die Deutsche Bahn ihr Personal ab. Am 1. Januar 1996 wurde der Schienennahverkehr regionalisiert. Die LĂ€nder bestellten dabei mit Bundesmitteln Verkehrsleistungen direkt, weil die Aufgaben fĂŒr den Nahverkehr an die LĂ€nder ĂŒbergingen. Weitere Unternehmensbereiche wurden neu geschaffen, der GeschĂ€ftsbereich Traktion und Werke, der die Triebfahrzeuge verwaltete, zum 1. Januar 1998[49] aufgelöst, zahlreiche Unternehmensteile ausgegliedert.[50] SchlieĂlich wurden zum 1. Januar 1999 in einer gesetzlich vorgeschriebenen zweiten Stufe der Bahnreform die GeschĂ€ftsbereiche fĂŒr Fernverkehr, Nahverkehr, GĂŒterverkehr, Fahrweg und Personenbahnhöfe in Aktiengesellschaften umgewandelt, wodurch die Transparenz erhöht werden sollte. Im Zuge einer dritten Stufe war fĂŒr 2002 geplant, die alles zusammenhaltende Holdinggesellschaft aufzulösen.[51]

Mit der Schnellfahrstrecke HannoverâBerlin konnte am 24. Mai 1998 die dritte deutsche Eisenbahn-Neubaustrecke fĂŒr Schnellverkehr eröffnet werden. Die Reisezeiten zwischen Berlin und vielen west- und sĂŒddeutschen Zielen verkĂŒrzten sich dadurch um etwa eine dreiviertel Stunde.
2002 ĂŒbernahm das Unternehmen mehrheitlich die 1991 ausgegliederte Schenker von Stinnes zurĂŒck. Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2002 traten zahlreiche weitere Ănderungen in Kraft. So wurde ein neues Preissystem in Kraft gesetzt, gleichzeitig erhielten 45.000 Mitarbeiter im Kundenkontakt neue Dienstkleidung. Zeitgleich wurden sieben Intercity-Express-Linien ĂŒber die neue Schnellfahrstrecke KölnâRhein/Main gefĂŒhrt. Zum 1. August 2003 wurde, nach einem RĂŒckgang der Fahrgastzahlen im Fernverkehr um etwa zehn Prozent, das Preissystem wiederum ĂŒberarbeitet.
Anfang Juli 2003 wurde der Unternehmensbereich Dienstleistungen gegrĂŒndet. In ihm gingen die GeschĂ€ftsfelder DB Energie, DB Fuhrpark, DB Services, DB Telematik sowie die schwere Fahrzeuginstandhaltung auf.[52]
Auch wenn die Deutsche Bahn anlĂ€sslich ihrer 10-Jahres-Feier ihre Erfolge pries, kamen Verkehrspolitiker zu einem differenzierten Ergebnis. Als Erfolg galt, dass sich der Bund nur noch bei Investitionen und Infrastrukturfragen einmischte, das tĂ€gliche GeschĂ€ft aber der Deutschen Bahn ĂŒberlieĂ. Auch bekam die Deutsche Bahn zunehmend mehr Wettbewerber und das operative GeschĂ€ft lief ohne ZuschĂŒsse. Jedoch bezahlte die öffentliche Hand jĂ€hrlich etwa zehn Milliarden Euro fĂŒr die Bestellung des Nahverkehrs sowie fĂŒr Erhalt und Ausbau der Infrastruktur. Der GĂŒter- und Personenverkehr wuchs zwar, jedoch verlor der SchienengĂŒterverkehr Anteile und der Verkehrsleistungsanteil im Personenverkehr stieg trotz des stark geförderten Nahverkehrs nur leicht. Damit wurde das Ziel der Bahnreform, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern, nicht erreicht.[45] Benedikt Weibel, ehemaliger Chef der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) sowie PrĂ€sident des Internationalen Eisenbahnverbands (UIC), sah in der âLiberalisierungs- und Deregulierungswelle der 1990er Jahreâ die âInitialzĂŒndung fĂŒr die unheilvolle Entwicklungâ, die die Deutschen Bahn in eine Dauerkrise gefĂŒhrt habe. Ihre Infrastruktur sei inzwischen ein âSanierungsfallâ, nachdem âUnterhalt und Erneuerung [âŠ] ĂŒber Jahrzehnte vernachlĂ€ssigtâ worden seien.[53]
Beteiligungs- und Finanzentwicklung
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Von Juni 2007 bis 2012 war die DB mit zehn Prozent an der europĂ€ischen Bahngesellschaft Thalys beteiligt. Am 10. Juli 2007 begann der von der Deutschen Bahn und der SNCF gemeinsam betriebene Schnellfahrverkehr zwischen Frankfurt am Main (ĂŒber MannheimâKaiserslauternâSaarbrĂŒcken) mit dem Intercity-Express sowie MĂŒnchen (ab 9. Dezember 2007) bzw. Stuttgart (ĂŒber KarlsruheâStraĂburg) mit dem TGV POS nach Paris.
Im MĂ€rz 2010 kĂŒndigte die Deutsche Bahn ein öffentliches Ăbernahmeangebot mit einem Wert von 2,9 Milliarden Euro fĂŒr das börsennotierte britische Transportunternehmen Arriva an. Der Verkauf wurde am 27. August 2010 abgeschlossen.[54] Die EuropĂ€ische Kommission hatte die Ăbernahme zuvor unter Auflagen genehmigt. Insbesondere musste die Deutsche Bahn binnen Jahresfrist das Deutschland-GeschĂ€ft des Arriva-Konzerns verkaufen.[55] Dies erfolgte im Dezember 2010.[56]
Seit 2011 schĂŒttet die Deutsche Bahn AG als Aktiengesellschaft jĂ€hrlich eine Dividende von etwa einer halben Milliarde Euro an den EigentĂŒmer der Aktienanteile, in diesem Fall den Bund, aus.[57] Das Unternehmen erwirtschaftete 2015 einen Verlust von 1,33 Milliarden Euro. Laut einem Pressebericht wollte der Bund der DB 2,4 Milliarden Euro zur VerfĂŒgung stellen, um eine finanzielle Schieflage des Konzerns abzuwenden und sich im Gegenzug einen stĂ€rkeren Einfluss auf das Unternehmen sichern. ZunĂ€chst war eine Erhöhung des Eigenkapitals um eine Milliarde Euro aus Haushaltsmitteln vorgesehen. AnschlieĂend sollte der Bund fĂŒr vier Jahre auf Dividenden in Höhe von 350 Millionen Euro pro Jahr verzichten.[58]
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 wurde die Neubaustrecke EbensfeldâErfurt in Betrieb genommen, Reisezeiten auf der Achse zwischen Berlin, Halle/Leipzig, NĂŒrnberg und MĂŒnchen vielfach um ein bis zwei Stunden verkĂŒrzt.
Im Rahmen eines im September 2019 vorgelegten âKlimaschutzprogrammsâ kĂŒndigte die Bundesregierung an, sich von 2020 bis 2030 mit jĂ€hrlich einer Milliarde Euro Eigenkapital an der DB beteiligen zu wollen. Dadurch sollte das Unternehmen in die Lage versetzt werden, zusĂ€tzliches Kapital zu investieren.[59] Um den Investitionsbedarf der Deutschen Bahn zu decken, sollte nach Anfang 2024 vorgelegten PlĂ€nen das Eigenkapital aus dem Bundeshaushalt um insgesamt 20 Milliarden Euro erhöht werden. 2024 und 2025 waren jeweils 5,5 Milliarden Euro vorgesehen, wofĂŒr der Bund Unternehmensbeteiligungen verkaufen wollte.[60]
Im Zuge der COVID-19-Pandemie erwirtschaftete der Konzern bis Juni 2020 einen Verlust von 3,7 Milliarden Euro, bis Ende 2020 war nochmals ein genauso hoher Verlust angefallen. Die Schulden des Konzerns liegen inzwischen bei fast 30 Milliarden Euro. Der Bund erwĂ€gt die Auszahlung von Corona-Hilfen ĂŒber bis zu 6,7 Milliarden Euro. Eine EU-Genehmigung der Hilfen sowie der Eigenkapitalerhöhung steht aus.[61] Die Schulden des Konzerns beliefen sich 2021 auf 29,1 Milliarden Euro und sanken 2022 auf 28,8 Milliarden Euro.[28] Am 30. April 2025 meldete die DB den Abschluss des Verkaufs der DB-Schenker an das dĂ€nische Logistik-Unternehmen DSV fĂŒr 14,3 Milliarden Euro.[62]
Infrastruktursparte
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Am 12. Dezember 2004 wurde die Ausbaustrecke BerlinâHamburg mit bis zu 230 km/h in Betrieb genommen. Die Reisezeit auf den 286 Schienenkilometern verkĂŒrzte sich dadurch auf anderthalb Stunden. In den folgenden Monaten stiegen die Fahrgastzahlen auf dieser Strecke stark an. Viele neue Strecken, wie der Tunnel Nord-SĂŒd-Fernbahn (Tiergartentunnel), mit insgesamt sechs neuen Bahnhöfen (Berlin Hauptbahnhof, Gesundbrunnen, Jungfernheide, Potsdamer Platz, SĂŒdkreuz, Lichterfelde Ost) wurden mit dem kleinen Fahrplanwechsel im Mai 2006 in Betrieb genommen. Die Inbetriebnahme des neuen Berliner Bahnknotens sowie der Ausbaustrecke BerlinâHalle/Leipzig fĂŒr 200 km/h sowie der Schnellfahrstrecke NĂŒrnbergâIngolstadt fĂŒhrte zu erheblich reduzierten Reisezeiten auf anderen Relationen. Im Dezember 2006 trat ein neuer Fahrplan in Kraft. Die Intercity-Express-Linien MĂŒnchenâNĂŒrnbergâLeipzigâBerlinâHamburg und MĂŒnchenâNĂŒrnbergâFrankfurtâKölnâ⊠verkehren seitdem im Stundentakt. Zwischen NĂŒrnberg und MĂŒnchen sowie zwischen Frankfurt und Köln wurde ein Intercity-Express-Halbstundentakt hergestellt, in Leipzig wurde ein stĂŒndlicher Intercity-Express-Anschluss von und nach Dresden geschaffen. Durch die Vollinbetriebnahme der Schnellfahrstrecke NĂŒrnbergâIngolstadt reduzierten sich viele Reisezeiten von und nach MĂŒnchen um rund eine halbe Stunde. Auf der Franken-Sachsen-Magistrale lösten RegionalzĂŒge die vormals eingesetzten Intercitys ab.
Im 2021 geschlossenen Koalitionsvertrag der Bundesregierung einigten sich die SPD, BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen sowie die FDP auf eine Reform der bisherigen Infrastruktursparten der DB AG.
Die Unternehmen DB Netz und DB Station&Service wurden infolgedessen zum 1. Januar 2024 zur gemeinwohlorientierten Infrastruktursparte DB InfraGO zusammengefĂŒhrt und bleiben Teil der Deutschen Bahn. ĂberschĂŒsse der neuen Infrastrukturgesellschaft sollen dort verbleiben und fĂŒr die Sanierung und Ausbau des deutschen Eisenbahnnetzes aufgewandt werden. Hierdurch soll der Wettbewerb unter den Eisenbahnunternehmen gestĂ€rkt werden. Des Weiteren wurde im Bundesministerium fĂŒr Verkehr und Digitales eine Arbeitsgruppe geschaffen, die sich um die Koordinierung der Deutschen Bahn und ihrer Baustellen kĂŒmmert.[63]
Entwicklungen
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[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]PrivatisierungsplÀne bis 2011
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ende Juni 2006 sprach sich der Aufsichtsrat der DB in einer öffentlichen ErklĂ€rung explizit fĂŒr einen Börsengang des Unternehmens aus.[64] Im Mai 2008 wurde dabei ein anteiliger Verkauf von Unternehmensanteilen an private Investoren fĂŒr Herbst 2008 angestrebt;[65] anfangs sollten maximal 49,9 % der Aktien der Deutschen Bahn verkauft werden. In der Debatte wurden im Wesentlichen fĂŒnf verschiedene Modelle diskutiert, die von einem Konsortium von Gutachtern um die US-Fa. Booz Allen Hamilton hinsichtlich ihrer Wirkungen unter anderem auf mögliche Privatisierungserlöse, Effekte fĂŒr die öffentlichen Haushalte und Wettbewerb im Schienenverkehr untersucht wurden. Die diskutierten Modelle reichten von einer VerĂ€uĂerung von Anteilen des bestehenden (vertikal) integrierten Konzerns bis zu einem vollstĂ€ndigen Verkauf der privatisierten Transportbetriebe nach erfolgter Trennung von Transport-Dienstleistung und Schienennetz-Infrastruktur.
Im weiteren Verlauf der Diskussion um den Anteilsverkauf wurde der Bereich Infrastruktur aus den Verkaufsabsichten herausgenommen. Dazu verstĂ€ndigte sich am 9. November 2006 der damalige Koalitionsausschuss grundsĂ€tzlich auf die teilweise durchzufĂŒhrende Kapital-Privatisierung der Deutschen Bahn AG, jedoch ohne Netz und Bahnhöfe. Dann sollten nur noch die Unternehmensbereiche Personenverkehr, Logistik und Dienstleistungen teilweise verĂ€uĂert werden. Zu diesem Zweck wurden diese GeschĂ€ftsfelder im Jahr 2008 unter dem Dach der 100%igen Tochtergesellschaft DB Mobility Logistics AG gebĂŒndelt. Ende 2008 wurde â angesichts oder anlĂ€sslich der Finanzkrise ab 2007 â die geplante Kapitalprivatisierung auf unbestimmte Zeit verschoben.[66] Im Januar 2011 wurde der Börsengang de facto ganz abgesagt.[67] Im MĂ€rz 2011 bekrĂ€ftigte Bahnchef RĂŒdiger Grube erneut, dass ein Börsengang vorerst kein Thema sei.[68]
Gegner der Bahnprivatisierung waren der Ansicht, dass analog der Entwicklung in GroĂbritannien Streckeneinstellungen und Angebotsverschlechterungen die unmittelbaren Folgen einer Privatisierung wĂ€ren.[69]
Trennung von Netz und Betrieb
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Umstritten ist, ob die Eisenbahn-Verkehrsunternehmen des DB-Konzerns (z. B. DB Regio, DB Fernverkehr) von dessen Eisenbahn-Infrastruktur-Unternehmen (z. B. DB Netz, DB Energie) vollstÀndig getrennt werden sollen. Die EuropÀische Kommission hat aufgrund der mangelnden UnabhÀngigkeit von DB Netz innerhalb der Holding-Struktur ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland eingeleitet. Der EuropÀische Gerichtshof hat die Klage in einem Urteil am 28. Februar 2013 abgewiesen.[70] Laut Angaben der EuropÀischen Kommission gebe es Anzeichen, dass die Deutsche Bahn die Zugangskonditionen von Konkurrenten diktierte.[71]
Die Monopolkommission empfahl in einem Sondergutachten im September 2009, durch eine schnelle Privatisierung der Transportsparte der Deutschen Bahn die UnabhĂ€ngigkeit der Infrastruktur herzustellen. Nur so könnten faire Wettbewerbsbedingungen zum Vorteil der Verbraucher geschaffen werden.[72] Mitte November 2013 kĂŒndigte die EuropĂ€ische Kommission an, die Bundesrepublik Deutschland vor dem EuropĂ€ischen Gerichtshof wegen vermuteter unerlaubter Beihilfen zu verklagen.[73] Das Verfahren gegen die Deutsche Bahn fĂŒhrte zu einer Entscheidung des EuropĂ€ischen Gerichtshofs im Jahr 2015. Die EU-Kommission hatte der Deutschen Bahn vorgeworfen, ihre marktbeherrschende Stellung im Schienenverkehrssektor missbraucht zu haben. Der Gerichtshof bestĂ€tigte die Befugnisse der EU-Kommission, Inspektionen bei der Deutschen Bahn durchzufĂŒhren; die Folgen des Verfahrens waren weitreichend: Die Deutsche Bahn musste ihre GeschĂ€ftspraktiken ĂŒberprĂŒfen, um sicherzustellen, dass sie den EU-Wettbewerbsregeln entsprechen. Dies hatte auch Auswirkungen auf die Transparenz und die Trennung von Infrastruktur- und Transportdienstleistungen innerhalb des Unternehmens.[74]
Ausblick
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Digitalisierung
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Seit 2017 hat die Deutsche Bahn einen Vorstand fĂŒr Digitalisierung, der seit dem 15. September 2021 mit Daniela Gerd tom Markotten besetzt ist.[75]
Im September 2018 kĂŒndigte die Bahn zudem an, im Rahmen des Programms âDigitale Schiene Deutschlandâ das Streckennetz deutschlandweit umzurĂŒsten. Bis 2040 soll dieses vollstĂ€ndig digitalisiert und mit digitalen Stellwerken sowie dem Zugbeeinflussungssystem ETCS ausgerĂŒstet werden. Zudem sollen nationale Barrieren zwischen den europĂ€ischen Bahnnetzen abgebaut und somit der GĂŒterverkehr gestĂ€rkt werden.[76] Zu den ersten in Umsetzung befindlichen Projekten zĂ€hlten die teilweise AusrĂŒstung der S-Bahn Hamburg[77] sowie der Digitale Knoten Stuttgart.
Nach dem Jahr 2020 hat die Deutsche Bahn wesentliche Teile eigener Server-Leistungen und Rechenzentren abgebaut. Bestehende und neue Rechenleistungen wurden in Cloud-Systeme von privaten US-amerikanischen Firmen wie Microsoft Azure und Amazon AWS migriert. Mit der Abschaffung eigens betriebener Datenverarbeitung verlor das Unternehmen seine souverĂ€n kontrollierte GeschĂ€ftstĂ€tigkeit.[78] Seit 2025 arbeitet die DB in Zusammenarbeit mit Schwarz Digits und der Landesbank Hessen-ThĂŒringen an dem Projekt DataHub Europe, das die eigenverwaltete IT-Infrastruktur wieder herstellen soll.[79]
âAgenda fĂŒr eine bessere Bahnâ
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aufgrund der anhaltend schlechten PĂŒnktlichkeit im Fernverkehr (70,4 % im November 2018) sowie WartungsmĂ€ngeln und einer negativen Entwicklung im SchienengĂŒterverkehr der DB verlangten Aufsichtsrat und Politik auf DrĂ€ngen der Ăffentlichkeit hin ein Konzept des Bahnvorstandes, welches kurz- und mittelfristig fĂŒr Verbesserungen sorgen soll. Bahnchef Richard Lutz und die anderen Mitglieder des DB-Vorstandes haben daraufhin in einer Sitzung mit dem damaligen Bundesministerium fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur am 17. Januar 2019 einen âFĂŒnf-Punkte-Planâ vorgestellt. Dieser sollte noch im selben Jahr durchgefĂŒhrt werden und sah unter anderem eine Steigerung der PĂŒnktlichkeit im Fernverkehr auf 76,5 % (Jahresschnitt), eine StĂ€rkung des SchienengĂŒterverkehrs sowie durch die Bundesregierung geförderte Investitionen in die Infrastruktur in Höhe von 11 Milliarden Euro vor.[80][81]
Im MĂ€rz 2019 kĂŒndigte das Unternehmen zudem an, im Fernverkehr die Reisenden-PĂŒnktlichkeit zu erfassen und zu veröffentlichen, die auch Anschlussverluste von Reisenden berĂŒcksichtigt.[82]
Konzernstrategie âStarke Schieneâ
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf die âAgenda fĂŒr eine bessere Bahnâ, die im Januar 2019 vorgestellt wurde, folgte im Juni 2019 die neue Konzernstrategie âStarke Schieneâ. Darin wurde festgelegt, dass die DB sich in den kommenden Jahren verstĂ€rkt ihrem KerngeschĂ€ft, der Eisenbahn und MobilitĂ€tsdienstleistungen in Deutschland, widmen will. Gleichzeitig sollen der GĂŒterverkehr, der ĂPNV mit DB Regio und der Fernverkehr gestĂ€rkt und neue Kunden gewonnen werden. Der Konzern will dies durch massive Investitionen in die Infrastruktur sowie in Personal (geplant sind 100.000 neue Mitarbeiter in den kommenden Jahren) und Technik erreichen.[83] Gleichzeitig spielen der Deutschlandtakt und die Digitalisierung des bestehenden Netzes eine groĂe Rolle. Der Bund und Verkehrsminister Andreas Scheuer haben finanzielle UnterstĂŒtzung zugesichert, insofern sich rasch konkrete Verbesserungen zeigen.[84]
Im MĂ€rz 2023 hat der Bundesrechnungshof in einem Sonderbericht zur Dauerkrise der Deutschen Bahn AG die âavisierte Fokussierung in der Konzernstrategie âStarke Schieneââ als âeine weitgehend wirkungslose WorthĂŒlseâ bewertet.[85]
Konzernstrategien und Fokus auf das deutsche Eisenbahnsystem
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Seit Ende der 2010er Jahre war ein Umbruch bei der Deutschen Bahn festzustellen.[86][87] Man erkannte eine Umkehrung der bisherigen Strategie des Fokus von Verkauf und Abbau der bahneigenen Infrastruktur hin zu einem sukzessiven Ausbau der KapazitĂ€ten. So sollen die einzelnen infrastrukturellen Gesellschaften der DB, bestehend aus DB Station&Service, die DB Netz die DB Energie und die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-StraĂe (DUSS), zu einer gemeinwohlorientierten und staatlichen Infrastrukturgesellschaft zusammengeschlossen werden. Im Januar 2024 ĂŒbernahm die DB InfraGO die GeschĂ€fte der DB Netz und DB Station&Service.[88] Zudem stoppte die Deutsche Bahn den Verkauf von BahnhofsgebĂ€uden im gesamten Bundesgebiet seit 2022 und versuchte durch neue Verkehrshalte im lĂ€ndlichen Raum wieder Verkehrspotenzial zu gewinnen (2018: 5663 Stationen zu 2022: 5699 Stationen).
Ebenso stieĂ die DB mit kommunalen AufgabentrĂ€gern und dem Bund 2021 die Reaktivierung von 20 stillgelegten Eisenbahnstrecken an. Hierdurch sollten fĂŒr den Schienenpersonennahverkehr und den SchienengĂŒterverkehr alte Korridore und Trassen wieder neu erschlossen werden. Das unternehmenseigene Schienennetz wuchs von seinem absoluten Tiefststand 2015 mit 33.193 km bis 2022 wieder auf 33.469 km an. Ebenso stĂ€rkte die Bundesregierung die Gleisanschlussförderung und die dazugehörige Infrastruktur zur Bildung von ZĂŒgen in Form von Abstellgleisen und Zugbildungsanlagen, damit entgegen der letzten Jahrzehnte wieder mehr GĂŒterverkehr von den deutschen Bahnen (auch durch DB Cargo) abgewickelt werden kann. In groĂer Kritik von Seiten des Bundesrechnungshofes steht, dass die Deutsche Bahn in ihrer Gesamtheit noch als Aktiengesellschaft firmierte, obwohl sie nicht mehr an die Börse gebracht werden sollte sowie ihre Infrastruktur ab 2024 auf das Gemeinwohl ausgerichtet sein sollte.[89]
Im Oktober 2023 gab die Deutsche Bahn den Verkauf ihres Tochterunternehmens Arriva, das in zehn europĂ€ischen LĂ€ndern Busbetriebe, AutohĂ€user, Sprachschulen und weitere GeschĂ€fte betrieb und Verluste schrieb, fĂŒr 1,6 Mrd. Euro an den US-Konzern I Squared Capital bekannt. Den Erlös aus dem Verkauf wollte die Deutsche Bahn in die Modernisierung und den Ausbau der Infrastruktur sowie dem verbesserten Bahntransport aufwenden.[90]
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder skizzierte im September 2025 bei der Vorstellung der neuen Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla eine neue Strategie fĂŒr das Unternehmen Deutsche Bahn.[91] Bis 2029 soll eine PĂŒnktlichkeitsquote von mindestens 70 Prozent erreicht werden. Ex-Bahnchef Richard Lutz wollte noch fĂŒr die PĂŒnktlichkeit der ZĂŒge 2027 die 75 Prozent, 2029 die 80 Prozent erreichen. Nach Abschluss der Generalsanierung von 40 Hauptstrecken soll die PĂŒnktlichkeit langfristig bei 90 Prozent liegen. Bis 2030 sollen mindestens 500 Bahnhöfe saniert werden. Das Angebot im Bahnbistro soll ausgeweitet und die Kommunikation mit den Kunden verbessert werden. Kritik wurde vom Interessenverband der MobilitĂ€tsdienstleister Mofair an der VernachlĂ€ssigung des GĂŒterverkehrs geĂ€uĂert.[92]
Die Infrastrukturtochter DB InfraGO soll eigenstĂ€ndiger werden. Der Bund hat mehr als 100 Milliarden Euro bis 2029 fĂŒr die Sanierung und Digitalisierung der Strecken eingeplant, davon 81 Milliarden aus dem schuldenfinanzierten Infrastruktur-Sondertopf. In einem Schreiben des Ministeriums an den Verkehrsausschuss wird auf fehlendes Geld fĂŒr die Neubaustrecke zwischen Augsburg und Ulm, den Brennerzulauf im Inntal, sowie die Rheintalstrecke Richtung Schweiz hingewiesen.
Kontroversen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]UnpĂŒnktlichkeit und mangelnde ZuverlĂ€ssigkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach unternehmenseigenen Berechnungen kamen im Jahr 2020 95,2 % aller ZĂŒge im Personenverkehr der DB pĂŒnktlich am Ziel an. Laut Definition des Unternehmens wird das Ankommen als pĂŒnktlich gewertet, wenn die Ankunftszeit laut Fahrplan um weniger als 6 Minuten ĂŒberschritten wurde.[4] Im Jahr 2020 waren 81,8 % der FernverkehrszĂŒge pĂŒnktlich. 2017 kamen 0,7 % der gestarteten ZĂŒge nicht am Zielbahnhof an. 0,3 % der geplanten ZĂŒge sind erst gar nicht abgefahren. Diese ZĂŒge werden nicht in der PĂŒnktlichkeitsstatistik berĂŒcksichtigt.[101] Um die ZuverlĂ€ssigkeit der Bahn im Personenverkehr zu bewerten, werden vorrangig die VerspĂ€tungen im Fernverkehr herangezogen, da VerspĂ€tungen oder AusfĂ€lle im Nahverkehr in der Regel leichter vom Fahrgast âausgeglichenâ werden können.[102] Zwischen 2010 und 2019 bewegte sich die PĂŒnktlichkeit im Fernverkehr der Deutschen Bahn ohne klare Tendenzen zwischen 73 und 80 %,[94][95] im Jahr 2020 stieg sie auf ein 15-Jahre Rekordhoch von 82 %,[96] fiel im Folgejahr 2021 allerdings wieder auf 75 %.[97] In den Jahren 2022, 2023 und 2024 fiel die PĂŒnktlichkeit im Fernverkehr mit je 65 %, 64 % und schlieĂlich 62,5 % auf den historischen Tiefstwert seit mindestens 21 Jahren.[98][103][99][100]
Als Hauptursache fĂŒr die UnzuverlĂ€ssigkeit werden der Sanierungsstau und das zurĂŒckgebaute Schienennetz verantwortlich gemacht.[28][104] Der Sanierungsstau, mit ĂŒber 850 Baustellen pro Tag, sei auf die Renditebestrebungen der Deutschen Bahn und die daher vernachlĂ€ssigten Baustellen(koordinierungen) zurĂŒckzufĂŒhren.[28][104] Auch das seit den 2000er-Jahren zurĂŒckgebaute Schienennetz basiert auf SparmaĂnahmen, die aus dem Privatisierungs-Konflikt, zwischen Konzerninteresse und Gemeinwohl, resultieren.[104] Des Weiteren machte das ZDF auch mangelndes Personal, das âEisenbahngesetzâ, welches die AttraktivitĂ€t von Reparaturen mindere, und die globalen AktivitĂ€ten der Bahn, welche den Fokus auf den inlĂ€ndischen Verkehr reduzieren wĂŒrden, verantwortlich.[104] Das Konzept zur Generalsanierung soll zwischen 2024 und 2030 umgesetzt werden; es sieht zahlreiche Streckensperrungen von jeweils mehreren Monaten Dauer vor, um möglichst viele Arbeiten gleichzeitig durchfĂŒhren zu können.[105]
EntschÀdigungsforderungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als direkte Nachfolgerin der Deutschen Reichsbahn in der Zeit des Nationalsozialismus und der Deutschen Reichsbahn in der Deutschen Demokratischen Republik sieht sich die Deutsche Bahn AG seit dem Jahr 2014 vermehrt mit EntschĂ€digungsforderungen konfrontiert. Die Deutsche Reichsbahn war in besonderem Umfang an Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus beteiligt.[106] Die JĂŒdische Gemeinde Thessaloniki forderte mit der UnterstĂŒtzung der Initiative Zug der Erinnerung EntschĂ€digungszahlungen fĂŒr die 58.000 deportierten griechischen Juden, die mit Hilfe der Deutschen Reichsbahn in die Konzentrationslager abtransportiert wurden. Die Fahrtkosten der HĂ€ftlinge zu ihrem Tod mussten durch die Opfer selbst getragen werden.[107] Die Union der OpferverbĂ€nde Kommunistischer Gewaltherrschaft fordert fĂŒr ehemalige Zwangsarbeiter der DDR entsprechende EntschĂ€digungen.[108] 2024 schloss sich der niederlĂ€ndische Holocaust-Ăberlebende Salo Muller den Forderungen an.[109]
DatenaffÀre 2009
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Januar 2009 geriet die Deutsche Bahn wegen eines Skandals im Bereich der MitarbeiterĂŒberwachung in die Kritik, weil sie wiederholt Stammdaten ihrer BeschĂ€ftigten (unter anderem Anschriften, Telefonnummern und Bankverbindungen) mit anderen Datenbanken abgeglichen hatte. Im weiteren Verlauf wurden FĂ€lle bekannt, in denen Bankkonten, Privatkontakte und weitere persönliche Informationen eingeholt und ausgewertet wurden.[110][111]
Das daraufhin im Oktober 2009 vom damaligen Berliner Datenschutzbeauftragten Alexander Dix verhĂ€ngte BuĂgeld wegen mehrerer VerstöĂe gegen das Bundesdatenschutzgesetz in Höhe von 1,1 Millionen Euro wurde von der DB akzeptiert.[112] Die Deutsche Bahn verlor 45 Millionen Euro, allein 18,5 Millionen Euro fĂŒr die Ermittlungen und als BuĂgeld, weitere 26,5 Millionen fĂŒr die Abfindungen der Spitzenmanager. Im Verlauf der AufklĂ€rung der DatenaffĂ€re deckte Lobbycontrol Ende Mai 2009 ebenfalls auf,[113] dass das Unternehmen 1,3 Millionen Euro aufgewendet hatte, um verdeckt positive BeitrĂ€ge, insbesondere zum geplanten Börsengang, in den Medien zu platzieren.[114] Daraufhin wurde der GeneralbevollmĂ€chtigte fĂŒr Kommunikation und Marketing der Deutschen Bahn, Ralf Klein-Bölting, am 29. Mai 2009 durch den Vorstandsvorsitzenden entlassen.[115][116] Die verdeckte PR erfolgte durch die Firma Berlinpolis, die ĂŒber ihren Mutterkonzern EPPA dazu von der Deutschen Bahn beauftragt wurde.[117]
Umgang mit Whistleblowers
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fernsehmagazin Report Mainz vom Juli 2022 schilderte an zwei FĂ€llen den Umgang des Konzerns mit kritisierenden Mitarbeitern ĂŒber Sicherheitsrisiken, diese Mitarbeiter sind mittlerweile nicht mehr fĂŒr die Deutsche Bahn tĂ€tig. In einem Fall beklagte sich ein Schienenanlagen-Verantwortlicher fĂŒr 400 km Schienen ĂŒber die Bereitstellungen und Unzumutbarkeit, woraufhin er sich 2019 veranlasst fĂŒhlte, einen Brandbrief an den Vorstand zu senden. Die Klagen des Mitarbeiters stritt die Deutsche Bahn ab, was zur Folge hatte, dass der Mitarbeiter freigestellt wurde. Im anderen Fall erstellte ein QualitĂ€ts- und SicherheitsprĂŒfer-Mitarbeiter einen kritischen Bericht ĂŒber die ZustĂ€nde der Anlagen; Inspektionen seien â⊠nicht einmal mehr im absolut notwendigen Minimalumfang âŠâ machbar. Nach Publizierung erlitt der QualitĂ€ts- und SicherheitsprĂŒfer nach eigenen Angaben â⊠massive Repressionen âŠâ und eine Denunziation seitens der Bahn. ZusĂ€tzlich soll ihm gekĂŒndigt worden sein, daraufhin habe er die Fehlerkultur seines ehemaligen Arbeitgebers bemĂ€ngelt. Die Deutsche Bahn verweigerte eine Stellungnahme zum kritischen Bericht des ehemaligen Mitarbeiters.[118] Die VorfĂ€lle stehen im Zusammenhang mit dem Eisenbahnunfall von Burgrain im Juni 2022.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- DB Navigator
- Liste der Lokomotiv- und Triebwagenbaureihen der Deutschen Bahn
- Liste deutscher Eisenbahngesellschaften
- Liste privatrechtlicher Unternehmen mit Bundesbeteiligung in Deutschland
- Preissystem der Deutschen Bahn
- senk ju vor trÀwelling
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Christian Esser, Astrid Randerath: Schwarzbuch Deutsche Bahn â Die brisante Wahrheit ĂŒber die Machenschaften der Deutschen Bahn. Bertelsmann, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-570-10036-3.
- Arno Luik: Schaden in der Oberleitung: Das geplante Desaster der Deutschen Bahn. Westend, Frankfurt am Main 2019, ISBN 978-3-86489-267-7.
- Heiner Monheim, Klaus Nagorni (Hrsg.): Die Zukunft der Bahn: Zwischen BĂŒrgernĂ€he und Börsengang. Evangelische Akademie Baden, Karlsruhe 2004, ISBN 3-89674-119-5.
- Erich PreuĂ: Die zerrissene Bahn: 1990â2000 â Tatsachen, Legenden, HintergrĂŒnde. transpress, Stuttgart 2001, ISBN 3-613-71154-0.
- Erich PreuĂ: Bahn im Umbruch: Tatsachen â HintergrĂŒnde â Konsequenzen. transpress, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-71244-X.
Wochenpresse
- Die Ausgabe Nr. 42 der Wochenzeitung Die Zeit vom 2. Oktober 2024 enthielt unter dem Generaltitel Staatsversagen Deutsche Bahn zahlreiche ausfĂŒhrliche BeitrĂ€ge, dazu Bilder und Grafiken in allen Ressorts auf zahlreichen Seiten zu diesem Thema.
Weblinks
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- Literatur von und ĂŒber Deutsche Bahn im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Website der Deutschen Bahn
- Reise- und MobilitÀtsportal der Deutschen Bahn
- Social-Media-Auftritte der Deutschen Bahn
- Benjamin Hammer: Bahn-Chaos: Wann kommen ZĂŒge endlich wieder pĂŒnktlich? Deutschlandfunk (DLF), 25. April 2025 (MP3-Version LĂ€nge: 26:49 min).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Claudia Panke: Privatisierungsfolgenmanagement im Personalbereich am Beispiel der Deutschen Bahn AG. 2005, ISBN 3-428-11709-3, S. 60.
- â Daten & Fakten 2024. (PDF; 950 kB) Deutsche Bahn AG, 31. Dezember 2024, abgerufen am 13. Juli 2024.
- â Deutsche Bahn AG: GeschĂ€ftsbericht 2017, S. 103.
- â a b c d e f GeschĂ€ftsbericht 2020. (PDF; 1,7 MB) In: Investor Relations der Deutschen Bahn. Deutsche Bahn AG, 31. Dezember 2020, abgerufen am 16. April 2021.
- â DB Presseinformation 074/2010.
- â Geschichte mit Zukunft, abgerufen am 2. Dezember 2019.
- â DB wird erster intermodaler Partner der Star Alliance. Abgerufen am 1. August 2022.
- â Neuaufstellung im DB-Vorstand perfekt. Deutsche Bahn, 30. Oktober 2025, abgerufen am 8. November 2025.
- â Vorstand. Deutsche Bahn, abgerufen am 8. November 2025.
- â Aufsichtsrat bestĂ€tigt Palla als neue Bahn-Chefin. In: tagesschau.de, 23. September 2025 (abgerufen am 23. September 2025).
- â Neuaufstellung im DB-Vorstand perfekt. Deutsche Bahn, 30. Oktober 2025, abgerufen am 31. Oktober 2025.
- â Verkehr in Zahlen 2015. DVV/BMVI, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 23. Dezember 2015; abgerufen am 19. Dezember 2015.
- â Werner Gatzer neuer AR-Vorsitzender. 28. September 2022, abgerufen am 3. Oktober 2022.
- â Mitglieder des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn AG. 3. November 2025, abgerufen am 29. November 2025.
- â BMDV: Verkehr in Zahlen 2021/2022 (xlsx-Datei). Abgerufen am 26. November 2022.
- â Seit 1994 mehr als 5400 Strecken-Kilometer von Deutscher Bahn stillgelegt. 29. Dezember 2018, abgerufen am 29. Dezember 2018.
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- â Die Bahn hat bald nur noch wenige Beamte. In: Welt. Axel Springer SE, 3. April 2018, abgerufen am 20. April 2021.
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- â Manfred Schell: Die Lok zieht die Bahn. Rotbuch-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-86789-059-5, S. 153.
- â Fit bleiben im Job leicht gemacht. In: DB Welt, Ausgabe April 2009, S. 17.
- â Ohne Quelle.
- â Verkehrsministerium: Bund fordert von der Bahn 700 Millionen Euro Dividende. In: Spiegel Online. 14. Mai 2014 (spiegel.de [abgerufen am 12. Januar 2018]).
- â Bilanz: Deutsche Bahn macht 1,3 Milliarden Euro Verlust. In: Die Zeit. 16. MĂ€rz 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 12. Januar 2018]).
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- â Vgl. Deutsche Bahn AG, Daten & Fakten 2011. (PDF; 894 kB) Archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 25. April 2012; abgerufen am 30. Juli 2012.
- â GeschĂ€ftsbericht 2012 â 10-Jahres-Ăbersicht. (PDF; 160 kB) Deutschen Bahn AG, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 18. Mai 2013; abgerufen am 22. MĂ€rz 2013.
- â a b GeschĂ€ftsbericht 2013. (PDF; 15,7 MB) Deutschen Bahn AG, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 11. Januar 2016; abgerufen am 20. Mai 2015.
- â GeschĂ€ftsbericht 2014. (PDF; 24,5 MB) Deutschen Bahn AG, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 11. Januar 2016; abgerufen am 27. Juli 2015.
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- â BMDV â Eckpunkte zur Zukunft der DB und der Schiene. Abgerufen am 1. August 2022.
- â Meldung DB-Aufsichtsrat fĂŒr Börsengang. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8â9/2006, ISSN 1421-2811, S. 378.
- â DDP: Bahn bereitet sich auf Börsengang im Herbst vor ( vom 5. September 2020 im Internet Archive), 15. Mai 2008, abgerufen am 15. Mai 2008.
- â Finanzkrise stoppt Börsengang der Bahn, vom 14. Januar 2008.
- â Börsengang am Sankt-Nimmerleins-Tag ( vom 8. Februar 2013 im Internet Archive), vom 19. Januar 2011.
- â Bahn: Börsengangs-Diskussion momentan ĂŒberflĂŒssig. Abgerufen am 22. Juli 2025.
- â Widerstand in den LĂ€ndern gegen Privatisierung, Focus Online, 25. September 2007.
- â European Union â EUR-Lex (Hrsg.): Urteil des Gerichtshofes (Erste Kammer) vom 28. Februar 2013. EuropĂ€ische Kommission gegen Bundesrepublik Deutschland. Rechtssache C-556/10, 28. Februar 2013 (europa.eu [abgerufen am 22. Juli 2025]).
- â Thomas Ludwig: Grubes mĂ€chtiger Gegenspieler. In: Handelsblatt, Nr. 240, 2012, ISSN 0017-7296, S. 6.
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