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De Graeff 👆 Click Here!
aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Dieser Artikel behandelt das niederlÀndische Geschlecht. Zum Familiennamen siehe Graeff (Familienname).
Mitglieder der Familie De Graeff[1] bei der Ankunft in Soestdijk. GemÀlde von Jacob van Ruisdael und Thomas de Keyser (1656/1660), National Gallery of Ireland

De Graeff, auch Graeff (De Graef, Graef, aber auch Graaff[2]) sowie De Graeff van Polsbroek genannt, ist der Name eines noch heutzutage bestehenden niederlÀndischen Patrizier- und Adelsgeschlechts. Die Familie erlebte ihren Höhepunkt im Amsterdam und Holland des 17. Jahrhunderts, dem Goldenen Zeitalter, als sie durch geschicktes Taktieren zu einem der einflussreichsten Geschlechter der niederlÀndischen Republik aufsteigen konnte.[3]

Der Reichtum der De Graeffs beruhte auf HandelsgeschĂ€ften und deren Heiratspolitik, bei ihrem politischen Engagement standen sie meist in Gegensatz zu den Oraniern, von denen sie mehrfach aus der Amsterdamer Stadtregierung ausgeschlossen wurden. Durch zahlreiche HeiratsbĂŒndnisse waren sie mit der Familie der Bicker verbunden. Im Laufe des Goldenen Zeitalters waren Angehörige der Familie De Graeff auch als bedeutende MĂ€zene tĂ€tig.

AnfĂ€nge und Überblick

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Amsterdamer Stammlinie

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Heraldische Stammtafel der Herren von Graben sowie deren Abstammungen
Stammwappen der Graeff (erstmals 1543 genannt)

Die Familie tritt erstmals zum Anfang des 16. Jahrhunderts mit Pieter Graeff (* 1450 oder frĂŒhe 1460er Jahre) und dessen Ehefrau Griet Pietersdr Berents in Amsterdam auf.[4] Quellen erwĂ€hnen, dass Peter von Graben resp. Pieter Graeff ein Sohn des wohl zwischen 1476 und 1483 in Holland ansĂ€ssigen Wolfgang von Graben († 1521) war. Vater und Sohn gelangten im Gefolge von Erzherzog Maximilian von Österreich [dem nachmaligen Kaiser] von Österreich nach Holland, welches jener mittels der Ehe mit Maria von Burgund erworben hatte. Als Peters Mutter wird Margarethe von Croppenstein angegeben, was aber nicht zutreffend sein kann, da jene zwar als Ehegattin eines Wolfgang von Graben aber erst im 16. Jahrhundert erwĂ€hnt wird un es sich um einen spĂ€teren Wolfgang von Graben handelt. Wolfgang trat in den Kriegsdienst ein und wurde dem Erzherzog zugeteilt. Peter vermĂ€hlte sich in Holland und nahm den Namen (Pieter) de Graeff (oder De Graaff) an.[5] Von ihm leitet das Geschlecht (De) Graeff seine Abstammung ab.[6] Jene Von Graben entstammten dem krainischen Uradelsgeschlecht der Herren von Graben aus dem Haus der Meinhardiner. Die Quellenlage hierzu ist nicht gesichert.[7] Griet Pietersdr Berents war eine Nachkommin von Jan Berents, Herr von Randenbroek, dem Sohn von Wouter Berensz und seiner Frau Dieuwer Willemsz de Grebber, genannt Berents, aus dem Geschlecht De Grebber.[8][9] Pieter Graeff fĂŒhrte aber schon das Von Graben-Wappen mit dem silbernen Spaten auf rotem Grund [aber nicht den silbernen Vogel auf blauem Grund].[10] Die Familie Graeff ĂŒbernahm von den Berents / De Grebber, den Baljuws (Vögte) des Waterlandes, deren silbernen Schwan auf blauem Grund. Ob er dieses Zeichen schon selbst fĂŒhrte, ist nicht bekannt. Dieses Wappenbild wurde in der Familie erstmals 1542 oder 1543 nachgewiesen.[11]

Pieters Stamm wurde durch seinen einzig bekannten Sohn Jan Pietersz Graeff (vor 1512–1553) weitergefĂŒhrt.[12] Über jenen ist bekannt, dass er in Amsterdam im „Huis De Keyser“ (benannt nach der außerhalb des GebĂ€udes angebrachten „Keizerskroon“) am Damrak wohnte, wo er einen florierenden Tuchhandel betrieb. Im Jahre 1539 wurde er als deren Gildemeister angegeben. Graeff fĂŒhrte seinen Handel auch in Antwerpen, dem damaligen Stapelplatz fĂŒr englische Leinen. Als er sich als HĂ€ndler in Nordbrabant festigen wollte, intervenierten seine Söhne fĂŒr seine baldige RĂŒckkehr nach Amsterdam. Dort wurde Graeff zum Mitglied der patrizischen Stadtregierung ernannt. 1542 erhielt er ein Amt in der Vroedschap und im darauffolgenden Jahr das Amt eines Schepen.[13] Durch seine TĂ€tigkeit in der Stadtregierung gehörte die Familie De Graeff zu den wenigen Geschlechtern, die vor und nach der Alteratie von Amsterdam in der Regierung saßen.

Dirck Jansz Graeff, unbekannter KĂŒnstler (ca. 1578)

Jan Pietersz Graeff hatte fĂŒnf Söhne. Der zweitgeborene Lenaert Jansz de Graeff war in den 1560er und 1570er Jahren in den religiösen Befreiungskampf der Niederlande involviert;[14] einerseits war er unter seinem Freund Heinrich von Brederode einer der militĂ€rischen und religiösen FĂŒhrer Amsterdams und wahrscheinlich als „Monseigneur de Graeff“ als KapitĂ€n der Wassergeusen an der Eroberung von Brielle im Jahre 1572 beteiligt.[14][15] In zeitgenössischen historischen BĂŒchern wird Lenaert Jansz de Graeff neben Wilhelm II. von der Mark und Willem Bloys van Treslong als einer der AnfĂŒhrer der Wassergeusen bezeichnet, und sein Charakter wurde in dem historischen Roman De erfenis van de Grote Geus skizziert. Jans’ dritter Sohn Dirck Jansz Graeff (1532–1589) begrĂŒndete die Hauptlinie des Geschlechts in Amsterdam. Er konnte als regierender BĂŒrgermeister Amsterdams und Freund des Wilhelm von Oranien (Wilhelm der Schweiger) den Grundstein fĂŒr den politischen und gesellschaftlichen Einfluss der Familie als Stadtherren von Amsterdam legen. Dirk Jansz war einer der Emigranten, die vor dem spanischen Heer unter dem Herzog von Alba nach Emden flĂŒchteten.[16] Nach seiner RĂŒckkehr hatte er Beteiligungen an ĂŒber 100 Handelsschiffen und 1584/1585 war er mit einem Vermögen von 140.000 Gulden der reichste Einwohner Amsterdams.[17]

Ältere Linien

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Republik der Vereinigten Niederlanden

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Von Sohn Jacob Jansz Graeff († ca. 1580), dem jĂŒngsten Sohn von Jan Pietersz Graeff, spalteten sich Nebenlinien ab, die u. a. in den StĂ€dten Alblasserdam,[18] Alkmaar, Leiden und Delft lebten, aber nicht gleich der in Amsterdam verbliebenen zu Einfluss gelangen konnte. Das bekannteste Mitglied war der hollĂ€ndische Konteradmiral Albert Claesz de Graeff, ein Urenkel von Jacob Jansz Graeff. Ob sich heute noch Nachkommen aus diesen Zweigen zurĂŒckfĂŒhren, ist nicht bekannt.

DarĂŒber hinaus existieren Nachkommen von Jacob Jansz Graeffs außerehelichem Sohn Adriaan Jacobsz Graeff,[19] ĂŒber deren Wirken aber nichts weiteres bekannt ist.

Altes Deutsches Reich

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Wappen der Familie De Graaff/De Graaf in Preußen mit dem niederlĂ€ndischen De Graeff-Wappen (Graaff (de), Prusse - Orig. de Hollande) im Rietstap[20][21]

Ein weiterer Zweig der Familie lebte in Holland und in Preußen (Deutschland). GemĂ€ĂŸ dem Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter entstammte die preußische Familie De Graaff des 19. Jahrhunderts der Amsterdamer Linie der De Graeff. Danach soll der preußische Zweig von Dirk Reynier de Graaff (genannt 1596), einem Sohn des Lenaert Jansz de Graeff (Leonardus de Graaff; 1525/30 - vor 1578), abstammen.[22] Weshalb diese Familie, von der keine Erhebung in dem Adelsstand nachweisbar ist, in einem genealogischen Werk ĂŒber Adelsgeschlechter erscheint, ist nicht nachvollziehbar. Diese Abstammung wird auch von Rietstap Armorial GĂ©nĂ©ral bestĂ€tigt, der das (De) Graeff-Wappen auch durch TrĂ€ger im vormaligen Preußen als Graaff (de), Prusse - Orig. de Hollande (auch de Graaf geschrieben) registrierte.[23] Das Wappen ist im Original wie folgt beschrieben: « Graaff (de) Prusse – Orig. de Hollande – ÉcartelĂ© aux 1 et 4 de gueules Ă  une bĂȘche d’argent le fer en haut aux 2 et 3 d’azur Ă  un cygne d’argent Cimier la bĂȘche sommĂ©e de trois plumes de paon au naturel Lambrequin d’argent et de gueules. Â»[20] Die Blasonierung beschreibt neben dem Spaten einen Schwan [keine Gans, die die De Graeffs ab 1655/78 als (Vrij)heeren van Purmerland en Ilpendam anstatt des Schwan fĂŒhrten], was eine Abstammung aus der Amsterdamer Stammlinie vor 1638 (dem Tod des Jakob Dircksz de Graeff) bezeugt.

In den 1870er Jahren gingen die GebrĂŒder GĂ©rard Hendrik Reinardus de Graaff (1853–1917) und Henri (Heinrich) de Graaff (1857–1924), Söhne des Juristen Reinardus Joostinus Marinus de Graaff (* 1829) aus Den Haag, als Offiziere in den preußischen MilitĂ€rdienst.[22] Heinrich avancierte im Ersten Weltkrieg zum preußischen Generalleutnant, GĂ©rard Hendrik Reinardus zum Generalmajor. Beide waren auch in Berlin wohnhaft. Es ist nicht bekannt, ob daraus eine Nachkommenschaft besteht.

NamensÀhnlichkeiten
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Der Deutsche Herold aus 1872 beruft sich in einer seiner Ausgaben im Zusammenhang mit der hollĂ€ndischen Familie De Graeff auf das Lebedursche Adelslexikon, welches im Zeitraum des 17. und 18. Jahrhunderts vier Familien des Namens von Graaff und von Graffen (auch De Grave, De Graff und De Gref) ohne genealogische Herkunft aufzĂ€hlt, wovon die erste im Rheinland, die zweite im Rheinland und in Westphalen, die dritte in Sachsen, sowie die vierte Familie ohne geografische Zuordnung vermeldet wird (nĂ€heres unter Graff). Weiters schreibt Der Deutsche Herold: „Der Name de Grave, oder Graf, Graeff klingt ganz niederlĂ€ndisch, so dass wohl an einen Zusammenhang mit dem in Nr. 11 dieser Zeitschrift erwĂ€hnten Geschlechte“ (in der Nr. 11, Nachrichten ĂŒber die Familie de Graeff)[24], „gedacht werden könnte“. Weiters wird angefĂŒhrt: „In der Preussischen Armee zeigen sich im vorigen und diesem Jahrhundert mehrere Offiziere, die den Namen v. Graef, v. Graff, v. Graffen, v. Graefen haben, aber es mangelt an Kennzeichen zu welchen der vier eingangs erwĂ€hnten Geschlechter sie gehören.“ Neben einer AufzĂ€hlung von Offizieren dieser Namen bekundet es dort im Jahre 1711 auch einen FĂ€hnrich von Graeff,[25] bei dem aber keine genealogische Herkunft zu finden ist. Trotz NamensĂ€hnlichkeiten ist nicht von verwandtschaftlichen Beziehungen zu den ursprĂŒnglich niederlĂ€ndischen Graeff resp. De Graeff auszugehen, da die Familien unterschiedliche Wappen fĂŒhrten.

Die Amsterdamer Stammlinie

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Politisches Erbe

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Übersicht ĂŒber die maßgeblichen Familienbeziehungen der Amsterdamer Oligarchie um die Geschlechter Boelens Loen, De Graeff, Bicker (van Swieten), Witsen sowie Johan de Witt im Goldenen Zeitalter.

Cornelis de Graeff (1599–1664), Enkelsohn des Dirk Jansz Graeff, hielt fest, dass die alten Amsterdamer keine genealogische Aufzeichnungen ĂŒber ihre Familien fĂŒhrten, und ĂŒber die vorherige Generation nicht mehr wussten als das, was sie von ihren VĂ€tern und GroßvĂ€tern gelernt haben. Die Daten seiner eigenen Familie in Amsterdam reichen nicht sehr weit zurĂŒck:

“En eerstelijck sal (ick) beginnen vant geslacht van de Graven, waeruyt ick van mijn vaeders sijde gesprooten ben. Dit is een out Amsterdams geslacht, 't welck gesprooten is uyt het huys ‘de Keijser’, staende opt Waeter (= thans het Damrak nr 91). Dit huys toont aent fatsoen van sijn gewelft seer out te sijn, waervan eijgenaers sijn geweest en gewoont hebben Jan Pieters de Graeff en daer nae sijn soon Dirck Jans de Graeff, die het selve huys oock vercocht heeft. Oock sijn hier gebooren mijn vader Jacob de Graeff en sijn broeders.”

„Und zunĂ€chst beginne ich mit der Familie der Graven, von der ich vĂ€terlicherseits abstamme. Dies ist eine Familie aus Amsterdam, die aus dem Haus 'de Keijser' stammt, das sich am Waeter befand (= jetzt Damrak Nr. 91). Dieses Haus zeigt den Eindruck seines gewölbten Aussehens, im Besitz von Jan Pieters de Graeff und dann von Dirck Jans de Graeff, der dieses Haus auch verkaufte. Auch mein Vater Jacob de Graeff und seine BrĂŒder wurden hier geboren.“[26]

Die Familie De Graeff hat daher nie das Alter ihrer Familie in Amsterdam herausgestellt. Die GebrĂŒder Cornelis und Andries de Graeff sahen sich zusammen mit ihren Cousins Andries und Cornelis Bicker als politische Erben der alten Regentenfamilie Boelens an, deren katholisch gebliebene Hauptlinie 1647 in mĂ€nnlicher Linie ausgestorben war. Sie hatten von ihren Boelens-Vorfahren die Vornamen „Andries“ und „Cornelis“ ĂŒbernommen. Wie in einer Dynastie heirateten im 17. Jahrhundert hĂ€ufig Mitglieder der Familien Bicker und De Graeff, um ihr politisches und wirtschaftliches Kapital zusammenzuhalten. Cornelis’ großer historischer Vorfahre war Andries Boelens (1455–1519), der einflussreichste mittelalterliche BĂŒrgermeister der Stadt. Beide Familien, De Graeff und Bicker, stammen in weiblicher Linie von Boelens ab, Er durfte fĂŒnfzehn Mal das BĂŒrgermeisteramt von Amsterdam bekleiden.[27]

Regentenmacht im Goldenen Zeitalter

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Siehe auch: Regent von Amsterdam

Jakob Dircksz de Graeff, einer der Söhne von Dirck Jansz Graeff, baute den gesellschaftspolitischen Einfluss der Familie innerhalb der Stadtregierung und in den republikanischen und protestantischen Kreisen Hollands weiter aus. Er war fĂŒr seine freidenkende, republikanische Gesinnung, aber auch RuhmsĂŒchtigkeit bekannt,[28] und trat gemeinsam mit seinem Neffen Andries Bicker fĂŒr die Anerkennung der Remonstranten in Amsterdam ein. Nach dem politischen Ende von Reinier Pauw kam die Leitung der Stadtregierung in die HĂ€nde der arminischen Clique rund um De Graeff und Bicker.[29] Diese gab auch der, seit der Ermordung von Johan van Oldenbarnevelt geschwĂ€chten, republikanischen Staatspartei neue Impulse.

Im Laufe des Goldenen Zeitalters der Niederlande kamen die Mitglieder der Amsterdamer Stammlinie der Familie De Graeff in harsche Kritik zum sich immer mehr ausbreitenden Einfluss des Hauses von Oranien-Nassau. Gemeinsam mit den fĂŒhrenden republikanischen StaatsmĂ€nnern, den GebrĂŒdern Bicker und den De Witts waren diese Geschlechter fĂŒr eine Aufhebung der Statthalterschaft, zumindest in der Provinz Holland.[3] Die Geschlechter De Graeff und Bicker exemplarisch, trachteten den zentralistischen, autokratischen Regierungsstil der florentinischen Medici nachzuahmen.[30] Am Höhepunkt des Goldenen Zeitalters der Niederlande, der Ersten Statthalterlosen Periode von 1650 bis 1672, lag die politische Macht innerhalb Hollands hauptsĂ€chlich bei zwei staatsgesinnten, sprich republikanischen, Familien. In Amsterdam lag diese bei den GebrĂŒdern Cornelis de Graeff und Andries de Graeff, und in Den Haag bei den GebrĂŒdern Johan und Cornelis de Witt, den AnfĂŒhrern der staatsgesinnten (republikanischen) Fraktion Hollands, was durch deren enge Zusammenarbeit und gegenseitige Verwandtschaft verstĂ€rkt wurde.[31] Aufgrund der ökonomischen Macht und der dadurch entstandene politischen FĂŒhrung von Holland und im Speziellen von Amsterdam innerhalb der NiederlĂ€ndischen Republik fiel den stĂ€dtischen Regenten speziell im Goldenen Zeitalter auch eine eminente außenpolitische und diplomatische Rolle zu, was Andries de Graeff folgend formulierte: Die Macht ist herrlich, doch voller Sorgen.[31] Der niederlĂ€ndische Historiker und Archivar Bas Dudok van Heel meinte ĂŒber die Macht der Familien wie die der de Graeff und Bicker: In Florenz wĂ€ren Familien wie Bicker und De Graeff ungekrönte FĂŒrsten gewesen.[32]

Gerard de Lairesse, „Triomf der Vrede“ (Triumph des Friedens), drei DeckengemĂ€lde mit seinen Teilen von links nach rechts: Einheit, Freiheit, Sicherheit (1671/72). Die GemĂ€lde symbolisieren die Rolle von Andries de Graeff als BeschĂŒtzer der wahren Freiheit der niederlĂ€ndischen Republik (heute im Den Haager Friedenspalast)

Als herausragende Persönlichkeit des Geschlechts (des Goldenen Zeitalters) ist Jacob Dircksz Ă€ltester Sohn Cornelis de Graeff anzufĂŒhren, der wĂ€hrend seiner Regentschaft in Amsterdam in enger politischer und ökonomischer Kooperation mit seinem Neffen Johan de Witt, dem RatspensionĂ€r der Republik der Vereinigten Niederlande stand.[33] Im Laufe der 1640er Jahre trat die republikanische Elite Hollands, die De Graeff, Bicker sowie Jacob de Witt fĂŒr eine Beendigung des Krieges mit dem Königreich Spanien sowie einer Reduzierung der LandstreitkrĂ€fte ein.[34] Dieser andauernde Kriegszustand verhinderte das wirtschaftliche Wachstum und die gesellschaftliche Entwicklung der Vereinigten Niederlande. Ebenfalls stĂ€rkte dieser Kriegszustand die Macht des Statthalters als Oberbefehlshaber der StreitkrĂ€fte, etwas das nicht im Sinne der Republikaner war. Dies verstĂ€rkte den Konflikt zwischen ihnen und Statthalter Friedrich Heinrich von Oranien sowie den Reformierten Hollands. 1648 traten die Vereinigten Niederlande aufgrund des immensen politischen Drucks des gesamten Bicker-De Graeff Clans[35] in Friedensverhandlungen mit Spanien, um beim Frieden von MĂŒnster den AchtzigjĂ€hrigen Krieg zu beendigen.[36][37]

Bis zu seinem Tod im Jahre 1664 erfĂŒllte De Graeff das BĂŒrgermeisteramt der Stadt Amsterdam, dem republikanischen Zentrum der Vereinigten Provinzen der Niederlande. De Graeff hatte aber nicht nur die Interessen dieser im Sinn, sondern auch die von Holland und den politischen Ausgleich mit den anderen niederlĂ€ndischen Provinzen.[38]

Als Cornelis Bruder Andries de Graeff 1671 mit seiner Staatgesinnten Partei erneut an die Macht gelangte, war es fĂŒr ihn an der Zeit dieses, die „Ware Vrijheid“ der Republik, in einem GemĂ€ldethema in seinem BĂŒrgermeistersaal zu positionieren. Gerard de Lairesse stellte im Triomf der Vrede die Rolle der Familie De Graeff als die BeschĂŒtzerin der republikanischen Staatsform, Verteidiger der Freiheit, dar. Es ist auch als Aussage zur Gegnerschaft und gegen die RĂŒckkehr zur oranischen Statthalterschaft zu verstehen.[3] Im Rampjaar 1672, nach dem politischen Ende des Regimes von Johan de Witt und dem damit verbundenen politischen Ende der republikanischen Stadtregenten, wurde die Familie De Graeff von dem neuen Statthalter Wilhelm III. von Oranien-Nassau und Gillis Valckenier, Amsterdams neuem starken Mann, von ihren innegehabten Ämtern ausgeschlossen.[39]

  • Jakob Dircksz de Graeff (1571–1638)
    Jakob Dircksz de Graeff (1571–1638)
  • Cornelis de Graeff (1599–1664)
    Cornelis de Graeff (1599–1664)
  • Andries de Graeff (1611–1678)
    Andries de Graeff (1611–1678)
  • Pieter de Graeff (1638–1707)
    Pieter de Graeff (1638–1707)

Conclusio: WĂ€hrend einer Zeitspanne von annĂ€hernd einem halben Jahrhundert war die Familie De Graeff einer der republikanischen FĂŒhrer der Amsterdamer und der hollĂ€ndischen Politik gewesen. Im Zeitraum der Jahre 1650/1660 war die Stadt Amsterdam auf dem Zenit ihrer FĂŒhrerschaft innerhalb der niederlĂ€ndischen Republik angelangt. Diese Periode am Höhepunkt des Goldenen Zeitalters wurde von den Republikanern als die (ihre) „Ware Vrijheid“ (Wahre Freiheit) angesehen. Es war die sogenannte Erste Statthalterlose Periode, welche sich zwischen den Jahren von 1650 auf 1672 erstreckte. In diesen dreiundzwanzig Jahren regierten die hollĂ€ndischen Regenten, und an deren Spitze stehend die von Amsterdam, die niederlĂ€ndische Republik. Die fĂŒhrenden Patrizier der Stadt Amsterdam fĂŒhlten sich durch ihre selbstbewusst erlangte SouverĂ€nitĂ€t in die Nachfolge der antiken römischen Republik versetzt.[40] Ohne die fortdauernden Einmischungen des oranischen Statthalters funktionierte das republikanische System der Regenten in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht effektiv.[3] So konnte die Familie De Graeff vom Jahre 1627 an, dem politischen Ende des oranisch gesinnten Staatsmannes Reinier Pauw, bis in das rampjaar 1672 das gesellschaftspolitische, kulturelle und wirtschaftliche Bild der niederlĂ€ndischen Republik entscheidend mitgestalten.[41]

Kunst, Architektur und Wissenschaft

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Die Familie De Graeff machte sich auch als Förderer der KĂŒnste einen Namen. Im Goldenen Zeitalter wurden besonders die Maler Govaert Flinck, Nicolaes Eliaszoon Pickenoy, Jan Lievens, Jacob Jordaens, Rembrandt,[42] JĂŒrgen Ovens, Gerard ter Borch, Jacob van Ruisdael, Thomas de Keyser, der oben erwĂ€hnte Gerard de Lairesse sowie der Bildhauer Artus Quellinus mit reprĂ€sentativen AuftrĂ€gen, einerseits die Mitglieder der Familie darzustellen und andererseits deren WohnhĂ€user auszuschmĂŒcken, bedacht. Diese KĂŒnstler haben von der Familie auch öffentliche AuftrĂ€ge erhalten; so wie Ruisdael, Quellinus oder Flinck bei der AusschmĂŒckung des damals neu erbauten Stadthauses Op de Dam, wofĂŒr sich die Familie De Graeff und Bicker verantwortlich gezeigt hatten. Als Vorbild der neuen SouverĂ€nitĂ€t, welche sie seit dem Friedensschluss von MĂŒnster im Jahre 1648 innehatten, schufen sie den Bau nach dem Vorbild des venezianischen Dogenpalastes. Cornelis de Graeffs Sohn Jacob legte hierbei im Jahre 1655 den ersten Stein.[43] Der Poet und Dichter Joost van den Vondel verfasste zu diesem Anlass das Gedicht Bouwzang.[44] Neben Van den Vondel schrieben auch noch andere Dichter wie Jan Vos, Caspar van Baerle und Gerard Brandt Verse und Gedichte ĂŒber die De Graeffs.[6]

Als Bauherren zeigten sich die De Graeffs neben dem Op de Dam fĂŒr die VergrĂ¶ĂŸerung Amsterdams und fĂŒr den Bau verschiedener Grachten verantwortlich. Danebst ließen sie sich prachtvolle StadthĂ€user, wie das Palais Huis van der Graeff, erbauen. Desgleichen zeigten sie sich im Jahre 1638 fĂŒr den Grundstock des heutigen Palais Soestdijk verantwortlich, welches im Jahre 1674 an Wilhelm III. von Oranien, der in seiner Jugend einige Sommer auf diesem Anwesen verbrachte,[45] verkauft wurde.

Rembrandts Jakobssegen (Jakob segnet die Söhne des Joseph) aus dem Jahre 1656 zeigt Wendela de Graeff mit ihrer Familie als biblische Personen

Über die reine Beauftragung von KĂŒnstlern hinaus waren die De Graeff auch große Sammler, deren Erwerbungen heute verschiedene niederlĂ€ndische und auslĂ€ndische Kunstmuseum schmĂŒcken; so befanden sich unter anderem auch die beiden RembrandtgemĂ€lde Minerva[46] und der Jakobssegen sowie Frans Halsens GemĂ€lde Catharina Hooft mit ihrer Amme bis in das Jahr 1753 beziehungsweise 1872 in Familienbesitz.

Des Weiteren organisierten die GebrĂŒder Cornelis und Andries de Graeff im Jahre 1660 die Dutch Gift, das HollĂ€ndische Geschenk. Jenes war als eine pro-englische Strategie Amsterdams gedacht und beinhaltete eine reichhaltige Kunstschenkung an den englischen König Karl II.[47]

Jakob Dircksz de Graeff fĂŒhrte gemeinsam mit seinem Freund Pieter Jansz Hooft (1575–1636) ein chemisches Labor, worin sie ein Perpetuum mobile erfanden. Auf dem Gebiet der Wissenschaften sowie in Bereichen der Naturkunde unterhielt De Graeff eine nahe Zusammenarbeit mit Constantijn Huygens und via Huygens auch mit RenĂ© Descartes.[48][49] Sein Enkel Pieter de Graeff verkehrte mit Huygens Sohn Christiaan Huygens.

Nach dem Goldenen Jahrhundert

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Nachdem die Amsterdamer Familie De Graeff im Jahre 1672 ihre politische Bedeutung verloren hatte, konnte sie sich nur mehr bedingt in der Amsterdamer sowie in der HollĂ€ndischen Politik festsetzen. Im Laufe des 18. Jahrhunderts hatten noch drei Familienmitglieder, namentlich Johan de Graeff (1673–1714), Gerrit de Graeff van Zuid-Polsbroek (1711–1752) und Gerrit II de Graeff van Zuid-Polsbroek (1741–1811), im 19. Jahrhundert mit dem Fabrikanten Gerrit IV de Graeff (1797–1870) nur noch ein De Graeff in der Amsterdamer Stadtregierung gesessen. Im 20. Jahrhundert war die Familie gĂ€nzlich aus der Stadtpolitik verschwunden, die politische und gesellschaftliche FĂŒhrungsrolle der Familie hatte die Den Haager Linie ĂŒbernommen.

Feudales

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Adel

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Die Familie Graeff / De Graeff gehörte dem Amsterdamer Patriziat an, fĂŒhrte aber keine Adelstitel. Die Titel ihrer Hohen Herrlichkeiten fĂŒhrten sie als Bestandteil und ErgĂ€nzung zu ihrem Familiennamen.

Im Jahre 1677 erhielten Andries de Graeff und sein Sohn Cornelis durch Kaiser Leopold I. den Reichsritterstand verliehen. Grund hierfĂŒr war die angenommene Abstammung aus dem Geschlecht der Herren von Graben.[6] Mit dem Tod von Sohn und Vater im darauffolgenden Jahr ist dieser Zweig aber erloschen. Auszug aus dem kaiserlichen Diplom zu Wien:

„Fide digis itegur genealogistarum Amsteldamensium edocti testimoniis te Andream de Graeff non paternum solum ex pervetusta in Comitatu nostro Tyrolensi von Graben dicta familia originem ducere, qua olim per quendam ex ascendentibus tuis ejus nominis in Belgium traducta et in Petrum de Graeff, abavum, Johannem, proavum, Theodorum, avum, ac tandem Jacobum, patrem tuum, viros in civitate, Amstelodamensi continua serie consulatum scabinatus senatorii ordinis dignitabitus conspicuos et in publicum bene semper meritos propagata nobiliter et cum splendore inter suos se semper gessaerit interque alios honores praerogativasque nobilibus eo locorum proprias liberum venandi jus in Hollandia, Frisiaque occidentale ac Ultrajectina provinciis habuerit semper et exercuerit.“[10]

Als 1815 das Königreich der Vereinigten Niederlande gegrĂŒndet wurde, erhielt die Familie De Graeff keine Anerkennung oder Erhebung in den neuen niederlĂ€ndischen Adel, was der niederlĂ€ndische Historiker und Archivar Bas Dudok van Heel so formulierte:

„In Florenz wĂ€ren Familien wie Bicker und De Graeff ungekrönte FĂŒrsten gewesen. Hier hĂ€tten sie 1815 mindestens in den Grafenstand erheben worden mĂŒssen, doch das hĂ€tte der sĂŒdniederlĂ€ndische Adel sich nicht gefallen lassen. Was man hier bekam, blieb nichts Halbes und nichts Ganzes“

– Bas Dudok van Heel: [50]

Im Jahre 1885 erhielt Dirk de Graeff van Polsbroek fĂŒr sich und seine Nachkommen den neuen niederlĂ€ndischen Adel mit dem PrĂ€dikat Jonkheer verliehen.[51] Dieser adelige Zweig blĂŒht noch heutzutage fort.

Herrlichkeiten im Besitz der Familie

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Siehe auch: Hohe Herrlichkeit Polsbroek, Hohe Herrlichkeit Purmerland und Ilpendam und Hohe Herrlichkeit Jaarsveld

Wie viele andere niederlĂ€ndische Patrizierfamilien waren die De Graeffs bestrebt, sich die Lebensweise und das gesellschaftliche Auftreten des alten Adels anzueignen und von diesem als ebenbĂŒrtig anerkannt zu werden.[52] Zur BegrĂŒndung solcher AnsprĂŒche diente unter anderem der Erwerb feudaler Grundherrschaften,[53] sogenannter heerlijkheiden. die in den Niederlanden zugleich mit einer eigenen Gerichtsbarkeit verbunden waren.[54] Bei „Niederen Herrlichkeiten“ (lage heerlijkheiden) oder Ambachtsherrlichkeiten war dies die Niedere Gerichtsbarkeit, wĂ€hrend der Grundherr einer „Freien“ oder „Hohen Herrlichkeit“ auch zusĂ€tzlich die Hohe Gerichtsbarkeit besaß.

Karte der Hohen Herrlichkeiten Polsbroek und Jaarsveld (Jaersveld), durch Joan Blaeu (1665)

Jakob Dircksz de Graeff war einer der ersten hollĂ€ndischen Stadtregenten, der in den Besitz einer solchen Hohen Herrlichkeit gelangte. Im Jahre 1610 kaufte er fĂŒr sich und seine Familie von Karl Graf von Aremberg die hoge of vrije heerlijkheid Zuid-Polsbroek,[55] die zu dieser Zeit kein Lehen mehr, sondern als Allod-Eigentum frei vererb- und verĂ€ußerbar war.[56] Ihr Erwerb steigerte das Ansehen und leistete einen Beitrag zur Aristokratisierung der Familie, in der sich De Graeff und seine Erben seither als Vrijheer(en) van Zuid-Polsbroek ansprechen lassen konnten.

Des Weiteren ererbte Jacob de Graeff im Jahre 1678 die Freie oder Hohe Herrlichkeit Purmerland und Ilpendam. Die Herrlichkeiten Zuid-Polsbroek beziehungsweise Purmerland und Ilpendam waren bis in das Jahre 1870 im Besitz des Geschlechtes De Graeff. ZusÀtzliche Herrschaftsrechte, hier ist die Familie De Graeff als LehensempfÀnger der Stadt Amsterdam zu sehen, hatten sie als Ambachtsherren von Amstelveen, Nieuwer-Amstel, Sloten, Sloterdijk und Osdorp, Urk und Emmeloord.

Des Weiteren ist der Amsterdamer Ratsherr Pieter Dircksz Graeff (1573–1645), im Besitz der Herrlichkeit Engelenburg gestanden. Die Geschwister Alida (1651–1738) und Arnoldina de Graeff (1652–1703) waren in der zweiten HĂ€lfte des 17. Jahrhunderts vrijvrouwen der Hohen Herrlichkeit Jaarsveld gewesen.

LĂ€ndereien und herrliche Rechte hatte die Familie im sĂŒdlichen Teil von Netelenburg, im nordhollĂ€ndischen Duinen, in Cromwyk und Hoog Rietveld bei Woerden, bei Langerak und am Fluss Lek, den ausgedehnten Landsitz Vredenhof bei Voorschoten sowie in De Graskamp und GrĂŒnde in Soestdijk, Palais Soestdijk, und Baarn.

Familiensitze

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Siehe auch: Palais Soestdijk, Schloss Ilpenstein, Herengracht 573 und Huis van der Graeff

Stammsitz der Familie war das „Huis De Keyser“ am Amsterdamer Damrak, welches nach der außerhalb des GebĂ€udes angebrachten „Keizerskroon“ benannt ist. Die ersten drei Generationen betrieben dort einen Eisen- und Tuchhandel. In weiterer Folge erwarben Familienmitglieder StadthĂ€user am Fluweelenburgwal, Herengracht und Gouden Bocht. Stellvertretend sind hierfĂŒr Herengracht 573, worin das Tassenmuseum Hendrikje beherbergt ist, und das im Jahre 1672 fĂŒr Andries de Graeff vollendete Stadtpalais Huis van der Graeff zu nennen.[57] Im 19. Jahrhundert ĂŒbersiedelten Familienmitglieder von Amsterdam nach Den Haag wo deren Nachkommen noch heutzutage wohnhaft sind.

Außerhalb der Stadt besaß die Familie De Graeff diverse LĂ€ndereien und Landsitze. 1581 erwarb Dirck Jansz Graeff den großen Landsitz Vredenhof bei Voorschoten. Jener wurde kurze Zeit spĂ€ter von den Spaniern verwĂŒstet und nach seinem Tod von Jan Dirksz Graeff neu aufgebaut.[58] Das Gut blieb bis in das 18. Jahrhundert in den HĂ€nden der Familie. Weitere Landsitze hatte die Familie mit dem nachmaligen Palais Soestdijk, Bronstee bei Heemstede, Vogelsang und Valkenburg (Valckeveen) sowie Graeffenveld bei Oud-Naarden. Schlösser besaß die Familie De Graeff mit Schloss Ilpenstein und dem Schloss von Jaarsveld. Anteile besaß die Familie unter anderem am Schloss Swieten.

  • Stadtpalais Herengracht 573 (Fassade) worin heutzutage das Tassenmuseum Hendrikje beherbergt ist
    Stadtpalais Herengracht 573 (Fassade) worin heutzutage das Tassenmuseum Hendrikje beherbergt ist
  • Schloss Ilpenstein
    Schloss Ilpenstein
  • Stadtpalais Huis van der Graeff, Herengracht 446, Amsterdam
    Stadtpalais Huis van der Graeff, Herengracht 446, Amsterdam

Wappen

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Heraldische Stammtafel der Herren von Graben sowie deren Abstammungen

Laut dem Deutschen Herold fĂŒhrte der Stammherr Pieter Graeff schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts ein Stammwappen, welches die silberne Schaufel auf rotem Grund der Herren von Graben sowie einen silbernen Vogel (Falken mit einer roten Haube) auf blauem Grund zeigt.[10]

Diese heraldische Beschreibung trifft aber nur fĂŒr den Spaten zu, da der Falke erstmals im spĂ€teren 16. Jahrhundert bei dem Wappen von Pieters Enkelsohn Dirk Jansz Graeff (1531–1589) zur Verwendung gelangte. Der Ursprung dieses Falken liegt in einem Landgut in Gooiland, das Dirk Jansz Graeff spĂ€ter zu Ehren seiner Frau Valckeveen (der nachmalige Landsitz Valckenburg) nannte. Ob Pieter Graeff neben dem Spaten auch den silbernen Schwan auf blauem Grund [der Herren De Grebber aus dem Waterland] fĂŒhrte, ist nicht bekannt, da dieser erstmals 1542 oder 1543 bei seinem Sohn Jan Pietersz Graeff (1512–1553) nachgewiesen werden kann.[59] Der Ursprung des Schwans liegt bei den De Grebber, Baljuws (Vögte) des Waterlandes, von denen Pieter Graeffs Ehefrau Griet Pietrsdr Berents in weiblicher Linie abstammte.

Im 16. und 17. Jahrhundert fĂŒhrte die Amsterdamer Stammlinie der Graeff / De Graeff – die Nachkommen von Dirk Jansz Graeff – folgende Wappen:

  • Die silberne Schaufel auf rotem Grund (Wappenfeld 1, oder sowie 1 und 4) und einen silbernen Falken mit einer roten Haube auf blauem Grund (Wappenfeld 2, oder sowie 2 und 3).
  • Die Besitzer des Gutes Vredenhof: Die silberne Schaufel auf rotem Grund (Wappenfeld 1 und 4) und silberne SchwĂ€ne auf blauem Grund (Wappenfeld 2 und 3). Der Schwan steht nicht mehr wie zur Mitte des 16. Jahrhunderts fĂŒr eine eventuelle Verwandtschaft, Abstammung von den De Grebber, sondern nun fĂŒr das Landgut Vredenhof, wo das Geschlecht das grundherrliche Privileg hatte SchwĂ€ne zu zĂŒchten.

Ab 1610 fĂŒhrten die Vrijheern der Hohen Herrlichkeit Zuid-Polsbroek als Herzschild drei weiße Rauten auf Rot, der fĂŒr die Hohe Herrlichkeit Zuid-Polsbroek steht.

Ab 1678 fĂŒhrten die selbigen als Herren der Hohen Herrlichkeit von Purmerland-Ilpendam eine silberne Gans auf blauem Feld (Wappenfeld 2 und 3) anstatt des Falken bzw. der SchwĂ€ne des Vredenhof. Der Herzschild ist wiederum jener der Hohen Herrlichkeit Zuid-Polsbroek.[60]

Der ausgestorbene reichsritterliche Zweig († 1678 bzw. 1738 in weiblicher Linie) zeigt ein folgendes Wappenschild: Mit Laubkronen behĂ€ngte silberne Spaten auf rot auf den Feldern 1 und 2 sowie den silbernen Schwan auf blau auf den Feldern 1 und 4.[61]

Das Wappen der zum Neuen NiederlĂ€ndischen Adel gehörenden Linie aus 1885 ist wie folgt beschrieben: Gevierteilt: 1 und 4 in rot und eine darauf platzierten silbernen Spaten; 2 und 3 in blau ein rotbedeckter und stehender silberner Schwan. BlaugerĂ€nderter gekrönter Helm, mit silbernen Helm, mit silberroten Helmdecken. Helmdecken: der silberne Spaten stehend auf der Krone, der Helm mit drei natĂŒrlichen Pfaufedern. Schildhalter: zwei rotbedeckte und aufrecht stehende silberne SchwĂ€ne mit geöffneten niederwĂ€rts gerichteten FlĂŒgeln, die SchnĂ€bel geöffnet. Wappenspruch: Mora sceptra ligonibus aequat.[62]

Das Wappen des hollĂ€ndisch-preußischen Zweiges der De Graaff hat folgende Blasonierung (19. Jahrhundert): Quadriert; I und IV in Rot ein aufrechtstehendes silbernes Grabscheit (von Graben); II und III in Blau ein silberner Schwan. - Kleinod: das silberne Grabscheit vor drei Pfauenfedern. - Decken: rot-silbern.[22]

  • Stammwappen der Graeff; erstmals 1543 genannt (Schaufel und Schwan)
    Stammwappen der Graeff; erstmals 1543 genannt (Schaufel und Schwan)
  • Wappenvariante Ende 16. und Beginn 17. Jahrhundert (Schaufel und Falke)
    Wappenvariante Ende 16. und Beginn 17. Jahrhundert (Schaufel und Falke)
  • Wappenvariante aus dem 17. Jahrhundert (Schaufel und Falke)
    Wappenvariante aus dem 17. Jahrhundert (Schaufel und Falke)
  • Wappen des Pieter Dircksz Graeff als Herr von Engelenburg. Seit 1620 veredelte Graeff als Besitzer der Herrschaft Engelenburg diese mit einem blauen Herzschild, beladen mit einer silbernen Burg, aus der ein aufsteigender silberner Engel mit ausgebreiteten FlĂŒgeln aufsteigt.
    Wappen des Pieter Dircksz Graeff als Herr von Engelenburg. Seit 1620 veredelte Graeff als Besitzer der Herrschaft Engelenburg diese mit einem blauen Herzschild, beladen mit einer silbernen Burg, aus der ein aufsteigender silberner Engel mit ausgebreiteten FlĂŒgeln aufsteigt.
  • Vollwappen als Vrijheeren von Zuid-Polsbroek von 1610–1870 (Schaufel, Schwan resp. Gans und Raute)
    Vollwappen als Vrijheeren von Zuid-Polsbroek von 1610–1870 (Schaufel, Schwan resp. Gans und Raute)
  • Reichsritterliches Vollwappen von Andries de Graeff und dessen Sohn Cornelis de Graeff von 1677 (Schaufel und Schwan)
    Reichsritterliches Vollwappen von Andries de Graeff und dessen Sohn Cornelis de Graeff von 1677 (Schaufel und Schwan)
  • Vollwappen als Vrijheeren von Zuid-Polsbroek sowie als Vrijheeren oder Herren von Purmerland und Ilpendam von 1610/1678–1870 (Schaufel, Gans, Löwe und Raute)
    Vollwappen als Vrijheeren von Zuid-Polsbroek sowie als Vrijheeren oder Herren von Purmerland und Ilpendam von 1610/1678–1870 (Schaufel, Gans, Löwe und Raute)
  • Vollwappen nach der Verleihung des PrĂ€dikats Jonkheer, 1885 (Schaufel und Schwan)
    Vollwappen nach der Verleihung des PrÀdikats Jonkheer, 1885 (Schaufel und Schwan)
Wappen der Herrlichkeiten
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  • Wappen als Herr des Gutes Valkenburg resp. Valckeveen (Falke)
    Wappen als Herr des Gutes Valkenburg resp. Valckeveen (Falke)
  • Wappen als Herr des Gutes Vredenhof (Schwan)
    Wappen als Herr des Gutes Vredenhof (Schwan)
  • Wappen der Hohen Herrlichkeit Zuid-Polsbroek (Raute)
    Wappen der Hohen Herrlichkeit Zuid-Polsbroek (Raute)
  • Wappen von Ilpendam als Teil der Hohen Herrlichkeit Purmerland und lpendam (Löwe)
    Wappen von Ilpendam als Teil der Hohen Herrlichkeit Purmerland und lpendam (Löwe)
  • Wappen der Hohen Herrlichkeit Jaarsveld (Glocke)
    Wappen der Hohen Herrlichkeit Jaarsveld (Glocke)

Familienbeziehungen

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Solche verband das Geschlecht De Graeff mit anderen Amsterdamer Regentenfamilien wie den Bicker, Boelens Loen, Hooft, Pauw, Deutz van Assendelft, De Hochepied, Trip oder auch den Dordrechter De Witt. Solche nutzte auch die Familie De Graeff im Verlauf des 17. Jahrhunderts aus um sich politische Ämter und Einfluss zu verschaffen. Andere Verbindungen fĂŒhrten sie zu den Van Egmond van de Nijenburg aus Alkmaar, den Van Voorst tot Voorst, den Van der Does sowie zu den Utrechter Regenten Van Veldhuyzen. Weitere ihnen verwandte Geschlechter waren die Huydecoper van Maarsseveen, Van Foreest und die Van Hogendorp.

Im Laufe des 18. Jahrhunderts traten die De Graeffs in eheliche Verbindungen mit den De Petersen, Van Herzeele, Lestevenon, Sautijn und den Van Brienen van Ramerus. Weitere Verwandtschaften fĂŒhrten sie zu den Boreel, Clifford und zu den Lampsins, ehemals Barone von Tobago.

Im 19. Jahrhundert, als viele der alten Patriziergeschlechter ausgestorben waren, gingen die De Graeffs Ehen mit verschiedenen Familien aus dem industriellen und stĂ€dtischen Milieu ein. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts Ă€nderte sich diese Tendenz dahinfĂŒhrend, dass sich das Geschlecht De Graeff erneut mit den adeligen Geschlechtern des Landes verband, so den Loudon, Van Lennep, Van den Bosch oder den Van der Wijck.

Weitere Abstammungen in weiblicher Linie fĂŒhren als Beispiel bei Gerrit de Graeff (1711–1752) ĂŒber seine Ehefrau Johanna Hooft, geb. Hasselaer, zu den alt-hollĂ€ndischen Geschlechtern Persijn, Brederode, Borsselen, Amstel, Beveren und ĂŒber Jutta von Holland, einer außerehelichen Tochter von Graf Wilhelm I. von Holland aus dem Haus der Gerulfinger, zu diversen europĂ€ischen Dynastien.[63]

  • Genealogische Liste des Amsterdamer Regentenpatriziats aus dem Zeitraum des 16. und 17. Jahrhunderts
    Genealogische Liste des Amsterdamer Regentenpatriziats aus dem Zeitraum des 16. und 17. Jahrhunderts
  • Hochzeitsbildnis des Pieter de Graeff und der Jacoba Bicker, gemalt im Jahre 1662 durch Caspar Netscher (Rijksmuseum Amsterdam)
    Hochzeitsbildnis des Pieter de Graeff und der Jacoba Bicker, gemalt im Jahre 1662 durch Caspar Netscher (Rijksmuseum Amsterdam)
  • Familienbildnis Gijsbert Carel Rutger Reinier Van Brienen van Ramerus (1771–1821) und Geertruid Elisabeth de Graeff (1776–1857)
    Familienbildnis Gijsbert Carel Rutger Reinier Van Brienen van Ramerus (1771–1821) und Geertruid Elisabeth de Graeff (1776–1857)

FamilienbegrÀbnisstÀtte Oude Kerk

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1648 erstand Cornelis de Graeff die BegrĂ€bnisstĂ€tte in der Amsterdamer Oude Kerk fĂŒr sich und seine Nachkommenschaft. In der Mitte der Glasfenster der Taufkapelle der De Graeffs sind die Wappen von Cornelis und dessen Ehefrau Catharina Hooft angebracht. Im 18. Jahrhundert wurde die GrabstĂ€tte durch zwei weitere großformatige Wappendarstellungen geziert. Das Ă€ltere ist das der Arnoldina de Graeff, Baronin van Voorst tot Hagenvoorde van Bergentheim, das andere das des Jacob Baron de Petersen, einem engen Verwandten der De Graeffs. Im Laufe des 19. Jahrhunderts ist die BegrĂ€bnisstĂ€tte außer Gebrauch gekommen. Nach der Trennung von Staat und Kirche im Jahre 1810 hatten die Kirchenmeister der Oude Kerk die Familie De Graeff mehrmals darauf angesprochen, ihre FamilienstĂŒcke und -papiere aus der GrabstĂ€tte zu holen. Da dies verabsĂ€umt wurde, gingen diese StĂŒcke verloren.[64] Zwischen 1994 und 1998 wurden die GrabstĂ€tte restauriert und auf verborgene Unterlagen die Familie De Graeff betreffend durchsucht.[65]

Familienarchiv

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Die zur Mitte des 17. Jahrhunderts grĂ¶ĂŸtenteils durch Pieter de Graeff zusammengetragenen SchriftstĂŒcke und genealogischen Dokumente die Familie De Graeff betreffend wurden im Jahre 1906 von den GebrĂŒdern Dirk de Graeff van Polsbroek, Gijsbert Carel Rutger Reinier De Graeff und Frederik Lodewijk De Graeff in einem Familienarchiv im Stadsarchief Amsterdam aufbewahrt.[66]

Den Haager Linie

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Weitere Linien und Zweige, auch aus der Amsterdamer Stammlinie, sind in den Niederlanden verstreut ansĂ€ssig, so die Den Haager Linie. Diese entstammte dem bedeutenden Diplomaten Dirk de Graeff van Polsbroek (1833–1916), einem Sohn von Gerrit IV de Graeff. Dirks Sohn war Andries Cornelis Dirk de Graeff, Diplomat, Minister und Generalgouverneur, der die politisch engagierte und erfolgreiche Tradition seines Geschlechts im 20. Jahrhundert fortsetzen konnte. Auch waren diverse Familienmitglieder im Ingenieurswesen, in den Wasserschaften, als staatliche Inspektoren und Kommissare, Direktoren, im Hofdienst am niederlĂ€ndischen Königshof und als Finanz- und Firmenmanager tĂ€tig. Stellvertretend hierfĂŒr sind Dirk Georg de Graeff und Jan Jaap de Graeff aufzufĂŒhren.

SĂŒdafrikanische Linie

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Von Gerrit Arnold Theodoor de Graeff (1831–1889), einem Bruder von Dirk de Graeff van Polsbroek, aus der Amsterdamer Stammlinie entsprang eine noch heutzutage blĂŒhende Linie in SĂŒdafrika.[67]

Familienmitglieder

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Stammliste (Auszug)

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Amsterdamer Stammlinie

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  • Wolfgang von Graben († 1521)
    • Peter von Graben aka Pieter Graeff (* ~1450/1460)
      • Jan Pietersz Graeff (vor 1512–1553)
        • Pieter Jansz Graeff († ca. 1547)
          • Cornelis Pietersz Graeff
        • Lenaert Jansz de Graeff (ca. 1525/30–vor 1578)
          • Steyntje Leonardsdr de Graeff
          • Pieter Leonardsz de Graeff → Nachkommen
          • Jannetje Leonardsdr de Graeff (1554–1619)
          • Jan Leonhardsz de Graeff
          • [behauptet] Dirk Reynier de Graeff (1596 genannt) → Nachkommen: HollĂ€ndisch-Preussischer Zweig (siehe unten)
        • Diederik Jansz Graeff (1532–1589)
          • Weyntje Dircksz (de) Graeff
          • Jan Dircksz Graeff († 1627)
          • Jakob Dircksz de Graeff (1571–1638) → Nachkommen: Herren von Zuid-Polsbroek, Purmerland und Ilpendam (siehe unten)
          • Pieter Dircksz Graeff (1573–1645)
          • Cornelis Dircksz Graeff
        • Cornelis Pieter Jansz Graeff
        • Jacob Jansz Graeff († ca. 1580) → Nachkommen: 'Zweiter Amsterdamer', Alblasserdamer, Delfter Zweig und ĂŒbriges Holland (siehe unten)
          • Styntje Jacobsdr Graeff

HollÀndisch-Preussischer Zweig

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  • [behauptet] Dirk Reynier de Graeff (1596 genannt)[68]
    • Reynier de Graaff (1641 genannt)
      • Reynardus de Graaff (1670 genannt)
        • Reynier de Graaff (1710 genannt)
          • Reynardus de Graaff (1745 genannt)
            • Reynbert Gerhard de Graaff (1782 genannt)
              • Reinardus Joostinus Marinus de Graaff (* 1829)
                • GĂ©rard Hendrik Reinardus de Graaff (1853–1917) → Nachkommen (?)
                • Henri (Heinrich) de Graaff (1857–1924) → Nachkommen (?)
                • Emile de Graaff

Zweig der Herren von Zuid-Polsbroek, Purmerland und Ilpendam

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  • Jakob Dircksz de Graeff (1571–1638)
    • Cornelis de Graeff (1599–1664)
      • Pieter de Graeff (1638–1707)
        • Agneta de Graeff
        • Cornelis de Graeff (1671–1719)
        • Johan de Graeff (1673–1714)
          • Jacoba Adriana de Graeff (1710–1745)
          • Gerrit de Graeff (1711–1752)
            • Joan de Graeff (1735–1754)
            • Geertruid Joanna de Graeff (1740–1801)
            • Gerrit II de Graeff (1741–1811)
              • Gerrit III de Graeff (1766–1814)
                • Christina Elisabeth de Graeff (* 1795)
                • Gerrit IV de Graeff (1797–1870)
                  • Gerrit Arnold Theodoor de Graeff (* 1831) → begrĂŒndete einen Zweig in SĂŒdafrika
                    • Carolina Agnes Maria de Graeff van Polsbroek (* 1855)
                    • Gerrit V de Graeff van Polsbroek (* 1856)
                    • Henry George de Graeff van Polsbroek (1858–1941)
                      • Augusta Eustace de Graeff van Polsbroek
                      • Geraldine de Graeff van Polsbroek
                      • Theodore Lawrence Henry de Graeff van Polsbroek → Nachkommen
                    • Agnes Margaretha de Gaeff van Polsbroek (1859–1935)
                    • Joseph de Graeff van Polsbroek (* 1861) → Nachkommen
                    • Emeli Gertrude de Graeff van Polsbroek (* 1862)
                  • Carolina Frederica Christina de Graeff (* 1832)
                  • Pieter de Graeff
                  • Dirk de Graeff van Polsbroek (1833–1916) → Nachkommen: Den Haager Zweig (siehe unten)
                  • Frederik Lodewijk de Graeff (* 1837)
                    • Johann Carolina Frederik de Graeff (* 1868)
                    • Emilie Maria Henriette de Graeff (* 1872)
                  • Gijsbert Carel Rutger Reinier de Graeff (* 1838)
                    • Willem Carel Dirk de Graeff (* 1868) → Nachkommen
                    • Frederika Maria Cornelia de Graeff (* 1870)
                    • Carolina Albertina Azora Cosmopolita de Graeff (* 1872)
                    • Gijsbert Carel Rutger Reinier de Graeff (* 1876)
                • Anna Margaretha de Graeff (1798–1824)
                • Cornelia Maria de Graeff (1800–1876)
              • Geertruid Elisabeth de Graeff (1776–1857)
            • Elisabeth Jacoba de Graeff (1751–1802)
          • Alida Johanna de Graeff (1713–1757)
        • Agneta de Graeff
      • Jacob de Graeff (1642–1690)
    • Dirk de Graeff (1601–1637)
    • Agneta de Graeff van Polsbroek (1603–1656)
    • Hendrik de Graeff (* 1605)
    • Wendela de Graeff (1607–1652)
    • Christina de Graeff (1609–1679)
    • Andries de Graeff (1611–1678)
      • Cornelis de Graeff (1650–1678)
      • Alida de Graeff (1651–1738)
      • Arnoldina (Aertje) de Graeff (1652–1703)

Den Haager Zweig

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  • Dirk de Graeff van Polsbroek (1833–1916)
    • Pieter de Graeff (1861–1909)
    • Anna Carolina de Graeff (* 1871)
    • Andries Cornelis Dirk de Graeff (1872–1957)
      • Anne Maria (Marianne) de Graeff (1904–2003)
      • Bonne Elisabeth Constance Wilhelmine de Graeff
      • Jacob de Graeff (* 1921)
        • Jan Jaap de Graeff (* 1949) → Nachkommen
    • GĂ©org de Graeff (1873–1954)
      • Dirk Georg de Graeff (1905–1986) → Nachkommen
      • Herman Jacob de Graeff (1907–1978) → Nachkommen
      • Andries Cornelis Dirk de Graeff (* 1909) → Nachkommen
    • Jacob de Graeff (1875–1963) → Nachkommen
    • Carolina Frederika Christina de Graeff (* 1877)
    • Cornelis de Graeff (1881–1956) → Nachkommen

Zweiter Amsterdamer, Alblasserdamer, Delfter Zweig und ĂŒbriges Holland

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  • Jacob Jansz Graeff († ca. 1580)
    • Stijntje Jacobsdr Graeff
    • Jan Jacobsz Graeff (* um 1570/75)
      • Claes Jansz Graeff
        • Albert Claesz de Graeff (* um 1620)
      • Adriana Jansdr Graeff († nach 1640)
      • Maria Jansdr Graeff
      • Cornelis Jansz (de) Graeff
        • Catharina Cornelisdr de Graeff († 1653)
        • Pieter Cornelisz (de) Graeff († 1679) → Nachkommen
        • Jan Cornelisz (de) Graeff
          • Cornelis Jansz de Graeff
          • Jacob Jansz de Graeff → Nachkommen
          • Cornelis Jansz de Graeff
          • Jan Jansz de Graeff
          • Cornelis Jansz de Graeff
          • Maria Jansdr de Graeff
          • Alida Jansdr de Graeff
          • Cornelis Jansz de Graeff
          • Alida Jansdr de Graeff
          • Hendrica Jansdr de Graeff
          • Pieter Jansz de Graeff
            • Jan de Graeff († 1751) → unbekannte Nachkommen
            • Pieter de Graeff († 1760) → unbekannte Nachkommen
          • Jan Jansz de Graeff
        • Apollonia Cornelisdr de Graeff
      • Jacob Jansz de Graeff
      • Cornelis Jansz de Graeff
      • Pieter Jansz de Graeff
        • Pieter de Graeff
          • Joannis de Graeff
      • Jan Jansz de Graeff
    • Claes Jacobsz Graeff
    • Adriaan Jacobsz Graeff (außerehelicher Sohn) → Nachkommen

Kurzbiografien

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Jan Pietersz Graeff

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Stammwappen der Graeff (erstmals 1543 genannt)

Jan Pietersz (vor 1512–1553),[69] Sohn des Pieter Graeff und der Griet Pietersdr Berents,[4] war ein hollĂ€ndischer TuchhĂ€ndler und ein Mitglied der Amsterdamer Stadtregierung. Verheiratet war er mit Stein Braseman, mit der er fĂŒnf gemeinsame Kinder hatte: Pieter Jansz Graeff († vor 1547) ⚭ Maria Jacobsdr Dobbens; Lenaert Jansz de Graeff (um 1530/35–vor 1578), Diederik Jansz Graeff (1532–1589), Cornelis Pieter Jansz Graeff (unverheiratet) und Jacob Jansz Graeff († nach 1580) ⚭ Geertge Claes Coppensdr van Ouder Amstel.

Jan bewohnte ein Stadthaus am Damrak, das „Huis De Keyser“ (benannt nach der außerhalb des GebĂ€udes angebrachten „Keizerskroon“). Dort betrieb er einen florierenden Tuchhandel. Im Jahre 1539 wurde er als deren Gildemeister angegeben. Jan fĂŒhrte seinen Handel auch in Antwerpen, dem damaligen Stapelplatz fĂŒr englische Leinen. Als Jan sich als HĂ€ndler in Nordbrabant festigen wollte, intervenierten dessen Söhne fĂŒr seine baldige RĂŒckkehr nach Amsterdam. Dort wurde er zum Mitglied der patrizischen Stadtregierung benannt. Er erfĂŒllte im Jahre 1542 seine Funktion als Vroedschap und im darauffolgenden Jahr das Amt eines Schepen.[13] Durch seine TĂ€tigkeit in der Stadtregierung gehörte die Familie De Graeff zu den wenigen Geschlechtern die vor und nach der Alteratie von Amsterdam in der Regierung saßen. Der Poet und Dichter Joost van den Vondel nannte Jan in seinem Vers Aen den hooghedelen heer Pieter de Graef, vryheer van Zuitpolsbroek, op den oorsprongk van het geslagt der graven „den braven“.[70] Weiters bedachte ihn Vondel in seinem Mengeldicht.[71]

Lenaert Jansz de Graeff

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→ Hauptartikel: Lenaert Jansz de Graeff

Lenaert Jansz (ca. 1525/30–vor 1578), Sohn des Jan Pietersz Graeff und der Stein Braseman, war ein reicher HĂ€ndler, Mitglied und „UnterstĂŒtzer“ der Amsterdamer Reformierten, sowie ein Freund und militĂ€rischer Adjutant des „Großen Geusen“ Heinrich von Brederode. Laut einer FamilienĂŒberlieferung ist Lenaert Janz mit „Monseigneur de Graeff“ identisch. Jener war als KapitĂ€n der Wassergeusen an der Eroberung von Brielle im Jahre 1572 beteiligt. Historisch galt diese Verbindung als unsicher, in zeitgenössischen historischen BĂŒchern wird Lenaert Jansz de Graeff aber nebst Wilhelm II. von der Mark und Willem Bloys van Treslong als einer der AnfĂŒhrer der Wassergeusen bezeichnet, und sein Charakter wurde in dem historischen Roman De erfenis van de Grote Geus skizziert.

Dirck Jansz Graeff

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→ Hauptartikel: Dirck Jansz Graeff

Dirck Jansz (1532–1589), Sohn des Jan Pietersz Graeff und der Stein Braseman, war ein reicher HĂ€ndler, Reeder und Politiker. Er im Jahre 1578 der erste regierende Amsterdamer BĂŒrgermeister aus dem Haus De Graeff und legte damit den Grundstock fĂŒr eine der großen Regentdynastien des Goldenen Zeitalters der Niederlande. Des Weiteren war er mit Wilhelm von Oranien (Wilhelm der Schweiger) befreundet. In den Jahren 1584/1585 war Dirck Jansz mit einem Vermögen von 140.000 Gulden der reichste Einwohner Amsterdams.

Jakob Dircksz de Graeff

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→ Hauptartikel: Jakob Dircksz de Graeff

Jakob Dircksz (1571–1638), Sohn des Diederik Jansz Graeff und der Agnes Pietersdr van Neck, war Vrijheer der Hohen Herrlichkeit Zuid-Polsbroek, als LehenstrĂ€ger der Stadt Amsterdam Ambachtsherr von Amstelveen, Nieuwer-Amstel, Sloten, Sloterdijk und Osdorp, BĂŒrgermeister und Regent von Amsterdam sowie Erfinder eines Perpetuum mobile. Jacob Dircksz war fĂŒr seine freidenkende, republikanische Gesinnung aber auch RuhmsĂŒchtigkeit bekannt. Er trat gemeinsam mit seinem Neffen Andries Bicker fĂŒr die Anerkennung der Remonstranten in Amsterdam ein. Nach dem politischen Ende von Reinier Pauw kam die Leitung der Stadtregierung in die HĂ€nde der arminischen Clique rund um De Graeff und Bicker. Diese gab auch der, seit der Ermordung von Johan van Oldenbarnevelt geschwĂ€chten, republikanischen Staatspartei neue Impulse.

Pieter Dircksz Graeff

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Wappen des Pieter Dircksz Graeff als Herr von Engelenburg. Seit 1620 veredelte Graeff als Besitzer der Herrschaft Engelenburg diese mit einem blauen Herzschild, beladen mit einer silbernen Burg, aus der ein aufsteigender silberner Engel mit ausgebreiteten FlĂŒgeln aufsteigt.

Pieter Dircksz (1573–1645), Sohn des Diederik Jansz Graeff und der Agnes Pietersdr van Neck, war Herr von Engelenburg und Mitglied der Vroedschap der Stadt Amsterdam.

Im Jahre 1613 reiste Pieter Dircksz nach Palestina und besuchte das Heilige Grab in Jerusalem. Er verbrachte einen Teil diese Reise auch in Begleitung des Schweizers Wundarztes und Ägypten-Reisenden Hans Jakob Ammann.[72] Am 13. April 1613 erhielt er durch den Franziskaner Angelus a Messana eine Urkunde ĂŒber seinen Besuch in Jerusalem. Jenes Dokument befindet sich heute im Amsterdamer Familienarchiv und beschreibt die PlĂ€tze, wo sich Pieter Dircksz wĂ€hrend seiner Pilgerreise aufgehalten hatte; das Grab Jesu Christi, Bethlehem, den Fluss Jordan, den Kalvarienberg wo Jesus gekreuzigt wurde sowie verschiedenen PlĂ€tze von Maria und Johannes des TĂ€ufers.[73] Pieter Dircksz war das einzige Mitglied seiner Familie das entgegen dem protestantischen Glauben dem Katholizismus zugetan war.

Nach seiner RĂŒckkehr bewohnte er ein Haus am Fluweelenburgwal, wurde Mitglied in der Stadtregierung und im Jahre 1620 durch Kauf Herr ĂŒber Herrlichkeit Engelenburg.[74] Pieter Dircksz blieb zeitlebens unverheiratet. Sein Erbe war sein Neffe Jacob Bicker (verheiratet mit Christina de Graeff 1609–1679).[75]

  • Das Dokument von Pieter Dirck Graeffs Pilgerfahrt nach Jerusalem
    Das Dokument von Pieter Dirck Graeffs Pilgerfahrt nach Jerusalem

Cornelis de Graeff

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→ Hauptartikel: Cornelis de Graeff

Cornelis (1599–1664), Sohn des Jakob Dircksz de Graeff und Aaltje Boelens Loen, war Vrijheer der Hohen Herrlichkeit von Zuid-Polsbroek, Schlossherr von Ilpenstein sowie als LehenstrĂ€ger der Stadt Amsterdam Ambachtsherr von Sloten, Nieuwer-Amstel und Amstelveen. Cornelis galt im Laufe des Goldenen Zeitalters als der einflussreichste Regent und BĂŒrgermeister von Amsterdam. Des Weiteren war er auch einer der bedeutenden Kunstsammler und MĂ€zene seiner Zeit.

Cornelis war zwischen 1643 und 1663 zehnmal regierender BĂŒrgermeister, Staatsrat der Niederlande (Generalstaaten), sowie PrĂ€sident der NiederlĂ€ndischen Ostindien-Kompanie (VOC). WĂ€hrend seiner Regentschaft stand er in enger Kooperation mit seinem Neffen Johan de Witt, dem RatspensionĂ€r der Republik der Vereinigten Niederlande. Bis zu seinem Tod im Jahre 1664 war Cornellis unumschrĂ€nkter Herrscher der Stadt Amsterdam, dem republikanischen Zentrum der Vereinigten Provinzen der Niederlande. Cornelis hatte aber nicht nur die Interessen dieser im Sinn, sondern auch die von Holland und den politischen Ausgleich mit den anderen Provinzen.

Dirk de Graeff

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Dirk (1601–1637), Sohn von Jakob Dircksz de Graeff und Aaltje Boelens Loen, schloss sein Rechtsstudium mit der Promotion ab. 1626 unternahm er gemeinsam mit seinem Bruder Cornelis und Willem Nooms, Herr van Aarlanderveen (dieser war der Vater einer unehelichen namens Margaretha, welche er gemeinsam mit Dirks Schwester Wendela hatte) eine ausgedehnte Kavaliersreise, welche diese nach Paris, OrlĂ©ans, Blois, Nantes, La Rochelle, Poitiers und im Jahre 1628 wiederum in die Hauptstadt brachte. Dort wurden sie von dem damaligen schwedischen Botschafter Hugo de Groot (latinisiert Hugo Grotius) freundschaftlich empfangen. Noch im selben Jahr kehrten die drei jungen MĂ€nner ĂŒber Flandern in ihre Heimatstadt zurĂŒck.[76]

  • Hochzeitsbildnis des Dirk de Graeff, gemalt von Nicolaes Eliaszoon Pickenoy (1630)
    Hochzeitsbildnis des Dirk de Graeff, gemalt von Nicolaes Eliaszoon Pickenoy (1630)
  • Hochzeitsbildnis der Eva Bicker (1609–1665), gemalt von Pickenoy
    Hochzeitsbildnis der Eva Bicker (1609–1665), gemalt von Pickenoy
  • Dirk de Graeff
    Dirk de Graeff

1631 wurde Dirk zum Kommissar der Stadt Amsterdam bestellt; im Jahre darauf als Schepen und Vroedschap in die Regierung derselbigen.[77] Verheiratet war er mit Eva Bicker, die sich als kinderlose Witwe nach seinem Tod mit Frederik Alewijn verheiratete.[78] Dirk ist 1633 als Leutnant der BĂŒrgergarde (Schutters van de compagnie van kapitein Jacob Symonsz de Vries en luitenant Dirck de Graeff) durch Thomas de Keyser abgebildet worden. Des Weiteren existiert ein PortrĂ€t eines unbekannten KĂŒnstlers von ihm.

SchĂŒtzen der kompanie des KapitĂ€ns Jacob Symonsz de Vries (sitzend rechts) und Leutnant Dirck de Graeff (sitzend links), gemalt von Thomas de Keyser

Agneta de Graeff van Polsbroek

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Agneta (1603–1656) war die Tochter von Jakob Dircksz de Graeff und Aaltje Boelens Loen. Im Jahre 1625 verehelichte sie sich mit dem Amsterdamer Regenten Johan Bicker. Aus dieser Ehe entstammten u. a. zwei Töchter; Wendela Bicker, die den hollĂ€ndischen RatspensionĂ€r Johan de Witt heiratete und Jacoba Bicker, die ihren Cousin Pieter de Graeff ehelichte. Das Ehepaar Agneta und Johan Bicker bewohnte ein Stadthaus an der Amsterdamer Herengracht sowie diverse LandhĂ€user wie De Eult in Baarn, Akerendam und Duynwijck in Beverwijk. Innerhalb besaßen sie eine Insel, das sogenannte Bickerseiland. Im Jahre 1663 wurden von Agneta und ihrem damals bereits verstorbenen Ehemann zwei PortrĂ€ts durch Wallerant Vaillant geschaffen.[79] Die GrabstĂ€tte des Ehepaares befindet sich in der Amsterdamer Westerkerk.

  • Agneta de Graeff (?) (1621)
    Agneta de Graeff (?) (1621)
  • PortrĂ€t ihres Mannes Johan Bicker (ca. 1663/64), Wallerant Vaillant zugeschrieben, Amsterdam Museum
    PortrÀt ihres Mannes Johan Bicker (ca. 1663/64), Wallerant Vaillant zugeschrieben, Amsterdam Museum
  • Agneta de Graeff (ca. 1663/64) Wallerant Vaillant zugeschrieben
    Agneta de Graeff (ca. 1663/64) Wallerant Vaillant zugeschrieben

Hendrik de Graeff

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Hendrik (* 1605), Sohn von Jakob Dircksz de Graeff und Aaltje Boelens Loen, könnte womöglich die verbindende Person zwischen dem Geschlecht De Graeff und der Schoonhovener Familie De Graeff (De Graaf), der auch der bedeutende Arzt und Forscher Reinier de Graaf (Reinier de Graeff) angehörte, sein.[80]

Über Hendrik bestehen diverse Lebensberichte; einerseits soll er bereits im Alter von 17 Jahren verstorben sein, andererseits noch 1671 (im Alter von 66) Schriften und Gedichte verfasst haben.[81] Er soll zwei Söhne gehabt haben. Hendrik galt als ein bekannter Verfasser von BĂŒhnenstĂŒcken[82][83] 1665 hatte er CalderĂłns Komödie Lances de amor y fortuna ins NiederlĂ€ndische ĂŒbersetzt.[84][85] In weiterer Folge wurde Hendriks Übersetzung als Bearbeitungsvorlage fĂŒr die Auftritte der WanderbĂŒhne des Johannes Velten verwendet.[86]

Wendela de Graeff

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Wendela (1607–1652) ehelichte mit Pieter van Papenbroek und hernach mit Willem Schrijver. Sie wurde durch Rembrandt als Josephs Frau Asnath im Rembrandts Jakobssegen (Jakob segnet die Söhne des Joseph) dargestellt.

Andries de Graeff

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→ Hauptartikel: Andries de Graeff

Reichsritter Andries (1611–1678), Sohn des Jakob Dircksz de Graeff und Aaltje Boelens Loen, war im Goldenen Zeitalter ein bedeutender Regent und BĂŒrgermeister von Amsterdam gewesen. Andries war als LehensempfĂ€nger der Stadt Amsterdam als Ambachtsherr von Urk und Emmeloord aufgetreten. Des Weiteren galt er als einer der bedeutendsten hollĂ€ndischen Kunstsammler und MĂ€zene seiner Zeit. In der Ersten Statthalterlosen Periode war er gemeinsam mit seinem Bruder Cornelis de Graeff einer der einflussreichsten Regenten der Republik. Nach seines Bruders Tod galt Andries als einer der HĂ€upter der republikanisch gesinnten Partei Hollands und als ein vehementer Gegner der politischen Ambitionen des Hauses Oranien.

Im Jahre 1677 erhielten Andries und sein Sohn Cornelis aufgrund der angenommenen Abstammung aus dem Geschlecht der Von Graben (von Stein) durch Kaiser Leopold I. den Reichsritterstand verliehen. Mit dem Tod von Sohn und Vater im darauffolgenden Jahr ist auch der reichsritterliche Zweig De Graeff ausgestorben.

Pieter de Graeff

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→ Hauptartikel: Pieter de Graeff

Pieter (1638–1707), Sohn von Cornelis de Graeff, war Vrijheer von Zuid-Polsbroek, Herr von Purmerland und Ilpendam, Regierungsmitglied von Amsterdam, ein vertrauter Ratsmann von Johan de Witt sowie einer der Leiter der NiederlĂ€ndischen Ostindien-Kompanie gewesen (ua).

Jacob de Graeff

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→ Hauptartikel: Jacob de Graeff

Jacob (1642–1690), Sohn von Cornelis de Graeff, war Herr von Purmerland und Ilpendam, einer der Grundsteinleger des Amsterdamer Paleis op de Dam sowie ein Mitglied im Amsterdamer Stadtparlament (ua).

Cornelis de Graeff (1650–1678)

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Cornelis de Graeff im Jahre 1673, gemalt von Gerard ter Borch

Reichsritter Cornelis (1650–1678) war hoofdingeland von der Zijpe- und Hazepolder. Er wurde als Sohn des Andries de Graeff und der Elisabeth Bicker van Swieten geboren.

Cornelis wuchs in Den Haag auf, wo sein Vater das Amt des rekenmeester der grafelijke domeinen der Staaten von Holland und West-Friesland erfĂŒllte. Nach seinem Rechtsstudium an der UniversitĂ€t Leiden verehelichte er sich im Jahre 1675 mit Agneta Deutz (1657–1678). Aus dieser Verbindung entstammten drei Kinder, die aber alle vor dem Jahre 1678 verstorben waren. Das Ehepaar bewohnte das vĂ€terliche Stadtpalais in der Gouden Bocht der Amsterdamer Herengracht, das Huis van der Graeff. Neben dem GemĂ€lde von Gerard ter Borch ist Cornelis auch von JĂŒrgen Ovens portrĂ€tiert worden. Über das TerborchgemĂ€lde ist im deutschsprachigen FĂŒhrer des Museums Mauritshuis folgendes vermerkt:

„Das Cornelis darstellende GemĂ€lde gelangte ĂŒber die Sammlung Douairiere van Lennep-Deutz van Assendelft in Den Haag zu Beginn des 20. Jahrhunderts in das in Den Haag. In einem deutschsprachigen Buch steht als Bildbeschreibung unter anderem zu lesen: Auch dieses PortrĂ€t des 24-jĂ€hrigen Sohnes des Amsterdamer BĂŒrgermeisters De Graeff steht vor einem schlichten Hintergrund. Die rotsamtene Tischdecke ergibt den einzigen warmen Ton; die Federn des schwarzen Hutes stecken schneeweiß davon ab. Der junge "Regentensohn", ein Abkömmling einer der bekanntesten Amsterdamer Familien, trĂ€gt einen schwarzen Samtrock nach der letzten französischen Mode, aus dem die mit einem Spitzensaum besetzten HemdĂ€rmel bauschig hervorragen. In der linken Hand hĂ€lt er einen Spazierstock mit silbernem Knauf. Die Rechte hat er etwas affektiert und kokett in die Seite gestĂŒtzt. Es ist ein modisches PortrĂ€t, aber verfeinert und zurĂŒckhaltend, in dem sich Ter Borchs vornehmer Geschmack in glĂŒcklicher Weise mit den WĂŒnschen seiner Auftraggeber verbunden hat.“

1677 erhielten Cornelis und sein Vater aufgrund der angenommenen Abstammung aus dem Geschlecht der Von Graben (von Stein) durch Kaiser Leopold I. den Reichsritterstand verliehen.[87] Ein Jahr danach verstarb das Ehepaar an einer Essensvergiftung, die sie sich beim Festbankett anlĂ€sslich des Friedens von Nimwegen zugezogen hatten. Cornelis und seine Frau Agneta wurden im Familiengrab in der Oude Kerk bestattet. Mit dem Tod von Sohn und Vater im selben Jahr ist auch der reichsritterliche Zweig De Graeff ausgestorben. Als Erbin des kinderlosen Cornelis ist seine Schwester Alida, Vrijvrouwe der Hohen Herrlichkeit Jaarsveld, aufgetreten.

Alida de Graeff

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Alida (1651–1738), Tochter von Andries de Graeff und Elisabeth Bicker van Swieten, war Vrijvrouwe der Hohen Herrlichkeit Jaarsveld.[88][89]

1678 ehelichte sie Diederik (Theodorus) van Veldhuyzen, Herr von Heemstede, PrĂ€sident und Ratsherr der Staaten von Utrecht.[90] Dieser Ehe entstammten keine Kinder. Im selben Jahr erbte sie von ihrem Vater das Huis van der Graeff in der Gouden Bocht. Das Ehepaar ist in weiterer Folge nach Den Haag ĂŒbersiedelt. 1680 erstand das Ehepaar durch Kauf Heemstede und Schloss Heemstede. Hier legten sie eine barocke Gartenanlage an und ließen das Interieur des Schlosses durch Daniel Marot im Ludwig XIV.–Stil verfeinern.

Als Alida 1738 verstarb, wurde ihr Erbe aufgeteilt. Die die Herrlichkeit Jaarsveld wurde durch ihren Testamentsvollstrecker an ihren Cornelis Johansz de Witt (1696–1769), Enkelsohn von Johan de Witt (der ein Neffe ihres Vaters Andries de Graeff war), „verkauft“. Das Den Haager Stadthaus Huis Jaersvelt in der Lange Voorhout 40 erhielt ihr Neffe Johan de Graeff (1673–1714) und dessen Ehegattin Johanna Hooft (1678–1738). Das Amsterdamer Huis van der Graeff und das Gut Vredenhof bei Voorschoten im Rijnland ergingen an Alidas Patenkind Alida Johanna de Graeff (1713–1757), einer Tochter von Johan de Graeff.[91]

  • Schloss Jaarsveld
    Schloss Jaarsveld
  • Ansicht des Schlosses Heemstede mit barocker Gartenanlage
    Ansicht des Schlosses Heemstede mit barocker Gartenanlage

Arnoldina de Graeff

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Arnoldina (Aertje) (1652–1703), Tochter von Andries de Graeff und Elisabeth Bicker van Swieten, war Vrijvrouwe von Jaarsveld. Sie war mit Transisalanus Adolphus Baron van Voorst tot Hagenvoorde van Bergentheim, Vrijheer von Jaarsveld, Mitglied der Ritterschaft von Holland, Hofmeister von Wilhelm III. und Leutnant-Statthalter von Gorinchem, verheiratet.

Cornelis de Graeff (1671–1719)

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Cornelis (1671–1719), Sohn von Pieter de Graeff und Jacoba Bicker war Herr von Purmerland und Ilpendam sowie Kanoniker im Domkapitel von Sankt Pieter in Utrecht.[92] Cornelis promovierte an der UniversitĂ€t Leiden zum Magister der Rechte. Da er geistesgestört war, hatte er seit dem Tod seines Vaters im Jahre 1707 unter Vormundschaft gestanden. Er vermachte seinen Erben eine reichhaltige Kunstsammlung.

Johan de Graeff

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Johan de Graeff

Johan (1673–1714), Sohn von Pieter de Graeff und Jacoba Bicker war Vrijheer von Zuid-Polsbroek[93] sowie ein Amsterdamer Regent.

Nach seinem Rechtsstudium in Leiden verehelichte er sich mit Johanna Hooft (1678–1738). Dieser Verbindung entstammten drei Kinder. 1709 wurde er in die Vroedschap aufgenommen und zum Schepen der Stadt Amsterdam ernannt.

Gerrit de Graeff

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Gerrit de Graeff (PortrĂ€ts eines unbekannten KĂŒnstlers)
Elisabeth Lestevenon

Gerrit (1711–1752), Sohn des vorherigen, war Vrijheer der Hohen Herrlichkeit von Zuid-Polsbroek, Heer (auch als Vrijheer genannt)[94] und der Hohen Herrlichkeit von Purmerland und Ilpendam.[95] Er war zeitlebens fĂŒr seinen Reichtum und seinen Geiz bekannt.[96]

1736 wurde er zu einem der Leiter der NiederlĂ€ndischen Ostindien-Kompanie bestellt. Im folgenden Jahr erfolgte seine Ernennung zu einem der Leiter ĂŒber die NiederlĂ€ndische Westindien-Kompanie. Gerrit war zweimal verheiratet (zuerst mit Maria Elisabeth Sautijn (1709–1736) und hernach mit Elisabeth Lestevenon (1716–1766)) und ließ drei das Erwachsenenalter erreichende Kinder nach. In die Amsterdamer Stadtregierung konnte er im Jahre 1739 als Schepen Einzug halten.[97] 1742 wurde sein jĂ€hrliches Einkommen auf 20.000 bis 22.000 Gulden geschĂ€tzt. Weitere Ämter hatte Gerrit als Mitglied der Amsterdamer Vroedschap, KapitĂ€n der BĂŒrgergarde, Kommissar des t’ Zandpad im Noorderkwartier und zwischen den Jahren 1748 und 1752 als einer der Direktoren der SozietĂ€t von Suriname inne.[98]

Zwischen den Jahren 1738 und 1749 verkaufte Gerrit unter der Hand diverse Meisterwerke der hollĂ€ndischen Malerei seine Vorfahren darstellend an den Hamburger KunsthĂ€ndler Anthony Rutgers. So auch Rembrandts GemĂ€lde des Andries de Graeff und den Jakobssegen, das der KunsthĂ€ndler an den Landgrafen Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel verkaufte, der damit seine GemĂ€ldegalerie auf Schloss Wilhelmshöhe ausstattete.[99][100] Des Weiteren stand Gerrit im Besitz des Frans Hals Bildes Catharina Hooft mit ihrer Amme.[101] Gerrit war zeit seines Lebens als zynischer Aristokrat unbeliebt gewesen, so hatte Jacob Bicker Raye in seinem Tagebuch ĂŒber De Graeffs Ableben nach lĂ€ngerer Krankheit nichts Schmeichelhaftes geschrieben.[102][103]

Joan de Graeff

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Joan (1735–1754), Sohn des vorherigen war nach seines Vaters Tod zwischen 1752 und 1754 Vrijheer von Zuid-Polsbroek.[104]

Gerrit II de Graeff

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Gerrit (1741–1811), Bruder des vorherigen, war Vrijheer von Zuid-Polsbroek, Herr von Purmerland und Ilpendam.[105] Gerrit war durch seines Vaters Eheschließungen mit Mattheus Lestevenon und Apollonius Jan Cornelis Lampsins, Baron von Tobago, verwandt.[106] Er studierte an der UniversitĂ€t Leiden. 1785 ehelichte er Christina van Herzeele, mit der er zwei Kinder hatte; Gerrit III de Graeff und Geertruid Elisabeth de Graeff (1776–1857), welche mit Gijsbert Carel Rutger Reinier van Brienen van Ramerus (1771–1821) verheiratet war.

Gerrit war ein remonstrantischer und patriotischer Politiker in der Tradition der Regenten des 17. Jahrhunderts stehend. Zwischen 1762 und 1787 erfĂŒllte er verschiedenen Regierungsfunktionen in Amsterdam, worunter Vroedschap, Schepen, Ratsherr und Kommissar. 1787 wurde er – nach dem Einfall der preußischen Truppen in den Niederlanden und der Wiedereinsetzung des Erbstatthalters Wilhelm V. von Oranien – aufgrund seiner Gesinnung zusammen mit Hendrik Hooft aus der Stadtregierung ausgeschlossen.[107] Nach dem Einfall der französischen Truppen nun der BegrĂŒndung der Batavischen Republik wurde Gerrit im Jahre 1795 erneut in die Stadtregierung aufgenommen.[108] 1799 wurde er zum Mitglied des Regierungsrates Vertegenwoordigend Lichaam ernannt.[109] 1803 wurde er zum Wethouder von Amsterdam benannt.

Gerrit III de Graeff

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Gerrit (1766–1814), Sohn des vorherigen, war Vrijheer von Zuid-Polsbroek und Herr (ebenfalls als Vrijheer tituliert[93]) von Purmerland und Ilpendam.

Gerrit IV de Graeff

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Gerrit (1797–1870), Sohn des vorherigen, war Vrijheeren von Zuid-Polsbroek, Purmerland und Ilpendam, Fabrikant sowie Mitglied im Amsterdamer Gemeinderat gewesen.[110] Aus seiner Ehe mit Carolina Ursulina Stephania Engels (1799–1864) stammten vier Kinder. 1833 wurde er als Diakon der Reformierten Kirche in Amsterdam genannt.[111]

Gerrit Arnold Theodoor de Graeff

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Gerrit Arnold Theodoor (1831–1889), Sohn des vorherigen, wanderte 1850 nach SĂŒdafrika aus und begrĂŒndete einen dortigen Familienzweig,[112] der noch heutzutage blĂŒht. 1834 hatte er im Kindesalter den ersten Stein des Neubaus der Reformierten Kirche Polsbroek gelegt.[113]

De Graeff hatte 1834 im Kindesalter den ersten Stein des Neubaus der Reformierten Kirche Polsbroek gelegt. Es handelte sich um dieselbe Schaufel mit der vor ihm schon sein Ur-Urgroßvater Gerrit de Graeff (I) im Jahr 1723 den ersten Stein der Kirche von Ilpendam legte. Er wanderte 1850 an das Kap der Guten Hoffnung nach SĂŒdafrika aus. Er ehelichte 1854 mit Agnes Henrietta van Rissen und hatte sechs gemeinsame Kinder. 1884 war er fĂŒr einige Monate in Batavia [Jakarta, Indonesien]. Nach seiner RĂŒckkehr wurde er SekretĂ€r des Executive Komitees von Port Elizabeth und hernach von Graaff-Reinet.

Dirk de Graeff van Polsbroek

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→ Hauptartikel: Dirk de Graeff van Polsbroek

Jhr. Dirk (1833–1916), Sohn von Gerrit IV de Graeff, war ein Diplomat und niederlĂ€ndischer Generalkonsul und „Minister-Resident“ in Japan. Dort spielte er als Ratsherr des japanischen Kaisers Meiji eine wichtige Rolle bei Verhandlungen mit diversen westlichen Staaten (ua).

Andries Cornelis Dirk de Graeff

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→ Hauptartikel: Andries Cornelis Dirk de Graeff

Jhr. Andries Cornelis Dirk (1872–1958), Sohn von Dirk de Graeff van Polsbroek, war Diplomat, Generalgouverneur von NiederlĂ€ndisch-Ostindien sowie niederlĂ€ndischer Außenminister (ua).

Dirk Georg de Graeff

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→ Hauptartikel: Dirk Georg de Graeff

Jhr. Dirk Georg de Graeff (1905–1986), Sohn von GĂ©org de Graeff und Lidia Christine Adelaide Dijckmeester, war mit Wendela Johanna Leonia Hooft verheiratet. Dirk Georg war Kammerherr und Zeremonienmeister der niederlĂ€ndischen Königinnen Wilhelmina und Juliana. Des Weiteren war er als Agent der NiederlĂ€ndischen Handelsgesellschaft tĂ€tig. 1964 war er Direktor der Twentsche Bank, und hernach Managing Direktor der Algemene Bank Nederland. 1970 erhielt Dirk Georg den Orden von Oranien-Nassau.

Jan Jaap de Graeff

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Jan Jaap (* 1949) ist der Sohn von Jacob de Graeff (* 1921) und Johanna H.A. Bijl de Vroe (* 1926). Er ist Direktor der niederlĂ€ndischen Naturmonumente[114] und seit Jahresbeginn 2011 Kammerherr der niederlĂ€ndischen Königin Beatrix.[115] Jan Jaap war zwischen 1994 und 2003 Deichgraf der Hoogheemraadschap von Schieland, Vorsitzender der Union fĂŒr Wasserschaften[116][117] und ist aktiv in die Erhaltung der Polderlandschaft involviert.[118] Er bewohnt den alten Patriziersitz Schaep en Burgh in 's-Graveland.[119]

Jan Jacobsz Graeff

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Jan Jacobs Enkeltochter Ida Coetenburg († 1679), Tochter von Reynier Adriaansz Coetenburgh und Adriana Jansdr Graeff, ehelichte Jordaen Pietersz Stoop

Jan Jacobsz (* Alblasserdam, 1570/75) war ein Sohn von Jacob Jansz Graeff († ca. 1580), einem Sohn von Jan Pietersz Graeff, und Geertge Claes Coppensdr van Ouder Amstel. Jan Jacobsz war als Hoogheemraad Mitglied des Wasserverbandes der Zijpe. Verheiratet war er mit Trijn Simons Comans († 1613), mit der er fĂŒnf Kinder zeugte; Adriana Jans Graeff († nach 1640) ehelichte Reynier Adriaansz Coetenburgh († 1633), ein hohes Mitglied der hollĂ€ndischen Deichverwaltung und Schepen von Alkmaar.[120] Cornelis Jansz Graeff heiratete Adriana Jansdr Pauw (Tochter des Alkmaaer BĂŒrgermeisters Jan Pauw)[121] und spĂ€ter Maria van der Veen. Seine Nachkommenschaft war unter anderem mit den Geschlechtern Van Egmond van de Nijenburg,[122] Boelens Loen, Van Foreest,[123] Bardes und Cromhout verbunden.

Albert Claesz de Graeff

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→ Hauptartikel: Albert Claesz de Graeff

Albert Claesz (* um 1620), Sohn des Claes Jansz Graeff und Enkelsohn des vorherigen war ein hollĂ€ndischer Marineoffizier und Konteradmiral (niederlĂ€ndisch: Schout-bij-nacht). Der im Dienst der AdmiralitĂ€t von Amsterdam stehende Albert Claesz hatte am Ersten Englisch-NiederlĂ€ndischen Krieg (1652–1654) sowie am Zweiten Englisch-NiederlĂ€ndischen Krieg (1665–1667) als Schout-bij-nacht unter Jacob van Wassenaer Obdam teilgenommen. Als solcher war er in der verlustreichen Seeschlacht bei Lowestoft involviert.[124]

Familienverband

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Im Jahr 2013 wurde der weltweit tĂ€tige Familienverband GrĂ€ff-Graeff e. V. als eingetragener Verein in Österreich gegrĂŒndet.[125] Der Familienverband dient dem Kennenlernen, der Kommunikation, dem Gedankenaustausch, der Forschung und der ZusammenfĂŒhrung der Graeff'schen Familien, angebliche und behauptete natĂŒrliche Nachkommen des österreichischen Adeligen Wolfgang von Graben. Der Familienverband verfĂŒgt ĂŒber mehrere LĂ€ndervertretungen und hat ungefĂ€hr 150 Mitglieder.[126]

Information

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Die Daten zu diesem Artikel wurden aus der seit 2006 bestehenden Graeff Forschung von Matthias Laurenz GrĂ€ff ĂŒbernommen.[127]

Literatur (Auswahl)

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  • P. de Graeff (P. Gerritsz de Graeff und Dirk de Graeff van Polsbroek): Genealogie van de familie De Graeff van Polsbroek. Amsterdam 1882.
  • J. H. de Bruijn: Genealogie van het geslacht De Graeff van Polsbroek 1529/1827. De Bilt, 1962–63.
  • W.J.C.C. Bijleveld: De Herkomst der familie De Graeff. In: Nederlandsch Archief voor Genealogie en Heraldik. 1938–1939.
  • W.H. Croockewit: Genealogie van het geslacht ‚de Graeff‘; samengesteld uitsluitend uit gegevens uit het Archief dier Familie. In: De Nederlandsche Leeuw. Jahrgang 16, 1898.
  • Elias: De Vroedschap van Amsterdam 1578–1795. 1904.
  • S.A.C. Dudok van Heel: Van Amsterdamse burgers tot Europese aristocraten. Band 2, 2008.
  • Jonathan Israel: The dutch Republic – It’s Rise, Greatness, and Fall – 1477–1806. Clarendon Press, Oxford 1995, ISBN 0-19-820734-4.
  • S.A.C. Dudok van Heel: Op zoek naar Romulus & Remus. Een zeventiende-eeuws onderzoek naar de oudste magistraten van Amsterdam. In: Jaarboek Amstelodamum. 1995, S. 43–70.
  • Kees Zandvliet: De 250 rijksten van de Gouden Eeuw – Kapitaal, macht, familie en levensstijl. Nieuw Amsterdam Uitgevers, Amsterdam 2006.
  • P. Burke: Venice and Amsterdam. A study of seventeenth-century Ă©lites. 1994.

Weblinks

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Commons: De Graeff (family) â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • stadsarchief.amsterdam.nl: Overzicht Archief van de Familie De Graeff (Memento vom 30. Mai 2012 im Webarchiv archive.today) (niederlĂ€ndisch)
  • W. H. Croockewit: Genealogie van het geslacht de Graeff (1898). In: De Nederlandsche leeuw : tijdschrift van het Koninklijk Nederlandsch Genootschap voor Geslacht- en Wapenkunde (1895–1900)
  • Die BegrĂ€bnisstĂ€tte der Familie De Graeff in der Amsterdamer Oude Kerk: Doopkapel - familiegraf Cornelis de Graeff

Anmerkungen und Einzelnachweise

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  1. ↑ Die Dargestellten sind: Cornelis de Graeff, seine Ehefrau Catharina Hooft, ihre beiden Söhne Pieter und Jacob de Graeff; die stehenden Figuren stellen von links nach rechts Willem Schrijver, Pieter Trip sowie Cornelis jĂŒngerer Bruder Andries de Graeff
  2. ↑ Der deutsche Herold: Zeitschrift fĂŒr Wappen-, Siegel- u. Familienkunde. Band 3. Heymanns, Berlin 1872, S. 91 (books.google.at). 
  3. ↑ a b c d Triumph of Peace (Memento vom 1. MĂ€rz 2012 im Internet Archive) (en)
  4. ↑ a b Nederlands adelsboek 1914, S. 14
  5. ↑ Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter. Band 3. Buschak & Irrgang, 1870, S. 229 (books.google.com). 
  6. ↑ a b c Graeff (de). In: Petrus Johannes Blok, Philipp Christiaan Molhuysen (Hrsg.): Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Teil 2. N. Israel, Amsterdam 1974, Sp. 490 (niederlĂ€ndisch, knaw.nl / dbnl.org – Erstausgabe: A. W. Sijthoff, Leiden 1912, unverĂ€nderter Nachdruck). 
  7. ↑ S.A.C. Dudok van Heel: Van Amsterdamse burgers tot Europese aristocraten. Band 2, 2008, S. 974.
  8. ↑ De vroedschap van Amsterdam 1578–1795, Teil 1, S. 85, von Johan Engelbert Elias (1963)
  9. ↑ Genealogie Pauw, Persijn, de Jong, en Verhee. Von Thijs Postma
  10. ↑ a b c Der deutsche Herold: Zeitschrift fĂŒr Wappen-, Siegel- u. Familienkunde, Band 3, Nachrichten ĂŒber die Familie de Graeff
  11. ↑ Pieter Anthony Johan van den Brandeler: De wapens van de magistraten der stad Amsterdam sedert 1306 tot 1672. Band 1. C. van Doorn en Zoon, 1890, S. 94 (books.google.at). 
  12. ↑ Stammbaum von Jan Pieterszoon (de) Graeff. In: genealogieonline.nl. Ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 18. Januar 2016.@1@2Vorlage:Toter Link/www.genealogieonline.nl (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven) 
  13. ↑ a b Graeff (Jan de). In: Petrus Johannes Blok, Philipp Christiaan Molhuysen (Hrsg.): Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Teil 2. N. Israel, Amsterdam 1974, Sp. 501 (niederlĂ€ndisch, knaw.nl / dbnl.org – Erstausgabe: A. W. Sijthoff, Leiden 1912, unverĂ€nderter Nachdruck). 
  14. ↑ a b Graeff (Lenaert Jansz de). In: Petrus Johannes Blok, Philipp Christiaan Molhuysen (Hrsg.): Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Teil 2. N. Israel, Amsterdam 1974, Sp. 501–502 (niederlĂ€ndisch, knaw.nl / dbnl.org – Erstausgabe: A. W. Sijthoff, Leiden 1912, unverĂ€nderter Nachdruck). 
  15. ↑ Graeff (de). In: Petrus Johannes Blok, Philipp Christiaan Molhuysen (Hrsg.): Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Teil 8. N. Israel, Amsterdam 1974, Sp. 630 (niederlĂ€ndisch, knaw.nl / dbnl.org – Erstausgabe: A. W. Sijthoff, Leiden 1930, unverĂ€nderter Nachdruck).  (Monseigneur de Graeff van Brugge).
  16. ↑ S.A.C. Dudok van Heel: Van Amsterdamse burgers tot Europese aristocraten. Band 2, 2008, S. 974.
  17. ↑ I.H. Eeghen: De restauratie van Herengracht 77. In: Maandblad Genootschap Amstelodamum (1968) S. 235.
  18. ↑ Kolumne von Hennie van der Zouw: Wat heeft Alblasserdammer Jan Jacobsz de Graeff met Paleis Soestdijk te maken? (alblasserdam.net).
  19. ↑ Genealogie van het geslacht „De Graeff“. In: De Neederlandse Leeuw. 1898, S. 131.
  20. ↑ a b euraldic.com: Armorial de JB Rietstap – De Graaff (De Graeff) in Prusse (Preußen, Deutschland) (Memento vom 26. Oktober 2019 im Internet Archive) (französisch)
  21. ↑ Rietstap book of arms
  22. ↑ a b c Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter. Band 3. Buschak & Irrgang, 1870, S. 229–230 (books.google.com). 
  23. ↑ Rietstap book of arms
  24. ↑ Der deutsche Herold: Zeitschrift fĂŒr Wappen-, Siegel- u. Familienkunde. Band 3. Heymanns, Berlin 1872, S. 91–92 (books.google.at). 
  25. ↑ Der deutsche Herold: Zeitschrift fĂŒr Wappen-, Siegel- u. Familienkunde. Band 3. Heymanns, Berlin 1872, S. 101 (books.google.at). 
  26. ↑ S. A. C. Dudok van Heel: Amsterdamse burgemeesters zonder stamboom. De dichter Vondel en de schilder Colijns vervalsen geschiedenis. In: De Zeventiende Eeuw. 6. Jahrgang, 1990, S. 144–150, hier S. 146 (dbnl.org)
  27. ↑ DBNL, Amsterdamse burgemeesters zonder stamboom. De dichter Vondel en de schilder Colijns vervalsen geschiedenis, von S.A.C. Dudok van Heel, Seite 147 (1990)
  28. ↑ Pieter C. Vies: Andries de Graeff (1611–1678) ’t Gezagh is heerelyk: doch vol bekommeringen (Memento vom 1. MĂ€rz 2012 im Internet Archive) (PDF; 2,7 MB)
  29. ↑ Google Buchsuche: Geschiedenis van Holland, Teil 2, Band 2, von Eelco Beukers
  30. ↑ Google Buchsuche: The familial state: ruling families and merchant capitalism in early modern europe, S. 101. Von Julia Adams
  31. ↑ a b Die vielen Leben des Jan Six: Geschichte einer Amsterdamer Dynastie, von Geert Mak (2016)
  32. ↑ Geert Mak, Die vielen Leben des Jan Six: Geschichte einer Amsterdamer Dynastie
  33. ↑ Horst Lademacher: Geschichte der Niederlande. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983. S. 117.
  34. ↑ Oliver Krause: Die VariabilitĂ€t frĂŒhneuzeitlicher Staatlichkeit. Die niederlĂ€ndische „Staats“-Formierung der Statthaltosen Epoche (1650–1672) als interkontinentales Regiment (Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2018)
  35. ↑ Amsterdam: a brief life of the city. Von Geert Mak, Harvill Press (1999), Seite 123
  36. ↑ Buitenplaatsen in de Gouden Eeuw: De rijkdom van het buitenleven in de Republik. Herausgegeben von Y. Kuiper, Ben Olde Meierink, Elyze Storms-Smeets, S. 71 (2015)
  37. ↑ Amsterdam: a brief life of the city. Von Geert Mak, Harvill Press (1999), Seite 123
  38. ↑ Hajo Brugmans: Geschiedenis van Amsterdam. Deel III: Bloeitijd, 1621–1697. Amsterdam 1973, S. 159–167.
  39. ↑ Amsterdam tijdens de Verenigde ProvinciĂ«n en de Bataafse Republiek (Familie De Graeff im Jahre 1672)
  40. ↑ rijksmuseum.nl: Portret van Andries de Graeff, Artus Quellinus (I), 1661 (Memento vom 31. Mai 2013 im Internet Archive) (englisch)
  41. ↑ Biografie ĂŒber Andries Bicker in der DBNL (nl)
  42. ↑ Google Buchsuche: Rembrandt’s bankruptcy: the artist, his patrons, and the art market in Seventeenth-century Netherlands. S. 111–120.
  43. ↑ Dedalo Carasso: Helden van het vaderland in der DBNL (nl)
  44. ↑ cf.hum.uva.nl: Bouwzang – Joost van den Vondel (Memento vom 17. Oktober 2013 im Internet Archive) (niederlĂ€ndisch)
  45. ↑ Jacob de Graeffs Mutter Catharina Hooft in Vrouwen van Soestdijk (Memento vom 24. Juli 2011 im Internet Archive)
  46. ↑ Rembrandts Minerva in her Study of 1635 The Splendor and Wisdom. In: docstoc.com. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. Juni 2012; abgerufen am 18. Januar 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.docstoc.com 
  47. ↑ Google Buchsuche: Israel, J.I. (1995) The Dutch Republic. S. 750.
  48. ↑ Briefwisseling Constantijn Huygens 1608–1687 (PDF; nl; 989 kB)
  49. ↑ DBNL Jaarboek van de Maatschappij der Nederlandse Letterkunde, 1936 (nl)
  50. ↑ Geert Mak: Die vielen Leben des Jan Six: Geschichte einer Amsterdamer Dynastie
  51. ↑ Nederland’s Patriciaat, Jahrgang 2, 1911, S. 171; Dirk de Graeff van Polsbroek war der erste seines Geschlechts seit Andries de Graeff und dessen Sohn Cornelis im Jahre 1677, der einen adeligen Titel verliehen bekam und fĂŒhren durfte.
  52. ↑ Nierop: The nobility of Holland (1993), S. 212ff.
  53. ↑ Zur Bedeutung des Erwerbs von Herrlichkeiten fĂŒr den Aristokratisierungsprozess des stĂ€dtischen Patriziats am Beispiel Dordrechts siehe Eric Palmen: De politieke elite. In: Willem Frijhoff u. a. (Hrsg.): Geschiedenis van Dordrecht. II, Verloren, Hilversum 1998, S. 211–220, S. 218, zu Holland allgemein und den Anteilen von Adel, Klerus, BĂŒrgertum und Bauerschaft am Grundeigentum Nierop: The nobility of Holland (1993), S. 96ff.
  54. ↑ Zur Geschichte der niederlĂ€ndischen Herrlichkeiten siehe Johan Philip de MontĂ© ver Loren: Hoofdlijnen uit de ontwikkeling der rechterlijke organisatie in de Noordelijke Nederlanden tot de Bataafse omwenteling. 5. Auflage. Kluwer, Deventer 2000, S. 172ff., zur Unterscheidung niederer und freier/hoher Herrlichkeiten S. 176.
  55. ↑ hetutrechtsarchief.nl: Archief van de heerlijkheid zuid-polsbroek 1424–1914 (Memento vom 18. MĂ€rz 2010 im Internet Archive). Verwerving van de heerlijkheid en andere goederen, Nr. 2, weist zu diesem Vorgang zwei StĂŒcke (einen Umschlag und eine Urkunde) mit der Zeitangabe „1609, 1610“ aus. Das Datum 18. September 1610 ist Croockewit: Genealogie van het geslacht de Graeff. S. 132, und Elias: De vroedschap van Amsterdam (1963), S. 266, entnommen.
  56. ↑ users.bart.nl: Kap. III: De definitieve vorm van het graafschap (1300–1795) (Memento vom 26. Juli 2011 im Internet Archive). In: J. L. van der Gouw: Korte geschiedenis van de grenzen van de provincie Zuid-Holland (1963)
  57. ↑ Pieter C. Vies: Andries de Graeff (1611–1678) ’t Gezagh is heerelyk: doch vol bekommeringen, S. 21–23. (Memento vom 1. MĂ€rz 2012 im Internet Archive) (PDF; 2,7 MB)
  58. ↑ Nieuw Nederlandsch biografisch woordenboek. Deel 2, Biografie von Dirk Jansz Graeff
  59. ↑ De wapens van de magistraten der stad Amsterdam sedert 1306 tot 1672, Band 1, S. 94. Von Pieter Anthony Johan van den Brandeler
  60. ↑ Google Buchsuche: De werken van Vondel in verband gebracht met zijn leven, en voorzien van ... Von Joost van den Vondel, S. 245 und 246
  61. ↑ Reichsritterdiplom vom 19. Juli 1677 fĂŒr Andries de Graeff und dessen Sohn Cornelis (Österreichisches Staatsarchiv, Wien)
  62. ↑ Nederland’s adelsboek 1914 (14 - De Graeff) (archive.org)
  63. ↑ www.genealogieonline.nl
  64. ↑ Jaarboek 69 - Amstelodamum. De doopkapel van de Oude kerk (S. 17–21)
  65. ↑ oudekerk.nl: Familiegraf De Graeff (Memento vom 27. Oktober 2011 im Internet Archive) (niederlĂ€ndisch)
  66. ↑ Familienarchiv De Graeff im Stadtarchief Amsterdam
  67. ↑ Google Buchsuche: Nederland’s patriciaat (1911), Band 2
  68. ↑ Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter, Band 3, Seiten 229/230 (1870)
  69. ↑ Persoonlijke gegevens Jan Pieterszoon de Graeff
  70. ↑ Vondels vers Aen den hooghedelen heer Pieter de Graef, vryheer van Zuitpolsbroek, op den oorsprongk van het geslagt der graven (dbnl.org).
  71. ↑ G. van Enst Koning: Het Huis te Ilpendam en deszelfs voornaamste Bezitters. S. 325 (dbnl.org).
  72. ↑ Reiß in das Gelobte Land
 Hardmeyer, ZĂŒrich 1618 (online). 
  73. ↑ Stadsarchief Amsterdam: Archief van de familie De Graef. In: stadsarchief.amsterdam.nl. Ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen im April 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/stadsarchief.amsterdam.nl (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven) 
  74. ↑ W. R. Veder: Graeff (Dierck Jansz de). In: Petrus Johannes Blok, Philipp Christiaan Molhuysen (Hrsg.): Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Teil 2. N. Israel, Amsterdam 1974, Sp. 497 (niederlĂ€ndisch, knaw.nl / dbnl.org – Erstausgabe: A. W. Sijthoff, Leiden 1912, unverĂ€nderter Nachdruck). Biografie ĂŒber seinen Vater in der DBNL
  75. ↑ Engelenburg in der wissenschaftlichen Datenbank „EBIDAT“ des EuropĂ€ischen Burgeninstituts, abgerufen am 7. September 2016.
  76. ↑ W. R. Veder: Graeff (Cornelis de). In: Petrus Johannes Blok, Philipp Christiaan Molhuysen (Hrsg.): Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Teil 2. N. Israel, Amsterdam 1974, Sp. 492–497 (niederlĂ€ndisch, knaw.nl / dbnl.org – Erstausgabe: A. W. Sijthoff, Leiden 1912, unverĂ€nderter Nachdruck). 
  77. ↑ Google Buchsuche: Amsterdam, In Zyne Opkomst, Aanwas, Geschiedenissen, Voorregten ..., Band 3, S. 484. Von Jan Wagenaar
  78. ↑ Google Buchsuche: De Gids, Band 50, Teile 1–2, S. 335.
  79. ↑ Agneta de Graeffs GemĂ€lde im Amsterdams Historisch Museum. In: ahm.nl. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 15. MĂ€rz 2011; abgerufen im April 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ahm.nl 
  80. ↑ Genealogie Reinier de Graaf. In: klaaskolijnnet.nl. Ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen im April 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.klaaskolijnnet.nl (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven) 
  81. ↑ Letterkundig woordenboek voor Noord en Zuid. (niederlĂ€ndisch, dbnl.org).
  82. ↑ Graeff (Hendrick de). In: Karel Johan Reinier van Harderwijk, Gilles Dionysius Jacobus Schotel (Hrsg.): Biographisch woordenboek der Nederlanden. Teil 7: G – Gijzels. J. J. van Brederode, Haarlem 1862, S. 344–345 (niederlĂ€ndisch, digitale-sammlungen.de,  dbnl.org). 
  83. ↑ Graeff, Hendrick de. In: Biographisch anthologisch en critisch woordenboek der Nederduitsche dichters. Teil 2: CAB–GYZ (niederlĂ€ndisch, dbnl.org).
  84. ↑ Fritz Tenner: Francois le Metel de Boisrobert als Dramatiker und Nachahmer des spanischen Dramas: I. Die Tragikomodien. Universitat Leipzig., 1907, S. 157 (books.google.at). 
  85. ↑ Zeitschrift fĂŒr vergleichende Litteraturgeschichte. Band 5. A. Haack, 1892, S. 193 (books.google.at). 
  86. ↑ Gerhard Spellerberg, Hans Feger (Hrsg.): Chloe – Studien zur Literatur des siebzehnten Jahrhunderts. Rodopi, 1997, ISBN 90-420-0335-9, S. 337 (books.google.at). 
  87. ↑ W. R. Veder: Graeff (Andries de). In: Petrus Johannes Blok, Philipp Christiaan Molhuysen (Hrsg.): Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Teil 2. N. Israel, Amsterdam 1974, Sp. 490–492 (niederlĂ€ndisch, knaw.nl / dbnl.org – Erstausgabe: A. W. Sijthoff, Leiden 1912, unverĂ€nderter Nachdruck). 
  88. ↑ Dudok van Heel S.A.C.: Het Maecenaat [Andries] de Graeff en Rembrandt, uit Genootschap Amsterlodamum. In: Maandblad Genootschap Amstelodamum. 1969, S. 150.
  89. ↑ H. J. Zantkuijl: Alida de Graeff, ‘Een gierig mensch’ uit Genootschap Amstelodamum. In: Maandblad Genootschap Amstelodamum. 1983, S. 25/26.
  90. ↑ Erik Jong: Nature and art: Dutch garden and landscape architecture, 1650–1740. S. 69. (Google Buchsuche)
  91. ↑ Amsterdam en Oranje De politieke cultuur van kasteel en buitenplaats in Hollands Gouden Eeuw, Seite 90; Rob van der Laarse, 2015; in Y. Kuiper, B. Olde Meierink, & E. Storms-Smeets (Hrsg.), Buitenplaatsen in de Gouden Eeuw: de rijkdom van het buitenleven in de Republiek (S. 66–95). (Adelsgeschiedenis; Nr. 14). Verloren. verloren.nl
  92. ↑ Cornelis de Graeff. In: herenvanholland.nl. Ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen im April 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.herenvanholland.nl (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven) 
  93. ↑ a b Nederlands adelsboek. W. P. Van Stockum en zoon, ’s-Gravenhage 1914, S. 15 (Textarchiv â€“ Internet Archive). 
  94. ↑ Willem Albert Bachiene: Vaderlandsche geographie, of Nieuwe tegenwoordige staat en hedendaagsche historie der Nederlanden. Band 1, Teil 2. H. Gartman, W. Vermandel en J.W. Smit, 1791, S. 722 (books.google.at). 
  95. ↑ Abraham Jacob Van der Aa: Aardrijkskundig woordenboek der Nederlanden. Noorduyn, 1845, S. 117 (books.google.at). 
  96. ↑ W. R. Veder: Graeff (Gerrit de). In: Petrus Johannes Blok, Philipp Christiaan Molhuysen (Hrsg.): Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Teil 2. N. Israel, Amsterdam 1974, Sp. 498 (niederlĂ€ndisch, knaw.nl / dbnl.org – Erstausgabe: A. W. Sijthoff, Leiden 1912, unverĂ€nderter Nachdruck). 
  97. ↑ Het Huis te Ilpendam en deszelfs voornaamste Bezitters. S. 328.
  98. ↑ Gerrit de Graeffs Biographie auf Heren van Holland (Memento vom 24. Juni 2015 im Internet Archive)
  99. ↑ Dudok van Heel S.A.C.: Het Maecenaat De Graeff en Rembrandt. In: Maandblad Genootschap Amstelodamum. 1969, S. 154.
  100. ↑ Rembrandt-Bilder:die historische Sammlung der Kasseler GemĂ€ldegalerie
  101. ↑ Google Buchsuche: Frans Hals, S. 154.
  102. ↑ Jacob Bicker Raye. Digitale bibliotheek voor de Nederlandse letteren
  103. ↑ Dagboek van Jacob Bicker Raye in der DBNL (De Graeff, 10. November 1752)
  104. ↑ De Nederlandsche leeuw: Maandblad van het Koninklijk Genealogisch-Heraldiek Genootschap, BĂ€nde 1895-1900, p 139
  105. ↑ Biografie von Gerrit II de Graeff im Nieuw Nederlandsch biografisch woordenboek. Deel 2
  106. ↑ Genea net (Sautijn)
  107. ↑ Afgezette en benoemde regeringsleden van Hollandse steden 1787 (Memento vom 25. Juli 2009 im Internet Archive)
  108. ↑ Google Buchsuche: Geschiedenis van Amsterdam, Deel 2
  109. ↑ De Graeff in Heren van Holland
  110. ↑ Nederlands adelsboek 1914, S. 16
  111. ↑ gemeen kerkeraads-boekje der Nederduitsche hervormde gemeente te Amsterdam, Seite 109 (1861)
  112. ↑ Google Buchsuche: Nederland’s patriciaat (1911), Band 2
  113. ↑ Google Buchsuche: Werken van Vondel: in verband gebracht met zijn leven, Band 5; Von Joost van den Vondel und Jacob van Lennep, S. 782.
  114. ↑ Interview Nederland Prachtland: Jan Jaap de Graeff auf YouTube
  115. ↑ landvanmorgen.nl: Land van morgen – Jan Jaap de Graeff, directeur Natuurmonumenten (Memento vom 4. Juni 2012 im Webarchiv archive.today) (niederlĂ€ndisch)
  116. ↑ plassennet.xs4all.nl: NatMon en Verdroging (Memento vom 16. Juli 2012 im Webarchiv archive.today) (niederlĂ€ndisch)
  117. ↑ waterforum-archief.net: "Een calamiteitenpolder komt er altijd, gepland of ongepland." (Memento vom 29. November 2013 im Webarchiv archive.today) (niederlĂ€ndisch)
  118. ↑ De toekomst van het Nederlandse polderlandschap. ir. J.J. de Graeff, Directeur Natuurmonumenten@1@2Vorlage:Toter Link/static.nai.nl (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2024. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  119. ↑ waternetwerk.nl: Interview met Jan Jaap de Graeff, directeur Natuurmonumenten (Memento vom 19. September 2012 im Webarchiv archive.today) (niederlĂ€ndisch)
  120. ↑ Reynier Adriaansz Coetenburgh in Roots Web
  121. ↑ Google Buchsuche: De vroedschap van Amsterdam, 1378–1795: met een inleidend woord van den archivaris der stad Amsterdam Mr. W. R. Veder, Band 1, S. 63.
  122. ↑ RootsWeb: NL-Noord-Holland-L Re: (NH-genealogy) geslacht Van Foreest (Memento vom 23. Juni 2015 im Internet Archive)
  123. ↑ Afstamming Dirk Jordensz van Foreest (Eerste Generatie) (Memento vom 24. Januar 2009 im Internet Archive; PDF; 228 KB, niederlĂ€ndisch)
  124. ↑ Google Buchsuche: De Teems in brant: een verzameling teksten en afbeeldingen rond de Tweede Engelse Zeeoorlog (1665–1667), S. 25. Von Wim van Nispen
  125. ↑ www.gars.at Familienverband GrĂ€ff-Graeff e. V.
  126. ↑ Familienverband GrĂ€ff-Graeff e. V.
  127. ↑ Graeff Forschung, est. 2006
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