
Der deutsche Gesetzgeber versteht unter Carsharing [] (englisch car âAutoâ, to share âteilenâ; auf Deutsch etwa: âAutoteilenâ oder âGemeinschaftsautoâ) die organisierte gemeinschaftliche Nutzung eines oder mehrerer Automobile auf der Grundlage einer Rahmenvereinbarung.[1]
Carsharing ist gewissermaĂen Autovermietung im Abonnement, wodurch ein Vertragsabschluss fĂŒr die jeweilige Nutzung nicht mehr erforderlich ist, sondern nur eine Reservierung. Anders als konventionelle Autovermietungen ist damit ein kurzzeitiges, auch minutenweises Anmieten von Fahrzeugen möglich. Die Nutzung der Fahrzeuge wird dabei ĂŒber einen die Energiekosten mit einschlieĂenden Zeit- oder Kilometertarif oder Mischformen solcher Tarife abgerechnet.[1] Das Autoteilen unter Nachbarn und Bekannten bzw. ĂŒber Vermittlungsplattformen fĂ€llt unter den Begriff Privates Carsharing.
Begriff
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der englische Begriff carsharing (heute meist in einem Wort geschrieben, alternativ auch Car-Sharing oder (als Bild-/Wortmarke) CarSharing) wird in den meisten Sprachen und LĂ€ndern im Sinne dieses Artikels verwendet. Eine Ausnahme bildete GroĂbritannien, wo mit car sharing (in zwei Wörtern) ursprĂŒnglich die Fahrgemeinschaft gemeint war und fĂŒr das Autoteilen der Begriff car club verwendet wurde. Weitere bekannte Ausnahmen sind autodelen (niederlĂ€ndisch), autopartage (französisch), auto condivisa (italienisch) und bilpool (norwegisch, schwedisch).
Bereits 1975 taucht der Begriff in einer ArtikelĂŒberschrift in der Londoner Times auf: âCar-sharing among plans to ease London trafficâ. Die Stadtverwaltung GLC wandte sich mit der noch nicht ausgefeilten Idee, âMethoden der gemeinsamen Automobilnutzungâ einzufĂŒhren, gegen den Automobilclub RAC, der mehr und breitere StraĂen gegen den Verkehrskollaps forderte.[2] Das Experiment begann 1977 in Ipswich, war jedoch eher eine Mitfahrzentrale als ein Dienst, Autos von mehreren Fahrern nutzen zu lassen.
Organisation
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Die Fahrzeuge einer Carsharing-Organisation sind entweder auf fest angemieteten ParkplĂ€tzen ĂŒber eine Stadt oder einen gröĂeren Ort verteilt oder parken im öffentlichen StraĂenraum. Die festen Mietstationen befinden sich hĂ€ufig an Verkehrsknotenpunkten des öffentlichen Verkehrs wie Bahnhöfen, Tramknoten, Endstationen von Buslinien, wo sie von den Nutzern gut erreichbar sind. Die vorab reservierten Fahrzeuge werden meist benutzt, um von diesen Knotenpunkten aus abgelegenere Ziele zu erreichen. Es gibt unterschiedliche Organisationsformen, die teilweise auf dem System der Leihwagen beruhen:
- Stationsgebundenes Carsharing: Das Fahrzeug ist fest an einen bestimmten Standort, eine StraĂenadresse oder eine fest gemietete Bucht in einem Parkhaus, gebunden, wo es abgeholt wird und vor Ablauf der gebuchten Zeit wieder abgestellt werden muss.
- Der Nutzer muss vorher entscheiden, an welchem Standort des Carsharing-Anbieters das Fahrzeug abgeliefert werden soll.
- Das als Free Floating Car bezeichnete Fahrzeug kann innerhalb eines fest definierten Nutzungsgebiets auf jedem freien Parkplatz abgestellt werden. Das Fahrzeug kann typischerweise per GPS lokalisiert werden.
Das Carsharing ist ein Mittel der âkombinierten MobilitĂ€tâ. Es kann und will den öffentlichen Verkehr nicht ersetzen, der als Zubringer zu den ParkplĂ€tzen dient. FĂŒr Pendler, die den ganzen Arbeitsweg nicht anders als mit dem Auto zurĂŒcklegen können, ist es in der Regel keine sinnvolle Alternative; dazu eignen sich eher Fahrgemeinschaften und Mitfahrgelegenheiten. Das Konzept ist mehr fĂŒr unregelmĂ€Ăige Fahrten oder Transporte vorgesehen.
Ein zunehmend beliebter Anwendungsfall fĂŒr Carsharing ist die Nutzung eines Carsharing-Fahrzeugs am Flughafen. Die Freefloating-Anbieter wie z. B. Free2move versehen dabei ihren Service mit einer extra FlughafengebĂŒhr. Am Flughafen selbst werden spezielle ParkplĂ€tze fĂŒr die Carsharing-Fahrzeuge ausgewiesen. Damit ist Carsharing eine weitere MobilitĂ€tsoption am Flughafen ergĂ€nzend zum ĂPNV und Taxi.[3]
Mitglieder der Carsharing-Organisationen gehen meist eine langfristige, zum Teil kostenpflichtige Mitgliedschaft in der Organisation ein. Die Organisation und nicht die einzelnen Teilnehmer sind EigentĂŒmer der Autos und â im Unterschied zum nachbarschaftlichen Autoteilen â fĂŒr die Wartung und Reparatur der Fahrzeuge verantwortlich.
Ein Konzept, das dazwischen liegt, wurde von Citeecar angeboten: Hier konnten sich Kunden als sogenannte âHostsâ bewerben. Sie mussten einen Parkplatz vorweisen und ĂŒbernahmen die Patenschaft fĂŒr ein Fahrzeug, wobei sie fĂŒr Sauberkeit und Wartung sorgten. VergĂŒtet wurde diese TĂ€tigkeit mit einem Fahrguthaben.[4] Allerdings wurde das Konzept vom Markt nicht angenommen, Citeecar musste nach eigenen Angaben am 3. Dezember 2015 einen Insolvenzantrag stellen.
Ablauf einer Autobenutzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die GröĂe der Carsharing-Organisationen ist sehr unterschiedlich. Entsprechend werden verschiedene Systeme zur Reservierung eingesetzt, von den einfachen mit SchlĂŒsselkĂ€sten und manueller Buchung bis hin zu hochkomplexen computergestĂŒtzten Lösungen mit GPS-Ortung. Bei den gröĂeren Organisationen ist heute die automatische Buchung ĂŒber Internet oder Telefoncomputer rund um die Uhr ĂŒblich.
Die Fahrzeuge gröĂerer Organisationen sind heute mit Bordcomputern ausgerĂŒstet, die automatisch mit der Zentrale synchronisiert werden. Die Bordcomputer geben das Fahrzeug den Berechtigten fĂŒr die gebuchte Zeitspanne frei. Solche Systeme sind bei gröĂeren Organisationen nicht nur effizienter als manuelle Buchungen, sondern auch notwendig, um Missbrauch zu verhindern.
Bei den nicht stationsgebundenen Modellen meldet das Auto seinen Standort an die Zentrale. Die Kunden können sich dabei online ein Fahrzeug suchen und ĂŒblicherweise maximal 15 Minuten reservieren.
Bei stationsbasierten Systemen sind die Teilnehmer fĂŒr die rechtzeitige RĂŒckgabe der Fahrzeuge am richtigen Ort und in sauberem Zustand selbst verantwortlich. Insbesondere bei verspĂ€teter RĂŒckgabe werden mitunter hohe BuĂen gefordert, weil sich die nachfolgenden Teilnehmer darauf verlassen, ihr gebuchtes Fahrzeug am Standort vorzufinden. Viele Organisationen betreiben Callcenter, wo Pannen oder NotfĂ€lle gemeldet werden mĂŒssen. Sie organisieren gegebenenfalls Ersatzfahrzeuge.
Vom Bordcomputer wird ebenfalls die Abrechnung ausgelöst. Verrechnet werden meist GebĂŒhren fĂŒr die Anzahl der gefahrenen Kilometer und fĂŒr die Benutzungsdauer. Die Kosten fĂŒr Treibstoffe, Verbrauchsmittel, Reinigung, Versicherung etc. sind in der Regel in die Preise integriert. Meist werden auch vergĂŒnstigte Tages-, Wochen- und Monatspauschalen angeboten.
Unterschiede gibt es im Zugang zur Buchungsmöglichkeit. WĂ€hrend viele Anbieter eine einmalige Anmeldung mit FĂŒhrerschein und Ausweis anbieten und die Zahlungen im Lastschriftverfahren einziehen, ist es z. B. bei drivy (Vermittlung von Privatautos) nur möglich, im Rahmen der Internetbuchung per Kreditkarte zu bezahlen.
Kosten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Carsharing ist preisgĂŒnstiger als der Betrieb eines eigenen gleichartigen Fahrzeugs[5], solange die jĂ€hrlich gefahrenen Kilometer und Nutzungszeiten unter der RentabilitĂ€tsschwelle liegen. Diese ist bei den einzelnen Anbietern und je nach Tarif unterschiedlich, meist zwischen 10.000 und 20.000 Kilometern pro Jahr. Die Stiftung Warentest kam in einer Modellrechnung mit 5.000 Jahreskilometern auf Kosten von 138 Euro pro Monat, mit einem eigenen Wagen dagegen auf 206 Euro pro Monat.[6]
Feste Kosten wie Anschaffungskosten, Stellplatz- oder Garagenmiete, Kraftfahrzeugsteuer und VersicherungsprĂ€mien entfallen. Bei Nichtbenutzung ist je nach Anbieter nur eine geringe oder gar keine GebĂŒhr (z. B. AnmeldegebĂŒhr, monatlicher Beitrag) zu zahlen. Die meisten Anbieter integrieren einen Pannendienst, was eine zusĂ€tzliche Mitgliedschaft bei Verkehrsclubs ĂŒberflĂŒssig macht. Die Kosten fĂŒr das Carsharing selbst setzen sich meist zusammen aus den sogenannten fixen Kosten (z. B. Kaution, AnmeldegebĂŒhren, MonatsbeitrĂ€ge) und den Fahrtkosten. Die Fahrtkosten wiederum bestehen bei den klassischen Carsharing-Anbietern aus den Kosten fĂŒr die gebuchte bzw. genutzte Zeit und den gefahrenen Kilometern; bei einigen Freefloating-Anbietern wird nur die Fahrzeit berechnet, Parkzeiten sind gĂŒnstiger. Voraussetzung fĂŒr die Mitgliedschaft im Bundesverband Carsharing (bcs) ist, dass die gefahrenen Kilometer berechnet werden â nur so sieht der Bundesverband den ökologischen Anspruch gewĂ€hrleistet, keine ĂŒberflĂŒssigen Wege mit dem Auto zurĂŒckzulegen.
Je nach Anzahl der Nutzer und ProfessionalitĂ€tsanspruch stellen die Anbieter einen verhĂ€ltnismĂ€Ăig neuwertigen und modernen Fahrzeugpark (inkl. NavigationsgerĂ€te, Kindersitz, Klimaanlage etc.) zur VerfĂŒgung. Die Anschaffungs- und Reparaturkosten mĂŒssen im GeschĂ€ftsmodell entsprechend kalkuliert werden.
Unterschied zum konventionellen Autoverleih
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den Anfangszeiten des Carsharing gab es noch sehr groĂe Unterschiede zum konventionellen Autoverleih, der die Fahrzeuge meist nur tageweise anbot. Zudem wird bis heute vom Kunden eines Autoverleihs verlangt, dass das Fahrzeug vollgetankt abgeliefert wird. Das GeschĂ€ftsmodell des Carsharing unterscheidet sich ferner dadurch, dass die Kosten aus Fahrzeit und Fahrkilometer errechnet werden, wĂ€hrend der konventionelle Autoverleih mit einem Festpreis arbeitet und die variablen Kosten bei Kraftstoff dem Kunden auferlegt. Bei Carsharing wirkt sich unterschiedliches Fahrverhalten somit nicht auf die Kosten aus. DafĂŒr hat der Kunde bei Carsharing die Vorteile eines besseren Zeitmanagements, der Buchung ĂŒbers Internet und der transparenten Abrechnung, was insbesondere bei der beruflichen Nutzung zu berĂŒcksichtigen ist.
Unterschied zum Individualfahrzeug
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit Carsharing kann eine umfassende MobilitĂ€t gewĂ€hrleistet werden, die das Auto als ErgĂ€nzung zu öffentlichem Verkehr, FuĂ- und Fahrradverkehr versteht. Dadurch werden diese VerkehrstrĂ€ger gefördert, und der StraĂenverkehr insgesamt entlastet. Vor allem in stĂ€dtischen Wohnquartieren, wo nicht fĂŒr alle Fahrzeuge ein Parkplatz zur VerfĂŒgung steht, kann Carsharing eine Entlastung bringen.
Viele Carsharing-Anbieter bieten unterschiedliche Fahrzeugtypen an, die der Kunde je nach Situation und Bedarf auswÀhlen kann (z. B. Klein- oder Sportwagen, Kombi, Kleinbus oder Transporter). Bei manchen Anbietern hat der Fahrer allerdings erst ab einem bestimmten Alter Zugriff auf das gesamte Angebot.
Der Fahrer muss sich zudem nicht um die Wartung des Fahrzeugs und behördliche FormalitĂ€ten wie Umweltplakette, Hauptuntersuchung oder Untersuchung des Motormanagements und Abgasreinigungssystems kĂŒmmern. Die rechtlichen Fragen sind zwischen dem EigentĂŒmer (Carsharing-Organisation) und den Fahrern (Carsharing-Nutzern) eindeutig geregelt.
Jedoch ist der Grad der Personalisierung der Fahrzeuge gering. Man kann also beispielsweise keine Ziele im Navigationssystem oder Stationen im Radio dauerhaft speichern und in der Regel mĂŒssen selbstverschuldete Verunreinigungen bei Mietende beseitigt werden, damit der nĂ€chste Nutzer ein sauberes Auto vorfindet. Benötigte Zusatzausstattung wie beispielsweise Kindersitze muss der Benutzer hĂ€ufig selbst mitbringen. FĂŒr lĂ€ngere Strecken wie etwa Urlaubsfahrten oder Dienstreisen sind die Kosten in der Regel höher als bei anderen Verkehrsmitteln.
Mehrere Studien weisen auf eine bessere Umweltbilanz hin. So sind die im Carsharing eingesetzten Fahrzeuge in der Regel deutlich neuer als Privatfahrzeuge und profitieren daher frĂŒher von der technologischen Entwicklung. Laut dem Bundesverband Carsharing liegt der durchschnittliche CO2-AusstoĂ pro Kilometer um 16 Prozent unterhalb dessen von Privatfahrzeugen. Zudem wĂŒrden viele Carsharing-Kunden auf ein eigenes Auto verzichten, wodurch der FlĂ€chenverbrauch sinke und weniger Fahrzeuge hergestellt wĂŒrden. Ein Carsharing-Fahrzeug ersetze im Durchschnitt vier bis acht PKW. Zudem fördere Carsharing die Nutzung von anderen VerkehrstrĂ€gern wie dem Fahrrad, Bahnen und Bussen, da bei einer Fahrt mit einem Carsharing-Auto der Anteil der Fixkosten an den Gesamtkosten deutlich geringer ist als bei einem privaten PKW.[7] In Bezug auf die Umweltbilanz ist allerdings zu beachten, dass hierbei der Energie- und Rohstoffbedarf zur Herstellung eines Neuwagens bei Privatfahrzeugen nicht berĂŒcksichtigt wurde.
Eine gemeinsame Studie des Ăko-Instituts in Freiburg und des Instituts fĂŒr sozial-ökologische Forschung in Frankfurt (ISOE), bei der von 2013 bis 2017 in Stuttgart, Frankfurt und Köln die Auswirkungen des stationsunabhĂ€ngigen Carsharings untersucht wurde, kam abweichend zu dem Schluss, dass das Carsharing keinen positiven Einfluss auf die Umwelt habe, weil sich in der Praxis der Fahrzeugbestand nicht durch Carsharing vermindere, da Carsharing oft eine Ăbergangslösung fĂŒr jĂŒngere Nutzer sei, die aus KostengrĂŒnden zunĂ€chst auf ein eigenes Fahrzeug verzichten mĂŒssten und spĂ€ter bei gestiegenem Einkommen doch ein eigenes Fahrzeug erwerben wĂŒrden. Insbesondere fielen die Free-Floating-Carsharing-Standorte mit verbrennungsbetriebenen Fahrzeugen schlecht auf. Potential im Carsharing bestehe durch bessere Förderung, wie dem Carsharinggesetz.[8]
Beim Carsharing können sich Datenschutzprobleme ergeben, da sich Bewegungsprofile der Fahrzeugnutzer erstellen lassen. Dies hat jedoch bei der gewerblichen Nutzung groĂe Vorteile fĂŒr die Abrechnung. Der Fahrzeughersteller BMW hat beispielsweise mitgeteilt, dass die von ihm fĂŒr Carsharing-Zwecke bestimmten Fahrzeuge mit einem Modul ausgerĂŒstet sind, das zusĂ€tzliche Fahrzeug- und Bewegungsdaten speichert.[9] Derartige Daten fanden im Mai 2016 Verwendung bei der Verurteilung eines Carsharing-Nutzers.[10]
Beobachter sehen in der rein zeitbasierten Ausleihe bei nicht stationsbasierten Anbietern ein erhöhtes Unfallpotential durch Zeitdruck.[11]
Organisationsmodelle
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GrundsÀtzliches
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wesentliche Unterschiede zu anderen Modellen wie Leihwagen sind die langfristige vertragliche Bindung des Kunden an das Carsharing-Unternehmen und ein anderes Kostenmodell. Dabei werden in der Regel Kosten fĂŒr Versicherung, Treibstoff bzw. Energie (bei Elektroautos) und Zubehör (z. B. Kindersitz) nicht gesondert berechnet. Der Nutzer muss also nicht ein vollbetanktes Auto abliefern. Entsprechend den BedĂŒrfnissen des Kunden werden verschiedene Tarife angeboten. Die Betreuung des Kunden erfolgt telefonisch oder ĂŒber das Internet. Der Nutzer muss das Fahrzeug in Selbstbedienung abholen und auch wieder abgeben.
Es gibt zwei grundsĂ€tzlich verschiedene Modelle fĂŒr die Stationierung der Fahrzeuge:
- mit festen Stationen
- ohne Stationen (âfree floatingâ)
Feste Stationen / stationsbasiert
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fahrzeug befindet sich auf einem reservierten Parkplatz, der nicht von anderen benutzt werden darf. Dieser befindet sich meist auf PrivatgrundstĂŒcken; in einigen StĂ€dten werden dafĂŒr aber auch öffentliche ParkplĂ€tze reserviert und einem Carsharing-Anbieter zur VerfĂŒgung gestellt, der dann den ParkplĂ€tzen bestimmte Autos zuordnen kann.
Die Fahrzeuge sind fest einem Parkplatz bzw. einer Station zugeordnet und mĂŒssen vorher reserviert werden (wobei das meist bis kurz vor Abfahrt möglich ist, aber auch Wochen oder Monate im Voraus[12]). Im Gegenzug ist durch die Reservierung das gebuchte Fahrzeug fĂŒr den gebuchten Zeitraum garantiert verfĂŒgbar. Ăblicherweise muss die Nutzungsdauer des Fahrzeugs vorher festgelegt werden und kann nur verlĂ€ngert werden, wenn das Auto anschlieĂend noch nicht von anderen Nutzern gebucht ist. Bei verspĂ€teter RĂŒckgabe (ohne VerlĂ€ngerung) wird meist eine Vertragsstrafe fĂ€llig.
Nutzer können per Internet die verfĂŒgbaren Stationen und Fahrzeuge einsehen, um ein Fahrzeug zu buchen. An verschiedenen Stationen gibt es oft verschiedene Fahrzeugtypen (etwa Kleinwagen, Kombi oder Kleintransporter), die gezielt gebucht werden können, wenn der Nutzer einen bestimmten Typ wĂŒnscht.
Die meisten frĂŒhen Carsharing-Anbieter nutzten dieses Modell.
Ohne Stationen / free floating
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fahrzeug hat keinen festen Standort, nur ein festes Nutzungsgebiet (etwa das Gebiet einer Stadt). Jeder Nutzer darf es nach Nutzung auf einem beliebigen öffentlichen Parkplatz im Nutzungsgebiet abstellen. Die Fahrzeuge ĂŒbermitteln automatisch ihren Standort an eine Zentrale, und mögliche spĂ€tere Nutzer können per Internet aktuelle Standorte einsehen, um ein Fahrzeug zu finden. Mehrere Anbieter erlauben das Abstellen im gesamten GeschĂ€ftsgebiet, andere beschrĂ€nken das Abstellen auf Parkraumquartiere.[13]
Meist gibt es nur einen Fahrzeugtyp und eine vorherige Reservierung ist nicht möglich.
Kombination beider Modelle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erste mittelstĂ€ndische Anbieter in Deutschland halten zusĂ€tzlich zum stadtweiten stationsbasierten Carsharing-Angebot eine meist kleinere Flotte stationsunabhhĂ€ngiger Fahrzeuge bereit (stadtmobil Hannover, stadtmobil Rhein-Neckar, book-n-drive, StadtTeilAuto OsnabrĂŒck, teilAuto âcityflitzerâ Leipzig, StattAuto in Kiel und LĂŒbeck, cambio âsmumoâ in Bremen).[14] Damit können die Kunden bei ein und demselben Anbieter von den Vorteilen beider Systeme profitieren. LĂ€nger planbare Fahrten können im Voraus mit stationsbasierten Fahrzeugen reserviert werden, spontane Fahrten werden ohne Reservierung und ohne Angabe eines RĂŒckgabezeitpunktes mit Freefloating-Fahrzeugen durchgefĂŒhrt.
Entwicklung und heutiger Stand
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Idee der gemeinsamen Nutzung eines Fahrzeugs und nachbarschaftliches Autoteilen wird im privaten Bereich von jeher praktiziert. Die erste dokumentierte Carsharing-Organisation ist die Schweizer Selbstfahrergenossenschaft (SEFAGE) in ZĂŒrich 1948.
Bereits in den 1960er Jahren sind im Zusammenhang mit Studien zur zukĂŒnftigen, computergestĂŒtzten Verkehrssteuerung Konzepte von Carsharing entstanden.
In den frĂŒhen 1970er Jahren gab es die ersten gröĂeren Projekte: Das ProcoTip-System in Frankreich ĂŒberdauerte nur zwei Jahre. Ein ambitionierteres Projekt aus Amsterdam hieĂ Witkar, das auf kleinen Elektrofahrzeugen und elektronischen Bedienelementen fĂŒr Reservierung und RĂŒckgabe beruhte sowie auf vielen Standorten in der Stadt. Das Projekt wurde Mitte der 1980er Jahre aufgegeben.
Die 1980er Jahre können als Wendepunkt bezeichnet werden. Mehrere kleinere Carsharing-Projekte entstanden in der Schweiz und Deutschland sowie in Norwegen (Bilkollektivet) und in den Niederlanden (CollectCar). Ab den 1990er Jahren erlebten diese und weitere Projekte wie CommunAuto und AutoShare in Kanada, Car Sharing Portland (spĂ€ter Flexcar) in Portland (Oregon) und Zipcar bei Boston sowie CityCarClub in GroĂbritannien ein deutliches Wachstum.
Der weltweite Markt fĂŒr Carsharing umfasst eine Milliarde Euro. Eine Studie einer Beratungsagentur erwartete bis 2016 ein Wachstum auf zehn Milliarden Euro.[15]
Warum zahlreiche Anbieter mit unterschiedlichen Konzepten so schnell wieder aus dem Markt verschwunden sind, untersuchte eine Studie des Instituts fĂŒr Marketing & Management der UniversitĂ€t Hohenheim in Stuttgart in Kooperation mit europĂ€ischen Forschungspartnern. Zentrale Erkenntnisse der Studie: Wirklich ĂŒberzeugen könnten nur elektrobetriebene Fahrzeuge und Carsharing-Konzepte, die zur Lebenswirklichkeit der Konsumenten passten. Unabdingbar seien dabei bequeme und flexible Nutzungsmöglichkeiten sowie ein hoher Service-Level.[16]
Deutschland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1988 wurde in Berlin die StattAuto Berlin (seit 2006 unter dem Namen Greenwheels) als Ă€lteste Carsharing-Organisation Deutschlands gegrĂŒndet. 1990 und 1991 entstanden in Aachen, Bremen und Freiburg im Breisgau weitere Organisationen.
Die Anzahl der bei einem Carsharing-Anbieter angemeldeten Nutzer in Deutschland belÀuft sich nach Angaben des Bundesverbandes CarSharing e. V. (bcs) zum Jahresbeginn 2024 auf 5,51 Millionen. Dabei entfallen auf das stationsunabhÀngige Carsharing 4,5 Millionen Personen. Stationsbasierte Anbieter kommen auf 1 Million Fahrberechtigte.[17]
Stand 2025 sind 297 Carsharing-Anbieter in Deutschland aktiv. In 44 StĂ€dten stehen reine stationsunabhĂ€ngige Systeme zur VerfĂŒgung. In weiteren 27 Orten gibt es Kombinationsmodelle aus stationsunabhĂ€ngigen und stationsbasierten Systemen. Rein stationsbasierte Anbieter sind in 1.385 Orten aktiv.[18]
In Deutschland stehen 27.400 Fahrzeuge in stationsunabhĂ€ngigen Systemen und 18.000 Fahrzeuge in stationsbasierten Systemen zur VerfĂŒgung. Die Flotten sind dabei seit 2020 um 19.600 Fahrzeuge bzw. 56 % gewachsen.[18]
Carsharing wird in Deutschland neben den im Folgenden genannten âkommerziellen Angebotenâ in zwei Organisationsformen betrieben:
- Kapitalgesellschaften (in Form einer GmbH oder AG): Viele Gesellschaften sind AusgrĂŒndungen aus Vereinen oder professionell gefĂŒhrte Vereine, die gröĂere Teile der Bevölkerung erreichen wollen. Zum Teil geschieht dies auch in Form von Genossenschaften.
- Kleinere Vereine und Nachbarschaftsgruppen: Diese Gruppen legen lediglich die Kosten um, sind also nicht gewinnorientiert und operieren meist in einem lokalen oder stadtteilbezogenen Umfeld. Sie stellen die gröĂte Anzahl von Carsharing-Organisationen dar, bieten aber in der Regel nur einzelne Fahrzeuge an.
Kommerzielles Angebot
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Die gröĂten Carsharing-VerbĂŒnde Deutschlands mit mindestens 10.000 Kunden sind (Stand Mai 2025)[18]
- cambio CarSharing in 47 deutschen StĂ€dten, darunter Aachen, Berlin, Bielefeld, Bonn, Bremen (auch Standort der Buchungszentrale), Bremerhaven, Delmenhorst, Dortmund, DĂŒsseldorf, Euskirchen, Flensburg, Hamburg, Köln, LĂŒneburg, Oldenburg, SaarbrĂŒcken und Wuppertal, hat etwa 2.700 Fahrzeuge fĂŒr rund 145.000 Kunden und zusĂ€tzlich Stationen in Belgien (Stand Februar 2024).[19]
- Free2move ist ein weltweiter Free-Floating-Carsharing-Konzept, welches im Jahr 2012 von der Groupe PSA gegrĂŒndet wurde. Die Flotte umfasst rund 450.000 Fahrzeuge.
- Miles Mobility (Eigenschreibweise: MILES Mobility) ist ein konzernunabhĂ€ngiger Carsharing-Anbieter und mit ĂŒber 21.000 Fahrzeugen in 12 StĂ€dten in Deutschland (Berlin, Potsdam, Hamburg, MĂŒnchen, Köln, DĂŒsseldorf, Bonn, Duisburg, Wuppertal, Solingen, Stuttgart, Augsburg) sowie drei StĂ€dten in Belgien (Antwerpen, BrĂŒssel, Gent) aktiv. Im Herbst 2022 hat MILES von der Volkswagen AG deren Carsharing-Tochter, WeShare, ĂŒbernommen.[20]
- Sixt share ist ein Carsharing-Angebot von Sixt.
- Stadtmobil in Berlin, Rhein-Ruhr, Hannover und Umgebung, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Stuttgart und Umgebung, Karlsruhe und Umgebung sowie Pforzheim hat ĂŒber 4.000 Fahrzeuge fĂŒr rund 100.000 Kunden und kombiniert stationsbasiertes mit dynamischem (free-floating) Carsharing.
- teilAuto in 30 StĂ€dten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und ThĂŒringen, u. a. in Halle, Dresden, Jena, Magdeburg, Chemnitz, Gera, Erfurt, Leipzig, hat rund 100.000 Kunden und ca. 2.200 Fahrzeuge (Stand MĂ€rz 2026).[21] Seit Februar 2018 bietet teilAuto im Stadtgebiet von Leipzig auch eine Free Floating-Flotte von 100 Fahrzeugen an.
Manche Carsharing-Organisationen gehören keinem Verbund an, weisen aber gleichwohl eine beachtliche Kundenzahl auf, beispielsweise book-n-drive als gröĂter Anbieter im Rhein-Main-Gebiet mit ĂŒber 1.000 Fahrzeugen und 90.000 Kunden (Stand Juli 2024) in Frankfurt am Main, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Oberursel (Taunus), Offenbach am Main und RĂŒsselsheim[22] oder Stattauto MĂŒnchen mit etwa 450 Fahrzeugen und 17.000 Teilnehmern im GroĂraum MĂŒnchen oder Stadtmobil SĂŒdbaden mit ĂŒber 9.000 Teilnehmern in Freiburg und 30 weiteren StĂ€dten und Gemeinden in Mittel- und SĂŒdbaden (Stand Juli 2016).[23]
Weitere Angebote:
- Die Drive-Carsharing GmbH nahm als erstes Carsharing-Unternehmen auch Elektroautos mit in die Flotte auf. Diese werden zurzeit in DĂŒsseldorf und Köln angeboten, wobei die Stadtwerke DĂŒsseldorf AG und die RheinEnergie AG als Partner an diesem Projekt beteiligt sind.[24][25]
- In Berlin hat der amerikanische klassische Autovermieter Hertz sein 2008 gegrĂŒndetes âon demandâ (ad hoc) Carsharing-Modell Hertz on Demand eingefĂŒhrt. Hierbei bucht der Kunde nicht wie bei Autovermietungen ĂŒblich ĂŒber die Firmenzentrale, sondern ĂŒber das dazugehörige Internetportal, und er ist nicht auf die festen AnmietbĂŒros des Unternehmens festgelegt. Auch ist das Preisschema völlig unterschiedlich. Im Mai 2013 wurde das Carsharing-Angebot in Hertz 24/7 umbenannt.[26]
- Die in Dresden ansĂ€ssige BSMRG GmbH hat sich unter dem Namen CarlundCarla.de ausschlieĂlich auf Nutzfahrzeuge im Carsharing spezialisiert. Was 2013 mit einem einzelnen T4 Transporter begann[27][28], ist mittlerweile ein Unternehmen mit einer Flotte von ĂŒber 1250 Fahrzeugen (Stand 2023)[29] in 37 StĂ€dten in Deutschland, bestehend aus VW Craftern und T6 Transportern. Die Transporter werden teilweise auch mit neun Sitzen fĂŒr den Personentransport angeboten. Seit 2021 testet CarlundCarla die ersten Abt e-Transporter 6.1 von VW um den Einstieg in die ElektromobilitĂ€t vorzubereiten. 2018 war das Startup-Unternehmen Teil des Inkubator-Programms der GlĂ€sernen Manufaktur von Volkswagen.[30] 2023 wurde das Unternehmen mit dem SĂ€chsischen Unternehmerpreis[31] ausgezeichnet.
Verbreitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Verbreitung von Carsharing ist in Deutschland sehr unterschiedlich. Karlsruhe ist mit heute 5,35 Autos pro 1.000 Einwohner[32] Spitzenreiter. In den MillionenstĂ€dten Hamburg, MĂŒnchen und Stuttgart ist Carsharing auch sehr verbreitet, allerdings weniger das klassische Carsharing dafĂŒr aber umso mehr Free-floating-Angebote.
Insgesamt gab es zu Beginn des Jahres 2025 in Deutschland nur 25.400 Fahrzeuge, die fĂŒr Carsharing eingesetzt wurden. Mithin stellt Carsharing derzeit âlediglich eine Nischeâ dar.[33]
Bis heute beschrĂ€nkt sich erfolgreiches Carsharing auf dichter besiedelte Gebiete. Dadurch ist das Konzept fĂŒr in lĂ€ndlichen Gebieten lebende Personen oft nicht besonders interessant und daher weniger verbreitet. Es gibt dennoch auch kleinere Projekte, die Carsharing auch auĂerhalb von BallungsrĂ€umen etablieren wollen.[34]
Der BwFuhrparkService bietet einen als BwCarsharing betitelten Leihdienst fĂŒr Angehörige der Bundeswehr mit ĂŒber 300 Fahrzeugen an.[35]
Ăsterreich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1992 wurden erste Carsharing-Initiativen nach deutschem und Schweizer Vorbild gegrĂŒndet. Es entstand AutoTeilen Ăsterreich (ATO) (Austrian Carsharing). Anfang 1995 erhielt die Forschungsgesellschaft MobilitĂ€t (FGM), Graz den Auftrag AutoTeilen und sein Potential in Ăsterreich zu beforschen. 1996 gab AutoTeilen Ăsterreich eine Garantie ab, dass die Autofreie Mustersiedlung, Wien mit Carsharing versorgt wird. Dadurch wurde der Bau von 225 GaragenstellplĂ€tzen verhindert und die eingesparten Kosten in sozial- und umwelttechnische Anlagen investiert. 1999 ging der Wohnblock mit 5 Carsharingautos der Firma Denzeldrive GmbH in Betrieb.[36] Denzels Carsharing (Denzeldrive GmbH) ĂŒbernahm 1997 Autoteilen.
Von 1997 bis 2011 war Denzel zunĂ€chst alleiniger Anbieter fĂŒr Carsharing in Ăsterreich. Die Denzel Mobility CarSharing GmbH wurde 2008 als Joint Venture der Wolfgang Denzel Auto AG und der Mobility CarSharing Schweiz gegrĂŒndet und fĂŒhrender Carsharing-Anbieter in Ăsterreich. Mit August 2012 erfolgte nach der Ăbernahme durch Zipcar die Ănderung des Firmennamens in Zipcar Austria GmbH. Das Unternehmen bot rund 200 Fahrzeuge in neun Preiskategorien an ĂŒber 100 Standorten in Wien, Innsbruck, Salzburg, Graz sowie weiteren StĂ€dten zu stunden- und kilometerbasierten Tarifen an. Kooperationen mit öffentlichen Verkehrs-Anbietern wie zum Beispiel den ĂBB, den Wiener Linien und Betreibern öffentlicher Verkehrsmittel in den BundeslĂ€ndern komplettierten das MobilitĂ€tskonzept.[37] Im Juli 2017 gab Zipcar bekannt, sich aus dem österreichischen Markt zurĂŒckzuziehen.[38]
Kommerzielles Angebot
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im August 2016 fuhren in Wien 1.200 Fahrzeuge kommerzieller Carsharing-Anbieter.[39]
- Free2move bietet rund 700 Fahrzeuge in Wien zur stationslosen Ausleihe an.
- ĂBB Rail & Drive nennt sich das Carsharing-Angebot der Ăsterreichische-Bundesbahnen-Tochter Rail Equipment GmbH & Co KG, das es seit 2017 in Ăsterreich gibt. Der Anbieter ist in 22 StĂ€dten innerhalb Ăsterreichs mit 260 Fahrzeugen vertreten. Bei dem Angebot handelt es sich um einen stationsbasierten Carsharing-Dienst mit Fokus auf Anmietung von Fahrzeugen bei Bahnhöfen der ĂBB. Zum Einsatz kommen Fahrzeuge verschiedener Marken wie VW, BMW, Renault und Citroen.[40]
Im September 2016 erschien die von den Bundesministerien fĂŒr Wissenschaft und Verkehr sowie Umwelt und dem Land Steiermark finanzierte Studie âCarsharingâ.[41][36]
Schweiz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1987 entstanden in der Schweiz zwei Carsharing-Genossenschaften, die AutoTeilet-Genossenschaft (ATG) in Stans und die ShareCom in ZĂŒrich. Anfangs wurden diese Unternehmen durch ehrenamtliche Arbeit getragen. Ein weiterer Anbieter war CopAuto in Genf, der sich nur kurzfristig von 1993 bis 1995 halten konnte und von der ATG ĂŒbernommen wurde.
1997 fusionierten die ATG und die ShareCom zur Mobility Genossenschaft, die in der Folge die technische Weiterentwicklung vorantrieb. Sie ging verschiedene Kooperationen mit Schweizer Verkehrsverbunden und Firmen ein und lizenzierte ihr selbst entwickeltes Reservierungssystem nach Ăsterreich und Spanien. Mobility Genossenschaft, die mit Abstand gröĂte Carsharing-Organisation in der Schweiz, hatte Ende 2014 120.000 Kunden und verfĂŒgte ĂŒber 2700 Autos auf 1400 StandplĂ€tzen.[42]
Von 2014 bis 2019 gab es mit der Mobility-Tochter Catch a Car einen Anbieter von stationsungebundenem Carsharing in den StÀdten Basel und Genf. 2019 wurde Catch a Car in das Mobility-System integriert.
Am 16. MĂ€rz 2020 wurde bekannt gegeben, dass die Sharoo-Vermieter von der Carsharing-Plattform 2EM ĂŒbernommen werden.[43] In einem Schreiben an alle Nutzer im April 2020 kĂŒndigte die Sharoo AG ihren RĂŒckzug vom Schweizer Markt per 31. Mai 2020 an. Die AMAG-Gruppe löste das Unternehmen auf und ersetzte es durch Ubeeqo.
Mit Stand von Ende 2022 listet das Bundesamt fĂŒr Energie auf der Website von EnergieSchweiz zehn klassische Carsharing-Anbieter in der Schweiz. Dazu kommen vier Peer-to-Peer-Carsharing-Anbieter.[44] Der klassische Carsharing-Anbieter Swiss E-Car AG, ein Gemeinschaftsunternehmen des Aargauer Stromkonzerns AEW Energie und der regionalen Stromversorgerin Eniwa, will sich ab 2024 auf nationaler Ebene ausbreiten.[45]
Europa
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Unter dem Namen European Car Sharing (ECS) beschlossen 1991 die fĂŒhrenden Carsharing-Anbieter aus DĂ€nemark, Deutschland, Italien, Norwegen und der Schweiz eine Kooperation. Dadurch ermöglichten sie ihren Mitgliedern im Rahmen des kombinierten Verkehrs auch lĂ€nderĂŒbergreifendes Carsharing. Der ECS wurde 2007 wieder aufgelöst.
In Frankreich wurde 2002 die Kooperative Citiz gegrĂŒndet (damals unter dem Namen France-Autopartage). Sie vereint 15 Anbieter in mehr als 80 französischen StĂ€dten.[46] In Paris gibt es mehrere Carsharing-Organisationen, beispielsweise Communauto (ehemals Mobizen), Avisondemand (ehemals Okigo, von AVIS & VINCI), Ubeeqo (ehemals Carbox, 2015 ĂŒbernommen von Europcar) und Free2move.
Move About (ehemals Th!nk About) wurde im Jahr 2007 von Jan-Olaf Willums in Norwegen gegrĂŒndet und bietet ausschlieĂlich CarSharing-Lösungen mit Elektroautos an. Motto des Unternehmens ist Zero Hassle â Zero Emission. Willums war Vorstand des norwegischen Elektroauto-Herstellers Think Global AS, der das erste europaweit zugelassene Elektroautomobil (M1-Homologation), den Th!nk City produziert. Mittlerweile ist Move About in mehreren LĂ€ndern Europas vertreten und herstellerunabhĂ€ngig. Move About bietet institutionellen und privaten Kunden âMobility on Demandâ an, im privaten Bereich oft auch als CarSharing bezeichnet.
Zipcar, ein zwischenzeitlich von der Avis Gruppe ĂŒbernommenes Startup, ist neben den HeimatmĂ€rkten USA und Kanada auch GroĂbritannien aktiv.
Vereinigte Staaten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit dem Beginn der US-Benzinrationierung am 1. Dezember 1942 wurde verstĂ€rkt fĂŒr die Bildung von Fahrgemeinschaften und das Carsharing geworben. Auf einem Plakat mit âWhen you ride ALONE you ride with Hitler! Join a Car-Sharing Club TODAY!â.[47]
In San Francisco gab es 1983 das Pilotprojekt Short-Term Auto Rental (STAR) mit 55 Fahrzeugen. Das Vorhaben wurde bereits nach 18 Monaten beendet. Die Wirkung auf die Verkehrsentwicklung wurde als zu gering angesehen, weil unter anderem nur 17 % der Nutzer ihr eigenes Fahrzeug verkauft hatten. Allerdings verschoben bereits 43 % den Kauf eines Fahrzeugs.[48]
1998 entstand Car Sharing Portland in Portland (Oregon), das im Jahr 2000 in Flexcar mit Sitz in Seattle (Washington) aufging. Ebenfalls 2000 wurde Zipcar in Cambridge (Massachusetts) von Cameron Russell nach dem Vorbild der deutschen und schweizerischen Systeme gegrĂŒndet.
2007 schlossen sich Zipcar und Flexcar zusammen. Aufgrund der geringen Siedlungsdichte der USA konzentriert sich das Unternehmen auf BallungsrĂ€ume und Hochschulstandorte. Mit ĂŒber 9000 Fahrzeugen und 700.000 Mitgliedern wurde Zipcar der gröĂte Carsharing-Anbieter der Welt. In Frankfurt am Main befand sich der einzige deutschlandweite Standort, in Ăsterreich war der Anbieter in verschiedenen StĂ€dten vertreten.
Im Jahre 2008 beteiligten sich folgende Unternehmen an einer Untersuchung in den USA und Kanada: AutoShare, City Carshare, CityWheels, Community Car Share of Bellingham, CommunAuto, Community Car, Co-operative Auto Network, IGo, PhillyCarShare, VrtuCar und Zipcar. Von den 9635 Teilnehmern kamen 6895 aus den USA.[48]
2010 startete Car2go mit 200 Fahrzeugen in Austin[49] und weitete sein Angebot auf neun StĂ€dte in den USA aus. Im Jahr 2014 ĂŒberschritt die Zahl der Kunden weltweit eine Million.[50] Anfang 2019 standen ĂŒber 4000 Fahrzeuge in den USA zum Verleih. Am 18. Dezember 2019 teilte Share Now, der Zusammenschluss der Carsharing-Anbieter car2go und DriveNow, mit, dass Ende Februar 2020 der Betrieb sowohl in den gesamten USA als auch in Kanada eingestellt wird, da das GeschĂ€ft trotz groĂer Investitionen wegen eines geringen Kundenzuspruchs nicht wirtschaftlich betrieben werden konnte.[51]
General Motors kĂŒndigte im Mai 2019 an, seinen 2016 gestarteten Carsharing-Dienst Maven in acht StĂ€dten einzustellen, was eine Reduzierung des Angebotes um mehr als die HĂ€lfte bedeutet.[52]
China
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In China hat die Firma Kandi Technologies Group Inc. in Zusammenarbeit mit dessen Tochterunternehmen Zhejiang Kandi Vehicles Co., Ltd. sowie dem Autobauer Geely ein Carsharing-Projekt begonnen, an dessen Abschluss 100.000 Carsharing-Autos fĂŒr chinesische Carsharer zur VerfĂŒgung stehen sollen. Die Marke ist Kandi. In Hangzhou wurde ein Anfang gemacht;[53] allmĂ€hlich breitet sich das Projekt ĂŒber andere Gegenden wie die GroĂstĂ€dte Shanghai und Chengdu sowie die Regionen Jiangsu und Hainan aus.[54][55]
Entwicklungsperspektiven
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit den 1990er Jahren weist Carsharing hohe Zuwachsraten bei den privaten Nutzern auf. AuĂerdem haben Unternehmen ihre geschĂ€ftlich genutzten Fahrzeuge teilweise auf Carsharing umgestellt, auch Corporate Carsharing genannt, welches zum Ziel hat die Kosten pro Fahrzeugkilometer zu senken. Weitere Impulse gehen von den langfristig steigenden Benzinpreisen aus. Innovative Konzepte zielen darauf ab, Privatfahrzeuge zu vermieten. So werden keine neuen Fahrzeuge angeschafft.
Insbesondere das elektrische Carsharing kann durch die Umstellung des Antriebs und die Ersetzungsquote bei privaten PKWs zur Erreichung der stĂ€dtischen Klimaziele beitragen. Das elektrische Carsharing kann die Antwort auf die oftmals geĂ€uĂerte Kritik sein, dass ElektromobilitĂ€t nur etwas fĂŒr Eigenheimbesitzer mit Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ist. Durch die geteilte Nutzung können die Anschaffungskosten fĂŒr Ladeinfrastruktur und Fahrzeug auf viele Schultern verteilt werden und ElektromobilitĂ€t in StĂ€dten attraktiv angeboten werden.[56]
Auch könnte das Carsharing zukĂŒnftig in die Nutzung des ĂPNV in Verbindung mit dem sogenannten BĂŒrgerticket integriert werden.[57]
Im Zuge des Forschungsprojekts âSynAreaâ wurde ein fĂŒr lĂ€ndliche und suburbane Regionen optimiertes Carsharing-System konzipiert. Es zeichnet sich gegenĂŒber den bestehenden urbanen Systemen durch neuartige Fahrzeuge aus, welche zwecks leichterer Wiederverteilung zu Gespannen gekuppelt werden können und in einem langsamen Modus auch fĂŒhrerscheinfrei verwendbar sind. Zur Finanzierung soll darĂŒber hinaus eine mit dem Leihsystem abgestimmte Umgestaltung des öffentlichen Verkehrs beitragen.[58]
Sollten autonome Autos zur Serienreife entwickelt und zugelassen werden, könnte dies einige Nachteile des Carsharings ausgleichen. Ein Fahrzeug könnte den Kunden autonom am Wunschort abholen und sich am Ziel selbstĂ€ndig einen Parkplatz suchen. Zudem könnten die Anbieter die Fahrzeuge effizienter einsetzen, da diese je nach Bedarf selbstĂ€ndig in Gebiete mit hoher Nachfrage fahren könnten. Eine Studie aus dem Jahr 2013 geht davon aus, dass diese Perspektive das Potential hat, mehr als 90 Prozent des Fahrzeugbestandes ĂŒberflĂŒssig machen zu können.[59]
Im Mai 2014 gab Google bekannt, dass 100 Testfahrzeuge gebaut werden sollen. Dabei soll auf Lenkrad, Bremse und Gaspedal verzichtet werden. Die Fahrzeuge sind Elektroautos. Die Fahrzeuge sollen nicht in Privatbesitz wechseln, sondern quasi als fĂŒhrerlose Taxis bzw. Transportkapseln dienen. In einem Video zeigt Google, wie Privatpersonen den Prototyp testen. Google vereint damit die neuen Prinzipien Elektroauto, autonomes Fahren und Car-Sharing (s. a. Autonomes Landfahrzeug).[60][61][62]
Kritik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sammlung von Benutzerdaten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Verleihen von Fahrzeugen erzeugt viele Daten zur Nutzung, die Firmen kommerziell nutzen können.[63] Im Rahmen des Plattformkapitalismus fokussieren sich Unternehmen daher darauf, Nutzungs- und Standortdaten von Kunden, die Carsharing-Angebote nutzen, zu sammeln und im Rahmen der jeweils geltenden Datenschutzrichtlinien gewinnbringend weiterzuverwenden. Da diese Daten den Unternehmen unmittelbar gehören, haben die Kunden nur sehr begrenzten Einfluss auf deren Weiterverarbeitung. âĂffentlicher Verkehr ist dann wie Facebook.â[64]
Die zumeist von Automobilherstellern betriebenen MobilitĂ€tsplattformen, ĂŒber die auch Carsharing-Dienste angeboten werden, greifen auf von groĂen IT-Unternehmen betriebene intermediĂ€re Plattformen wie etwa Google Maps zurĂŒck, um ihre Dienste anbieten zu können. Diese Tech-Giganten haben somit Zugriff auf eine immense Menge an Nutzungsdaten und dementsprechend auch eine erhebliche Macht zur Gestaltung urbaner RĂ€ume. Da diese Macht aber nur mit einer sehr geringen Rechenschaftspflicht gegenĂŒber staatlichen oder gesellschaftlichen Institutionen einhergeht, ist der Druck, in lokale Verkehrsversorgungsbedarfe zu investieren Ă€uĂerst marginal.[65][66]
Exkludierender Charakter der Dienstleistung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als problematisch wird hĂ€ufig auch die Art und Weise, wie Carsharing-Angebote an Standorten implementiert werden, angesehen, da die hierfĂŒr zustĂ€ndigen Privatunternehmen in der Regel nur aus ökonomischen Motiven handeln. So beschrĂ€nken sich die Angebote meist auf Ballungsgebiete, da dort die Menschen, die Carsharing-Dienste am hĂ€ufigsten in Anspruch nehmen, beheimatet sind. Es handelt sich dabei vor allem um Personen, die ĂŒber einen hohen Bildungsgrad sowie ein ĂŒberdurchschnittliches Einkommen verfĂŒgen und alleine leben.[67][68] Die MobilitĂ€tsbedĂŒrfnisse von Menschen in lĂ€ndlichen RĂ€umen sowie von Personen mit eher geringen finanziellen SpielrĂ€umen bleiben folglich unberĂŒcksichtigt. DarĂŒber hinaus ist die Nutzung von Carsharing-Angeboten sehr voraussetzungsvoll. Potentielle Nutzer mĂŒssen ein hohes MaĂ an digitaler Kompetenz an den Tag legen, um Carsharing-Fahrten anmelden und bezahlen zu können. Vor allem Ă€lteren Menschen fehlt dieses Wissen allerdings oftmals, sodass sie Carsharing-Dientsleistungen nicht in Anspruch nehmen können.
Carsharing ermöglicht zwar insgesamt mehr Menschen Zugang zu einem Auto, da z. B. Anschaffungskosten entfallen, jedoch sind Carsharing-Angebote bislang nur an Orten existent, an denen es bereits gut ausgebaute ĂPNV-Angebote und zumeist auch gute Radfahrmöglichkeiten gibt. Sie treten damit in unmittelbare Konkurrenz zum öffentlichen und nicht motorisierten Verkehr.[69] Damit bleibt eine Vielzahl an Chancen, die Carsharing und Smart Mobility-Dienstleistungen im Allgemeinen durchaus bieten, ungenutzt, denn âTechnologien einer digitalen KonnektivitĂ€t können genauso gut dazu genutzt werden, motorisierten Verkehr aus der Stadt zu halten und FuĂverkehr sowie kostenfreien öffentlichen Transport zu befördern, um den StraĂenraum als gesunden, sicheren und gemeinschaftlich geteilten öffentlichen Raum nutzen zu können.â[70] In seiner aktuellen AusprĂ€gung verfolgt Carsharing also nicht primĂ€r das Ziel, soziale Ungleichheiten in Bezug auf MobilitĂ€t abzubauen, sondern soll in erster Linie Profit generieren.
Feministische Kritik an stationslosen Carsharing-Angeboten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Europa nutzen MĂ€nner deutlich öfter stationslose Carsharing-Angebote als Frauen (bei stationsbasierten Angeboten ist das VerhĂ€ltnis dagegen ausgewogen)[71]. Da das MobilitĂ€tsverhalten von europĂ€ischen Frauen hĂ€ufig durch Wegeketten geprĂ€gt ist, scheint es so, als wĂŒrde Carsharing auch hier grundlegende MobilitĂ€tsbedĂŒrfnisse nicht befriedigen können.[67][72]
Aus feministischer Perspektive wird kritisiert, dass Carsharing nicht dazu genutzt wird, mit dem Konzept der autogerechten Stadt zu brechen und dadurch der Androzentrismus in der Verkehrspolitik bestehen bleibt. Verkehrspolitik in Industriegesellschaften fokussiert sich seit Jahrzehnten darauf, möglichst groĂe Distanzen in möglichst kurzer Zeit zu ĂŒberwinden. Leitbild fĂŒr verkehrspolitische MaĂnahmen ist dabei der mĂ€nnliche Arbeitnehmer, der mit dem Auto stets ohne Umwege zwischen Wohnort und Arbeitsstelle pendelt.[73] Stationsloses Carsharing setzt diese Tradition insofern fort, als das die von den Anbietern genutzten Algorithmen einen Gender-Data-Gap produzieren: Mithilfe der Algorithmen bestimmen die Carsharing-Anbieter, zu welchem Zeitpunkt wie viele Autos fĂŒr Kunden zur VerfĂŒgung stehen. Da mehrheitlich MĂ€nner Carsharing-Angebote nutzen, wird das Angebot auch stets fĂŒr diese optimiert. FĂŒr Frauen, die eher ein anderes MobilitĂ€tsverhalten an den Tag legen als MĂ€nner, bleibt das Angebot daher tendenziell unattraktiv.[74]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Muheim & Partner: CarSharing: der SchlĂŒssel zur kombinierten MobilitĂ€t: Synthese. EDMZ, Bern 1998, DNB 957260350.
- Markus Petersen: Ăkonomische Analyse des Car Sharing. Deutscher UniversitĂ€ts-Verlag, Gabler Edition Wissenschaft, Wiesbaden 1995, ISBN 3-8244-6111-0.
- Herbert Baum, Stephan Pesch: Car sharing als Lösungskonzept stĂ€dtischer Verkehrsprobleme: Kurzfassung des Forschungsberichtes Nr. 70421/93 im Auftrag des Bundesministers fĂŒr Verkehr. In: Kölner DiskussionsbeitrĂ€ge zur Verkehrswissenschaft. Band 6. Institut fĂŒr Verkehrswissenschaft, Köln 1995.
- Willi Loose, M. Mohr, C. Nobis u. a.: Bestandsaufnahme und Möglichkeiten der Weiterentwicklung von Car-Sharing. In: Berichte der Bundesanstalt fĂŒr StraĂenwesen. (= Verkehrstechnik. Heft V 114). Hrsg. Bundesanstalt fĂŒr StraĂenwesen. Wirtschaftsverlag NW, Verlag fĂŒr Neue Wissenschaft, Bremerhaven 2004, ISBN 3-86509-144-X (Schlussbericht und Volltext des Artikels [PDF; 1,2 MB]).
- Bundesverband CarSharing e. V. (Hrsg.): Eine Idee setzt sich durch! 25 Jahre CarSharing. ksv kölner stadt- und verkehrs-verlag, Köln 2014, ISBN 978-3-940685-19-3.
- Werner Hadorn: CarSharing in der Schweiz: Eine bewegte Erfolgsgeschichte. Smart Books, Kilchberg ZH (Schweiz) 2008, ISBN 978-3-908497-56-1.
- Brenner, Michael: Die Bevorrechtigung des Carsharing â eine straĂenrechtliche oder straĂenverkehrsrechtliche MaĂnahme? In: StraĂenverkehrsrecht (SVR) 2017, 361â365.
- WĂŒstenberg, Dirk: Carsharingrecht von Bund und LĂ€ndern. In: Gewerbearchiv (GewArch) 2019, 409-414.
- Kluth, Winfried: Carsharinggesetz des Bundes und seine Umsetzung auf kommunaler Ebene. In: Landes- und Kommunalverwaltung â Verwaltungsrechts-Zeitschrift fĂŒr die LĂ€nder Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, ThĂŒringen (LKV) 2018, 112â116.
- Benjamin Linke, Corina JĂŒrschik: Analog trifft digital â Neuigkeiten bei den rechtlichen Rahmenbedingungen zum Ride- und Carsharing. In: Neue Zeitschrift fĂŒr Verkehrsrecht (NZV) 2018, 496-506.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und ĂŒber Carsharing im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- SWR 2 Verkehr im Takt, Feature vom 11. Mai 2013. Komplette Sendung als Audio: mp3-download.swr.de (MP3; 26,5 MB)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â a b § 2 Nr. 1 des Carsharinggesetzes.
- â The Times. 20. August 1975, S. 4.
- â Carsharing am Flughafen von Carsharing-Experten.
- â citeecar.com ( vom 18. Mai 2015 im Internet Archive) Host bei Citeecar.
- â Warum wissen wir nicht, wie viel ein Auto im Monat kostet? In: Auf-Ruhr, Magazin (der Stiftung Mercator) August 2020, mit Autokostenrechner
- â Stiftung Warentest: Carsharing â fĂŒr wen sich das Autoteilen lohnt 14. Februar 2012.
- â FAQ des Bundesverbandes Carsharing.
- â Studie zu Car2Go: Warum Carsharing der Umwelt nicht hilft, Bericht der Zeitschrift Wirtschaftswoche vom 7. September 2018, abgerufen am 26. September 2018.
- â BMW speichert keine Standortdaten, gibt aber Bewegungsprofil an Gericht, Bericht auf Netzpolitik.org mit Zitaten aus einer offiziellen Stellungnahme der Firma BMW vom 21. Juli 2016.
- â Unfall mit Carsharing-Auto: BMW liefert Gericht Bewegungsprofil eines Kunden. Bericht auf Spiegel Online vom 21. Juli 2016.
- â Carsharing-Watchblog â ShareNow, DriveNow & co.: Gegen die Raserei und GefĂ€hrdung durch nach Minuten bezahlte Carsharing-PKW â Kritik und UnfĂ€lle. Abgerufen am 16. Dezember 2022.
- â Fragen & Antworten â stadtmobil. Abgerufen am 26. April 2024: âWie lange im Voraus muss ich buchen? â Sie können unmittelbar vor Fahrtantritt buchen oder mehrere Monate im Voraus â wie Sie wollen. Die meisten Fahrten werden bei stadtmobil weniger als 24 Stunden vor Fahrtbeginn gebucht. [...]â
- â welt.de: Car-Sharing-Anbieter tun sich schwer im Ruhrgebiet, 17. November 2013.
- â smumo. Free-Floating in Bremen. cambio CarSharing in Bremen. In: cambio-carsharing.de. cambio MobilitĂ€tsservice GmbH & Co. KG, Mai 2024, abgerufen am 25. Mai 2024.
- â Markus Fasse, Silke Kersting: Die neue Lust am Leihauto. In: Handelsblatt. 9. Juli 2013, S. 20 (handelsblatt-shop.com).
- â UniversitĂ€t Hohenheim: âI like it â but I donât use itâ: Studie zeigt, warum so viele Carsharing-Angebote scheitern. 7. Februar 2020. Der vollstĂ€ndige Forschungsbeitrag âI like it, but I don't use it: Impact of carsharing business models on usage intentions in the sharing economyâ ist in der Fachzeitschrift Business Strategy and the Environment erschienen. (PDF; 9,2 MB)
- â Bundesverband CarSharing e. V.: Fact Sheet CarSharing in Deutschland. Abgerufen am 22. Mai 2025.
- â a b c Bundesverband CarSharing e. V.: CarSharing-Statistik. Abgerufen am 22. Mai 2025.
- â Cambio Carsharing: Ăber uns. In: cambio-carsharing.de. cambio MobilitĂ€tsservice GmbH & Co. KG, 15. Februar 2024, abgerufen am 22. Mai 2025.
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- â Kandi Technologies reports the Kandi Brand JL7001BEV four-passenger pure electric sedan vehicle to be delivered for public EV sharing system in Hangzhou ( vom 28. November 2014 im Internet Archive) kandivehicle.com-Internetportal, 12. November 2013 (englisch).
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- â 30 Jahre CarSharing in Deutschland. Bundesverband CarSharing, Juni 2018, abgerufen am 22. September 2025: âWer nutzt stationsbasiertes CarSharing? 56% mĂ€nnlich; 44% weiblich [...] Wer nutzt Free-floating? 70% mĂ€nnlich; 30% weiblichâ
- â Maria del Mar Alonso-Almeida: Carsharing. Another gender issue? Drivers of carsharing usage among women and relationship to perceived value. In: Travel Behaviour and Society. 17, 2019, S. 36â45, doi:10.1016/j.tbs.2019.06.003.
- â Christine Bauhardt: StĂ€dtische LebensqualitĂ€t im Spannungsfeld von sozialer Gerechtigkeit und FĂŒrsorgeverantwortung â Szenarien fĂŒr geschlechtergerechte MobilitĂ€tschancen. In: Ulrich MĂŒckenberger, Siegfried Timpf (Hrsg.): ZukĂŒnfte der europĂ€ischen Stadt. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-531-15500-5, S. 281â297, hier S. 282 ff.
- â Andrea Reidl: Darum ist Shared Mobility nicht fĂŒr Frauen gemacht. In: emmett.io. 13. Oktober 2021, abgerufen am 6. Januar 2024.
