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Dieser Artikel behandelt den Stadtteil. Zum Fluss siehe Bindersbach (Queich).
Bindersbach
Stadt Annweiler am Trifels
Wappen der ehemaligen Gemeinde Bindersbach
Koordinaten: 49° 11′ N, 7° 59′ O49.189847.975708246Koordinaten: 49° 11′ 23″ N, 7° 58′ 33″ O
Höhe: 246 (240–290) m ü. NHN
Einwohner: 359 (31. Dez. 2022)[1]
Eingemeindung: 1. Oktober 1956
Postleitzahl: 76855
Vorwahl: 06346
Bindersbach (Rheinland-Pfalz)
Bindersbach (Rheinland-Pfalz)
Lage von Bindersbach in Rheinland-Pfalz
Bindersbach von der Reichsburg Trifels aus
Bindersbach von der Reichsburg Trifels aus

Bindersbach ist ein Stadtteil und insgesamt einer von vier Ortsbezirken der Stadt Annweiler am Trifels im rheinland-pfälzischen Landkreis Südliche Weinstraße. Bis 1956 war Bindersbach eine eigenständige Gemeinde.

Geographische Lage

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Der Ort liegt etwa 2 km südöstlich der Kernstadt mitten im Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwalds auch genannt wird, in einem südlichen Seitental der Queich, dem sogenannten Bindersbacher Tal. Der namensgebende Bindersbach entspringt am nördlichen Ortsrand und mündet nach 2,5 km[2] innerhalb von Annweiler von rechts in die Queich. Südwestlich erstreckt sich der 576,8 m hohe Rehberg, der sich größtenteils auf Gemarkung der Ortsgemeinde Waldrohrbach befindet. 1 km westlich steht der Asselstein, eine markante Felsformation. Im Ort selbst befindet sich mit dem Park des Kurhauses Trifels außerdem ein Naturdenkmal.

Geschichte

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Die erstmalige urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf das Jahr 1306 zurück. Bis zum Beginn der Neuzeit gehörte er den Herren von Scharfenberg, ehe er 1521 in den Besitz der fürstlich löwensteinischen Herrschaft Scharfeneck wechselte, dem es bis Ende des 18. Jahrhunderts angehörte.

Der Dreißigjährige Krieg führte zweimal zur Entvölkerung des Dorfes. Obwohl es danach wieder aufgebaut wurde, wurde es 1676 erneut zerstört.

Ab 1798 gehörte Bindersbach zunächst zu Frankreich 1802 hatte die Gemeinde 138 Einwohner, mit Ausnahme von zwei Reformierten und zwei Lutheranern waren alle katholisch.[3] Ab 1804 war der Ort Bestandteil des Napoleonischen Kaiserreichs. Während dieser Zeit unterstand der Ort der Mairie Annweiler, dem gleichnamigen Kanton und dem Département Donnersberg. 1815 hatte der Ort insgesamt 163 Einwohner. Im selben Jahr wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. Unter der bayerischen Verwaltung war der Ort von 1818 bis 1862 Bestandteil des Landkommissariat Bergzabern, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1928 hatte der Ort 232 Einwohner, die in 45 Wohngebäuden lebten. Sowohl die Katholiken als auch die Protestanten gehörten seinerzeit zu Pfarrei von Annweiler.[4] Ab 1938 war der Ort Bestandteil des Landkreises Bergzabern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone und kam zum neu geschaffenen Regierungsbezirk Pfalz in damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz, ehe sie mit Wirkung zum 1. Oktober 1956 in die Stadt Annweiler eingemeindet wurde. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte Bindersbach in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad-Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde.

Politik

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Der Ortsteil Bindersbach ist ein Ortsbezirk der Stadt Annweiler am Trifels und verfügt über einen eigenen Ortsbeirat sowie einen Ortsvorsteher.[5] Der Ortsbeirat besteht aus acht Mitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsvorsteher als Vorsitzendem.[6]

Martin Thomas wurde am 22. Juli 2024 Ortsvorsteher von Bindersbach.[7] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 69,6 % gegen einen Mitbewerber durchgesetzt.[8]

Sein Vorgänger Dieter Götten hatte das Amt im Juli 2014 übernommen.[9] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 91,75 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden,[10] bei der Wahl 2024 trat er nicht erneut an. Erster Ortsvorsteher von Bindersbach war von 1999 bis 2014 Franz Kaiser.[11]

Sehenswürdigkeiten

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  • Wegekreuz
    Wegekreuz
  • Kurhaus Trifels
    Kurhaus Trifels
  • Burg Trifels
    Burg Trifels

Mit einem Wegekreuz an der örtlichen Kurhausstraße und dem Kurhaus Trifels stehen zwei Objekte vor Ort unter Denkmalschutz.[12] Rund 1 km nördlich des Ortes steht die Reichsburg Trifels, südöstlich davon – bereits auf Gemarkung von Leinsweiler – die Ruinen der Burgen Anebos und Scharfenberg.

Verkehr

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Die Kreisstraße 3 verbindet den Ort mit der Annweilerer Kernstadt. Fast unmittelbar oberhalb des Siedlungsgebiets verläuft südlich annähernd halbkreisförmig die Kreisstraße 2 als sogenannte Trifelsstraße, zu der es von Bindersbach aus jedoch keine direkte Straßenverbindung gibt. Der Ort ist über die Buslinie 523 des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angebunden, die ihn mit der Kernstadt sowie mit Gräfenhausen, Queichhambach und Albersweiler verbindet. Nächstgelegener Bahnhof ist Annweiler am Trifels.

Literatur

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  • Stadt Annweiler am Trifels, Gesamtredaktion VG-Archiv Annweiler a. Tr. (Hrsg.): Bindersbach 1306–2006, das Dorf am Fuße des Trifels. Maierdruck, Lingenfeld 2006. 

Weblinks

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  • Webpräsenz von Bindersbach

Einzelnachweise

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  1. ↑ Einwohner – Geographische Lage. Stadt Annweiler am Trifels, abgerufen am 4. März 2025. 
  2. ↑ GeoExplorer der Wasserwirtschaftsverwaltung Rheinland-Pfalz (Hinweise)
  3. ↑ Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des königlich bayerischen Rheinkreises, Band 1, Neidhard, 1836, S. 322 (Google Books).
  4. ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 723–724 (Digitalisat). 
  5. ↑ Hauptsatzung der Stadt Annweiler am Trifels. (PDF; 108 kB) § 2 Ortsbezirke. 21. August 2024, abgerufen am 14. November 2024. 
  6. ↑ Wahl zum Ortsbeirat Bindersbach 9. Juni 2024. Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels, abgerufen am 10. Dezember 2024. 
  7. ↑ Ortsbeirat – 22.07.2024. Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels, abgerufen am 10. Dezember 2024. 
  8. ↑ Wahl zum Ortsvorsteher Bindersbach 9. Juni 2024. Verbandsgemeinde Annweiler am Trifels, abgerufen am 10. Dezember 2024. 
  9. ↑ Judith Hörle: Bindersbach: Dieter Götten tritt wieder als Ortsvorsteher an. Die Rheinpfalz, 19. April 2019, abgerufen am 14. April 2020. 
  10. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 14. April 2020 (siehe Annweiler am Trifels, Verbandsgemeinde, 15. Ergebniszeile).@1@2Vorlage:Toter Link/www.wahlen.rlp.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven) 
  11. ↑ In der 1. Ortsbeiratssitzung der Wahlperiode 2024/2029 übergab Ortsvorsteher Dieter Götten das Amt an seinen Nachfolger Martin Thomas. In: Aktuelles im Dorf. Brigitte Salmon, Karlsruhe, 24. Juli 2024, abgerufen am 10. Dezember 2024. 
  12. ↑ Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südliche Weinstraße. Mainz 2026, S. 7 (PDF; 10 MB).
Annweiler am Trifels
Gliederung der pfälzischen Stadt Annweiler am Trifels

Kernstadt | Bindersbach | Gräfenhausen | Queichhambach | Sarnstall

Normdaten (Geografikum): GND: 7548783-4 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS)
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