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KZ Bergen-Belsen (Deutschland)
KZ Bergen-Belsen (Deutschland)
KZ Bergen-Belsen
KZ Bergen-Belsen in Deutschland

Das Konzentrationslager Bergen-Belsen war von April 1943 bis April 1945 ein nationalsozialistisches Konzentrationslager unter der SS-Tarnbezeichnung Aufenthaltslager im Ortsteil Belsen der Gemeinde Bergen im Kreis Celle in der damaligen Provinz Hannover, heute Land Niedersachsen. Teile waren zuvor und dann parallel ein Kriegsgefangenenlager (Stalag XIc) der dt. Wehrmacht. Die Befreiung durch britisch/kanadische Truppen erfolgte am 15. April 1945.

Gedenkstein am Eingang zum Friedhof auf dem historischen LagergelÀnde
Friedhof auf dem historischen LagergelĂ€nde, mit Obelisk und Inschriftenwand, JĂŒdischem Mahnmal, MassengrĂ€bern und symbolischen Grabsteinen

Geschichte

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Das Lager entstand aus Baracken, die bis 1939 als UnterkĂŒnfte fĂŒr Arbeiter dienten, die den TruppenĂŒbungsplatz in Bergen errichtet hatten. Die Baracken wurden nach Kriegsbeginn bis Januar 1945 von der Wehrmacht in ein Lager fĂŒr belgische und französische, dann auch fĂŒr sowjetische Kriegsgefangene umfunktioniert.

1943 ĂŒbernahm die SS einen Teil des Lagers und nutzte es als „Aufenthaltslager“ fĂŒr „Austauschjuden“, jĂŒdische HĂ€ftlinge, die gegen deutsche Zivilinternierte im Ausland ausgetauscht werden sollten. SpĂ€ter kamen ein MĂ€nner- und ein Frauenlager fĂŒr kranke und arbeitsunfĂ€hige HĂ€ftlinge aus anderen Konzentrationslagern hinzu. Ab MĂ€rz 1944 wurden weitere Zehntausende HĂ€ftlinge aus frontnahen Konzentrationslagern in das KZ Bergen-Belsen verlegt.

Bis zur Befreiung des Lagers durch britische Truppen am 15. April 1945 starben im KZ Bergen-Belsen mindestens 52.000 HĂ€ftlinge aufgrund der Haftbedingungen. FĂŒr Tausende war es eine Durchgangsstation zur Ermordung in Vernichtungslagern.[1]

Kriegsgefangenenlager und -friedhof

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Ein 1935 bei der Errichtung des TruppenĂŒbungsplatzes Bergen fĂŒr die Bauarbeiter im Wald errichtetes Barackenlager („Heeresneubaulager Bergen-Belsen“) wurde 1940 von der Wehrmacht zur Unterbringung von 600 französischen und belgischen Kriegsgefangenen genutzt.[2] Im Mai/Juni 1941 wurde der Ort zu einem Mannschafts-Stammlager und Lazarett fĂŒr sowjetische Kriegsgefangene ausgebaut und erhielt die Bezeichnung (Kriegsgefangenen-Mannschafts-Stammlager) Stalag XI C (311).[3][4] Bis Herbst 1941 wurden dort mehr als 21.000 sowjetische Kriegsgefangene eingeliefert. Unterkunftsbaracken gab es kaum, daher mussten die Gefangenen unter freiem Himmel, in Erdhöhlen und LaubhĂŒtten unterkommen.[5][6] Bis zum FrĂŒhjahr 1942 starben rund 14.000 der Gefangenen an Hunger, KĂ€lte und Krankheiten. Sie wurden auf einem etwa 600 Meter vom Lager entfernten Friedhof, der sowjetischen KriegsgrĂ€berstĂ€tte Bergen-Lohheide, zumeist in MassengrĂ€bern beerdigt. Zwischen 1941 und 1945 wurden hier 19.580 sowjetische Kriegsgefangene und 142 italienische MilitĂ€rinternierte begraben. Außerdem sind in zehn weiteren EinzelgrĂ€bern Armeeangehörige aus anderen Staaten bestattet worden. Bislang konnten drei von ihnen als polnische Kriegsgefangene identifiziert werden.[7]

Im April 1943 trat die Wehrmacht den sĂŒdlichen Teil des LagergelĂ€ndes an die SS ab, die dort das Konzentrationslager Bergen-Belsen einrichtete. Die Wehrmacht nutzte den unter ihrem Kommando verbliebenen Lagerteil unter der Bezeichnung Stalag XI B Fallingbostel Zweiglager Bergen-Belsen bis Mitte Januar 1945 weiterhin als Lazarett fĂŒr sowjetische Kriegsgefangene, zwischen Juli 1944 und Mitte Januar 1945 wurden dort auch etwa 800 italienische MilitĂ€rinternierte behandelt. ZusĂ€tzlich waren zwischen Oktober/November 1944 und Mitte Januar 1945 auch etwa 1000 Angehörige der polnischen Heimatarmee Armia Krajowa dort untergebracht. Mitte Januar 1945 wurde auch das Lazarett aufgelöst und das Areal von der SS ĂŒbernommen.[8]

  • Übersichtsplan zum sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof und zur KZ-GedenkstĂ€tte
    Übersichtsplan zum sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof und zur KZ-GedenkstĂ€tte
  • MassengrĂ€ber auf dem sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof
    MassengrÀber auf dem sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof
  • Sowjetisches Mahnmal auf dem Kriegsgefangenen­fried­hof („Die Trauernde“ [Kopie] von M. Muchin[9])
    Sowjetisches Mahnmal auf dem Kriegsgefangenen­fried­hof („Die Trauernde“ [Kopie] von M. Muchin[9])

Aufenthaltslager Bergen-Belsen

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Als Aufenthaltslager wurde der Lagerteil, der nun der Amtsgruppe D des SS-Wirtschaft-Verwaltungshauptamtes WVHA ĂŒbertragen war, zwischen Ende Juni 1943 und Dezember 1944 bezeichnet. Dieses Lager war zunĂ€chst als „Zivilinterniertenlager Bergen-Belsen“ gegrĂŒndet worden und sollte vorrangig solchen Juden vorbehalten sein, die als „Austauschjuden“ gegen deutsche Zivilisten dienen konnten, die im feindlichen Ausland interniert waren. Die ursprĂŒngliche Bezeichnung wurde vom WVHA jedoch alsbald geĂ€ndert, „da Zivilinterniertenlager gemĂ€ĂŸ der Genfer Konvention internationalen Kommissionen zur Besichtigung zugĂ€nglich sein“ mussten und man dieses vermeiden wollte.[10]

Im Zweiten Weltkrieg tauschten die kriegfĂŒhrenden Staaten mehrfach einige von ihnen festgehaltene Zivilinternierte gegen eigene Staatsangehörige aus, die im jeweiligen Feindstaat interniert waren. Bemerkenswert ist in diesem Fall, dass die Nationalsozialisten zu Zeiten, in denen Juden in den Vernichtungslagern massenhaft ermordet wurden, im Aufenthaltslager Bergen-Belsen auch bestimmte Juden fĂŒr einen Austausch bereitstellten.

Planung

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Bereits im Dezember 1941 und abermals im November 1942 hatte der ReichsfĂŒhrer SS Heinrich Himmler deutsche Zivilinternierte, die ursprĂŒnglich illegal nach PalĂ€stina eingewandert waren und von den Briten in Australien interniert worden waren, gegen Juden mit britischem Pass austauschen lassen. Das AuswĂ€rtige Amt und das Reichssicherheitshauptamt gedachten, 30.000 Juden mit PĂ€ssen oder Staatsangehörigkeitspapieren von „Feindstaaten“ oder solchen mit verwandtschaftlichen, politischen und kaufmĂ€nnischen Beziehungen dorthin vorerst von der Deportation in den Osten auszunehmen und sie in einem Lager zu konzentrieren, wo sie fĂŒr einige Zeit zum Austausch mit internierten Deutschen „zur VerfĂŒgung stehen“ sollten. Himmler griff diesen Plan auf und ordnete fĂŒr das FrĂŒhjahr 1943 an, ein Lager fĂŒr etwa 10.000 Juden zu errichten, die wegen ihrer Beziehungen zum Ausland als Austauschpersonen oder als Druckmittel bei der Beschaffung von Devisen und Rohstoffen zurĂŒckgestellt werden sollten. Andere dort Internierte besaßen die Staatsangehörigkeit neutraler oder verbĂŒndeter Staaten und sollten als Faustpfand fĂŒr Wohlverhalten dienen.

Dieses Sonderlager wurde auf einem abgetrennten GelĂ€ndeteil des Kriegsgefangenenlagers Stalag XI C/311 eingerichtet, das nur noch als Lazarett fĂŒr sowjetische Kriegsgefangene der Region diente und diese Funktion auch bis 1945 beibehielt.

Die Errichtung des „Zivilinternierungslagers Bergen-Belsen“ wurde vom WVHA am 10. Mai 1943 bekannt gegeben. Mitte Juli 1943 kamen im nunmehr so bezeichneten „Aufenthaltslager Bergen-Belsen“ die ersten polnischen Juden an, von denen die meisten PĂ€sse oder Staatsangehörigkeitspapiere lateinamerikanischer Staaten oder Einreisezertifikate fĂŒr PalĂ€stina besaßen. In beiden Regionen waren seit Kriegsbeginn Deutsche interniert; es gab im deutschen Machtbereich kaum „nichtjĂŒdische“ Personen aus diesen Regionen.[11]

Lagereinteilung des Aufenthaltslagers

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Ein Baukommando von 600 HĂ€ftlingen wurde in einem abgetrennten „HĂ€ftlingslager“ untergebracht, das bis Anfang Februar 1944 bestand. Das „Aufenthaltslager“ war in vier Abschnitte eingeteilt, die durch ZĂ€une abgetrennt waren. Die dort inhaftierten Gruppen waren voneinander isoliert und wurden unterschiedlich behandelt.[12] Leiter des Lagers war bis Dezember 1944 der SS-HauptsturmfĂŒhrer Adolf Haas.

Sternlager

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JĂŒdischer Gedenkstein vom 15. April 1946

Im „Sternlager“ waren Ende Juli 1944 etwa 4100 „Austauschjuden“ inhaftiert, darunter Juden aus Saloniki, sieben Transporte aus Westerbork, nordafrikanische Juden, kleine Gruppen französischer Juden, jugoslawische und albanische Juden aus Zagreb. Hier – wie auch in anderen Lagerteilen â€“ waren auch Familien mit Kindern untergebracht. Die Internierten trugen Zivilkleidung mit aufgenĂ€htem Judenstern, daher die Bezeichnung „Sternlager“. Ihre ErnĂ€hrung war unzureichend. Es bestand Arbeitsverpflichtung, oft beim „Schuh-Kommando“. Hier mussten die HĂ€ftlinge alte Schuhe auseinandertrennen.

Von diesen Austauschjuden kam nur ein geringer Teil durch Austausch frei. Ende April 1944 reisten 222 Personen in einem PalĂ€stina-Austausch aus. 136 Personen mit PĂ€ssen lateinamerikanischer Staaten durften im Januar 1945 ĂŒber die Schweiz ausreisen; andere wurden im Internierungslager von Biberach (Lager Lindele) zurĂŒckgehalten, weil zu wenig deutsche Internierte fĂŒr den Austausch bereitstanden.

Neutralenlager

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Im „Neutralenlager“ fĂŒr Juden aus neutralen Staaten lebten 250 bis 360 Personen; neben Portugiesen und Argentiniern hauptsĂ€chlich Spanier und TĂŒrken. Die Lebensbedingungen waren deutlich besser als im „Sternlager“. Am 4. MĂ€rz 1945 konnten 105 Juden tĂŒrkischer Staatsangehörigkeit ĂŒber Schweden ausreisen.

Sonderlager

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Im „Sonderlager“ waren rund 350 aus Polen deportierte Juden verschiedener NationalitĂ€ten untergebracht, die offensichtlich von den Insassen des „Sternlagers“ abgesondert waren, um Kontakte zwischen den polnischen und den westeuropĂ€ischen Juden zu vermeiden, da Letztere ĂŒber die Vernichtungslager im Osten von Polen nicht viele Kenntnisse besaßen. Aus diesem Grunde waren sie auch nicht in den Arbeitskommandos eingesetzt.

Ungarnlager

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Im „Ungarnlager“ waren seit dem 8. Juli 1944 insgesamt 1683 ungarische Juden inhaftiert. Diese „Kasztner-Gruppe“ wurde im Austausch gegen Devisen und Waren wie Rohkaffee am 20. August 1944 beziehungsweise am 25. Januar 1945 in die Schweiz entlassen. Am 7. Dezember 1944 trafen 2200 ungarische Juden aus dem Durchgangslager Strasshof bei Wien ein, die wegen ihrer „bevorzugten Stellung“ nicht nach Auschwitz transportiert werden sollten.[13]

Schicksal der jĂŒdischen AustauschhĂ€ftlinge

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Insgesamt wurden annĂ€hernd 14.700 jĂŒdische HĂ€ftlinge in den Jahren 1943/1944 in das KZ Bergen-Belsen, das „Aufenthaltslager“, gebracht. Von ihnen kamen rund 2560 durch Austausch frei.[14] FĂŒr eine etwa gleich große Gruppe war das Aufenthaltslager nur eine Zwischenstation auf dem Weg in die Vernichtungslager: Ihre Staatsangehörigkeitsnachweise oder Einreisezertifikate wurden nicht anerkannt. Die meisten der im Aufenthaltslager internierten Juden wurden bis in die letzten Kriegstage als immer noch wertvolle „Verhandlungsmasse“ im Lager festgehalten. In den letzten Kriegsmonaten konnte von einer bevorzugten Behandlung jedoch keine Rede mehr sein.

Zum Schicksal einer Gruppe von 72 „austauschfĂ€higen“ jĂŒdischen HĂ€ftlingen ab November 1944 siehe auch Schloss Bad Wurzach, damals ein Internierungslager in Bad Wurzach.

Zwischen dem 6. und 11. April 1945 wurden die verbliebenen rund 7000 „Austauschjuden“ mit drei TransportzĂŒgen in das KZ Theresienstadt geschickt, um in eventuellen Verhandlungen mit den Briten und Amerikanern eingesetzt zu werden. Nur einer der ZĂŒge erreichte seinen Zielort. Der letzte der drei Transporte blieb nach einer zweiwöchigen Irrfahrt durch ganz Deutschland in der NĂ€he der brandenburgischen Gemeinde Tröbitz stehen und wurde am 23. April 1945 von vorrĂŒckenden Truppen der Roten Armee befreit. 550 Insassen dieses „verlorenen Zugs“ ĂŒberlebten die Fahrt nicht.

Konzentrationslager Bergen-Belsen

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Trasse trennt KZ-GelÀnde (links) von Lazarett-Bereich (rechts)
Krematoriumsofen der Firma H. Kori, April 1945

Von MĂ€rz 1944 an wurden HĂ€ftlinge aufgenommen, die in anderen Lagern als „nicht mehr arbeitsfĂ€hig“ ausgesondert waren; die „Austauschjuden“ wurden in andere Baracken umverteilt. Aus dem stetig erweiterten Teil des ehemaligen „HĂ€ftlingslagers“ wurde nunmehr ein „Erholungslager“ (so die euphemistische Bezeichnung des Sterbelagers im SS-Jargon[15]). Denn tatsĂ€chlich fehlten ausreichende Ă€rztliche Hilfe und angemessene Verpflegung, um die aufgenommenen Kranken gesundheitlich wiederherzustellen. Vielmehr wurden zahlreiche HĂ€ftlinge durch Injizieren tödlicher Substanzen („Abspritzen“)[16] ermordet oder fielen dem geduldeten Terror von kriminellen FunktionshĂ€ftlingen zum Opfer.[17]

Von August 1944 an wurde dem Lager eine dritte Funktion als „Einweisungslager“ oder „Durchgangslager“ zugewiesen. An zentraler Stelle sollten RĂŒstungsfirmen geeignete Zwangsarbeiterinnen auswĂ€hlen.[18] Mehrere tausend „arische“ polnische Frauen, teils mit Kindern, wurden auf einer FreiflĂ€che in Zelten untergebracht. Kurz danach trafen eintausend Frauen aus Auschwitz ein. Im Herbst wurden die Zelte im Sturm zerstört; bis zum Aufbau von zusĂ€tzlichen Baracken mussten die HĂ€ftlinge sich in den vorhandenen UnterkĂŒnften und Magazinen zusammendrĂ€ngen. Bis zur Befreiung waren 12.500 Frauen Gefangene dieses Durchgangslagers, von denen etwa 10.000 zur Zwangsarbeit in Außenlager weitertransportiert wurden. In diesen Lagerteil kamen auch Anne Frank, Hannah Pick-Goslar und das MĂ€dchenorchester von Auschwitz.[19]

Als von Dezember 1944 an Evakuierungstransporte aus frontnahen Konzentrationslagern eintrafen, wurde das Lager Bergen-Belsen um den bislang von der Wehrmacht verwalteten Teil des Kriegsgefangenenlazaretts erweitert und im Januar 1945 als „Großes Frauenlager“ genutzt.

Zwischen Dezember 1944 und MĂ€rz 1945 trafen 6000 bis 7000 kranke und erschöpfte mĂ€nnliche HĂ€ftlinge aus dem KZ Sachsenhausen, 5000 bis 6000 von Außenlagern des KZ Buchenwald sowie weitere aus dem KZ Dora-Mittelbau und den Außenlagern der KZ Natzweiler und KZ FlossenbĂŒrg im Lager ein. Einzelne Baracken des „HĂ€ftlingslagers II“ waren mit 1500 Menschen belegt; weder Trinkwasserleitung noch Waschgelegenheiten waren vorhanden.

Im Dezember 1944 hatte das nun vom Kommandanten SS-HauptsturmfĂŒhrer Josef Kramer geleitete Lager 15.257 Insassen und wurde vom WVHA offiziell als „Konzentrationslager Bergen-Belsen“ gefĂŒhrt. Weitere „EvakuierungszĂŒge“ aus frontnahen Lagern trafen in rascher Folge ein. Unterbringungsmöglichkeiten, sanitĂ€re Einrichtungen und Verpflegung reichten in keiner Weise. Seuchen brachen aus; zuletzt gab es kein Essen mehr.

Die Entwicklung der BelegstĂ€rke ist nur in groben ZĂŒgen zu rekonstruieren. Am 1. Januar 1945 waren 18.465 HĂ€ftlinge im Lager, am 15. Januar 22.286, am 1. MĂ€rz 41.520, am 15. MĂ€rz 45.117. Allein im MĂ€rz 1945 zĂ€hlte man in Bergen-Belsen 18.168 Tote. Bis Mitte April kamen rund 35.000 Menschen um.[20] Das Massensterben ging auch nach der Befreiung weiter.

Gedenkstein fĂŒr Anne und Margot Frank auf dem Friedhof des historischen LagergelĂ€ndes

Bis in die 1990er-Jahre kursierten in englischsprachigen Veröffentlichungen weit ĂŒberhöhte Zahlenangaben fĂŒr Inhaftierte und Verstorbene in Bergen-Belsen. Auf der anderen Seite polemisierte Hellmut Diwald gegen angebliche „bewusste IrrefĂŒhrungen, TĂ€uschungen und Übertreibungen“ und nannte unbelegt eine Zahl von 7000 SterbefĂ€llen bis zur Befreiung.[21] GrĂŒndliche Nachforschungen haben zu fundierten Zahlen gefĂŒhrt. Die britischen Truppen fanden rund 60.000 HĂ€ftlinge vor. Rund 14.000 von ihnen starben noch nach der Befreiung. Die Gesamtzahl der Todesopfer in Bergen-Belsen (einschließlich dieser 14.000) wird auf 50.000 berechnet. Die Gesamtzahl aller HĂ€ftlinge Bergen-Belsens wird auf 110.000 bis 120.000 geschĂ€tzt; dabei sind auch diejenigen einbezogen, fĂŒr die das Lager nur eine Durchgangsstation war.[22]

Außenlager

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Zum KZ Bergen-Belsen gehörten zeitweilig drei Außenlager. Im Außenlager Benefeld waren zwischen Anfang September bis Oktober 1944 etwa 600 polnische JĂŒdinnen bei der Sprengstofffabrik Eibia eingesetzt. Im Außenlager HambĂŒhren (auch „HambĂŒhren-Ovelgönne“ oder „Waldeslust“ genannt) arbeiteten ab August 1944 bis zum 4. Februar 1945 rund 400 jĂŒdische Frauen beim Untertageausbau eines Salzstocks, beim Gleisbau und beim Aufbau von Baracken. Im Außenlager UnterlĂŒĂŸ (auch „Tannenberg“ genannt) waren ab Ende August 1944 bis zum 13. April 1945 bis zu 900 Frauen untergebracht, die zum grĂ¶ĂŸten Teil beim Straßen- und Gleisbau arbeiteten und zum Teil in einer Munitionsfabrik.[23][24]

Befreiung

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Abtransport der HĂ€ftlinge beim NĂ€herkommen der britischen Truppen

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Als sich britische und kanadische Truppen[25] dem Lager nĂ€herten, wurden zwischen dem 6. und 11. April 1945 noch vier TransportzĂŒge mit insgesamt rund 6800 jĂŒdischen HĂ€ftlingen zusammengestellt[26], die als „AustauschhĂ€ftlinge“ zurĂŒckgehalten worden waren.[27] Ziel war das KZ Theresienstadt.[28] Nur der zweite Zug erreichte es. Der letzte dieser drei Transporte wird als der Verlorene Zug bezeichnet.

Lokaler Waffenstillstand und Übergabe an die Briten

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Die 11. Panzerdivision der britischen Armee erreicht das KZ Bergen-Belsen am 15. April 1945

In einem bis dahin einmaligen Vorgang kam es in der Nacht vom 12. auf den 13. April 1945 zu einem lokalen Waffenstillstandsabkommen zwischen der Wehrmacht und den vorstoßenden britischen Truppen. Die Fleckfieberepidemie im Lager ließ eine Evakuierung nicht zu, und Himmler hatte einer kampflosen Übergabe des Lagers zugestimmt.[29] Den Angehörigen der Wehrmacht, die das Lager und die Kasernen des TruppenĂŒbungsplatzes bis zur Übergabe sichern sollten, wurde freier Abzug versprochen; fĂŒr das SS-Wachpersonal war diese Zusicherung nicht eindeutig formuliert.[30]

Am 15. April 1945 besetzte die 11. Panzerdivision der British Army das Konzentrationslager.[31] Es erfolgte die Übergabe des neutralisierten Gebietes. Oberst Taylor, der Kommandant des 63. britischen Panzerabwehrregiments erhielt das Amt des Lagerkommandanten.[32] Auf dem GelĂ€nde befanden sich noch rund 60.000 ausgezehrte HĂ€ftlinge. Die Befreier fanden zahlreiche unbestattete Leichen und zum Skelett abgemagerte, todkranke Menschen vor. Bergen-Belsen wurde daher zum „Symbol fĂŒr die schlimmsten GrĂ€uel und die unmenschliche Barbarei des nationalsozialistischen Konzentrationslagersystems“,[33] insbesondere in Großbritannien, dessen Truppen es befreiten und die Rettungsmaßnahmen fĂŒr die Überlebenden einleiteten.

Der britische MilitĂ€rarzt Hugh Llewellyn Glyn Hughes, spĂ€ter Leiter der Rettungs- und Rehabilitierungsmaßnahmen, schrieb:

„Kein Bericht und keine Fotografie kann den grauenhaften Anblick des LagergelĂ€ndes hinreichend wiedergeben
 An zahlreichen Stellen waren die Leichen zu Stapeln von unterschiedlicher Höhe aufgeschichtet
 Überall im Lager lagen verwesende menschliche Körper
 [Die Baracken] waren ĂŒberfĂŒllt mit Gefangenen in allen Stadien der Auszehrung und der Krankheit.“[34]

Unmittelbar nach der Übergabe versuchten verhungernde HĂ€ftlinge die Vorratslager zu plĂŒndern und wurden von ungarischen Wehrmachtsangehörigen beschossen. Gleichzeitig wurden verhasste FunktionshĂ€ftlinge verprĂŒgelt und erschlagen.[35] Eine grĂ¶ĂŸere britische SanitĂ€tseinheit kam am 17. April im Lager an. Ebenfalls am 17. April 1945 wurde das SS-Lagerpersonal verhaftet und bei dem Konzentrationslager in Zelten untergebracht. Die SS-MĂ€nner und weiblichen Angehörigen des SS-Gefolges mussten schließlich mithelfen, die zu Tausenden auf dem LagergelĂ€nde herumliegenden Leichen in MassengrĂ€bern zu bestatten.[36] Die verseuchten Baracken wurden nach und nach bis Mitte Mai gerĂ€umt und abgebrannt. Der BBC-Kriegsberichterstatter Richard Dimbleby schilderte in einem am 19. April ausgestrahlten Radiobericht erstmals fĂŒr die meisten englischen Zuhörenden, welche ZustĂ€nde er am 15. hinter dem Lagerzaun angetroffen hat.[37]

  • Massengrab, der ehemalige KZ-Lagerarzt Fritz Klein muss helfen, die Toten zu bestatten
    Massengrab, der ehemalige KZ-Lagerarzt Fritz Klein muss helfen, die Toten zu bestatten
  • Befreite HĂ€ftlinge tragen am 17. April 1945 aus den Baracken die Toten heraus
    Befreite HĂ€ftlinge tragen am 17. April 1945 aus den Baracken die Toten heraus
  • Blick in eine Baracke des KZ Bergen-Belsen, im April 1945 aufgenommen
    Blick in eine Baracke des KZ Bergen-Belsen, im April 1945 aufgenommen
  • Gefangene Aufseherinnen des SS-Gefolges, darunter Hildegard Kanbach (1. von links), Irene Haschke (Zentrum, 3. von rechts), Elisabeth Volkenrath (2. von rechts, teilweise verdeckt), Hertha Bothe (1. von rechts), am 19. April 1945 auf dem Weg zur Bestattung der Opfer
    Gefangene Aufseherinnen des SS-Gefolges, darunter Hildegard Kanbach (1. von links), Irene Haschke (Zentrum, 3. von rechts), Elisabeth Volkenrath (2. von rechts, teilweise verdeckt), Hertha Bothe (1. von rechts), am 19. April 1945 auf dem Weg zur Bestattung der Opfer
  • Abbrennen der Baracken
    Abbrennen der Baracken

Gedenken, Notlazarett, Displaced-Person-Camp fĂŒr die Überlebenden

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Notlazarett im KasernengelÀnde

Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes errichteten Überlebende des KZ Bergen-Belsen am 16. April 1945, einen Tag nach ihrer Befreiung, ein einfaches Birkenkreuz und gedachten der umgebrachten Kinder, Frauen und MĂ€nner.

An der gleichen Stelle wie im April ersetzten am 2. November 1945 polnische Überlebende, die jetzt in den ehemaligen Kasernen von Bergen-Hohne lebten, das Birkenkreuz durch ein grĂ¶ĂŸeres Holzkreuz. Dieses wurde zwar im Laufe der Jahre mehrfach erneuert, ist jedoch immer in der gleichen Form und GrĂ¶ĂŸe bis heute erhalten geblieben.

Überlebende des Lagers wurden in nahe gelegenen ehemaligen Wehrmachtskasernen untergebracht. In den als Notlazarette eingerichteten RĂ€umen wurden sie medizinisch versorgt. Im Sommer 1945 wurden die restlichen HĂ€ftlinge/Displaced Persons (DP) zur weiteren stationĂ€ren Behandlung in das ehemalige Wehrmachslazarett verlegt. Das Krankenhaus wurde inzwischen nach dem britischen SanitĂ€tsoffizier Brigadegeneral Hugh Llewellyn Glyn Hughes „Glyn Hughes Hospital“ benannt.[38] Trotz aller BemĂŒhungen verstarben noch rund 14.000 der geschwĂ€chten und kranken ehemaligen HĂ€ftlinge.[39] Das polnische Lager wurde im Sommer 1946 aufgelöst. Nach der GrĂŒndung des Staates Israel 1948 durften die Juden in kleinen Kontingenten ausreisen. Das jĂŒdische Lager wurde 1951 geschlossen.

Siehe auch: DP-Camp Belsen und Gedenkorte in der Heidmark

Bildergalerie

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  • Polnisches Holzkreuz, das Ă€lteste Mahnmal, errichtet von Bewohnern des polnischen DP-Camps
    Polnisches Holzkreuz, das Àlteste Mahnmal, errichtet von Bewohnern des polnischen DP-Camps
  • Bauliche Reste der ehemaligen Baracke 9 des HĂ€ftlingslagers
    Bauliche Reste der ehemaligen Baracke 9 des HĂ€ftlingslagers
  • Eines der MassengrĂ€ber fĂŒr 1000 Tote
    Eines der MassengrĂ€ber fĂŒr 1000 Tote
  • Kurz vor dem Gedenkstein am Eingang zum historischen LagergelĂ€nde des KZs Bergen-Belsen verlief die Lagergrenze
    Kurz vor dem Gedenkstein am Eingang zum historischen LagergelÀnde des KZs Bergen-Belsen verlief die Lagergrenze
  • Überreste des Wegs durch das Kriegsgefangenenlager im KZ Bergen-Belsen auf das Krankenlazarett zu
    Überreste des Wegs durch das Kriegsgefangenenlager im KZ Bergen-Belsen auf das Krankenlazarett zu
  • Fundamente des DesinfektionsgebĂ€udes in der NĂ€he des Haupteingangs des KZ
    Fundamente des DesinfektionsgebÀudes in der NÀhe des Haupteingangs des KZ

Bergen-Belsen-Prozess

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Gegen 45 Angehörige der ehemaligen Lagermannschaft wurde in LĂŒneburg vor einem britischen MilitĂ€rgericht vom 17. September bis zum 17. November 1945 der so genannte Bergen-Belsen-Prozess verhandelt. Neben 11 Todesurteilen ergingen eine lebenslange Haftstrafe, 18 Haftstrafen und 15 FreisprĂŒche.[40]

Bekannte HĂ€ftlinge

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Hans-JĂŒrgen Meyer und Klaus Brinker 1986 beim Gedenkgottesdienst fĂŒr die homosexuellen Opfer des KZ Bergen-Belsen

Zu den bekanntesten HĂ€ftlingen gehören neben Anne Frank und ihrer Schwester Margot auch der vormalige braunschweigische MinisterprĂ€sident Heinrich Jasper, die Schriftsteller Jean AmĂ©ry, Anita Lasker-Wallfisch und Josef Čapek, Leopold Szondi, der Reichstagsabgeordnete Julius Adler, der SPD-Landtagsabgeordnete Hermann Albertz sowie Israel Shahak, der Jurist Paul Dienstag sowie der WiderstandskĂ€mpfer Ernst Grube. Der Vater des Regisseurs Roberto Benigni war ebenfalls einige Zeit in dem Lager gefangen; der Film Das Leben ist schön basiert unter anderem auf diesen Erlebnissen. Nur fĂŒnf Tage vor der Befreiung starb HĂ©lĂšne Berr, die durch ihre Aufzeichnungen aus der Zeit der deutschen Besatzung in Paris bekannt wurde, die an die TagebĂŒcher der Anne Frank erinnern.

FĂŒr die Homosexuellen, die unter dem Unrechtsregime im MĂ€nnerlager und im Auffang- und Sterbelager von Bergen-Belsen inhaftiert waren oder zu Tode kamen, wurde erst 1999 eine Gedenktafel zu FĂŒĂŸen der Mahnmalwand installiert, die auch an das Schicksal der homosexuellen Opfer erinnert. Eine Dauerausstellung, die das Thema vertieft, informiert vor Ort zu nĂ€heren Einzelheiten.[41] Zudem veröffentlichte der Historiker Rainer Hoffschildt im Juli 2019 eine Auswahl von 33 Biographien von Opfern der Homosexuellenverfolgung mit Bezug zu Bergen-Belsen.[42]

Die Sintiza Hilde Rosenberg wurde im Alter von vierzehn Jahren aus Polen ins KZ Bergen-Belsen verschleppt. In einer Munitionsfabrik musste sie Zwangsarbeit leisten. Sie ĂŒberlebte, große Teile ihrer Familie und die ihres spĂ€teren Ehemannes jedoch nicht.

Hetty Werkendam, die mit ihren beiden BrĂŒdern Jacky und Max im Kinderhaus von Bergen-Belsen durch die Hilfe von Schwester Luba Frederick ĂŒberlebte, schrieb ĂŒber ihre Erlebnisse spĂ€ter das Buch Wir Kinder von Bergen-Belsen.[43] Schwester Luba rettete ĂŒber 40 Kindern im Kinderhaus von Bergen-Belsen das Leben, sie ging in die Geschichte als der „Engel von Bergen-Belsen“ ein und erhielt am 15. April 1995 die Silbermedaille fĂŒr humanitĂ€re Dienste an der Menschheit von Königin Beatrix der Niederlande.

Weitere Überlebende waren[44] Rudi Oppenheimer und Stefan Hertz.

KZ-Lagerpersonal

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Der letzte Lagerkommandant Josef Kramer in britischer Haft, Aufnahme vom August 1945

Zum Lagerpersonal gehörten unter anderem:[45]

  • Adolf Haas, Lagerkommandant bis Dezember 1944
  • Franz Xaver Trenkle, SchutzhaftlagerfĂŒhrer FrĂŒhjahr 1944 bis Januar 1945
  • Josef Kramer, Lagerkommandant des KZ ab 1. Dezember 1944 bis zur Befreiung durch alliierte Truppen
  • Franz HĂ¶ĂŸler, stellvertretender Lagerkommandant des KZ ab Anfang April 1945 bis zur Befreiung durch alliierte Truppen
  • Fritz Klein, Lagerarzt
  • Irma Grese, im MĂ€rz und April 1945 ArbeitsdienstfĂŒhrerin
  • Elisabeth Volkenrath
  • Johanna Bormann
  • Hertha Bothe
  • Hilde Michnia

Gedenkorte

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Verladerampe

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Mahnmal zur Verladerampe
Transport-Waggon und im Hintergrund ein Teil der Verladerampe[46]

Auf der Straße (L 298) von Bergen nach Belsen fĂŒhrt etwa auf halbem Wege eine StraßenbrĂŒcke ĂŒber die Bahnlinie nach Belsen. Gleich hinter dieser BrĂŒcke befindet sich links auf dem Parkplatz ein Mahnmal, das am 26. Januar 2008 eingeweiht wurde.[47] Es soll an die nahegelegene Bahnrampe erinnern, auf der die Kriegsgefangenen und KZ-HĂ€ftlinge ankamen. Sie wurden mit der Reichsbahn hierher transportiert und mussten von hier 5 bis 6 Kilometer zu Fuß in das Lager marschieren. Vom Parkplatz fĂŒhrt entlang der Bahntrasse ein ausgeschilderter, etwa 550 Meter langer Fußweg zur Verladerampe. Die AG Bergen-Belsen hat dort einen GĂŒterwagen aufgestellt, wie er zu den HĂ€ftlingstransporten eingesetzt wurde. Er steht dort als Mahnmal und Sinnbild fĂŒr die Verschleppung. Ein Teil der Rampe und des Gleises wurde im Jahr 2000 unter Denkmalschutz gestellt.

„Unweit der GedenkstĂ€tte Bergen-Belsen (Kreis Celle) wurde im April 2002 auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Bergen-Belsen e. V. neben der Rampe am Rande des heutigen TruppenĂŒbungsplatzes ein gedeckter GĂŒterwagen alter Bauart aufgestellt, der zuletzt von der Museumsbahn in Weyhe – Leeste (Niedersachsen) gekommen war. Sein eisernes Gerippe wurde durch Soldaten der Bundeswehr in Bergen-Hohne mit neuen Brettern versehen. Im Jahr zuvor war vom MilitĂ€r am Bahnhof Bergen bei Bauarbeiten irrtĂŒmlich ein Teil der seit September 2000 denkmalgeschĂŒtzten Verladerampe abgerissen worden, die daraufhin wieder hergestellt werden musste.“

– Alfred Gottwaldt[48]

Haus der Stille

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Haus der Stille

Am Rande des historischen LagergelĂ€ndes befindet sich das „Haus der Stille“, eine „begehbare Skulptur“.[49] Nach den PlĂ€nen von Ingema Reuter[50][51] und Gerd Winner[52] geschaffen, wurde es am 16. April 2000 eingeweiht.

Es ist ein Haus aus Chromnickelstahl, Glas und Granit, das an eine Kapelle erinnert: GedĂ€mpftes und dennoch helles Licht fĂ€llt auf einen Tisch im vorderen Teil. Auf ein konfessionell festgelegtes Symbol wurde bewusst verzichtet.[53] „Auf dem GelĂ€nde gab es keine baulichen Überreste des ehemaligen Konzentrationslagers, die hĂ€tten genutzt werden können. Die Inschriftenwand mit dem Obelisken,[54] das polnische Holzkreuz und der jĂŒdische Gedenkstein stammen aus der unmittelbaren Nachkriegszeit. Deshalb schien es erforderlich, einen der heutigen Zeit angemessenen Ort der Besinnung zu schaffen.“[53] Auf dem Tisch vor Sitzhockern sind viele Steine (z. T. mit Bemalung oder Gravur), Zettel, Kerzen und andere BesinnungsgegenstĂ€nde abgelegt.

„Niemand weiß, welches die angemessenen Formen sind, in denen in den nĂ€chsten Jahrzehnten die notwendige Erinnerung an das namenlose Grauen dieses Lagers Ausdruck finden kann.“[53] Besucher hatten in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass es eine Möglichkeit zur Meditation nach dem Gang ĂŒber das GelĂ€nde geben mĂŒsse. Deshalb wurde diese „begehbare Skulptur“ (8,4 Ă— 12,1 Ă— 26,2 Meter) in den Jahren 1997 bis 2000 geschaffen.

Dokumentationszentrum, Außenansicht (2008)

Dokumentationszentrum

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Am 28. Oktober 2007 wurde das Dokumentationszentrum KZ Bergen-Belsen mit einer AusstellungsflĂ€che von 1500 mÂČ eröffnet. Es liegt an der Straße zwischen Bergen, Belsen und Winsen/Aller. Die Kosten in Höhe von 13 Millionen Euro trugen je zur HĂ€lfte die Bundesrepublik Deutschland und das Land Niedersachsen. Die GedenkstĂ€tte wird von jĂ€hrlich etwa 250.000 Menschen besucht.[55]

Lernort M.B. 89

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Plan Niedersachsen-Kaserne und KZ-GelÀnde

Am 28. April 2019 wurde auf dem GelĂ€nde der Niedersachsen-Kaserne (Bergen-Hohne) der „Lernort M.B. 89“ eröffnet. Die Stiftung niedersĂ€chsische GedenkstĂ€tten, als TrĂ€gerin der GedenkstĂ€tte Bergen-Belsen, hat hier in Kooperation mit der Leibniz UniversitĂ€t Hannover die Dauerausstellung „AufrĂŒstung, Krieg und Verbrechen; die Wehrmacht und der TruppenĂŒbungsplatz Bergen“ aufgebaut. Die Mannschaftsbaracke Nr. 89 (M.B. 89), das GebĂ€ude in dem sich die Ausstellung befindet, wurde in den 1930er-Jahren errichtet und ist noch weitgehend original erhalten. Es beherbergte in den letzten Tagen vor der Befreiung HĂ€ftlinge des KZ Bergen-Belsen. Danach wurde es fĂŒr polnische und ab 1946 bis 1950 fĂŒr jĂŒdische Personen als Displaced Persons Camp genutzt. Die Ausstellung liegt im Ă€ußersten sĂŒdöstlichen Bereich des KasernengelĂ€ndes, an der Landesstraße L 298 von Bergen nach Winsen (Aller). Sie ist von hier ĂŒber ein separates Kasernentor zu erreichen.[56]

Siehe auch

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  • Thomas Rahe, Historiker, Autor und Herausgeber, wissenschaftlicher Leiter der KZ-GedenkstĂ€tte Bergen-Belsen
  • Neu-Hohne, ein FlĂŒchtlingslager, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Teilbereichen auf dem GelĂ€nde des ehemaligen KZ Bergen-Belsen eingerichtet wurde
  • Gedenkorte in der Umgebung der KZ-GedenkstĂ€tte Bergen-Belsen
  • Interviews mit Renate Lasker-Harpprecht (1945 und 2014, ehemalige Gefangene)
  • Interview mit Jens-Christian Wagner ĂŒber „alltĂ€gliche Versuche der Rechten, die Geschichte umzudeuten.“[57]
  • Night Will Fall, Dokumentationsfilm ĂŒber die Befreiung des Lagers

Literatur

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Publikationen der GedenkstĂ€tte ĂŒber das Konzentrationslager

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  • Bergen-Belsen. Historischer Ort und GedenkstĂ€tte. Hrsg.: Stiftung niedersĂ€chsische GedenkstĂ€tten / GedenkstĂ€tte Bergen-Belsen, Celle 2009, ISBN 978-3-9811617-8-6.
  • Bergen-Belsen: Kriegsgefangenenlager 1940–1945, Konzentrationslager 1943–1945, Displaced Persons Camp 1945–1950. Katalog der Dauerausstellung. Stiftung NiedersĂ€chsische GedenkstĂ€tten, Wallstein-Verlag, Göttingen 2009, ISBN 978-3-8353-0612-7.
  • Die Topografie des Lagers Bergen-Belsen: sechs Karten. Stiftung NiedersĂ€chsische GedenkstĂ€tten, GedenkstĂ€tte Bergen-Belsen, 2008, ISBN 978-3-9811617-5-5.
  • Gedenkbuch: HĂ€ftlinge des Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Stiftung NiedersĂ€chsische GedenkstĂ€tten, GedenkstĂ€tte Bergen-Belsen 2005.
  • Konzentrationslager Bergen-Belsen. Berichte und Dokumente. AusgewĂ€hlt und kommentiert von Rolf Keller, Wolfgang Marienfeld, Herbert Obenaus, Thomas Rahe, Hans-Dieter Schmid, Wilhelm Sommer, Wilfried Wiedemann. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1995, ISBN 3-525-35488-6.

Sonstige Publikationen

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nach Autoren alphabetisch geordnet

  • Hans-Dieter Arntz: Der letzte JudenĂ€lteste von Bergen-Belsen. Josef Weiss – wĂŒrdig in einer unwĂŒrdigen Umgebung. Helios, Aachen 2012, ISBN 978-3-86933-082-2.
  • Susanne Bardgett, David Cesarani: Belsen 1945. New Historical Perspectives. Vallentine Mitchell, Middlesex 2006, ISBN 0-85303-716-7 und, ISBN 0-85303-717-5 (englisch).
  • Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 7: Niederhagen/Wewelsburg, Lublin-Majdanek, Arbeitsdorf, Herzogenbusch (Vught), Bergen-Belsen, Mittelbau-Dora. C.H. Beck, MĂŒnchen 2008, ISBN 978-3-406-52967-2.
  • Rainer Hoffschildt: Homosexuelle HĂ€ftlinge und §175-Opfer, die in das KZ Bergen-Belsen kamen. Auswahl von 33 Biographien, Hannover 2019; Digitalisat als PDF-Dokument
  • Juliane Hummel: Immobile Erinnerung: Der Bau und die baulichen Reste des Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen. In: Wilfried Wiedemann, Joachim Wolschke-Bulmahn (Hrsg.): Landschaft und GedĂ€chtnis: Bergen-Belsen, Esterwegen, Falstad, Majdanek. MĂŒnchen 2011, ISBN 978-3-89975-268-7, S. 103–124.
  • Eberhard Kolb: Bergen-Belsen. Vom „Aufenthaltslager“ zum Konzentrationslager 1943–1945.
    • 6. ĂŒberarbeitete und stark erweiterte Auflage. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-525-36184-X.
    • 1. Aufl. LIT, 2011, ISBN 3-643-11067-7.
  • Renata Laqueur: Tagebuch aus Bergen-Belsen. MĂ€rz 1944 – April 1945. Herausgegeben von Saskia Goldschmidt, aus dem NiederlĂ€ndischen von Gerd Busse, Wallstein, Göttingen 2025 (Open Access).
  • Fritz Lettow: Arzt in den Höllen – Erinnerungen an vier Konzentrationslager, edition ost, Berlin 1997, ISBN 3-929161-92-3
  • Jakob Saß: Gewalt, Gier und Gnade. Der KZ-Kommandant Adolf Haas und sein Weg nach Wewelsburg und Bergen-Belsen, Vergangenheitsverlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-86408-246-7, S. 126–178.
  • Alexandra-Eileen Wenck: Zwischen Menschenhandel und „Endlösung“. Das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ferdinand Schöningh, Paderborn u. a. 2000, ISBN 3-506-77511-1.

Weblinks

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Commons: KZ Bergen-Belsen â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • GedenkstĂ€tte Bergen-Belsen
  • Linkkatalog zum Thema KZ Bergen-Belsen bei curlie.org (ehemals DMOZ)
  • Verzeichnis der Konzentrationslager und ihrer Außenkommandos gemĂ€ĂŸ § 42 Abs. 2 BEG
  • Hitchcocks nie gezeigte KZ-Doku – Night Will Fall Eine Holocaust Dokumentation von Alfred Hitchcock, mit Aufnahmen der britischen Armee, die hauptsĂ€chlich kurz nach der Befreiung des KZ Bergen-Belsen gemacht wurden (74 Minuten) auf Youtube
  • Als die Briten in Bergen-Belsen einrĂŒckten. In Watson ĂŒber den „vergessenen“ Sydney-Bernstein-Film German Concentration Camps Factual Survey, Februar 2014. (Britische Kameraleute am 15. April 1945 ff. mehr
 (englisch, 72 Minuten))
  • Literatur zum Schlagwort KZ Bergen-Belsen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Literatur ĂŒber das Konzentrationslager Bergen-Belsen in der NiedersĂ€chsischen Bibliographie
  • Stichwort Bergen-Belsen in 70 Tage Gewalt, Mord, Befreiung. Das Kriegsende in Niedersachsen, eine Dokumentation der Stiftung niedersĂ€chsische GedenkstĂ€tten
  • Das KZ Bergen-Belsen: Rekonstruiert in 3-D im Zustand von 1945
  • Interview mit KZ-Aufseherin Hilde M.
  • KZ Bergen-Belsen 1945: „Nichts als Leichen, Leichen, Leichen“ bei ndr.de vom 15. April 2024

Einzelnachweise

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  1. ↑ Gesamtchronologie des KZ Bergen-Belsen und der heutigen GedenkstĂ€tte (Memento vom 18. Januar 2017 im Internet Archive)
  2. ↑ Das leerstehende Barackenlager wurde fĂŒr Kriegsgefangene genutzt. (Memento vom 2. Januar 2012 im Internet Archive) www.bergen-belsen.stiftung-ng.de.
  3. ↑ Stalag XI C. www.relikte.com.
  4. ↑ Zum Stalag 311/XI C in Bergen-Belsen (ak-regionalgeschichte.de; auch ein Grundriss vom Stalag XI B Fallingbostel) (Memento vom 25. April 2012 im Internet Archive).
  5. ↑ Siehe auch die Grundlagenwerke zum Thema Kriegsgefangene von Rolf Keller u. a.: Literaturangaben der GedenkstĂ€tte Bergen-Belsen (Memento vom 6. Januar 2012 im Internet Archive)
  6. ↑ Rolf Keller: Sowjetische Kriegsgefangene im Deutschen Reich 1941/42. Wallstein Verlag, 18. November 2011; abgerufen im 1. Januar 1. 
  7. ↑ Bergen - Lohheide (Hörsten), Kriegsgefangenenfriedhof. Volksbund Deutsche KriegsgrĂ€berfĂŒrsorge, amtlich erfasst 23.215 Tote → Angaben ĂŒber Höhe der Todeszahlen veraltet. Hier Zahlen nach: Bergen-Belsen. Historischer Ort und GedenkstĂ€tte. Celle 2010, S. 54 und Informationstafel der Stiftung niedersĂ€chsische GedenkstĂ€tten am Parkplatz des Friedhofs, dort Angabe von 50.000 Toten.
  8. ↑ Bergen-Belsen. Historischer Ort und GedenkstĂ€tte. Celle 2010, Chronologie S. 8f, S. 12–19.
  9. ↑ M. Muchin schuf 1945 drei Mahnmale: In Oerbke die Figur eines Sterbenden, fĂŒr den Maschsee-Friedhof in Hannover einen trauernden Soldaten und fĂŒr den sowjetischen Friedhof in Belsen-Hörsten „Die Trauernde“ (ein weinendes MĂ€dchen). Die Figuren sind jeweils aus Marmor gearbeitet. Die Figur auf dem sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof wurde mehrfach beschĂ€digt. Sie steht jetzt im Dokumentationszentrum KZ Bergen-Belsen. Auf dem Friedhof wurde eine Kopie aufgestellt. Siehe auch: Volksbund Deutsche KriegsgrĂ€berfĂŒrsorge: Geschichts- und Erinnerungstafel Hannover. Ein Mahnmal fĂŒr den Ehrenfriedhof. (Memento des Originals vom 20. November 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.volksbund.de (PDF-Datei) mit historischen Fotos und Texten.
  10. ↑ Eberhard Kolb: Bergen-Belsen 1943–1945. Dokument S. 131.
  11. ↑ Rainer Schulze: „RettungsbemĂŒhungen.“ Anmerkungen zu einem schwierigen Thema der Zeitgeschichte. In: KZ-GedenkstĂ€tte Neuengamme (Hrsg.): Hilfe oder Handel? Bremen 2007, ISBN 978-3-86108-874-5, S. 11.
  12. ↑ Zahlenangaben in diesem Abschnitt nach Eberhard Kolb: Bergen-Belsen 1943–1945
.
  13. ↑ Alexandra-Eileen Wenck: Zwischen Menschenhandel und Endlösung
 Paderborn 2000, ISBN 3-506-77511-1, S. 335.
  14. ↑ Rainer Schulze: „RettungsbemĂŒhungen
“, ISBN 978-3-86108-874-5, S. 14.
  15. ↑ Eberhard Kolb: Bergen-Belsen 1943–1945
, S. 38.
  16. ↑ Die Mörder sind noch unter uns. In: Der Spiegel. Nr. 28, 1988 (online – basierend auf dem Buch Robert Jay Lifton: Ärzte im Dritten Reich. 1988). 
  17. ↑ Eberhard Kolb: Bergen-Belsen 1943–1945 
, S. 37.
  18. ↑ Alexandra-Eileen Wenck: Zwischen Menschenhandel
, S. 343.
  19. ↑ Alexandra-Eileen Wenck: Zwischen Menschenhandel
, S. 346.
  20. ↑ Zahlen nach Eberhard Kolb: Bergen-Belsen 1943–1945
, S. 43 f.
  21. ↑ Hellmut Diwald: Geschichte der Deutschen. Frankfurt am Main 1978, ISBN 3-549-05801-2, S. 164.
  22. ↑ Arnold JĂŒrgens, Thomas Rahe: Zur Statistik des Konzentrationslagers Bergen-Belsen – Quellengrundlage, methodische Probleme und neue Statistische Daten. In: KZ-GedenkstĂ€tte Neuengamme (Hrsg.): Die frĂŒhen Nachkriegsprozesse. Bremen 1997, ISBN 3-86108-322-1, S. 140 f.
  23. ↑ Das ehemalige KZ-Außenlager Tannenberg bei UnterlĂŒĂŸ. Abgerufen im 1. Januar 1 
  24. ↑ Thomas Rahe: Außenlager von Bergen-Belsen. In: Wolfgang Benz, Barbara Distel: Der Ort des Terrors. Band 7, MĂŒnchen 2008, S. 219 f.
  25. ↑ Mark Celinscak: Distance from the Belsen Heap: Allied Forces and the Liberation of a Nazi Concentration Camp. University of Toronto Press via Google Books, 1. Januar 2015; abgerufen im 1. Januar 1. 
  26. ↑ Eberhard Kolb: Bergen-Belsen 1943–1945. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1986, ISBN 3-525-01335-3, S. 72.
  27. ↑ Alexandra-Eileen Wenck: Zwischen Menschenhandel und „Endlösung“ - Das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Paderborn 2000, ISBN 3-506-77511-1, S. 369.
  28. ↑ Unter dem Stichwort „Verlorener Zug“ finden sich Einzelheiten zur Fahrtroute und dem Schicksal der drei ZĂŒge.
  29. ↑ Eberhard Kolb: Bergen-Belsen
, S. 51.
  30. ↑ Harries, Schmidt, Grosan, Taylor Balfour: Truce – Agreement Reference Number: 649. In: Stalag XIC (311) and KZ Bergen-Belsen, A History From 1935. Abgerufen am 14. Dezember 2011. 
  31. ↑ The 11th Armoured Division (Great Britain). In: encyclopedia.ushmm.org. Abgerufen im 1. Januar 1 
  32. ↑ Derrick Sington: Die Tore öffnen sich. LIT Verlab, Dr. W. Hopf Berlin, ISBN 978-3-88660-622-1
  33. ↑ Eberhard Kolb: Bergen-Belsen 1943–1945. Vom 'Aufenthaltslager' zum Konzentrationslager 1943–1945. Göttingen 2002, ISBN 3-525-36264-1, S. 7.
  34. ↑ Eberhard Kolb: Bergen-Belsen
, S. 52.
  35. ↑ Eberhard Kolb: Bergen-Belsen
, S. 53.
  36. ↑ Karin Orth: Die Konzentrationslager-SS. MĂŒnchen 2004, S. 266 f.
  37. ↑ How the first report from Belsen concentration camp shocked the world: ... I passed through the barrier, and found myself in the world of a nightmare. Dead bodies, some of ... - Mit dem Originalton: In April 1945, the BBC’s Richard Dimbleby was the first reporter to enter the liberated Belsen concentration camp. His report describing the unimaginable horror he found, was the first time many listeners had heard the bleak truth of what it was like to have endured life and death under the Nazis. 12 Minuten. (Archiv, z. T. wieder ausgestrahlt in einer BBC-Sendung vom 23. Okt. 2022)
  38. ↑ Die medizinische Versorgung der Displaced Persons erfolgte im Glynn Hughes Hospital.
  39. ↑ Konzentrationslager (1943-1945). In: bergen-belsen.stiftung-ng.de. Abgerufen im 1. Januar 1 
  40. ↑ Belsen Trial. www.jewishvirtuallibrary.org.
  41. ↑ Christian Römmer: Homosexuelle (Memento vom 19. April 2016 im Internet Archive) (PDF-Datei) Faltblatt, hrsg. von der GedenkstĂ€tte Bergen-Belsen, Stiftung NiedersĂ€chsische GedenkstĂ€tten.
  42. ↑ Vergleiche Homosexuelle HĂ€ftlinge und §175-Opfer, die in das KZ Bergen-Belsen kamen, PDF-Dokument von Rainer Hoffschildt, Hannover, vom Juni 2019, veröffentlicht im Juli 2019.
  43. ↑ Vorstellung und Zitate aus dem Buch Wir Kinder von Bergen-Belsen (siehe Literatur).
  44. ↑ Christina Sticht: Die Queen in Bergen-Belsen. In: Mainpost, 27. Juni 2015, S. 5.
  45. ↑ Not Prosecuted/Unknown. bergenbelsen.co.uk.
  46. ↑ Lage der Verladerampe
  47. ↑ Bericht des freien Journalisten Stefan DrĂ¶ĂŸler ĂŒber das Mahnmal zur Verladerampe (Memento vom 27. MĂ€rz 2009 im Internet Archive).
  48. ↑ Der deutsche „Viehwaggon“ als symbolisches Objekt in KZ-GedenkstĂ€tten, in: GedenkstĂ€ttenrundbrief, Nr. 139 (Oktober 2007), S. 18ff und Nr. 140 (Dezember 2007), S. 3ff.
  49. ↑ Haus der Stille. Seite von Gerd Winner.
  50. ↑ Ingema Reuter - Vita. (Memento vom 17. September 2013 im Internet Archive) Galerie Jochim.
  51. ↑ Ingema Reuter auf der Seite Kunst im Kloster. Abgerufen im 1. Januar 1 
  52. ↑ Gerd Winner auf der Seite Kunstkontor-Rampoldt (Memento vom 27. Mai 2012 im Internet Archive)
  53. ↑ a b c Haus der Stille – GedenkstĂ€tte Bergen-Belsen, Flyer der GedenkstĂ€tte.
  54. ↑ Die Inschriftenwand und der Obelisk entstanden 1948 auf Anordnung der britischen Besatzung. An dieser Stelle findet in jedem Jahr eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Befreiung statt, die wesentlich von der AG Bergen-Belsen mit Überlebenden und Jugendlichen des Internationalen Workcamps gestaltet wird.
  55. ↑ Ihr Besuch. GedenkstĂ€tte Bergen-Belsen.
  56. ↑ Bergen-Belsen-Stiftung, Lernort M.B. 89
  57. ↑ Peter Laudenbach: Rechtsradikalismus - Angriff auf die Erinnerungskultur. In: SĂŒddeutsche.de. Abgerufen im 1. Januar 1 
Liste der KZ-Stammlager

Deutsches Reich: KZ Arbeitsdorf | KZ Bergen-Belsen | KZ Buchenwald | KZ Dachau | KZ FlossenbĂŒrg | KZ Groß-Rosen | SS-Sonderlager Hinzert | KZ Mittelbau-Dora | KZ Mauthausen | KZ Neuengamme | KZ RavensbrĂŒck | KZ Sachsenhausen | KZ Niederhagen-Wewelsburg | KZ Stutthof | Polen: KZ Auschwitz I | KZ Auschwitz-Monowitz | KZ Majdanek | KZ Warschau | KZ Plaszow | Estland: KZ Vaivara | Litauen: KZ Kauen | Lettland: KZ Riga-Kaiserwald | Frankreich: KZ Natzweiler-Struthof | Niederlande: KZ Herzogenbusch

52.7577777777789.9077777777778Koordinaten: 52° 45â€Č 28″ N, 9° 54â€Č 28″ O

Normdaten (Körperschaft): GND: 4005631-4 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS)
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