| Baliros | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Nouvelle-Aquitaine | |
| Département (Nr.) | Pyrénées-Atlantiques (64) | |
| Arrondissement | Pau | |
| Kanton | Ouzom, Gave et Rives du Neez | |
| Gemeindeverband | Pays de Nay | |
| Koordinaten | 43° 14âČ N, 0° 18âČ W | |
| Höhe | 200â382 m | |
| FlĂ€che | 3,64 kmÂČ | |
| Einwohner | 515 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 141 Einw./kmÂČ | |
| Postleitzahl | 64510 | |
| INSEE-Code | 64091 | |
Rathaus von Baliros | ||
Baliros ist eine französische Gemeinde mit 515 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Ouzom, Gave et Rives du Neez (bis 2015: Kanton Nay-Ouest).
Die Einwohner werden Balirosiens oder Balirosiennes genannt.[1]
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Baliros liegt circa zwölf Kilometer sĂŒdöstlich und damit im GroĂraum von Pau in der historischen Provinz BĂ©arn.
Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:
| Assat Narcastet |
||
| Bordes | ||
| Bosdarros | Pardies-Piétat |
Baliros liegt am linken Ufer des Flusses Gave de Pau im Einzugsgebiet des Adour. Das Gemeindegebiet wird durchquert vom Luz, dem Canal de lâEscourre und dem Gest, der hier in den Luz einmĂŒndet.[2]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Paul Raymond, Archivar und Historiker des 19. Jahrhunderts, notierte die VolkszÀhlung im Jahre 1385. In Baliros wurden 11 Haushalte gezÀhlt und vermerkt, dass die Siedlung in der Bailliage von Pau liege. Weitere ErwÀhnungen sind in der Folge als Balliros (Kopialbuch von Assat, 1515), Baliroos (Reformation von Béarn, 1538) und Baliros auf der Karte von Cassini 1750.[3][4]
Die GrĂŒndung des Ortes könnte mit einer Heilquelle, genannt houn deus coucuts, zusammenhĂ€ngen. Vom 14. bis zum 18. Jahrhundert zog sie Pilger an, die Heilung von Menschen oder Tieren suchten, die von tollwĂŒtigen Tieren gebissen worden waren. Neben der Quelle wurde eine Kapelle zu Ehren des Apostels Simon Petrus errichtet, von der heute lediglich TrĂŒmmer zu sehen sind. Eine andere, eisenhaltige Quelle wurde in der Vergangenheit zur Linderung bei Blutarmut genutzt. Im 18. Jahrhundert handelten die Bewohner von Baliros auf den MĂ€rkten der Nachbarorte mit siliciumhaltigen Sand, der im kommunalen Wald vorkam.[5]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Höhepunkt im 19. Jahrhundert mit ĂŒber 300 Einwohnern ist die Zahl bis zu den 1940er Jahren auf die HĂ€lfte gesunken und steigt seitdem aufgrund der Lage im Einzugsbereich von Pau.
| Jahr | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2009 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 194 | 268 | 342 | 335 | 365 | 377 | 378 | 369 | 515 |
SehenswĂŒrdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Kirche, gewidmet dem Apostel Simon Petrus, wurde um 1658 errichtet und im 19. Jahrhundert umgebaut, als die westliche Fassade ĂŒberarbeitet und mit einem Glockenturm ausgestattet wurde. 1917 und 1956 wurden neue Glasfenster eingesetzt. Der Chor wird aufgewertet durch vier GemĂ€lde aus dem 17 und 18. Jahrhundert mit Szenen aus dem Leben Jesu: Anbetung der Hirten, Maria mit Kind, Kreuztragung Christi und Grablegung Christi.[8]
Wirtschaft und Infrastruktur
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Baliros liegt in der Zone AOC des Ossau-Iraty, ein traditionell hergestellter SchnittkÀse aus Schafmilch.[9]
Gesamt = 31
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Baliros wird durchquert von der Route dĂ©partementale 37 und ist ĂŒber Linien des Busnetzes Transports 64 ĂŒber Oloron-Sainte-Marie mit anderen Gemeinden des DĂ©partements verbunden.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website des Interessenverbands AOP Ossau-Iraty (französisch)
- Linienbusse âTransports 64â des DĂ©partements (französisch)
- Baliros auf der Karte von Cassini 1750
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â PyrĂ©nĂ©es-Atlantiques GentilĂ©. habitant.fr, abgerufen am 15. Februar 2017 (französisch).
- â Ma commune : Baliros. SystĂšme dâInformation sur lâEau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 15. Februar 2017 (französisch).
- â Paul Raymond: Dictionnaire topographique du dĂ©partement des Basses-PyrĂ©nĂ©es. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 20, abgerufen am 15. Februar 2017 (französisch).
- â France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 15. Februar 2017 (englisch).
- â Conseil rĂ©gional dâAquitaine: Baliros. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 16. Februar 2017; abgerufen am 24. September 2021 (französisch).
- â Notice Communale Baliros. EHESS, abgerufen am 15. Februar 2017 (französisch).
- â Populations lĂ©gales 2014 Commune de Baliros (64091). INSEE, abgerufen am 15. Februar 2017 (französisch).
- â Conseil rĂ©gional dâAquitaine: Ăglise Saint-Pierre. Visites en Aquitaine, archiviert vom am 16. Februar 2017; abgerufen am 24. September 2021 (französisch).
- â Institut national de lâorigine et de la qualitĂ©. Institut national de lâorigine et de la qualitĂ©, archiviert vom am 5. Februar 2017; abgerufen am 15. Februar 2017 (französisch). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â CaractĂ©ristiques des Ă©tablissements en 2014 Commune de Baliros (64091). INSEE, archiviert vom am 16. Februar 2017; abgerufen am 24. September 2021 (französisch).

