| Holenbrunn–Selb Stadt | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Streckennummer (DB): | 5032 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 22,78 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Holenbrunn–Selb Stadt war eine Nebenbahn in Bayern. Sie zweigte im heutigen Bahnhof Wunsiedel-Holenbrunn von der Bahnstrecke Weiden–Oberkotzau ab und führte im Fichtelgebirge nach Selb, wo sie in die Bahnstrecke Selb-Plößberg–Selb Stadt einmündete. Die 1914 eröffnete Strecke wurde 1993/1994 stillgelegt und später abgebaut. Auf dem Bahnkörper verläuft heute ein Bahntrassenradweg.
Geschichte
Selb hatte bereits seit 25. Oktober 1894 durch die Bahnstrecke Selb-Plößberg–Selb Stadt einen Eisenbahnanschluss. Die Königlich Bayerischen Staatseisenbahnen ergänzten 1914 die Strecke von Holenbrunn über Thiersheim nach Selb. Am 1. Mai 1914 wurde die Lokalbahn eröffnet. In Selb wurde ein neuer Bahnhof Selb Stadt westlich der Altstadt eröffnet, der den alten Stadtbahnhof im Zentrum ersetzte.
Im Zuge der Fahrplangestaltung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Selb an die Bahnstrecke Schnabelwaid–Bayreuth angebunden. Bereits 1950 gab es eine erste durchlaufende Triebwagenverbindung zwischen Selb und Bayreuth über Marktredwitz. Ab 1953 verkehrte ein Uerdinger Schienenbus der Baureihe VT 95 als „Stadtschnellverkehrsschienenomnibus“ in der Relation Selb–Schnabelwaid, dazu liefen solche Fahrzeuge als Nahverkehrszüge bald auch nach Hof (Saale) und Pegnitz. Ein morgendlicher Durchlauf existierte von Hof über Selb nach Bayreuth. 1976 wurde ein schnelllaufender Nahverkehrszug ab Hof eingeführt, der in Schnabelwaid Anschluss an den Eilzug Hof–Neuenmarkt-Wirsberg–Nürnberg–Stuttgart hatte.
Der Personenverkehr wurde am 28. September 1986 eingestellt, gleichzeitig auch der Güterverkehr auf dem Abschnitt Höchstädt-Thierstein–Thiersheim. Der Abschnitt Selb Stadt–Höchstädt-Thierstein wurde am 28. Mai 1988 und der zwischen Wunsiedel-Holenbrunn und Thiersheim am 5. März 1993 eingestellt. Offiziell stillgelegt wurde der Abschnitt Selb Stadt–Thiersheim am 25. Februar 1993 und das Reststück am 1. Mai 1994.
Mittlerweile verläuft auf fast der gesamten Strecke der Brückenradweg Bayern-Böhmen.
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Bahnhof Wunsiedel-Holenbrunn, am linken Bahnsteig fuhren die Personenzüge nach Selb ab (2019)
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Güterschuppen in Höchstädt-Thierstein (2013)
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Brücke am Hammergut (2018)
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Brücke in Schwarzenhammer (2018)
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Bahnhof Selb Stadt (2019)
Literatur
- Hans Kundmann: (Eger –) Selb-Plößberg – Oberkotzau und Holenbrunn – Selb-Plößberg. In: Dieter Fuchs, Hans-Wolfgang Scharf (Hrsg.): Streckenarchiv Deutsche Eisenbahnen (= (12c) S. 173–210). EK-Verlag, Freiburg im Breisgau 2001, 2003 (5. u. 6. Ergänzungslieferung, 38 S.).
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Eisenbahnatlas Deutschland. 11. Auflage. Schweers + Wall, Köln 2020, ISBN 978-3-89494-149-9.
- ↑ Streckenkarte der Bundesbahndirektion Nürnberg 1986
