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Ambleteuse
Ambleteuse (Frankreich)
Ambleteuse (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Hauts-de-France
Département (Nr.) Pas-de-Calais (62)
Arrondissement Boulogne-sur-Mer
Kanton Desvres
Gemeindeverband Terre des Deux Caps
Koordinaten 50° 49′ N, 1° 36′ O50.8094444444441.6063888888889Koordinaten: 50° 49′ N, 1° 36′ O
Höhe 0–77 m
Fläche 5,45 km²
Einwohner 2.033 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 373 Einw./km²
Postleitzahl 62164
INSEE-Code 62025

Mairie Ambleteuse

Ambleteuse (niederländisch Ambletuwe) ist eine französische Gemeinde mit 2.033 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pas-de-Calais in der Region Hauts-de-France. Sie gehört zum Arrondissement Boulogne-sur-Mer und zum Gemeindeverband Terre des Deux Caps.

Lage

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Die Gemeinde Ambleteuse liegt an der Mündung des Flusses Slack in den Ärmelkanal, neun Kilometer nördlich von Boulogne-sur-Mer und neun Kilometer südlich von Cap Gris Nez. Das Gemeindegebiet ist Teil des Regionalen Naturparks Caps et Marais d’Opale und grenzt seeseitig an den Meeresnaturpark Estuaires Picards et Mer d’Opale. Zu Ambleteuse gehören die Ortsteile Raventhum und Slack. Nachbargemeinden von Ambleteuse sind Audresselles im Norden, Bazinghen im Nordosten und Osten, Beuvrequen und Wacquinghen im Südosten sowie Wimereux im Süden.

Geschichte

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Prägend für die Geschichte ist, dass Ambleteuse zu Kriegszeiten häufig im Interesse von Eroberern stand, die entweder von Frankreich aus England oder von England aus Frankreich erobern wollten. Diese strategische Bedeutung begann 54 v. Chr., während der Zeit, als die Römer Großbritannien eroberten.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts konstruierte Sébastien Le Prestre de Vauban das Fort Mahon. Heute ist das Fort eine der Sehenswürdigkeiten von Ambleteuse.

Vor 1805 ließ Napoleon I. den Flusslauf des Slack ändern, um Hafenanlagen bauen zu lassen, deren Grundrisse heute noch zu sehen sind. Das Vorhaben gehörte zu Napoleons Plan, England bzw. Großbritannien zu erobern.

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Ambleteuse, ähnlich wie das nahegelegene Wimereux zu einem Urlaubsort für den Mittelstand von Paris und Lille.

Von Dezember 1939 bis März 1940 befand sich während des Drôle de guerre in einer ehemaligen Ferienkolonie ein Centre de Rassemblement des Etrangers (CRE, Sammelstelle für Ausländer). In diesem Camp d'Ambleteuse wurden in Frankreich lebende Ausländer interniert, weil ihnen die französischen Behörden unterstellten, sie könnten gefährlich sein für die Sicherheit Frankreichs.[1] Außerdem gibt es einen Hinweis darauf, dass das von den Deutschen für militärische Zwecke genutzte Fort Mahon zusätzlich zur Inhaftierung von Zwangsarbeitern genutzt wurde, die an der deutschen Küstenverteidigung arbeiteten.[2]

Zwischen 1941 und 1943 wurden in der Umgebung von Ambleteuse Kasematten und Verteidigungsanlagen zum Schutz vor Luftangriffen errichtet.

Heutzutage ist Ambleteuse bekannt als ein wichtiges Zentrum der geistlichen Gemeinschaft L’Arche, die auch eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung für den Ort hat.

Bevölkerungsentwicklung

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Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2015 2022
Einwohner 1194 1226 1441 1805 2007 1976 1829 1807 2010
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten

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  • Kirche Saint-Michel
  • ehemaliges Fort Mahon
  • Quelle von Saint Pierre
  • Kapelle Saint-Pierre
  • Museum über den Zweiten Weltkrieg
  • Reste englischer Festungsanlagen
  • Villen aus der Belle Epoque
  • Gärten der Gemeinschaft L’Arche
  • Wasserturm im Ortsteil Raventhum
  • Fort Mahon
    Fort Mahon
  • Kirche Saint-Michel
    Kirche Saint-Michel
  • Villen an der Strandpromenade
    Villen an der Strandpromenade
  • „Villa Robinson“
    „Villa Robinson“
  • Postamt
    Postamt
  • Museum über den Zweiten Weltkrieg
    Museum über den Zweiten Weltkrieg
  • Kommunaler und Commonwealth-Soldatenfriedhof
    Kommunaler und Commonwealth-Soldatenfriedhof

Weblinks

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Commons: Ambleteuse – Sammlung von Bildern
  • Homepage des Museums über den Zweiten Weltkrieg

Einzelnachweise

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  1. ↑ Details über dieses Lager sind nicht bekannt; es gibt lediglich verstreute Hinweise auf seine Existenz, so bei Christian Eggers: Unerwünschte Ausländer. Juden aus Deutschland und Mitteleuropa in französischen Internierungslagern 1940 – 1942, Metropol Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-932482-62-X, S. 233, oder bei Denis Peschanski: Les camps français d’internement (1938-1946) - Doctorat d’Etat. Histoire. Univer-sité Panthéon-Sorbonne - Paris I, 2000, S. 175. (Online1 oder Online2)
  2. ↑ Roderick Miller: Fort Mahon, online auf der Webseite des Frank Falla Archive
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Normdaten (Geografikum): GND: 4693468-6 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS) | VIAF: 152654869
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