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aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Ehemaliges Stammesgebiet der Absarokee und heutiges Reservat in Montana

Die Crow, in ihrer Sprache ApsĂĄalooke bzw. Absarokee oder Absaroka („Kinder des langschnĂ€beligen Vogels“), sind ein Volksstamm der Indianer Nordamerikas, deren Vorfahren zusammen mit den sprachlich und kulturell verwandten Hidatsa einst im Gebiet der westlichen Großen Seen lebten, bevor sie Mitte des 15. Jahrhunderts westwĂ€rts zogen.

Zwischen 1600 und 1700 ließen sich die spĂ€teren Hidatsa als halbsesshafte Ackerbauern in North Dakota nieder, wĂ€hrend die spĂ€teren ApsĂĄalooke / Absarokee als nomadische JĂ€ger und Sammler westwĂ€rts auf die Nördlichen Plains im Gebiet des Yellowstone Rivers, Powder Rivers sowie des Upper Missouri Rivers im heutigen Wyoming, Montana sowie North Dakota zogen.

Heute zÀhlen sie ca. 12.000 Stammesmitglieder und bilden den auf Bundesebene anerkannten Stamm (sog. federally recognized tribe) Crow Tribe of Montana. Sie nennen sich jedoch heute selbst Crow Nation oder Apsåalooke Nation.

Name und Sprache

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Die Eigenbezeichnung als ApsĂĄalooke, Absarokee, Absaroka, Upsaroka, Absaraka (und weiteren Schreibvarianten) bezog sich in ihrer Sprache auf einen krĂ€henĂ€hnlichen Vogel, der bereits vor dem ersten Kontakt zu weißen PelztierjĂ€gern ausgestorben war. Daher wurden sie von den Franzosen als Corbeaux und von den Briten und spĂ€ter Amerikanern als Crow bezeichnet. Im Deutschen wurden sie frĂŒher auch KrĂ€hen-Indianer genannt (z. B. bei Karl May). Untereinander bezeichnen sich die einzelnen Stammesangehörigen auch einfach als BĂ­ilukaa / Biiluuke („Unser Volk“, „Unsere Seite“).

Ihre Sprache, das Crow oder ApsĂĄalooke alilĂĄau („Sprache der ApsĂĄalooke“), bildet zusammen mit der Sprache der Hidatsa das Missouri River Sioux (auch: Crow-Hidatsa), eine der vier geographischen Untergruppen der „Westlichen Sioux (Eigentlichen Sioux)-Sprachen“ der Sioux-Sprachfamilie, jedoch sind beide untereinander meist nicht verstĂ€ndlich.

Geschichte

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Stammesgebiet

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Apsarokakrieger auf seinem Pferd

Linguistische Ähnlichkeiten mit den Hidatsa sowie mĂŒndliche Überlieferungen lassen vermuten, dass sich die Absarokee von diesen abgespalten haben, vermutlich nach einem Disput zweier HĂ€uptlinge. Linguisten datieren die Abspaltung etwa auf das 16. Jahrhundert, Historiker eher auf das 17. oder 18. Jahrhundert.

Im 18. Jahrhundert wanderten die Absarokee aus dem nordöstlichen Waldland ins Einzugsgebiet des Yellowstone Rivers (E-chee-dick-karsh-ah-shay – ‘Elk River’ – ‘Wapiti-Fluss’) auf den Nördlichen Plains im SĂŒden und SĂŒdosten von Montana und im Norden von Wyoming. Die im nordöstlichen Waldland noch sesshaften Ackerbauern nahmen im Westen sehr schnell die Lebensweise der nomadischen PrĂ€rie-Indianer als JĂ€ger und Sammler an und gingen auf Bisonjagd.

Nach der Verbreitung des Pferdes in den Nördlichen Plains ab ca. 1740 wurden verschiedene östliche und nördliche StĂ€mme mobil und drĂ€ngten immer mehr auf die Plains, auf der Suche nach Wild und noch mehr Pferden. Da besonders die Absarokee, Hidatsa, Östliche und Nördliche Shoshone als PferdehĂ€ndler (und teilweise PferdezĂŒchter) berĂŒhmt waren und daher ĂŒber große Pferdeherden verfĂŒgten, brachte sie dies in Konflikt mit benachbarten StĂ€mmen wie der Blackfoot-Konföderation, der Cree-Konföderation (Nehiyaw-Pwat), den Pawnee, den Ute und den Lakota sowie deren VerbĂŒndeten, den Arapaho und Cheyenne.

Ihre grĂ¶ĂŸten Feinde waren jedoch die StĂ€mme der Blackfoot-Konföderation (Siksika, Kainai, Pieagan, Gros Ventre, Sarcee) sowie spĂ€ter die Lakota-Cheyenne-Arapaho-Allianz; daher zĂ€hlten zu ihren VerbĂŒndeten (manchmal Feinden) die Plains-StĂ€mme der Cree-Konföderation (Nehiyaw-Pwat) (Plains Cree, Saulteaux (Plains Ojibwa), Stoney), die Kiowa und Kiowa Apache (Plains Apache) sowie die aus Westen auf die Plains zur Bisonjagd vordringenden Plateau-StĂ€mme der Flathead (Salish), Nez PercĂ©, Cayuse, Palus, Umatilla und Walla Walla sowie die Nördliche und Östliche Shoshone.

Ihr Stammesgebiet umfasste das Gebiet des heutigen Yellowstone-Nationalparks sowie den Oberlauf des Yellowstone Rivers im Westen, im Norden streiften sie bis zum Musselshell River und dessen MĂŒndung in den Missouri River, dann sĂŒdöstlich bis zum Zusammenfluss des Yellowstone und des Powder Rivers (Bilap chashee / BilĂĄpchaashe – ‚Pulver-Fluss‘ oder ‚Asche-Fluss‘), sĂŒdwĂ€rts entlang des South Fork of the Powder Rivers, im SĂŒdosten bis zu den Rattlesnake Mountains, westwĂ€rts bis zur Wind River Range im SĂŒdwesten. Zudem die FlusstĂ€ler des Judith River (Buluhpa'ashe – 'Plum River'), Powder River, Tongue River, Bighorn River und Wind River sowie die Big Horn Mountains (BasawaxaawĂșua oder IisiaxpĂșatachee IsawaxaawĂșua), Pryor Mountains (Baahpuuo IsawaxaawĂșua), Wolf Mountains (Cheetiish – ‘Wolf Teeth Mountains’) und die nach ihnen benannte Absaroka Range (auch: Absalaga Mountains) (Awaxaawe BĂĄaxxioo / AwaxaawĂ© BĂĄaxxio – ‘spitzes Gebirge’).[1]

Um die Kontrolle ĂŒber ihr spĂ€teres Stammesgebiet zu erlangen, verbĂŒndeten sich die Absarokee mit lokalen Kiowa und Kiowa Apache (Plains Apache),[2][3][4] bekĂ€mpften die zu diesem Zeitpunkt die Plains dominierenden Nördlichen und Östlichen Shoshone (Bikkaashe – ‚People of the Grass Lodges‘ – ‚Volk, das in GrashĂŒtten lebt‘)[5] und vertrieben diese in die Rocky Mountains sowie in die Randgebiete der Plains nach Westen und SĂŒdwesten.

Die Absarokee blockierten hierauf den Zugang der Shoshone zu den WeidegrĂŒnden der Bisons und Mustangs, so dass viele einst berittene Shoshone-Gruppen wieder zu ihrer vormaligen nomadischen, pferdelosen JĂ€ger- und Sammler-Kultur des Great Basin zurĂŒckkehrten. Die Kiowa und Kiowa Apache (Plains Apache) wanderten ab ca. 1770 immer weiter sĂŒdwĂ€rts bis in die Randgebiete der Comancheria, so dass die Absarokee nun allein ihr Stammesgebiet wĂ€hrend des 18. und 19. Jahrhunderts und bis ins Zeitalter des Pelzhandels beherrschten.

Als 1804 Mitglieder der Lewis-und-Clark-Expedition am Yellowstone River als erste Weiße auf die Absarokee stießen, siedelten sie meist entlang des Bighorn River, Brown (1817) lokalisiert sie entlang des Yellowstone und östlich der Rocky Mountains, Drake (1834) entlang des sĂŒdlichen Flussarms des Yellowstone.[6]

Einst reichte ihr Stammesgebiet vom Powder River Country ostwĂ€rts bis zu den Black Hills (im Nordosten Wyomings und im Westen South Dakotas). Seit ca. 1840/1850 hatten die feindlichen Lakota (Teton-Sioux) die Berge annektiert und das Gebiet zwischen dem Powder River und den Black Hills entwickelte sich zu einem „neutralen Grund“; in etwa dasselbe geschah mit Gebieten entlang des Powder River und des Yellowstone Rivers, die ab ca. 1830/1840 von den Nördlichen Arapaho (Alappaho – „Volk mit vielen TĂ€towierungen“) beansprucht wurden. Beide umkĂ€mpften Gebiete wurden daher zu letzten RĂŒckzugsgebieten von Bison und anderem Großwild.

BerĂŒhmte PferdezĂŒchter

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Gruppe der Absarokee, 1880

Zwischen 1725 und 1730 kamen die Absarokee zu ihren ersten Pferden, nachdem die spanischen Konquistadoren Pferde aus Europa nach Nordamerika eingefĂŒhrt hatten. Laut einer Überlieferung der Absarokee stahl/kaufte ein Kriegstrupp die ersten Pferde von einem anderen Stamm entlang des Green River (von ihnen Fat River genannt) und brachte diese damals unbekannten Tiere in ein Lager der Kicked-In-The-Bellies Band entlang des Upper Wind River im heutigen Wyoming. Einer zweiten Version zufolge, wanderte ein Kriegstrupp der Mountain Crow Band nach SĂŒden bis zum Großen Salzsee in Utah, stahl dort die ersten Pferde und brachte diese nach Norden zu den Absarokee.

Da die Shoshone nördlich der Uinta Mountains und die Ute sĂŒdlich dieser das Tal des Green River bewohnten, handelte es sich bei den namentlich nicht genannten StĂ€mmen vermutlich um Angehörige eines dieser beiden Völker. Als weitere Quellen werden die pferdereichen Comanche auf den SĂŒdlichen Plains oder die Nez PercĂ© des Plateaus im Westen vermutet. Die EinfĂŒhrung von IichĂ­ile („Pferde“, ursprĂŒnglich die Bezeichnung fĂŒr Elche) verĂ€nderte das KrĂ€fteverhĂ€ltnis in den Plains. Die Absarokee verdrĂ€ngten die Östlichen Shoshone aus der Gegend des Yellowstone Rivers, sicherten sich hierdurch gute WeideplĂ€tze fĂŒr ihre Pferde, etablierten eine erfolgreiche Pferdezucht und besaßen bald unter den StĂ€mmen der Nördlichen Plains mit die grĂ¶ĂŸten Pferdeherden. In der Folge jagten sie die Bisons weitaus erfolgreicher und konnten schneller ihre Camps verlegen sowie grĂ¶ĂŸere und weiter reichende Raub- und KriegszĂŒge unternehmen.

Jeder Crow-Krieger hatte mehrere Pferde, die jeweils nochmals fĂŒr unterschiedliche TĂ€tigkeiten/Aufgaben genutzt wurden: das AkchiiĂĄ („wertvolles, geschĂ€tztes Pferd“) war das persönliche Lieblingspferd des Kriegers, das IibachĂ­o iichĂ­ille („Kampf-Pferd“) bzw. IilĂșxxiilaau iichĂ­ile („Pferd, das in den Krieg zieht“) wurde wĂ€hrend eines Kriegszugs genutzt (es war mutig, ruhig, krĂ€ftig, ausdauernd und wendig), das IiwaaaasĂșua („Jagd-Pferd“) (hatte Ă€hnliche Attribute wie das Kriegspferd gepaart mit einem Instinkt fĂŒr die mögliche Reaktion der Jagdtiere) und diente zur Jagd auf Großwild (Bison, Elche, Wapiti), das IilĂĄanniiluuiichiile („Parade-Pferd“) diente bei feierlichen AufzĂŒgen/Zeremonien zur ReprĂ€sentation, das IichĂ­innaawassuua („Pferd, das in einem Rennen geritten wird“) wurde als Rennpferd (war besonders ausdauernd und schnell sowie trittsicher) in den zahlreichen Rennen genutzt, um zwischen den Kriegern die besten PferdezĂŒchter bzw. Pferdebesitzer zu ermitteln.

Zudem gab es das extra genĂŒgsame BaakĂĄatakchiia („Pferd, das ein Kind auf dem RĂŒcken trĂ€gt“) auf dessen RĂŒcken kleine Kinder sicher und fest sitzen konnten sowie das ruhig-gelassene IiwaalitĂșuiichiile („Beeren pflĂŒckendes Pferd“) fĂŒr alte Frauen und MĂ€nner, wichtig war auch das krĂ€ftig gebaute BaaakchiiĂĄ („Packpferd“) diente als Lastpferd zum Transport (HaushaltsgĂŒter, Zelte, Jagdbeute etc.).

ZwischenhÀndler zwischen Plateau und Plains

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Anfang des 19. Jahrhunderts drangen immer mehr weiße HĂ€ndler und Siedler in den Westen der USA vor – unter ihnen der PelzhĂ€ndler und Indianeragent Manuel Lisa, der am Zusammenfluss des Bighorn und Yellowstone Rivers mit Fort Raymond (auch Fort Manuel) (1807–1809) die erste Handelsstation im Gebiet des Oberen Missouri River errichtete â€“ zwei Jahre spĂ€ter wurde als Ersatz weiter ostwĂ€rts, nahe einem Dorf der Gros Ventres zwischen dem Little Missouri River und dem Big Knife River im heutigen North Dakota das Fort Lisa (auch Fort Manuel Lisa Trading Post) errichtet.

Da die Absarokee kein kulturell-religiöses Tabu bezĂŒglich der Jagd auf den Biber kannten – wie z. B. die feindlichen Blackfoot â€“, fingen sie bedeutend mehr dieser Tiere, deren begehrte Felle sie den Weißen zum Tausch anboten. Durch die Lage ihrer Stammesgebiete entlang großer FlĂŒsse und im Transitgebiet zwischen den Nördlichen Plains, Rocky Mountains, Great Basin und Columbia River Plateau konnten sich die Absarokee eine wichtige Position als ZwischenhĂ€ndler im Pferde- und Pelzhandel zwischen Amerikanern und indianischen StĂ€mmen sichern (ca. 1800 bis 1860).

Sie verkauften den StĂ€mmen des Great Basin und Columbia Plateaus westlich der Rocky Mountains die eingetauschten metallenen und anderen Handelswaren der weißen HĂ€ndlern und den Weißen wiederum, die eigenen ĂŒberzĂ€hligen (sowie bei den Plateau-StĂ€mmen erworbenen) Pferde – jeweils mit großem Gewinn. Da die Absarokee sich – im Gegensatz zu benachbarten StĂ€mmen â€“ nicht durch Alkohol korrumpieren ließen, waren sie als geschickte und kluge HĂ€ndler berĂŒhmt, die nicht zu ĂŒbervorteilen waren und daher im Handel mit ihnen keine großen Gewinne zu erwarten waren.

Da wie bereits erwĂ€hnt die Blackfoot aus religiösen GrĂŒnden gegen die Biber-Jagd waren, bekĂ€mpften sie erbittert die in ihre Stammesgebiete vordringenden weißen HĂ€ndler, zudem vermuteten sie zu Recht, dass der vermehrte Zustrom von weißen HĂ€ndlern die Bisonherden dezimierte und immer wieder unter den StĂ€mmen zu verheerenden Epidemien fĂŒhrte. Die Blackfoot-Konföderation (hierzu gehörten auch die Gros Ventre) ĂŒberfiel mehrmals Fort Lisa, so dass dieses schließlich 1812 aufgegeben werden musste, zudem wurden in mehreren Gefechten mindestens 20 HĂ€ndler getötet.

Der sich entwickelnde Pelzhandel im Westen verschĂ€rfte die Konkurrenz zwischen den StĂ€mmen und da immer mehr StĂ€mme zwischen 1730 und 1850 auf die Plains zogen (insbesondere Plains Cree und Assiniboine, spĂ€ter die Lakota) und ihre Lebensweise auf das Pferd eingestellt hatten, das als Reit-, Jagd- und Transporttier sowie im Krieg als Streitross eingesetzt wurde, war fĂŒr die StĂ€mme eine ausreichende Versorgung mit Pferden auf den weiten Ebenen zur Existenzfrage geworden. Die ursprĂŒnglich einzelnen Konflikte entwickelten sich zu einer langen Phase scharfer Konkurrenz, die immer hĂ€ufiger militĂ€risch eskalierten.

Die mĂ€chtige, aber pferdearme, Cree-Assiniboine-Allianz knĂŒpfte Kontakte mit den Flathead und Absarokee, die ĂŒber große Pferdeherden verfĂŒgten. Da aber diese beiden StĂ€mme bereits erbitterte Feinde der Blackfoot waren, zerbrach die Cree-Assiniboine-Blackfoot-Allianz und es kam zu erbitterten KĂ€mpfen – Pferdediebstahl war hierbei fĂŒr die Cree-Assiniboine nicht nur ein Beweis des Mutes (wie bei den Absarokee), sondern oftmals ein verzweifelter Beitrag zum Überleben, um sich erfolgreich auf den Plains etablieren zu können. Insbesondere hatten die pferdereichen Gros Ventre unter den Raub- und KriegszĂŒgen der Cree-Assiniboine zu leiden, da sie ihre Wohngebiete entlang der Saskatchewan River Forks (dem Zusammenfluss von North und South Saskatchewan River) hatten und als erste den mit Gewehren bewaffneten Angriffen standhalten mussten.

Als Vergeltung fĂŒr die Versorgung ihrer Feinde mit Waffen griffen die Gros Ventre 1793 die Niederlassung der Hudson’s Bay Company in South Branch House am South Saskatchewan River nahe der heutigen Stadt St. Louis an und brannten sie nieder. Anschließend zogen sie sĂŒdwĂ€rts an den Milk River in Montana, zugleich wichen die mĂ€chtigen Piegan ebenfalls nach SĂŒdwesten zum Missouri River aus. Somit hatten zwar die Absarokee mit der multi-ethnischen Cree-Assiniboine-Allianz einen militĂ€risch mĂ€chtigen BĂŒndnispartner gefunden, jedoch war die Allianz sowohl bei ihren traditionellen Erzfeinden, den Blackfoot, als auch bei den immer mĂ€chtiger werdenden Lakota-Cheyenne-Arapaho-Allianz, verhasst. Die Absarokee ĂŒbernahmen daher bald eine Art Schutzfunktion fĂŒr die Handelsstationen sowie fĂŒr die durch die Plains ziehenden weißen HĂ€ndler vor den stĂ€ndigen Angriffen der Blackfoot-Konföderation (Siksika, Piegan, Kainai, Gros Ventre und Sarcee) ein.

Abschluss des Treaty of Friendship 1825

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Bei mehreren Treffen im Sommer von 1825 zwischen Nördlichen Plains-StĂ€mmen, halbnomadischen sowie sesshaften PrĂ€rie-StĂ€mmen des Upper Missouri River und dessen NebenflĂŒssen mit Brigadegeneral Henry Atkinson und dem Indianeragenten Major Benjamin O’Fallon wurden an mehreren Tagen verschiedene sog. Freundschafts-VertrĂ€ge (Treaty of Friendship) mit den jeweiligen StĂ€mmen geschlossen, die jeweils zum Ziel hatten, den Handel nach US-Vorstellungen zu regulieren sowie Kriege zwischen den StĂ€mmen zu unterbinden. Die Ponca unterzeichneten am 9. Juni 1825,[7] die Lakota, Yankton und Yanktonai-Sioux am 22. Juni 1825,[8] die SaĂŽne-Lakota und Oglala am 5. Juli 1825,[9] die Northern Cheyenne am 6. Juli 1825,[10] die Hunkpapa am 16. Juli 1825,[11] die Arikaree am 18. Juli 1825[12] (um endgĂŒltig den sogenannten Arikaree War von 1823, in dem sie von einer Streitmacht von 230 US-Soldaten der 6. US-Kavallerie, 50 Trappern sowie 750 Lakota-Kriegern unter Colonel Henry Leavenworth besiegt wurden, zu beenden). Auch die verbĂŒndeten Hidatsa[13][14] und Mandan[15] schlossen beide am 30. Juli 1825 ebenfalls Ă€hnlich lautende VertrĂ€ge ab.

Am 4. August 1825 schlossen 15 HĂ€uptlinge der Mountain Crow Band unter der FĂŒhrung des Schamanen und HĂ€uptlings ItchuuwaaĂłoshbishish (Red Plume (Feather) At The Temple, besser bekannt als Is-she-u-huts-ki-tu / E-she-huns-ka oder Long Hair, ca. 1750–1836) im Mandan Village ebenfalls einen sog. Freundschaftsvertrag (Treaty of Friendship)[16] mit der US-Regierung, in dem die Mountain Crow die politische Oberhoheit der USA ĂŒber ihr Territorium sowie ĂŒber ihre Nation anerkannten, der US-Regierung erlaubten, den Handel zu regulieren, lizenzierte HĂ€ndler zu bestimmen und Handelsposten einseitig festzulegen.

Zudem sollten die Absarokee bei intertribalen Konflikten oder evtl. DiebstĂ€hlen bzw. ÜberfĂ€llen zwischen Absarokee und Weißen auf traditionelle Vergeltungsmaßnahmen (sprich: KriegszĂŒge) verzichten, sondern dies durch US-Regierungsorgane regeln lassen. Sie verpflichteten sich außerdem, nicht lizenzierte HĂ€ndler den US-Behörden auszuliefern, US-HĂ€ndler zu beschĂŒtzen sowie der US-Regierung feindlich gesinnten StĂ€mme, nicht mit Pferden oder anderen kriegswichtigen Materialien zu versorgen.

Die River Crow Band hingegen unter HĂ€uptling EelĂĄpuash / Arapoosh (im Englischen auch bekannt als Rotten Belly oder Sore Belly, * 1795; † 1834) weigerten sich, den Vertrag zu unterzeichnen, da sie glaubten dessen Bestimmungen nicht zustimmen zu können, ohne ihre SouverĂ€nitĂ€t als Stamm aufzugeben. 1834 belagerten daher die River Crow unter EelĂĄpuash / Arapoosh das Fort McKenzie am Missouri River, wurden jedoch von feindlichen Blackfoot-Kriegern vertrieben, wobei auch EelĂĄpuash / Arapoosh getötet wurde.

Zu dieser Zeit spalteten sich die Kicked in the Bellies Band von der Mountain Crow Band ab; und da sie bevorzugt ihre Winterlager im Wind River Valley (der Oberlauf des Bighorn Rivers wird als Wind River bezeichnet) im SĂŒdwesten und Westen Wyomings und ihre Sommerlager in den östlichen Big Horn Mountains im Grenzgebiet von Montana und Wyoming aufschlugen sowie sĂŒdwĂ€rts teilweise bis zum Sweetwater River wanderten – und somit meist weit entfernt von den beiden anderen Bands lebten, wurden sie von diesen als AmmitaalasshĂ© (Home Away From The Center, also von den AshkĂșale - Mountain Crow oder auch: vom Stammesgebiet entfernt) bezeichnet. Zur Jagd im FrĂŒhling und Sommer schlossen sich sĂ€mtliche Bands jedoch ĂŒblicherweise zusammen.

Kampf und Verlust der Stammesgebiete

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Stammesgebiet der Absarokee

Der Vertrag von Fort Laramie 1851 definierte die Stammesgrenzen neu und sollte Frieden zwischen den Weißen und den unterzeichnenden StĂ€mmen sichern. Insgesamt rund 10.000 Indianer waren bei den Verhandlungen in Fort Laramie anwesend – neben den Absarokee, auch die Lakota, Yankton, Arapaho, Cheyenne, Östlichen Shoshone, Assiniboine, Arikaree, Mandan und Hidatsa.

Das Land der Absarokee beschrĂ€nkte sich nun auf 143.787 kmÂČ, da die Regierungsvertreter die aktuelle militĂ€rische StĂ€rke der verbĂŒndeten Lakota, Nördlichen Arapaho und Cheyenne, die aggressiv in östliche Stammesgebiete der Absarokee vordrangen und große Teile bereits okkupierten, akzeptierten und somit vertraglich bestĂ€tigten.[17] FĂŒr den Verlust ihrer Stammesgebiete östlich des Powder Rivers erhielten die Absarokee kĂŒnftig jĂ€hrliche Geschenke von den Weißen. Viele junge Krieger ließen sich nicht kontrollieren und lieferten den Östlichen Shoshone, Nez PercĂ© und Flathead mitunter ScharmĂŒtzel.

1859 schlugen die Absarokee die vordringenden Lakota, Arapaho und Cheyenne zurĂŒck. Zwei Jahre spĂ€ter zerbrach die langjĂ€hrige Allianz der Blackfoot-StĂ€mme mit den Gros Ventre, die die Blackfoot-Konföderation verlassen mussten und Zuflucht bei ihren einstigen Feinden, den Plains / SĂŒdlichen Assiniboine der Cree-Assiniboine-Konföderation (Nehiyaw-Pwat) suchten. Die Absarokee wollten dies nutzen und verbĂŒndeten sich mit den Gros Ventre gegen die mĂ€chtigen Piegan, dem sĂŒdlichsten Stamm der Blackfoot-Konföderation.

1866/1867 unterlagen sie jedoch den Piegan in einer Schlacht bei den Cypress Hills und die verbĂŒndeten Absarokee und Gros Ventre verloren ca. 450 Krieger. Dies war eine schwere Niederlage fĂŒr die Absarokee, die auf Grund immer mehr schwindender Bisonherden, die sich bald in ihrem Stammesgebiet sowie im Gebiet ihrer Erzfeinde, den Blackfoot, konzentrierten, durch grĂ¶ĂŸere StĂ€mme aus dem Norden und Osten immer mehr unter Druck gerieten. Hierunter sind die Lakota zu nennen, die spĂ€testens ab 1860 die östlichen Gebiete der Absarokee ĂŒbernahmen, sowie die Cree-Assiniboine-Konföderation aus dem Norden, die noch bis 1881 aus Kanada nach SĂŒden ins ehemalige Stammesgebiet der Absarokee wanderten, auf Bisonjagd gingen und die Pferde der Absarokee stahlen.

Im Vertrag von Fort Laramie 1868 wurde das Gebiet des gesamten heutigen US-Bundesstaates South Dakota westlich des Missouri River, einschließlich der Black Hills (von der Nordgrenze in Nebraska bis zum 46. Breitengrad und vom Missouri im Osten bis zum 104. Meridian im Westen) als Indianerland zur uneingeschrĂ€nkten und unbehelligten Nutzung und Besiedlung durch die Great Sioux Nation fest und etablierte die Great Sioux Reservation. Landabtretungen sollten nur dann möglich sein, wenn mindestens drei Viertel aller erwachsenen mĂ€nnlichen Sioux, die auf Reservatsgebiet leben, dem zustimmen.

Dem Vertrag vorausgegangen war der Red-Cloud-Krieg (1866–1868), ein Krieg der vorlĂ€ufig einen vollstĂ€ndigen Sieg der Lakota bedeutete. Deswegen waren die Lakota in einer guten Verhandlungsposition und konnten das große Gebiet im heutigen South Dakota fĂŒr sich „reservieren“. ZusĂ€tzlich zu dem Reservatsgebiet erhielten sie und ihre VerbĂŒndeten weitgehende Jagd- und Fischrechte in den heutigen US-Bundesstaaten Wyoming, Montana und Nebraska. Da das Gebiet von mehreren IndianerstĂ€mmen (hier sind insbesondere die Absarokee zu nennen) besiedelt wurde, wurden mehrere StĂŒtzpunkte des Bureau of Indian Affairs in Reservatsgebiet errichtet.

Auch die Schlacht am Little Bighorn am 25. Juni 1876 war der letzte Versuch die zugeschriebenen Landrechte der Great Sioux Reservation zu verteidigen, die verbĂŒndeten Lakota, Nördlichen Arapaho und Nördlichen Cheyenne waren zwar wie zuvor siegreich, jedoch sollten sie nach einem zermĂŒrbenden Winter und immer auf der Flucht schließlich aufgeben.

BĂŒndnis mit den Amerikanern und Dienst als Scouts

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Von allen Seiten bedrĂ€ngt, suchten die Absarokee vermehrt die Gunst der Weißen, die sich mit den meisten benachbarten StĂ€mmen im Krieg befanden. Die Absarokee hofften so, einer unvermeidlichen Niederlage zu entgehen und in Frieden mit den Weißen leben zu können. Bald erregten die guten Pferde, Waffen und weiteren GĂŒter, die sie sich von den Weißen erhandelt hatten, den Neid der feindlichen StĂ€mme, und ihre NĂ€he zu den Weißen brachte ihnen den Hass vieler ein. Ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr die weißen Siedler ging so weit, dass der Gouverneur von Montana die Bundesregierung um Bewaffnung des Stammes mit Feuerwaffen bat, da sie ein grĂ¶ĂŸeres Abschreckungspotenzial als alle im Territorium befindlichen Forts der Armee hatten.

Bei aller Freundschaft zu den Weißen galt es bei den Absarokee als beliebter Sport, sowohl indianische als auch weiße Reisende auszurauben. Die Absarokee waren als hervorragende Diebe berĂŒchtigt.

Viele Krieger der Absarokee ließen sich von der US-Armee als Scouts gegen die IndianerstĂ€mme verpflichten, die sich gegen die drohende Niederlage gegen die Weißen wehrten. Besonders bekannt wurden die Absarokee-Scouts, die unter Colonel George A. Custer in der Schlacht am Little Bighorn River gedient hatten: White Man Runs Him, Curley, Hairy Moccasin und Goes Ahead. Die SchauplĂ€tze der KĂ€mpfe, die entlang des Little Bighorn River (IisiaxpĂșatahcheeaashisee AliakĂĄate) und Reno Creek (BilippĂ­tshuhke) stattfanden, sowie die GedenkstĂ€tten Little Bighorn Battlefield National Monument und Reno-Benteen Battlefield Memorial befinden sich auf dem Gebiet der heutigen Reservation der Crow Nation.

Auch wĂ€hrend des darauffolgenden Nez-PercĂ©-Krieges von 1877 blieben die Absarokee ihrer Entscheidung treu, dass es im Interesse ihres Stammes sei, an der Seite der Amerikaner zu stehen und sich gegebenenfalls tapfer als Scouts zu bewĂ€hren. Die vormals befreundeten und verbĂŒndeten Nez PercĂ© hofften auf militĂ€rische oder mindestens logistische UnterstĂŒtzung durch die Absarokee und sandten Kundschafter ins Crow-Reservat, um diese ĂŒber die Bitte der Nez PercĂ© zu unterrichten. Insbesondere Looking Glass (Allalimya Takanin), der bedeutendste militĂ€rische AnfĂŒhrer der Nez PercĂ©, forcierte unter diesen das BĂŒndnis mit den Absarokee gegen die Weißen. Doch auch die Indianer mussten einen schweren RĂŒckschlag erleiden, denn die Absarokee weigerten sich, mit ihnen gemeinsam gegen die Amerikaner zu kĂ€mpfen.

Als die Nez PercĂ© auf ihrer Flucht auf die Plains Richtung Crow-Reservation zogen – trotz der ablehnendem Haltung der Absarokee –, stellte sich Oberst Samuel Davis Sturgis vom 7. Kavallerieregiment ihnen in den Weg. Sturgis erhielt UnterstĂŒtzung von 150 Absarokee-Scouts, die wohl hofften, Pferde der Nez PercĂ© zu erbeuten. Dass die Absarokee sich auf die Seite der Amerikaner stellten, war fĂŒr die Nez PercĂ© eine weitere EnttĂ€uschung. Ohne deren UnterstĂŒtzung sahen die Nez PercĂ© nun nur noch einen Ausweg, die Flucht nach Kanada.

Die inzwischen erschöpften Indianer zogen weiter nach Norden, weiterhin verfolgt von Howards und Sturgis’ Truppen. Einzelne Gruppen verließen die Hauptgruppe. Eine von ihnen gelangte in die Reservation der Assiniboine und Gros Ventres bei Fort Belknap in Montana. Bei beiden StĂ€mmen handelte es sich um traditionelle Feinde der Nez PercĂ©, und einige der FlĂŒchtigen wurden in der Reservation ermordet; ob die TĂ€ter zu den Assiniboine oder den Gros Ventres gehörten, ist unklar. Eine weitere Kleingruppe fiel am 3. Oktober einem Angriff von Assiniboine- und Gros-Ventre-Kriegern zum Opfer: FĂŒnf MĂ€nner wurden getötet, zwei Frauen gefangen genommen. Zu weiteren Gefangennahmen kam es durch die Absarokee und Gros Ventres.

Gegen Ende des Feldzuges ĂŒberfielen Nez PercĂ© verbittert ein Lager der frĂŒher mit ihnen befreundeten, inzwischen aber auf Seiten der Amerikaner stehenden Absarokee, wo sie getrocknetes BĂŒffelfleisch erbeuteten, gingen selbst auf BĂŒffeljagd und erbeuteten NachschubgĂŒter, die fĂŒr die US-Armee bei Cow Island Landing am Missouri bestimmt waren. WĂ€hrend des ganzen Nez-PercĂ©-Krieges kam es immer wieder zu kleineren ScharmĂŒtzeln zwischen Nez-PercĂ©-Kriegern und Absarokee-Scouts bzw. Kriegern, die oftmals erfolgreich Pferde des Nez-PercĂ©-Trecks stahlen.

Leben im Reservat

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US-General William T. Sherman in Verhandlung mit Indianern bei Fort Laramie um 1868

1868 traten die Absarokee den Weißen mit dem zweiten Vertrag von Fort Laramie 1868 ĂŒber 100.000 kmÂČ Land ab; ihnen blieben noch 32.376 kmÂČ. Die Weißen verpflichteten sich, eine Agentur mit Schulen und anderen Dienstleistungen zu errichten. Außerdem erhielten die Absarokee Essensrationen und Kleider. Sie sollten kĂŒnftig als Farmer leben. 1883 wurde die Crow-Agency, die Agentur der Absarokee, offiziell gegrĂŒndet.

1887 wurde das bisher gemeinschaftliche Reservatsland mit dem Dawes Act parzelliert und auf die einzelnen Familien aufgeteilt. Damit sollten die Absarokee vermehrt fĂŒr die Landwirtschaft motiviert werden.

Gefangene Absarokee, 1887

Durch weitere Landabtretungen schmolz ihr Reservat bis 1905 auf 10.117 kmÂČ.

Die Stammesverfassung von 1948 sprach dem Stammesrat (General Council oder Tribal Council) die exekutive, legislative und judikative Macht zu. Der Stammesrat wurde durch sÀmtliche eingetragene Mitglieder des Stammes gebildet, die mindestens 18 Jahre (Frauen) resp. 21 Jahre (MÀnner) alt waren. Die Regierungsform war eine direkte Demokratie nach Vorbild derjenigen der alten Griechen.

1948 fĂŒhrten die Absarokee ein neues Regierungssystem ein, das sich stĂ€rker am amerikanischen orientierte. 1990 wurde die Wahlberechtigung auch bei den MĂ€nnern auf 18 gesenkt.

Wegen der umfassenden Landabtretungen im 19. Jahrhundert, fĂŒr die sie nur sehr geringe EntschĂ€digungen erhalten hatten, gingen die Absarokee verschiedentlich vor Gericht. 1962 wurden ihnen nachtrĂ€glich ĂŒber 10 Millionen US-Dollar zugesprochen. 1981 entschied das Oberste Gericht der USA, dass die Absarokee das Flussbett des Bighorn Rivers besitzen.

Auf der Ratssitzung vom 15. Juli 2001 ersetzten die Absarokee (Crow Nation) ihre Verfassung durch ein System der Gewaltentrennung. Die Exekutive wird durch vier Personen gebildet, den Vorsitzenden (Chairman), den stellvertretenden Vorsitzenden (Vice-Chairman), den SekretÀr (Secretary) und den stellvertretenden SekretÀr (Vice-Secretary). Je drei Vertreter der sechs Distrikte des Reservats (The Valley of the Chiefs, Reno, Black Lodge, Mighty Few, Big Horn und Pryor (Baåhpuuo) Districts) machen die Legislative aus. Die judikative Gewalt liegt beim PrÀsidenten des obersten Gerichtshofes der Crow Nation (Chief Justice). GegenwÀrtig hat Angela Russell dieses Amt inne.[18]

Vorsitzende der Crow Nation

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  • 2009 bis heute: Cedric Black Eagle
  • 2002–2009: Carl Venne
  • 2000–2002: Clifford Birdin Ground
  • 1990–2000: Clara Nomee
  • 1986–1990: Richard Real Bird
  • 1982–1986: Donald Stewart
  • 1977–1982: Forest Horn
  • 1974–1977: Patrick Stands Over Bull
  • 1972–1974: David Stewart
  • 1966–1972: Edison Real Bird
  • 1964–1966: John Wilson
  • 1960–1964: John Cummings
  • 1956–1960: Edward „Posie“ Whiteman
  • 1954–1956: William Wall
  • 1946–1954: Robert „Robbie“ Yellowtail
  • 1941–1946: Henry Pretty On Top
  • 1938–1941: Charles Yarlott
  • 1934–1938: Hartford Bear Claw
  • 1927–1934: William Bends
  • 1921–1927: James Carpenter
  • 1920–1921: Ralph Saco (Gets Down Often)

Demografie

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Um 1780 dĂŒrften etwa 4.000 Absarokee gelebt haben. Die Entdecker Lewis und Clark schĂ€tzten ihre Zahl im Jahre 1804 auf 3.500, die in etwa 350 HĂŒtten gelebt hatten. In den folgenden Jahren blieb die Zahl der Absarokee ziemlich konstant; fĂŒr 1833 wurde sie auf 3.250–3.560 geschĂ€tzt. Bis 1890 sank sie aber auf 2.287 und bis 1904 auf 1.826. UngefĂ€hr 1930 dĂŒrfte sie mit 1.674 ihren Tiefpunkt erreicht haben. Seither steigt sie kontinuierlich. Der US-Census 2000 zĂ€hlte 13.394 eingeschriebene Stammesmitglieder der Absarokee.

Traditionelle Kultur

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Nachfolgend wird die Kultur der Absarokee beschrieben, so wie sie sich bis zur Aufgabe der Selbstbestimmung und dem Einzug in das Reservat prÀsentiert hat. Ab diesem Zeitpunkt glich sie sich nach und nach der Kultur der europÀischen Einwanderer an.

Kulturell sind die Absarokee dem Kulturareal der Plains zuzurechnen, allerdings mit Einfluss der StĂ€mme des Großen Beckens und des Plateaus.

Nahrungserwerb

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Der Bison war die wichtigste Nahrungsquelle fĂŒr die Absarokee. ErgĂ€nzend jagten sie Wapitis, Hirsche, Gabelböcke, Dickhornschafe und BĂ€ren. Die Absarokee kannten eine klare Arbeitsteilung: Die MĂ€nner waren fĂŒr das Erlegen der Tiere zustĂ€ndig, die Frauen fĂŒr die Verarbeitung des Fleisches, das Trocknen und Zubereiten von Pemmikan. ZusĂ€tzlich sammelten die Frauen Beeren und gruben nach essbaren Wurzeln.

Materielle Kultur

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Essgeschirr stellten die Absarokee aus Hörnern von Bergschafen oder Bisons her, zuweilen auch aus Bison-SchulterblÀttern. BisonbÀuche dienten als WasserbehÀlter.

Zur Jagd verwendeten sie Pfeil und Bogen. Die Bogen fertigten sie aus Zedern-, Eschen- oder Hickoryholz, Wapiti- oder Bergschaf-Hörnern (Hornbogen) und aus Nacken- oder Schultersehnen von Bisons, die Pfeile aus Stein und Horn und die Köcher aus Otter-, Bisonkalb- oder Bergschaf-Fellen.

Die Frauen nĂ€hten etwa 20 Bisonfelle aneinander, stĂŒlpten sie ĂŒber 14 bis 30 rund angeordnete PinienpfĂ€hle und stellten so Tipis her, die auch ihnen gehörten. Die Tipis waren meist reich verziert und dekoriert. Sie wurden von 8 bis 16 Personen bewohnt.

Die Absarokee fertigten sich Kleider aus gegerbten TierhĂ€uten an. WĂ€hrend die Frauen immer lange Röcke trugen, beschrĂ€nkten sich die MĂ€nner im Sommer auf Lendenschurz und Mokassins. Beide Geschlechter verwendeten fĂŒr Zeremonien und feierliche AnlĂ€sse spezielle Festkleider, die sie mit Federn, Samen, Stachelschweinborsten und Muscheln verziert hatten. Hingegen pflegten die Absarokee ihre Kleider nicht zu bemalen. Frauen wie MĂ€nner trugen ihre langen Haare offen, in der Mitte gescheitelt. Sie kĂ€mmten sich mit dem Schwanz eines Stachelschweines.

Trotz der eher farblosen Kleider wurden die Absarokee von den frĂŒhen europĂ€ischen Siedlern als sehr schöne, große Indianer, möglicherweise die schönsten nordamerikanischen Indianer ĂŒberhaupt, beschrieben.

Nach der EinfĂŒhrung des Pferdes entwickelten sich die Absarokee zu ausgezeichneten Reitern. Rasch schufen sie neue KulturgĂŒter wie Sattel und Zaumzeug. Sie verzierten ihre Pferde ebenso wie sich selbst. Die nomadischen Absarokee benötigten etwa fĂŒnf Pferde, um ihren Haushalt zu transportieren. Der Transport erfolgte mit einem Travois, einer Schleifbahre. Auf dieselbe Weise hatten frĂŒher Hunde Hab und Gut ziehen mĂŒssen. Zudem unterhielten die Absarokee auf den Plains bald mit die grĂ¶ĂŸten Pferdeherden, da sie sich unter den StĂ€mmen zu berĂŒhmten und erfolgreichen PferdezĂŒchtern entwickelt hatten.

Neben den Absarokee unterhielten nur noch die Nez PercĂ©, Cayuse (beide zĂŒchteten sogar eigene Pferderassen) sowie die Comanche, Kiowa und Plains Apache (Kiowa Apache); im Vergleich hierzu waren die feindlichen Assiniboine, Plains Cree, Plains Ojibwe sowie Blackfoot richtig pferdearm. Die Absarokee nannten das Pferd Ichilay („Ausschau halten nach“, „auf die Suche gehen mit“), vermutlich bezog sich der Name auf die Verwendung des Pferdes auf der Jagd und im Krieg. Die Absarokee nutzten zwar wie bereits erwĂ€hnt den Travois, jedoch dank ihres Pferdereichtums – man schĂ€tzte ihre Herde auf 30.000 bis 40.000 Tiere – nicht in dem Maße wie andere Plains-StĂ€mme, da sie es sich leisten konnten, die Pferde als Packtiere zu nutzen. Zudem ritten alle Absarokee wĂ€hrend der saisonalen Wanderungen jeweils auf ihren eigenen Pferden, was ihnen ermöglichte große Distanzen schneller als benachbarte Gruppen zurĂŒck zulegen.

Lebenszyklus

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Totengestell der Absarokee

Nach zwei Tagen wurden die Neugeborenen an den Ohren gepierct, nach zwei weiteren Tagen wurden sie unter den Schutz der Medizin eines Mannes desselben Clans gestellt und erhielten einen Namen.

Die Kindheit verbrachten die Absarokee mit Spielen, wobei oft das Leben der Erwachsenen nachgeahmt wurde.

Knaben lernten, wie sie ihre Haare zu Zöpfen flechten und ihr Haupthaar hochkÀmmen konnten. Im Alter von vierzehn bis sechzehn Jahren durften sie erstmals auf einen Kriegszug mitgehen. Gleichzeitig versuchten sie, in einen Krieger-Bund des Stammes aufgenommen zu werden.

MĂ€dchen erlernten die Pflichten der Frauen und erfuhren, wie sie ungewĂŒnschte Kinder abtreiben konnten. Ein JĂŒngling musste der Familie der zukĂŒnftigen Frau Pferde geben. Nur exogame Heiraten waren zulĂ€ssig. Starb eine Frau kurz nach der Heirat, wurde dem Witwer nach Möglichkeit eine Schwester als Ersatz angeboten. VerschwĂ€gerte Personen tauschten rege Geschenke aus, um die Familienbande zu stĂ€rken. Die Beziehung eines Mannes mit seiner Schwiegermutter war strengen Tabus verpflichtet. Seinem Schwiegervater musste er großen Respekt erweisen. Beide Geschlechter konnten sich scheiden lassen.

Im Alter setzten sich die MĂ€nner oft zusammen, rauchten Pfeife und tauschten sich aus, wobei sie oft und gerne lachten.

Starb ein Stammesmitglied, zog man ihm seine besten Kleider an, bemalte es und hĂŒllte es in eine Tipiplane. Einen verstorbenen HĂ€uptling betteten sie auf ein GerĂŒst in einem Tipi. Tötete ein Feind einen Absarokee, trauerte das ganze Camp. Verwandte hackten sich teilweise eine Fingerbeere ab oder schnitten ihre Haare kurz.

Mythologie

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Die Mythologie der Absarokee Ă€hnelt sehr stark derjenigen der Hidatsa und, weniger stark, derjenigen der Arapaho und Assiniboine. GemĂ€ĂŸ ihrer Mythologie war die Erde von Alter Mann, der teilweise als Sonne und teilweise als Alter Mann Kojote identifiziert wird, geformt worden. Dazu hatte er den Schlamm verwendet, den die Bindentaucher aus den Tiefen des Ur-Meeres heraufgeholt hatten.

Nachdem Alter Mann die Erde erschaffen hatte, blies er trockene Erde von seiner Hand und schuf so Erste Frau, Erster Mann und eine Schar KrĂ€hen. Alter Mann erklĂ€rte den Menschen, wie sie leben sollten und gab ihnen den Namen Absarokee, KrĂ€hen. Er platzierte sie im Gebiet des Yellowstone-Rivers, inmitten von Feinden, die sie bekĂ€mpfen mussten. Nun fĂ€llte Alter Mann einen Baum und Weißer Mann tauchte wie eine Maus aus einem Loch auf. Er erzĂ€hlte den Absarokee, dass sie nicht gegen die Weißen kĂ€mpfen sollten, die ihnen beibringen wĂŒrden, wie sie Eisen herstellen konnten.

Religion und Krankenheilung

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Tanz der Absarokee in Festkleidung, Crow Agency, Montana 1941

Das spirituelle Hauptinteresse der Absarokee richtete sich nach Robert Lowie auf den Erwerb einer allgegenwĂ€rtigen, ĂŒbernatĂŒrlichen Kraft, die XapĂĄalia bzw. Maxpe genannt wurde und in etwa mit dem Wakan der Sioux-Völker ĂŒbereinstimmt. Ihr Interesse an den dahinterstehenden Geistwesen war eher gering.[19] Sie nannten die Sonne IsĂĄahkaxaalia („Alter Mann“) und den Mond KĂĄalixaalia („Alte Frau“, „Urgroßmutter“, „Mutter Erde“). In ihren Gebeten sprachen sie sie als Großvater und Großmutter an. Beide werden wiederum reprĂ€sentiert durch das Wasser (Vater BilĂ­saahke) und den Erdboden (Mutter AwaisahkĂ© – siehe auch Mutter Erde). Weitere Gebete richteten sie bisweilen an Erster Macher, Alter Mann Kojote (Trickster), „Derjenige Oben“ (der nur diffus beschrieben wurde),[19] IhkalĂ©axe (wörtlich: „Heller Stern, d. h. Morgenstern“, als Sohn der Sonne), Bison, adlergestaltiger Donner[19] (Donnervogel) und Zwerge.[20] Von einem Polytheismus kann jedoch keine Rede sein. Lediglich die Sonne wurde bei SchwĂŒren und im Rahmen der BaawalishtakooshtĂ©echiiluua („Visionssuche“, wörtlich: „Fasten in der Hoffnung, eine Vision zu bekommen“) angerufen.[19]

Jeder Absarokee-Krieger wollte XapĂĄalia / Maxpe gute Medizin, sprich geistige Macht, um Erfolg zu haben. Diese versuchte er in einer Vision zu erlangen, die er mit konsequentem Fasten in der Einsamkeit heraufbeschwor. Oder er opferte einen Teil seines Fingers oder einen Streifen Fleisch, um einen Schutzgeist zu ĂŒberzeugen, ihn als Sohn zu adoptieren und ihm das Recht fĂŒr ein Medizin-Lied, eine Körper-Bemalung oder GegenstĂ€nde zu geben, die er in einem IaxpĂĄalia bzw. XapĂĄalia (Medizinbeutel) sammeln konnte. All dies sollte ihm zu einem langen Leben, genĂŒgend zu essen und Macht ĂŒber die Feinde verhelfen.

Hatte ein Absarokee keine eigene Medizin, konnte er diese bis zu vier Mal von seinem BĂĄassahke („Clanvater“, wörtlich: „Clanonkel“) ausleihen. Im Gegenzug musste der Bittsteller dem Clanvater Pferde, Fleisch oder andere Ware schenken, zuweilen auch seine Frau ausleihen.

Die Absarokee waren in verschiedenen religiösen BaaxĂșahche bzw. AlaxĂșahche (BĂŒnden/Gesellschaften) organisiert, der weitaus bekannteste ist der Tabak-Bund. Jeder Bund hatte seine eigenen Zeremonien, Lieder und TĂ€nze, mit denen sie die Geistwesen gut stimmen und deren Macht erlangen wollten. Die meisten Zeremonien hielten die Absarokee im FrĂŒhling und im Herbst ab. Im Sommer unterzogen sich viele Krieger dem AshkĂ­sshe (Sonnentanz). Bekannte BĂŒnde/Gesellschaften waren die BaasshĂșssheelaakbisuua („Tobacco Dance Society“), die AhpannoopisĂ©e („Arikara/Ree Society“) und die BaatawĂ©e („War Dance Society“, wörtlich: „Hot Dance Society“).

War jemand krank, so hatte er, gemĂ€ĂŸ dem Glauben der Absarokee, den Unmut der Geistwesen erregt, indem er zum Beispiel ein Tabu nicht befolgt hatte. Zur Heilung wurde ein Medizinmann beigezogen, der sich mit der geistigen Welt und der Natur am besten auskannte.

Sozio-politische Organisation

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Soziale Organisation

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Die Absarokee waren sowohl territorial wie auch funktional organisiert. Territorial lebten sie in drei regionalen Stammesgruppen bzw. Bands, die wiederum in mehrere Lokalgruppen unterteilt und sozial durch verschiedene matrilinearen Ashammalíaxxiia bzw. Ashawåte (Clans, auch: Araxu`a`tse) zusammengehalten wurden; funktional kannten sie militÀrische, religiöse und medizinische Gruppierungen. Es existierten jedoch keine sozialen Klassen.

Die Anzahl der Clans variierte. WĂ€hrend des 19. Jahrhunderts zĂ€hlten sie 12 oder 13 Clans, wobei die Mountain Crow und River Crow dieselben Clans kannten, diejenigen der Kicked in the Bellies wichen leicht ab. Jeweils zwei oder drei Clans waren in insgesamt fĂŒnf Phratrie (Clan-Verband) gruppiert und fĂŒhrten sich auf gemeinsame mythische Ahnen oder eine Stammmutter (Ahnherrin) zurĂŒck, was keine Heiraten innerhalb des gleichen Clans erlaubte – die exogamen Heiratsregeln zwangen die Absarokee, ihre zukĂŒnftigen Ehepartner außerhalb ihres eigenen Clans oder ihrer Band zu suchen, so dass diese gegenseitigen exogamen Heiraten zwischen den verschiedenen Absarokee-Clans zu Allianzen einzelner Familien ĂŒber die Grenzen der jeweiligen der drei Bands fĂŒhrte und somit das ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl und die Einheit der ganzen Absarokee als eine Nation stĂ€rkte.

Die einzelnen Clans kamen besonders wĂ€hrend der Organisation von grĂ¶ĂŸeren Jagden, von Festen (insbesondere Heiraten) sowie im Krieg und in Notzeiten zur gegenseitigen UnterstĂŒtzung zusammen. Jedem Clan stand ein eigener HĂ€uptling vor, der Clanvater, dem weitere beratende HĂ€uptlinge zur Seite standen. Die HĂ€uptlinge koordinierten die Jagd, kriegerische Unterfangen, Zeremonien und mussten fĂŒr Recht und Ordnung innerhalb des Clans sorgen. Die Funktionen sowie Namen der einzelnen Clans wurde den Absarokee von ihrem Kulturheros IsĂĄahkawuattee (Old Man Coyote) genannt, der ihnen auch die Namensherkunft erklĂ€rte.

1. Phratrie

  • Uuwatashe (Greasy Inside The Mouth Clan – „Jene, mit fettigen Mund“, „Jene, mit Fett im Mund“, wurden so genannt, da sie als gute JĂ€ger nur das beste Fleisch aßen und ihre MĂŒnder daher fettig waren)
Spitzname: Axxaashe Akiaxapáalia (Those Who Spiritual Power Is The Sun – „Jene, deren spirituelle Kraft die Sonne ist“)
  • AshĂ­iooshe (Sore Lip (Lodge) Clan – „entzĂŒndete, wunde Lippen“, so genannt, da sie als kĂŒhne Krieger und JĂ€ger bei Wind und Wetter, Sommers wie Winters auf die Jagd gingen und dem Wetter trotzten, daher hatten sie vom Wind entzĂŒndete, wunde Lippen)

2. Phratrie

  • BiliikĂłoshe (Whistling Waters Clan – „Pfeifende Wasser“, so genannt, da einst ein junger Mann eine ebenfalls zu seinem Clan gehörende Frau liebte, und als sie Wasser am Fluss holen wollte, ihr nachpfiff, trotz des Gebots außerhalb des Clans zu heiraten, wurden diese ein Paar und der ganze Clan wurde nun nach dem Ereignis Whistling Waters Clan genannt)
Spitzname: BapshĂ­shbaashe (my brother-in-law from the past. da sie auf Grund der eigentlich nicht erlaubten Heirat innerhalb des Clans nun ja alle untereinander verwandt seien)
vormaliger Name: AkchihpawaaĂ­tche (Wealthy Gophers Clan – „Reiche Erdhörnchen“, waren fĂŒr ihre Intelligenz und Sprache bekannt sowie als so großzĂŒgig, so dass sie wĂ€hrend sie umherzogen, kleine NahrungsstĂŒcke fĂŒr die Erdhörnchen immer ĂŒbrig ließen)
Spitzname: ChihpashikĂĄake (Gopher Boys – „Erdhörnchen Jungs“)
  • AshkĂĄpkawiia (Bad War Deeds (Lodge) Clan – „Schlechte Kriegstaten“, wĂ€hrend der Kriege gegen andere StĂ€mme kam es zu RivalitĂ€ten unter den Kriegergesellschaften, die sich gegenseitig aufforderten, ihre Kriegstaten aufzulisten. Jedoch zĂ€hlte ein Krieger Taten auf, die nicht bewiesen werden konnten und musste auf Nachfragen zugeben, dass er sie erfunden hatte)
vormaliger Name: AshxĂĄhche (Hair Remaining (Lodge) Clan. so genannt, da sie angeblich achtlos bei der Bearbeitung der TierhĂ€ute seien und daher immer wieder Klumpen von Haaren auf der Lederhaut zurĂŒckblieben)

3. Phratrie

  • XĂșhkaalaxche (Ties In A Bundle Clan – „Jene, die alles in einem BĂŒndel zusammenschnĂŒren“, wurden so genannt, da sie immer beim Verlegen des Camps immer in Eile und nicht ordentlich seien und ihren ganzen Besitz einfach in einem BĂŒndel zusammenschnĂŒren; manchmal auch als Ties The Bundle Clan – „Jene, die das heilige BĂŒndel schnĂŒren, binden“ wiedergegeben – das sacred medicine bundle enthielt Tabak, die einzige Kulturpflanze der Crow)
Spitzname: Iishiileete (Not Mixed – „Nicht vermischt“)
  • UĂșssaawaachiia (Brings Home Game Without Shooting Clan – „Jene, die ohne Schuß Wildbret/Wildfleisch heimbringen“, so genannt, da sie als sehr intelligent galten und ihnen nachgesagt wurde, dass sie daher auch ohne Waffen Nahrung heimbringen wĂŒrden)

4. Phratrie

  • AshshitchĂ­te (Big (Lodge) Clan – „Jene mit großen Behausungen“, wurden so genannt, da sie als fleißige Leute und harte Arbeiter bekannt waren und sich daher große Behausungen errichten konnten)
  • AshhilaalĂ­oo (Newly Made (Lodge) Clan, so genannt, da sie als letzter Clan von Old Man Coyote geschaffen wurden, sprich sie waren erst newly made)

5. Phratrie

  • AshkaĂĄmne (Blood Indian (Lodge) Clan – „Handeln wie Kainai (Blood)“; im Englischen fĂ€lschlich oft als Piegan Clan bezeichnet – jedoch sind Piegan und Blood unterschiedliche StĂ€mme der Blackfoot; bekamen ihren Namen da sie wĂ€hrend eines Clan-Kriegs die BiliikĂłoshe (Whistling Waters Clan) besiegten und auch die AshkĂĄpkawiia (Bad Waar Deeds Clan), als diese auf Seiten der BiliikĂłoshe eingriffen. Daher sagten die AshkĂĄpkawiia, dass diese so heimtĂŒckisch und verrĂ€terisch handeln wĂŒrden wie die Feinde der Absarokee, die KaĂĄmne / KaĂĄnne (Kainai (Blood)) und bezeichneten sie fortan als AshkaĂĄmne (Blood Indian (Lodge) Clan))
vormaliger Name: AshbatshĂșa (Treacherous (Lodge) Clan – „HeimtĂŒckische, VerrĂ€terische“, wurden angeblich so genannt, da als heimtĂŒckisch und verrĂ€terische Leute galten, jedoch hĂ€tten sie Angst vor Wasser und wĂŒrden daher nicht in tiefe FlĂŒsse gehen)
  • AshpeennuushĂ© (Filth Eaters (Lodge) Clan, Dung Eaters (Lodge) Clan – „Jene, die Schmutz essen“, „Jene, die Dung essen“; einst schlug ein eifersĂŒchtiger HĂ€uptling dieses Clans entgegen der Ethik der Crow seine Frau, schnitt ihr das Haar ab und zwang sie, Dung (Mist) zu essen – ihre BrĂŒder retten sie und beendeten hierdurch die Ehe. Die beschĂ€mten Crow verstießen den HĂ€uptling und nannten den Clan deshalb spĂ€ter AshpeennuushĂ© (Dung Eater (Lodge) Clan))
vormaliger Name: IsaashkahpaleetĂ© (Crop Eared Domesticated Animals – „Jene, mit Lasttieren, deren Ohren durch Frost geschĂ€digt sind“, da sie meist im kalten Wetter so lange draußen blieben, bis die Ohren ihrer Lasttiere durch Frost geschĂ€digt sind)

Heute existieren noch folgende Clans: AshshitchĂ­te (Big Lodge Clan); AshhilaalĂ­oo (Newly Made Lodge); Uuwatashe (Greasy Mouth); AshĂ­iooshe (Sore Lip Clan); XĂșhkaalaxche (Ties the Bundle Clan); BiliikĂłoshe (Whistling Waters Clan); AshkĂĄpkawiia (Bad War Deeds Clan); Aashkamne (Blood Clan).

Die Absarokee kannten unmittelbar vor der Reservatszeit vier Krieger-BĂŒnde: Lumpwoods, FĂŒchse, Schlammige HĂ€nde und Große Hunde. FrĂŒher hatte es weitere Krieger-BĂŒnde gegeben. Die KriegerbĂŒnde agierten als Polizei innerhalb der Camps, schlichteten Streitigkeiten und organisierten zusammen mit den HĂ€uptlingen die Jagd und die UmzĂŒge von einem Camp ins nĂ€chste.

Von bedeutendem Einfluss waren die Elders, die Ältesten. Ihr Rat und ihre Erfahrung hatten großes Gewicht bei den wichtigsten Entscheidungen.

Bands bzw. regionale Stammesgruppen der Absarokee

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Laut mĂŒndlicher Überlieferung stammten die Vorfahren der heutigen Absarokee und Hidatsa (den eigentl. Hidatsa, Awatixa und Awaxawi (Amahami)) ursprĂŒnglich aus dem Gebiet westlich der Great Lakes sĂŒdlich des Lake Superior und westlich des Lake Michigan, die gemeinsam Mitte des 15. Jahrhunderts langsam westwĂ€rts zogen. Im Gebiet eines fĂŒr viele StĂ€mme heiligen Sees, den die Absarokee Sacred Waters („Heiligen Wasser“) oder Spirit Lake („See des Geistes“) nennen – die EuropĂ€er jedoch, da sie die Religion der Stammesvölker verachteten – bezeichneten ihn als Devils Lake – im Nordosten von North Dakota, hatten sich Anfang 1600 (nach anderer Überlieferung bereits ca. 1450) eine große Gruppe unter der FĂŒhrung der BrĂŒder ShĂ­ipdeetash (No Intestines oder No Vitals) und ChĂ­itdeehisshish (Red Scout) in einer gemeinsam bewohnten Siedlung niedergelassen; beide BrĂŒder empfingen unterschiedliche Visionen: ChĂ­itdeehisshish (Red Scout) sah in seiner Vision einen Maiskolben und ihm wurde geboten, sich mit seinem Gefolge sesshaft zu machen und Mais zum Lebensunterhalt anzupflanzen, aus dieser Gruppe entstanden die einst grĂ¶ĂŸte Gruppe der Hidatsa, die Awatixa Hidatsa; ShĂ­ipdeetash (No Intestines oder No Vitals) wiederum sah in der Vision die heilige Tabakpflanze und ihm wurde befohlen westwĂ€rts auf die Plains und in die Berge zu ziehen, und dort diese anzupflanzen, aus dieser Gruppe entstanden die einst grĂ¶ĂŸte Gruppe der Absarokee, spĂ€ter als Mountain Crow bekannt.

Die Absarokee unterteilten sich, als alle auf den Plains sowie teilweise in den Rockies als Nomaden umherschweiften, in drei regionale Stammesgruppen oder Bands, die wiederum in mehrere Lokalgruppen (eng. local groups, subbands) unterteilt waren, die aus verwandten BachishbilaxpĂĄake (Großfamilien) bestanden:[21] Die einzelnen Lokalgruppen wurden jeweils von einem als BacheeĂ­tche („Guter Mann“) bezeichneten HĂ€uptling gefĂŒhrt, der einflussreichste HĂ€uptling der Lokalgruppen einer Band wurde als AshbacheeĂ­tche (Chief Of The Camp – „AnfĂŒhrer des Camps bzw. der ganzen Band“) bezeichnet und war der politische FĂŒhrer der Band – so gab es drei AshbacheeĂ­tche unter den Absarokee (je einen fĂŒr die Mountain Crow, fĂŒr die River Crow sowie fĂŒr die Kicked In The Bellies). Der herausragendste unter den drei AshbacheeĂ­tche wurde zum FĂŒhrer der gesamten Absarokee gewĂ€hlt und AshakĂ©e / AshakeĂ© (Owner Of The Lodges, Owner Of The Camp – „Eigner oder Bewahrer der Tipis/des Camps“) genannt – er reprĂ€sentierte als AshkootĂĄawacheeitche („Head Chief“ - OberhĂ€uptling) die Nation nach außen und symbolisierte gegenĂŒber den einzelnen Stammesangehörigen nach innen auch die Einheit der einzelnen Bands.[22] Neben dem (Friedens-)HĂ€uptling gab es auch fĂŒhrende MĂ€nner fĂŒr spezielle Aufgaben bzw. Gelegenheiten, wie z. B. den Íipche AkeĂ© (KriegshĂ€uptling), der die AkdĂșxxiilee (Krieger) als militĂ€rischer Kommandant persönlich in den Krieg fĂŒhrte bzw. beim Angriff das Lager/den Stamm verteidigte oder den CheĂ©tisaahkaa („Scout Chief“, wörtlich: „erfahren wie ein alter Wolf[23]“ - „AnfĂŒhrer der Scouts“), der fĂŒr die CheĂ©tdaake (wörtlich: „Wolfskinder, d. h. Scouts bzw. Kundschafter“) verantwortlich war (sowohl deren FĂŒhrung als auch Training). Dem KriegshĂ€uptling beratend beiseite standen die einzelnen AkdĂșxxiiikuchke (wörtlich: „Planer der Kriegsparty/des Kriegszugs, d. h. KriegsfĂŒhrer“), die im Gefecht ihre Kriegstrupps separat fĂŒhrten und manchmal autonom kriegerische Unternehmen (meist als kleine Stoßtrupps) gegen feindliche StĂ€mme unternahmen. Zudem wurden die Entscheidungen des HĂ€uptlings oder KriegshĂ€uptlings durch den AshappĂ©eliliia bzw. AkashappĂ©eliliia („Lager-Ausrufer“) den Stammesmitgliedern verkĂŒndet, eine wichtige soziale und religiöse Funktion hatten auch der BacheewaalĂĄtchiia („Perfekter Mann, d. h. Heiliger Mann“) sowie der AkbaahawassĂ©e („Heiler oder Geistheiler“).

  • Ashalaho („Viele Behausungen“) oder AshkĂșale („das Hauptlager“ oder „das grĂ¶ĂŸte, wichtigste Lager“) genannt, da sie die grĂ¶ĂŸte Stammesgruppe waren; auch AwaxaawaxammilaxpĂĄake („Berg-Volk“) genannt, daher heute meist als Mountain Crow bekannt. Laut Überlieferung spalteten sie sich von den Awatixa Hidatsa ab und wanderten unter der FĂŒhrung des HĂ€uptlings ShĂ­ipdeetash (No Intestines oder No Vitals) mit der einzigen Kulturpflanze der Absarokee, dem Tabak, als erste der Absarokee westwĂ€rts.(McCleary 1997: 2–3), (Bowers 1992: 21). Sie lebten in den Rocky Mountains und deren Vorgebirge im Grenzgebiet von Wyoming und Montana entlang des Oberen Yellowstone Rivers, in den Big Horn und Absaroka Mountains (auch Absalaga Mountains) mit den Black Hills am östlichen Rand ihres Territoriums.
  • BinnĂ©essiippeele („Jene, die entlang der Flussufer leben“), daher heute meist als River Crow bekannt; auch unter ihrem Spitznamen AshshipĂ­te („schwarz (von Rauch) gefĂ€rbte Tipis“) bekannt. Waren auch als PeelatchiwilaxpĂĄake („Fluss Volk“) bekannt. Trennten sich Mitte des 17. Jh. unter der FĂŒhrung des HĂ€uptlings DaxpitchĂ©e DaasĂ­tchileetash (Bear Whose Heart Is Never Good oder Bad Heart Bear) von den eigentl. Hidatsa (einer weiteren Gruppe der Hidatsa) aufgrund eines Streits ĂŒber einen Bisonmagen, so dass die Hidatsa alle Absarokee als GixĂĄa-iccĂĄ oder Kixa'ica („Jene, die wegen einer Kleinigkeit schmollen bzw. sich stritten“) bezeichneten.(Bowers 1992: 23; Lowie 1993: 272–275). Sie lebten entlang des Yellowstone River, Musselshell River sĂŒdlich des Missouri River sowie in den FlusstĂ€lern des Big Horn, Powder and Wind River (frĂŒher Powder River Country genannt), manchmal nordwĂ€rts bis zum Milk River.[24]
  • AmmitaalasshĂ© (Home Away From The Center, also von den AshkĂșale – Mountain Crow entfernt), spalteten sich von den AshkĂșale (Mountain Crow) ab (Lowie 1912: 183–184), spĂ€ter meist unter ihrem Spitznamen Eelalapito („In ihre BĂ€uche getreten“) oder im Englischen als Kicked In The Bellies bekannt.[25]Sie beanspruchten das Gebiet des sog. Bighorn Basin, von den Bighorn Mountains im Osten bis zur Absaroka Mountains im Westen und bis zur Wind River Range im SĂŒden im Norden und der Mitte Wyomings. Manchmal siedelten sie in den Owl Creek Mountains und Bridger Mountains sowie entlang des Sweetwater River im SĂŒden.

Die mĂŒndliche Überlieferung der Absarokee berichtet noch von einer vierten Band, den Bilapiluutche (Beaver Dries its Fur), die wahrscheinlich Mitte des 18. Jahrhunderts im Stamm der Kiowa aufging.

Kultur wÀhrend der Reservatszeit

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Mit der Errichtung der Crow-Agentur im Jahre 1883 endete die Selbstbestimmung der Absarokee. Es wurde ihnen zum Beispiel verboten, KriegstĂ€nze und SonnentĂ€nze abzuhalten. Die Jagd innerhalb des Reservats bedurfte einer speziellen Erlaubnis. Eine Indianer-Polizei musste SĂŒnder vor ein neu geschaffenes Gericht bringen. In der frĂŒhen Reservatszeit brachen junge MĂ€nner des Öfteren aus und ĂŒberfielen insbesondere die Piegan.

Bis 1907 errichteten die römisch-katholische Kirche und die baptistische Kirche verschiedene Missionsschulen in dem Reservat. Die Missionen wollten die Absarokee so rasch als möglich in die Kultur der Weißen integrieren und die indianische Kultur vernichten. Dazu betrieben sie Internate, in die alle Kinder ab fĂŒnf Jahren gehen mussten. Die Internate wurden 1929 abgeschafft.

Die bedeutendsten Änderungen betrafen die Technologie. Die Frauen waren davon weniger betroffen als die MĂ€nner; ihre Fertigkeiten der Nahrungszubereitung, der Herstellung von Kleidern und weiterer Handwerke blieben weitestgehend erhalten. Die soziale Organisation und religiöse Praktiken Ă€nderten sich ebenfalls nur zögerlich. Der Tabak-Bund beispielsweise spielt nach wie vor eine zentrale Rolle im Leben der Absarokee. Sie ĂŒbernahmen nicht nur vermehrt kulturelle Elemente der Weißen, sondern auch von anderen IndianerstĂ€mmen, so 1910 den Peyote-Kult von den Nördlichen Cheyenne und 1910 den Sonnentanz der Östlichen Shoshone. Hingegen wurden sie nur am Rande von der Geistertanz-Bewegung erfasst.

In den frĂŒhen Jahren des 20. Jahrhunderts gaben sie formal die MatrilinearitĂ€t auf und ĂŒbernahmen stattdessen englische Nachnamen.

Die kriegerische Tradition setzten viele Absarokee in der aktiven Teilnahme des Ersten und Zweiten Weltkrieges sowie in den Kriegen in Korea und Vietnam fort.

Seit 1970 werden die kulturellen Regeln der Absarokee immer mehr verwĂ€ssert. Die Clan-Exogamie (Außenheirat) wird nicht mehr strikt eingehalten; der rege Geschenkaustausch bei Hochzeiten hĂ€lt aber noch immer an. Der traditionelle Glaube war trotz der intensiven christlichen Missionierung nicht gĂ€nzlich zerstört worden. Um 1980 waren 40 bis 50 Prozent der Absarokee Mitglieder der Native American Church. 1980 errichteten die Absarokee mit Hilfe der Montana State University in Bozeman ein eigenes College, das Little Big Horn College. Wesentlich dabei ist der zweisprachige Unterricht in Absarokee und Englisch.

GegenwÀrtige Situation

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Besonders in den 1930er Jahren zogen viele Absarokee in die StĂ€dte. 1990 lebte noch ein Drittel in dem Crow-Reservat bei der Stadt Billings im US-Bundesstaat Montana, wovon die meisten Pferde- und Viehzucht betrieben und einige vom Ackerbau lebten. Das Reservat umfasst 9235 kmÂČ (1998), etwa 50 Prozent werden parzelliert von Absarokee und 20 Prozent gemeinschaftlich vom Stamm verwaltet. 30 Prozent gehören dem Bundesstaat Montana oder weißen GrundeigentĂŒmern. Das meiste Land wird landwirtschaftlich genutzt; im Gegensatz zu den meisten Indianer-StĂ€mmen konnten die Absarokee auch fruchtbares Land behalten. Das vom Stamm verwaltete Land war 1997 an 765 weiße und 74 Absarokee-Farmer verpachtet.

Heute leben 7.900 von den ca. 11.000 eingeschriebenen Stammesmitgliedern des Crow (ApsĂĄalooke) Tribe of Indians im Reservat, von denen wiederum etwa 85 Prozent die Crow-Sprache als Muttersprache sowie Englisch als Zweitsprache nutzen.[26]

Das Clansystem ist recht gut erhalten; viele Absarokee orientieren sich nach wie vor am traditionellen Verwandtschaftsmuster. Die erweiterte Familie nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Auch weitere kulturelle Elemente wie der Sonnentanz, der Tabak-Bund oder traditionelle TĂ€nze werden gepflegt und konnten wieder an Bedeutung zulegen. Neue Elemente wie Basketball, Rodeo, Powwows und neue TĂ€nze kamen hinzu.

Obwohl die Absarokee innerhalb des Reservats in den Genuss kostenloser Gesundheitsversorgung kommen, ist die gesundheitliche Lage verglichen mit der Situation in den ganzen USA schlecht. Viele Absarokee leiden an Diabetes oder Krebs. Joseph Medicine Crow, Doktor der Anthropologie und ehemaliger HÀuptling der Absarokee, schÀtzte die Lebenserwartung innerhalb des Reservats auf 50 Jahre.

Bedeutung

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Die Absarokee gehörten im 19. Jahrhundert nach den Lakota und den Blackfoot zu den bedeutendsten IndianerstĂ€mmen der nordwestlichen Plains. Sie hielten sich strikt an den 1825 mit den Weißen geschlossenen Freundschaftsvertrag und unterstĂŒtzten sie, meist als SpĂ€her, auch im Kampf gegen die ĂŒbrigen Plains-StĂ€mme (so auch bei der berĂŒhmtesten Schlacht der Indianerkriege am Little Big Horn). Die meisten Plains-StĂ€mme betrachten die Absarokee deshalb noch heute als VerrĂ€ter.

Nach den Absarokee wurde ein Dorf im US-Bundesstaat Montana benannt, siehe Absarokee (Montana). In der Form Absaraka existiert ein Dorf in North Dakota, und Absaroka heißt ein Gebirgszug und ein Wald im Yellowstone-Nationalpark.

HĂ€uptlinge sowie berĂŒhmte Persönlichkeiten der ApsĂĄalooke (Crow)

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Mountain Crow (AwaxaawaxammilaxpĂĄake)

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  • ItchuuwaaĂłoshbishish (Red Plume (Feather) At The Temple, besser bekannt als Is-she-u-huts-ki-tu / E-she-huns-ka oder Long Hair) (* ca. 1750; † 1836) (AshbacheeĂ­tche d. h. Oberster HĂ€uptling (sowie Schamane) der Mountain Crow wĂ€hrend des Pelzhandels, unterzeichnete zusammen mit 15 weiteren HĂ€uptlingen der Mountain Crow am 4. August 1825 im Mandan Village den sog. Freundschaftsvertrag (Treaty of Friendship) mit der US-Regierung; nach seinem Tod wurde sein extrem langes Haar – angeblich ĂŒber 7,5 m lang – abgeschnitten und von StammesfĂŒhrern aufbewahrt, heute wird das Haar vom Chief Plenty Coups State Park in Pryor, Montana, bewahrt.)
  • DaxpitcheehĂ­sshish (Red Bear) (* ca. 1807; † 1860er) (BacheeĂ­tche d. h. HĂ€uptling einer Lokalgruppe der Mountain Crow, war ein bekannter und gefĂŒrchteter Krieger sowie FĂŒhrer wĂ€hrend der 1840er und 1850ern.)
  • DĂ©axitchish / DĂ©ahÄ­tsĭƛh (besser bekannt als Pretty Eagle) (* 1846; † 1905) (bedeutender KriegshĂ€uptling und Diplomat, zeichnete sich besonders in KriegszĂŒgen gegen Lakota und Pawnee aus, begleitete mehrmals andere bedeutende HĂ€uptlinge nach Washington, um die Rechte der Crow und deren zugesagte Reservation zu bewahren, wurde seitens der US-Regierung im Jahr 1890 als OberhĂ€uptling neben dem eigentlichen und traditionell gewĂ€hlten AshakĂ©e d. h. OberhĂ€uptling Plenty Coups anerkannt.)
  • Alaxchiiaahush / AlaxchĂ­ia AhĂș (Many War Achievements, im Englischen daher als Plenty Coups – „Viele Coups“ bekannt), auch bekannt als ChĂ­ilaphuchissaaleesh (Buffalo Bull Facing The Wind) (* ca. 1848; † 1932) (wurde auf Grund seiner großen Kriegstaten gegen die feindlichen Lakota, Cheyenne, Arapaho und Blackfoot bereits 1876 (dem Jahr der Schlacht am Little Big Horn) mit 28 Jahren zum AshbacheeĂ­tche, d. h. Obersten HĂ€uptling der Mountain Crow gewĂ€hlt, war ein großer VisionĂ€r, Diplomat und letzter traditionell gewĂ€hlter AshakĂ©e, d. h. OberhĂ€uptling aller drei Stammesgruppen, vermittelte Frieden zwischen den Shoshone und Crow und bot den USA im Krieg gegen ihre traditionellen Feinde die UnterstĂŒtzung von Crow-Scouts an)

River Crow (Binnéessiippeele)

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  • DaxpitchĂ©e DaasĂ­tchileetash (Bear Whose Heart Is Never Good oder Bad Heart Bear) (fĂŒhrte lt. Überlieferung Mitte des 17. Jahrhunderts auf Grund eines Streites ĂŒber einen Bisonmagen mit den eigentl. Hidatsa eine weitere große Stammesgruppe nach Westen, um sich den bereits hier siedelnden AwaxaawaxammilaxpĂĄake / Mountain Crow Band anzuschließen. Seine Stammesgruppe entwickelte sich zu der historischen BinnĂ©essiippeele / River Crow Band.)
  • EelĂĄpuash / Arapoosh (im Englischen auch bekannt als Rotten Belly oder Sore Belly) (* 1795; † 1834) (AshbacheeĂ­tche d. h. Oberster HĂ€uptling der River Crow und Gegenspieler von ItchuuwaaĂłoshbishish, weigerte sich, den Freundschaftsvertrag von 1825 ebenfalls zu unterzeichnen, da die River Crow glaubten dessen Bestimmungen nicht zustimmen zu können, ohne ihre SouverĂ€nitĂ€t als Stamm aufzugeben. 1834 belagerten daher die River Crow unter seiner FĂŒhrung das Fort McKenzie am Missouri River, wurden jedoch von feindlichen Blackfoot-Kriegern vertrieben, wobei auch EelĂĄpuash / Arapoosh getötet wurde.)
  • ChĂ­ischipaaliash (Twines His (Horse’s) Tail oder Rotten Tail) (* ca. 1800; † 1867) (AshbacheeĂ­tche d. h. Oberster HĂ€uptling der River Crow in den 1840er; spĂ€ter AshakĂ©e d. h. OberhĂ€uptling aller drei Stammesgruppen wĂ€hrend der 1850er und 1860er; zudem ein bedeutender Schamane und ein hervorragender KriegshĂ€uptling (pipe carrier).)
  • ItchĂșua ChĂ­ash (White Temple) oder Uuwatchiilapish (Iron Bull) (* ca. 1820; † 1886) (bedeutender Krieger und nach ChĂ­ischipaaliash der ranghöchste BacheeĂ­tche d. h. HĂ€uptling innerhalb der River Crow)
  • IssaatxalĂșash (Two Leggings) oder ApitisĂ©e (Big (Whooping) Crane) (* ca. Mitte der 1840er; † 1923) (bedeutender und bekannter BacheeĂ­tche d. h. HĂ€uptling einer Lokalgruppe der River Crow sowie KriegshĂ€uptling (pipe carrier), fĂŒhrte sein Volk auch in den ersten Jahren der Reservationszeit.)

Kicked In The Bellies (Eelalapito)

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  • PeelatchiwaaxpĂĄash (Medicine Crow (Raven)) (ein bedeutender und bekannter BacheeĂ­tche d. h. HĂ€uptling einer Lokalgruppe der Kicked In The Bellies sowie KriegshĂ€uptling (pipe carrier) und spĂ€ter HĂ€uptling wĂ€hrend der ersten Reservationszeit.)

Warrior Women / weibliche HĂ€uptlinge

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  • BĂ­awacheeitchish (Woman Chief – „weiblicher HĂ€uptling“) oder Barcheeampe (Pine Leaf – „Kiefernblatt“) (* ca. 1790; † 1854) (wurde als zehnjĂ€hriges Gros Ventre-MĂ€dchen von feindlichen Crow geraubt und wurde in der Familie ihres RĂ€ubers als Tochter aufgezogen, jedoch zeigte sie mehr Interesse an Unternehmungen als JĂ€ger und Krieger, wurde eine bekannte PferdezĂŒchterin, PferderĂ€uberin, gute BogenschĂŒtzin, JĂ€gerin sowie berĂŒhmte Kriegerin. Einst wurden nahe einer Handelsstation die Crow von feindlichen Blackfoot ĂŒberfallen und einige ihrer Krieger getötet, so dass die ĂŒbrigen Crow sich in die Station flĂŒchteten; nur sie wagte sich aus der Station zu Verhandlungen mit den Blackfoot heraus, wurde jedoch sogleich von fĂŒnf Kriegern angegriffen. Als sie im Kampf hierauf einen tötete und zwei verwundete, flohen die ĂŒbrigen Blackfoot. Ab diesem Tag wurde sie BĂ­awacheeitchish (Woman Chief) genannt. Wurde einer der drei einflussreichsten HĂ€uptlinge im Rat innerhalb ihrer Band und ein berĂŒhmter KriegshĂ€uptling – unternahm viele erfolgreiche KriegszĂŒge gegen Blackfoot, Gros Ventre sowie Lakota. Sie kleidete sich als Mann, wenn sie in den Krieg zog und heiratete mindestens vier Frauen.)
  • Akkeekaahuush (Comes Toward The Near Bank) (ca. 1810–1880) (sie und ihr Mann, Knife, waren unter ihren Feinden berĂŒchtigte AnfĂŒhrer von Kriegstrupps. Einst wurde sie im Kampf durch Piegan-Blackfoot gefangen genommen, konnte jedoch spĂ€ter fliehen)
  • BiliĂ­che HĂ©eleelash (Among The Willows) (1837–1912) (eine berĂŒhmte AnfĂŒhrerin verschiedener Kriegstrupps gegen feindliche Lakota, die von Osten immer weiter ins Crow-Land vordrangen, war bekannt dafĂŒr – im Gegensatz zu BĂ­awacheeitchish (Woman Chief) – stets besonders aufwendige Frauenkleider zu tragen, wenn sie in den Krieg zog. Sie gehörte zu den KriegshĂ€uptlingen (pipe carriers), die in der legendĂ€ren Battle of Rainy Buttes von 1858 / 1859 (unter den Lakota als Schlacht in der Sitting Bull’s Vater getötet wurde bekannt) mit ca. 50 Kriegern ein Lager der Hunkpapa unter Jumping Bull (Sitting Bulls Vater) angriffen, jedoch durch den Hunkpapa zu Hilfe eilenden Sans Arc und Miniconjou zurĂŒckgeschlagen wurden.)

Siehe auch

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  • Liste indigener Völker Nordamerikas

Literatur

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  • John R. Swanton: The Indian Tribes of North America. Smithsonian Institution, Bureau of American Ethnology, Bulletin 145, Smithsonian Press, Washington D.C., 1969, ISBN 0-87474-092-4.
  • Raymond J. DeMallie: Handbook of North American Indians. Volume 13: Plains. Smithsonian Institution, Washington DC 2001, ISBN 0-16-050400-7.
  • Joseph Medicine Crow: Mein Volk, die KrĂ€hen-Indianer. Die Stammesgeschichte der Absarokee. Eugen Diederichs Verlag, MĂŒnchen 1994, ISBN 3-424-01197-5.
  • Rainer Klis: Ihr habt den Weißen geholfen! Interview mit Dr. Joseph Medicine Crow. In: Magazin fĂŒr Amerikanistik. 1, 2002, ISSN 0170-2513.
  • Frederick E. Hoxie: Parading through History: The Making of the Crow Nation in America 1805–1935. Cambridge University Press, 1997, ISBN 0-521-48522-3.
  • Jonathan Lear: Radikale Hoffnung. Ethik im Angesicht kultureller Zerstörung. Suhrkamp Verlag 2020, ISBN 978-3-518-58759-1.

Weblinks

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Commons: Crow â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Website der Absarokee (englisch)
  • Verfassung von 2001 (englisch)
  • Verfassung von 1948 (Memento vom 10. MĂ€rz 2006 im Internet Archive) (englisch)
  • Rodney Frey: Crows. Eintrag bei Encyclopedia of the Great Plains.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Rodney Frey: The World of the Crow Indians: As Driftwood Lodges. University of Oklahoma Press, 2009, ISBN 978-0-8061-2560-2.
  2. ↑ Peter Nabokov, Lawrence L. Lowendorf: Restoring a History. University of Oklahoma Press, 2004, ISBN 0-8061-3589-1.
  3. ↑ Timeline of historic events from 1400 to 2003 by Chief Historian of Little Bighorn Battlefield National Monument, John Doerner
  4. ↑ Timeline and citations from Four Directions Institute (Memento des Originals vom 9. MĂ€rz 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fourdir.com
  5. ↑ Phenocia Bauerle: The Way of the Warrior: Stories of the Crow People, University of Nebraska Press, ISBN 978-0-8032-6230-0.
  6. ↑ Crow The People. (Memento vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) The Crow Society
  7. ↑ Indian Affairs: Laws and Treaties – Treaty with the Ponca, 1825 (Memento des Originals vom 7. MĂ€rz 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/digital.library.okstate.edu
  8. ↑ Indian Affairs: Laws and Treaties – Treaty with the Teton, etc., Sioux, 1825
  9. ↑ Treaty with the Sioune and Oglala Tribes, 1825 (Memento des Originals vom 15. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/digital.library.okstate.edu
  10. ↑ Indian Affairs: Laws and Treaties – Treaty with the Cheyenne Tribe, 1825 (Memento des Originals vom 15. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/digital.library.okstate.edu
  11. ↑ Indian Affairs: Laws and Treaties - Treaty with the Hunkpapa Band of the Sioux Tribe, 1825 (Memento des Originals vom 7. MĂ€rz 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/digital.library.okstate.edu
  12. ↑ Indian Affairs: Laws and Treaties – Treaty with the Arikara Tribe, 1825 (Memento des Originals vom 14. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/digital.library.okstate.edu
  13. ↑ Indian Affairs: Laws and Treaties - Treaty with the Belantse-Etoa or Minitaree Tribe, 1825 (Memento des Originals vom 13. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/digital.library.okstate.edu
  14. ↑ The Hidatsa - Tradition, Habitat, and Customs (PDF; 800 kB)
  15. ↑ Indian Affairs: Laws and Treaties – Treaty with the Mandan Tribe, 1825 (Memento des Originals vom 13. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/digital.library.okstate.edu
  16. ↑ Indian Affairs: Laws and Treaties – Treaty with the Crow Tribe, 1825 (Memento des Originals vom 14. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/digital.library.okstate.edu
  17. ↑ Die einst zum Stammesgebiet der Absarokee gehörenden Black Hills (in LakÈŸĂłtiyapi: pahĂĄ sĂĄpa oder Ȟe SĂĄpa - „HĂŒgel, die schwarz (bedeckt von WĂ€ldern) sind“) und Big Horn Mountains (im Nordosten Wyomings und im Westen South Dakotas) hatten seit ca. 1840/1850 die feindlichen Lakota-Sioux (Teton-Sioux) militĂ€risch annektiert und konnten erfolgreich (bis heute) gegenĂŒber Außenstehenden (insbesondere Regierungsvertretern) bei Vertragsverhandlungen und in der breiten Öffentlichkeit diese als „Ihre Heiligen Bergen“ und als „traditionelles“ Stammesgebiet durchsetzen.
  18. ↑ Crow Dictionary Online
  19. ↑ a b c d Christian F. Feest: Beseelte Welten – Die Religionen der Indianer Nordamerikas. In: Kleine Bibliothek der Religionen, Bd. 9, Herder, Freiburg / Basel / Wien 1998, ISBN 3-451-23849-7. S. 87–88.
  20. ↑ Timothy P. McCleary: The Stars We Know: Crow Indian Astronomy and Lifeways, Second Edition. Waveland Press 2011, ISBN 978-1-4786-0955-1. S. 82, 107.
  21. ↑ Crow names.
  22. ↑ Little Bighorn College - Apsáalooke Writing Tribal Histories Project, Chapter 3.6: Political Organization
  23. ↑ indianische Scouts wurden seitens vieler indigener Nationen auf Grund ihrer notwendige Umsicht, des Spurenlesens, des Heranpirschens an Feinde, der EinschĂ€tzung der Chance des geplanten Angriffs mit Wölfen oder Kojoten verglichen
  24. ↑ What is the Crow Nation?
  25. ↑ Timothy P. McCleary: The Stars We Know: Crow Indian Astronomy and Lifeways. Waveland, 1996, ISBN 0-88133-924-5.
  26. ↑ About the Apsáalooke (Memento vom 30. Oktober 2010 im Internet Archive)
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