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Sinclair ZX Spectrum 👆 Click Here!
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Sinclair ZX Spectrum
Hersteller Sinclair Research, Amstrad
Typ Heimcomputer
Veröffentlichung 23. April 1982
Produktionsende 1992
Neupreis bei MarkteinfĂŒhrung:* ZX Spectrum 16 125 ÂŁ* ZX Spectrum 48 175 ÂŁ
Prozessor Z80A @ 3,5 MHz
Arbeitsspeicher 16 KB oder 48 KB
Grafik 256 × 192 Pixel 15 Farben
Sound Über eingebauten Lautsprecher
DatentrÀger Compact Cassette, Microdrive (Bandlaufwerk)
Betriebssystem Sinclair-BASIC
VorgÀnger Sinclair ZX81
Nachfolger Sinclair QL* ZX Spectrum Plus* ZX Spectrum 128K

Der Sinclair ZX Spectrum 16/48k ist ein Heimcomputer, der am 23. April 1982[1] von dem in Großbritannien ansĂ€ssigen Unternehmen Sinclair Research zum Preis von 125 ÂŁ bzw. 175 ÂŁ auf den Markt gebracht wurde. 1986 erwarb Amstrad den Markennamen und vermarktete den Rechner und die Nachfolgemodelle bis 1992.[2]

Hardware

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Der ZX Spectrum war der Nachfolger des Sinclair ZX81. Im Gegensatz zu seinem VorgĂ€nger arbeitete er mit dem ASCII-Zeichensatz. Als Prozessor kam erneut ein Zilog Z80 (Z80A mit 3,5 MHz) zur Anwendung. Er verfĂŒgte ĂŒber 16 oder 48 KB Arbeitsspeicher und 16 KB Festwertspeicher (ROM). Die 16 KB-Versionen konnten durch Zusatz-RAM spĂ€ter auf 48 KB erweitert werden. Als Datenspeicher wird ein handelsĂŒblicher Kassettenrekorder angeschlossen. Über einen Steckplatz können Hardwareerweiterungen angeschlossen werden.

Der Aufbau des Rechners war, wie bei allen Sinclair-Rechnern dieser Zeit, auf PreisgĂŒnstigkeit ausgelegt. Insbesondere ist die Anzahl der Bauteile minimiert, und es wurden möglichst billige verwendet: So kamen bei der Version mit 48-KB-Speicher defekte 64-KB-RAM-Bausteine zum Einsatz, bei denen die jeweils defekte Bank ausgeblendet wurde.

Ein spezieller („Custom-“)Chip, die ULA, kĂŒmmert sich um die Bildschirmdarstellung, die Tonausgabe und die Kassettenrecorderschnittstelle. Im Gegensatz zum ZX81 ĂŒbernimmt die ULA sĂ€mtliche Aufgaben der Bilddarstellung, so dass der Prozessor damit nicht belastet wird.

Die Grafikauflösung betrĂ€gt 256 × 192 Bildpunkte (Pixel). FĂŒr die Farbdarstellung werden jeweils 8 × 8 Pixel in Blöcke zusammengefasst, so dass effektiv nur ein Farbraster von 32 × 24 Blöcken zur VerfĂŒgung steht. In jedem Block kann die Vorder- und Hintergrundfarbe aus 8 Farben ausgewĂ€hlt werden. ZusĂ€tzlich können die Farben eines Blocks aufgehellt oder blinkend geschaltet werden. Die Rahmenfarbe kann separat aus 8 Farben ausgewĂ€hlt werden. Als AusgabegerĂ€t wird gewöhnlicherweise ein FernsehgerĂ€t ĂŒber den Antenneneingang angeschlossen. Am Erweiterungsanschluss liegt auch ein Basisband-Videosignal an und kann mit externer Hardware entnommen und verstĂ€rkt werden.

  • Bildschirmausdruck der Farbtabelle mit Fehlermeldung/Statuszeile
    Bildschirmausdruck der Farbtabelle mit Fehlermeldung/Statuszeile
  • Darstellung derselben Farbtabelle auf einem Schwarzweißfernseher
    Darstellung derselben Farbtabelle auf einem Schwarzweißfernseher
  • Schriftbild des ZX Spectrum mit dem Lebenslauf von Sir Clive Sinclair
    Schriftbild des ZX Spectrum mit dem Lebenslauf von Sir Clive Sinclair

Über einen eingebauten Lautsprecher bietet der Spectrum eine sehr eingeschrĂ€nkte Tonausgabe; der Tonkanal des Fernsehers wird nicht benutzt. Zudem ist der Lautsprecher insbesondere bei den frĂŒhesten Modellen sehr leise. Es besteht jedoch die (inoffizielle) Möglichkeit, externe Lautsprecher am Tonkanalausgang fĂŒr den Kassettenrekorder anzuschließen. Die Tonausgabe blockiert den Prozessor, da der Lautsprecher lediglich vom Prozessor, der auch die Tonfrequenz erzeugen muss, ein- und ausgeschaltet werden kann. In manchen Spielen wurde dennoch durch trickreiche Programmierung zwei- oder sogar mehrstimmige Musik erzeugt, letztere jedoch mit ziemlich dĂŒrftiger QualitĂ€t. In den spĂ€teren 128-KB-Modellen wurde zusĂ€tzlich der Soundchip AY-3-8910 eingebaut, um dieses Manko zu beheben, was jedoch zu Lasten der KompatibilitĂ€t mit den frĂŒheren 16-KB- und 48-KB-Modellen ging.

Im ROM ist hauptsĂ€chlich ein BASIC-Interpreter mit integrierter Eingabeaufforderung und Betriebssystem untergebracht. Die Tastatur des ursprĂŒnglichen Spectrum besteht aus Gummitasten ĂŒber einer Kontaktfolie. Im Gegensatz zu anderen Rechnern werden die BASIC-Befehle nicht Buchstabe fĂŒr Buchstabe eingetippt. Dazu ist jede Taste mit bis zu sechs Zeichen und Befehlen belegt, so dass fĂŒr einen BASIC-Befehl ein Tastendruck bzw. eine Tastenkombination genĂŒgt. Dadurch ist eine relativ schnelle und tippfehlerarme Programmierung möglich.

Hauptplatine des Sinclair ZX Spectrum Sinclair ZX SpectrumTV-RF-ModulatorAnschlĂŒsse fĂŒr Mono-Kassettenrekorder (Ohrhörer und Mikrofon) Klinkenstecker 3,5Expansion PortNetzteilanschluss SpannungseingangNEC ”PD780C (ZiLOG Z80 compatible CPU)ROMDiverse Logikgatter der Baureihe 74xxFPGA (Uncommitted Logic Array)Quarz fĂŒr FarbtrĂ€gerfrequenz 4,433 MHz„LM1889“ Video Modulator1/2 Tastaturanschluss„7805“ 5 V Spannungsregler / Linear Voltage Regulator1/2 TastaturanschlussRAMLautsprecher
Hauptplatine des Sinclair ZX Spectrum Sinclair ZX Spectrum
Platine eines Sinclair ZX Spectrum.
Zum Identifizieren der ein­zel­nen Bau­teile diese mit Mauszeiger ĂŒberfahren
und fĂŒr weitere In­for­ma­tionen an­klicken.

Die Gesamterscheinung ist gegenĂŒber anderen Computern dieser Zeit klein. Das Netzteil ist als externes GerĂ€t ausgefĂŒhrt. Die Farbe des GerĂ€tes ist schwarz, die Beschaffenheit der Tastatur erinnert an Radiergummis. Im Betrieb erwĂ€rmt sich das GerĂ€t sehr stark, was die Lebensdauer der Kontaktmatte der Tastatur beeintrĂ€chtigt.

Zahlreiche Erweiterungen von Drittanbietern und ein großes Sortiment an Spielen machten den Spectrum zum erfolgreichsten Computer von Sinclair.

Software

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An Software waren vor allem Spiele, aber auch Textverarbeitung, Datenbanken, diverse Programmiersprachen, Assembler und Debugger erhĂ€ltlich. In den zeitgenössischen Heimcomputerzeitschriften waren noch keine DatentrĂ€ger beigelegt, sondern beispielsweise Spiele als BASIC-Programm (Programmausdruck) abgedruckt und konnten so von geduldigen Anwendern per Gummitastatur eingegeben werden. Genauso waren im VerhĂ€ltnis dazu grĂ¶ĂŸere Programme ĂŒber eigene BĂŒcher durch Eintippen zugĂ€nglich. Im Vergleich zum marktbeherrschenden, etwas teureren C64 von Commodore war die VerfĂŒgbarkeit und Vielfalt der Software auf dem deutschen Markt deutlich geringer, auch deshalb, weil der ZX Spectrum im amerikanischen Markt so gut wie gar nicht prĂ€sent war, weswegen dortige Unternehmen ihre Software meist nicht dafĂŒr anboten. FĂŒr Spiele bildete Atarisoft die einzige nennenswerte Ausnahme hierzu. Auf dem britischen Markt hingegen war der ZX Spectrum lange der meistverkaufte Heimcomputer mit dem grĂ¶ĂŸten Angebot an Software.

In einigen LĂ€ndern des ehemaligen Ostblocks, beispielsweise in Ungarn, wurden in Fernseh- und Radiosendungen, die sich mit Computertechnik befassten, gelegentlich Programme fĂŒr den Spectrum, spĂ€ter auch fĂŒr den Commodore 16 und Commodore 64, in Form von Audiosignalen ĂŒbertragen. Diese konnten mit einem Kassettenrecorder aufgezeichnet und dann in den Heimcomputer geladen werden.[3]

Programmiert wurde hauptsĂ€chlich unter BASIC (serienmĂ€ĂŸig im ROM), Assembler und Pascal. Mit der VerfĂŒgbarkeit von entsprechenden PeripheriegerĂ€ten kam auf den spĂ€teren Modellen auch teilweise das Betriebssystem CP/M zum Einsatz (der Original-Spectrum kann ohne Zusatzmodule kein CP/M ausfĂŒhren, da dieses RAM-Speicher an der Adresse 0 voraussetzt, der Computer dort aber nur ROM hat).

Zubehör

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Bereits ein minimales System besteht aus dem Computer und mehreren PeripheriegerĂ€ten: das zugehörige externe Netzteil (9 V Gleichspannung), das auch weitere PeripheriegerĂ€te (z. B. Interfaces und Microdrive) mit Strom versorgt, das Handbuch, das das Sinclair-eigene BASIC und die Handhabung des GerĂ€tes ausfĂŒhrlich erklĂ€rt, sowie die Kassette mit Beispielprogrammen, die die FĂ€higkeiten des Rechners demonstrieren und deren BASIC-Quelltexte Einblick in die Programmiermöglichkeiten gewĂ€hren. Weiterhin benötigt ein funktionsfĂ€higes System auch GerĂ€te, die der Benutzer bereits besitzen muss. Ein handelsĂŒblicher Fernseher mit Antenneneingang wird als Monitor benötigt. Bei Verwendung eines Schwarzweißfernsehers werden die Grautöne (zusammen mit der Helligkeitsstufe BRIGHT sind 8 Farben bei 16 Farbnuancen möglich) kontrastreich abgestuft. Ein Kassettenrekorder erlaubt das Laden der Beispielprogramme. Anders als bei einigen anderen Heimcomputern wurden keine speziellen Computer-Kassettenrecorder („Datasetten“) fĂŒr den ZX Spectrum angeboten. Stattdessen wurde ein ganz gewöhnlicher Recorder fĂŒr Kompaktkassetten verwendet, der nur Mikrofon- und Kopfhörer-Anschlussbuchsen haben musste, in die das mitgelieferte Anschlusskabel eingesteckt werden konnte. Das rechtzeitige Starten und Stoppen des Bandes war Aufgabe des Benutzers.

Obwohl damals meist noch nicht zwischen internen und externen PeripheriegerĂ€ten unterschieden wurde, sind bereits in diesem GerĂ€t interne Zubehörteile verbaut, so z. B. der HF-Wandler, der aus den Videosignalen das Fernsehbild erzeugt, oder das auf der Hauptplatine aufgebrachte Interface fĂŒr den Anschluss des Kassettenrekorders.

MassenspeichergerÀt Microdrive

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Ab 1983 bot der Hersteller Bandlaufwerke mit der Bezeichnung ZX Microdrive an. Diese werden ĂŒber ein handelsĂŒbliches Flachbandkabel mit dem Controller ZX Interface 1 verbunden, letzteres wird fest am Computer zu einer Einheit verschraubt. In den Steckmodulen lĂ€uft ein Endlosband, welches an einem Tonkopf vorbeigefĂŒhrt wird und etwa 85 Kilobyte nutzbare SpeicherkapazitĂ€t bietet. Ein vollstĂ€ndiger Durchlauf des Bandes dauert 7,5 Sekunden. Diese Microdrives werden ebenfalls im Sinclair QL verwendet, dort können allerdings ca. 110 KB Speicher genutzt werden. Dieses Speichermedium ist nicht mit den Microdrives von IBM zu verwechseln.

ZX Interface 1

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Das ZX Interface 1 mit dem ZX Microdrive verbunden

Das ZX Interface 1 wurde erstmals im Jahre 1983 veröffentlicht. UrsprĂŒnglich war es als Local-Area-Network-Interface fĂŒr den Gebrauch in Schulen gedacht. Das GerĂ€t wurde jedoch vor der Veröffentlichung ĂŒberarbeitet und dann als Controller fĂŒr bis zu acht ZX-Microdrive-Laufwerke benutzt. Weiterhin bot das GerĂ€t eine RS-232-Schnittstelle, hauptsĂ€chlich, um daran Drucker anzuschließen. Das Interface 1 enthielt ein 8-KB-ROM. Da der Spectrum den gesamten Adressraum bereits voll belegt hatte, wurde das ROM des Interface 1 mittels Bank Switching in den Adressraum des 16-KB-ROMs eingeblendet.

Das Interface ist so ausgefĂŒhrt, dass es sich mit dem Computer zu einer Einheit fest verschrauben lĂ€sst. Dazu wurden zwei Schrauben aus dem GrundgerĂ€t herausgedreht und das Interface nach dem Anstecken an der Hauptplatine am hinteren Teil des Computers fest mit diesem verschraubt, ohne ihn jedoch zuvor öffnen zu mĂŒssen. Das GrundgerĂ€t steht dadurch leicht schrĂ€g, Ă€hnlich einer ergonomisch nach vorn gekippten Tastatur.

Das GerĂ€t bietet einen Netzwerkanschluss, mit dem man bis zu 64 EinzelgerĂ€te per Netzwerkleitung zusammenschließen kann. Dieses Netzwerk wurde ZX Net genannt und hatte eine Datenrate von bis zu 100 kbit/s.

Interface 1 und Microdrive wurden als Paket verkauft. Mit enthalten war Software, darunter einige Spiele und das Textverarbeitungsprogramm Tasword II, bei welchem zur besseren Anpassung an die Hardware des Benutzers Drucker- und Dateifunktionen in BASIC-Routinen ausgefĂŒhrt waren. Es enthielt einen eigenen Zeichensatz, der jedes Standardzeichen in zwei schmale Zeichen mit lediglich 7×3 Bildpunkten (Standardzeichen ohne UnterlĂ€ngen) teilte[4] und war damit das einzige Textverarbeitungsprogramm, das die begrenzten Möglichkeiten des Spectrum fĂŒr normale BĂŒroarbeit nutzbar machte.

ZX Interface 2

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ZX Interface 2

Das ZX Interface 2 ist ein PeripheriegerĂ€t, das im September 1983 erstmals verkauft wurde. Es war ausgerĂŒstet mit zwei Joystick-Ports und einem ROM-Steckmodulschacht, der fĂŒr Spiel-Module vorgesehen war. Die Joystick-AnschlĂŒsse waren zwar die gleichen, vom Atari 2600 ĂŒbernommenen 9-poligen D-Sub-Buchsen wie bei fast allen anderen damaligen Computer- und Konsolensystemen, aber ihre Ansteuerung ĂŒber Software war nicht kompatibel mit der weit verbreiteten Kempston-Schnittstelle, wodurch die meisten Spiele, die vor dem Interface veröffentlicht worden waren, nicht funktionierten.[5]

Die Anzahl der veröffentlichten Spiel-Steckmodule war begrenzt: Die Herstellung war fast doppelt so teuer wie der Verkauf auf Kompaktkassetten, und der Speicherplatz auf den Modulen war auf 16 KB beschrĂ€nkt, wohl um mit dem Spectrum mit dem kleineren 16-KB-RAM-Speicher kompatibel zu sein.

Zehn Spiele wurden veröffentlicht:

  1. JetPac
  2. PSSST
  3. Cookie
  4. Tranz Am
  5. Chess
  6. Backgammon
  7. Hungry Horace
  8. Horace and the Spiders
  9. Planetoids
  10. Space Raiders

Drucker und weiteres Zubehör

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Am Spectrum können alle fĂŒr den Sinclair ZX81 geeigneten Drucker angeschlossen werden. Der preiswerte – allerdings nicht zur professionellen Textverarbeitung gedachte – Drucker aus dem Hause Sinclair druckte auf ein mit Aluminium beschichtetes Papier mit der Auflösung des Bildschirms (256 Punkte pro Zeile). Das Papier ist etwas breiter als der Ausdruck eines heutigen Kassenbons, was ein sehr kompaktes GerĂ€t – ungefĂ€hr so groß wie eine Faust – ermöglichte (zu diesem und kompatiblen Modellen siehe Beschreibung: Drucker fĂŒr den ZX81).

Neben diesen GerĂ€ten gab es eine Vielzahl von Erweiterungen, wie Joystick-Schnittstellen (z. B. ZX Interface 2 oder Kempston), das Multiface 1/128 oder auch verschiedene Systeme zum Anschluss von Diskettenlaufwerken (z. B. Beta Disk Interface) fĂŒr den Sinclair ZX Spectrum. Auch gibt es Bastellösungen fĂŒr den Anschluss von Festplatten.

Nachfolgemodelle

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ZX Spectrum 128K
MICRODIGITAL TK90X Color Computer: Brasilianischer Klon des Sinclair Spectrum

Sinclair selbst brachte zunĂ€chst den ZX Spectrum Plus heraus, dessen Elektronik identisch mit der des 48-KB-Modells ist. Im Unterschied zu diesem ist der Spectrum Plus in ein grĂ¶ĂŸeres KunststoffgehĂ€use eingebaut und bietet eine Tastatur mit harten Tastenkappen. ZusĂ€tzlich befindet sich an der Seite ein Reset-Taster. Die zusĂ€tzlichen Tastenkappen betĂ€tigen durch eine durchdachte Folientastatur unter den Kappen elektrisch mehrere einzelne Tasten, wodurch einige hĂ€ufig verwendete Tastenkombinationen des VorgĂ€ngermodells jetzt durch Einzeltasten erreichbar sind. Form und GrĂ¶ĂŸe des GehĂ€uses sind so gewĂ€hlt, dass Original-Zubehör auch am ZX Spectrum Plus angeschlossen werden kann.

Als nĂ€chstes Modell von Sinclair erschien der ZX Spectrum 128K. Dieser Computer sieht dem ZX Spectrum Plus Ă€hnlich, bietet aber 128 KB Speicher und einen Dreikanal-Soundchip (was die ProgrammkompatibilitĂ€t trotz KompatibilitĂ€tsmodus beeintrĂ€chtigt). ZusĂ€tzlich hat er noch eine MIDI-Schnittstelle. Er kann in einen KompatibilitĂ€tsmodus umgeschaltet werden, so dass fast alle Hard- und Software der vorherigen Modellversionen verwendet werden kann.

Danach erschien noch das auf Basis eines Motorola 68008 und Intel 8049 aufgebaute Computersystem Sinclair QL (AbkĂŒrzung fĂŒr Quantum Leap, deutsch Quantensprung) mit 128 KB Arbeitsspeicher. Zwei Microdrives sind als Massenspeicher bereits in das GehĂ€use integriert. Im Grafikmodus können mit dem QL maximal 512×256 Pixel dargestellt werden, im Textmodus 85×25 Zeichen. Er verfĂŒgt außerdem ĂŒber eingebaute Netzwerk- und MultitaskingfĂ€higkeiten. Der Sinclair QL wurde frĂŒh angekĂŒndigt, was dazu fĂŒhrte, dass die Wartezeit fĂŒr potentielle Kunden sehr lang ausfiel. Obwohl das Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis sehr gut war, konnte sich der QL nicht gegen die Konkurrenz in diesem Marktsegment wie etwa die Apple-Macintosh-Serie durchsetzen, da bei diesen KonkurrenzgerĂ€ten die angebotene Software deutlich fortschrittlicher war als beim QL.

Ein von Sinclair angekĂŒndigter „Super Spectrum“, der Spectrum LOKI heißen sollte, als Commodore-Amiga-Konkurrenz gedacht war und mit zwei Z80H-Prozessoren laufen sollte, kam nie ĂŒber das frĂŒhe Prototypstadium hinaus. Das Projekt wurde nach dem Verkauf von Sinclair an Amstrad eingestellt. Zahlreiche Klone wurden weltweit gebaut, u. a. von Timex in den USA, aber auch (ohne Lizenz) von UniversitĂ€ten in der DDR wie z. B. den GDC1, HCX, KuB 64K oder Spectral und andernorts.

ZX Spectrum +2 mit integriertem Kassettenlaufwerk

Nachdem der Hersteller Sinclair Research fĂŒr 5 Millionen britische Pfund an Amstrad verkauft worden war, kamen unter deren Leitung noch die Modelle Spectrum +2/+2A (mit integriertem Kassettenrekorder) und +3 (mit integriertem 3-Zoll-Diskettenlaufwerk) auf den Markt, die wie das 128K-Modell jeweils ĂŒber 128 KB Speicher, eine MIDI-Schnittstelle und einen Dreikanal-Soundchip verfĂŒgen; letzterer wurde auch im Schneider bzw. Amstrad-CPC-Computer eingesetzt. Diese Modelle kennen zwei Betriebsarten, erweitert und (wegen der abweichenden Sound-Hardware nur bedingt) kompatibel mit dem Originalrechner.

2017 kĂŒndigte Henrique Olifiers eine Kickstarter-Kampagne an, um einen offiziellen und von Sinclair genehmigten Nachfolger zu finanzieren, den ZX Spectrum Next. 3.113 Backer trugen 723.390[6] Pfund zusammen und schalteten dabei mehrere Perks frei. WĂ€hrend die Hauptplatinen bereits nach wenigen Monaten ausgeliefert wurden, verzögerte sich die Auslieferung der vollstĂ€ndigen GerĂ€te mit dem von Rick Dickson entworfenem TastaturgehĂ€use bis 2020. Das GerĂ€t[7] basiert auf einem in FPGA nachgebildetem Z80-Prozessor mit bis zu 28 MHz, DMA, Copper, drei AY-3-8910-Soundchips. Es kann 256 Farben aus einer Palette von 512 darstellen bei einer Auflösung von 256×192 Pixeln. Ein kostenloses Firmware-Update schaltete einen erweiterten Modus mit 320×256 Pixeln frei, 16 Farben aus 512 bei 512×192 Hires-Modus sowie erweiterte Spectrum- und Timex-Grafikmodi. Hardware-Scrolling und Hardware-Sprites werden ebenso unterstĂŒtzt. 1024 KB RAM können auf 2048 KB erweitert werden. Als Massenspeicher wird eine SD-Karte genutzt. Ein Raspberry Pi Zero dient als Beschleuniger, mit dem der Spectrum Next z. B. MP3 wiedergeben kann.

2024 (November) erschien eine optisch an den ZX Spectrum angelehnte Neuauflage der Firma Retro Games Ltd. namens The Spectrum.[8][9] Das GerĂ€t basiert auf einem Allwinner ARM-Chip und emuliert den Spectrum in Software. Es ist möglich in einem Spieleauswahlmenu oder in einem sogenannten Classic Mode im BASIC-Interpreter zu starten. Erweiterungen und weitere Software sind ĂŒber USB Ports hinzufĂŒgbar.

Erfolg

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Nachbau des ZX Spectrum aus der Tschechoslowakei

In der Bundesrepublik Deutschland war der Sinclair ZX Spectrum bis zum Erscheinen des Schneider/Amstrad CPC nach dem C64 der zweitmeistverkaufte Computer. Sein Preis betrug 1983 ca. 400,- DM fĂŒr das 16-KB-Modell und 530,- DM fĂŒr 48 KB.[10] Der Computer erlangte seine grĂ¶ĂŸten Erfolge in Großbritannien selbst, wo der Computer erheblich frĂŒher als der Commodore 64 am Markt erschien. Auch in der DDR und im gesamten Ostblock hatte er einige Erfolge, hauptsĂ€chlich wegen der KompatibilitĂ€t zum dort verbreiteten U880-Mikroprozessor und einer Vielzahl unlizenzierter Nachbaumodelle.

Weltweit wurden ĂŒber 5 Millionen Exemplare des ZX-Spectrum verkauft – es gab insgesamt acht Modellvarianten. In Spanien war er z. B. lange Zeit ausgesprochen beliebt; das Modell mit 128 KB Speicher wurde sogar zuerst in Spanien auf den Markt gebracht. Es gab viele Nachbauten. Insbesondere das Grundmodell war relativ leicht nachzubauen, weil es außer der ULA keine speziellen Chips enthielt. Wegen der Vielzahl der Modelle ist es kaum möglich, eine annĂ€hernd genaue Anzahl der weltweit gebauten kompatiblen Computer zu ermitteln.

Trivia

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Der Advanced Lawnmower Simulator war 1990 ein Simulationsspiel fĂŒr den ZX Spectrum; es handelte sich um einen Aprilscherz eines Spielemagazins.

Emulatoren

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FĂŒr andere Computersysteme existieren eine Vielzahl von Emulatoren, die die Funktion des ZX Spectrum nachbilden. Fortgeschrittene Emulatoren können mehrere GerĂ€te mit hoher PrĂ€zision simulieren, einschließlich des Soundchips, der exakten Geschwindigkeit des Originalmodells und undokumentierter Befehle der Z80-CPU. Einige Emulatoren (selbst fĂŒr den C64) erlauben es sogar, die originalen Kassettenaufnahmen per Toneingang oder -Datei in den Emulator zu laden.

Literatur

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  • Ian Stewart, Robin Jones: SINCLAIR ZX SPECTRUM. Programmieren leicht gemacht. Verlag BirkhĂ€user, Basel, 1983, ISBN 3-7643-1491-5
  • Ian Stewart, Robin Jones: Weitere Kniffe und Programme mit dem ZX Spectrum. Verlag BirkhĂ€user, Basel, 1983, ISBN 3-7643-1532-6
  • Ian Stewart, Robin Jones: ZX Spectrum Maschinencode. Verlag BirkhĂ€user, Basel, 1983, ISBN 3-7643-1535-0
  • Owen Bishop: Einfache ZusatzgerĂ€te fĂŒr ZX Spectrum, ZX81 und Jupiter Ace. Verlag BirkhĂ€user, Basel, 1984, ISBN 3-7643-1589-X
  • E. Floegel: Rund um den Spectrum. Verlag W. Hofacker, Holzk., 1983, ISBN 3-88963-108-8
  • Roland G. HĂŒlsmann: Viel mehr als 33 Programme fĂŒr den SINCLAIR SPECTRUM. Verlag W. Hofacker, Holzk., 1983, ISBN 3-88963-144-4
  • Steven Vickers, Robin Bradbeer: sinclair ZX SPECTRUM – EINFÜHRUNG. Sinclair Research, 1983, ISBN 3-88945-010-5
  • Steven Vickers: sinclair ZX SPECTRUM – BASIC-Programmierung. Sinclair Research, 1983, ISBN 3-88945-011-3
  • Bosetti: Zx Spectrum Tips & Tricks. Data Becker, 1985, ISBN 3-89011-075-4
  • Sinclair ZX-Spectrum Programme. CHIP-Special
  • Jörg Reinmuth: Hardware-Erweiterung fĂŒr ZX Spectrum. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin, 1990, ISBN 3-327-01030-7
  • Christopher David Smith: The ZX Spectrum Ula: How to Design a Microcomputer (ZX Design Retro Computer). Zxdesign Technology and Media, 2010, ISBN 978-0-9565071-0-5
  • Clive Sinclair, Paul Andrews und David Levy: Creating the Sinclair ZX Spectrum Vega. Retro Computers Ltd., 2015, ISBN 978-1-78538-290-1

Weblinks

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Commons: Sinclair ZX Spectrum â€“ Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  • Biografie von Sir Clive Sinclair und umfangreiche Sammlung an Bildern zu Sinclair Computern (8bit-museum.de)
  • 7000 ZX Spectrum Games (Memento vom 14. Mai 2013 im Internet Archive) (relaxate.com)
  • Umfangreiche Infos und Bilder zum Sinclair ZX Spectrum (zock.com)
  • worldofspectrum.org – Fan-Site zum Sinclair ZX Spectrum mit vielen Infos
  • Zx Spectrum Demos (3000), Games (5000) (zxaaa.net)
  • Informationen zu den damals erhĂ€ltlichen PeripheriegerĂ€ten (nvg.ntnu.no, englisch)
  • Jungsi Corner

Einzelnachweise

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  1. ↑ http://home.bt.com/news/world-news/april-23-1982-zx-spectrum-brings-affordable-and-colourful-computing-into-britains-homes-11363977137042
  2. ↑ How the Spectrum began a revolution. BBC, 23. April 2007, abgerufen am 9. MĂ€rz 2014 (englisch). 
  3. ↑ Szoftver: ProgramsugĂĄrzĂĄs. GĂĄl GĂĄbor, abgerufen am 12. Februar 2019 (ungarisch). 
  4. ↑ Software Catalogue Spring 1986. Tasman Software (PDF; 5,3 MB)
  5. ↑ ZX Interface 2 Introduction. fruitcake.plus.com, abgerufen am 9. MĂ€rz 2014. 
  6. ↑ ZX Spectrum Next. Abgerufen am 15. Mai 2020. 
  7. ↑ About – ZX SPECTRUM NEXT. Abgerufen am 15. Mai 2020 (amerikanisches Englisch). 
  8. ↑ The Spectrum, Webseite. Abgerufen am 19. Januar 2025 (amerikanisches Englisch). 
  9. ↑ AnkĂŒndigung mit Spieleliste. Abgerufen am 19. Januar 2025 (deutsch). 
  10. ↑ c't magazin fĂŒr computertechnik, Erstausgabe 12/1983, Seite 85. (PDF) November 1983, abgerufen am 22. Januar 2016. 
Normdaten (Sachbegriff): GND: 4068309-6 (GND Explorer, lobid, OGND, AKS)
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Kategorien:
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  • Einplatinencomputer
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